Schweiz

Gratis-Säckli adé? Von wegen! So bluffen Migros und Coop mit den Verschleiss-Zahlen

Noch immer gehen im Coop-Konzern zahlreiche Säckli gratis über die Theke. Bild: KEYSTONE

Die Detailhändler feierten einen massiven Rückgang beim Verschleiss von Einwegsäckchen. Die hohen Zahlen sind aber nur der eine Teil der Wahrheit.

13.12.17, 04:24 13.12.17, 15:00

Daniel Fuchs / Nordwestschweiz

Mit italienischem Akzent nehmen Mitarbeiterinnen die Bestellungen für Take-away-Kaffee entgegen. Im Kühlregal liegen einzeln und in viel Karton und Plastik verpackt sizilianische Süssspeisen. Es riecht nach frisch gebackener Focaccia. Willkommen bei Sapori d’Italia im Bahnhof Aarau, dem ersten und bisher einzigen Convenience-Shop von Coop, der auf italienische Spezialitäten setzt.

Vor dem Lokal stehen die Abfall- und Recycling-Kübel der SBB. Sie quellen mit fortgeschmissenen Verpackungsmaterialien des Italien-Shops über. Im Laden bezahlen Kunden an der Kasse. «Darf es ein Säckli sein?», fragt die Verkäuferin. Was das Säckli denn koste, fragt der Kunde. «Nichts», antwortet die Coop-Angestellte, «Sie sollen sich hier schliesslich fühlen wie in Italien

6,5 Millionen Säckli alleine in Pronto-Shops

Italienisches Essen gekoppelt mit viel Verpackung soll hier also die Italianità verströmen, mit der Coop das Testlokal bewarb. Dabei vermeldete der Basler Detailhandelsriese erst vor kurzem an der Seite der Konkurrentin Migros einen Einbruch des Plastiksäckli-Verschleisses zugunsten der Umwelt. Um 80 bis 90 Prozent sei die Nachfrage nach den Raschelsäckchen an den Supermarkt-Kassen eingebrochen, seit die Detailhändler den Preis auf fünf Rappen pro Säckli festgelegt hätten. Migros hatte das Gratis-Säckli im Herbst 2015 aus ihren Supermärkten verbannt, Coop zog Anfang 2016 nach.

Was die beiden Schweizer Grossisten allerdings nur nebenbei erwähnen: Gratis-Säckli gibt es nach wie vor in den Fachgeschäften der beiden Firmen, zum Beispiel in den Heimwerk-Geschäften Coop Bau + Hobby und Migros Do it + Garden oder in den kleineren Convenience-Shops von Migrolino und Coop Pronto. In der verkündeten Reduktion von bis zu 90 Prozent sind die Gratis-Säckli aus diesen Läden nicht einberechnet. 6.5 Millionen Stück sind es in den Pronto-Shops, wie eine Sprecherin mitteilt. Ebenfalls nicht berücksichtigt für die Berechnungen sind die transparenten Gratis-Säckli für Früchte und Gemüse (wie es sie auch in normalen Coop- und Migros-Supermärkten gibt).

Hinzu kommen die Gratis-Tragetaschen, die es etwa für Textilien oder in den Fachmärkten gibt. Mit aller Konsequenz verbannen weder Migros noch Coop die Gratissäcke aus ihren Märkten.

Bald kostets auch bei Migrolino

Zumindest Migros geht nun einen Schritt weiter. Wie die «Nordwestschweiz» weiss, plant die Migros-Tochter Migrolino bereits in ein paar Wochen die Einführung des kostenpflichtigen Plastiksacks. Per 1. Januar sollen auch Kunden in Migrolino-Shops einen Fünfräppler fürs Säckli bezahlen. Anders bei Coop: Bei Sapori d’Italia und den von der Coop Mineralöl AG geführten Coop-Pronto-Shops will man von kostenpflichtigen Plastiksäckli nichts wissen. Das Einkaufsverhalten in Convenience-Shops unterscheide sich eben stark von jenem in Supermärkten, so die Sprecher. Die Kundschaft mache dort viel mehr Spontan- und Kleineinkäufe. Coop betont, diese Praxis entspreche der Branchenvereinbarung, hinter der auch das Bundesamt für Umwelt steht. Die Detailhändler führten die Säckli-Gebühr an den Supermarkt-Kassen freiwillig ein und kamen so einem Schweizer Plastiksackverbot zuvor.

