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Wegen kosovarischem Namen? Erst wollte Nora Rexha niemand, dann war sie die Beste

Der grosse Traum der Menzikerin Nora Rexha war die KV-Lehre – ihn zu verwirklichen war nicht einfach. Doch sie hat es allen gezeigt. Schliesslich hat sie die Lehre mit einer Note von 5,4 abgeschlossen. Und ausserdem kann sie nun auch Stapler und Bagger fahren.

14.07.16, 09:40 14.07.16, 11:02

Rahel Plüss / az Aargauer Zeitung



Nora Rexha hat bei Bertschi Mulden + Container Transport AG in Reinach die KV Lehre gemacht. Sie hat aber auch gelernt, Stapler und Bagger zu fahren.
Bild: az/Handout

Irgendwann nach der hundertsten erfolglosen Bewerbung um eine Lehrstelle hatte die Menziker Bezirksschülerin aufgehört zu zählen. «Es war frustrierend», sagt die heute 19-jährige Nora Rexha im Rückblick.

Jetzt freut sie sich, lacht übers ganze Gesicht, nippt entspannt an ihrem Mineralwasser in der Gartenbeiz und erzählt von ihrem Erfolg.

«Normalerweise haben immer die Banken und Versicherungen die besten Abgänger», sagt sie. «Dass wir als Recycling-Unternehmen jetzt zuvorderst dabei sind, ist ein schöner Erfolg für alle.»

Geschäftsführerin Sabine Frei-Bertschi

Zuerst wollte sie niemand, dann war sie die Beste. Das ist – zusammengefasst – die Geschichte von Nora Rexha.

Sie hat am KV Lenzburg Reinach im E-Profil als Beste ihres Jahrgangs abgeschlossen. Note: 5,4. Nora Rexha ist stolz. Sie hat es allen gezeigt – auch sich selber.

Der Erfolg hat ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Aber ihre Mühen, eine Lehrstelle in ihrem Traumberuf im Büro zu finden, sind nicht so schnell vergessen.

Noten oder Name schuld?

Während der Schulzeit waren ihre Noten nicht die besten. «In der dritten Bez habe ich nachgelassen, ich dachte, Schulnoten seien nicht so wichtig», erzählt die Lehrabgängerin.

Ihre Einstellung rächte sich bitter. Ein Jahr vor Schulschluss begann sie, Bewerbungen zu schreiben. Sie rief die Lehrbetriebe an, ging persönlich vorbei, aber es half alles nichts: Sie erhielt Absage über Absage.

Lag es nur an den Noten? Nora Rexha glaubt das nicht. Sie vermutet, dass die Absagen auch etwas mit ihrem kosovarischen Nachnamen zu tun haben.

Denn die Mitschüler mit Schweizer Nachnamen und ähnlichem Leistungsnachweis hätten schneller eine Lehrstelle gefunden als sie.

Vielleicht würden Schweizer bevorzugt, womöglich sei es den Betrieben einfach zu kompliziert, eine Lernende zu haben, die ihren Namen zehnmal am Tag buchstabieren müsse.

Aber das bleibt Spekulation. Es ist ihr auch nicht mehr so wichtig. Schliesslich hat es ja, gewissermassen in letzter Minute, doch noch geklappt.

Es war im Jahr 2012, einen Tag vor den Sommerferien. Die 4.-Bezlerin hatte noch drei Bewerbungen ausstehend. Zusammen mit ihren Eltern besuchte sie die Lehrbetriebe in der Hoffnung, dass es doch noch irgendwo klappen würde. Bei der dritten und letzten Firma hatte sie Glück.

Zwar konnte Nora Rexha bei der Bertschi Mulden + Container Transport AG in Reinach so kurzfristig keinen Lehrstellenvertrag bekommen, erhielt aber nach dem spontanen Reinschnuppern noch am gleichen Nachmittag ein Praktikum mit Aussicht auf die erträumte KV-Lehrstelle.

Nicht nur im Büro sitzen

Nora Rexha packte die Chance und bereute das Praktikumsjahr nicht. Sie konnte Erfahrungen sammeln, die ihr nachher in Lehre und Berufsschule zu Gute kamen, wie sie sagt.

