Schweiz
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ZUR GESETZESWIDRIGEN GEWINN KLEINSCHREIBUNG DER POSTAUTO SCHWEIZ AG UND DEM UMGEHENDEN RUECKTRITT VON DANIEL LANDOLF, LEITER POSTAUTO AG, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 6. FEBRUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Ein Postauto bringt Reisende, die am Bahnhof Airolo nicht weiterkamen, durch den Gotthardtunnel, am Dienstag, 23. Januar 2018, in Airolo. Die Strassen und Eisenbahnen bleiben in Airolo wegen eines Erdrutsches auf der Autobahn A2 geschlossen. Auch der Gotthardtunnel ist damit geschlossen. (KEYSTONE/ TI-PRESS/Pablo Gianinazzi)......

Die Postauto AG hat unrechtmässige Gewinne eingefahren.  Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Für die Post-Chefin kommt Rücktritt nicht infrage – doch ihr droht nun der Rauswurf

11.02.18, 04:41 15.02.18, 08:15


In der PostAuto-Affäre hat sich am Sonntag erstmals Post-Chefin Susanne Ruoff ausführlich zu Wort gemeldet. In einem Interview räumte sie zwar Fehler ein, einen Rücktritt lehnte sie aber ab. Rückendeckung erhielt sie vom Aufseher des Bundes.

«Ich habe weder gelogen noch sonst etwas Falsches getan.»

«Ich trete nicht zurück», stellte die Post-Konzernchefin Susanne Ruoff in einem sechsseitigem Interview mit dem «SonntagsBlick» klar. Sie wolle Klarheit schaffen. «Ich habe weder gelogen noch sonst etwas Falsches getan.» Sie sprach sich für eine lückenlose Aufklärung aus. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen bis Mitte Jahr vorliegen.

Ruoff hat laut eigenen Angaben im November von der unrechtmässigen Buchungspraxis bei PostAuto erfahren. Sie sei vom Direktor des Bundesamts für Verkehr (BAV) über fiktive Rechnungen und Verbuchungen informiert worden.

«Ich habe sofort gehandelt, weil ich eine lückenlose Aufklärung wollte», sagte die 60-jährige Managerin. Sie habe eine Taskforce mit externen Experten gebildet, die dann die illegale Buchungspraxis bestätigt habe. Danach sei klar geworden, dass das Geld zurückgezahlt und die Öffentlichkeit informiert werden müsse.

Vorwürfe, sie habe seit mindestens 2013 von Buchhaltungstricks gewusst und mit dem Management eruiert, wie die Post Gewinne verstecken könne, wies die Konzernchefin erneut zurück. «Wir haben getan, was jedes Unternehmen tut: Es überlegt, wie und wo Gewinne anfallen können und wie man diese verwendet. Jedes Management muss dafür Lösungen aufzeigen. Dass man Varianten diskutiert, ist normal.»

Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizerischen Post AG, aeussert sich an einer Medienkonferenz zur Pruefung der ordentlichen Revisionstaetigkeit der subventionsrechtlichen Rechnungsbelegung der PostAuto Schweiz AG, am Dienstag, 6. Februar 2018, in Bern. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) geht gegen die Post-Tochter Postauto vor. Es hat die Rechnungslegung der Firma geprüft. Dabei zeigte sich, dass die Post-Tochter zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hat. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Susanne Ruoff. Bild: KEYSTONE

Ruoff sieht genügend Rückhalt

Ruoff gestand im Interview dennoch Fehler ein. Sie hätte sich damals schneller und tiefer mit den Themen rund um die Gewinne bei PostAuto beschäftigen sollen, sagte sie. Aber weder sie, ihre Vorgänger noch interne und externe Revisoren hätten die illegalen Machenschaften erkannt, ebenso wenig zunächst die Aufsichtsbehörden.

