Schweiz
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Nicht nur durch Fernbusse, auch durch ausländische Bahnunternehmen könnte der SBB Konkurrenz erwachsen. Bild: KEYSTONE

Aus fürs SBB-Monopol – diese 7 Dinge zum Fernbus-Markt musst du jetzt wissen

Der Bundesrat will nationale Fernbuslinien zulassen – allerdings nur für Anbieter aus der Schweiz. Auf der Schiene hingegen könnte die SBB bald Konkurrenz durch Deutsche Bahn & Co. bekommen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

19.10.17, 20:05 20.10.17, 09:03


Worum geht es?

Das musst du wissen:

Rollt jetzt die grosse Fernbuswelle auf die Schweiz zu?

Bald auch im Inland: Passagiere in Zürich steigen in einen Fernbus ein. Bild: KEYSTONE

Zunächst wohl eher nicht. Ausländischen Anbietern ist es aufgrund des Kabotageverbots weiterhin verboten, Passagiere innerhalb der Schweiz zu befördern. Bisher steht lediglich der Anbieter Domo Reisen aus Glattbrugg ZH in den Startlöchern. Er will sich zunächst auf den frequenzstarken Strecken der Nord-Süd-Achse (Basel-Brig und Basel-Chiasso) und Ost-West-Achse (St. Gallen-Genf) konzentrieren. Gemäss Blick prüft allerdings auch Flixbus, gemeinsam mit einem lokalen Partner, ein Schweizer Tochterunternehmen zu gründen, um so in den Markt einzusteigen.

Gemäss Verkehrsexperte Thomas Sauter-Servaes von der Fachhochschule ZHAW in Winterthur sind Prognosen darüber, was sich mit der Zulassung von nationalen Fernbuslinien für den Konsumenten konkret ändert, derzeit schwierig. In Deutschland habe es nach der quasi vollständigen Liberalisierung des Fernbusverkehrs sehr rasch Fernbus-Angebote sowohl auf frequenzstarken als auch auf von der Bahn unvollständig abgedeckten Strecken gegeben. Im Gegensatz zur Schweiz besteht dort allerdings keine Konzessionspflicht.

Kann ich jetzt zu Dumping-Preisen von Zürich nach Genf fahren?

Panoramastrecke am Lac Léman. Bild: KEYSTONE

Über die Tarifgestaltung von Anbietern wie Domo Reisen ist derzeit noch nichts bekannt. Schliesslich steht der Konzessionsentscheid des BAV noch aus. Der Bund wird Konzessionen nur dann erteilen, wenn die Anbieter GA und Halbtax anerkennen. Diese Bedingung sei für die privaten Anbieter sicherlich «ein Wermutstropfen», sagt Verkehrsexperte Sauter-Servaes. «Es ist aber gut vorstellbar, dass sie auf ihren Strecken den Halbtax-Tarif der SBB sowieso preislich unterbieten werden.»

«Auf frequenzstarken Strecken in Deutschland wird vor allem die Zielgruppe der sogenannten ‹Time rich, money poor› angesprochen», sagt Sauter-Servaes. Auf dieses Kundensegment werden sich auch die Schweizer Anbieter fokussieren. Damit gemeint sind Rentner oder Jugendliche, die wenig Geld zur Verfügung haben, denen dafür eine etwas längere Reisezeit nichts ausmacht. Dafür würde den Passagieren die Reisezeit etwa mithilfe schneller WLAN-Verbindungen nutzbar gemacht, meint Suter-Servaes.

Wie reagiert die SBB auf die Konkurrenz durch Fernbusse?