Und es habe Spass gemacht, neben dem Bürojob auch praktisch mit anzupacken. «Stapler- und Baggerfahren ist cool», sagt sie und lacht. «Und ich habe gelernt, mich durchzusetzen.»

Auch Geschäftsführerin Sabine Frei-Bertschi freut sich über das Resultat ihrer Lernenden.

«Normalerweise haben immer die Banken und Versicherungen die besten Abgänger», sagt sie. «Dass wir als Recycling-Unternehmen jetzt zuvorderst dabei sind, ist ein schöner Erfolg für alle.»

Gleich zur Assistentin gemacht

Nora Rexha bleibt in einem 60-Prozent-Pensum bei der Bertschi Mulden + Container Transport AG, daneben will sie berufsbegleitend die Matura nachholen, um nachher an der Fachhochschule «irgend etwas Richtung Wirtschaft» zu studieren.

Ihre Chefin hat sie vertraglich gleich zur «Assistentin der Geschäftsleitung» gemacht – vorsorglich, wie Sabine Frei-Bertschi mit einem Augenzwinkern sagt: «bevor mir sie jemand aus dem Betrieb wegschnappt.» (aargauerzeitung.ch)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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54
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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tiger9 27.07.2016 05:54
    Highlight Ich arbeite in einem, aus Sicherheitsaspekten betrachtet, äusserst sensiblen Umfeld mit vielen Fachleuten zusammen und bin dabei jeweils in der Rolle des Auftraggebers. Es sind deutlich mehr einheimische Namen, die da durch die Sicherheitsüberprüfung rasseln. Gerade mit Leuten, die Wurzeln im Kosovo haben (und meist eingebürgert sind), mache ich meistens sehr gute Erfahrungen. Sie haben gute Umgangsformen, sind bescheiden, aufrichtig, seriös bei der Sache und kompetent.
    0 0 Melden
  • Jay Bee 15.07.2016 00:55
    Highlight Komme selber aus dem gleichen Dorf. Im Wynental sind albanisch sprechende Jugendliche trotz guten Leitungen im KV bereich ungern gesehen.
    7 6 Melden
    • whoisanny 19.07.2016 22:15
      Highlight Weshalb, wenn man fragen darf?
      3 0 Melden
  • andersen 14.07.2016 23:56
    Highlight Das die Menschen überhaupt ein Nachnahmen hat, verdanken wir die Menschen, die dieser Gebrauch aus den Orient mitgenommen hat.
    Mein Cousin war 2 Jahre in Albanien als Friedenstruppe (Nato) er hat die Menschen, als sehr Gastfreundlich erlebt, Albanien ist ein Beitrittskandidat der EU, sie werden 7 Jahre geprüft, weil Albanien weiss, dass der EU die Grundrechte schützen. Auch der kulturelle Vielfalt in Europa, die in ein moderne Gesellschaft passt.
    Das heisst aber auch, dass man in ein Gastland sich ein wenig zurücknimmt und nicht mit fremdem Fahnen provozieren.
    5 5 Melden
  • humpfli 14.07.2016 23:05
    Highlight Hauptsache, das Problem auf den Namen schieben. Sie hatte schlechte Noten, logisch musste sie für eine Stelle kämpfen. Was der Vergleich betrifft, die anderen hatten sich vielleicht mehr bemüht? Auch diese bekamen die Stelle nicht in den Arsch geschoben und mussten Bewerbungen schreiben. Zudem kommt es bei der Bewerbung nicht nur auf die Noten, sondern auch auf die Bewerbungsunterlagen und die Persönlichkeit an. Einfach mal so alles auf den Namen schieben finde ich schwach. (Natürlich mag es sein, dass es wirklich solche Fälle gibt, aber dann soll man auch Argumente bringen)
