Schweiz
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HANDOUT -  Die neue Schweizer 50-Franken Note der Schweizerischen Nationalbank. Nach langer Verzoegerung steht nun fest: Die neuen Schweizer Banknoten kommen ab naechstem Jahr in Umlauf. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird im April 2016 mit der Emission der neuen Noten-Serie beginnen, wie die SNB am Freitag, 14. August 2015 bekannt gab (SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB) .*** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN; BESTE QUALITY AVAILABLE ***

So könnten das neue 50er-Nötli aussehen.
Bild: SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB

Die Schweiz erhält neue 50er-Noten – doch warum kam's zur Verzögerung?

Das Geheimnis um die neuen 50er-Noten wird nächste Woche gelüftet. Seit 2010 sollten die neuen Noten im Umlauf sein. Das lange Warten hat einen guten Grund und nun ein Ende. Die neuen Noten werden schrittweise in Umlauf gebracht. Am 12. April geht's los.

02.04.16, 07:17 02.04.16, 10:43

Andreas Schaffner / Nordwestschweiz



Eigentlich sollten die Banknoten seit Herbst 2010 im Umlauf sein. Das versprach der damalige Nationalbank-Direktor Philipp Hildebrand 2008. Seither wurde der Erscheinungstermin mindestens drei Mal verschoben.

Nächsten Mittwoch ist es aber so weit: Dann wird der neue «Grüne» – die definitive 50er-Note der 9. Serie von Schweizer Banknoten – der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits ab dem 12. April sollen die Scheine in Umlauf sein. Ein Jahr später sind dann die neuen 20er-Noten dran.

So könnten die neuen Banknoten aussehen

Die Einführung der neuen Noten erfolgt nämlich schrittweise. Offenbar werden die alten Noten allerdings bereits nicht mehr produziert. Schon jetzt melden laut «Blick» Bankomat-Nutzer, dass es an aktuellen 50er-Noten mangelt.

Besitzer von alten Noten können jedoch beruhigt sein: Ihre Scheine müssen nicht sofort umgetauscht werden.

Die aktuelle Banknotenserie wird bis auf weiteres im Umlauf bleiben. Wann die Serie ihre Gültigkeit verliert, wird laut der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Die Zweitplatzierte gewinnt

Die Einführung war geprägt von Pannen. Dem Ganzen vorausgegangen war ein Ideenwettbewerb. Zwölf Gestalter wurden 2005 eingeladen, Entwürfe zur Thematik «Weltoffene Schweiz» auszuarbeiten. Gewonnen hat der Zürcher Grafiker Manuel Krebs.

HANDOUT - Entwurf fuer die neuen Schweizer Banknoten von Manuela Pfrunder. 11 Jahre nach dem Projektstart der neuen Banknoten ist es nun soweit: Im April 2016 beginnt die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit der Herausgabe der neuen Noten. Als erstes setzt die SNB die 50-Franken-Scheine in Umlauf, wie die SNB am Freitag, 14. August 2015 bekannt gab. (SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB) ===, === *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Die neuen Schweizer Banknoten?
Bild: SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB

Doch die SNB entschied sich 2007, die Arbeit für eine neue Schweizer Banknotenserie mit der im Wettbewerb zweitplatzierten Grafikerin Manuela Pfrunder weiterzuführen: «Bei der Weiterentwicklung der damals eingereichten Arbeiten […] erwiesen sich ihre Entwürfe als besonders geeignet für eine Realisierung», begründete die SNB ihren damaligen Entscheid.

Die vielen Verzögerungen führten in der Öffentlichkeit zu Stirnrunzeln. Bereits nach ersten Tests im Jahr 2010 wurde die Ausgabe der Noten auf 2012 verschoben.

Später hat die Zürcher Druckerei Orell Füssli, bei der die SNB Hauptaktionärin ist und wo die Banknoten gedruckt werden, Mitte 2011 eine Vorserie mit Fünfzigern produziert. Das Papier, ein neuartiges Sicherheitspapier, entsprach nicht den Anforderungen.

