Schweiz

Baustelle an der Zürcher Europaallee. Bild: KEYSTONE

SBB bestellen Fassade für Europaallee in China – Schweizer Offerte zieht den Kürzeren 

08.08.17, 10:07 08.08.17, 16:22

Für ein Hochhaus an der Zürcher Europaallee lassen die SBB eine ganze Fassade in China herstellen. Dies berichtet der Tages Anzeiger am Dienstag.

Demnach werden rund 8000 Kilometer von Zürich entfernt, in der nordchinesischen Millionenstadt Shenyang, momentan rund 3500 Tonnen Material angefertigt, welche später per Schiff und Lastwagen nach Zürich verfrachtet werden. Die Firma, die momentan für die SBB die Fassaden herstellt, heisst Yuanda und beschäftigt etwa 13'000 Arbeiter. 

Ein Teil dieses Materials reist gleich zweimal um den halben Globus. Sowohl die Sonnenstoren als auch der Muschelkalk für die Platten aus Naturstein stammen aus Deutschland. Montiert werden sie aber erst in China.

Umfrage

Die SBB bestellen 3500 Tonnen Material in China. Findest du das okay?

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1,712 Votes zu: Die SBB bestellen 3500 Tonnen Material in China. Findest du das okay?

  • 20%Ja, das ist freier Markt.
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  • 4%Weiss nicht.

Schweizer Firmen ziehen den Kürzeren

Dass ein chinesisches Unternehmen den Zuschlag für den Auftrag bekam, war nicht zwingend. Auch Schweizer Firmen hatten sich dafür interessiert. Roman Aepli, Geschäftsführer von Aepli Metallbau sagt gegenüber dem Tages Anzeiger: «Unser Vorschlag belief sich auf 27 bis 28 Millionen Franken. Yuanda hat für etwa fünf Millionen weniger offeriert, heisst es.»

Man habe gegen die chinesischen Preise keine Chance, meint Aepli. Die Monatslöhne betrügen dort wenige Hundert Franken, die Auflagen seien weniger strikt und es würden keine Lehrlinge ausgebildet. 

Die SBB wehren sich gegen den Vorwurf, einheimische Gewerbe zu benachteiligen. Man dürfe Schweizer Anbieter nicht bevorzugen, dass verbiete das Beschaffungsrecht. Aus der Politik werden nun Stimmen laut, welche einen «raffinierten Protektionismus» fordern. Dieser würde darin bestehen, dass man bei der Auftragsvergabe hohe Standards in Sachen Umweltschutz und Sozialleistungen verlangen würde. (cma)

Du denkst, dass die Leute in deinem Zug komisch sind? Es ginge ziemlich sicher noch schlimmer ...