    10 20 Melden
  • STERNiiX 14.07.2016 22:58
    Highlight War bei uns in der Schule schon die Hauptausrede der Kosovaren. Übrigens nur der Kosovaren. Portugiesen, Libanesen, Türken, Kroaten usw. habens alle ohne jammern durchgestanden auch wenn sie über 100 Bewerbungen geschrieben haben. Da ich mit diesen Kosovaren befreundet war und bin hätte ich ihnen niemals sagen können dass es an ihrer faulen Art und ihren kopierten Bewerbungen lag. Letztens haben wir darüber geredet und gelacht, sie haben dann gemeint dass sie sich selbst auch nicht eingestellt hätten.
    Bei dem Fall kommt noch dazu dass sie sich fürs KV beworben hat.
    Nur 100 Bewerbungen? Really?
    9 11 Melden
  • Erdling.Nik 14.07.2016 15:49
    Highlight Mich kotzt dieses hinterwäldlerische Denken in Teilen der Schweizer Bevölkerung echt an. Diese Idiotie von Nationalismus stinkt bis zum Himmel. Und dabei meine ich als Albaner und Schweizer alle im Land vertretenen Ethnien. Viele haben ein Problem mit unserer kulturellen Vielfalt. Ich weiss aber nicht wieso. Was macht einen Menschen so arrogant und ignorant, dass er denkt, seine Ethnie sei besser? Das ist kein Denken des 21. Jahrhunderts und kein humanistisches. Zum Glück wächst aber eine Generation heran, die nicht so eingebildet mit ihrer Herkunft ist.
    53 36 Melden
  • Firefly 14.07.2016 15:20
    Highlight "Wer nichts wagt der nichts gewinnt" gilt auch für Arbeitgeber bei der Stellenbesetzung.
    26 3 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 14.07.2016 13:07
    Highlight Ich hab am letzten Schultag erst meine Lehrstelle bekommen, trotz schweizerischem Namen... und wisst Ihr was? Die hatten recht, ich hab ziemlich abgekackt... Knapp bestanden aber wirklich sehr knapp. Die Firmen die mir abgesagt haben hatten also recht.
    44 7 Melden
  • john waynee 14.07.2016 13:03
    Highlight Ich würde sie als ranghohe Politikerin im Kosovo einsetzen. Dies würde nicht nur ihrem Ursprungsland gut tun, da intelligente Leute auch dort gefragt sind. Zudem könnte sie einen wichtigen Beitrag zur Prosperität des Kosovo leisten.
    24 69 Melden
    • FrancoL 14.07.2016 13:41
      Highlight Naja ich denke solche fähige junge Damen können wir bestens in der Schweiz brauchen oder stört Dich der Migrationshintergrund. Du scheinst mir nicht zu denen zu gehören die sich viel Gedanken über die Prosperität anderer Länder machen.
      56 22 Melden
    • john waynee 14.07.2016 13:51
      Highlight FrancoL sehr wohl mache ich mir Gedanken über die Prosperität anderer Länder. Diese Dame mit ihrer kompetenten Ausbildung und Talent könnte vor Ort verhindern, dass nocht mehr "Flüchtlinge" aus dem Kosovo nach DE / CH kommen. Win Win also für alle Beteiligten.-
      11 48 Melden
    • Human 14.07.2016 14:37
      Highlight Wir schicken doch "unsere" KV Lehrlinge auch nicht in den Bundesrat nachdem sie ihre Lehre abgeschlossen haben? ^^ sry aber ich versteh den Kommentar irgendwie nicht...
      Jedes Jahr schliessen tausende Menschen mit Migrationshintergund in der Schweiz ihre Ausbildung ab überrascht sie das oder wie? Darf ich nun in den deutschen Bundestag? ^^