Der SBB-Hauptsitz in Bern. Bild: KEYSTONE

Bei der SBB betrachtet man Fernbusse im nationalen Verkehr –wie es im internationalen Markt bereits der Fall sei – als Konkurrenz, sagt Sprecher Oliver Dischoe. Er verweist darauf, dass der Konzessionsentscheid des Bundes noch ausstehend sei. Wichtig für die SBB sei, dass «faire und gleiche Rahmenbedingungen» für alle Anbieter einen echten Wettbewerb ermöglichten. Dies gelte insbesondere bei den Arbeitsbedingungen, der Sicherheit und der Einhaltung des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Für die SBB stellen parallele Fernbus-Angebote «im gut ausgebauten und eng abgestimmten ÖV-System keinen echten Mehrwert dar». Es werde an der Solidarität der Tarifsysteme im Schweizer ÖV gerüttelt, wenn ein Anbieter Rosinen herauspickt, indem «nur profitable Leistungen und für gewisse Linien Billigstpreise angeboten werden».

Kann ich bald überall in der Schweiz mit der Deutschen Bahn hinfahren?

Nein, der Bundesrat prüft lediglich, ob ausländische Bahnunternehmen im grenzüberschreitenden Verkehr zukünftig auch ohne Kooperation mit der SBB Passagiere auf Schweizer Schienen transportieren dürfen. So könnte man etwa in Interlaken einen Zug der Deutschen Bahn (DB) nehmen, der weiter nach Hamburg fährt, und in Basel wieder aussteigen. Anders als bisher müsste die DB diesen Zug nicht mehr in Kooperation mit der SBB betreiben. Umgekehrt könnten die SBB theoretisch etwa die Verbindung Zürich-Mailand ohne Kooperation mit den italienischen Staatsbahnen FS betreiben.

Was bringt mir die Marktöffnung im grenzüberschreitenden Schienenverkehr?

Züge der Deutschen Bahn in München. Bild: EPA/DPA

Noch hat der Bundesrat in dieser Frage nicht entschieden. Für die SBB braucht es dazu erst eine politische Diskussion. Auf jeden Fall brauche es gleich lange Spiesse für alle. Eine Öffnung dürfe die Errungenschaften des Bahnverkehrs nicht gefährden, sagt SBB-Sprecher Dischoe: «Vor weitergehenden Entscheiden sind deshalb die Chancen und Risiken und möglichen Auswirkungen auf den gesamten ÖV in der Schweiz ganz genau auszuleuchten.» Grundsätzlich nehme man jede Art von Wettbewerb ernst und sei bereit, sich diesem zu stellen. 

Verkehrsforscher Sauter-Servaes glaubt, dass die Öffnung dem Konsumenten helfen könnte: «Wettbewerb tut dem Markt grundsätzlich gut.» Es sei vorstellbar, dass etwa die Deutsche Bahn auf der Strecke zwischen Interlaken und Basel tiefere Preise anbieten wird als die SBB oder regelmässige Kunden mit Rabatten oder anderen Reduktionsmöglichkeiten lockt. «Auch bei Dienstleistungen wie etwa Gastronomie oder WLAN haben die Anbieter die Gelegenheit, sich gegenüber der Konkurrenz zu profilieren.» Auch für die SBB eröffneten sich Marktlücken in den Nachbarländern.

Kommt nun das Ende von Kooperationen zwischen SBB und ausländischen Bahnen wie dem TGV Lyria?

Bild: KEYSTONE

Die bestehenden Kooperationen funktionierten gut und werden weiter ausgebaut, heisst es bei der SBB. Es sei laufend in den internationalen Verkehr investiert und ein attraktives Angebot mit täglichen Verbindungen nach Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich geschaffen worden. Dieses Angebot wird gemeinsam mit den Partnerbahnen weiterentwickelt und ausgebaut. Thomas Sauter-Servaes kann sich dennoch vorstellen, dass die SBB künftig gewisse Kooperationen mit ausländischen Partnern aufgebe und die grenzüberschreitenden Verbindungen im Alleingang anbiete.

Was bedeutet die Marktöffnung für das gesamte Verkehrssystem?

