Schweiz
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ARCHIV --- ZUR UNTERNEHMENSSTEUERREFORM III STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Bundesrat Ueli Maurer befasst sich mit der Unternehmenssteuerreform III (USRIII) am Montag, 6. Juni 2016, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Verteidigt das Unternehmenssteuerreformgesetz III: Finanzminister Ueli Maurer. Bild: KEYSTONE

Der Streit um die Unternehmenssteuerreform III zeigt: Die Schweiz ist schizophren

Mit tiefen Steuern locken wir ausländische Unternehmen ins Land – und beklagen uns, wenn der Ausländeranteil steigt.

philipp löpfe, werner vontobel



Nach dem Ja zu Masseneinwanderungsinitiative erklärte Gerhard Schwarz, damals noch Direktor des wirtschaftsnahen Thinktanks avenir suisse, entnervt: Es gäbe ein ganz einfaches Mittel, die Zuwanderung zu stoppen. Die Schweiz müsste ganz einfach nicht mehr so wettbewerbsfähig sein.  

Schwarz hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Etwas salopp (und ja, wir wissen, auch leicht sexistisch) ausgedrückt, kann man sagen: Die Schweiz benimmt sich wie eine Frau, die sich herausputzt und sich dann wundert, dass ihr die Männer nachschauen.

Steuerwettbewerb als Fetisch

Jedes Mal sind wir stolz, wenn das WEF oder sonst eine Organisation uns zum wettbewerbsfähigsten Land der Welt erklärt. Wir schätzen es, wenn die OECD uns ein glänzendes Zeugnis ausstellt und nur Kleinigkeiten bemängelt, und wir sind geschmeichelt, wenn unsere tiefen Steuern und unsere hohe Lebensqualität gelobt werden.  

Plakate vom ueberparteilichen Komitee haengen anlaesslich des Kampagnenstarts

Die Linken bekämpfen die Reform. Bild: KEYSTONE

Der Steuerwettbewerb ist uns fast so heilig wie die Neutralität. Wie der Kanton Zug in der Schweiz locken wir weltweit mit tiefen Steuern ausländische Unternehmen an, und weil viele kommen, können wir ihnen auch eine moderne Infrastruktur und ausgezeichnete Spitäler, Schulen und Universitäten anbieten.  

Ideales Wirtschaftswachstum

Das «Modell globaler Kanton Zug» funktioniert, zumindest vordergründig. In den letzten 15 Jahren hatten wir wirtschaftlich gesehen fast ideale Zustände: Jahr für Jahr ist unser Bruttoinlandprodukt (BIP) zwischen 1,5 und 2 Prozent gewachsen. Die Wirtschaft hat sich so weder überhitzt, noch ist sie eingebrochen. Auch den Frankenschock hat sie erstaunlich gut verdaut.  

Auf den zweiten Blick zeigen sich die Schattenseiten: In den letzten zehn Jahren sind jährlich durchschnittlich 170'000 Menschen ein- und 100'000 Menschen wieder ausgewandert. Die Nettozuwanderung entspricht somit etwa der Bevölkerung einer Stadt wie Luzern. Zudem reisst die Dynamik des Wohnungsmarktes auch die Einheimischen mit. Sie zwingt sie zum Umzug, zu längeren Arbeitswegen, und so weiter. 

Zwei Plakate mit

Wirtschaft und Bürgerliche sind dafür. Bild: KEYSTONE

Für die Volkswirtschaft wirkt dies stimulierend. Jeder Nettozuwanderer beansprucht im Schnitt 45 Quardratmeter Wohn- und 15 Quadratmeter Arbeits-und Konsumfläche. Laut dem Immo-Monitoring-Büro Wüst & Partner kostet der Quadratmeter Wohnfläche rund 7000 Franken, wovon etwa 4000 Franken BIP-relevant sind. Das allein kostet jährlich rund 18 Milliarden Franken.

Die Wohlstandseffekte sind überschaubar

In der BIP-Statistik schlägt sich dies mit 2,8 Prozent nieder. Dazu kommen die Kosten für Inneneinrichtungen, Umzug, Wohnungssuche und der Ausbau der Infrastruktur. Über den Daumen gepeilt kann man sagen: Die Schweiz verbraucht derzeit rund vier Prozent ihres BIPs, um die Zuwanderung zu bewältigen. Das macht uns beschäftigt, aber macht es uns auch reich?  

Wohl eher nicht. Pro Kopf gerechnet ist unser BIP in den letzten neun Jahren gerade Mal um 3,5 Prozent gewachsen – insgesamt wohlverstanden, nicht jährlich. Zieht man davon die hohen Umtriebe der Zuwanderung ab, bleibt wenig bis nichts. Zudem werden die Gewinne dieses Wachstums sehr ungleichmässig verteilt.  

JAHRESRUECKBLICK 2016 - JUNI - Gigantische Schlange von Wohnungssuchenden bei der Besichtigung einer Musterwohnung der Wohnungssiedlung Kronenwiese im Zuercher Quartier Unterstrass  am Freitag, 3. Juni 2016. Auf der Kronenwiese erstellt die Stadt bis Ende 2016 ihre bisher juengste Wohnsiedlung. Im Bau sind insgesamt 99 2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen sowie sechs Geschaeftsraeume. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Hunderte bewerben sich für eine günstige Wohnung in der Überbauung Schindlergut in Zürich. Bild: KEYSTONE

In jedem Quadratmeter Wohnfläche stecken rund 3000 Franken Bodenrente. Allein dafür haben die Zuwanderer via ihre Mieten ein Eintrittsgeld von rund 14 Milliarden Franken an die Bodenbesitzer bezahlt.  