Wer ihrer Meinung nach die Schuld für den Skandal trägt, und welches Motiv hinter den illegalen Machenschaften stecken könnte, dazu äusserte sich Ruoff nicht. «Ich wehre mich gegen Vorverurteilungen.» Welchen Einfluss die Umbuchungen auf das operative Ergebnis hatten, und ob dadurch höhere Boni geflossen seien, würden die Untersuchungen zeigen.

Ruoff erkannte genügend Rückhalt an der Konzernspitze. Sie habe das Vertrauen und den Rückhalt von Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller, sagte sie. Sie habe mit ihm geklärt, dass er die Untersuchung leite, um die Objektivität zu gewährleisten.

Füglistaler warnt vor voreiligen Schlüssen

Rückendeckung erhält Ruoff auch vom obersten Aufseher des Bundes. BAV-Direktor Peter Füglistaler warnte vor voreiligen Schuldzuweisungen. Es sei gefährlich, die Aufklärung so stark zu personifizieren, sagte er in der Sendung «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

Ruoff sei erst Ende 2012 zur Post gekommen, die Buchhaltungstricks hätten aber bereits 2007 begonnen, rief er in Erinnerung. In die Pflicht nimmt er vielmehr die Organe der Post. «Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Revision müssen garantieren, dass alles korrekt ist.»

Entsprechend offen soll die Strafanzeige formuliert werden, die das BAV dieser Tage bei der Bundesanwaltschaft einreichen will. Sie werde sich gegen Unbekannt richten, kündigte Füglistaler an.

Der BAV-Direktor weist dabei die Verantwortung von sich, räumt aber ein, dass es möglich gewesen wäre, den Fehler früher zu entdecken. «Dass die Post bescheisst, um in der 'Blick'-Sprache zu sprechen, konnten wir uns nicht vorstellen», sagte Füglistaler.

Gewinnvorgaben überdenken

Trotz dem Skandal hält er nichts davon, den «Kontrollapparat» nun hochzufahren, wie das Politiker fordern. Dies nehme den Unternehmen nur die Verantwortung. Im Kern gebe es eine Selbstverantwortung und eine Ethik.

Handlungsbedarf sieht Post-Chefin Ruoff bei den Gewinnvorgaben. Sie versprach im Interview, die Vorgaben bei PostAuto, die mutmasslich am Ursprung des illegalen Handels stehen, zu überarbeiten. In ihrer Amtszeit hätten die vereinbarten Gewinnvorgaben im Schnitt unter drei Prozent gelegen. «Diese wurden dann immer übertroffen, wir haben also ganz sicher nicht zu viel Druck gemacht.»

Roth: Ruoff nicht mehr tragbar

Hart ins Gericht mit Ruoff geht die Wirtschaftsrechtsexpertin Monika Roth. «Sie ist nicht mehr tragbar, weil sie bis heute nicht wahrhaben will, was ihre Pflichten gewesen wären», sagte die Rechtsanwältin im Interview mit den Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag». Ruoff sei unglaubwürdig, schade der Post und habe das Vertrauen verspielt.

Compliance-Expertin Roth fordert aber nicht nur personelle Konsequenzen. Das interne Kontrollsystem müsse überprüft werden, wie auch die Unternehmenskultur. 

Postauto soll Fernbusse anbieten

Nach dem Skandal um erschlichene Subventionen bei der Post lanciert der Bund einen brisanten Vorschlag: Wenn die Sparte mit den Postautos wirklich einen Gewinn erzielen wolle, solle sie ins Geschäft mit Fernbussen einsteigen. «Postauto wäre dazu prädestiniert, ein optimales, kundenfreundliches und gewinnbringendes Angebot zu erbringen», sagt Peter Füglistaler, Chef des Bundesamtes für Verkehr gegenüber der «NZZ am Sonntag». Politisch ist der Vorstoss allerdings heikel, denn die Zulassung von Fernbussen ist höchst umstritten. (pd)