Verkehrsexperte Thomas Sauter-Servaes zieht ein insgesamt positives Fazit zu den Ankündigungen des Bundesrats. Mehr Wettbewerb könne zu einem besseren Angeboten für die Konsumenten führen. Wichtig sei, dass der Wettbewerb fair bleibe und alle Anbieter gleich lange Spiesse hätten – indem etwa Dumpinglöhne durch ausländische Anbieter verhindert würden. Auch die Frage der Infrastruktur-Kosten der verschiedenen Anbieter auf Schiene und Strasse müsse miteinbezogen werden.

Auch für die Umwelt sieht Sauter-Servaes positive Effekte: «Je attraktiver der öffentliche Verkehr insgesamt ist, desto mehr Leute nutzen ihn und desto nachhaltiger und umweltfreundlicher wird das Verkehrssystem als Ganzes.» (cbe)

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Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alterssturheit 20.10.2017 08:19
    Highlight Letztendlich geht's auch hier nur um ein Geschäft bzw. Kohle. Die Kunden wollen für eine Fahrt von ZH-GE retour am liebsten max. 10 Franken bezahlen (Kafi/Gipfeli inkl.). Ob diese Rechnung aufgehen kann ist ja nicht ihre Sorge, Hauptsache Geiz ist geil.
    36 9 Melden
  • Gustav.s 20.10.2017 05:11
    Highlight In ein paar Jahren wird die Privatwirtschaft rentable Strecken aussaugen und der Steuerzahler zahlt noch mehr für den Rest.
    Oder es gibt keinen Rest mehr.
    50 5 Melden
    • Wehrli 20.10.2017 15:44
      Highlight Vielleicht brauchts keine Bahnverbindung nach Hinterkrachenhofen im 15 Minutentakt.

      Die SBB hat ihre Züge nur zu 25% ausgelastet, ein Luxus.
      10 24 Melden
  • malu 64 20.10.2017 03:13
    Highlight Die Verbindungen mit der Bahn sind top! Für was noch Busse, welche die Umwelt mehr belasten, die Strassen noch mehr verstopfen.
    Ein ähnlicher Überfluss wie Uber!
    50 14 Melden
    • Midnight 20.10.2017 08:37
      Highlight Kommt drauf an. Ein mit 60 Personen gefüllter Bus verstopft die Strassen definitiv weniger, als 60 Autos, in denen nur eine Person sitzt...
      32 4 Melden
    • 7immi 20.10.2017 20:34
      Highlight @midnight
      theoretisch ja, ich kenne aber keine autofahrer, die wegen dem geld auto fahren, da das auto deutlich teurer ist. komfort ist das argument. oder der fehlende öv anschluss. daher dürften wohl nicht viele autofahrer umsteigen, da das auto noch immer am komfortabelsten ist und die busunternehmen hinterpfupfikon wohl nicht erschliessen werden.
      9 0 Melden
  • Mennsgi 19.10.2017 23:18
    Highlight Am Ende fahren alle Grenzüberschreitenden Linien ausländische Bahnunternehmen und die SBB nur im Inland. Weil wir ja die anderen Bahnunternehmen der EU nicht wütend machen dürfen.
    20 8 Melden
  • Mäf 19.10.2017 22:58
    Highlight Das wichtigste an den 7 Punkten: Es ist ein Bericht über mögliche Szenarien und einer Prüfung solcher Szenarien. In der Schweiz ist nichts sofort entscheiden und geschweige denn auch umgesetzt. Da können wir noch Jahre diskutieren bis das mal in irgendeiner, hundermal veränderten Form durchgesetzt wird.
    9 1 Melden
  • Lappituedaugeuf 19.10.2017 22:11
    Highlight Juhee, mehr Liberalisierung, mehr Dumpingpreise und dann noch au die Umwelt scheissen. Wieso soll man verantwortlich handeln, wenn man die Folgen nie zu spüren bekommt? Wir hinterlassen den kommenden Generationen ein tolles Erbe.
    85 50 Melden
    • Amboss 19.10.2017 22:43
      Highlight Dann sind also 40 Autos ökologischer als 1 Bus?

      Verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, diese Rechnung...
      47 42 Melden
    • p4trick 19.10.2017 22:51
      Highlight Ein Bus hat sogar die Hälfte des CO2 Ausstosses eines Zuges pro Person gerechnet.
      37 57 Melden
    • lynx 19.10.2017 23:08
      Highlight Fake News?
      Selbst bei 100% Auslastung eines Reisecars und durchschnittlicher Auslastung eines Schweizer Fernveekehrszuges (30%) ist der CO2-Austoss des Busses pro Personenkilometer rund 3 mal höher.
      Vergleiche selbst mit dem Mobitool-Vergleichsrechner:
      https://www.mobitool.ch/de/tools/vergleichsrechner-15.html
      30 1 Melden
    • Skara Brae 20.10.2017 01:46
      Highlight Das würde mich jetzt aber wunder nehmen, wie ein Zug der mit Wasserkraft betrieben wird CO2 produziert.
      22 1 Melden
    • Amboss 20.10.2017 07:46
      Highlight @Max: wieso nicht? Wenn das Angebot stimmt, wieso sollen dann Autofahrer nicht umsteigen?

      Gerade für die Hälfte der Bevölkerung, die kein Halbtax hat ist der ÖV einfach unbezahlbar. klar benutzen die immer das Auto.
      8 19 Melden
    • Froggr 20.10.2017 08:08
      Highlight Ich werde Auto fahren. Egal wie toll das Angebot an ÖVs sein wird. Und viele andere werden dies auch tun. Egal obs Busse gibt oder nicht.
      6 8 Melden
    • Amboss 20.10.2017 09:01
      Highlight @Max: Richtig. Aber so rechnet man nicht. Das Auto hat man "sowieso" (weil man einfach eins möchte). Da kauft man nicht noch das GA. Vielleicht würde man aber gerne mal mit dem ÖV irgendwo hin gehen. Sieht man dann aber, was der Volltarif kostet, wird man quasi gebeten, bitte doch das Auto zu nehmen.

      @AL:BM: Etwas einfach, Autobenutzern einfach voruzuwerfen, Individualisten zu sein.
      Beispiel: Egerkingen-Bern Wankdorf per Zug: 75min, 2x Umsteigen. Per Auto: 35min.
      Hier ist doch der ÖV einfach gnadenlos schlecht. Ein Fernbus, der autobahnnah hält, könnte doch eine gute Alternative sein.
      7 4 Melden
    • p4trick 20.10.2017 09:38
      Highlight Hier meine Source. Ich bin aber kein CO2 Experte und kann das nicht beweisen :-)
      http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html
      3 0 Melden
    • luckyrene 20.10.2017 10:05
      Highlight wenn nur die Hälfte der AutofahrerInnen, die zur Arbeit pändeln, auf den ÖV umsteigen würden, würde die SBB wieder jammern ,,wir müssen unser Netz asbauen,, und die Abteile wären so überfüllt, das du (denke du fährst mit ÖV) dich noch mehr darüber aufregen würdest das es stickig, laut, eng ist und selten Platz zum sitzen hast. Oder nicht?
      4 5 Melden
    • Amboss 20.10.2017 11:47
      Highlight @AL:BM: Wenn man mit dieser Haltung an die Sache geht - ja dann ist klar, dass es nicht funktioniert.
      Lieber jammert man über volle Züge, verstopfe Bahnhöfe, verstopfe Stadtzentren statt mal ein bisschen kreativ und über die Nasenspitze hinaus zu denken.

