Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Geldwäscherei: Bundesanwaltschaft ermittelt in Angola-Affäre

17.05.18, 15:38

Bild: KEYSTONE

Schweizer Behörden untersuchen mögliche Straftaten gegen den angolanischen Staatsfonds und die angolanische Nationalbank. Die Bundesanwaltschaft (BA) hat im Zuge einer Geldwäschereiermittlung am Mittwoch mehrere Hausdurchsuchungen in der Schweiz durchgeführt.

Die BA eröffnete im April ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Geldwäscherei gegen Unbekannt, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP mitteilte. Sie bestätigte damit eine entsprechende Meldung der Tamedia-Medien und der «HandelsZeitung», die diese am Donnerstag online veröffentlichten.

Das Strafverfahren stehe im Zusammenhang mit möglichen Straftaten gegen das Vermögen der angolanischen Nationalbank (BNA) und des angolanischen Staatsfonds (Fondo Soberano de Angola), schreibt die BA.

Jean-Claude Bastos. Bild: wikimedia commons

Laut den Medienberichten wurden unter anderem die Büros des Schweiz-Angolaners Jean-Claude Bastos durchsucht. Der Geschäftsmann wurde durch die Enthüllungen der sogenannten «Paradise Papers» bekannt und verwaltete bis vor Kurzem den Staatsfonds Angolas.

Mehrere Behörden aktiv

Die Hausdurchsuchung sei mit der Unterstützung der Bundespolizei Fedpol durchgeführt worden, schreibt die BA. Zudem erfuhr die BA durch die Rechtshilfe unter Behörden, dass eine andere Behörde am selben Tag Hausdurchsuchungen durchführte.

Sie habe sich mit dieser Behörde koordiniert, könne jedoch über deren Verfahren keine Auskunft erteilen, heisst es. Laut «Tages-Anzeiger» handelt es sich hier um die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV).

Auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) nimmt den Fall unter die Lupe. Die Finma treffe derzeit im Rahmen ihrer Geldwäschereiaufsicht im Kontext der angolanischen Nationalbank und des angolanischen Staatsfonds Abklärungen bei Beaufsichtigten, schreibt sie auf Anfrage.

Auch die Finma und die BA sind gegenseitig über die Untersuchungen informiert. Die Finma und die Strafverfolgungsbehörden arbeiteten jeweils im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zusammen und tauschen dabei für ihre jeweiligen Aufgaben notwendige Informationen aus.

Persönlich bereichert

Laut im November veröffentlichten Recherchen über die «Paradise Papers» verwaltete Bastos mit der Quantum-Global-Gruppe Angolas milliardenschweren Staatsfonds, tätigte in dem afrikanischen Land heikle Geschäfte und bereicherte sich dabei persönlich. Die Gruppe wies die Vorwürfe zurück. Im Zuge der Enthüllungen trat Alt Bundesrätin Ruth Metzler aus dem Beirat der Quantum-Gruppe in Zug zurück.

Die Basis der «Paradise Papers»-Enthüllungen ist ein Datenleck. Die 13,4 Millionen Dokumente wurden der «Süddeutschen Zeitung» zugespielt und von einem internationalen Journalistennetzwerk ausgewertet. Aus der Schweiz war ein Rechercheteam von Tamedia beteiligt. (sda/awp)

Das könnte dich auch interessieren:

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ist Vollgeld gut für die Natur? Diese Frau ist davon überzeugt

Als Naturwissenschaftlerin hat Katharina Serafimova erkannt, wie wenig nachhaltig das heutige Geldsystem ist. Sie setzt sich für die Vollgeld-Initiative ein, denn sie stelle die entscheidende Frage: Wer trägt die Verantwortung?

Die Welt des Geldes ist männlich dominiert. Das betrifft nicht nur das Bankenwesen, sondern auch seine Kritiker. Als die Vollgeld-Initianten im März vor die Medien traten, sass nur eine Frau auf dem Podium: Katharina Serafimova, Sozialunternehmerin aus Zürich. Sie war nicht nur wegen ihres Geschlechts eine auffällige Erscheinung, sondern auch durch ihren Zugang.

Als Umweltwissenschaftlerin beschränkt sie sich nicht auf die Geldherstellung und Kreditvergabe. Ihr «Kerngeschäft» ist das weite …

Artikel lesen