Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Energie-Riese Alpiq hält doch an der Wasserkraft fest



ARCHIV - ZUR MELDUNG, DASS DER ENERGIEKONZERN ALPIQ WIEDER IN DER GEWINNZOHNE IST, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Das Logo des Stromkonzerns Alpiq, aufgenommen am Freitag, 7. November 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Macht doch weiter mit Wasser: Alpiq. Bild: KEYSTONE

Die Nachricht, dass Alpiq doch an der Wasserkraft festhält, kommt bei Anlegern nicht gut an. Viele von ihnen haben am Montagmorgen ihre Aktien verkauft.

Zudem hat der Konzern den Verlust ausgeweitet. Wie anzunehmen, zeigen die Zahlen keine Stabilisierung der Ertragskraft, erklärten die ZKB-Analysten. Sie seien sogar noch schlechter als erwartet.

Der Aktienkurs stand nach 09.30 Uhr um 3.78 Prozent tiefer als zu Handelsschluss am Freitag. Eine Alpiq-Aktie kostet noch knapp 80 Franken. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI, stand zeitgleich um knapp 0.4 Prozent im Minus.

Der Energiekonzern Alpiq hatte am Morgen angekündigt, seine Pläne zum teilweisen Verkauf seiner Wasserkraftanlagen aufzugeben. Investoren seien nicht bereit gewesen, die regulatorischen Risiken mitzutragen. Noch Anfang März hatte der Konzern entsprechende Pläne mitgeteilt.

Alpiq konnte aber nicht den gewünschten Preis, die vertraglichen Konditionen und Transaktionssicherheit erhalten. Hinzu kommt laut Mitteilung die jüngste politische Diskussion über die Unterstützung der Wasserkraft. Deshalb hat der Verwaltungsrat nun entschieden, den Prozess der Öffnung des Wasserkraftportfolios für Investoren zu sistieren.

Der Reinverlust von Alpiq beträgt 109 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es noch 2 Millionen Franken. Werden Aufwendungen im Zusammenhang mit Schiedsgerichtverfahren, Rückstellungen, Verkäufen von Firmenteilen sowie weitere Sondereinflüsse herausgerechnet, beträgt der Verlust 5 Millionen Franken, nach einem Gewinn von 41 Millionen Franken im Vorjahr.

Alpiq bekommt unter anderem die Euro-Mindestkursaufhebung vom Januar 2015 zu spüren: Die Währungsabsicherungsgeschäfte, die vor dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) abgeschlossen wurden, laufen nun aus. Zudem drückt der ausserplanmässige Stillstand des Kernkraftwerks Leibstadt auf das Ergebnis. (sda)

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 29.08.2017 21:25
    Highlight Highlight Nur geduld bei wasserkraftwerken und insbesondere stauseen. Wenn die energiewende weiter voranschreitet wird das speichern von energie sehr viel wert sein weil wind und sonne stochastisch auftreten und im tagesverlauf sowie saisonal gespeichert werden müssen. Das wird zur goldgrube. Zudem wird der strompreis steigen. Ist aber nur meine bescheidene meinung als ingenieur und nicht wirtschafter oder VR.
    2 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 28.08.2017 10:39
    Highlight Highlight Alpiq und die anderen grossen Überlandwerke sind eh zum grössten Teil in den Händen der öffentlichen Hand. Warum verstattlicht man den Besitz der Werke nicht einfach wieder. Langfristig sind diese Energieressourcen eh unabdingbar.
    11 0 Melden

Kampf um die SBI: Prominente Unternehmer brechen aus Nein-Front aus

Die Selbstbestimmungs-Initiative wird von den Wirtschaftsverbänden abgelehnt. Doch auch ausserhalb der SVP gibt es Befürworter.

Die Wirtschaft trete «geschlossen» gegen die Selbstbestimmungs-Initiative an, betont der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Die SVP-Initiative, über die das Volk am 25. November abstimmt, verlangt den Vorrang des Landesrechts vor dem internationalen Recht. Eine «gefährliche Initiative» sei das, sagt Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer: «Sie würde unserer Exportnation, aber auch unserem Rechtsstaat schweren Schaden zufügen.»

Doch nicht alle Unternehmer und Top-Manager teilen diese Warnungen. …

Artikel lesen
Link to Article