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 09.08.2017 18:01
    Highlight Vielleicht importieren sie mit den Paletten neben den Fassadenelementen auch gleich den Laubholzbockkäfer, oder wie immer das Tierchen heisst, wie vor nicht allzu langer Zeit die Winterthurer. Alle Bäume im weiteren Umkreis mussten gefällt werden. Der Billig-Import wurde sehr teuer.
    Vermutlich hat's in der famosen Europaallee - trotz des Namens - weit und breit keine Bäume. Aber die Viecher können fliegen.
    3 1 Melden
  • infomann 09.08.2017 10:41
    Highlight Warum soll das die SBB nicht machen. oder machen dürfen.Wenn die SBB nicht vernünftig mit dem Geld umgehen motzen auch alle.
    12 10 Melden
  • Wehrli 09.08.2017 08:42
    Highlight Aber wenn wir Maschinen nach China verkaufen, dann ist das ja ok, oder?
    18 11 Melden
  • PaulDerGaul 09.08.2017 06:57
    Highlight Dann können wir ja mit ruhigem Gewissen den deutschen Flixbus nehmen wenn wir von Bern nach Deutschland reisen...
    40 7 Melden
  • Idrisi 09.08.2017 00:30
    Highlight Die halbe Reise des Muschelkalkes ist ökologisch geschenkt. Frachtschiffe können nicht leer nach China fahren (Stabilität) und da wird der Kalk sicher gerne anstelle von Balastwasser nach China mitgenommen. Wir sollten den Chinesen obendrauf noch ein bisschen Tessiner Granit verkaufen!
    12 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.08.2017 23:15
    Highlight Man sollte sich langsam achten. Die Chinesen investieren=kaufen in Zürich dick! Die haben Ressourcen wir nicht. Ergo geht das nicht und der Riegel muss geschoben werden.
    13 11 Melden
  • JackMac 08.08.2017 21:13
    Highlight Das ist die perfekte Perversion der freien Marktwirtschaft.
    64 10 Melden
  • Wilhelm Dingo 08.08.2017 20:24
    Highlight Den sogenannten "raffinierten Protektionismus" kann man per Gesetz zur Pflicht erheben, oder aber in den Anforderungen an das Produkt verlangen.
    35 1 Melden
  • Disclaimer 08.08.2017 18:22
    Highlight Vielleicht fällt die Fassade ja dann beim nächsten Windstoss ab und kann durch eine ersetzt werden, welche nicht die ganze Welt bereist hat.
    62 1 Melden
  • amore 08.08.2017 14:21
    Highlight Hätte man die Menschenrechte-Situation in China berücksichtigt....
    Ach ja, dieses Argument spielt ja keine Rolle. Geld ist ja neutral.
    145 7 Melden
    • Wehrli 09.08.2017 08:44
      Highlight Ja, weil unser Geld verdienen wir ja in der Schweiz durch .... ähm?
      Oder indem wir Maschinen nach China verkaufen?
      Aber Geld ist ja neutral
      5 7 Melden
  • DerTaran 08.08.2017 13:15
    Highlight Solange wir eine positive Aussenhandelsdifferenz haben, sollten wir ganz still sein, wenn es um Protektionismuss geht. Wenn China (und Andere) Straffzölle auf Uhren, Maschinen oder Schokolade einführt, werden wir blöd aus der Wäsche schauen.
    Wir profitieren von den offenen Grenzen!
    55 30 Melden
  • Quacksalber 08.08.2017 13:08
    Highlight Da sieht die Umweltbilanz im Jahresbericht der SBB ja ziemlich düster aus, wenn nicht ordentlich grün gewaschen wird.
    82 6 Melden
    • Quacksalber 08.08.2017 13:20
      Highlight Korrektur: Im Bericht steht dann: der Muschelkalk für die Fassade stammt aus dem benachbarten Deutschland.
      56 1 Melden
    • Energize 08.08.2017 15:36
      Highlight Bin auch nicht für eine Fassade aus dem Ausland - trotzdem wird diese Beschaffung kaum was ausmachen in den "Umweltbilanzen" der SBB.
      19 8 Melden
  • Chrigi-B 08.08.2017 13:06
    Highlight Was soll das? Hätte die SBB sich für die teure CH Variante entschieden, es würden alle "Häfeli / Deckeli" schreien.
    43 66 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 13:51
      Highlight Nein, aber man hätte eine Fassade wählen können die besser in unsere einheimische Industrieangebote passt!
      55 13 Melden
    • ujay 08.08.2017 18:18
      Highlight Nein, als Architekt lässt man sich nicht auf solche Mätzchen ein. Am Schluss besteht so ein Gebäude nur noch aus solch billigen Kompromissen. Die Quintessenz wären Plattenbauten;billig, leicht im eigenen Land zu produzieren und schön einheitlich. In der Schweiz wird für die Ewigkeit gebaut, da kann man sich schon etwas Gedanken über Aesthetik und Qualität machen.
      14 17 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 19:32
      Highlight @Ujay; Plattenbauweise billig im eigen Land zu produzieren? Ich denke wir leben in der Schweiz und da ist gerade mal die Plattenbauweise, wenn sie den angewendet wird, bei grösseren Mengen ein Produkt das aus dem Ausland importiert wird. Die Schweiz ist in Sachen Vorfabrikation zwar technisch perfekt, aber bei grössern Stückzahlen nicht konkurrenzfähig. Also würde ich mir doch einige andere Gedanken machen.
      17 1 Melden
    • maxi 09.08.2017 06:51
      Highlight die römer waren die letzten die für die ewigkeit gebaut haben... auch dieses gebäude wird in 100 jahren komplett anderst aussehen
      10 0 Melden
  • Menel 08.08.2017 13:05
    Highlight Das ist freie Marktwirtschaft. Nichts illegales. Ausser, der normale Bürger verhält sich so, orientiert sich am Markt und geht im Aussland einkaufen, dann schreien Politiker danach, dass man die Einfuhrbedingungen verschärfen muss (nur für Privatpersonen wohlgemerkt).

    Die können mich alle mal da wo keine Sonne scheint. Firmen und Unternehmen habe ich mir zum Vorbild genommen und spare seither richtig gut Geld.
    91 22 Melden
    • giguu 08.08.2017 14:15
      Highlight Das ist wohl eher eine WHO Ausschreibung...
      11 0 Melden
    • giguu 08.08.2017 22:39
      Highlight WTO sollte das heissen.... 😂😂😂😂
      10 1 Melden
  • Stumopen 08.08.2017 12:58
    Highlight Achso - günstig im Ausland einkaufen was? http://??
    23 3 Melden
  • Zwingli 08.08.2017 12:50
    Highlight Bringt man Farbe gut weg von Muschelkalk?
    38 17 Melden
    • ArcticFox 08.08.2017 13:23
      Highlight Nein, der ist ziemlich porös (und weich)
      22 1 Melden
  • Sheldon 08.08.2017 12:36
    Highlight Eine Idiotie mehr. Erst wenn die GU-Fritzen und Immobilienjongleure nur noch chinesische Löhne erhalten, wird das wieder bessern.
    68 8 Melden
  • FrancoL 08.08.2017 12:30
    Highlight Der Fehler liegt doch an einem ganz anderen ORT. Die Lösung der Fassade sollte schon in der Planung so angegangen werden, dass die einheimische Industrie bessere Chancen bekommt. Klar soll der Architekt seine Freiheit haben, doch sie sollte so genutzt werden, dass man die örtlichen Qualitäten besser und sicherer Nutzen kann. Das ist eine Herausforderung für die Architekten und Planer, aber es sollte es ihnen Wert sein sich auch in diesem Feld sich zu profilieren.
    70 9 Melden
    • SemperFi 08.08.2017 13:19
      Highlight Ja, unbedingt eine architektonische Stilrichtung Eidgenossismus.
      23 33 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 15:22
      Highlight Nein überhaupt nicht, ausser man sei wie Du dich gerade outest ein totaler Laie.
      Wir haben sehr vielfältige Produktionsmöglichkeiten nur sollte man diese Nutzen.
      23 4 Melden
    • ujay 08.08.2017 18:21
      Highlight FrancoL scheint ja ein richtiger architektonischer Profi zu sein....da sind wir alles totale Laien😂😂😂😂😂
      2 19 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 19:26
      Highlight @ujay; Ja es ist nun mal mein Beruf und Du kannst Dich gerne wenn Deine Qualitäten zur Rede stehen wieder melden, denn ausser kurzer nicht sagenden Sprüchen habe ich in diesem Artikel noch nichts vernünftiges von Dir gelesen.
      26 2 Melden
  • meine senf 08.08.2017 12:30
    Highlight Früher war es so einfach. Es gab eine staatliche Bahn, die für den Unterhalt eines Bahnnetzes und den Betrieb von Zügen verantwortlich war. Punkt.

