Schweiz
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Bild: AP/AP

Davos macht Donald Trump den Hof

Am Weltwirtschaftsforum wurde der US-Präsident wie ein Popstar empfangen. WEF-Gründer Klaus Schwab schmeichelte ihm, und Bundespräsident Alain Berset säuselte positive Worte. Bis es doch noch Misstöne und sogar Buhrufe gab.

27.01.18, 06:44

Patrik Müller und Pascal Ritter, Davos / Schweiz am Wochenende

Donald Trump macht alle anderen zu Statisten. Selbst Bundespräsident Alain Berset in seinem eigenen Land. Am Freitag gegen 11 Uhr sitzt er wie ein Bittsteller auf der Wartebank, bis ihn der US-Präsident, der verspätet unterwegs ist, zu ihm lädt. Der Amerikaner gibt sich als Herr im Haus. Und die Gastgeber, euphorisiert über ihren Coup, den mächtigsten Mann der Welt hierhergeholt zu haben, überlassen ihm diese Rolle. Als Trump um 14 Uhr die Bühne im Kongresszentrum betritt, spielt eine Kapelle auf, ähnlich wie eine Militärmusik bei einem offiziellen Staatsempfang. Diese Ehre, so sagen auch langjährige Davos-Besucher, liess WEF-Gründer Klaus Schwab noch keinem Redner zuteilwerden.

Der 79-jährige Professor ist der Gegenentwurf zu Trump: Distinguiert, diplomatisch, politisch korrekt. Doch vor dem US-Präsidenten verneigt er sich. «Lassen Sie mich gratulieren zu Ihrer historischen Steuerreform», begrüsst er ihn, «sie wird der Weltwirtschaft einen enormen Schub geben.» Schwab kritisiert Trumps Kritiker: Der Präsident werde oft «fehlinterpretiert.» Trump gibt die Komplimente zurück. Er spricht den WEF-Gründer mit «Klaus» an und preist die Veranstaltung als «grossartiges Forum».

Stolzer Berset

Bundespräsident Alain Berset, der als Sozialdemokrat kaum etwas mit Trump gemeinsam hat, äussert nach seinem Treffen mit dem US-Präsidenten nur Nettigkeiten. Auch er ist stolz: Darauf, als erster Schweizer Bundespräsident seit 18 Jahren wieder einen US-Präsidenten zu treffen. Damals, im Jahr 2000, war Bill Clinton in Davos zu Gast, und Adolf Ogi kam zur Ehre.

Stolz ist Berset aber auch auf die Länge des Treffens: Mehrfach wiederholt er, Trump habe sich 40 bis 45 Minuten Zeit genommen für ihn. Vorgesehen waren offenbar 30 Minuten.Nicht nur das WEF und die offizielle Schweiz, die mit fünf Bundesräten in Davos vertreten war, fühlen sich geehrt, dass Trump da ist. Der US-Präsident dominiert seit zwei Wochen die Schlagzeilen. Der «Blick» hiess Trump am Donnerstag mit der Schlagzeile «Welcome, Mr. President» willkommen – am Freitag signierte dieser begeistert ein Exemplar dieser Ausgabe.

Der Chefredaktor der Blick-Gruppe Christian Dorer betätigte sich am WEF als Autogrammjäger. US-Präsident Donald Trump machte dem Schweizer Journalisten die Freude und unterschrieb auf der Titelseite der Boulevardzeitung. Video: © sda-Video

Im Gegensatz zum G20-Gipfel in Hamburg vergangenen Sommer gibt es hierzulande bis auf die Demo vom Dienstag in Zürich keine grösseren Protestaktionen gegen den umstrittensten Präsidenten der US-Geschichte. Ausschreitungen bleiben vollständig aus.

Davos bewilligt zum ersten Mal seit Jahren keine Kundgebung mehr im Ort. Der viele Schnee dient als willkommene Rechtfertigung. Polizisten sind derart erpicht darauf, Protest zu unterbinden, dass sie glatt einen NZZ-Journalisten verhaften, der einen Einsatz gegen Jugendliche fotografiert.