      38 6 Melden
    • phreko 14.07.2016 15:52
      Highlight Mit dem KV die Welt retten. Wie süss!
      27 4 Melden
    • john waynee 14.07.2016 16:02
      Highlight Human es geht darum, dass ihre Eltern vor dem Krieg in die Ch geflüchtet sind. Die Ch hat sie aufgenommen, ihnen Schutz und Obdach gegeben. Nun hat sie von einer vorzüglichen Ausbildung profitiert und sollte diese anwenden um ihrem Heimatland auf die Beine zu helfen. Da hört der sonst so überschwänglich gefeierte Nationalstolz der Albaner aber anscheinend auf. Albanien scheint super zu sein, scheinbar nur nicht um da zu wohnen.-
      7 14 Melden
    • Human 15.07.2016 06:52
      Highlight @john waynee und was genau hat das nun damit zu tun das sie mal Flüchtlinge waren? Ich hab eher das Gefühl da fängt bei ihnen der Nationalstolz an, ihr letzter Kommentar klingt wie "Die haben Schutz bekommen und eine Ausbildung nun können sie auch wieder gehen"..... Ich liebe Ungarn auch (D nicht sry ;P), trotzdem liebe ich die Schweiz ebenfalls und möchte hier leben... und wenn man hier aufwächst ist das ganze noch viel mehr nachvollziehbar, den die meisten Migranten sind "Zuhause" eben auch Ausländer...
      8 4 Melden
  • Lezzelentius 14.07.2016 12:37
    Highlight Ob aus Kosovo oder Albanien: Die Namen der Leute sind alle albanisch. "Kosovar, Kosovarisch" beschreibt lediglich die Nation im staatlichen Sinne.
    26 6 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 14.07.2016 12:33
    Highlight Ich kenne etliche Leute mit Ausländischen Namen und guten Leistungen die eine Stelle fanden ohne grössere Probleme. Ich glaube nicht das es am Namen lag, denn gerade bei einer Stelle wie KV bewerben sich zum Teil hunderte von Arbeitssuchenden. Und viele mit Ausländischen Namen die es oft schaffen die Stelle zu kriegen. Ich meine das man nur energisch suchen muss. Ausserdem als ich die Lehre abgeschlossen hatte (erfolgreich) waren viele mit Migrationshintergrund die es auch schafften. Heute zu sagen das man weil man Rexha heisst nicht eingestellt zu werden finde ich falsch.
    39 14 Melden
    • FrancoL 14.07.2016 13:33
      Highlight Du findest es falsch, aber es ist eine Tatsache. Wenn Du dies wie üblich nicht wahrhaben willst weil Deine Welt die einzig richtige ist, dann sprich einmal mit den Lehrlingsbeauftragten der Stadt Zürich. Die werden Dir leider mitteilen, dass es wirklich zum Problem werden kann, wenn der Name einen gewissen Klang hat.
      25 40 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 14.07.2016 13:53
      Highlight Es ist kein grosses Problem FrancoL. Tut mir leid dir das zu sagen aber ich kenne Kollegen die in Berufs Klassen gehen wo viele einen Migrationshintergrund haben. Eher sind die Leute das Problem die solchen Stellensuchenden mit Ausländisch klingenden Namen ein Problem einreden wollen. So nimmt man ihnen die Motivation. Kann sein das es früher so war, aber heute ist es ganz sicher nicht mehr so gross. Klar gibt es das, aber sehr sehr selten!
      15 9 Melden
    • john waynee 14.07.2016 13:54
      Highlight FrancoL schon mal überlegt weshalb man diese Vorbehalte bei Leuten aus dem Kosovo hat und nicht bei allen anderen Ländern dieser Welt? Wäre einen Gedanken wert oder?
      13 21 Melden
    • john waynee 14.07.2016 13:56
      Highlight Man liest nie, dass Jungen mit dem Namen Johnson, Clarke, Li etc. Probleme bei der Stellensuche haben obwohl auch sie fremdländische Namen haben? Weshalb?
      18 8 Melden
    • FrancoL 14.07.2016 16:15
      Highlight @An Alle; Es ist nun mal Tatsache dass man gegenüber fremden Namen Vorbehalte hat und dies nicht nur bei kosovarischen Namen. Ich arbeite nun doch etliche Jahre am Markt und sehe wie reagiert wird. Und ich staune immer noch dass man dies so "wegputzen" will. Senden Sie einmal eine Putzkraft mit portugischem Namen in eine bewohnte Wohnung und man wird in vielen Fällen eine Nachfrage bekommen, ob diese Person auch vertrauenswürdig ist. Es gibt viele Fälle, zu viele meines Erachtens.
      10 14 Melden
    • john waynee 18.07.2016 14:41
      Highlight "Man liest nie, dass Jungen mit dem Namen Johnson, Clarke, Li etc. Probleme bei der Stellensuche haben obwohl auch sie fremdländische Namen haben? Weshalb?"

