Schweiz

Die Schweizer Nationalbank hat rund 600 Millionen Dollar in Atomwaffenfirmen investiert.
Bild: KEYSTONE

Umstrittene Geschäfte: Schweizer Nationalbank investiert in 14 Atomwaffen-firmen

27.01.16, 09:00 27.01.16, 09:34

Die UBS besitzt Wertpapiere von Atomwaffenherstellern in der Höhe von 5,1 Milliarden Dollar, die Credit Suisse hat rund 1,4 Milliarden in Atomwaffenfirmen investiert. Dies geht aus dem alljährlichen Bericht «Don't Bank on the Bomb» hervor. Doch die beiden Schweizer Grossbanken sind nicht alleine.

Wie Recherchen des «Tages Anzeiger» zeigen, setzt auch die Schweizer Nationalbank (SNB) auf das Geschäft mit den nuklearen Bomben. Im Jahr 2014 soll die SNB rund 600 Millionen Dollar in 14 verschiedene Firmen investiert haben. Darunter befinden sich zum Beispiel die US-Rüstungsfirmen Northrop Grumman oder Raytheon.

Verboten sind die Investitionen der SNB nicht. Allerdings steht in den Richtlinien der Bank, dass sie auf Investitionen in Unternehmen, die international geächtete Waffen produzieren, verzichten würden.

Dieser Widerspruch hat Kritiker auf den Plan gerufen. So meint etwa Meret Schneider Sekretärin der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA): «Die schweizerische Diplomatie arbeitet mit über 100 anderen Ländern auf eine internationale atomare Abrüstung hin, während die Schweizerische Nationalbank diese Bemühungen sabotiert. Dies ist absurd und inakzeptabel.»

Die Schweizerische Nationalbank wollte zu den Vorwürfen vorerst keine Stellung nehmen. (cma)

Weiterlesen auf tagesanzeiger.ch

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
14
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 27.01.2016 14:49
    Highlight ...
    1 0 Melden
  • StealthPanda 27.01.2016 09:49
    Highlight Na gut diese Firmen stellen unter anderem auch Atom Waffen her bzw. deren Komponenten genauso stellt z.b Northrop Grunman die bekannten F-14 Tomcats her ( oder stellte her) bekannt aus dem Film Top- Gun oder den B-2 Bomber ( Stealth Bomber) und Raytheon stellt die AIM9X her also die kurz strecken Infra Rot Luft- Luft Raketen der F/A 18 der Schweizer Luftwaffe. Das war jetzt nur zur Aufklärung damit die halbschlauen nicht denken das diese Firmen tatsächlich nur Atomwaffen herstellen. Übrigens: Raytheon war hersteller der ersten Mikrowelle.
    7 4 Melden
  • Wilhelm Dingo 27.01.2016 09:35
    Highlight Offenbar rentieren Atomwaffen aus Sicht der Banker. Vielleicht versteht man so besser warum immer wieder Kriege angezettelt werden. Echt Gruselig.
    22 4 Melden
  • Scaros_2 27.01.2016 09:25
    Highlight Bei dem Artikel fehlen mir Fakten. Bitte Watson da geht doch mehr. Hyphothesen, warum tut das die SNB und ggf. die Credit Suisse, gibt es Gründe? lukratives Geschäft das den Kantonen im Endeffekt zugute kommt, gäbe es gleichgute nicht-atom-Geschäfte usw.? Der Artikel ist irgendwie völlig inhaltslos weil es nur ein "Sie tut es" erwähnt und die Gegner die jammern,........das ist nichts neues oder lesenswertes. Background ist die Devise!
    12 5 Melden
    • Longisland 27.01.2016 10:17
      Highlight Nein, lieber Scaros_2, da fehlen keine Fakten. Es braucht auch nicht mehr. Die Tatsache, dass die SNB (wie die UBS und die CS) in Atomwaffenfirmen investiert reicht vollkommen aus.
      Mit Atomwaffen werden Menschen, ja ganze Völker vernichtet. Im schlimmsten Fall könnte es auch Dich und Deine Familie treffen.
      Wenn es den Kantonen am Ende noch zugute kommt, machen wir uns dann nicht alle am Tod von Menschen mitschuldig?
      Und was passieren kann, wenn Menschen überleben und fliehen müssen, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht weiter zu erläutern.
      Think about it.
      9 5 Melden
    • Scaros_2 27.01.2016 10:27
      Highlight Du solltest dich besser informieren. Northrop Grumman wie oben erwähnt hat diverse Divisionen und ist nicht nur ein Unternehmen das Atomwaffen herstellt sondern runtergebrochen sogar Sortiermaschinen für die US-Post entwickelt. Man reduziert hier ein Unternehmen mit 24Mrd. Doller Umsatz auf 1 kleine Sparte herab. Dieser Konzern macht vieles. Das gleiche gilt für Raytheon welche übrigens die Mikrowelle erfunden haben. Diese Unternehmen sind wie die RUAG, die machen äusserst viel aber kaum ist das Wort "Atom" im Spiel reagiert ihr extremst. Wie gesagt wir wissen nicht mal genau worin
      7 3 Melden
    • Scaros_2 27.01.2016 10:28
      Highlight Worin sie Investieren. Wir heulen. "buuuuuuuh" die Firma macht dinge mit Atomwaffen. Oh wait die tun ja auch anders. Das gleiche wäre vermutlich auch bei RUAG, Bhuuu die machen Munition, buuuh aber oh wait die machen auch anderes, egal buuuuh.