Tiefe Zinsen und ein ausgetrockneter Wohnungsmarkt haben zudem die Immobilienpreise explodieren lassen. So hat Wüest & Partner ausgerechnet, dass allein im Jahr 2015 die Wertsteigerung bei Mietwohnungen 40 Milliarden Franken betrugen. Rechnet man die Wertsteigerung bei Wohneigentum dazu, kommt man auf insgesamt 110 Milliarden Franken.  

Die Zeche für diese Wertsteigerung bezahlen Mieter und junge Haushalte, die Wohneigentum zu übersetzten Preisen erwerben müssen. Zudem hat sich das Schweizer Finanzsystem mit dem Immobilienboom eine Zeitbombe gebastelt. Sie wird explodieren, sollte die Nettozuwanderung nachlassen oder die Zinsen steigen.

Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative zeigt, dass der politische Spielraum eng geworden ist. Wir können nicht gleichzeitig die Zuwanderung beschränken und die bilateralen Verträge mit der EU behalten. Wir können uns nur mit faulen Kompromissen darüber hinwegtäuschen.  

Rund drei Milliarden Franken werden fehlen

Bei der Unternehmenssteuerreform III geraten wir in ein ähnliches Dilemma: Möglicherweise können wir so das «Modell globaler Kanton Zug» retten und die ausländischen Unternehmen im Land behalten. Wir werden dann weiterhin die Ranglisten von WEF & Co. anführen und von der OECD gute Zeugnisse erhalten.

Wollen wir hingegen weniger Zuwanderer, ist die Unternehmenssteuer III keine gute Idee. Immerhin wird sie uns geschätzte Steuerausfälle von rund drei Milliarden Franken bringen und ohne neue Zuwanderer wird der Schweizer Mittelstand dafür gerade stehen müssen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gavi 17.01.2017 15:58
    Highlight Highlight Ich habe gefühlte 1000 Artikel, Kommentare und Meinungen über dieses Thema gelesen. Ich weiss immer noch nicht, wie ich stimmen soll.
    Einerseits bin ich dafür, andererseits befürchte ich, dass uns die Politiker von links bis rechts wie immer anlügen oder nur die halbe Wahrheit sagen. Wie kann ich als Laie wissen, ob ein JA oder ein NEIN richtig ist. Sicher ist, dass bei einer Annahme die Steuern in meiner Gemeinde steigen. Ist schon angekündigt worden. Ausserdem: 200'000 Arbeitsplätze. Von Grenzgängern, Ausländern, Expats, Schweizer......??
  • sowhatopinion 10.01.2017 23:35
    Highlight Highlight Sehr gut recherchiert, auch betreffend Immobilienblase, welche m.E. weit fortgeschrittener ist, als man sich gerne vorstellen möchte. Dagegen dämpft die durch unsere hervorragende Stadortqualität angeheizte Zuwanderung unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie darüber hinaus zumindest kurfristig die grossen demographischen Herausforde- rungen. Gut so ? Mitnichten, denn es muss uns gelingen in allen Bereichen nur noch auf qualitativem Topniveau zu wachsen (Energie, Technologie etc) und hierfür braucht es Top-Rahmenbe-dingungen, d.h. nicht imner mehr Regulierung, auch fiskalisch, daher ja zur USR III.
    • FrancoL 13.01.2017 02:54
      Highlight Highlight Regulierungen betreffen selten bis gar nie das qualitative Topniveau wie Energie und hoch qualitative Technologie. Regulierung dient dazu die Zuwanderung zu dämpfen, darum ist Ihr Wunsch nach weniger Regulierung für eine Durchsetzung von qualitativ hohen Technologien eher hinderlich.
  • stadtzuercher 10.01.2017 22:02
    Highlight Highlight Im Prinzip bin ich gegen diese Reform. Allerdings profitiere ich durchaus davon, als Mann, Arbeitgeber, Gutverdiener. Die linke Agenda hat mich in letzter Zeit nicht wirklich überzeugt, vielleicht langsam Zeit, dass ich die Seite wechsle. Lieber ein schlanker Staat als linksfeministische Gängelung.
    • FrancoL 13.01.2017 02:57
      Highlight Highlight Siehst Du die Linke als eine linksfeministische Angelegenheit? Schade da geht Dir Vieles verloren, zB gerade eine Agenda die für einen verantwortungsvollen Arbeitgeber dringend nötig wäre.
  • sir_kusi 10.01.2017 21:29
    Highlight Highlight 1. Die (Massen-)Einwanderung besteht aus ~33% Familiennachzug, ~25% Studis/Asyl/anderes und ~40% Arbeitsmarkt (gem. SEM)
    2. Man könnte also auch an anderen Orten als der PFZ rütteln bzgl Umsetzung MEI
    3. Die USRIII hat den Ursprung in der Forderung der EU, die Bevorteilung von Sitz-/Statusgesellschaften abzuschaffen
    4. Die haben oft Sitze in versch. Ländern, können mit ihren Steuern also einfach abhauen
    5. Ebenso sind diese internat. Unternehmen kaum jene, die viele (ITA, POR, ...) aus den ~45% Zuwanderung anstellen.
    Diese angebliche Schizophrenie ist also nichts als populistisch konstruiert.
  • rudolf_k 10.01.2017 20:18
    Highlight Highlight Danke P. Löpfe. Wie schon beim besten Artikel überhaupt vor der MEI-Abstimmung ( goo.gl/HFFnIX ) braucht es offenbar Watson, um elementare Zusammehänge die jedem mit einem Funken Common Sense klar werden überhaupt zu erwähnen - da alle anderen Medien und Politiker bis weit in die SP längst den Neoliberalismus so verinnertlicht haben dass er als alternativlos angesehen wird. Dabei sollte klar sein, dass dieses Schneeballsystem irgendwann einstürzt. Ich habe meine Konsequenzen längst gezogen und stimme immer so ab, dass der unvermeidliche Bruch mit der EU eher früher als später kommt.
    • rudolf_k 20.01.2017 14:41
      Highlight Highlight Die PFZ ist eine neoliberales Konstrukt, in dem die Arbeitnehmer dem Kapital hinterher rennen müssen. J. Badran http://www.woz.ch/-2537
      Leute wie Eva Herzog in Basel oder der Zuger SPler, die diese Vorlage unterstützen, betreiben eine widerliche Politik des Schmarotzertums, indem man mit Dumping-Steuern persönlich oder regional profitiert, allen anderen jedoch das Steuersubstrat abgräbt. Diese Politik ist nichts anderes als ein 'Race to the bottom', wo am Schluss grosse Firmen gar keine Steuern mehr bezahlen. Damit muss Schluss sein, beginnend mit einem Nein zur USR 3.
  • Str ant (Darkling) 10.01.2017 15:45
    Highlight Highlight Personen aus dem Ausland müssen nur dann Rekrutiert werden wenn ein effektiver kein fiktiver Notstand herrscht es gibt einige Stellen die mit einen Inländervorrang abgedeckt werden können.