(oli/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • C-Cello 11.02.2018 19:51
    Highlight Postauto Skandal um erschlichene Subventionen, aber überall wo Postautos fahren werden Postfilialen geschlossen! Arrogant, überheblich und zu blöd um Verantwortung zu übernehmen. Nach erschlichenen Subventionen muss Frau Ruoff sofort in den Ausstand treten. Sicher bekommt sie von ihrer CVP-Chefin Leuthard bei einem Rücktritt noch eine Millionenabfindung.
    3 2 Melden
  • einmalquer 11.02.2018 15:10
    Highlight Das Ganze ist doch ganz normal

    Eine Begrenzung der Löhne wurde an einer Abstimmung abgelehnt, also ist es OK, wenn sie sich soviel auszahlen wie sie wollen

    Die Firma ist eine Aktiengesellschaft, also bescheisst sie eben wie viele andere Aktiengesellschaften auch

    Die Buchführung wurde von einer anderen Aktiengesellschaft überprüft, die hat - scheints - nichts gefunden, das falsch gewesen sein könnte

    Es ist also alles ganz normal gelaufen in diesem, unserem System.....
    19 4 Melden
  • Makatitom 11.02.2018 14:52
    Highlight Die ganze Teppichetage, inklusive VR, gehört geschasst und die Bezüge der letzten 5 Jahre, so lange wissen sie ja schon um den Betrug, gehören auf 48'000 ChF zusammengestrichen und der Rest zurückbezahlt.
    Aber Frau Ruoff soll nicht entlassen werden, sie soll in einem Sortier-, Paket- oder Verteilzentrum arbeiten, zu 5.- ChF in der Stunde weniger als sie ihren Temporären zu zahlen bereit ist
    41 7 Melden
  • Ville_16 11.02.2018 13:50
    Highlight Hätte sie einwenig Charakter wäre sie schon zurückgetreten.
    34 5 Melden
  • marcog 11.02.2018 12:33
    Highlight Das ist das selbe Phänomen wie bei den NSA und VW Skandalen: Entweder sie ist involviert und muss angeklagt werden, oder sie ist unfähig ihren Laden im Griff zu haben und soll gefälligst zurücktreten.
    28 3 Melden
  • Zeit_Genosse 11.02.2018 10:39
    Highlight Eine saubere Aufklärung, Korrektur bei der „Gewinnstrategie“, Neuer CEO der Post für max450‘000.-/j und eine personelle Konsequenz im Rechnungswesen und beim VR und eine neue Revisionsstelle. Postauto AG braucht einen Neustart mit neuem Chef und Team. Weniger wären falsche Zeichen.
    43 3 Melden
  • Swizzi 11.02.2018 10:21
    Highlight Typisch in der Politik und in staatsnahen Betrieben. Sie sind sich keiner Schuld bewusst oder die Anderen sind Schuld. Von Verantwortung übernehmen ist keine Rede.

    Eben: Sesselkleber
    48 5 Melden
  • Pisti 11.02.2018 10:20
    Highlight Gutes Interview vom Blick.
    Natürlich wird Frau Ruoff nicht zurücktreten, dies käme ja einem Schuldeingeständnis gleich. Sie wird es wohl aussitzen bis Sie gehen muss, natürlich nicht ohne dicke Abfindung.
    41 3 Melden
  • sazuu 11.02.2018 10:00
    Highlight Nur so eine Frage: wenn ein einfacher Angestellter so etwas macht - wie sieht es dann aus?
    78 6 Melden
    • coronado71 11.02.2018 10:49
      Highlight Dem passiert nichts, weil der i.d.R. einfach nur per Buchungsanweisung etwas ins System eintippt. Der Böölimaa ist i.d.R. die Abteilungsleitung, die sowas per CFO-Anweisung abwinkt. Oder das Controlling, das zwar darauf hinweist und sich mit Memos die Finger wund tippt (und sowieso die Oberböölimaas sind - vom IKS und interner Revision ganz zu schweigen...).
      3 23 Melden
    • kleiner_Schurke 11.02.2018 10:52
      Highlight Das kann ich dir sagen:

