Schweiz

Wir werfen einen Blick in die Chef-Etagen der Schweizer Unternehmen. bild: watson

Schweizer Chef-Etagen: Wenn du Urs heisst, ist deine Chance grösser, CEO zu werden, als wenn du eine Frau bist

Man nehme die 120 grössten Unternehmen der Schweiz und untersuche die Vornamen der jeweiligen Geschäftsführer. Was dabei herauskommt, liefert neuen Zündstoff für die Gleichberechtigungsdebatte .

16.03.15, 13:53 17.03.15, 14:40
Viktoria Weber, Melanie Gath
Melanie Gath
Melanie Gath

Redaktorin

In den USA geht ein Aufschrei durch die Medien: In den Chef-Etagen der amerikanischen Unternehmen sitzen mehr Männer mit dem Vornamen John als Frauen insgesamt. Und auch Chief Executive Officers (CEOs), die David heissen, sind häufiger vertreten als das weibliche Geschlecht.

Doch wie sieht es diesbezüglich in der Schweiz aus? Um das herauszufinden, haben wir die 120 grössten Schweizer Unternehmen – beziehungsweise die Namen deren CEOs – unter die Lupe genommen. Und das ist dabei herausgekommen:

video: watson

Welches die 120 grössten Unternehmen in der Schweiz sind, haben wir dem Schillingreport entnommen. Dieser Report untersucht Schweizer Unternehmen bezüglich Zusammensetzung der Geschäftsleitung, des Verwaltungsrates und zu verschiedenen Aspekten ihrer Geschäftsleitungs- und Verwaltungsrats-Mitglieder. 

Der Stichtag für die Erhebung war der 31. Dezember 2014. Die in unserer Grafik hervorgehobenen Männer, die Urs, Peter oder Martin mit Vornamen heissen, haben auch heute noch die Position des CEOs inne.

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
32
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BeWi 17.03.2015 11:36
    Highlight Also ich glaube, die Männer wollen die Frauen einfach nicht im Beruf, ich kann es verstehen: da wirst du als männliches Wesen in die Frauenwelt geboren: deine Mutter sagt dir was du zutun hast; deine Schwester sagt dir, was du zutun hast; deine Kindergartenlehrerin sagt dir, was du zutun hast; deine Primarlehrerin sagt dir, was du zutun hast; deine Mitschülerinnen in der Oberstufe sagen dir, was du zutun hast; deine Freundin sagt dir, was du zutun hast; deine Frau sagt dir, was du zutun hast; deine Schwiegermutter sagt dir was du zutun hast; deine Tochter sagt dir, was du zu tun hast. M-Quote!
    6 1 Melden
  • Sina84 17.03.2015 11:16
    Highlight Dann hätte ich evtl. mehr Chancen XD
    4 0 Melden
  • BeWi 17.03.2015 11:14
    Highlight Wow, toller Artikel! Sehr aufschlussreich. Das bringt uns natürlich extrem weiter! Und für alle Sheldon Coopers unter den Lesern: ja, das ist Sarkasmus! Watson, zeigt doch einfach ein paar herzige Büsi-Föttelis oder einen Penis (Penis, hihi), da haben alle mehr davon!
    7 3 Melden
  • Jay_Jay 17.03.2015 00:27
    Highlight Ich habe mir alle Kommentare durchgelesen und bin eigentlich schockiert, wie die Männer hier über den Artikel so wie auch die Autorinnen herziehen! Nur die Kommentare zeigen doch, dass Männer nicht bereit sind für Gleichberechtigung... Dass Männer keine Ahnung haben wie es Frauen geht die eine Karriere anstreben. So viel Ignoranz auf einmal hat mich schockiert!
    8 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.03.2015 08:34
      Highlight Ich verlange überall Quoten. Was soll daran ignoranter sein?
      1 1 Melden
    • Mamititti 17.03.2015 09:55
      Highlight Quoten für die Matura, für Offiziere und im Strassenbau. Schnell eine Volksinitiative lancieren!
      2 1 Melden
    • LucasOrellano 17.03.2015 11:57
      Highlight Die Reaktion von Jay_Jay ist typisch für die Ignoranz, die bei vielen Feministinnen und Feministen heute vorherrscht: Kritik an der eigenen Ideologie ist a) nicht erlaubt, b) Hass, c) schockierend, d) nur eine weitere Rechtfertigung dafür, dass es Feminismus braucht oder e) alles zusammen.
      6 3 Melden
  • Sille 16.03.2015 20:12
    Highlight Und sonst hat Frau keine Probleme?
    Jede die will, erreicht auch und dies sagt ein *weibliches Wesen*... ok?
    13 9 Melden
  • Nyi Phy 16.03.2015 18:29
    Highlight Im sozialen Bereich gibt es mehr Manuelas als Männer.