    Es wird auch zu oft ausgeblendet das man Personen weiterbilden kann um eine Position zu füllen, Personen die bereits in der Schweiz sesshaft sind

    (Inländervorrang ist nicht gleich Schweizervorrang )
  • Schneider Alex 10.01.2017 06:32
    Highlight Highlight Begrenzung der Zuwanderung ist nicht fremdenfeindlich!

    Die Begrenzung der Zuwanderung ist ein weltweit angewandtes wirtschaftspolitisches Instrument. Das machen auch grosse Staaten wie USA, Kanada und Australien ohne Fremdenfeindlichkeitsgeschrei. Wie viel mehr ist die kleine Schweiz dem Zuwanderungsdruck ausgesetzt als diese grossflächigen Staaten!
    • dracului 10.01.2017 08:00
      Highlight Highlight Ich kenne zufälligerweise das "Bewerbungsverfahren" von Australien. Pro Stadt/Region wird der Bedarf und Sättigung von allen Berufsprofilen hochgerechnet. Einerseits hat man deshalb nur mit ausgewiesenen Qualifikationen eine Chance auf eine Arbeitsbewilligung und andererseits gibt es auch eine gute Sicht, welche Fachspezialisten in welcher Region benötigt werden. Das Risiko für Arbeitslosigkeit oder eine mögliche künftige Belastung des Sozialstaats ist deshalb gering. In der Schweiz ist leider auch hier alles recht intransparent und liegt vor allem in der Willkür der einzelnen Unternehmen.
  • Töfflifahrer 09.01.2017 22:51
    Highlight Highlight Für mich geht die Rechnung einfach nicht auf. Es wird von Mindereinnahmen von 3 Mia. Fr. gerechnet, evtl. Sogar mehr. Die Kantone sollen durch den Bund entschädigt werden und die Ausfälle kompensieren. Also für die Kantone theoretisch ein Nullsummenspiel. Aber woher bitte nimmt der Bund denn das Geld für diese Kompensationen? Entweder werden Bundesleistugnen in diesem Rahmen gespart oder Gebühren, Abgaben, Bundessteuern erhöht oder eine Kombination davon. Also sind wiedermal wir die Dummen oder nicht?
    • Spooky 09.01.2017 23:34
      Highlight Highlight Die Dummen sind der Mittelstand.
    • Asmodeus 10.01.2017 08:48
      Highlight Highlight Keine Sorge Töfflifahrer.

      Man kann sicher wieder über Sozialschmarotzer, IV-Betrüger oder diese doofen Arbeitslosen motzen und dort bei den Leistungen einsparen.

      IV-Bezüger und Sozialhilfeempfänger haben halt keine starke Lobby die sie davor bewahrt von SVP und Co. noch weiter fertig gemacht zu werden.

      In der Bildung wird auch weiter gespart, denn irgendwie müssen die Wähler der Zukunft gezüchtet werden.