Das Spezialpapier wurde auf Anregung der SNB von der Firma Landqart gemeinsam mit der ETH entwickelt. Die Firma Landqart, die im bündnerischen Landquart (mit «u» geschrieben) beheimatet ist, produziert seit 1979 schon das Papier, das für die Schweizer Banknoten verwendet wird.

HANDOUT - Entwurf fuer die neuen Schweizer Banknoten von Manuela Pfrunder. 11 Jahre nach dem Projektstart der neuen Banknoten ist es nun soweit: Im April 2016 beginnt die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit der Herausgabe der neuen Noten. Als erstes setzt die SNB die 50-Franken-Scheine in Umlauf, wie die SNB am Freitag, 14. August 2015 bekannt gab. (SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB) ===, === *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Und die andere Seite der neuen Noten? So oder so. Nächste Woche wissen wir mehr.
Bild: SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB

Landqart, seit 2006 Teil des kanadischen Fortress-Konzerns, ist laut eigenen Angaben eine der grössten privaten Herstellerinen von Sicherheitspapieren für Pässe und Banknoten der Welt.

Neben der Schweiz lassen rund 50 andere Länder ihre Banknoten auf Landqart-Papier drucken. Landqart produziert auch das Papier für den Schweizer Pass.

Neuartiges Papier versagte

Chadwick Wasilenkoff, der Chef von Fortress, sagt im Gespräch mit der «Nordwestschweiz», es sei nicht selten, dass sich die Einführung von neuen Noten verzögert.

Die Schweiz, so Wasilenkoff, werde dafür über Jahre hinaus die weltweit fälschungssichersten Banknoten haben.

Das Papier, das unter dem Markennamen Durasafe angeboten werde, enthalte nämlich ganz neue und innovative Sicherheitselemente.

Offenbar kann jede Notenbank bei Durasafe aus einer Palette von Sicherheitselementen wählen, die dann eingebaut werden.

Die Schweizer Nationalbank hat hier wohl die maximale Zahl ausgewählt. Diese in das Papier zu integrieren, war wohl kniffliger, als zunächst angenommen.

Und so kam es zu Verzögerungen. Wasilenkoff dazu: «Die Sicherheitselemente müssen das halten, was sie versprechen.»

Tatsächlich werden jedoch schon seit 2012 die neuen marokkanischen Banknoten auf diesem Papier gedruckt.

Neben Marokko werden auch die Noten aus Kasachstan seit vergangenem Jahr auf diesem neuartigen Schweizer Papier gedruckt.

Laut der Fachzeitschrift «Infosecura» sollen die Kasachen nicht so lange mit der Einführung ihrer neuen Noten gewartet haben wie die SNB.

Ob diese mit weniger Sicherheitselementen auskommen, als die Schweizer Franken, will Wasilenkoff nicht sagen. Auch nicht, wieso es nach 2012 zu weiteren Verzögerungen gekommen ist.

Lebensdauer verlängern

Mit dem neuartigen Papier will die SNB zwei Ziele erreichen: Die Lebensdauer und die Fälschungssicherheit erhöhen und gleichzeitig das Gefühl einer traditionellen Banknote beibehalten.

Bisher waren die Schweizer Banknoten auf einer Schicht Papier gedruckt.

Dies im Gegensatz zu den neuen Banknoten aus vielen Ländern, wie Singapur, die aus reinem Kunststoff bestehen. Dies, um die Lebensdauer des «Papiergeldes» zu verlängern.

Die Verlängerung der Lebensdauer wird nun beim neuen Papier aus der Schweiz mittels eines neu entwickelten Kunststoff-Kerns erreicht.

Dieser wird – wie der Schinken in einem Sandwich – von zwei Papierschichten umschlossen.

Banknoten Schweiz Bild: shutterstock

Bald verschwunden, die aktuellen Nötli.

Der Kunststoffkern ist so beschaffen, dass er in die Papierfasern eindringt und – anders als bei einem Sandwich – die beiden Schichten nicht mehr voneinander zu trennen sind.

Die Sicherheit wird unter anderem mit Wasserzeichen und einem Metallfaden erreicht. Aus Sicht der Designer eröffnet die neue Technologie die Möglichkeit, auch transparente Fenster einzubauen. Dies ist bei den «Plastiknoten» von Singapur schon heute der Fall.