    Wer suchet, der findet. Jede Korrelation kann bewiesen werden. Dummerweise aber nicht jede Kausalität.
    25 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 18:20
    Highlight Welche Frau, die keine "Iron Lady" ist, will bei der heutigen Firmenunkultur mit totaler Herrschaft der shareholder schon CEO werden? Ich kenne keine! Es wieder eine Firmenkultur mit mehr Menschlichkeit. Dann kommen auch wieder empathische Menschen ganz nach oben, ganz egal welchen Geschlechts.
    8 3 Melden
  • JonSerious 16.03.2015 18:12
    Highlight Natürlich sollte man eine Chancengleichheit für Frauen anstreben. Wahrscheinlich aber, ist Urs Schweizer verhältnismäsaig etwas bestrebter darauf und motivierter eine solche Position zu ergattern als Frau Schweizer es ist.
    8 10 Melden
  • Bruno Wüthrich 16.03.2015 17:42
    Highlight Und für diesen Artikel brauchte es tatsächlich gleich zwei Autorinnen? Wenn ich bösartig wäre, würde ich in diesen Kommentar schreiben, dass wir jetzt wüssten, weshalb Frauen nicht weiter kommen. Doch erstens würde ich damit der grossen Mehrheit der Frauen Unrecht tun, und zweitens bin ich nicht bösartig, und deshalb distanziere ich mich sofort von solchen Gedanken.
    Mit dem ewigen Gejammer, liebe Frau Weber und liebe Frau Gath, in das Sie einstimmen, ändern Sie gar nichts. Besser wäre es, fähigen Frauen zu raten, was sie tun müssen, dies zu ändern: Sich fleissig auf solche Stellen zu bewerben.
    14 11 Melden
    • Jay_Jay 17.03.2015 00:22
      Highlight Ihr Kommentar verdeutlicht, dass Männer einfach keine Ahnung haben wie es ist als Frau durch die Arbeitswelt zu gehen. Von Lohngleichheit, will ich gar nicht erst anfangen. Haben Sie hierfür auch einen 'klugen' Rat?
      7 6 Melden
    • Roman Rey 17.03.2015 10:11
      Highlight Herr Wüthrich, Sie können nicht etwas schreiben und dann behaupten, sie hätten es nicht geschrieben. Stehen Sie doch zu ihrer Aussage oder lassen Sie sie bleiben.

