Schweiz

Bild: KEYSTONE

Wie wichtig sind die Bilateralen I für die Schweiz? Nicht so wichtig – glaubt man dieser Studie

Eine von Financier Tito Tettamanti in Auftrag gegebene Studie kommt zum Schluss, die Bilateralen I seien überschätzt.

21.02.16, 10:07 21.02.16, 15:22

othmar von matt / schweiz am Sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Das Vertragspaket der Bilateralen sei nicht derart existenziell für die Schweizer Wirtschaft, wie immer behauptet werde. Weder wenn man die sieben Verträge einzeln analysiere noch als Paket. Zu diesem Schluss kommt Ökonom und «Weltwoche»-Journalist Florian Schwab im Gutachten «Was hat der Bürger von den Bilateralen?» Eher «im Gegenteil», folgert er: «Der wirtschaftliche Gehalt der Bilateralen I erweist sich als erstaunlich dünn.» Schwab hat das Gutachten für Tito Tettamanti verfasst. Mit dem Auftrag, Berechnungen von Kosten- und Nutzenaspekten vorzulegen. Die Kosten seien in kaum einer Untersuchung ausführlich gewürdigt worden. «Eine Lücke, die das vorliegende Gutachten teilweise zu schliessen versucht.»

Schwab hat dafür die wichtigsten Studien zu den Bilateralen ausgewertet:

Die Effekte, die er zu den Bilateralen I fand, seien «widersprüchlich und betragsmässig nicht besonders spektakulär», schreibt Schwab. «Ein wissenschaftlicher Konsens über positive, statistisch signifikante Effekte besteht nicht.» Nach Berechnungen Schwabs liegt der jährliche Nutzen pro Kopf der sieben bilateralen Abkommen minimal bei minus 1050 und maximal bei plus 2073 Franken. «Im arithmetischen Mittel ergäbe das einen positiven jährlichen Nutzen des Pakets von rund 500 Franken», schreibt Schwab. Absolut betrachtet, liege dieser Mittelwert bei 2,84 Milliarden Franken pro Jahr.

Entscheidend ist für ihn vor allem, wie man die Personenfreizügigkeit und das Abkommen über den Luftverkehr wertet. Hier liegen Welten zwischen minimalem und maximalem Wert. Die Einschätzung der Personenfreizügigkeit etwa schwanke sehr stark. Sie hänge davon ab, ob man die Wachstumsschwäche der Schweiz in den 1990er-Jahren als hausgemacht taxiere. Oder ob man sie als Ausdruck der Sinnkrise in der Beziehung mit der EU nach dem EWR-Nein von 1992 sehe. Je nach Sichtweise habe die Personenfreizügigkeit einen jährlichen Verlust von 8,4 Milliarden zur Folge – oder einen Gewinn von 5,3 Milliarden.

Auch beim Luftverkehrs-Abkommen ist die Spannweite zwischen minimalem (400 Millionen pro Jahr) und maximalem Wert (9 Milliarden pro Jahr) sehr breit. Das Beratungsbüro BAK Basel zeichnet ein düsteres Bild. 250 Flugverbindungen würden ab dem Jahr wegfallen, in dem die Bilateralen gekündigt würden. Das könne in den ersten Jahren bis zu 9 Milliarden kosten. Schwab taxiert dieses Szenario als «unnötig düster». Ecoplan hingegen prognostiziert einen Rückgang der Direktverbindungen aus der Schweiz heraus von 20 Prozent – und Kosten in der Höhe von 400 Millionen. Gesamthaft betrachtet, liegt der minimale Wert der Bilateralen I mit den sieben Abkommen pro Jahr bei minus 8,1 Milliarden Franken, der maximale Wert bei plus 16,6 Milliarden.

Schwabs grösste Kritik an den Studien liegt aber darin, dass sie keine Kostenrechnungen machten. Schwab nennt mehrere Kostenfaktoren, die mit den Bilateralen verbunden sind. So erkaufe sich die Schweiz den Marktzugang in der EU mit der Übernahme oft teurer Regulierungen, obwohl Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Verkehr durch den Wegfall nichttarifärer Handelshemmnisse einseitig der EU zugutekämen.