Auch die Euro-Noten haben zwar «Fensterchen». Doch diese Noten werden im Gegensatz zu den neuen Schweizer Banknoten auf traditionell hergestelltem Papier gedruckt.

Tausendernoten leben länger

Die durchschnittliche Lebensdauer einer Note hängt vorwiegend von ihrem Wert ab. «Grössere Noten» leben laut Aussagen von Orell Füssli in der Regel länger als kleine.

So hat die 20-Franken-Note heute eine Lebensdauer von einem Jahr, die 50-Franken-Note von rund 1,5 Jahren.

Über 6 Jahre überlebt durchschnittlich eine 1000-Franken-Note. Kein Wunder, denn sie wird kaum noch zu Zahlungszwecken gebraucht (siehe Grafik).

Aargauerzeitung.ch

Derzeit wird in der Fachwelt die Abschaffung von Banknoten diskutiert. Dies mit dem Ziel, nicht nur den Fälschern das Handwerk zu legen, sondern auch der Geldwäscherei einen Riegel vorzuschieben.

Gleichzeitig drängen Handel und Finanzindustrie auf neue bargeldlose Bezahlungsmittel: In der Schweiz buhlen derzeit die zwei konkurrenzierenden Systeme – «Twint» der Post-Tochter Postfinance und «Paymit» des Schweizer Börsenbetreibers SIX — um die Gunst der Kunden. Diese Woche wurde eine Zusammenarbeit angekündigt.

In den USA spielen die beiden Technologieunternehmen Apple und Samsung mit eigenen Zahlungssystemen eine zunehmend wichtige Rolle in diesem Markt. Bald werden die Angebote auch in der Schweiz verfügbar sein.

Bedarf nach Banknoten steigt

Trotz dieser Diskussionen stellt Wasilenkoff fest, dass der Markt für Sicherheitspapiere für Banknoten immer noch stark wächst.

Die Nische, in der europäische Hersteller wie Landqart und die staatlichen Produzenten, allen voran in China, tätig sind, wird also weiterhin lukrativ bleiben: «Das Volumen an Papiergeld nimmt von Jahr zu Jahr zu. Es gibt keine Anzeichen, dass der Markt einbricht.»

Bargeld ist laut Wasilenkoff immer noch vertrauenswürdig, einfach zu transportieren und hinterlässt auch keine Spuren.

Eine Studie der Bankomaten-Industrievereinigung zeigt, dass der Bedarf an Cash dreimal schneller wächst als das globale Wirtschaftswachstum. 

(aargauerzeitung.ch)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • SVRN5774 02.04.2016 20:52
    Highlight Ich frage mich eher wieso man neue Noten braucht.
    6 63 Melden
  • Maya Eldorado 02.04.2016 12:52
    Highlight Und immer wenn's ums Geld geht, wird bei der Gelegenheit immer über die bargeldlose Zukunft gesprochen.
    Es ist einfacher nicht mehr Geld zu brauchen als man hat mit Bargeld als mit Kreditkarten.
    44 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 02.04.2016 14:37
      Highlight Gegen die Bargeldlose Zukunft müssen wir uns wehren. Mit aller Macht. Niemand darf gezwungen werden, Gläubiger einer Bank zu werden (und mit seinem Vermögen für die Bank zu haften). Bargeldabschaffung ist der feuchte Traum aller Finanzminister - damit wären wir alle den Finanzmärkten und der Verfügungsgewalt der Regierungen über unsere Vermögen komplett ausgeliefert.

      Der Aspekt, den Sie ansprechen, liesse sich mit Debitkarten ja lösen. Aber das ist nicht der Punkt.
      70 10 Melden
    • Maya Eldorado 02.04.2016 19:00
      Highlight Es gibt ja schon regionale kleine Alternativwährungen. Sollte eine bargeldlose Zeit über uns hereinbrechen, werden diese ein grosse Blüte erleben.
      23 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 02.04.2016 12:31
    Highlight "Derzeit wird in der Fachwelt die Abschaffung von Banknoten diskutiert. Dies mit dem Ziel, nicht nur den Fälschern das Handwerk zu legen, sondern auch der Geldwäscherei einen Riegel vorzuschieben."