Wer sich mit Gratis-Säckli eindecken will, der kann das trotzdem weiterhin tun. Zum Beispiel in einem Bau+Hobby-Geschäft in der Berner Agglo: Dort suchen Rentner nach den richtigen Schrauben. An der Kasse können sie sich frei mit Einwegsäckli bedienen. Diese liegen beim Förderband gleich rollenweise auf. Und Einwegsäckli bedeutet hier auch wirklich Einwegsäckli. Sie sind so dünn, dass sich kantige Werkzeuge oder Schrauben nur schwer sicher nach Hause bringen lassen. Kaum stabiler sind die RecyclingSäckli mit Strichcode der Migros, die versuchsweise an den Self-Checkout-Kassen in der Do-It-Filiale der Berner Innenstadt aufliegen. Anders als in einem Migros-Supermarkt gibt es hier das erste Säckli pro Einkauf gratis.

Um italienisches Flair ist Coop im neuen Sapori d’Italia gleich auf allen Ebenen bemüht, wie das eingangs erwähnte Zitat der Kassiererin beweist. Was sie nicht weiss: Mit einem generellen Plastiksack-Verbot hat Italien die Gratis-Sack-Kultur bereits 2011 aus den Läden verbannt.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Es ist Nachgerichtet 13.12.2017 20:21
    Highlight Kommentar #342 von Frank-Artus-Ludwig: "Kleinvieh macht auch Mist, finde die Säckligebühr echt sinnvoll. Wir sollten mehr auf unsere Umwelt achten"

    *Frank-Artus-Ludwig isch än Hipster us Züri, er flügt jedes Jahr mindestens 2 mal Langstrecki zum dänn imene Drittwältland mit me uralt-PW und verbleitem Benzin s Land durchquere

    3 6 Melden
  • Peter Bünzli 13.12.2017 17:10
    Highlight "Heute habe ich aufs Plastiksäckli verzichtet. :)"

    - jeder (umweltbewusste) Schweizer, immer.


    5 0 Melden
  • ErklärBart 13.12.2017 13:57
    Highlight Kürzlich habe ich in einem "Migros Outlet" gesehen dass sie dort für CHF 5.00 die alten Rollen verkaufen. Mit 100.00 oder gar 500.00 Plastiksäcken... why? Die Migros könnte die gleich recyceln.

    2 8 Melden
  • demokrit 13.12.2017 13:13
    Highlight Ein grünes Mäntelchen. Insbesondere nerven mich die überflüssigen Conveniencefood-Verpackungen für die Mikrowelle von Karma und Co., da ich die Speisen eh in die Pfanne haue. Immerhin ist bei Coop bei der Karmalinie wenigstens kein Palmöl mehr drin, die Migros ist da einiges schlechter aufgestellt.
    2 1 Melden
  • dmark 13.12.2017 10:16
    Highlight OMG, es gibt immer noch das böse Gratis-Säckli?
    Es wird kommen, um dich zu holen ;)