      Daher wäre ich dafür, bevor man Urteil erst mal sich fragt worin man investiert und ob es genau diese Sparte ist oder eine andere. Aber für euch ist das Urteil ja schon gemacht nur weil die Firma einen falschen Namen trägt.
      5 2 Melden
    • Longisland 27.01.2016 10:55
      Highlight Angenommen, ein grosser Schweizer Detailhändler würde 1 % seines Umsatzes mit dem Verkauf von Drogen erzielen. Würde der kleine Teil die Geschäftstätigkeit legitimieren?
      Northrop Grumman hat als privater Konzern mit der US-Regierung einen Vertrag nur für die Wartung der Minuteman III Raketen in der Höhe von über USD 900 Mio abgeschlossen. Peanuts sind eine andere Grössenordnung.
      Betreffend RUAG: Im Gegensatz zu Northrop handelt es sich dabei um einen Staatsbetrieb.
      3 1 Melden
    • Sapere Aude 27.01.2016 11:04
      Highlight Scaros_2. die zusätzlichen Fakten sind im verlinkten Tagesanzeiger Artikel zu finden. Es stellt sich auch die Frage, ob eine staatliche Institution eines angeblichen neutralen Landes in Waffenfirmen Geld investieren soll, die in Krisenregionen exportieren. Es ist genau diese Doppelmoral die ein Teil des Problems ist. Solange wir Geld verdienen können, spielt es keine Rolle, was mit den Produkte geschieht. Die mitverursachten Flüchtlinge will man aber nicht aufnehmen. Deshalb nein zu Waffenexporte in Krisenländer und nein zu Investitionen in Firmen die solche Exporte tätigen.
      4 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 27.01.2016 14:53
      Highlight Die SNB will wie alle Anleger nur eines: Rendite!
      1 0 Melden
  • nipp 27.01.2016 09:23
    Highlight Total daneben. Solche Investitionen gehören einfach verboten! Mehr muss man dazu gar nicht sagen ;)
    15 15 Melden
    • Scaros_2 27.01.2016 09:42
      Highlight Einfach zu sagen gehört sich nicht ist falsch. Du kennst wie ich nicht einmal den Umstand weshalb solche Geschäfte getätigt werden und lehnst es kategorisch ab. Was aber wenn diese Geschäfte hohe Rendite abwerfen welche z.b. wie schon erwähnt Kantone zugute kommt? Lehnst du die Geschäfte dann auch wenn dein Wohnkanton keinen zuschuss bekommt und deshalb sparen muss und du kürzungen in gewissen dingen hinnehmen musst resp. gar die Steuer erhöht werden? Dann Fluchst du wieder darüber aber hast gleichzeitig dazu beigetragen durch kategorisches Nein solcher Geschächte. Vernetztes Denken!
      3 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.01.2016 15:47
      Highlight @Scaros

      "Gar mancher glaubt, sich zu vergnügen, und ist doch nur dabei, sich selber zu betrügen."
      (C.P. Fröhling, dt. Philosoph)

      Manchmal reicht logisches Denken eben nicht aus, man muss das Gedachte auch noch verstehen - z.B. um zu merken, dass Logisches deswegen nicht immer legitim ist, sondern auch schlicht nur charakterlumpig sein kann...

      0 0 Melden
    • nipp 28.01.2016 08:12
      Highlight @Scaros

      Natürlich lehne ich solche Geschäfte kategorisch ab. Auch wenn noch so viel Rendite dabei rauskommt, ist es moralisch absolut daneben sich an Atomwaffen bereichern zu wollen. Haben Sie eine Ahnung was so eine Waffe anrichtet? Wohl kaum, sonst würden Sie gegen jegliche Atomwaffen sein.
      0 0 Melden

E-Banking down: Schon wieder Panne bei Postfinance 

Die Pannenserie bei Postfinance reisst nicht ab. Am Mittwochmorgen war das E-Banking zum zweiten Mal innert drei Tagen offline.

Postfinance hat bereits am Montag Probleme bei der E-Banking-Plattform gehabt. Die Störung sei am Montag ab 15.20 Uhr eingetreten. Gegen 23.00 Uhr konnte die Stabilität von E-Finance wieder hergestellt werden.

Erst vor drei Wochen war die E-Banking-Plattform von Postfinance für Kunden während mehr als 24 Stunden nicht verfügbar. Grund für den Ausfall war ein …

Artikel lesen