    Vermutlich gab es auch eine andere staatliche Stelle, die für das Vermieten von Gebäuden im Bundesbesitz zuständig war.

    Erst als man aus der SBB im Zuge der Liberalisierungs- und Privatisierungsideologie ein "quasi-Privatunternehmen im Bundesbesitz" schaffen "musste", wurde es kompliziert. Irgendwann ist die SBB nur noch ein Immobilien- und Einkaufszentrenunternehmen, das lästige Transportgeschäft sollen doch andere machen.
    62 6 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 12:44
      Highlight Das Beschaffungswesen trifft vor allem die Staatlichen und halbstaatlichen Investoren, der private Investor hat da freie Hand!
      Es ist also eher umgekehrt zu Ihrer Annahme dass die Privatisierung (die ich auch nicht gut finde) an dieser Entwicklung Schuld sei.
      20 6 Melden
    • meine senf 08.08.2017 14:37
      Highlight Das stimmt wohl, wenn die SBB komplett privat wäre. In der jetzigen Situation ist sie ja aber genau gleich an die Ausschreibungsregeln gebunden.

      Mir ging es eher darum, dass die Bahngesellschaft überhaupt Häuser bauen und vermieten muss, die nichts mit dem Bahnbetrieb zu tun haben.

      Fehlt nur noch, dass dem Staat gehörende Immobilienfirmen bald beginnen Züge anzubieten.
      14 2 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 16:37
      Highlight Da gebe ich Dir völlig recht.
      Es ist eben auch nicht ganz einfach einen Strich zu ziehen, wo zB die SBB Bauten mitfinanzieren soll und wo nicht.
      Vermutlich ist ja dieser Turm ja noch eine Investition, die unter dem Strich die Bilanz verbessert und somit den Steuerzahler entlastet.
      10 0 Melden
    • SemperFi 08.08.2017 16:47
      Highlight Die SBB fallen auch unter die Verordnung für das öffentliche Beschaffungswesen.
      3 0 Melden
    • ujay 08.08.2017 18:24
      Highlight Ja, meine Senf. Und früher fuhren die Loks noch mit Dampf......
      1 12 Melden
  • walsi 08.08.2017 12:23
    Highlight Wenn Stadler Rail von einer ausländischen Staatsbahn einen millionen Auftrag erhält jubeln wir in der Schweiz. Da fragt keiner weshalb wurde nicht ein inländischer Zugbauer berücksichtigt.
    58 22 Melden
    • NikolaiZH 08.08.2017 12:59
      Highlight Das ist ein falscher vergleich - stadlerrail liefert qualitätsprodukten höchster stufe, deswegen kauft man bei denen die züge auch wen n sie teurer sind, und bei einem vergleich zwischen einem chinesischen und einem ch-produzent habe ich begründete zweifel ob wir von gleichen qualitätsbedingungen auch auf der stufe der mitarbeiteroutcomes sprechen
      43 13 Melden
    • walsi 08.08.2017 13:20
      Highlight @NikolaiZH: Zu glauben wir sind die einzigen die wissen wie man Züge baut ist unheimlich arrogant. We are the best, fuck the rest. Die Firma ist einwr der grössten Hersteller für Fassaden. Das wird man nicht wenn man lausige Qualität abliefert.
      32 7 Melden
    • DerTaran 08.08.2017 13:44
      Highlight @NikolaiZH, dass ist überhaupt nichts anderes, auch chinesische Unternehmen können überragende Qualität produzieren (und schweizer Ramsch) wenn sie wollen.
      23 3 Melden
    • NikolaiZH 08.08.2017 22:50
      Highlight @walsi
      Und h&m ist einer der grösster kleider retailer der welt - sie meinen doch nicht im ernst, dass deren qualität besser ist als von einer handelskette die ausschliesslich in europa produziert? Also zumindest was mitarbeiterrespekt angeht sicher nicht.
      Genau dasselbe mit den Zügen - sichher können das die anderen, aber dass, diejenigen aus der CH ein Ramsch sein werden, ist doch weniger wahrscheinlich. Wie mit autos - deutsche autos vs. asiaten
      0 7 Melden
    • tagomago 09.08.2017 18:23
      Highlight Stadler ist nicht so gut wie wir Schweizer es gerne hätten. Qualität stimmt nicht.
      0 1 Melden
    • DerTaran 09.08.2017 20:12
      Highlight «Wie mit autos - deutsche autos vs. asiaten»
      Ich mag ebenfalls deutsche Autos, aber die Japaner bauen hervorragende, qualitativ hochwertige Autos. Lenovo (China) baut die besten Notebooks der Welt, Smartphones und Fehrnseher von Samsung (Südkorea) sind Weltklasse und auch mein Huawei (China) ist hervorragend.
      Am Ende ist die Qualität immer auch eine Marketingentscheidung. Andere Nationen schlecht zu schreiben, weil die andere Vertriebsvorgaben haben macht keinen Sinn.
      1 1 Melden
  • N. Y. P. 08.08.2017 12:21
    Highlight (Ein Teil dieses Materials reist gleich zweimal um den halben Globus. Sonnenstoren und der Muschelkalk für die Platten aus Naturstein stammen aus Deutschland. Montiert werden sie aber erst in China.)

    Der Papa: "Zweimal um den halben Globus ergibt einmal um den ganzen Globus."