      Werde wohl noch einige Zeit warten müssen, um darauf eine Antwort zu erhalten...
      2 1 Melden
    • FrancoL 18.07.2016 16:53
      Highlight Es hatten früher auch die Italonamen so ihre Probleme. Auch bei der Wohnungssuche. Gleiches galt für spanische Namen. Nun sind eben andere Einwanderer an der Reihe und werden in 20 Jahren auch besser da stehen.
      0 2 Melden
  • Human 14.07.2016 11:56
    Highlight Ich glaube schon das, dass passiert das jemand aufgrund des Namens abgelehnt wird - andererseits kann man auch je nachdem wo man her kommt heissen wie man will das Foto verrät auf den ersten Blick das man einen ausländischen Hintergrund hat.

    In dem Artikel kommt aber auch ein bisschen zu kurz das sich bei KV Stellen pro Stelle minimum 50 Bewerber melden? Und das ist noch gering geschätzt...und dann ist schon klar das sie mit mittelmässigen Noten eine Absage nach der anderen bekommt.
    Trotzdem Glückwunsch zur erfolgreichen Lehre :)
    62 4 Melden
  • FrancoL 14.07.2016 10:18
    Highlight Ich gratuliere der jungen Frau und freue mich dass Hartnäckigkeit zum Erfolg führen kann. Gleichzeitig muss ich als Lehrmeister feststellen, dass tatsächlich heute immer noch Lehrstellen mitunter nach dem Nachnamen der Bewerber vergeben werden, dies bestätigt mir auch die Tatsache dass häufig Lehrer von BewerberInnen aufrufen und die Leistungen ihrer Lehrlinge mit fremd klingenden Namen zu begründen und zu versuchen eine Gleichbehandlung zu stützen.
    108 20 Melden
    • andersen 14.07.2016 10:57
      Highlight Francol

      Ein sehr gute Einstellung.
      25 6 Melden
  • wunderfitz 14.07.2016 10:15
    Highlight Ich weiss nicht wo das Problem mit den ausländischen Namen sein soll. Ich war gestern am Abschluss der Berufsschulen Bülach. Viele der erfolgreichen Auszubildenden haben "ausländische" Namen. Eine Frau hatte ein Kopftuch. Unser Betreib hat seit 2003 5 Lehrlinge ausgebildet. Nur einer davon hatte einen typischen Schweizernamen. Die andern Serbisch, Italienisch, Kroatisch, Türkisch.
    Alles freundliche, tolle und motivierte junge Menschen.
    136 9 Melden
    • FrancoL 14.07.2016 11:02
      Highlight Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Wir sind weiter als noch vor 5-10 Jahren, aber gewisse Nachnahmen sind heute immer noch ein Garant für eine Rückstellung bei der Lehrstellensuche.
      Man darf nicht immer von seiner Warte aus beurteilen.
      37 12 Melden
    • Randy Orton 14.07.2016 11:50
      Highlight Es ist tendenziell sicher schwieriger, eine Lehrstelle zu finden mit ausländischem Namen. Es gibt immer noch Chefs, die wenn sie die Wahl zwischen Müller und -vic haben, nicht auf die Leistung sondern auf den Namen schauen. Habe ich bei etlichen Schulkameraden gesehen, die mit guten Noten abgeschlossen haben und es schwieriger hatten, als Schweizer mit schlechteren Noten.
      28 10 Melden
  • pamayer 14.07.2016 10:09
    Highlight Das tönt wie weihnachten und ist es auch.
    Herzliche gratulation der bertschi ag, dass sie eine kosovo-stämmige einstellte und herzliche Gratulation dir nora, dass du's allen gezeigt hast.

    Und dass sie nun 'vorsorglich' zur Assistentin der gl gewählt wurde ist Weihnachten hoch 2.