Statt Protest gibt es Willkommenssalven und Klamauk. Und das aus allen Schichten. Schweizer WEF-Teilnehmer versuchen die Aufmerksamkeit des Präsidenten mit Fragen wie «is Switzerland also great?» zu erheischen, als er durchs Kongresszentrum läuft. In Davos überbieten sich Restaurants mit Trump-Kreationen. Die fantasievollste ist noch ein Burger, dessen Käsekruste an die Frisur des Präsidenten erinnert. In der Region um den Flughafen Kloten stehen sich die Menschen am Donnerstag auf die Füsse, um die Landung des präsidialen Flugzeuges Air Force One zu beobachten.

Nach 18 Jahren landet die Air Force One wieder einmal in Zürich. Zuletzt kam Bill Clinton im Jahr 2000 ans WEF. Jetzt ist Donald Trump in Zürich gelandet. Für Planespotter wie Dieter Gödecke bedeutet das Weihnachten und Ostern zusammen. Wen der Supervogel transportiert, ist ihm egal. Video: © sda-Video

Finanzminister Ueli Maurer schwärmt schon am Mittwoch für Trump. Nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Steven Mnuchin zeigt er sich begeistert. Bei einem Gespräch mit Journalisten wird er nicht müde zu betonen, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten um ein vielfaches besser laufe als noch zu Obamas Zeiten. Maurer hat Ähnliches schon früher gesagt, doch nun spürt man, dass er mit seiner Einstellung gegenüber Trump nicht mehr allein ist.

Die EU auf dem Krankenbett

Das hat auch mit der EU zu tun. Die Auftritte von Merkel und vor allem Macron hätten das diesjährige WEF zum EU-Festival machen können. Doch Merkel wirkt kraftlos, und Macron verzückt die globalisierten Manager mehr als die Schweizer Verantwortungsträger.

Amerika und die Schweiz seien zwei starke Volkswirtschaften mit starken Finanzplätzen, sagt Maurer. Man könne in Verhandlungen für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarungen erreichen. Und er deutet an: Mit der EU ist es nicht nur komplizierter, man ist an den einzelnen Mitgliedstaaten auch nicht gleich stark interessiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am (heutigen) Mittwochnachmittag das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos besucht. Sie hielt eine Ansprache im Plenum und beantwortete Fragen von WEF-Gründer Klaus Schwab. Auf dem Weg zu einem weiteren Termin, zeigte sie sich kurz den TV-Kameras. Video: © sda-Video

Zur USA-Show passt, dass der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gar nicht erst nach Davos reiste. Er soll mit einer Grippe im Bett liegen. Doch schon bevor er absagte, war klar: Mit Bundespräsident Alain Berset wollte er sich ohnehin nicht treffen.

Das Echo auf Trumps Rede

Joseph Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreisträger
«Diese Rede enthielt ein bisschen weniger Lügen, als sonst bei Trump üblich. Aber sie war entlarvend: Trumps Politik hilft den Reichen, nicht dem breiten Volk.»

Arthur Honegger, SRF-Moderator
«Mit Ausnahme von ganz wenigen Passagen hätte auch Obama diese Rede halten können. Teleprompter-Trump ist nun mal nicht Twitter-Trump.»

Peter Friedli, Schweizer Investor und WEF-Stammgast
«Trump war super. Ich bin aufgestanden und habe applaudiert. Trump tut das einzig Richtige: Er schafft Regulierungen ab.»

Kristian Jensen, Dänischer Finanzminister
«Ehrlich gesagt eine ziemlich gewöhnliche Ansprache von Trump. Was wir gebraucht hätten, ist aber nicht ein Pro-USA-Verkaufsgespräch, sondern eine Vision für eine Erneuerung der Zusammenarbeit.»

Andreas Petzold, «Stern»-Herausgeber
«Nur 5 Sekunden Beifall nach seiner Rede: Trump hat eigentlich nurseine Tweets aus den vergangenen zwölf Monaten vorgelesen. Frei von neuen Gedanken und jeglicher Komplexität.»

Reaktion aus dem Zuhörerraum, als Trump die Presse als «fake» bezeichnete und in Richtung der TV-Kameras zeigte:
«Buuuuuh!»