      Und dann reicht die Kohle auch locker um sie den Reichen und Mächtigen in den Arsch zu schieben.
    • Hockrates 13.01.2017 13:29
      Highlight Highlight Wird bei der Bildung gespart? So allgemein dürfte das nicht stimmen oder hast du Zahlen dazu?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kramer 09.01.2017 22:03
    Highlight Highlight Die USRIII führt nicht zu mehr Wohlstand, nur zu mehr Wachstum (mehr Zuwanderung, höhere Mieten, stärkerer Franken).
  • Aged 09.01.2017 19:58
    Highlight Highlight Für mich ist die USR III ein Roulettspiel: der Einsatz ist bekannt, der Gewinn vermutlich Zero. Nur, das Volk zahlt den Einsatz.
    Würde das Geld nur für heimische KMU, Start-Up verwendet, wäre ich eher begeister. Aber für Holdings und Multikonzerne gar nicht.
  • poesie_vivante 09.01.2017 19:52
    Highlight Highlight Wir ruinieren mit unserer Steuerpolitik all die Länder, die sich solche Unternehmenssteuern nicht leisten können. Und die Linken haben immer noch das Gefühl Einwanderung sei ja soooooo sozial. Bullshit!
    • Aged 09.01.2017 20:23
      Highlight Highlight Ui, endlich einmal ein flächig recherchiertes Argument, frei von Populismus. Was soll ich jetzt wählen: J/N/L/U/S/B/G ?
    • poesie_vivante 20.01.2017 18:44
      Highlight Highlight Die vier Grundfreiheiten sind kein Naturgesetzt und werden höchstwahrscheinlich in naher Zukunft schon wieder verschwinden.

      Die Grundidee mag ja nicht einmal schlecht sein, degradiert jedoch der Mensch zu einer auswechselbaren Ware.

      Und vor allem funktioniert die Idee nicht, weil Länder in den selben Topf geschmissen werden, die eine vollkommen unterschiedlich starke Wirtschaftskraft haben. Darum strömen Hunderdtausende in die Schweiz und Länder wie die Slowakei oder Litauen werden entvölkert.
  • Herbert Anneler 09.01.2017 18:21
    Highlight Highlight Weshalb eigentlich verramschen wir den ausländischen Unternehmen so günstige Steuern? Wie wäre es, wenn wir Steuerzertifikate an die Meistbietenden versteigern würden wie z.B. CO2-Vouchers etc? Sicher noch etwas unausgegoren, aber aus Schweizer Sicht vielleicht eine Möglichkeit, unser Land nicht a priori weit unter seinem Wert zu verscherbeln! Motto von Sam Walton: " Swim upstream - go the other way!" Bin gespannt auf Reaktionen der SpezialistInnen!
    • Aged 09.01.2017 20:31
      Highlight Highlight Das finde ich eine gute Idee. Kann man ausweiten, zb aufgrund von Anteil CH-Arbeitnehmer oder Sitz in Gebieten ohne viel Industrie (GR, ..).
  • ostpol76 09.01.2017 17:31
    Highlight Highlight "Wollen wir hingegen weniger Zuwanderer, ist die Unternehmenssteuer III keine gute Idee."

    Meiner Meinung kommen gleich viele Zuwanderer weil grosse Unternehmen lieber günstige Arbeiter als Einheimische beschäftigt.
    • gupa 18.01.2017 06:54
      Highlight Highlight Ist ja so gemeint
  • Beda Düggelin 09.01.2017 17:12
    Highlight Highlight Ja, die Schweizer Politiker, zumindest jene, welche den Art. 121a nicht umsetzen und der Steuerreform zum Durchbruch verhelfen wollen, sind schizophren. Wir werden erneut von der EU stranguliert, bis wir aufgeben und der EU wohl beitreten müssen!
    • FrancoL 09.01.2017 18:24
      Highlight Highlight Und wie begründest Du diese Verkante der Strangulation? Wir haben beides in unseren Händen; Die Steuerpolitik und die Regulierung der Zuwanderung. Beides können wir ohne wenn und aber im Alleingang regeln ohne bestehende Verträge zu künden oder als Bittsteller in Brüssel anzutraben. Wir müssen nur unsere eigene Wirtschaft zur Vernunft bringen, das ist nicht die Aufgabe der EU.
    • Beda Düggelin 09.01.2017 23:20
      Highlight Highlight Einverstanden, aber dann müssen wir es auch tun und nicht nur kuschen. Wir kuschen bei der Zuwanderung, bei der Steuerpolitik USR III, beim Institutionellen Rahmenabkommen, wohl auch bei einem Energieabkommen mit der EU, überall, weil die Politiker und Unterhändler nicht verhandeln können, weil sie es offenbar nicht gelernt haben! Es gilt der EU klar mitzuteilen, dass die jährliche Einwanderung um 50 Prozent des Vorjahreswertes reduziert wird. Dann werden die EU-Unterhändler antraben und dann haben wir sie am Verhandlungstisch. Wetten das?
    • FrancoL 10.01.2017 00:22
      Highlight Highlight @Beda; Du verstehst mich falsch: Unsere Wirtschaft kann wenn sie WILL die Einwanderung SELBSTäNDIG regulieren, sie kann den Inländervorrang bestens anwenden und von sich aus in 1. Linie auf die einheimischen Arbeitskräfte setzen. Jeder Unternehmer ist bei der Einstellung von Arbeitskräften frei. Wir brechen damit keinen Vertrag. Schon heute gibt es einen kleinen Teil von UN die diesen Inländervorrang anwenden, aber sie verzichten damit auch auf eine Gewinnmaximierung und da liegt das Hauptproblem. Noch sind es zu wenig UN die diesen freiwilligen Inländervorrang anwenden. Die EU ist da sekundär
  • Rini47 09.01.2017 17:08
    Highlight Highlight Das die Schweiz ein Problem hat mit Schizophrenie hatt ist auf auf den Betreibungsämter zu erfahren !
    Es werden Gelder der AHV Ergänzungsleistungen gepfädet was absolut keinen Sinn macht !
    Aber eben Beamte sind keine normalen Menschen und daher wird schizophrenie toleriert !
    • Tikvaw 09.01.2017 22:55
      Highlight Highlight SchKG Artikel 92 - 4 Unpfändbare Vermögenswerte:

      9a. die Leistungen gemäss Artikel 12 des Bundesgesetzes vom 19. März 1965 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung sowie die Leistungen der Familienausgleichskassen.

      Also nein, Ergänzungsleistungen werden nicht gepfändet. Falls das bei Ihnen oder einem Bekannten gemacht worden sein soll, sollten Sie eine Beschwerde beim Kanton einreichen bzw. gegen die Verfügung Einspruch erheben.
    • Spooky 09.01.2017 23:42
      Highlight Highlight @Rendel
      Die Ergänzungsleistungen liegen weit unter dem Existenzminimum.

      Die alten Schweizer hungern sich durch, von Tag zu Tag. Du, Rendel, hast anscheinend in dieser Beziehung null Ahnung von absolut nichts.

      Da hat ja sogar Irina Beller noch mehr Ahnung als du. Und das will etwas heissen.

      Rede bitte nur von etwas, was du kennst!
    • Spooky 10.01.2017 06:16
      Highlight Highlight EL, AHV, IV - sorry, Rendel, aber du hast ein furchtbares Durcheinander. Ich muss lachen, obwohl ich nicht viel zu lachen habe ;-) Lieber Gruss
  • pamayer 09.01.2017 17:08
    Highlight Highlight Populist: was durchboxen und die Folgen nicht wollen.
  • Kimelik 09.01.2017 17:03
    Highlight Highlight Ich muss dazu sagen, ich habe mich noch nicht entschieden. Allerdings wird bei Watson recht einseitig berichtet. Es ist nicht so, dass alle Unternehmen weniger zahlen werden als Heute, auch wenn dies so dargestellt wird. Es werden einige Unternehmen etwas mehr bezahlen (vor allem zugezogene) und einige etwas weniger. Wenn die USR III nicht umgesetzt wird, weiss ich nicht genau ob dann die Verbilligungen einfach wegfallen oder ob ein neues Gesetzt ausgehandelt werden müsste... Auf jeden Fall wird es die Wirtschaft verunsichern.
    • zialo 09.01.2017 17:49
      Highlight Highlight Die Wirtschaft verunsichern? Die Wirtschaft von heute kann sich auf alles einstellen. Das hat der Brexit gut gezeigt.
    • Kimelik 09.01.2017 21:21
      Highlight Highlight Der Brexit ist noch nicht abgeschlossen, wir werden sehen wie es ausgeht, wenn der Brexit mal durch ist.
  • Fairness_3 09.01.2017 16:26
    Highlight Highlight @watson: Es wäre schön wenn Ihr mal aufdeckt mit welchen Zahlen die Befürworter und Gegner bei dieser Abstimmungsvorlage versuchen Stimmen zu gewinnen. Das entbehrt auf beiden Seiten teilweise jeglicher Grundlage (siehe Plakate der SP und Befürworter).
  • Lumpirr01 09.01.2017 15:55
    Highlight Highlight Diese USTReform 3 bekommt von mir als eher bürgerlicher Wähler eine eindeutige Ablehnung. Es geht nicht an, dass die Unternehmen noch weniger Steuern als heute bezahlen. Wenn dann tatsächlich deswegen mal eine Firma die Schweiz verlassen sollte, dann soll sie aber bitte mit allen ihren ausländischen Mitarbeitern das Feld räumen. Diese USTReform 3 enthält zudem zu viele Unbekannte, welche erst später auf Gesetzesebene gelöst werden sollen. Nur bei einer Zurückweisung dieser Vorlage ist der Bund wegen internationalem Druck gezwungen, eine verbesserte Version zu bringen.............
  • simiimi 09.01.2017 15:53
    Highlight Highlight Die Allerwenigsten bestreiten, dass die Schweiz als kleine, offene Volkswirtschaft Zuwanderung braucht. Diese Zuwanderung sollte allerdings aus Höchstgebildeten bestehen, welche der Volkswirtschaft unter dem Strich mehr nutzen als kosten. Die von rechts kritisierte Zuwanderung hingegen betrifft die Zuwanderung leistungsschwacher Menschen, die -falls übehaupt- bloss einen bescheidenen Beitrag an den Wohlstand des Landes leisten. Mit Schizophrenie hat das also wenig zu tun, vielmehr mit nüchterner Kosten-Nutzen Analyse.
    • Der Zahnarzt 09.01.2017 16:46
      Highlight Highlight Genau! In der Schweiz sind nur Menschen erwünscht, die bei einer nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse positiv abschneiden! Die SVP Ausländerpolitik auf den Punkt gebracht!
    • Duweisches 09.01.2017 17:21
      Highlight Highlight Aber ab einem gewissen Vermögen versucht die Vouchspartei dann trotzdem, den Nutzen möglichst Tief zu halten, richtig?
    • atomschlaf 09.01.2017 17:40
      Highlight Highlight @simiimi: Es sollen durchaus auch weniger Gebildete kommen dürfen - aber nur in einem Ausmass, das der Arbeitsmarkt aufnehmen kann und das keine Lohndruck verursacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 09.01.2017 15:48
    Highlight Highlight Herr Löpfe, Herr Vontobel, ein sehr, sehr guter Artikel, der eigentlich alles auf den Punkt bringt.
    Falls Sie beide eine Carte blanche hätten, wie würden Sie beide es anteiggen, dass es für die Firmen UND den Mittelstand stimmt ?
    Dass Ihnen also SP und SVP applaudieren.
    Wenn Ihr das Ei des Kolumbus gefunden habt, einfach nochmals so einen tollen Artikel schreiben.
    Ich weiss, eine unmögliche Frage.
    • Amadeus 09.01.2017 17:16
      Highlight Highlight @N.Y.P.
      Sorry, off-topic, aber für den Gebrauch des Wortes "anteiggen" gibts von mir ein extra ❤
  • zialo 09.01.2017 15:48
    Highlight Highlight Ob ein Kanton durch die USR III Verluste macht, hängt vom Anteil ausländischer Firmen ab. Nach einem Bekannten bedeutet es für die meisten Kantone ca. 50% weniger Steuereinnahmen von juristischen Personen. Für die Kantone Genf, Baselstadt und Zug verändert sich nicht viel. In den meisten Kantonen werden die Steuern für natürliche Personen merklich ansteigen.
  • Der Zahnarzt 09.01.2017 15:34
    Highlight Highlight Das was in diesem Artikel als Schizophren im Sinne von Widersprüchlich beschrieben wird, ist eigentlich gar nicht Schizophren: Ein Teil der Schweizer (SVP, FDP, Liberale) wollen, dass Geld, das in anderen Ländern erwirtschaftet wurde in der Schweiz versteuerte wird und gleichzeitig, dass die Menschen aus diesen anderen Ländern nicht hier her kommen. - Wir wollen nur das Geld, nicht die Menschen, die dafür gearbeitet haben. So einfach ist das. Der Kapitalismus/Liberalismus beruht auf: "Freiheit für das Kapital und die Waren! Und Grenzen und Unfreiheit für die Menschen!"
    • Duweisches 09.01.2017 16:52
      Highlight Highlight Nur scheinen viele nicht zu verstehen, dass Geld nicht arbeitet, das tun die Menschen...
  • piedone lo sbirro 09.01.2017 14:00
    Highlight Highlight wer meint, dass die internationale konkurrenzfähigkeit der schweiz vom steuerfuss abhängt, hat nichts vom erfolgsmodell schweiz verstanden.
    entscheidend für produzierende unternehmen sind infrastruktur, verfügbarkeit von gut ausgebildeten arbeitskräften, verfügbarkeit von kapital und innovation in forschung und entwicklung.