    Der 5jährige Kevin: "Du Papa, dann könnte man doch die Sonnenstoren und den Muschelkalk einfach hier lassen ?"
    50 4 Melden
    • Firefly 08.08.2017 12:52
      Highlight Der Papa: ja aber der Transport einmal um den halben Globus, dort Montage und einmal um den halben Globus zurück ist billiger als hier Montage.

      Der 5jährige Kevin: Aber das ist doch mehr Arbeit?

      Der Papa: Ja...
      45 1 Melden
    • N. Y. P. 08.08.2017 13:18
      Highlight Kevin: Ja, aber Papa, dann müssten aber sämtliche Sonnenstoren nach China gekarrt werden. Wieso werden nicht Alle Sonnenstoren der Schweiz nach China gebracht ?

      Papa: Weil, äh, es gibt auch Firmen, die haben genig Geld, alles in der Schweiz zu kaufen und vom einheimischen Gewerbe montieren zu lassen. Und auch aus ethischen Gründen natürlich.

      Kevin : Was heisst aus ethischen Gründen ?

      Papa : Komm mein Sohn, hier hast Du 5.-, geh Dir ein Eis kaufen.
      32 1 Melden
    • AL:BM 08.08.2017 15:52
      Highlight ..
      20 3 Melden
  • Posersalami 08.08.2017 12:17
    Highlight Ich verstehe das Problem nicht. Einfach in die Ausschreibung die Energiebilanz der Produkte vernünftig gewichten und dann sind die Chinesen, Rumänen usw. sofort raus. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich finde nämlich dass das gar. icht geht, Produkte 2-3x um die ganze Welt zu karren um am Ende sfr 2.50 auf Kosten der Umwelt zu sparen.
    49 5 Melden
    • Money is everything 08.08.2017 13:03
      Highlight Eher 5 Millionen...
      17 1 Melden
    • DerTaran 08.08.2017 13:17
      Highlight Der Weg um den Globus ist billiger und ökologisch weniger problematisch als die Lasterfahrten vom Lager zur Baustelle.
      6 20 Melden
    • Amboss 08.08.2017 13:39
      Highlight @Posersalami: Die Transportkosten sind nur ein Teil in der Preisbildung.
      Man kann nicht einfach einfach irgendwelche virtuellen Transportkosten gewichten, die effektiv gar nicht vorhanden sind.
      Dies wäre Protektionismus und verstiesse gegen diverse Verträge, Freihandelsabkommen, Bilaterale Verträge mit der EU etc...
      8 1 Melden
  • The Origin Gra 08.08.2017 11:58
    Highlight Macht Ökologisch betrachtet sinn das Zeugs von China hierher zu verschiffen, besonders wenn man bedenkt was für Dreckschleudern die Hochseeschiffe sind.
    Gut gemacht SBB
    64 5 Melden
    • DerTaran 08.08.2017 14:23
      Highlight Wenn man den Dreck pro Tonne berechnet, dann ist die Schifffahrt sicher die ökologischste Variante Guter zu transportieren.
      13 17 Melden
  • Ville_16 08.08.2017 11:48
    Highlight Die SBB wird die Fassade sowieso zweimal machen, in spätestens zwei Jahren wird das Chinateil eh runterbröckeln.
    35 18 Melden
  • dan2016 08.08.2017 11:45
    Highlight also, ich finde es gut, dass die SBB den Wettbewerb spielen lassen. 5 Millionen sind eine erhebliche Differenz. Es hat sich aber eingebürgert, dass die Verlierer zur Presse rennen.... die Firma Aeppli hat 50 Mitarbeiter, macht eine Offerte von 28 Millionen... wieviel wäre davon in der Schweiz gefertigt worden? Abgesehen davon, es wäre fair zu erwähnen, dass Yuanda Europe den Hauptsitz in Basel hat.... Ich kannte die Firma nicht, der Transport stört mich aus ökologischen Gründen..... aber, wenn Aeppli abschotten möchte, ist dies OK, aber nicht einzelne Aufträge hervorheben... ...
    28 24 Melden
    • Jason84 08.08.2017 18:26
      Highlight BTW: die Firma hat ca. 180 Mitarbeiter und produziert in der Schweiz. Durch einen sehr modernen und grossen Maschinenpark wird dort sehr viel selber konstruiert und produziert. Dazu gibt es eigene Montageteams die dann die Fassade vor Ort zusammen setzen. Man sollte schon wissen über was man schreibt.
      14 2 Melden
    • Winschdi 09.08.2017 07:38
      Highlight Wie schon mal gesagt, Yuanda ist ein globales Unternehmen, der Europasitz ist in Basel, was immerhin auch einige Jobs bringt.
      Abgesehen von den ökologischen Bedenken ist das nun mal die Marktwirtschaft, die die meisten Leute wollen.
      1 1 Melden
    • dan2016 09.08.2017 08:39
      Highlight @Jason, Du hast a) recht mit Deinen Zahlen, die Webseite bringt halt 2 unterschiedliche Porträts (von denen ich die Zahlen habe). Statt Stahlbau hätte ich 'Metallbau' anschauen müssen.
      Ich denke, dass auch die Chinesen die Fassade vor Ort zusammensetzen...
      Aber, entweder haben die schamlos zu hohe Preise offeriert oder sie sind für Grossfassaden jenseits unkonkurrenzfähig. Und dann bedeuted dies, das Unternehmen auf kleinere Fassaden fokussieren.
      0 0 Melden
    • dan2016 09.08.2017 08:41
