Schweiz

152 Millionen Franken: SBB mit mehr als verdoppeltem Halbjahresgewinn

14.09.17, 09:44

Die SBB ist nach eigenen Angaben gut unterwegs. Der Halbjahresgewinn verdoppelte sich praktisch auf 152 Millionen Franken. Zurückzuführen ist das auf den Personenverkehr und die Infrastruktur. Die Gütersparte SBB Cargo schloss dagegen im Minus.

Der internationale Güterverkehr erzielte dabei aber einen Rekordumsatz und ein positives Halbjahresergebnis, wie die SBB am Donnerstag mitteilte. SBB Cargo schrieb insgesamt 25 Millionen Franken Verlust nach vier Millionen Minus in der Vorjahresperiode. Vor allem der Import- und Exportverkehr ging stark zurück, aber auch der Wagenladungsverkehr verzeichnete Einbussen.

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Die SBB will die Produktivität im Güterverkehr weiter steigern mit Automatisierung und strukturellen Anpassungen. Die Desindustrialisierung mache das Marktumfeld schwierig und setze sich fort, begründete sie die Notwendigkeit.

Sparprogramm und Tariferhöhung

Mit 152 Millionen Gewinn verdoppelte der Gesamtkonzern indessen praktisch das Halbjahresergebnis des Vorjahres von 72 Millionen Franken. Als wesentlichen Treiber bezeichnete die Bahn das Effizienzprogramm RailFit 20/30. Der operative Aufwand konnte so um 0.5 Prozent gedrosselt werden. Das Sparprogramm geht weiter. Die Anzahl der Mitarbeiter sank innert Jahresfrist um 242 auf 32'875.

Die Tariferhöhung ab dem Fahrplanwechsel zeigte ebenfalls Wirkung. Im Personenverkehr verdoppelte sich der Gewinn auf 60 Millionen Franken. Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Passagiere um 1.3 Prozent und beläuft sich auf 1.25 Millionen pro Tag.

Dabei stieg die Zahl der Personenkilometer nur leicht. Das erklärt sich zum Teil durch den Gotthard-Basistunnel, der die Distanz auf der Nord-Süd-Achse verkleinert. Hinzu kamen Streckensperrungen wegen Bauarbeiten. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madison Pierce 14.09.2017 14:42
    Highlight An jene, die meinen, die Billette seien zu teuer, da die SBB ja Gewinn schreibt: der Eindruck täuscht. Die Kostendeckung bei der Bahn liegt bei ungefähr 50%.

    Wenn der Bund pro Jahr 3 Milliarden bezahlt und am Schluss 152 Millionen übrig bleiben, ist das nicht ein Gewinn wie bei einer privaten Firma. Es zeigt höchstens, dass das Geld vom Bund und die Billetpreise ausreichen.

    "Gewinn" ist somit buchhalterisch richtig, aber bei der SBB eigentlich der falsche Begriff.
    3 1 Melden
    • Sted 27.09.2017 08:56
      Highlight Soso....
      ....und wo werden die "Löhne" des Kaders verbucht? Bei Infrastruktur?
      2 0 Melden
  • Menel 14.09.2017 13:07
    Highlight Wieso nochmal steigen die Ticketpreise?

    13 10 Melden
    • eupho 14.09.2017 13:39
      Highlight Weil die Politik von der SBB immer mehr Effizienz fordert und sich am Betrieb der Eisenbahn immer weniger finanziell beteiligen will.
      6 1 Melden
  • Whitebeard 14.09.2017 11:45
    Highlight Aber trotzdem steigen die Ticketpreise und wir sehen keine Veränderungen, wie zum Beispiel besseren Service, oder eine bessere Bahninfrastruktur..
    36 18 Melden
    • zettie94 14.09.2017 13:06
      Highlight Keine bessere Bahninfrastruktur? Zum letzten Fahrplanwechsel wurde gerade der längste Eisenbahntunnel der Welt eröffnet! Die bestehende Infrastruktur wird zudem laufend verbessert (z. B. BehiG-Anpassungen).
      Mit jedem Fahrplanwechsel wird das Angebot weiter ausgebaut.
      21 2 Melden
    • Whitebeard 14.09.2017 14:49
      Highlight Trotzdem habe ich stündlich höchstens zwei Züge, die zur nächsten grösseren Stadt führen, obwohl mein Bahnhof mit dem längsten Eisenbahntunnel der Welt verbunden ist und als ein "sehr wichtiger Knotenpunkt der Südwestachse" gilt.
      2 4 Melden
    • zettie94 14.09.2017 19:45
      Highlight 2 Züge stündlich reichen doch aus?
      Was ist denn das für ein "sehr wichtiger Knotenpunkt" und wo ist die "Südwestachse"?
      3 0 Melden
  • reaper54 14.09.2017 11:18
    Highlight Dann wird der Gewinn nun hoffentlich investiert um einen Preisanstieg zu verhindern. Es kann ja nicht sein, dass das Unternehmen immer mehr Gewinne macht weil es vom Staat subventioniert wird und seine Kunden abzockt.
    34 7 Melden
  • Hierundjetzt 14.09.2017 10:45
    Highlight ja nicht ganz, das ist mir jetzt zuviel SBB blablabla PR:

    Die SBB hat verringert Ihr Defizit um CHF 125 Millionen, wäre die korrekte Aussage

    (Der Staatskonzern SBB ist per 31.12.2016 mit CHF 8,8 Milliarden im minus....)
    29 2 Melden
  • purzelifyable 14.09.2017 10:30
    Highlight Erstaunlich. Artikel seit dreiviertel Stunden online und noch kein SBB-Bashing-Kommentar?!
    9 14 Melden
  • Dä Mö 14.09.2017 10:07
    Highlight Den Gewinn zwingend in einen Unterhalts/ Entwicklungsfond stecken und weitere Tariferhöhungen sein lassen! ☝🏾
    17 1 Melden

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