    auf tiefe steuern sind nur holding-briefkastenfirmen angewiesen die keine arbeitskräfte schaffen.
    • Duweisches 09.01.2017 16:55
      Highlight Highlight Und genau bei diesen Punkten sehe ich die grössten Probleme. Die Unternehmen wollen die oben aufgezählten Punkte, aber dafür möglichst wenig Steuern bezahlen. Nur kann die Schweiz ohne Einnahmen auch keine Ausgaben für Infrastruktur, Bildung oder Forschung Investieren. Ein klassisches Eigentor...
    • Charlie Brown 09.01.2017 18:15
      Highlight Highlight Ich würde noch politische Stabilität und Rechtstaatlichkeit anfügen.

      Beides ist aber arg unter Beschuss...
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 09.01.2017 13:53
  • Aged 09.01.2017 13:40
    Highlight Highlight Es heisst bei Personen: "Niemand ist unersetzlich", warum gilt das bei Firmen nicht?
  • Herbert Anneler 09.01.2017 13:38
    Highlight Highlight Es ist wirklich schizophren: SVP-Finanzminister Maurer weibelt für UStRIII, das tut auch Frau Martullo-B. Weshalb stört es sie nicht, dass damit die Immigration gefördert wird? Es kann nur eines sein: auch grosse inländische Unternehmen profitieren erklecklich von dieser Reform. Genau deshalb lautet meine Devise: "Zurück an den Absender!" Ich bin auch nicht dafür, dass bei deren Ausarbeitung Pwc, EY u.a. Beratungsunternehmen mitmauscheln konnten: Söihäfeli - Söideckeli...
  • klugundweise 09.01.2017 13:22
    Highlight Highlight Die Einnahmen aus der US sind doppelt so schnell gewachsen wie das BIP. Ein beträchtlicher Teil der Gewinne stammen also aus anderen Länder wo diese Steuern fehlen.
    Die angesiedelten Gesellschaften werden die Schweiz verlassen, sobald sie bessere Konditionen finden.
    Wertvolle Firmen fördern die Standortqualitäten mit heute schon moderaten Steuern.