      Für diesen Artikel war eine Mitarbeiterin für die Recherche zuständig, eine andere für die visuelle Umsetzung. Das ist eine sinnvolle Arbeitsteilung und hat mit dem Geschlecht nix zu tun.
      7 2 Melden
  • alex DL 16.03.2015 16:53
    Highlight Ungläubig starre ich, Männchen, über die Köpfe der C-gekränzten Herren hinweg und fühle mich seltsam unterrepräsentiert. Sie teilen mit mir das eine oder andere anatomische Detail, daneben sehe ich wenig Paralleles... Jetzt eine Quote für Männer mit anderen Lebenszielen zu fodern, fände ich schon etwas extrem, zumal ich damit nicht die berechtigten Anliegen der Frauen persiflieren möchte. Dennoch, meine Erkenntnis: Das Geschlecht ist ein sehr unzuverlässiges Merkmal für das Ausmass des eigenen Repräsentations-Wohlgefühls.
    9 3 Melden
  • Gantii 16.03.2015 16:49
    Highlight Lächerliche Diskussion.
    Wo bleiben Quoten für Minenarbeiter?
    Netzelektriker, Bauarbeiter usw.?!
    Frauen wollen nur Quoten für "saubere" Jobs, sowas ist doch lächerlich...
    Dass es ohne Quoten geht sieht man doch auch daran dass es weibliche Staatsoberhäupter gibt.
    22 9 Melden
  • Webbsta 16.03.2015 16:24
    Highlight Tja, vielleicht liegt der Grund der geringen Frauendichte in der Chefetage darin, dass Frauen den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität nicht kennen, gell Frau Weber/Gath
    28 8 Melden
  • Donald 16.03.2015 15:58
    Highlight Ihr habt da was verwechselt. Die Chance CEO zu werden hängt weder von Namen, noch vom Geschlecht ab. Das sind ja keine Lottozahlen.
    24 3 Melden
  • KaTy 16.03.2015 15:37
    Highlight Weiss jemand welche 3 Frauen es sind? Resp. welche 3 der grössten Schweizer Firmen haben Frauen als CEOs?
    3 0 Melden
    • Hugo Wottaupott 16.03.2015 16:04
      Highlight urs schlumpf, urs leuthard, und urs sommaruga.
      25 3 Melden
    • Gantii 16.03.2015 16:46
      Highlight zB. EMS-Chemi mit Frau Blocher als Führerin. äh CEO.
      2 2 Melden
  • Hugo Wottaupott 16.03.2015 15:21
    Highlight was? habe den artikel nicht verstanden.... ...es gibt in der schweiz mehr Urses als Frauen?
    14 2 Melden
    • grund2010 16.03.2015 17:57
      Highlight Diese Ursifizierung der Gesellschaft sollte dringend bekämpft werden!
      20 1 Melden
  • Schubidubidubid 16.03.2015 14:56
    Highlight Was ist eigentlich, wenn eine Frau Urs heisst?
    31 0 Melden
    • STJEREM 16.03.2015 15:04
      Highlight Mind = Blown
      11 1 Melden
    • Maya Eldorado 16.03.2015 15:10
      Highlight Da kommt mir in den Sinn:
      Meine Schwester heisst Ursula. Ihr Mann ist zur Direktion in einer Firma aufgestiegen. So hat ihrem Mann vielleicht ihr Vorname geholfen dahin aufzusteigen.
      23 0 Melden
  • Maya Eldorado 16.03.2015 14:38
    Highlight Kann mir jemand sagen, was am Beruf der CEOs so interessant ist, als dass es sehr viel Einkommen gibt?
    17 1 Melden
    • ConcernedCitizen 16.03.2015 14:55
      Highlight Sie werden wohl nie ein CEO werden (wollen?). ;-) Es geht auch um Macht, Ansehen, das Gefühl haben, die Geschicke der Firma verantwortlich zu sein. Es kann sehr befriedigend sein, aber eben, nicht jedermanns Sache.
      12 0 Melden
    • Maya Eldorado 16.03.2015 15:14
      Highlight Sie haben recht! Ich möchte nie CEO sein. Macht und äusseres Ansehen interessieren mich nicht und befriedigen mich nicht.
      15 0 Melden
    • TheTev21 16.03.2015 16:58
      Highlight Ich glaube ihnen sofort das sie nicht CEO werden wollen, ist btw ein sehr mühseliger Weg und auch sehr stressig, trotzdem finde ich die Aussage sehr gewagt das ihnen die normalen Menschlichen verlangen nichts anhaben können ;-)
      6 0 Melden
    • Maya Eldorado 17.03.2015 02:55
      Highlight @TheTev21, Es ist nicht weil der Weg mühselig und stressig ist, ich habe einfach an sowas kein Interesse.
      Ich habe vom äusseren Ansehen gesprochen. Es ist doch so, je höher auf der Leiter und somit besser der Verdienst, je mehr Ansehen hat man in der materiellen Welt.
      Für mich hat der einfache Arbeiter genausoviel Respekt verdient wie jeder CEO. Alle erfüllen ihre Aufgabe gleichermassen und hat damit genau gleich viel Ansehen verdient.

      Viell. können Sie daraus ersehen, dass ich Anarchistin bin und jede Hierarchie ablehne und jeder einf. seinen Platz ausfüllt, der seinen Fähigkeigkeiten entsp.
      4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 14:29
    Highlight Bei Suizid sollte es auch Quoten geben?
    23 0 Melden

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

Artikel lesen