Schweiz
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Werbefirma Publicitas ist pleite und meldet Konkurs an

11.05.18, 11:48 11.05.18, 12:14

Die Werbevermarkterin Publicitas ist am Ende. Sie hat am Freitag beim Bezirksgericht Bülach Konkurs angemeldet, wie der Sachwalter mitteilte. Noch am Mittwoch hatte die Firma auf ein neues Geschäftsmodell gesetzt.

Sachwalter Urs Boller bestätigte am Morgen gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine erste Meldung des Medienportals «Klein Report». Er selbst habe Konkurs beantragt, und auch Publicitas habe das getan. Das Gesuch um provisorische Nachlassstundung sei zurückgezogen worden.

Rettungsversuch gescheitert

In einem Rettungsversuch hatte Publicitas die Verleger noch am Mittwoch zu einem Treffen gebeten. Danach verschickte das Traditionsunternehmen ein Communiqué, wonach das neue Geschäftsmodell und der Sanierungsplan präsentiert wurden. Es hiess: «Publicitas kämpft um 800 Verlegerstimmen».

Da die Antworten ausblieben, verlängerte Publicitas die Frist für Stellungnahmen vom 10. auf den 14. Mai. Rund 400 oder 51 Prozent aller Verlage bei Publicitas hätten eine Absichtserklärung abgeben müssen, um Publicitas zu retten.



270 Mitarbeitende

Nun zeigte sich aber schon vor Fristablauf, dass das nicht gelingen kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten an Auffahrt eine Einladung für eine Skype-Konferenz am Freitagmorgen. Das Unternehmen beschäftigte in der Schweiz rund 270 Mitarbeitende.

Publicitas war in Schieflage geraten, nachdem immer mehr Verlage die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen beendet hatten. Zuerst war Tamedia ausgestiegen, andere Medienhäuser folgten. Sie monierten die schlechte Zahlungsmoral und Ausstände. Mehrere Medienhäuser und der Verlegerverband Schweizer Medien kündigten an, eine neue Gesellschaft zur Abwicklung von Medienkampagnen zu gründen. (whr/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 11.05.2018 21:52
    Highlight Von dem Tag an, als sich Publigroupe von Publicitas trennte, Aurelius übernahm und das Unternehmen aussaugte und dann dem Management verscherbelte, war der Niedergang klar. Publicitas hätte eine Chance als Planungs-/Abwicklungsstelle der Verlage mit max. 50 Angestellten gehabt. Aber die Eigner wollten es anders und jetzt ist die Traditionsfirma am Ende durch Managementfehler. Schade. Die Verlage organisieren sich jetzt selbst und die Auftraggeber verlieren eine weitgehend unabhängige Plattform.
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