    Die finanziellen Folgen der USR III sind nicht absehbar. Wir riskieren eine weitere Belastung des Mittelstandes und einen Staatsabbau durch Entzug von Steuereinnahmen. Ist das die Absicht der treibenden Akteure?
  • BeWi 09.01.2017 13:19
    Highlight Highlight Es sollten mal alle Politiker ein "Reisli" nach San Francisco machen. Was dort der Hype an diesen Techfirmen ausgelöst hat sollte ein Anschauungsbeispiel für die ganze CH sein: massiv viele Bettler / Arbeitslose, öffentlicher Verkehr ein Desaster (die grossen Firmen machen das selber). Kein "Normalo" kann sich eine vernünftige Wohnung leisten geschweige denn ein Haus, die Öffentlich Hand ist am Anschlag.. das kann es doch nicht sein, oder doch? Nur noch die Tech Barone können ein lebenswertes Leben führen? Hauptsache die Firmen bezahlen keine Steuern oder was? Etwas extrem, ich weiss..
    • Duweisches 09.01.2017 17:07
      Highlight Highlight ...


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  • BeWi 09.01.2017 13:07
    Highlight Highlight Denkaufgabe: also ich weiss, dass Google fast keine Steuern bezahlt in Zürich, <3%, normal wären 25%. Die Angestellten sind >80% vom Ausland (mehrheitlich 3. Staaten). Wohnungen subventioniert von Google und bezahlen die ersten 5 Jahre auch (fast) keine Steuern. Die Quellensteuern ist tiefer.. also was sollen wir denn nun denken? Ehrlich gesagt bin ich unschlüssig. Aber müssen "wir" dem Giganten Google denn alles schenken? Etwas Säbelrasseln und alle knicken ein? Ich weiss es nicht.. Also eigentlich finde ich den Ansatz von USR III nicht schlecht aber bitte macht es doch ohne Ausfälle..
    • Hockrates 09.01.2017 13:15
      Highlight Highlight Die Quellensteuersätze sind niedriger, dafür kann ein Quellensteuerpflichtiger weniger Abzüge machen.

      Wenn man Google verscheucht, zahlen deren Mitarbeiter ihre Steuern woanders.
    • Adam Gretener (1) 09.01.2017 13:19
      Highlight Highlight Google hat in Zürich die Prämisse, mindestens 50% Einheimische zu beschäftigen. Und wie Du auf deine Zahlen kommst, weisst Du wahrscheinlich selber nicht. Und Google gehört in Zürich unter die 100 grössten Steuerzahler. Bitte bei der Wahrheit bleiben.
    • BeWi 09.01.2017 13:37
      Highlight Highlight im Verhältnis sicher nicht.. und es kann sein, dass sich das marginal verändert hat, es geht um die Thematik. Wie gesagt, tendenziell ist es richtig, dass alle gleich viel Zahlen, dass auch Forschung unterstützt wird ist auch richtig. Aber doch bitte nicht auf kosten der andern. Dann kommt noch dazu, dass die momentane Regierung auf biegen und brechen den Standort Zürich in ein Silicon Valley verwandeln will, hat ja Frau Mauch schon mehrere Male gesagt. Das ist ja toll, nur bitte nicht über Leichen gehen. Die Standortqualität kann nicht nur über die Steuern definiert werden.
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  • Ruffy 09.01.2017 12:34
    Highlight Highlight "Pro Kopf gerechnet ist unser BIP in den letzten neun Jahren gerade Mal um 3,5 Prozent gewachsen – insgesamt wohlverstanden, nicht jährlich. Zieht man davon die hohen Umtriebe der Zuwanderung ab, bleibt wenig bis nichts. "

    Das sagt alles. Wenn man dann bei der Teuerung noch das Wohneigentum brücksichtig wird schnell klar, dass es dem Durchschnitsschweizer heute schlechter geht als vor 9 Jahren.
    • Hockrates 09.01.2017 13:19
      Highlight Highlight Nein, dem Durchschnittsschweizer geht es 3.5 % besser als for 9 Jahren. Die Teuerung ist in den 3.5 % schon berücksichtigt.
    • Hoppla! 09.01.2017 13:44
      Highlight Highlight Was ich nicht checke: Wohneigentum.

      Der Festzins einer Hypothek ist von gut 4% auf ca. 1.4% gesunken. Variable Hypotheken sind noch viel günstiger. Wo zahlt nun der Schweizer mehr als vor 9 Jahren?

      Die höheren Eigentumswohnungspreise gleichen das nicht aus.
    • Ruffy 09.01.2017 15:39
      Highlight Highlight Pro Kopf ist das BIP um 3.5% gewachsen, heisst aber noch lange nicht das es für mich oder dich 3.5% gewachsen ist, sondern wohl viel eher für die die sowieso schon viel haben, so wies im Artikel auch steht.