Auch hätten die flankierenden Massnahmen zu einer fast flächendeckenden Einführung eines Mindestlohns für einfachere Tätigkeiten geführt. «Dazu hat sich eine 200 Millionen teure Kontrollbürokratie entwickelt», schreibt Schwab. Auch die zunehmende Einwanderung in den Sozialstaat verursache hohe Kosten. Die neuste Sozialhilfestatistik für 2014 zeige, dass die Zahl der Sozialhilfebezüger aus der EU zwischen 2009 und 2014 um 40 Prozent zugenommen habe – ein Kostenwachstum von 165 Millionen.

«Natürlich ist es schön, existieren die Bilateralen I weiter. Sollte das aber nicht mehr der Fall sein, wäre das keine Katastrophe.»

Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger

«Es war höchste Zeit für eine Analyse wie diese», sagt Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger. Über die Bedeutung der Bilateralen I herrsche «grösste Unklarheit», obwohl die Schweiz demnächst entscheiden müsse, wie sie die Zuwanderung steuern wolle. «Eine kritische Gesamtsicht fehlte bisher.» Eichenberger konnte die Studie in einem früheren Stadium lesen und Ratschläge geben. «Natürlich ist nicht alles ‹perfekt›», sagt er. «Aber die Studie ist wirklich wertvoll und ein wichtiger Beitrag für die Diskussion.» Die Bilateralen I gingen als Paket zwar in die richtige Richtung, seien aber «relativ unbedeutend», sagt er. «Natürlich ist es schön, existieren sie weiter. Sollte das aber nicht mehr der Fall sein, wäre das keine Katastrophe.»

Geld, Banken, Weltwirtschaft

2,1 Prozent besitzen so viel wie 97.9 – willkommen im Ungleichheitsland Schweiz

640 Millionen Dollar: ABB erhält Grossauftrag aus Indien

Hunderte Stellen betroffen: UBS erwägt Verlagerung von Jobs aus London 

Banken-Rettung kostet Italien 6,6 Milliarden Euro

Die unendliche Bussenstory der Schweizer Grossbanken

«Die Schweiz hat die Chance, weltweit führend bei der Blockchain zu werden»

Raiffeisen lanciert Hypothek für arme Leute

«Anleger werden durch mehr Bürokratie nicht unbedingt besser geschützt»

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz: «Frankenstärke kostet zehntausende Arbeitsplätze»

UBS verliert Steuerstreit mit Frankreich und muss 1,1 Milliarden Euro Kaution hinterlegen

Trotz Lohnanstieg können sich Schweizer 2017 kaum mehr kaufen

Credit Suisse mit weiterem Gewinneinbruch – Aktie im Sinkflug

Europäische Zentralbank legt vorerst nicht nach – es bleibt bei null Prozent

«Bitcoins sind kein sinnvolles Geldsystem» – weil sie zuviel Strom verbrauchen

Wegen Irreführung mit Neugeld: Credit Suisse in den USA zu Millionenbusse verdonnert

Bauer, WWF und Kinderkrippe – was die Crash-Banker der Nuller-Jahre heute machen

Credit Suisse hat in diesem Jahr bereits 4800 Jobs gestrichen, 1200 weitere sollen noch folgen

Die CS soll sich in Italien auf 100 Mio Euro-Zahlung geeinigt haben

Will die UBS jetzt eigene Bitcoins prägen? Nein – aber die Bank hat eine clevere Idee

In Asien gibt es jeden dritten Tag einen neuen Milliardär

Ist das die Retourkutsche? Deutsche Bank zu 14-Milliarden-Busse verdonnert

Brexit könnte bei der UBS in London zu einem Aderlass von 1500 Arbeitsplätzen führen 

UBS will eigene digitale Münzen herausbringen

Die Chefs der Schweizer Grossbanken verkaufen ihre Aktien

Jetzt nehmen die USA den Goldhandel ins Visier – Schweizer Grossbanken sind am Rande betroffen

Finma-Chef hält noch schärfere Grossbanken-Regulierung für nötig

Sollte die Deutsche Bank untergehen, würde ich einen Notvorrat anlegen – aber so weit wird es wohl nicht kommen

Wall-Street-Banker wollen den CEO der Credit Suisse stürzen

«Worst Case Szenario»: Credit-Suisse-Aktie ist nicht mal halb so viel wert wie Anfang Jahr

US-Justiz an der Nase herumgeführt: Bank Vontobel lässt indischen Betrüger Millionen verstecken

Panama Papers: Und was hat das mit der Schweiz zu tun?