      Es ist auch möglich, den Bahnhof Bern unter Betrieb in Anwendung komplizierterster Baumethoden auszubauen. Wieso soll es da nicht klappen in Egerkingen eine Bushaltebuch und vielleicht ein Parkhaus zu bauen?
      4 2 Melden
    • Amboss 20.10.2017 12:53
      Highlight @AL:BM: Ich unterstelle nicht ihnen, dass sie über volle Bahnhöfe jammern. Aber "man" (=Politiker, Bevölkerung, etc...) jammert schon darüber. Und nein, eine ewiggestrige Einstellung wollte ich ihnen auch nicht andichten. Ihre Argumente sind bestimmt nicht falsch.
      Ich finde nur, man sollte es mal probieren. Aber so wie es angedacht ist, wird das nichts. Und das ist wohl gewollt so.
      Denn: Wenn die Fernbusse das GA akzeptieren müssen, dann sind sie chancenlos, dann geht ihre Rechnung nicht auf. Denn Züge kann man überfüllen, Fernbusse nicht.
      2 1 Melden
    • purpletrain 20.10.2017 20:43
      Highlight @p4trick. Danke für deine Quelle. Der deutsche Strommix produziert einiges mehr an CO2 als der schweizerische (Stichwort: Kohlekraftwerk). Dazu kommen noch der höhere Stromverbrauch infolge Hochgeschwindigkeitszüge. Und zu guter Letzt gibt es in Deutschland auch noch Dieselzüge. Aus all diesen Gründen ist deine Quelle hierzulande leider unbrauchbar.
      3 0 Melden
  • loplop717 19.10.2017 21:59
    Highlight Hat es auf der Strasse Stau? Ja. Hat es auf der Schine Stau? Nein.
    45 22 Melden
    • MandraxMali 19.10.2017 23:45
      Highlight Schreibt man ‚Schiene‘ wie du? Nein ;)
      3 12 Melden
    • Tobias K. 20.10.2017 00:49
      Highlight Dafür immer je öfter Störungen, liegen gebliebene Züge etc. Meist ja zu Stosszeiten. Daher: Ja auch auf der Schiene hats Stau
      11 11 Melden
    • loplop717 20.10.2017 07:50
      Highlight Ja ich habe Schiene falsch geschrieben. Ich habe mir auch überlegt jein zu schreiben, aber das hätte man erklären müssen und ich hatte nicht viel Zeit.
      5 1 Melden
    • Midnight 20.10.2017 08:48
      Highlight @Silent Solche Ereignisse wie in Luzern sind nicht an der Tagesordnung. Der Stau auf dem Nordring hingegen schon... (Der auf den Strassen der Stadt Luzern übrigens auch).
      7 1 Melden
    • Tobias K. 20.10.2017 11:50
      Highlight Denken wir nur an Rastatt. Da war die Bahn verantwortlich für Staus auf Strassen und auf dem Rhein. 😂
      5 1 Melden
  • Schaaggi 19.10.2017 21:47
    Highlight Interessante Zusammenfassung der Änderungen und möglichen Auswirkungen.

    Aber etwas irritierend zu lesen, da etwa jeder zweite Satz aus verschiedenen Entwürfen zusammengeklatscht wurde und vom Autor auch sicher nur geschrieben, nicht aber gelesen wurde.
    39 2 Melden
  • zombie woof 19.10.2017 21:32
    Highlight Zum Glück haben die Fernbusse eigene Strassen, so sind sie dann immer pünktlich.....und noch was, in Deutschland hat ja das ganze sehr gut funktioniert, oder etwa doch nicht?
    46 22 Melden
    • Midnight 20.10.2017 08:49
      Highlight Vielleicht gibt es ja nur einen Abfahrtsfahrplan. Ankunft ist dann "Open End", oder so 😄
      4 0 Melden
  • Wasmeinschdenndu? 19.10.2017 20:57
    Highlight Funktioniert nicht! Weder in England noch in Schweden, wo man ebenfalls den ÖV liberalisiert hat, bringt das System Vorteile. Ganz im Gegenteil, die SBB wird geschwächt durch dumpingpreis-Konkurrenz und unrentable Linien werden gar nicht mehr berücksichtigt, für den Kunden also denkbar schlecht...
    110 8 Melden
    • Amboss 19.10.2017 22:20
      Highlight Einigermassen intelligent organisiert, kontrolliert und bewilligt könnten fernbusse den bestehenden ÖV gut ergänzen und vorhandene Schwächen des ÖV reduzieren.
      Und vor allem: Autofahrer auf den ÖV bringen, Belastungen des Autoverkehr reduzieren.