    Ich glaube jetzt nicht, dass bei uns diese Gratis-Säcklis ein wirkliches Problem darstellen, weil diese wunderbar - wenn richtig entsorgt - recycelt werden können, bzw. meistens bereits aus recyceltem Kunststoff bestehen.
    29 6 Melden
  • Phipsli 13.12.2017 08:58
    Highlight In der Industrie z.B. Pharma wird vielerorts von Chromstahltanks auf Einweg Plastiktanks umgestellt, der Anfallende Plastikmüll ist enorm.. ein Tank entspricht vom Materialwert vielleicht einer Million Plastiksäcken, je nach Grösse natürlich..
    26 3 Melden
  • Signor_Rossi 13.12.2017 08:54
    Highlight «Darf es ein Säckli sein?», fragt die Verkäuferin. Was das Säckli denn koste, fragt der Kunde. «Nichts», antwortet die Coop-Angestellte, «Sie sollen sich hier schliesslich fühlen wie in Italien.»- Blöd ist nur das man in Italien schon seit ein paar Jahren für die Säckli bezahlen muss, zudem müssen sie auch Biologisch abbaubar sein
    29 4 Melden
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 13.12.2017 08:47
    Highlight Kunde kauft Spaghetti Carbonara im schwarzen Plastikschäleli mit dem transparenten Platikdeckel. Dazu ein Menusalat mit gleicher aber unwesentlich kleinerer Plastikverpakung. Und zum Dessert ein Joghurt im Plastikbecher.
    Kunde: "Können sie mir noch Plastikbesteck mitgeben, damit ich es essen kann?"
    Verkäufer: "Kein Problem, Sie können auch zwei Sets Plastikbesteck, dass im transparenten Plastikbeutel verpakt ist, mitnehmen"
    Kunde: "Und vielleicht noch ein Plastiksäckli. Ich kann nicht alles in den Händen halten"
    Verkäufer: "GEHTS NOCH!!! WOLLEN SIE EIGENTLICH DEN PLANETEN ZERSTÖREN!!!"
    208 3 Melden
    • atomschlaf 13.12.2017 09:05
      Highlight Wer fertige Spaghetti Carbonara im Coop kauft, wird so oder so in der Hölle schmoren!
      Da kommt es auf Verpackung auch nicht mehr an...
      38 3 Melden
    • San Doro 13.12.2017 20:05
      Highlight Haha, tolle Pointe zum Schluss!
      3 0 Melden
  • RacKu 13.12.2017 08:42
    Highlight Da war doch was... https://www.watson.ch/!517921146 😂✌️
    10 1 Melden
  • Miss Geschick 13.12.2017 08:17
    Highlight Von mir aus könnten die Säckli überall kosten, auch das Doppelte... ich habe immer eine Tasche im Auto und welche für Gemüse und Früchte, die ich beim Einkaufen dabei habe... Alles nur eine Frage der Planung 😉
    38 35 Melden
    • Hercules Rockefeller 13.12.2017 09:56
      Highlight Dann Plane doch einmal dein Auto zu verkaufen, wenn du etwas für die Umwelt machen möchtest.
      43 13 Melden
    • Miss Geschick 13.12.2017 11:34
      Highlight Ich gehe zu Fuss einkaufen, da nehme ich alles von zu Hause mit. Die Tasche im Auto ist für Spontan-einkäufe.
      8 11 Melden
    • pinex 13.12.2017 18:09
      Highlight @ Hercules wie naiv und schwarz-weiss- denkend bist du eigentlich?!
      0 8 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 13.12.2017 22:51
      Highlight Hmm ja...ein paar hauchdünne Plasticksäckli die zu 90% korrekt entsorgt werden oder hunderte Liter Benzin die dann verbrannt und die Abgase überall in der Umwelt verteilt werden. Was könnte wohl schlimmer sein für die Umwelt? ;)
      0 0 Melden
  • Hexentanz 13.12.2017 08:11
    Highlight Ist sowieso ein Witz.. 2 Tonnen weniger Plastik Säckli und dafür wieder 20 Tonnen Migrosmania oder des Pendant von coop. Sehts einfach ein, es ist Marketing, nicht mehr und nicht weniger.