      Highlight Und wenn wir unnütze Transporte vermeiden möchten.... BESTEUERN VON Transporten, Treibstoffen und sich international dafür einsetzen.
      Und wenn wir uns für Menschenrechte und Arbeitsbedingungen einsetzen möchten, auch hier, Druck aufsetzen, Standards definieren und mit Hilfe der EU versuchen durchzusetzen, aber nicht auf einzelne Marktteilnehmer schiessen....
      1 0 Melden
    • Jason84 09.08.2017 10:18
      Highlight @dan2016
      1. Es ist eine sogenannte Elementfassade. Das heisst, ganze Fassadenelemente werden vorgefertigt (in China) und vor Ort nur noch eingesetzt. 2. Die Firma Aepli ist eben auf solche Grossaufträge im Fassadenbau spezialisiert. Nur sind solche Preise mit den hisigen Standarts, Löhnen, Arbeitsschutz Vorschriften, Umweltauflagen und sonstigen Unkosten absolut nicht realisierbar. 3. Klar bringt es nichts gegen einzelne Auftragsvergaben zu meckern. Jedoch ist das schon lange kein Einzelfall mehr. Es ist nur der erste der bekannt wird.
      2 0 Melden
  • Christian Mueller (1) 08.08.2017 11:41
    Highlight Was kommt als Nächstes?!!? Autos aus Deutschland??? Natels aus China? Filme aus den USA? Lammfleisch aus Neuseeland? Blumen aus Ägypten? Pferdefleisch aus Kanada? Erdöl aus Diktaturen wie Saudi Arabien??? Wenn das so weiter geht, senden wir noch Waffen in die ganze Welt und überteuerte Medikamente, sind der grösste Erdöl-Handelsplatz und der grösste Kaffee(!)-Kapsel Exporteur der Welt... Upsi...
    117 8 Melden
    • Wehrli 09.08.2017 08:47
      Highlight Erst kommt das Fressen ...
      2 0 Melden
  • elivi 08.08.2017 11:35
    Highlight 5Mio is schon ein krasser unterschied, allerdings kostet ne wohnung dort vielleicht scho 5mio wert. Bedenkt ma der katastrophalen umweltbilanz hät ich mir das au zweimal überlegt...
    23 2 Melden
  • TheMan 08.08.2017 11:26
    Highlight Es geht noch weiter. Das Bauunternehmen, das dort baut, ist kein Schweizerisches. Sondern eins aus Österreich. Die haben diese Fassaden bestellt.
    32 4 Melden
    • Christian Mueller (1) 09.08.2017 10:37
      Highlight Kauft nicht bei Oesterreichern!
      0 1 Melden
  • Linus Luchs 08.08.2017 11:24
    Highlight Die gleichen Freunde der Globalisierung, die jetzt die SBB verteidigen, schimpfen dann bei anderer Gelegenheit wieder über die Einkaufstouristen...
    20 10 Melden
  • Pokus 08.08.2017 10:59
    Highlight Ach SBB.
    10 6 Melden
  • meliert 08.08.2017 10:41
    Highlight haben die Schweizer Behörden (dazu zähle ich die SBB auch), welches Desaster in Chiasso war mit den chinesichen Platten auf der Piazza welche schlussendlich ausgetauscht werden musten?
    61 10 Melden
  • meliert 08.08.2017 10:38
    Highlight So etwas geht gar nicht, die machen auf "grün" und dann so etwas!!! gut fahre ich nie Zug und unterstütze somit die SBB nicht!
    39 69 Melden
    • dan2016 08.08.2017 11:02
      Highlight und Sie fahren dafür ein Schweizer Auto? Und nicht in China gefertigtes Handy/Computer?
      28 9 Melden
    • panaap 08.08.2017 11:08
      Highlight Und verbrauchst dafür Schweizer Erdöl aus dem Emmental... 👍
      39 3 Melden
    • Christian Mueller (1) 08.08.2017 11:38
      Highlight Keine Angst, die SBB ist mit den Steuern subventioniert. Auch Sie bezahlen ;-) So wie ich die Armee bezahlen muss, die ich weder brauche noch benutze...
      32 13 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 08.08.2017 10:36
    Highlight
    – Die SBB tritt auf dem Schweizer Markt als wichtige Auftraggeberin und Bestellerin auf. Im zurückliegenden Ge-
    schäftsjahr vergab unser Unternehmen Aufträge an Dritte
    im Umfang von CHF 3,6 Mia. Den Grossteil der Aufträge
    erhielten Unternehmen in der Schweiz. So blieben 86% des Geldes oder CHF 3,1 Mia. im Land. (Quelle SBB)
    38 16 Melden
    • Sprudli 08.08.2017 11:19
      Highlight Ohne den genauen Hintergrund zu kennen würde ich darauf Tippen, dass ein Grossteil dieser 3 Mia. an Stadler Rail vergeben wurde. Also quasi ein bisschen Geld untereinander hin und her geschoben wurde....
      5 14 Melden
    • reaper54 08.08.2017 11:35
      Highlight @Thomas Bollinger (1) Wissen Sie ob die Aufträge an Siemens Schweiz auch dazugerechnet werden?
      Deren Gewinne werden ja nach Deutschland zum Mutterkonzern überwiesen sprich es findet eine Verschiebung des Geldes ins Ausland statt...
      13 6 Melden
    • iNo 08.08.2017 13:17
      Highlight Sbb und Stadler? Die SBB hat in jüngster Zeit fast ausschliesslich Rollmaterial von Bombardier geordert. Die BLS ist die grossw Abnehmerin von Stadler Zügen
      8 1 Melden
    • Sprudli 08.08.2017 13:39
      Highlight @iNo Besten Dank für die Aufklärung. Dann habe ich mich geirrt.:-)