Warum gerade Panama? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mega-Datenleck

EZB-Chef Draghi dämpft Zinsfantasien: Euro im Höhenflug – Franken wird schwächer

Das verdienen die Chefs der Kantonal- und Regionalbanken 

EZB senkt Leitzins erstmals auf null Prozent: Franken geht nicht durch die Decke

Hacker dringen in das internationale Zahlungssystem Swift ein

Das sind die wirtschaftlichen Brandherde Europas

Schwarzgeld: 40'000 Schweizer zeigen sich selbst an – das bringt dem Staat rund 2 Milliarden

Steuer-CD: Deutschland gibt verdächtige Schweizer Kontodaten an 27 Länder weiter

Von wegen «Finanzkrise»: Seit 2007 haben Grossbank-Aktionäre 1,7 BILLIONEN eingestrichen

Offshore-Insider Elmer zu Gast bei Schawinski: 7 Erkenntnisse aus der gestrigen Panama-Talkshow

«Geldwäscherei ist kein Kavaliersdelikt»: FINMA kontaktiert Banken wegen Offshore-Firmen

Coop, Migros, SIX und Swisscom: Gibt es bald eine einheitliche Lösung im digitalen Zahlungsverkehr? 

Die Verkehrsampeln der Weltwirtschaft wechseln die Farben – und das Chaos an den Märkten ist vorprogrammiert

Fünf Gründe, warum der Franken momentan schwächelt und was das für die Wirtschaft bedeutet (Gutes!)

Es ist nicht China, Dummkopf, es ist die Fed!

Die Frage wird immer dringlicher: Wie unabhängig dürfen die Zentralbanken noch sein?

Der neue Weg aus der Krise: «Helikopter-Geld»

Warum der chinesische Börsen-Crash weltweit Angst und Schrecken auslöst – und wie die US-Notenbank eine Panik verhindern kann

Übernehmen bei der CS die Scheichs aus Katar und Saudi-Arabien das Zepter?

Der Kampf der Titanen: Die beiden wichtigsten Banken der Welt wollen eine gegensätzliche Geldpolitik

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
41
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 24.02.2016 12:28
    Highlight die Verträge mit der EU, die besagen dass die Schweiz automatisch die EU-Gesetze übernehmen muss, diese müssten umgehend gekündigt werden! ist das in den Bilateralen?
    Ich spreche hier z.B. die neue Zulassung von Ärzten an.. kann die Schweiz so noch irgendwas selbst bestimmen? das wäre ja wirklich Diktatur aus Brüssel und das können nicht einmal die Heimatfreundlichen Linken hier gut finden oder? jaja, blitzt nur;) ich gebe ja nur Denkanstösse..
    1 0 Melden
    • andersen 25.02.2016 08:53
      Highlight Der EU ist kein Bundesstaat, sondern ein Wertegemeinschaft.
      Niemand bestimmt über die Schweiz, wer das behauptet lügt.
      Dieser Werte werde von die Rechtspopurlisten gestört, die nur für sich selbst schaut und sich aus der Verantwortung zieht will.
      Sie wollen Denkanstösse verbreiten, nein, Sie sind ein Aufwiegler.
      0 0 Melden
  • Schneider Alex 22.02.2016 06:36
    Highlight Wegfall der Bilateralen: Lassen Sie sich nicht wieder von Experten täuschen!