    (Die Tonnen zahlen sind fiktiv zur Veranschaulichung)
    127 2 Melden
    • Triumvir 13.12.2017 08:34
      Highlight Genau. Dieser Kleinkinder-Plastik-Müll landet meistens früher oder später auch wieder im Müll. Aber Hauptsache unsere Grossverteiler können sich ein grünes Feigenblatt umhängen...
      64 3 Melden
  • kleiner_Schurke 13.12.2017 07:36
    Highlight In der Glaktopedia wurde die Erde als 3. Planet des Hauptreihensterns Sol im Orion Seitenarm der Galaxis Milchstrasse im Virgo Superhaufen gelistet. Die Bewohner dieses Planeten sahen sich nach 2 grossen Weltkriegen und einem nuklearen Wettrüsten am Anfang des 21. Jahrhunderts der dortigen Zeitrechnung, mit vielerlei Gefahren konfrontiert wie z.b. wahnsinnige Präsidenten, Cyberkrieg, Gentechnische Experimente oder religiöse Fanatiker. Ironischerweise ging der Planet dann letztlich unter, weil 2 lokale Detailhändler zu viele Plastiksäckli gratis verteilt hatten.
    86 14 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 13.12.2017 08:34
      Highlight You made my day XD
      22 5 Melden
    • kleiner_Schurke 13.12.2017 08:49
      Highlight Die Galktopedia erwähnt weiter, dass die Detailhändler in einem Land ansässig waren, das 1:12'000endstel der Landfläche des Planeten ausmachte und 1:1000endstel der Weltbevölkerung beherbergte, von der ein winziger Bruchteil glaubte durch den Verzicht auf Plastksäckli, die Erde vor dem Untergang bewahren zu können. Nach dem Untergang der Erde wurden Palstiksäckli Galaxis Weit verboten, was in Fachkreisen allenthalben zu Kopfschütteln führte, glaubte doch wirklich kaum Jemand an diese wirre Geschichte.
      38 19 Melden
    • Theor 13.12.2017 09:14
      Highlight Kleiner_Schurke, hat man dir nicht verboten, Douglas Adams zu lesen? Dein Zynismuspegel steigt jedesmal durch die Decke.
      14 2 Melden
    • aglio e olio 13.12.2017 09:29
      Highlight Kleinvieh macht auch Mist.
      11 9 Melden
    • Phipsli 13.12.2017 10:53
      Highlight Tönt für mich plausibel.
      1 3 Melden
    • Bene_ 13.12.2017 11:31
      Highlight Kleiner Schurke, du hättest besser nach dem ersten Kommentar aufgehört - der war noch gut ;-) Gemäss deinem zweiten Kommentar könnten sich alle kleinen Länder den Umweltschutz gleich ganz ans Bein streichen.
      11 8 Melden
    • kleiner_Schurke 13.12.2017 12:01
      Highlight Können sie auch. Die Realität wird aber gerne ausgeblendet.
      6 3 Melden
  • Theor 13.12.2017 07:26
    Highlight /Off-Topic

    Schade dass der Sapori in diesem Artikel in ein schlechtes Licht gestellt wird. Sicher wohl auch zurecht, ich habe mich bisher nicht darauf geachtet, ob sie mir Säckli anbieten. Aber als Aargauer bin ich wirklich (trotz anfänglichen Vorurteilen) Fan von dem Laden geworden. Ihre gefüllten Gipfeli sind die besten, die ich kenne und ich gönne mir fast jedesmal wenn ich dort bin eines.
    13 15 Melden
  • fcsg 13.12.2017 07:14
    Highlight #säckligate
    Während jeder Schweizer pro Jahr im Durchschnitt 700 Kilogramm Abfall produziert, diskutieren wir ernsthaft darüber, dass es in ein paar Läden noch „gratis“ Plastiksäckli gibt?

    55 8 Melden
    • Political Incorrectness 13.12.2017 14:07
      Highlight Natürlich. Dank den kostenpflichtigen Säckchen produziert jeder Schweizer nur noch 699.85 kg Abfall, imfall!
      8 0 Melden
  • c_meier 13.12.2017 07:04
    Highlight Kann man sich nicht einfach mal über die 80-90% Reduktion in den Coop/Migros-Hauptläden freuen anstatt so ein Negativ-Artikel?
    Ist doch immerhin bereits ein grosser Schritt. Weitere werden sicher folgen wie das Beispiel bei Migrolino zeigt
    36 13 Melden
  • Beggride 13.12.2017 06:52
    Highlight Was für ein Bild von Italien haben die? Also wenn das wirklich wichtig ist, ilum italienisches Flair zu versprühen, sind die anderen Elemente in dem Laden ziemlich lausig...
    123 10 Melden
    • meine senf 13.12.2017 07:06
      Highlight Die penetrante Werbung-Pseudo-Italianita dürfte wahrscheinlich ohnehin nicht viel mit Italien zu tun haben.