      Wenn man dies denn möchte...
      11 41 Melden
    • Donald 19.10.2017 22:36
      Highlight Ich glaube Mittelstreckenbusse könnten für viele Menschen das Pendeln erleichtern in der Umsteighölle Schweiz...
      11 23 Melden
    • Charlie Brown 19.10.2017 22:47
      Highlight @Amboss: Die Zielgruppe ist „time rich, money poor“. Also nicht gerade der klassische Autofahrer.
      57 3 Melden
    • Amboss 20.10.2017 08:07
      Highlight @Charlie: Silent Speaker hat vorhin ein gutes Beispiel gemacht. Wer zB in Egerkingen wohnt und in Bern-Wankdorf am Post Hauptsitz arbeitet hat die Wahl: Mit dem Auto in 35min dort sein oder mit dem ÖV zweimal Umsteigen und 75 min benötigen
      Nebenbei macht er dabei vier unnötige Fahrten mitten ins Stadtzentrum.

      für den könnte ein Fernbus, der jeweils autobahnnah hält, durchaus eine Alternative sein.
      4 5 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 09:53
      Highlight Ein Fernbuss ist wie der FV der SBB, er verbindet Zentren mit Zentren. Also nicht Egerkingen mit dem Wankdorf oder das EFH im Aargau mit Weissgotwas. Alles andere ist Wunschdenken.
      9 0 Melden
    • Amboss 20.10.2017 11:21
      Highlight @Charlie:
      Wer sagt, dass ein Fernbus in der Schweiz die grossen Zentren verbinden muss?Und warum muss er eigentlich ins verstopfte Stadtzentrum fahren, wo eigentlich eh niemand hin will, weil die Arbeitsplätze ja am Stadtrand sind.
      Ich jedenfalls denke, Zürich(Zentrum) - Bern(Zentrum), da hat der Fernbus keine Chance, da ist die Bahn zu stark.
      Aber eine Art "A1-Bus", wo die Leute per Velo oder E-Bike an eine autobahnnahe Haltestelle fahren und autobahnnah dort, wo die Arbeitsplätze sind (eben zB in Bern-Wankdorf) wieder aussteigen, anstatt das Auto zu nehmen, dies könnte funktionieren.
      3 5 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 12:03
      Highlight @Amboss: Mit Halt an jeder Autobahnaus- und Einfahrt?

      Ich zweifle. Da braucht es dann „time very very rich“.
      4 0 Melden
    • Amboss 20.10.2017 12:12
      Highlight @Charlie: An jeder Ausfahrt? Habe ich das gesagt? Glaube nicht.
      Nein, natürlich nur dort, wo es Sinn macht.
      1 3 Melden
    • Donald 20.10.2017 13:08
      Highlight Lustig, dass hier niemand versteht, was Fern bzw. Mittelstreckenbusse bringen können. In vielen Ländern (eher) ausserhalb von Europa ist das ziemlich normal. Z.B. im Aargau wo Knotenpunkte Aarau, Lenzburg, Baden etc. an ihre Grenzen stossen. Die meisten Leute wohnen nicht da, sondern steigen nur um. Busse von Zentrumsgemeinden in der Region nach z.B. Zürich würden das Leben der Leute einfacher machen, die Knotenpunkte und Züge entlasten sowie vermutlich auch ein paar Autofahrer zum Busfahren bewegen. Ich verstehe eure Zweifel wirklich nicht...
      3 0 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 13:47
      Highlight @Amboss: Und wer definiert, wo es Sinn macht?
      4 0 Melden
    • Donald 20.10.2017 14:19
      Highlight @Charlie Brown
      Ernsthaft jetzt? Troll-Polemik? xD
      1 2 Melden
    • Amboss 20.10.2017 15:14
      Highlight @Donald: Ich gebe dir völlig recht. Ein Pendler Gemäss meinem Beispiel Egerkingen - Bern-Wankdorf fährt viermal täglich ins Zentrum rein und wieder raus, obwohl er eigentlich gar nichts dort tun muss. Und eben, dann hört man von überlasteten Zentren, Pendler, die kaum mehr aneinander vorbeikommen, gigantische innerstädtische, hochkomplexe Ausbaupläne.