    Im Falle der Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf die Zuwanderung haben sich die Politiker und die Medien von den Experten täuschen lassen. Schon damals war eigentlich klar absehbar und plausibel, dass die Netto-Zuwanderung in die reiche Schweiz grösser sein würde als die prognostizierten 8-10'000 Menschen pro Jahr. Und wieder werden heute Experten bemüht, um die Auswirkungen bei einer Kündigung der Bilateralen schwarz zu malen. Glauben Sie nicht jedem Expertenbericht. Viele sind Gefälligkeitsgutachten!
    5 2 Melden
    • andersen 22.02.2016 08:43
      Highlight Sie vergessen dabei, seit die Verträge wurde über 800.000 neue Arbeitsplätze erschaffen.
      Sie sehen vielleicht nur die vollen Zügen, aber Sie vergessen vielleicht auch dabei, dass dieser Menschen Steuern, Zugtickets und Abgaben, wie AHV und in den Sozialwerke einzahlen.
      2 3 Melden
  • Herbert Anneler 21.02.2016 14:21
    Highlight Bin gespannt, ob die Kritiker der Bilateralen auch gegen ein Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) sind, wenn die EU ein solches mit den USA abschliesst. Dann wird nämlich die Schweiz definitiv zu dem, was heute Puerto Rico für die USA ist: das WC. Kurz: Für mich sind Gegner der Bilateralen nur dann glaubwürdig, wenn sie sich auch gegen ein Freihandelsabkommen mit den USA wehren werden. Was sagt dazu die Weltwoche und was Tettamanti? PS. Zur Bilateralen-Studie der Weltwoche: Tettamanti ist eng mit Blocher verbandelt. Ist von der Weltwoche als Blocher-Blatt eine objektive Studie zu erwarten?
    30 6 Melden
  • blueberry muffin 21.02.2016 14:04
    Highlight Weltwoche ... Neutralität pur
    30 12 Melden
  • cassio77 21.02.2016 12:13
    Highlight man schaue sich die schweizer wirtschaft nach ewr-nein an und nach ja zu bilateralen 1 und ziehe seine eigenen schlüsse.
    34 6 Melden
    • andersen 22.02.2016 00:27
      Highlight Ja und gibt es ein Plan B, wenn die Schweiz sie kündigt?
      2 0 Melden
  • Lowend 21.02.2016 12:06
    Highlight So lange es ihre Spekulationsgeschäfte nicht betrifft, ist es Tettamanti, Ebner, Frey und Blocher natürlich scheissegal, ob Bilaterale oder keine! Vermutlich haben sie es sogar lieber, wenn es da keine Verträge gibt, denn dann gelten nur die Schweizer Gesetze und die können sie sich mit ihrem Einfluss ja nach belieben zurechtbiegen und das Vouch merkt gar nichts davon, denn für ihre Kläffer werfen diese Multimilliardäre gerne den Knochen "Böse Ausländer" hin, damit das Vouch nicht merkt, dass die Politik ihrer Partei im Grunde nur perfekte Bedingungen für Spekulanten und Superreiche will.
    51 23 Melden
    • Amboss 21.02.2016 13:06
      Highlight Dieser Aufstand der Zivilgesellschaft gegen die Hetze von rechts ist beeindruckend!

      Obiger Abschnitt stammt von dir (gestern). Du schreibst von der beeindruckenden Zivilgesellschaft. Dann aber wieder vom dummen Volch, was sich von Blocher, Ebnet und Co manipulieren lässt.
      Entscheide dich.

      Was sind die Leute jetzt?

      Ich kann dich echt nicht ernst nehmen, sorry
      23 32 Melden
    • Lowend 21.02.2016 13:17
      Highlight Ich spreche von den 70% der nicht verblendeten, welche ich als Zivilgesellschaft bezeichne, die sich gegen die 30% der Parteilemminge stellen. Aber die Zivilgesellschaft ist halt für die 30% sehr schwer zu verstehen, weil die von denen immer nur als Vouchs-Feinde angesehen werden.
      30 18 Melden
    • AdiB 21.02.2016 13:25
      Highlight @amboss wenn einer wie er vom "voulch" schreibt, dann sind das die 30%.
      19 7 Melden
    • Amboss 21.02.2016 13:59
      Highlight Jetzt bin ich verwirrt: Meines Wissens braucht es 50%, um eine Abstimmung zu gewinnen.
      Etwa so viel hatte die Ausschaffungsinitiative. Wer sind also diese 20%: geblendete Parteilemminge oder Mitglieder der beeindruckenden Zivilgesellschaft?