      Gut, zu den Abfallproblemen im Raum Neapel würde es passen.
      29 4 Melden
    • Luca Brasi 13.12.2017 09:40
      Highlight Es ist v.a. ein falsches Bild. Italien hat ökologisch abbaubare Säcke.
      10 1 Melden
  • iagumir 13.12.2017 06:17
    Highlight Italianità währen die ökologisch abbaubaren Säckchen, wie es sie in italienischen Supermärkten überall gibt.
    62 6 Melden
    • Triumvir 13.12.2017 08:37
      Highlight Auf diese grossartige Idee sind unsere grossartigen Grossverteiler leider nicht gekommen...und das Bundesamt weiss darüber auch nichts, wie es scheint...
      15 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 13.12.2017 10:41
      Highlight Das wäre Unfug hoch 2.
      Praktisch alle Plastiksäckli landen im Müll. Wofür also biologisch abbaubar?
      4 5 Melden
    • Triumvir 13.12.2017 13:53
      Highlight @Rabbi Jussuf: Nein das wäre überhaupt kein Unfung. Denn rezyklierbare Säckchen können mittels Grünabfuhr entsorgt werden!
      2 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 13.12.2017 16:58
      Highlight Triumvir
      "könnten" müsste es heissen. Da denkt doch niemand dran. Und mit der Grünabfuhr ist auch so eine Sache in städtischen Gebieten.
      2 1 Melden
    • Saraina 14.12.2017 07:22
      Highlight Das Problem mit den biologisch abbaubaren Säckli ist, dass der unbedarfte Kunde dann auch die Plastiksäckli munter in die Grünabfuhr wirft, jedenfalls bei uns im Quartier.
      1 0 Melden
  • Matrixx 13.12.2017 06:12
    Highlight Ich habe die Sackgebühr sowieso nie als "Abfallreduzierung" wahrnehmen können, sondern lediglich als weitere Form der Einnahmequelle.
    Schade, das Konzept hätte mir gefallen.
    36 59 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 13.12.2017 06:02
    Highlight Oh was für ein Skandal!! Was Ihr grüne Aktivisten nie begreifen werdet, von diesen Säckchen wird keines je im Meer landen. Sie laden sich mehrmals und vielseitig verwenden und werden in einer KVA zu Strom und Wärme. Da ersetzen sie Heizöl oder andere Energieträger. Aber was erzähle ich, wenn man doch eine Mission hat...
    84 108 Melden
    • Max Havelaar 13.12.2017 06:58
      Highlight Vorher landen sie aber im See, auf der Kuhwiese und im Wald. Um das zu checken muss man kein „linker Aktivist“ sein, sondern gesunden Menschenverstand walten lassen. Offensichtlich nicht jedermanns Sache...
      46 26 Melden
    • Shlomo 13.12.2017 07:05
      Highlight 🤦‍♀️ und aus was sind die Säcke dann hergestellt?
      11 5 Melden
    • ströfzgi 13.12.2017 08:09
      Highlight Interessanter Ansatz. So habe ich das noch nie betrachtet. Wie aber kommen die Säcke dann ins Meer? Müsste man die 5 rp nicht dort hin überweisen um die Ursache zu bekämpfen?
      14 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 13.12.2017 08:12
      Highlight Gut auf den Punkt gebracht.
      8 19 Melden
    • Midnight 13.12.2017 08:19
      Highlight Es ist Plastikabfall, der letzten Endes verbrannt und in die Luft gepustet wird. Soviel zum ökologischen Aspekt. Einmal mehr wird auch hier völlig Sinnlos und ohne Nachzudenken kostbares Erdöl verschwendet und verbrannt! Umwelt mal hin oder her, aber wann fangen wir endlich an zu begreifen, dass Erdöl nicht an den Bäumen wächst und bisher keine geeignete Alternative zur Herstellung von Kunststoffen gefunden wurde? Der Erdölverbrauch muss dringend reduziert werden, sonst sind Plastiksäckli bald unser geringstes Problem!
      27 6 Melden
    • Wilhelm Dingo 13.12.2017 08:41
      Highlight @ströfzgi: die Säckli kommen dort ins Meer wo es keine vernünftige Müllentsorgung mit Verbrennungsanlagen gibt.
      19 5 Melden
    • aglio e olio 13.12.2017 09:34
      Highlight Also sind die anderen schuld. Mal wieder.
      5 4 Melden
    • Maragia 13.12.2017 09:37
      Highlight @Midnight für so ein blödes Sammelplastik Ding von Coop oder Migros könntest du 100te Plastikäsklein produzieren!
      Und ich habe noch nie einen Plastiksack irgendwo weggeworfen ausser in den Mülleimer
      7 3 Melden
    • EvilBetty 13.12.2017 10:11
      Highlight Was ihr reaktionären Bremser nie verstehen werdet: Es geht nicht um GENAU DIESES SÄCKCHEN. Es geht im den verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen.
      23 6 Melden
    • Maragia 13.12.2017 11:00
      Highlight @EvilBetty: Da gäbe es viel wirkungsvollere Ansätze, wie eben die blöden Sammeldinger zu verbieten, oder einfach mal diese unnötigen Verpackungen zu reduzieren!
      4 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 13.12.2017 11:05
      Highlight @EvilBetty: das ist eben der Unterschied zwischen Pragmatismus und Idealismus.
      4 2 Melden
    • aglio e olio 13.12.2017 12:11
      Highlight Naürlich könnte man sehr viel effektiver bei der Einsparung von Kunststoffen sein.
      Das heisst aber nicht, dass man nicht auch im Kleinen was tun kann.
      Wenn wir jedoch nicht mal das schaffen, bzw. wollen, wie sollen wir dann die grossen Sachen angehen?
      5 3 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 13.12.2017 16:58
      Highlight Wenn man eine heillige Mission hat, kommt man mit Argumenten nicht an... Wenn Ihr etwas gegen Plastik machen wollt, schaut das die Recycling Kette in der Schweiz verbessert wird. Werden diese Säcke in einer KVA verbrannt, die bereits bestehen, wird daraus Energie und Wärme und die Luft durch Rauchgasanlagen gereinigt. Solange wir mit Erdöl rumfahren und Heizöl verbrennen, macht eurer Kampf wenig Sinn. Weil genau das ist Plastik. Öl! Schont eure Ressourcen und macht etwas an Orten, wo es etwas bringt!
      1 3 Melden
    • Rocco Zumstein 14.12.2017 05:15
      Highlight Alle stehen am Abgrund. Nur Peter, der geht noch einen Meter...

