Schweiz
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«Wo Millionäre ihre Bitcoins verstecken»: US-Reporter im Schweizer Hochsicherheits-Bunker

In Attinghausen lagern Bitcoin-Daten in einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschützt vor Hackern durch viel Gestein und atombombensichere Türen. Ein Reporter des US-Newsportals «Quartz» hat den unterirdischen Hochsicherheitstrakt besucht und ein 360°-Video gemacht.



«Wir werden ununterbrochen attackiert – man kann sich nie entspannen», sagt Carlos Rienzi zu Joon lan Wong. Rienzi ist der Sicherheitschef der Firma Xapo, die Bitcoin-Guthaben verwaltet, Joon Ian Wong ist Journalist beim US-Newsportal «Quartz».

Für eine Reportage ist er kürzlich in die Schweiz gereist, nach Attinghausen im Kanton Uri, wo Xapo Kundendaten lagert. Man könnte auch sagen: ein Vermögen. Denn wer es schafft, das Passwort eines Bitcoin-Vermögenden zu ergattern, hat eine gute Beute gemacht.

Kein Wunder also, muss sich Xapo gegen Dauer-Attacken von Hackern wehren. Und kein Wunder, lagern diese Daten in einem bombensicheren Bunker in den Schweizer Bergen.

Armee-Hauptquartier im Kalten Krieg

Der Bunker ist kein geringerer als das ehemalige geheime Hauptquartier der Schweizer Armee während des Kalten Krieges, K7 genannt. Dessen tonnenschweren Stahltüren sollen sogar einem nuklearen Angriff standhalten können. Gebaut worden ist die Anlage 1947.

Reporter Joon Ian Wong konnte einen Teil der Hochsicherheitsanlage betreten und sogar Videos und Bilder machen. Das Video oben ist ein Gang durch den Bunker in 360 Grad. Das heisst: Beim Zuschauen kann man sich umsehen, als würde man selbst durch die Gänge und Räume spazieren.

320 Meter tief geht es in den Berg, wo die Firma laut Wong drei Gebäude gebaut hat, die durch Tunnels miteinander verbunden sind. Das Herz des Bunkers ist der sogenannte «Kalte Raum». Er ist nicht nur vor elektromagnetischer Strahlung geschützt, sondern auch versiegelt. Niemand betritt ihn je. (smo)

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Video: watson/Lya Saxer

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