      1. Der Angestellte ist Schuld.
      2. Wenn sein Chef schuld ist, dann schiebt er es auf den Angestellten (Siehe Frau Ruoff).
      3. Wenn der Angestellte etwas nicht wusste, und deshalb etwas falsch macht, dann hätte er fragen müssen.
      52 1 Melden
    • The Origin Gra 11.02.2018 10:52
      Highlight Er wird im besten Fall gefeuert... Im schlimmsten Fall wird er noch auf irgendwas eingeklagt
      34 0 Melden
  • manhunt 11.02.2018 09:53
    Highlight @frau rupff: es wurde bereits aufgezeigt, weshalb sie von sen vorgängen gewusst haben mussten. also treten sie gefälligst zurück. aus anstand gegenüber dem unternehmen und dessen angestellten, aber bitte subito. und sollte sich der verwaltungsrat als oberstes aufsichtsgremium hinter sie stellen, ist er genauso untragbar geworden und hat ebenso den hut zu nehmen.
    50 6 Melden
  • no-use-for-a-name 11.02.2018 09:45
    Highlight „Aber weder sie, ihre Vorgänger noch interne und externe Revisoren hätten die illegalen Machenschaften erkannt, ebenso wenig zunächst die Aufsichtsbehörden.“

    Um eben diese Machenschaften zu erkennen gibt es in den meisten Unternehmungen IKS. Nehme an davon hat bei der Anzahl „Kader“ welche die Post beschäftigt bestimmt auch mal eine/r was in der Ausbildung gehört. Sorry Frau Rouff, Job nicht gemacht, darum weg!
    59 5 Melden
    • Makatitom 11.02.2018 14:56
      Highlight Die internen Kontrollstellen funktionieren gut, wenn es darum geht, dass das Schalterfräulein ihr Foulard nicht korrekt gebunden hat
      12 2 Melden
  • Christian Hotz 11.02.2018 09:44
    Highlight Warum gibt es Bundesangestellte die CHF 985K "verdienen"? Warum?
    65 16 Melden
    • SemperFi 11.02.2018 11:36
      Highlight @Hotz: Weil es keine Bundesangestellten sind. Ist das so schwer zu verstehen?
      19 15 Melden
    • Makatitom 11.02.2018 14:57
      Highlight @Hotz: Was hast du bei Service Public abgestimmt? Falls Nein: Selberschuld
      6 3 Melden
    • Christian HOTZ (1) 12.02.2018 07:37
      Highlight @semperfi. Die Post ist eine Aktiengesellschaft im Eigentum des Bundes.
      1 2 Melden
    • SemperFi 12.02.2018 10:33
      Highlight @Hotz: Und trotzdem sind die Postamgestellten keine Bundesangestellten. Und so nebenbei: beim Bund gibt es auch praktisch keine Beamten mehr.
      2 1 Melden
    • Christian HOTZ (1) 13.02.2018 06:48
      Highlight Sie können oder wollen meine Kernaussage nicht verstehen. Frau Ruoff verdient als Mitarbeiterin einer dem Bund gehörenden Aktiengesellschaft namens Post CH AG unverschämt viel Geld. Das soll in Zukunft klipp und klar unterbunden werden. Manager, die dicke Löhne verdienen wollen, sollen bei einer von der öffentlichen Hand unabhängigen Kapitalgesellschaft anheuern. Basta.
      1 1 Melden
  • LacrimDeCartie 11.02.2018 09:42
    Highlight Im Gegensatz zu Swisscom (sind ja keine hoch Schützenswerte Daten) und co. Hat die Dame wenigstens den Anstand dies nicht zu verschönern und hat umgehend Konsequenzen gezogen. Ihr wollt das sie ihren Posten räumt? Da sie freigestellt wird? Das sie weiterhin ohne zu arbeiten ihren Lohn erhält, das Zusatzkosten für eine neue Managerkraft anfallen, das... Erst nachdenken und bitte auch den wirtschaftlichen Gedanken nicht vergessen! Ja wenn sie es wusste, sollte sie entsprechende Konsequenten ziehen, aber wenn nicht, handelt sie vorbildlich!
    Die Untersuchung wird zeigen was passiert ist.
    11 73 Melden
    • coronado71 11.02.2018 10:40
      Highlight Von welchen Konsequenzen reden Sie? Eine Post-interne Untersuchung? Das muss eine externe Firma (nicht die aktuelle Revisionsstelle KPMG) machen. Klar, da werden Zusatzkosten und doppelte Bezüge anfallen. Aber die werden wohl kaum den angerichteten Schaden von 78 Mio. übersteigen. Das Argument von Ruoff, die unrechtmässig bezogenen Subventionen zurückzuzahlen und eine interne(!) Untersuchung einzuleiten, reicht nicht.