    Vor allem aber, um den Regierungen die Möglichkeit zu geben jederzeit beliebige Negativzinsen einzuführen und die Bürger enteignen zu können.
    75 8 Melden
  • wunderlichkind 02.04.2016 11:46
    Highlight na gott sei dank hat man sich dann doch für die zweitplatzierte entschieden... das design der gewinner ist ja mal wirklich katastrophal!
    65 10 Melden
    • scheppersepp 02.04.2016 23:53
      Highlight Na ja. Diese,welche kommen werden, sind ja auch nicht schön.
      17 8 Melden
  • WyclefJean 02.04.2016 11:32
    Highlight Übrigens, sie haben Manuela Pfrunders Entwürfe gewählt weil Manuel Krebs nicht wollte und sich zurückzog.
    15 4 Melden
  • 2sel 02.04.2016 11:30
    Highlight Bin gespannt, ob sie diesen Sommer in Thailand in den Wechselbüros die neue Schweizer 50er Note schon kennen... 😀
    24 4 Melden
    • TobiWanKenobi 02.04.2016 11:37
      Highlight 2sel, wir haben doch gesagt, du lässt das mit den Thais und versuchst es in der Schweiz mit Tinder...
      83 5 Melden
    • 2sel 02.04.2016 12:10
      Highlight 😂😀😅
      Ich gehe mit Frau....
      52 2 Melden
  • TobiWanKenobi 02.04.2016 10:46
    Highlight Die Designs von Krebs&Bruni wären ja zu geil gewesen..
    23 11 Melden
  • Sveitsi 02.04.2016 10:06
    Highlight Ich bin gespannt darauf, wie sie nun definitiv aussehen. ... und am überlegen, welche von den alten Noten ich behalten werde. 😊
    18 0 Melden
  • leu84 02.04.2016 09:59
    Highlight Das Design erinnert mich an die REKA-Schecks
    46 0 Melden
  • DerSeher 02.04.2016 09:50
    Highlight Mhmmm Sandwich.... :)
    26 0 Melden
  • Ignorans 02.04.2016 09:46
    Highlight Mmh, Schinkensandwich...
    52 2 Melden
  • MisterM 02.04.2016 09:14
    Highlight Ich hab gedacht, die oben gezeigten Noten seien nur Entwürfe? Eure Bildunterschriften widersprechen sich ja: "So sieht das neue Nötli aus" und "So könnten die neuen Noten aussehen".

    Wird nicht erst nächste Woche bekannt, wie die neue Grüne definitiv aussehen wird?
    21 0 Melden
    • Simone Kubli 02.04.2016 10:45
      Highlight Du hast natürlich recht, unser Fehler! Danke. Die Bildunterschrift wurde angepasst :)
      15 1 Melden
  • penetranz 02.04.2016 08:49
    Highlight also ich find die neuen schön.
    Und alle anderen werden sich dran gewöhnen.
    54 8 Melden
  • Scaros_2 02.04.2016 08:47
    Highlight Jedes mal wenn ich in DE bin fragt mich mein kolleg warum wir so komisches spielgeld haben,.....jetzt habe wir das definitiv
    24 87 Melden
    • panaap 02.04.2016 09:16
      Highlight Du kannst mir dein Spielgeld gerne geben wenn es dir nicht gefällt. Ich spiele gerne damit 😜
      108 1 Melden
    • Evan 02.04.2016 11:03
      Highlight Ach herrje du Armer. So viel Leid und Schmerz musst du im pösen Deutschland erfahren.
      34 3 Melden
    • supremewash 02.04.2016 11:28
      Highlight Finde die Entwürfe hässlich da altbacken (Krebs' Ideen wären viel besser da kreativer und mutiger gewesen) doch die Euronoten sind diesbezüglich noch viel schlimmer.
      Langweiligstes Design aller Zeiten.
      20 6 Melden
  • elivi 02.04.2016 08:19
    Highlight bankomatenindustrievereinigung? *snort*
    26 1 Melden

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