Schweiz

Coop versucht mit neuen Konzepten wie «Coop to go» die Kunden bei Laune zu halten.
Bild: KEYSTONE

Coop macht der Einkaufstourismus zu schaffen – zwar mehr Kunden, aber weniger Umsatz

28.12.15, 09:53 28.12.15, 10:40

Mehr Kunden und höhere Marktanteile bei Frischprodukten: Coop-Chef Joos Sutter zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf in diesem Jahr.

Dennoch wird Coop weniger Umsatz erzielen als im Vorjahr. Die Coop-Filialen verzeichneten gemäss Angaben von Coop-Chef Joos Sutter 2015 trotz Einkaufstourismus 2 Prozent mehr Kunden.

Zudem habe die Nummer zwei im Schweizer Detailhandel bei den Frischprodukten, namentlich in den Bereichen Milchprodukte, Brot, Fleisch und Fisch sowie Gemüse und Früchte gegenüber der Konkurrenz Marktanteile hinzugewonnen, sagte Sutter in einem Interview mit der Coop-Zeitung vom Montag.

Coop-Chef Joos Sutter.
Bild: KEYSTONE

Nichtsdestotrotz werde Coop die Vorjahresumsätze nicht erreichen. Der Gesamtmarkt im Detailhandel schrumpfe und der Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, habe ein schwieriges Umfeld geschaffen, sagte Sutter.

Mit Einkaufsallianz gegen Frankenstärke

Den hiesigen Detailhändlern machen allgemein die Preisnachlässe und der Einkaufstourismus im Zuge der Frankenaufwertung zu schaffen. Sutter erhofft sich nun von der Mitgliedschaft in der Einkaufsallianz Alidis eine bessere Verhandlungsposition gegenüber dem Grosshandel. Alidis sei die älteste Einkaufsallianz Europas und mit 140 Milliarden Euro Gesamtumsatz die wichtigste internationale Beschaffungsallianz auf dem Kontinent. Als Mitglied könne Coop mit den grossen internationalen Lieferanten auf Augenhöhe verhandeln, sagte Sutter.

Coop war der Allianz im August beigetreten. Zu den neuen Partnern von Coop gehören die deutsche Edeka-Gruppe, die Grupo Eroski aus Spanien und der französische Konzern Groupement des Mousquetaires. Die Alidis-Mitglieder betreiben zusammen rund 23'000 Verkaufsstellen. (feb/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • amazonas queen 28.12.2015 15:20
    Highlight Herr Suter sollte mal in DE in einen Edeka gehen und sich fragen, wo das Problem ist. Dort gibt es viel mehr Auswahl, nicht nur einen Hersteller pro Sortiment und fairere Preise, die mit weniger Marge kalkuliert sind. Einem einfach das gleiche, mit halb so grosser Auswahl für mehr Geld hinstellen, geht hält nicht.
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  • Humbolt 28.12.2015 11:32
    Highlight Wer es sich leisten kann sollte unbedingt in der Schweiz (und aus der Schweiz!) Lebensmittel (zumindest Gemüse und Früchte) einkaufen. Vor allem natürlich Bio. Das Biolabel von Coop ist das strengste. Das haben Studien nachgewiesen. Das EU-Bio ist reine Augenwischerei.
    Dieses Handeln wäre etwas vom einfachsten und besten was man für seine Gesundheit tun kann.
    Aber wie bei vielen Themen zählt der Stutz, denn man im Moment spart mehr, als die langfristigen Konsequenzen.
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  • karl_e 28.12.2015 11:06
    Highlight Wenn ich mir die Verteilung der Coop-Filialen in Winterthur ansehe, so wundert mich gar nichts: grosse Quartiere ohne einen einzigen Coop, andererseits im Stadtzentrum gleich drei grosse Läden im Umkreis von 500 m. Und als Sahnehäubchen noch das Lokwerk, mit sehr spärlicher Kundschaft. Wenn's in anderen Städten ähnlich ausschaut...
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  • Jaing 28.12.2015 11:04
    Highlight Die grössten Einkaufstouristen sind ohnehin die Detailhändler.
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  • Rendel 28.12.2015 10:53
    Highlight Wir kaufen auch immer weniger bei Coop, aber das nur weil die Qualität und Frische der Produkte oft zu wünschen übrig lässt.
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    • DasSchaffenWir 28.12.2015 11:38
      Highlight Genau! Ich sehe keinen Grund für EU Bio-Salat aus Holland in Plastik verpackt mehr als das Doppelte zu bezahlen wie bei Aldi DE. Da gehe ich lieber zum Bauer oder auf den Markt.
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    • Rendel 28.12.2015 12:34
      Highlight Bei Aldi kaufe ich schon gar nicht ein.
      4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 10:38
    Highlight Weshalb sollte eine Genossenschaft wie Coop jedes Jahr wachsen?
    13 3 Melden
  • DaniSchmid 28.12.2015 10:21
    Highlight Tipp an Coop (insbesondere "Coop to Go"): Die Betty Bossy Sandwiches und Salate sind eine Zumutung. Da ihr sowieso alle Konzepte aus UK kopiert, versucht's mal mit Prêt-à-Manger: Wenn eure Sandwiches, Getränke und Salate so schmecken (und zu diesem Preis angeboten werden) gehts bestimmt auch mit dem Umsatz wieder aufwärts...
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