      19 2 Melden
    • LacrimDeCartie 11.02.2018 13:58
      Highlight Konsequenzen werden folgen, da es medial schon sehr gepusht wurde, aber warum jetzt unbedingt noch mehr Geld durch unüberlegten Handlungen ausgegeben werden muss, ist nicht verständlich, zumal dieses dann sicherlich nicht im Management sondern bei den falschen Stellen eingespart werden muss.
      2 2 Melden
  • CASSIO 11.02.2018 09:36
    Highlight Ruoff hat schon verloren! Ihr Rücktritt (so wird die Kündigung wohl genannt) ist nur noch eine Frage der Zeit und der Modalitäten. Aber das Aufräumen muss jetzt beginnen. Eine zweite Revisionsstelle muss die Vorkommnisse untersuchen, jeglicher Verstoss gegen Gesetze muss geahndet und verfolgt werden. Kuscheljustiz ist nicht angebracht!
    44 3 Melden
  • Herbert Anneler 11.02.2018 09:26
    Highlight Ich zweifle nach wie vor nicht an der Integrität von Ruoff. Sie in die Wüste zu schicken, ohne dass der Fall ganz abgeklärt ist, ist feiges Nachgeben gegenüber Kreisen, die Ruoff weghaben wollen wegen ihrer Poststellen-Politik. Unsere Politik ist schizophren, und nun hat man in Ruoff einen Sündenbock gefunden, um nicht die ganze Schizophrenie heilen zu müssen: Von Links bis Rechts verlangt man Gewinnziele, von Links bis Rechts heult man, wenn sich Ruoff deshalb an unrentable Poststellen macht. Als Frau hat sie dabei noch das „Pech“, ihren Auftrag ernster zu nehmen als viele männliche CEOs.
    13 86 Melden
    • ujay 11.02.2018 10:23
      Highlight Falsch. Nur schon für das mangelhafte Controlling, ein substantieller Punkt in jedem Unternehmen, ist Frau Ruoff nicht mehr tragbar. Abgesehen davon stehen zuviele Fragen im Raum, inwiefern sie von den finanziellen Machenschaften Kenntnis hatte.
      22 4 Melden
    • coronado71 11.02.2018 10:25
      Highlight Es geht längst nicht mehr um Ruoff alleine (und eine Gender-Debatte ist es sowieso nicht). Da gibt es u.a. auch noch den ex-CFO, der von den Unstimmigkeiten auch nichts wissen will. Alles Typen, die vielleicht meinen, von Management eine Ahnung zu haben, nicht aber von Soll und Haben. Das erinnert mich daran, als mir mal aufgetragen wurde, ich solle den Posten XY vom Konto "wegbuchen" - "Wohin? Ich brauche ein Gegenkonto!" - "Was? Ihr Problem! Ihr seid die Buchhalter!".
      21 1 Melden
    • Panna cotta 11.02.2018 11:49
      Highlight Auch ich zweifle nicht an der Integrität von Frau Ruoff. Trotzdem: Leute an ihrer Position rechtfertigen ihre Bezüge mit der grossen Verantwortung, sie angeblich tragen. Deshalb geht es nicht an, die Konsequenzen der Verantwortung im Ernstfall abzulehnen.
      23 3 Melden
  • Staatsgebeutelter 11.02.2018 09:10
    Highlight Zurücktreten und der nächsten Bescheisserin Platz machen, es gibt noch genug davon welche auf Ihre Chance warten.
    46 7 Melden
  • coronado71 11.02.2018 08:55
    Highlight Peter Bluntschi hat es in seiner Analyse eigentlich auf den Punkt gebracht: Service Public + Gewinnvorgaben passen nicht zusammen. Nur: das Post-Management (und auch das Parlament) haben das nicht sehen wollen. Es würde mich nicht wundern, wenn bei anderen stark subventionierten Betrieben und Organisationen ähnliche Vorgänge waren; fix-fertige Konzepte von irgendwelchen Beratungsfirmen.
    Das Interview im SB von Ruoff war einfach nur peinlich - ausnahmsweise mal nicht für den Blick, sondern für Ruoff.
    48 3 Melden
    • Swizzi 11.02.2018 10:29
      Highlight Zu:
      Es würde mich nicht wundern, wenn bei anderen stark subventionierten Betrieben und Organisationen ähnliche Vorgänge waren.