      Bitte um Erklärungm
      13 7 Melden
    • Lowend 21.02.2016 14:33
      Highlight Dann denken sie einfach mal selber darüber nach, oder sonst bleiben sie halt verwirrt. Ist mir eigentlich Wurst!
      9 12 Melden
    • TheMan 21.02.2016 14:33
      Highlight Nach Lowend sind Alle, die, die SVP wählen oder eine Initiative der SVP unterstützen. Dumm. Er hasst die SVP bis in den Abgrunde, liebt seine Zerstörerische SP/Juso. Er tut mir Fast Leid.
      15 9 Melden
    • Amboss 21.02.2016 14:38
      Highlight @Lowend: Denk du mal nach. Du beleidigst eine grosse Anzahl potenzieller Wähler...
      Was mir nicht ganz wurst ist.
      Je deutlicher das Nein zur DSI, desto besser
      13 1 Melden
    • Anam.Cara 21.02.2016 14:59
      Highlight @Amboss: Bei den % Diskussionen gibt's oft einen (weit verbreiteten) Irrtum.
      Die AI wurde von 52.9 % der Abstimmenden angenommen. Es gingen aber nur 53.05 % der Stimmberechtigten an die Urne.
      Etwas mehr als die Hälfte von etwas mehr als der Hälfte ist etwas mehr als ein Viertel vom ganzen.
      Wenn also die SVP besser mobilisiert, dann bringt sie gegen 30 % aller Stimmbürger an die Urne. Und die sind dann eben die Mehrheit der Abstimmenden.
      Weil fast die Hälfte eben nicht abstimmt (was auch ein demokratisches Recht ist).

      Ich hoffe, dass die Stimmbeteiligung bei der DSI mal über 65 % liegt...

      10 5 Melden
    • Amboss 21.02.2016 21:44
      Highlight @anam: Diese Kreativität in der Auslegung der Zahlen die du hier zeigst - unglaublich, ich staune.

      Frage mich immer wieder, weshalb diese Kreativität, die ja offensichtlich da ist, in Wahl- und Abstimmungskämpfen und wenn es darum geht, Leute zu begeistern, nicht sichtbar ist..
      3 5 Melden
    • Anam.Cara 21.02.2016 22:27
      Highlight Ach Amboss. Ich hab nur versucht zu erklären, warum Leute vom "Volk" reden, aber nur einen Drittel davon tatsächlich vertreten. Mathematik, nicht Kreativität.

      Wir sind uns aber einig. Je deutlicher das Nein zur DSI, desto besser.
      6 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.02.2016 11:35
    Highlight Die Diskussionen um die Bilateralen sind mittlerweile so dogmatisch und weltanschaulich aufgeladen, dass ich Mühe habe, mit 'Studien' entwelcher Art.
    32 3 Melden
    • Unkalmar 21.02.2016 12:17
      Highlight Schade für Sie. Eine Studie, egal wer sie bezahlt oder verfasst hat, ist immer auch ein Versuch, einen Disput eher weniger dogmatisch zu führen.
      Der Vatikan z. B. der diskutiert nicht, der predigt. Darum gibt es zwar päpstliche Enzyklika, aber keine päpstlichen Studien (etwa zum Schwangerschaftsabbruch).
      15 7 Melden
    • _kokolorix 21.02.2016 14:04
      Highlight wirklich bedauerlich, kann man doch in solchen studien auch immer die argumentation des 'gegners' finden und sich entsprechende gegenargumente erarbeiten. und manchmal steckt auch in diesen eine gwisse logik welche man selbst noch nicht gesehen hat
      7 1 Melden
  • kurt3 21.02.2016 11:11
    Highlight In seinem letzten Artikel zu diesem Thema hat Schwab genau einen Mann der Wirtschaft befragt , man staune :der Mann hieß Chistof Blocher .
    47 13 Melden
  • E7#9 21.02.2016 11:06
    Highlight Wie es im Artikel heisst: Es ist ein wichtiger Diskussionsfaktor. Weltwoche hin oder her. Dann soll halt einer vom Tagi die selben Studien ebenfalls analysieren. Aber es ist sicher gut alle diese Verträge mal aus verschiedenen Richtungen zu beleuchten.
    44 5 Melden
  • FrancoL 21.02.2016 11:02
    Highlight Vielleicht müsste man ja auch den Auftraggeber Tito Tettamanti nicht so in den Hintergrund drängen.
    Seine Verbindungen, Bekanntschaften und Geschäftspartner sagen da Vieles über den Auftraggeber und ich bin mir fast sicher dass der Auftrag nicht so neutral wie vielleicht erwünscht definiert wurde!
    33 8 Melden
    • Amboss 21.02.2016 12:03
      Highlight @Franco: Es ist ja bekannt, wer Herr Tettamanti ist.
      Insofern ist man ja durchaus in der Lage, die Studie und ihre Erkenntnisse einzuordnen.