      Was spricht dagegen auch im Kleinen etwas zu tun? Hier schreibt doch nur wieder einer der selber gar nix tut, weil die Anderen ja auch nix machen. Die Ausrede ist sowas von billig.

      Und ja, ich fahre mit der ÖV. Fliege nicht in die Ferien. Tue auch bei der Arbeit viel für die Umwelt. Esse ressourensparend und beheize nur ein paar wenige m2 im Wohnzimmer. Dazu ein bewusster minimalistischer Konsum. Und das kann ich alles ohne von oben herab mit dem Finger auf andere zu zeigen.

      War sonst noch etwas was du sagen wolltest?
      3 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 14.12.2017 10:44
      Highlight @The Writer Formerly Known as Peter: wunderbar formuliert.
      1 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 14.12.2017 11:02
      Highlight @Rocco Zumstein: Das ist sehr gut. Offenbar liegt Dir die Umwelt am Herzen. Mir auch, genau deshlab gehen mir die Ablenkungsmanöver auf die Nerven wie Glühlampenverbot (dafür haben wir Sondermüll), Säckliverbot (dafür haben wir nun Biokunstoffsäckli welche die Lebensmittelprodion konkurrieren) oder Elektroautos (sind erst ab 120'000km ökologischer und Peru zerstört das Land durch Lithiumabbau). Das Problem ist das System, welches falsche Anreize setzt. Wie wäre es mit einem Steuersystem, welches die Steuern anhand des ökologischen und sozialen Fussabdrucks bemisst?
      3 0 Melden
    • Max Havelaar 14.12.2017 12:35
      Highlight Ein weiser Mann hat einmal gesagt: Sei (du) selbst die Veränderung, die du in der Welt (bei Anderen) sehen möchtest.

      Alles fängt im Kleinen bzw. bei mir und dir an. Und es gibt keine Trennung zwischen dir und mir, einem Gegenstand, oder sonst zwischen etwas, das uns umgibt. Das ist nicht Esoterik, sondern Quantenphysik:


      Anm. für Watson: Wenn ich auf dem Handy das Youtube-Button antippe, öffnet es mir leider immer die Fotos, aktiviert also das Foto-Button, anstatt YT)
      0 0 Melden
    • aglio e olio 14.12.2017 12:40
      Highlight Wilhelm, soweit so gut. Aber sage doch bitte, warum nicht auch im Kleinen was für die Umwelt tun?