Donald Trump, via Twitter auf dem Nachhauseweg in der Air Force One
«Die Ansprache über Amerikas wirtschaftliche Wiedergeburt ist gut angekommen. Viele der Leute, die ich am WEF getroffen habe, werden in die USA investieren.»

Störrische Globalisten

Davos, so schien es lange, ist in diesen Tagen Trump-Land. Doch während der Rede des 71-Jährigen herrscht im überfüllten Kongresssaal eine seltsame Stimmung. Die Atmosphäre ist anders als der Eindruck, den man erhalten hat, als der US-Präsident durch die Gänge des Kongresszentrums schritt, Hände schüttelte, für Fotos posierte und Komplimente entgegennahm.

Als Trump bei seinem Auftritt die «Fake News»-Presse geisselt, sind Buhrufe zu hören, und am Ende seiner Rede ist der Applaus verhalten. Es wirkt fast demonstrativ. Trump – man sieht es seinem Gesicht an – realisiert das sehr wohl. Viele Teilnehmer klatschen nicht, nur ein paar wenige stehen respektvoll auf. Beim französischen Präsidenten Emmanuel Macron gab es vom Plenum eine Standing Ovation. Die Halle ist grossmehrheitlich mit Nicht-Schweizern gefüllt: Diese Teilnehmer – die von Trump noch vor kurzem verspotteten Globalisten, die er nun umwirbt – teilen die helvetische Begeisterung offensichtlich nicht.

Und dann ist Trump auch schon wieder weg. Die schwarzen Limousinen bringen ihn zum Flugfeld. Die Polizei erfüllt die Wünsche des Präsidenten, sperrt die Strasse, stellt die Eskorte. Später wird Polizeikommandant Walter Schlegel die Zusammenarbeit loben. Ob die Amerikaner nicht doch unangemeldete Waffen mit sich führten, könne er nicht garantieren, doch der Secret Service habe sich an alle Abmachungen gehalten. Den Amerikanern – ihnen vertraut man.