      Die Aussagen der Befürworter, dass ohne Bilaterale praktisch eine Katastrophe, ein finsteres Zeitalter einträte, sind jedenfalls auch nicht glaubwürdig
      20 7 Melden
    • Unkalmar 21.02.2016 12:20
      Highlight Eine Studie muss nicht neutral sein. Ihre Fakten und Schlussfolgerungen sollen aber der Kritik standhalten können. Dann ist es eine gute Studie.
      15 4 Melden
  • andersen 21.02.2016 10:49
    Highlight In Ungarn und Russland gibt es die gelenktes Demokratie.
    Niemand landet Freiwillig auf die Strasse und in Ungarn wird Obdachlose mit Gefängnis/Busse bestraft und das wird scharf von der EU kritisiert.

    Die Schweiz profitiert von der PFZ und gleichzeitig wird dagegen gewettet.
    Dieser Verhalten hat der Journalist ausgeblendet.
    10 22 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.02.2016 11:37
      Highlight Wenn man unter "Schweiz" die arbeitende Bevölkerung versteht, verliert die Schweiz wegen der PFZ, weil die PFZ der Aushebelung des Arbeitsmarktes dient, damit die Löhne gedrückt werden können.
      26 18 Melden
    • AdiB 21.02.2016 13:32
      Highlight @rkm achsoo wegen der pfz werden löhne gedrückt? also ist die pfz schuld beim nein für den mindestlohn. am 28.2 wird in zh auch die pfz schuld sein falls ein nein gegen lohndumping kommt.
      dich muss ja blocher persönlich manipuliert haben. wem nützen tiefe löhne? einem blocher nützen tiefe löhne zum beispiel.
      aber es wird schwer klick machen, bei leuten wie dir.
      12 3 Melden
    • FrancoL 21.02.2016 13:32
      Highlight @RKM; Nun wer (vorwiegend) in der Schweiz bedient sich der PFZ um den Arbeitsmarkt auszuhebeln und die Löhne zu drücken? Sind das auch die bösen Ausländer oder vielleicht doch auch einige Urschweizer?
      Die PFZ hätte mit Mass genossen einen klaren Mehrwert darstellen können, aber eben das Mass der PFZ-Nutzung wurde von den Unternehmen überzogen.
      Es ist mir zudem auch klar dass die Käufer den Unternehmern soweit möglich die Preise diktiert haben.
      Zusammengefasst der Bürger als Verlierer (Löhne) und Täter (tiefere Preise) zugleich.
      8 1 Melden
    • andersen 22.02.2016 00:35
      Highlight RKM