      Das ist nicht nur zu vermuten, sondern ist eine bereits erwiesene Tatsache. Zum Beispiel in der Sozialindustrie.
      10 9 Melden
    • Kii 11.02.2018 13:26
      Highlight Swizzi: welche tatsache meinst du? Mit einer quelle wär es verständlicher.


      3 5 Melden
  • chäsli 11.02.2018 08:52
    Highlight Ob sie bleibt, geht oder wann geht, den ungerecht fertigen Lohn bekommt sie eh. Wie immer zahlt der kleine Mann/Frau, sie fühlt sich hintergangen und sucht trotzig Mitleid.
    34 6 Melden
  • Nelson Muntz 11.02.2018 08:47
    Highlight Gibt wohl mer Kohle, wenn frau gegangen wird statt selber zu gehen...
    36 6 Melden
  • w'ever 11.02.2018 08:42
    Highlight frage.
    heisst rücktritt, dass kein lohn mehr ausgezahlt wird und rauswurf, einen "goldenen" fallschirm?
    33 2 Melden
  • schuldig 11.02.2018 08:41
    Highlight Keiner hat die illegalen Machenschaften erkannt?
    Wer Krankenkassen-Verbilligungen erhält, und dabei
    Einkünfte verschweigt, verschiebt oder was auch immer,
    bekommt Schwierigkeiten.
    Weiss doch jeder 👻
    35 6 Melden
  • mbr72 11.02.2018 08:36
    Highlight Ok, na dann versuchen wir mal die trump‘sche Taktik. Funktioniert ja leider immer besser in einer zunehmend verantwortungslosen rückratsfreien Wirtschaft/Polit-Landschaft. Diese Person hielt ich von Beginn weg für eine völlige Fehlbesetzung an der Spitze der Post. Zusammen mit Meyer hat sie es geschafft, innert ein paar Jahren die SBB und Post zu den grössten Hassobjekten in der Bevölkerung zu formen. Gratulation!
    256 17 Melden
    • Swizzi 11.02.2018 10:25
      Highlight Wir sprechen hier von Ruoff und nicht von Trump. Was hat das mit DT zu tun? Gehört der Schweizer Postbetrieb dem amerikanischen Staat?
      8 13 Melden
  • Der Rückbauer 11.02.2018 08:04
    Highlight Privatisierungen und Subventionen passen eben schlecht zusammen. Ein privatrechtlich, nach maximalen Gewinnen strebendes Unternehmen erhält Subventionen? Schon richtig pervers. Ich bin gespannt, wie sich die als AG geführten Spitäler entwickeln. Dort wird schon heute getrickst, siehe aufgeblähte Rechnungen und Patientenbewirtschaftung und Bettenauslastung.....
    Aber leider weht der Trend immer noch in Richtung Neocons.....übrigens: Stimmt NoNoBillag! Das gehört ins gleiche Kapitel.
    76 16 Melden
  • My Senf 11.02.2018 07:50
    Highlight Kommt bekannt vor😐

