Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Grafik: Jodtabletten

Ausgeweiteter Radius zur Verteilung von Jodtabletten.

Atomkraftwerke müssen 20 Millionen Franken für Jodtabletten selber bezahlen



Die Schweizer Kernkraftwerkbetreiber müssen auch für die Kosten der Jodtabletten-Verteilung im Umkreis zwischen 20 und 50 Kilometer um ein Kernkraftwerk aufkommen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Es hat eine Beschwerde der Betreiber abgewiesen.

Als Folge der Katastrophe in Fukushima im Frühling 2011 wurden 2014 an alle Personen, die sich regelmässig im Umkreis von 50 Kilometern um ein Kernkraftwerk aufhalten, Jodtabletten verteilt.

Vorher erfolgte die Direktverteilung an die Haushalte, Schulen, Betriebe sowie weitere öffentliche und private Einrichtungen innerhalb eines Radius' von 20 Kilometer.

Atomkraftwerke wollten nur bis 20 Kilometer zahlen

Die Axpo Power AG, die BKW Energie AG, die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG und die Kernkraftwerk Leibstadt AG haben die Berappung der Aufwendungen für den bisherigen Perimeter nicht angefochten.

Gegen die Auflage der Kosten für den erweiterten Radius haben sie im Oktober 2015 jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt.

Zusatzkosten von 13.8 Millionen Franken

Wie aus dem am Mittwoch publizierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor geht, betragen die Ausgaben für den Umkreis bis 50 Kilometer insgesamt 20 Millionen Franken. Für den Umkreis von 20 bis 50 Kilometer belaufen sie sich auf 13.8 Millionen Franken.

Die Kernkraftwerkbetreiber kritisierten in ihrer Beschwerde, dass keine genügende gesetzliche Grundlage für die Auferlegung der finanziellen Lasten in der Zone ausserhalb von 20 Kilometern um ein Werk bestehe.

Jodtabletten sind ein geeignetes Mittel

Das Bundesverwaltungsgericht kommt jedoch zu einem anderen Schluss. Die entsprechenden Normen erlaubten sowohl die Ausweitung des Perimeters, als auch die Kostenauflage.

Auch verstosse das Vorgehen des Bundes nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip. Die Einnahme von Jodtabletten sei ein geeignetes Mittel, um das Risiko von Schilddrüsenkrebs bei einer Atomkatastrophe zu senken. Diese Prophylaxe stimme mit den Empfehlungen der Internationalen Atomenergieorganisation überein.

Zudem habe eine Neuüberprüfung ergeben, dass die Ausweitung des Radius im Sinne des Vorsorgeprinzips sei. Besonders in dicht besiedelten Kantonen sei es in einem Ernstfall kaum möglich, innerhalb von zwölf Stunden Jodtabletten an die gesamte Bevölkerung zu verteilen. (whr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Beto gegen Donald: Showdown an der «Grenzmauer» in Texas

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel

Mirco Müller – ein vergessener Titan auf dem Weg zum Millionär

Link zum Artikel

Hacker verkauft 617 Millionen Nutzerdaten im Darknet – diese 16 Seiten sind betroffen

Link zum Artikel

Ohne Solarium und Haarpracht – wie Donald Trump wirklich aussieht 😱

Link zum Artikel

Zersiedelungs-Initiative abgeschmettert: So lief der Abstimmungssonntag

Link zum Artikel

«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Link zum Artikel

Kantonale Vorlagen: Basel versenkt Spitalfusion, Berner Energiegesetz scheitert hauchdünn

Link zum Artikel

Frauen schreiben ihren Freunden: «Ich will ein Baby» – die Antworten sind 😱😱😱

Link zum Artikel

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Link zum Artikel

Hey Emma, Suff-SMS-Sandro hat auch ein paar Sex-Fragen an euch Frauen!

Link zum Artikel

Stimmen diese 9 Koch-Mythen wirklich?

Link zum Artikel

Dieser NBA-Star erfuhr gerade mitten im Spiel, dass er getradet wurde

Link zum Artikel

Wenn du in der (Fake-)Sexfalle sitzt – so kommst du wieder raus

Link zum Artikel

So klicken, blocken und spulen wir die Werbung weg – die Fakten in 15 Punkten

Link zum Artikel

Auf einer Party aufs Klo, das gar keins war...Diese Jodel-Geschichte hat kein Happy-End 😱

Link zum Artikel

Leute, PICDUMP! 🙏

Link zum Artikel

Google reserviert jetzt für dich in Schweizer Restaurants (aber nicht per Telefon)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 01.09.2016 09:04
    Highlight Highlight Der Radius ist eh ein Witz. Eine radioaktive Wolke verteilt sich nicht schön symmetrisch, sondern sie geht primär in Windrichtung und dann je nach Wetter um einiges weiter als nur 50 km.
  • supermario1 31.08.2016 13:17
    Highlight Highlight Das ist auch das Mindeste. Im Falle eines Unglücks wird dann soweiso der Staat bzw. Die Bevölkerung zu Hilfe gebeten. Insofern ist auch das Preisniveau von Atomstrom nicht der Realität entsprechend, nicht nur im Falle einer Katastophe, sondern auch die Entsorgung.
    • Fabio74 02.09.2016 19:31
      Highlight Highlight @Stipps: leider hat in diesem Land keiner mehr Mut und Visionen für mehr erneuerbare Energie.
      Jeder Vorstoss wird bekämpft, weil es Geld kostet,
  • Cerberus 31.08.2016 12:52
    Highlight Highlight Wohl das kleinere Übel. Das Volk darf dann die Milliarden für den Rückbau der AKW's bezahlen.
    • Fumo 31.08.2016 15:19
      Highlight Highlight Nein ist keine Falschinformation.
      Das Volk zahlt den Rückbau sowieso, ob als Kunde oder als Steuerzahler. Cerberus erwähnt ja nicht aus welcher "Kasse" es das Volk zahlen wird.
      Genau genommen zahlt das Volk ja auch schon die Tabletten.
    • Cerberus 31.08.2016 17:43
      Highlight Highlight @Fumo: Merci für den Nachhilfeunterricht für S.....schüler :-)
    • pamayer 01.09.2016 00:21
      Highlight Highlight Genau. Von wegen selber zahlen: in strompreis integrieren.

      Hörte allerdings auch von akw betreibern, die jodtabletten mit gekurzten boni finanzierten.
      S'isch ja nur es träumli gsiiiiii...

Schweizer Arbeitnehmer sind die Topverdiener Europas

Die Schweizer Arbeitnehmenden sind die Topverdiener in Europa. Zu diesem Schluss kommt eine vom Beratungsunternehmen Willis Towers Watson veröffentlichten Studie.

Da belegt die Schweiz sowohl bei den Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss als auch bei Spitzenverdienern den ersten Platz im Lohnranking.

Wie die am Montag veröffentlichte Studie zeigt, verdient ein Mitarbeitender aus dem mittleren Management in der Schweiz gemessen am Bruttogrundlohn ein durchschnittliches Jahressalär von 163'443 …

Artikel lesen
Link zum Artikel