      Finde die Gebaren der SBB trotzdem nicht in Ordnung.
      10 0 Melden
    • Brummbaer76 09.08.2017 08:21
      Highlight @iNo Das stimmt so nicht. SBB hat Rollmaterial von folgenden Herstellern.
      -ETR 610 Alstom
      - IC-2000 damals Schindler, heute Bombardier
      - ICN 1.Serie Adtranz (heute Bomardier) 2. Serie Bomarbier
      - EW4 und EC Wagen (Schindler, Modernisierung SBB Werkstätten)
      - IR Dosto (Stadler)
      - Doppelstock-Pendelzug Re 450 (S-Bahn ZH) (Schindler)
      - Doppelstock-Triebzug RABe 514 (S-Bahn ZH)
      (Siemens)
      - Doppelstock-Triebzug RABe 511 (S-Bahn ZH/Regio Dosto)
      (Stadler)
      - Flirt (Stadler)
      - Domino (Schindler)
      Im Bau:
      - Giruno (Stadler)
      - neuer FV-Dosto Twindexx (Bombardier)
      0 0 Melden
    • Brummbaer76 09.08.2017 08:26
      Highlight @iNo von ausschliesslich Bombardier kann nicht die Rede sein. Gewisse Aufträge zur Modernisierung gingen an Bombardier da sie die Nachfolgefirma von Schindler-Adtranz sind. Die meisten Modernisierungen wurden durch die SBB Werkstätten gemacht. Sämtliche neuen Schienentraktoren für den Rangierdienst kommen von Stadler.
      Der einzige laufende Auftrag an Bombardier ist der Twindexx. Laufender Auftrag an Siemens keiner und an Stadler Giruno, Rangierloks und weiterhin Flirts und Regio-Dosto.
      Also von ausschliesslich Bombardier kann nicht die Rede sein.
      0 0 Melden
  • 7immi 08.08.2017 10:20
    Highlight Hier ist nicht die sbb das problem, sondern das beschaffungsrecht. Diese suggeriert, dass der preis das einzige kriterium ist. Dabei kommt es auf noch weit mehr an, gerade bei längerfristigen projekten mit langer lebensdauer (erfahrung, garantieleistung, image, ...) Vielleicht sollte man das mal überdenken. Auch aus ökologischen und sicherheitstechnischen aspekten...
    156 15 Melden
    • Amboss 08.08.2017 10:44
      Highlight Mir scheint, du hast wenig Ahnung vom Beschaffungsrecht. Das Kriterium "Preis" zählt keinesfalls allein, wie du sagst, das ist Abhängig vom Projekt und Auftrag. Teils zählt der Preis nur 40%.

      Es darf einfach nicht diskriminierend sein.

      Aber gerade bei einer Fassade gibt's da einfach wenig Spielraum. Da sieht man letztlich nicht, ob die in China oder in der Schweiz hergestellt wurde. Die geforderte Qualität ist definiert, und wenn sichergestellt ist, dass zB anständige Löhne und Umweltschutz sichergestellt ist, dann gibt es da wenig Spielraum für Vorteile für den CH-Anbieter
      25 33 Melden
    • 7immi 08.08.2017 11:05
      Highlight @amboss
      Der preis ist immer überbewertet, da er zum teil nichts aussagt. Auch mit 40% ist er noch sehr mächtig. Und nur weil etwas auf einem zettel steht, ist es noch lange nicht realität. Dies musste die neat auch erfahren. Billigrohre aus dem ostblock sollten die entwässerung übernehmen, kurz nach dem einbau versagten sie. Eine schweizer firma durfte dann zu einem top preis nachliefern. Grund war fehlendes knowhow des produzenten. Zwar musste dieser eine strafe bezahlen, doch deckte die mitnichten die mehrauslagen der neat. Papier druckt alles, die realität sieht anders aus.
      21 2 Melden
    • SomeoneElse 08.08.2017 11:07
      Highlight Teils zählt der Preis *nur* 40%

      *nur* wäre 10-20%... 40% ist verdammt viel...
      18 2 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 12:26
      Highlight Das Beschaffungsrecht ist nicht das Problem. Bei der Beurteilung einer Beschaffung werden meistens 5-7 Kriterien berücksichtigt und der Preis ist wohl das wichtigeste Kriterium, doch selten wiegt es mehr als 50%.
      Das Problem ist die WERTUNG der Kriterien; während beim Preis eine mathematische Formel die Wertung bestimmt ist es zB bei der Wertung des Lieferanten häufig Ansichtssache, ob ein Lieferant nun eine gute oder schlechte Bewertung bekommt. Aus Erfahrung wird mit diesen weichen Kriterien LEIDER meistens der Preis in den Vordergrund gestellt. Wenn der Preis aber 20% tiefer liegt . . . .
      7 2 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 12:27
      Highlight . . . . dann ist es schwierig mit den weichen Kriterien diesen GAP wett zu machen, da auch die chinesischen Firmen technisch auf hohem Standard liefern können.
      5 2 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 12:40
      Highlight @7immi; Der Preis für eine Fassade ist eine SEHR reelle Zahl und nicht mit dem Tiefbau der NEAT zu vergleichen. Eine Fassade kann SEHR genau kalkuliert werden.
      Die Wertung der Kriterien ist das Hauptproblem:
      Beispiel: Der Preis und der Preisunterschied sind klare Zahlen, die Wertung zB der Lieferqualität des Anbieters ist sehr heikel zu werten, denn da kann sich der Lieferant schnell einmal rechtlich wehren, gleiches gilt zB mit der Wertung des technischen Knowhows eines Anbieters. Da werden nur kleine Unterschiede benotet um Beanstandungen zu vermeiden, so gewinnt der Preis an Wichtigkeit.
      8 2 Melden
    • 7immi 08.08.2017 13:08
      Highlight @francol
      wenn der beide hersteller sagen, das rohr habe eine lebensdauer von 100 jahren, dann ist das sehr real. wenn dann das eine nach 4 jahren defekt ist, sind das auch klare zahlen. die neat hätte also ziemlich viel geld bezahlt, um dies zu sanieren. das teurere produkt wäre besser gewesen. daher meine kritik. idr werden die kriterien messbar /vergleichbar definiert (lebensdauer, reinheit, festigkeit, funktionelle anforderungen, ...). sowohl das rohr wie die fassade lassen sich genau kalkulieren.
      7 1 Melden
    • Amboss 08.08.2017 13:28
      Highlight @7immi:
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Vorgang mit den Rohren etwas mit dem Beschaffungsvorgang, rsp. mit dem Beschaffungsrecht zu tun haben.
      In der Ausschreibung beschreibt ja die Kriterien, Normen, Zertifikate, welche diese Rohre erfüllen müssen.
      Ob diese Rohre nun in der, Schweiz, China, Osteuropa oder wo auch immer produziert werden ist egal. Sie müssen die genannten normen erfüllen.