      Sie können ja als Lohninspekteur wirken, weil es hat zu weinige, dann sehen Sie auch, wo das Problem ist.
      3 1 Melden
  • Moelal 21.02.2016 10:36
    Highlight Ja die Weltwoche ist ja auch ein unabhängiges Fachjournal, welches profunde Erkenntnisse über was gut und schlecht ist, liefert....mein Gott, der Nebelspalter war viel wertvoller
    47 27 Melden
  • andersen 21.02.2016 10:28
    Highlight Nun, offensichtlich findet der Journalist kein Verbindung zwischen die freie PFZ-Güter-Kapital-und Dienstleistungen.
    Aber, das ist seine Sichtweise.
    Ich möchte aber weiterhin ein Europa für die Menschen, wo die Spekulanten und die Banken nicht Sagen und zudem hat 400 Millionen Menschen letztes Jahr ja gesagt, ja, vielleicht sollte man wieder die alte Hansestaaten(Model)in die Verträge zwischen die Schweiz und EU einbauen, damit der Europa nicht zum ein Alpenmonaco mutiert wird und somit das der Kluft zwischen Arm und Reich grösser wird.
    Das geht nicht.

    9 19 Melden
    • andersen 21.02.2016 11:02
      Highlight Der Journalist kann aber nicht schreiben, dass es die Schweiz schlechter geht, seid sie die Verträge mit der EU hat, er kann schreiben, dass es die Schweiz besser geht.

      Und womöglich wenn er pensioniert wird, wird er wie viele Schweizer auch von der PFZ profitieren.
      Ich denke, an die, die sich ein schönes Leben jetzt an der Meer in die EU-Länder gönnen.
      7 19 Melden
  • Caturix 21.02.2016 10:26
    Highlight Bin überhaupt kein SVP Fan. Aber die EU ist wircklich für nichts ausser eine Grosse Geldvernichtungsmaschine. Die Billateralen, die Personenfreizügichkeit... das brauch man alles nicht.
    43 47 Melden
    • andersen 21.02.2016 10:50
      Highlight Aber die Freie Flugverkehr in Europa schon, gäll.
      20 23 Melden
    • kurt3 21.02.2016 11:07
      Highlight Schön dass Sie kein SVP -Fan sind . Ev FCB oder YB ? Der Rest ist Schweigen .
      17 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.02.2016 11:40
      Highlight andersen 21.02.2016 10:50
      1. Europa und die EU sind 2 paar Schuhe
      2. es besteht kein Zusammenhang zwischen der PFZ und dem freien Flugverkehr, ausser die EU konstruiert einen.
      3. Die Schweiz ist auch wegen der PFZ mittlerweile um mindestens 3,5 Millionen Menschen überbevölkert, denn die schweizer Landwirtschaft kann mit dem verbliebenen Landwirtschaftsland maximal 5 Millionen Menschen ernähren.
      22 21 Melden
    • andersen 22.02.2016 00:39
      Highlight Nun, ich kann mich nicht Vorstellen, dass Sie nur mit der Gemüse zufrieden sein kann.
      Ja, der EU hat der Zusammenhang schon lange gefunden.

      2 1 Melden
    • FrancoL 22.02.2016 00:52
      Highlight @RKM; Die PFZ sind in einem Paket und in diesem Paket sind auch andere Verträge Abmachungen und Leitlinien festgelegt, somit geht es nicht um die PFZ alleine sondern um das ganze Paket. Du gehörst wohl zu denen die gerne bei einem Vertrag nur die Einzelteile sehen und die Zusammenhänge nicht, darum Deine sehr eingeschränkte Sicht. Da täte sogar das lesen des OR etwas, auch wenn da internationales Vertragsrecht nicht verankert ist, aber zumindest das CH Vertragsrecht und das sagt schon einiges aus.
      2 0 Melden

Minus 15,8 Prozent: Massiver Gewinneinbruch bei Nestlé

Der Umbau des neuen Nestlé-Chefs hat sich 2017 negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Eine Abschreibung und Restrukturierungskosten führten zu einem Gewinneinbruch. Das Wachstum hat sich auf 2,4 Prozent verlangsamt.

Der Gewinn des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé ist im letzten Jahr wegen einer Wertminderung der Sparte Hautgesundheit und Restrukturierungskosten um 15,8 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken gesunken, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte.

Mit einem organischen Wachstum von 2,4 Prozent fiel …

Artikel lesen