    „Ich wüsste nicht was wir anders tun würden...“ 😂😂
    52 2 Melden
    • Gavi 11.02.2018 11:04
      Highlight Diejenige ist mir als erstes in den Sinn gekommen, als ich die Aussage von Ruoff gelesen habe.
      7 1 Melden
  • Eron 11.02.2018 07:31
    Highlight Sich auf die interne und externe Revision zu berufen oder gar die Aufsichtsbehörden ist schlicht eine Ausrede!
    So etwas muss der juristische Dienst abklären! Die Aufsichtsbehörde steht auch nicht jeden Tag vor der Türe um zu prüfen, dafür hat sie weder die Zeit noch die Mittel. In erster Linie ist es Madame Ruoff, der Verwaltungsrat und ihre politische Aufsicht, die sich mit den Varianten der Gewinnverbuchungen zu beschäftigen haben ... da hat sich Madame Ruoff schon das nächste Ei gelegt! Sie gibt jetzt auch noch zu Varianten besprochen zu haben und will von nichts wissen!
    68 5 Melden
  • rocky53 11.02.2018 07:30
    Highlight ob sie geht oder nicht,beschissen wird weiter,denn mache ich alles selber im volg zahle ich gleichviel wie wenn die person am postschalter es macht,ist beschiss puur.
    27 9 Melden
    • Gavi 11.02.2018 11:06
      Highlight Und bei uns in der Gemeinde hat es keinen Briefkasten mehr, seit die Post geschlossen wurde.
      Ich muss in Denner und jeder Verkäuferin sieht was an Einschreiben reinkommt und rausgeht.
      Es ist eine Schweinerei!
      9 5 Melden
    • Sir_Nik 11.02.2018 12:38
      Highlight Ja und? Was ist jetzt für sie der Unterschied zwischen einer Denner und einer Post Angestellten? 🧐
      2 3 Melden
  • kleiner_Schurke 11.02.2018 06:37
    Highlight Ich sag ihnen mal etwas Frau Ruoff. Für ein Gehalt von 985'000 Fr. pro Jahr, ist es ihr verdammter Job zu wissen was in ihrem Unternehmen vor sich geht. Und es ist ihr verdammter Job die Verantwortung zu tragen. Die Ausrede andere hätten es ja auch nicht gemerkt, die wirkt schon etwas Kindergartenmässig. Damit belegen sie einmal mehr, dass sie die falsche Person im der falschen Position sind.
    438 24 Melden
  • DonPedro 11.02.2018 05:33
    Highlight Wer trägt in diesem Laden eigentlich die Verantwortung und zieht die Konsequenzen?
    Good bye Frau Ruoff!
    307 16 Melden

Seine Algorithmen machen Insta-Trends «shoppable» – das ist Matthias Dantone 

Du surfst auf den sozialen Medien und siehst ein paar Schuhe, die du unbedingt haben musst. Nur: Wo kannst du sie kaufen? Das Zürcher Start-up Fashwell hat eine Technologie entwickelt, die Produkte auf Fotos erkennt und entsprechende Kaufvorschläge liefert. Zalando und andere grosse Modeketten sind begeistert. Blick hinter den Fashion-Vorhang mit Matthias Dantone.

Matthias Dantone, 32, Co-Gründer und CEO des ETH-Spin-offs Fashwell. Dantone hält einen Doktortitel in Computer-Vision und hat mit seinem Team Algorithmen entwickelt, die Outfits auf Fotos und Screenshots erkennen sowie Kaufvorschläge liefern. Damit landete das Startup 2017 auf Platz 30 des Top 100 Swiss Startup Awards. In der Firma arbeiten Machine-Learning-Ingenieure sowie Fashion- und E-Commerce-Experten.

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