      Ich denke, bei diesem Fall handelt es sich um ein Versehen (der Unternehmer und/oder die Bauleitung haben übersehen, dass dies oder das nicht erfüllt ist), oder dann ist es ganz einfach Betrug.
      3 0 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 13:48
      Highlight @7immi; Die Produktionen der Primärmaterialien werden heute GEPRüFT VOR Einbau, es werden sogar bei so grossen Summen die Materialien vor Ort geprüft, denn die einzelnen Unterlieferanten wollen Garantien um nicht eine zu grosse Verantwortung zu tragen.
      Hier geht es nicht um besseres Material (bitte den Artikel lesen) sondern um Fertigung und das haben die Chinesen nicht schlechter drauf als die Europäer!
      4 1 Melden
    • Amboss 08.08.2017 13:54
      Highlight @Franco: Natürlich ist es schwierig, mit den weichen Kriterien den Preis umzukrempeln.

      Aber üblicherweise definiert man ja noch Eignungskriterien, die ein Anbieter erfüllen muss, um überhaupt bewertet werden.

      Ich denke, damit macht man, was man kann. Ziel ist ja, das günstigste Angebot zu finden und nicht, Wirtschaftsförderung oder Protektionismus für einheimische Unternehmen zu betreiben.

      2 1 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 15:20
      Highlight @Anboss; Nicht das günstigste Angebot, sondern das WIRTSCHAFTLICHSTE Angebot und da müssen alle Kriterien eine Wertung haben, doch da happert es! Die weichen Kriterien werden sehr, sehr vorsichtig bewertet und häufig wird da fast kein Unterschied zwischen den Anbietern gemacht, um nicht rechtlich ins Messer zu laufen, somit wird der Preis, wenn auch nur zu 40-50% bewertet, der wichtigste Faktor, weil die anderen ohne grosse Unterschiede bewertet werden.
      5 0 Melden
    • Amboss 08.08.2017 16:27
      Highlight @Franco: (1)
      Sorry, das "wirtschaftlich günstigste" wollte ich auch sagen. Man muss schampar aufpassen :)

      Die Gefahr, die du beschreibst, besteht tatsächlich. Aus meiner Sicht ist es aber ziemlich dennoch ausgewogen.
      Denn der Preis hat nun mal die grösste Bedeutung. Wer preislich abgeschlagen ist, hat einfach keine Chance auf den Auftrag, ist einfach so. Unfähige Anbieter schliesst man mit den Eignungskriterien aus.

      Aber man hat mit den weichen Kriterien immerhin etwas Spielraum, wenn zwei Anbieter nahe beieinander an der Spitze sind.
      1 0 Melden
    • Amboss 08.08.2017 16:32
      Highlight @Franco (2):
      Mehr Spielraum hat man einfach nicht, und mehr Spielraum wäre aus meiner Sicht auch nicht richtig.
      Denn mehr Spielraum öffnet einfach Raum für Klüngeleien. Und solche Klüngleeien sind vorgekommen. Aus einem Grund macht man ja den Ganzen Aufwand, den eine öffentliche Beschaffung auslöst.

      PS:
      Ich hab in meiner Tätigkeit als Planer schon einige Male nicht den Anbieter vorgeschlagen, der das preisgünstigste Angebot machte. Es funktioniert schon. Aber eben: Wie in diesem Fall, einen Anbieter zu berücksichtigen, der 25% teurer ist, das geht nicht. Und wäre auch nicht richtig
      1 0 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 16:46
      Highlight @Amboss; Richtig! Der Spielraum ist relativ klein und die 25% sind durch nichts wett zu machen. Darum plädiere ich wenn immer möglich für Lösungen die nicht so grosse Gaps bei den Preisen "ermöglichen" und dann die Qualität eben doch noch einen Wert haben kann.
      Man kann als Planer zB bestens im Voraus wissen, ob grosse Unterschiede anfallen oder nicht, dazu haben wir genügend Erfahrung welches die Preistreibenden Faktoren zB bei einer Fassadenverkleidung sind.
      2 1 Melden
    • Amboss 08.08.2017 19:30
      Highlight Franco, was meinst du? Was für Lösungen meinst du, welche nicht so Grosse Preisspannen ermöglichen?
      Und bezahlt man dabei wirklich "Qualität" und wird nicht einfach abgezockt als Bauherr?