Dann hebt die blaue Air Force One ab in Zürich Kloten. Und die Schweiz kommt wieder langsam auf den Boden.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 28.01.2018 16:01
    Highlight Es ist nicht mehr als Recht, wenn man ein Staatsoberhaupt aus dem Ausland gebührend empfängt und sich ihm auch dezent gegenüber verhält. Man muss immer damit rechnen, dass man mit dieser Person in Zukunft noch enger zusammenarbeiten wird. Nur schade, dass es am Ende dann doch nicht mehr so sittlich zu und herging, und einige sich darin bestärkt fühlten den armen Herrn Trump auszubuhen.
    2 0 Melden
  • oskar 28.01.2018 12:31
    Highlight dieses bigotte, anbieternde verhalten von schwab und konsorten ist hochgradig peinlich. so ein schmierentheater
    2 1 Melden
  • reich&schön 27.01.2018 15:49
    Highlight Die Schweiz tut gut daran, das gegenwärtige positive Momentum für eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit und möglichst den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den USA zu nutzen!
    2 1 Melden
    • oskar 28.01.2018 12:32
      Highlight genau ein FREIHANDELSabkommen - ausgerechnet mit trömp 😂
      0 2 Melden
    • Gregor Hast 28.01.2018 16:07
      Highlight Warum nicht? Was wäre daran so verkehrt. Man könnte auch noch ein Freihandelsabkommen mit Putin abschliessen, wenn die Schweiz noch keines hat. Mit Putin vor allem deswegen, weil die Schweiz dann nicht mehr mit genmanipuliertem Frass beliefert werden würde. Denn Russland ist seit 2016 frei von GENMANIPULATION! PUTIN SEI DANK! Und was Trump anbelangt, passt der bestens in das kleine, unscheinbare Schweizerländle.
      2 0 Melden
  • Enzasa 27.01.2018 15:19
    Highlight Wieso erzählt mir gerade mein Mann, dass ein geistig verwirrter versuchte Trump in Davos anzugreifen aber die Schweizer Polizei griff rechtzeitig ein und kontrollierte die Lage?
    Lt. 20 Min. ?
    1 2 Melden
  • BRO 27.01.2018 14:20
    Highlight Ein Oberhaupt einer demokratischen Gesellschaft ist das Spiegelbild dessen Bevölkerung. Da der Umgang zwischen 2 Personen (Liebe, Ehe, Freundschaft) die kleinste Form einer Gesellschaft darstellt, so soll die Kompromissbereitschaft in jeder Hinsicht als Grundpfeiler des Friedens erachtet werden.
    0 0 Melden
  • FrancoL 27.01.2018 12:25
    Highlight Wenn Höflichkeit zur Unterwürfigkeit ausartet ist dies ein schlechtes, sehr schlechtes Zeichen. ES ist auch nicht die Art wie man Trump entgegen muss, denn eines ist sicher, sobald Trump in Amerika ankommt gilt wieder die strikte Regel "Amerika first" und wenn die Deals der Schweizer Wirtschaft Trump nicht passen wird er der erste sein der den Riegel schiebt. Das sollet Ueli "der Knecht" (so sehe ich ihn in Sachen US) bestens wissen. Es wird nicht lange dauern und wir werden andere Töne hören.
    Die Höflichkeit hätte man auch erhobenen Hauptes wahren können.
    7 1 Melden
  • Echo der Zeit 27.01.2018 12:25
    Highlight «Lassen Sie mich gratulieren zu Ihrer historischen Steuerreform», begrüsst er ihn, «sie wird der Weltwirtschaft einen enormen Schub geben.» Da hat sich Trump Groupie Schwab endgültig abgeschossen - Seine Jährlichen Slogans für das WEF - Wir sind die Neoliberalen Weltverbesserer und Fühlen uns die Taschen zum Wohle der Menschheit ist - Geheuchelte Veraschung am Volk und eigentlich auch an sich selber.
    6 1 Melden
  • Zeyben 27.01.2018 12:12
    Highlight Davos ist ein Abbild der westlichen Länder. Da machen alle den USA den Hof.