    Grossartig!
    82 11 Melden
  • kleiner_Schurke 14.07.2016 10:00
    Highlight Ja das ist leider eine traurige Tatsache. Wer in der Schweiz einen ausländisch tönenden Namen hat, hat Nachteile. Kinder von Ausländern, erklärte uns der Rektor der Sekundarschule, würden nur ausnahmsweise in die Sek aufgenommen. Rief ich an um, eine Wohnung zu mieten, dann war die bereits weg. Rief ich 30 Min. später unter falschem Namen z.B Müller, nochmals an, war die Wohnung plötzlich offen für eine Besichtigung. Schweizer sind zu einem nicht unsignifikaneten Anteil üble Rassisten. Das ist ein Fakt. Und je tiefer in den Bergtälern, desto schlimmer wird es.
    132 74 Melden
    • FrancoL 14.07.2016 11:08
      Highlight Kleiner Schurke; MENSCHEN (nicht nur die Schweizer) sind zu einem nicht unsignifikanten Anteil Rassisten. Wobei ich Rassisten durch "dem Fremden abgeneigt" ersetzen würde, weil ein Zürcher bereits mit einem Tessiner seine Mühe haben kann.
      Wir Menschen sind da zum grossen Teil nicht lernfähig.
      85 4 Melden
    • Steven86 14.07.2016 11:19
      Highlight Oh mann, er hat es herausgefunden,das wir Schweizer alles Rassisten sind. Aber Psssst nicht weiter erzählen, es ist eben ein Geheimnis unter uns Schweizer.
      36 12 Melden
    • Easypeasy 14.07.2016 11:24
      Highlight Ich habe im Nachnamen ein -ic. Aber hatte nie Probleme bei der
      Wohnungssuche oder bei der Jobsuche Probleme gehabt. Das ganze ist mir teilweise auch suspekt, da ja auch die Chefs etc. heut zu Tage ausländischer Herkunft sind. Das würde ja auch heissen, dass Chefs "auslädischer Herkunft" Schweizer bevorzugen?
      41 4 Melden
    • Albi Gabriel 14.07.2016 11:40
      Highlight Deine Aussage "Und je tiefer in den Bergtälern, desto schlimmer wird es." ist ebenfalls rassistisch... Vielleicht solltest du dir den Spiegel von Sonja Red ebenfalls vorhalten!
      49 9 Melden
    • Menel 14.07.2016 11:55
      Highlight Mein Mädchenname ist ein Schweizer Name (Stammbaum geht gut 500 Jahre zurück) der erstens selten ist und zweitens spanisch klingt.
      Da wurde auch oft nachgefragt.
      19 3 Melden
    • Die Erleuchtung 14.07.2016 11:58
      Highlight "Schweizer sind zu einem nicht unsignifikaneten Anteil üble Rassisten."

      Ist dieselbe Aussage wie:

      "Ausländer sind zu einem nicht unsignifikanten Anteil üble Kriminelle"

      Und für so was erhält man noch Zustimmung?! Wollt ihr euch nicht erst mal gegenseitig einen Spiegel vors Gesicht halten?
      44 10 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 14.07.2016 12:04
      Highlight Die Aussage mit den Bergtälerm stimmt schon, nicht nur aber über den Daumen genommen hat dies seine Berechtigung. Und ja ich würde sagen ich komme aus einem Bergtal, denke aber anders.

      @Easypeasy Aus welcher Region kommst du und wie viele "Ausländer" gibts dort?
      Und das mit den Chefs, ja das ist so, ich kenne einige, vorallem Kroaten aber auch andere, die in solchen Sachen wirklich "rassistischer" sind als Schweizer. Vorallem dann auch wenns um eine andere Nationalität geht.
      25 9 Melden
    • FrancoL 14.07.2016 12:19
      Highlight @Easypeasy; Ja stell Dir vor dass auch Chefs mit ausländischen Namen und gar ausländischen Wurzeln teilweise diskriminierend agieren und dies, für Dich vermutlich nicht nachvollziehbar, genau weil sie wissen dass der Nachname auch ein Nachteil sein kann und sie nun als Inhaber der Firma dieses Risiko nicht eingehen wollen. Zudem viele auch kleine Firmen mit Eigentümer mit fremdländischen Namen flüchten sich in komische Namenkonstrukte weil sie ihren Namen nicht an vorderster Front haben wollen.
      3 8 Melden
    • kleiner_Schurke 14.07.2016 15:52
      Highlight Meine persönliche Erfahrung ist selbstverständlich nicht als allgemeingültige Wahrheit zu verstehen. Aus Erzählungen anderer weiss ich aber, dass es anderen ähnlich geht. Unsere Familie hatte eine dicke Fiche mit vielen geschwärzten Namen, was dem kalten Krieg geschuldet ist. An der Universität im Klima intentionaler Forschungsgruppen gab es keine Xenophobie oder Rassismus. Und last but not least auch eine Erfahrung wert: Ausländischer Name = Suspekt, Ausländischer Name + Dr. Titel = kein Problem. So lange die Leute einfach Herr Doktor sagen können ist alles im Butter...
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