      0 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 14.12.2017 13:43
      Highlight @aglio e olio: im Kleinen was tun ist schon gut. Dinge wie das Säckliverbot oder das Glühbirnenverbot lenken aber von den grundsätzlichen Diskussionen ab was verheerend ist. Unsere Politiker sollten nicht über Säckliverbote reden sondern über z.B. Steuersyteme oder Pestizide im Grundwasser.
      1 0 Melden
    • Rocco Zumstein 14.12.2017 15:13
      Highlight Schon klar Wilhelm. Das soll man auch anprangern dürfen. Das Glühbirnenverbot ist nix anderes als Geldmacherei durch die grossen Hersteller.

      Und ja, eine massive Besteuerung von umweltschädlichen Produkten würde ich sehr begrüssen. Noch mehr Freude hätte ich wenn die Leute es nicht mehr kaufen würden, weil sie auch im Kleinen etwas bewirken wollen. Und sich nicht auf die Politiker und CEOs verlassen. ;)
      1 0 Melden
  • Hardy18 13.12.2017 05:53
    Highlight „Fühlen sie sich wie in Italien“ ... hin, zu den Traumstränden die vollgestopft mit Plastiksäckli sind. Steigen sie in eine Welt, die rundherum nur aus Plastik besteht, ganz wie in Italien. Für hartgesottene, gibts hier Gratis das zwei Meter Säckli, wickeln sie sich damit ein und fühlen sie sich wie eine Verspielte Robbe am Italienischen Strand die nur zu Ihrem Vergnügen angespült wurde. 😏
    240 38 Melden
    • welefant 13.12.2017 07:43
      Highlight vergiss die dosen nocht - alle italiener leben in dosen!
      10 2 Melden
    • thierry_haas 13.12.2017 08:05
      Highlight Made my Day! Lache mich gerade im Zug kaputt über deinen Kommentar, Danke!! 😂
      2 4 Melden
    • Sputnik_72 13.12.2017 08:15
      Highlight Die Säckli gibt's in Italien meines Wissens auch nicht mehr umsonst.
      11 1 Melden
    • Luca Brasi 13.12.2017 09:38
      Highlight In Italien sind die Säcke biologisch abbaubar...
      9 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 13.12.2017 05:26
    Highlight HÖRT AUF MIT DEM SCHWACHSINN!
    45 8 Melden
  • Gsnosn. 13.12.2017 05:11
    Highlight Hier wird das Haar in der Suppe gesucht. Mir kommt es vor, dieser Beitrag, art investigativer Journalismus sein soll.
    201 109 Melden
    • zoink 13.12.2017 08:27
      Highlight Nein, der Punkt ist, dass Migros und Coop via Lobbyarbeit ein Gesetz verhinterten welche solche Plastiksäckchen verbieten sollte. Im Gegenzug wurden die Plastiksäcke kostenpflichtig, und die Detailhändler konnten sich diesen Schritt PR Mässig ausschlachten. In dem Zusammenghang steht der Fakt das die Zahlen nicht stimmen doch in einem anderen Licht da !
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Amazon kommt in die Schweiz – aber etwas solltest du bedenken, bevor du bestellst

Der Online-Riese soll in die Schweiz kommen. Der bevorstehende Markteintritt des weltgrössten Onlinehändlers Amazon hat die hiesigen Platzhirsche aufgeschreckt. Zeit für einen Lohnvergleich.

Amazon will die Schweiz erobern. Und das zu unschlagbaren Preisen. Die freudige Kunde hat Schweizer Konsumenten letzte Woche ereilt. Weniger erfreut ist die Konkurrenz: Der bevorstehende Markteintritt des weltgrössten Onlinehändlers hat die hiesigen Platzhirsche aufgeschreckt.

«Wer nicht vorne mitspielt, wird es schwieriger haben als zuvor», sagte Daniel Rei vom Aargauer Handelsunternehmen Brack der «Netzwoche». An der gleichen Stelle prophezeite Digitec-Galaxus-Chef Florian Teuteberg: «Für …

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