    4 0 Melden
  • Sunking_Randy_XIV. 27.01.2018 11:36
    Highlight An dieser Stelle wäre etwas Selbstkritik von watson angebracht, in den letzten Tagen sahen gefühlte Dreiviertel meiner Pushmitteilungen etwa so aus:

    "Breaking: Trump kommt ans WEF! Trump wird eine Rede halten! Melania Trump kommt nicht mit! In welchem Hotel wird Trump absteigen? Wird Trump einen Burger essen? Es gibt keinen McDonalds in Davos! Breaking: Die Air Force One ist gestartet! Breaking Breaking: Die Air Force One ist im Landeanflug, viele Planespotter sind anwesend! FUCKING BREAKING: TRUMP steigt aus! Trump betritt einen Helikopter! Trump landet in Davos!! Trump signiert BLICK! etc."
    50 1 Melden
  • Kronrod 27.01.2018 10:37
    Highlight Fakt ist, Trump ist der erste Präsident seit etlichen Jahren, der sich für ein Gespräch mit einem Bundesrat Zeit nimmt. Das muss man ihm zugute halten. Auch beobachte ich, dass republikanische Präsidenten in der Vergangenheit besser waren für die Schweiz als demokratische. Die beiden Hexenjagden gegen Schweizer Banken haben unter Clinton und Obama stattgefunden und uns Milliarden gekostet.
    30 31 Melden
    • EvilBetty 27.01.2018 13:54
      Highlight Falsch. Das Verhalten der Banken hat uns Milliarden gekostet!
      7 3 Melden
    • reich&schön 27.01.2018 15:53
      Highlight EvilBetty, noch nicht gecheckt, dass der Angriff auf das Bankgeheimnis ein purer Wirtschaftskrieg war und rein gar nichts mit Moral oder "Steuergerechtigkeit" zu tun hatte?
      3 2 Melden
    • EvilBetty 27.01.2018 17:02
      Highlight Doch, aber der Gedanke dahinter wäre der richtige. Man müsste nur Konsequent sein und alle sog. Steuerparadiese zu machen und somit solches Verhalten gar nicht mehr ermöglichen. Und unter Trump wird das mit Garantie nicht passieren.
      3 0 Melden
  • 7immi 27.01.2018 10:22
    Highlight nunja, trump ist der präsident der usa und will man mit den usa geschäften ist trump mit im spiel, ob man will oder nicht. will man es mit den usa guthaben muss mans mit dem präsidenten - trump - guthaben. so läuft der hase. hat man ein unternehmen ist die person egal, es geht ums geschäft. in 3, spätestens 7 jahren verhandeln sie wieder mit jemand anderem. trump ist nicht als trump da sondern als höchster ami. auch bei obama wäre ein grosses tamtam gemacht worden. aber da hätte es halt niemand gestört.
    20 8 Melden
  • TanookiStormtrooper 27.01.2018 10:14
    Highlight Hätte nicht gedacht, dass meine Meinung von dieser Veranstaltung noch schlechter werden kann. Das ganze Jahr über macht man Witze und kritisiert Trump, aber wenn er vor einem Steht, richtet man schon fast eine Wohnung in seinem Darm ein. Gilt nicht nur für die ganzen Wirtschaftsheinis, von denen ich so oder so nur wenig Respekt habe, auch Journalisten werden hier zu zahnlosen Autogrammjägern. Wir haben ihm hier genau das geboten, was er sich Zuhause wünscht, das ihm alle seinen Arsch küssen. Und nächste Woche ist der Donald im Blick wieder der böse Trottel, wetten? 🤮
    46 4 Melden
  • Gurgelhals 27.01.2018 10:13
    Highlight Daniel Binswanger hat es heute in der Republik eigentlich ziemlich gut auf den Punkt gebracht: Unterm Strich spielt es eben keine Rolle, ob sich die plutokratische Geldelite das Mäntelchen des protektionistischen Populisten oder das des globalistischen Neoliberalen umhängt, denn Plutokraten sind sie am Ende alle.