      Also ich staune sehr oft über eingehende Offerten und bin immer wieder überrascht über gewisse Preise...
      1 0 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 19:39
      Highlight @Amboss; Versierte Planer schlüsseln das zu erwartende Angebot nach Arbeitsanfall und Materialkonstanten auf, so können sie relativ gut abschätzen, ob es zu grossen Angebotsunterschieden kommen wird. Dies vor allem bei grossen Mengen. Bei kleinen Mengen sind die Unterscheide von vielen Nebenfaktoren abhängig und können somit zu grossen Ueberraschungen führen. Wenn also ein Planer eine Fassade die viele Arbeitsgänge und Bearbeitungsgänge konzipiert die den Materialanteil in den Hintergrund treten lässt, muss der Planer davon ausgehen, dass Anbieter mit geringen Lohnkosten im Vorteil sind.
      0 0 Melden
    • Amboss 08.08.2017 21:22
      Highlight Okay, du meinst also so ein Fassadenkonzept zu planen, dass für die Fertigung wenig Personalkosten anfallen, rsp solche Personalkosten, die vor Ort anfallen, zB Montage am Rohbau?

      Okay macht Sinn.
      Aber kommt man im Arbeitsalltag dazu, solche Überlegungen zu machen? Zählen da nicht einfach x andere Faktoren viel mehr?
      0 0 Melden
    • FrancoL 08.08.2017 21:29
      Highlight @Amboss; natürlich zählen viele Faktoren dazu, ein guter Teil dieser Faktoren sind allerdings reine Ansichtssache.
      Wenn ich zB Muschelkalk lese, dann bin ich wohl nicht der einzige, der etwas staunt ab dem Kalk und der damit verbundenen Kavernierung der Oberfläche.
      Natürlich ist der Preis immer im Vordergrund doch wenn es zutrifft, dass die Chinesen ein Angebot das 20% unter dem Preis von Aeppli liegt und das inkl. der Montage vor Ort, dann scheinen doch eine ganze Menge Arbeitsstunden anzufallen, wenn der Transport nach China und zurück zu uns da fast nichts ausmacht . . .
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    • FrancoL 08.08.2017 21:34
      Highlight @Amboss; . . . . für eine Fassade, die sicherlich vielen Anforderungen genügen muss gibt es aber eine ganze Menge Varianten. Man hätte zB sich für einen Stein entscheiden können, der in der Schweiz abgebaut wird und somit wenigstens beim Material die Wertschöpfung im Land behalten.
      Bei grösseren fassaden, die wir mit Fassadenplanern zusammen entwickeln ist fast immer die Herkunft des Materials ein wichtiges Thema, verstehe also nicht wieso nicht wenigstens der Stein aus der Schweiz kommt oder wenn denn schon nicht ein chinesischer Stein gewählt wurde, das wäre ökotechnisch besser gewesen.
      0 1 Melden
    • Amboss 09.08.2017 12:13
      Highlight @Franco:
      Ich verstehe deine Argumentation und ja, ich kann mir gut vorstellen, dass noch einiges möglich wäre.

      Aber es bleibt halt schon die Frage: Soll man von den SBB verlangen, dass sie da die Schweiz speziell berücksichtigt?
      Sollen die SBB nicht einfach die Freiheiten haben, so zu bauen, wie sie es für richtig empfinden?

      0 0 Melden
  • Thinktank 08.08.2017 10:18
    Highlight Warum ersetzt man eigentlich nicht alle Stadtangestellten mit Chinesen, wäre sicher günstiger?
    104 22 Melden
    • kurt3 08.08.2017 11:32
      Highlight Und die wohnen dann alle bei Dir zuhause?
      3 16 Melden
  • gnp286 08.08.2017 10:18
    Highlight Überaus ineffizient und eine Sauerei im Grunde...
    70 11 Melden
  • Töfflifahrer 08.08.2017 10:18
    Highlight Wie bitte will eine hiesige Firma mit China konkurrieren können? Sorry das ist einfach nur lachhaft. So machen sogar Bundesbehörden unser Gewerbe vorsätzlich kaputt. Das ewige Verstecken hinter dem Beschaffungsrecht ist langsam nur noch peinlich.
    95 21 Melden
    • CompéAnansi 08.08.2017 10:30
      Highlight Willkommen in der Globalisierung
      58 8 Melden
    • axantas 08.08.2017 10:39
      Highlight Das Beschaffungsrecht ist schon ok. Spannend ist einfach, dass hier doch wieder selektiv Punkte ausser acht gelassen werden dürfen. Umweltschutz, Arbeitsbedingungen und so weiter sind plötzlich kein Argument mehr.

      Aber MIR hält man vor, dass mein Mobiltelefon von Wanderarbeitern in China zusammengebaut wird und ich damit die Ausbeutung da unterstütze.

      Wenn es passt wird gern mit zwei Ellen gemessen. Es macht die SBB grad wieder mal etwas unsympathisch.
      41 8 Melden
    • dan2016 08.08.2017 13:55
      Highlight Töfflifahrer, die Schweiz exportiert mehr nach China als wir importieren. Offenbar geht es. Aber es geht halt nicht überall. Und wir können natürlich den Fassadenbau zur Landwirtschaft zählen und aus dem Wettbewerb nehmen. Und noch ein paar andere Branchen, die grad eine Ausschreibung verloren haben und damit dem Tagi vorjammern.
      4 5 Melden
    • axantas 08.08.2017 15:27
      Highlight Wir müssen gar nichts aus dem Wettbewerb nehmen. Es geht um Kompetenzen und Ressourcen, die im Inland vorhanden sind und um Rahmenbedingungen, gegen die wir wenig Chancen haben. Interessanterweise sind auch die Arbeitsbedingungen in China und das sinnlose Herumkarren vonWaren plötzlich kein Thema mehr.

      Ich giesse gern noch etwas Oel ins Feuer: Da können Konsumenten ja beruhigt in Waldshut einkaufen gehen. Es ist oft günstiger, wir betreiben keinen Heimatschutz, es geht um Wettbewerb und so weiter.
      11 0 Melden

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Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

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