      Das passt irgendwie nicht. Aber irgendwie herrscht ein Denkverbot deswegen. soll einfach alles so bleiben, wie es ist
      2 4 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 15:29
      Highlight @Donald: Gar nicht. Ernst gemeint; warum soll ausgerechnet Egerkingen-Wankdorf eine „sinnvolle“ Relation sein? Und warum nicht auch ab Oensingen, Niederbipp, Wangen, Luterbach, Kriegstetten?

      Amboss argumentiert mit einem individuellen Bedürfniss. Beim ÖV geht es aber um den Netz-Gedanken.
      2 2 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 15:37
      Highlight P.S: Egerkingen-Wankdorf sind mit der Bahn 60 min, auf der Strasse mit Verkehr aktuell 42 Minuten (mit Auto, 120 km/h, nicht Bus 100 km/h)... Also nicht 75 vs. 35 min...
      4 1 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 15:56
      Highlight @Amboss: Denkverbot? Im Gegenteil. Zu Ende denken wäre erwünscht.
      3 1 Melden
    • Amboss 20.10.2017 16:32
      Highlight @Charlie: Bei den Verbindungen hast du recht, es gibt kürzere. Ich habe dies einfach bei SBB eingegeben und die kürzeste der vier angezeigten war 75min.
      Zu Ende gedacht? Nein, das ist es nicht. Ob Egerkingen - Bern Wankdorf sinnvoll wäre? Ich weiss es nicht.
      Was da funktioniert oder nicht? Ich habe keine Ahnung! Weder bin ich Verkehrsexperte noch Busbetreiber, der eine Strecke rentabel betreiben möchte.

      Aber wenn man es gar nicht ausprobieren kann, weiss man auch nicht, ob etwas funktioniert oder nicht. Insofern: Doch, Denkverbot
      3 2 Melden
  • mein Lieber 19.10.2017 20:55
    Highlight Briefkastenfirmen ahoi...
    51 1 Melden
  • Donald 19.10.2017 20:30
    Highlight Die SBB wollen gleiche Bedingungen? Also sollen die Fernbusse auch zu 50% vom Staat finanziert werden? 🤔
    28 68 Melden
    • Charlie Brown 19.10.2017 22:49
      Highlight Bringen denn die Fernbusse ihre eigene Infrastruktur mit? Oder nutzen sie am Ende das vom Staat finanzierte Strassennetz? 🤔
      81 6 Melden
    • sir_kusi 19.10.2017 23:51
      Highlight Ähm charlie, das Strassennetz wird nicht vom Staat sondern von den Strassenverkehrsteilnehmern finanziert. Ebenso der grösste Teil des ÖV (FABI, FINÖV, LSVA)...
      4 11 Melden
    • Midnight 20.10.2017 09:18
      Highlight Also eigentlich zahlt es eben doch der Staat: Der Autofahrer bezahlt Abgaben an den Staat, diese werden von staatlichen Organen oder Fonds (FABI, FINÖV etc.) betreut und eingesetzt.

      Is exakt genau dasselbe, wie bei den Steuern, nur halt auf einen Teilaspekt reduziert.
      8 0 Melden
    • Charlie Brown 20.10.2017 09:50
      Highlight Kollegen... wer wenn nicht das Volk ist der Staat?

      Oder anders umme: Wer finanziert die Bahninfrastruktur; „der Staat“ oder „das Volk“?
      5 2 Melden

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