    Das Ausbleiben des im Vorfeld vielbeschworenen Eklats und die Tatsache, dass die globale Business-Elite dem Trump stattdessen kollektiv in den Arsch gekrochen ist, war in diesem Sinne letzten Endes äusserst entlarvend.
    34 3 Melden
    • felixJongleur 27.01.2018 13:55
      Highlight Was ich wiederum an Trump schätze, ernsthaft, er wirkt erfrischend entlarvend mit seiner Art.
      3 1 Melden
  • rodolofo 27.01.2018 10:04
    Highlight Peinlich, wie diese angeblichen Wirtschaftsführer einer angeblichen Wirtschaftselite dem grössten Hochstapler und Hohlkopf in den A**** kriechen...
    Die verhalten sich ja selber wie die Edelnutten, die sie an ihren Wohltätigkeits-Anlässen als Hostessen engagieren!

    Gestern sah ich das 10 vor 10 - Special über das WEF in Davos, und das erste Mal musste ich den "No Billag - Initiabten" Recht geben: Das war sehr viel Blablabla um Nichts! Absolut verlorene und vergeudete Zeit!
    Bitte SRG, ab jetzt keine solchen Sendungen mehr über solche "mächtigen" Quatschköpfe!
    Vielen Dank im Voraus.
    22 4 Melden
    • stamm 28.01.2018 22:30
      Highlight Ja, genau wie bei Juncker....oder Obama...
      0 0 Melden
  • lilas 27.01.2018 10:04
    Highlight Der peinlichste Kniefall den es je gab...
    32 7 Melden
  • Restseele 27.01.2018 09:54
    Highlight Mal eine simple Aufgabe: Stellen sie sich vor, dieser Trump wäre irgend jemand unwichtiges irgendwo auf dieser Welt.... würden sie diesem Typ Geld leihen, ein gebrauchtes Auto abkaufen, eine Versicherung abschliessen oder vielleicht Rat bei ihm abholen?
    Wenn ja.... tja dann kann ich ihnen auch nicht helfen..... schaut euch dieses Gesicht an.... diese Mimik. Alles klar?
    25 6 Melden
    • lilas 27.01.2018 12:22
      Highlight Der grösste Ko..brocken den die Welt je gesehen hat! Der grösste Lügner aller Zeiten. Die schlimmste Selbstverliebtheit im Universum.
      2 0 Melden
    • Restseele 27.01.2018 22:05
      Highlight @lilas
      Dein nächstes Occasions-Auto wird ein gutes Auto sein 😎
      1 0 Melden
    • lilas 28.01.2018 00:13
      Highlight Das beste Occasionsauto! 😉
      0 0 Melden
  • zombie woof 27.01.2018 09:06
    Highlight Schon klar dass ein SVP'ler vor lauter Freude fast ins Höschen macht wenn er Trump sieht, schliesslich bewegen sie sich auf dem gleichen Niveau. Bei Bankern wie aber auch bei den Wirtschaftsbossen wird schnell klar dass es nur um Profit geht, da kann sich Trump noch so primitiv und abstossend geben, Hauptsache die Kasse stimmt. An Rückgratlosigkeit kaum zu überbieten.
    123 37 Melden
    • reich&schön 27.01.2018 15:50
      Highlight Ja, weisst Du das?
      Ohne vorgängig Profit zu generieren lassen sich auch all' die tollen Leistungen, die der Schweizer Staat so bietet, nicht finanzieren...
      1 1 Melden
    • Gregor Hast 28.01.2018 16:02
      Highlight Den Banken ist es doch egal, wer Präsident respektive Präsidentin ist - doch das mit der Kasse dem stimme ich zu.
      0 0 Melden
  • Alice36 27.01.2018 08:58
    Highlight Die offizielle Schweiz ist halt doch ein Club von Opportunisten und Speichelleckern. Für die Aussicht auf etwas Kohle macht man alles und stellt sogar "den Orangen" auf's Podest um ihm zu huldigen. Warum merkt von unseren Offiziellen keiner das Leute wie Trump keinen Gedanken an die Befindlichkeit anderer verschwenden. Berset , Schneider Amann und Maurer sollten ihren Job machen. Von wegen Unabhängigkeit und fremder Richter. Die EU ist böse aber Trump ist schon OK. Ich schliesse mich an beim kotzen.
    84 24 Melden
    • rodolofo 27.01.2018 10:08
      Highlight Nach dem Schimpansen mit den ausdrucksarmen Knopfaugen (W.Bush) herrscht nun also der Orang Utan aus Utah im "Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten"...
      Hahahaa! Galgenhumor ist doch der beste Humor!
      Wir sind schon halbe Russen.
      Die reissen solche Ostblock-Witze schon seit einem halben Jahrhundert...
      13 5 Melden
    • Gregor Hast 28.01.2018 16:04
      Highlight Keine Angst - die Schweiz befindet sich doch bereits in der EU. Ausserdem, was ist an Trump so schlecht?
      1 0 Melden
  • räuber hotzenplotz 27.01.2018 08:56
    Highlight Wir sind Menschen und keine Ressourcen!
    30 10 Melden
  • felixJongleur 27.01.2018 08:45
    Highlight Schwab hat sich und diese Veranstaltung mit seiner Unterwürfigkeit die International durchaus registriert wurde unmöglich gemacht. Höflichkeit ja, aber das ist ein Schlag ins Gesicht für alle die nicht von der Trump-Steuermania profitieren.
    109 18 Melden
  • Eskimo 27.01.2018 08:43
    Highlight Ich hoffe die Bundesräte haben ihm zugehört. Ein Mann der sich für sein Land einsetzt und mit Selbstvertrauen und Überzeugung voran geht.
    Er setzt seine Wahlversprechen um und schafft Arbeitsplätze.
    Unser Bundesrat sollte sich wieder daran erinnern das sie als schweizer Volksvertreter gewählt wurden und nicht als EU A****kriecher.
    27 61 Melden
    • zombie woof 27.01.2018 10:22
      Highlight Stimmt halt doch, wenns zu kalt ist, fällt auch das Denken schwer
      20 12 Melden
    • Domsh 27.01.2018 11:48
      Highlight Bitte nenne mir eine Massnahme von Trump die Arbeitsplätze geschaffen hat.
      Wenn man sich auf Fakten anstelle von Trump-Tweets konzentriert, sähe man dass er bis anhin vorwiegend durch Inkompetenz und Zurückkrebsen von Wahlversprechen aufgefallen ist als durch dessen Einlösung.
      2 1 Melden
    • Domsh 27.01.2018 12:07
      Highlight Hoffentlich hat Trump Berset ein bisschen zugehört und gesehen wie ein Mann mit Anstand und Moral aussieht. Wobei ich glaube der Zug ist beim orangen Lügenbold längst abgefahren.
      2 2 Melden
    • Echo der Zeit 27.01.2018 12:13
      Highlight Er setzt sich nur für die Reichen in seinem Land ein. Das Volk ist für denn nur eine zu Manipulierende Masse.
      3 2 Melden
    • Eskimo 27.01.2018 12:24
      Highlight @zombie woof
      Begründe deine Aussage. Wem fällt das denken schwer? Denjenigen die alles den Medien nachplappern ohne selber zu denken?
      Ausserdem ist es gerade ziemlich warm für die Jahreszeit..
      1 4 Melden
    • Domsh 27.01.2018 15:29
      Highlight Lieber den Medien nachplappern als den Tweets von Trump, da ist wenigstens Seriosität und Wahrheitsgehalt dahinter.
      Und damit es auch ein Eskimo versteht:
      Nenne mir 3 nachgewiesene Falschaussagen der “Medien“ und ich sage dir 3 nachgewiesene Lügen in Trumps Tweets.
      0 0 Melden
    • reich&schön 27.01.2018 15:57
      Highlight Hoffentlich hat Berset Trump ein bisschen zugehört und gesehen wie ein Mann sich für sein Land und dessen Einwohner einsetzt.
      2 2 Melden
    • Eskimo 27.01.2018 16:18
      Highlight @Domsh
      Jeder Artikel von Löpfe zum Beispiel....
      2 1 Melden
    • Domsh 27.01.2018 16:23
      Highlight Schon krass wie naiv und leichtgläubig diejenigen Leute sind, die auf Populisten reinfallen. Zeig mir doch nur ein Staatsoverhaupt das sich nicht für das eigene Land einsetzt. Setzt sich Macron für Belgien ein, Berset für Frankreich oder Obama für Kanada?
      Das sind dieselben rattenfängerische, leere Sprüche wie America first oder make america great again. Aber wem sag ich das, über “Linke“, die “Medien“ oder den “Bundesrat“ zu motzen ist doch viel einfach, reicht auch ohne Inhalt...
      2 2 Melden
    • Domsh 27.01.2018 16:29
      Highlight Mit welcher Massnahme hat sich Trump den effektiv für die Bewohner der USA eingesetzt?
      Austritt Klimaschutz? Erhöhung Militärbugdet? Abschaffen von Regulatorien gegen Umweltkatastrophen (Deepwatee horizont) und gegen Bankenkollaps (Weltwirtschaftskriese)? Abschaffung Spitex? Angreifen von Richtern? Seinen Familienclan in der Regierung positionieren? Unfähige Richter ernennen? Internetneutraltät abschaffen?
      2 2 Melden
    • Domsh 27.01.2018 16:34
      Highlight Aber heyich, das ist ja gerade die Stärke von Trump. Er erzählt dem kleinen Mann “ich bin einer von euch und kümmere mich um euch“ obwohl er Milliardär ist. Und nur weil er den IQ und die Ausdrucksweise einer Bergwiese hat, glauben es ihm die Leute.
      Eine erstaunliche Sache die anscheinend bis in die vermeindlich gebildete und kritisch denkende schweizer Bevölkerung hinein funktioniert...
      2 2 Melden
  • Domsh 27.01.2018 08:35
    Highlight Jaja, die Schweiz und das liebe Geld.
    Da vergisst man gerne für einen Moment was sich diese Person das letzte Jahr alles geleistet hat.
    31 15 Melden
    • Domino 27.01.2018 09:53
      Highlight Was hat er sich denn so geleistet?
      10 8 Melden
    • Eskimo 27.01.2018 10:16
      Highlight Was denn? Was ist so schlimm daran seine Wähler zu vertreten? Was hat er sich denn so schlimmes geleistet?
      Hauptsache den linken Medien nachplappern...
      14 17 Melden
    • Domsh 27.01.2018 11:44
      Highlight Habt ihr 2 letzten 12 Monate im Bunker verbracht?
      Jaja, alle negativen Schlagzeilen sind nur Erfindungen der linken Medien... Gibts neuerdings einen fox news Kanal auf deutsch?
      2 3 Melden
  • hävi der spinat 27.01.2018 08:29
    Highlight Der Besuch Trumps am WEF ist ein eigentlicher Lotto Sechser für diesem Anlass und hilft mit, das Forum weiterhin interessant zu halten.
    Es gibt wohl sehr viele Nationen, die solch einen wichtigen Event noch so gerne im eigenen Land haben möchten.
    Vielen Dank, Klaus Schwab.
    22 31 Melden
  • manuel0263 27.01.2018 08:15
    Highlight Welch Aufwand für das prophylaktische Streicheln eines aufgeblasenen Egomanen. Seine Steuerreform, für die Herr Schwab ihn über den grünen Klee lobt (!!!), wird ihm noch um die Ohren fliegen. Inhalt seiner mit so grosser Spannung erwarteten Rede? Null. Wie ein Occasionsverkäufer auf einem Kiesplatz...nur alles viel aufwändiger und teurer. Aber viele lassen sich offenbar gern blenden...und genau das macht er ja schon sein ganzes Leben lang.
    36 9 Melden
    • RhabarBär 27.01.2018 10:59
      Highlight Oh, gut gesprochen, Manuel! "wie ein Occasionsverkäufer auf einem Kiesplatz"! Der Spruch sitzt. Die Schweiz hat, meiner Meinung nach, wieder einmal eine gute Gelegenheit verpasst, international eine Note für Toleranz, Rücksicht und Menschenrechte zu setzen. Stattdessen übte man sich um Lobhodelei und Trump kehrt nun nach Hause, noch mehr beseelt von der Illusion, dass er doch nur von Freunden umgeben sei.
      10 2 Melden
  • DerRaucher 27.01.2018 08:13
    Highlight Angewidert. Die Schweiz hat eine Ader dafür mächtigen Vollidioten in den Arsch zu kriechen. Es könnte sich ja irgendwann finanziell auszahlen.
    43 15 Melden
    • rodolofo 27.01.2018 10:13
      Highlight Und das von einem SP-Bundesrat...
      Wer hat uns verraten?
      16 3 Melden
  • Alex23 27.01.2018 08:02
    Highlight Besonders peinlich die Lobhudeleien von Schwab zu Beginn von Trumps Rede. Was die Steuerreform betrifft, so gilt abzuwarten, welch Wunderbares sie zu leisten vermag. Wirtschaftswissenschaftler grösseren Kalibers als Schwab haben da nämlich keine Vorschusslorbeeren zu vergeben.
    Und Trump werde oft fehlinterpretiert, ist ja auch der Heuler. Was gibt es bei dem falsch zu verstehen? Seine simple, rüde Sprache ist mehr als deutlich.
    Dass hingegen Bundesrat Maurer Trump und sein Wirken toll findet, ist klar. Bei der SVP hat Trump seine johlenden Groupies.
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  • Crissie 27.01.2018 07:48
    Highlight Ich frage mich, was mehr geheuchelt war: die Stimmen gegen Trump VOR seinem Besuch oder der peinliche Kniefall am WEF! Das einzig Ehrliche waren vielleicht noch die Buh-Rufe, als er wieder mal von Fake-News faselte....
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  • p4trick 27.01.2018 07:22
    Highlight Zum Kotzen dieser Kniefall! Wer Trump Ehre erteilt, teilt seine Were. Alle die ihm huldigen sind demzufolge der gleiche Abschaum. Berset sollte zurücktreten!!
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    • Crissie 27.01.2018 07:50
      Highlight Ich stimme Ihnen zu 100% zu! Es ist immer wieder interessant zu sehen, wieviele Blitzer es zu guten Kommentaren gibt. Die gibt es natürlich auch nur, weil man dabei anonym bleiben darf...
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