      Zum Wohneigentum, die tiefen Zinsen machen die Preissteigerung noch lange nicht wett, schau dir mal den Transaktionspreisindex von W&P an. Zumal man bei tieferen Zinsen einfach mehr Eigenmietwert zahlt, welcher wegen der Wertsteigerung des Gebäudes tendentiel auch steigt. Zudem hat man das Eigenheim wahrscheinlich länger an der Backe als die Zinsen tief sind, und amortis. Wäre ja auch toll
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  • Majoras Maske 09.01.2017 12:13
    Highlight Highlight Das Fiese ist ja auch, dass gleichzeitig über die Einbürgerungsvorlage abgestimmt wird und diese manche Gemüter mehr aufregt oder beschäftigt als die "Abschaffung" der Steuerprivilegien (und der Schaffung von neuen, komfortablen Steuerschlupflöchern).

    Andererseits wollen scheinbar einige wegen der MEI aus Trotz "Nein" stimmen, vielleicht wird die USR3 ja wirklich wegen einer unheiligen Allianz bachab geschickt.
    • Posersalami 09.01.2017 12:35
      Highlight Highlight Die USR3 gehört auch Bachab geschickt. Wir brauchen nicht noch tiefere Steuern für Unternehmen.
    • Majoras Maske 09.01.2017 12:54
      Highlight Highlight Ich hoffe sehr, sie wird bachab geschickt, nur befürchte ich, dass sie knapp angenommen wird. Hast du schon das Plakat gesehen, mit welcher die SVP gegen die Einbürgerungsvorlage gedenkt Stimmung zu machen? Vor lauter emotionalen Burka-Debatten könnte die USR3 leider untergehen und das vielleicht ja auch durchaus bewusst.
  • Froggr 09.01.2017 12:13
    Highlight Highlight Naja, es geht nicht darum, möglichst wenige Ausländer reinzulassen. Es geht darum, dass bei unkontrolierter Zuwanderung Arbeitsplätze an billiges Personal aus dem Ausland gegeben werden. Die prozentuale Arbeitslosigkeit steigt. Wenn nun jedoch auch Unternehmen aus dem Ausland in die Schweiz kommen, steigt die Prozentuale Arbeitslosigkeit NICHT.
    • atomschlaf 09.01.2017 12:26
      Highlight Highlight Nein, es ginge darum, endlich zu anerkennen, dass die Schweiz ein Einwanderungsland ist und unsere Gesetze und unsere Politik danach auszurichten.
      D.h. eine Politik wie Australien, Kanada oder die USA, wo die Einwanderung quantitativ und qualitativ gesteuert wird.
    • Posersalami 09.01.2017 12:37
      Highlight Highlight Die Arbeitslosigkeit ist aber trotz grosser Nettozuwanderung nicht gestiegen. Ihre These hält einem Realitätscheck nicht Stand und ist daher falsch.
    • henkos 09.01.2017 13:01
      Highlight Highlight Über 80% der Zuwanderer haben einen tertiären Bildungsabschluss. Es geht bei der Zuwanderungsdebatte sicher nicht um "Billigpersonal", auch wenn das gerne von der Volchspartei suggeriert wird.
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  • atomschlaf 09.01.2017 12:04
    Highlight Highlight Grundsätzlich ein sehr guter Artikel.
    Allerdings eine gefährliche Strategie, sich gezielt unattraktiver zu machen. Wenn der Ruf erst mal ruiniert ist, kann es schnell und rasant bergab gehen.

    Ein zentrales Problem der aktuellen Zuwanderung ist die ungleiche Verteilung von Lasten und Profit. Es wäre m.E. sinnvoller dort anzusetzen, z.B. mit der von Prof. Eichenberger mal vorgeschlagenen Zuwanderungssteuer.
    Oder beispielsweise mit konsequentem Inländervorrang auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Es gäbe sicher noch weitere, bessere Ideen... Vorschläge sind willkommen.
    • FrancoL 09.01.2017 12:16
      Highlight Highlight Es geht nicht um "sich unattraktiv" machen, sondern um die Attraktivität zu realtivieren.
      Es muss ja nicht immer gleich von schwarz auf weiss gewechselt werden.
      So wie ich vermute dass nicht ALLE ausländischen Unternehmen die Schweiz verlassen, sondern nur einige und das könnte für die Dämpfung der Zuwanderung durchaus positiv sein.
    • pun 09.01.2017 12:17
      Highlight Highlight Konsequent die flankierenden Massnahmen durchsetzen würde gemeinsam mit dem beschlossenen Arbeitslosenvorrang unter Umständen bereits reichen.
      Solange es billiger ist, einen deutschen Grafiker oder polnischen Gipser anzustellen, wird das die Wirtschaft auch tun.
      Gleichzeitig Ausbildungen forcieren. Wir haben viel zu wenige Pflegekräfte.
    • FrancoL 09.01.2017 13:00
      Highlight Highlight @Pun; Da stimme ich ohne Vorbehalte zu.
  • fhdfn 09.01.2017 11:55
    Highlight Highlight Diesmal wird das Volk die USR verwerfen, die nicht umsetzung der MEI wird der Ausschlag gebende Punkt sein.
  • BeWi 09.01.2017 11:48
    Highlight Highlight jetzt noch etwas aus dem "Nähkästchen": gem. Statistik sind wir in Zürich (Familie mit 2 Kindern) nicht Mittelstand sondern gehören zu den Reichen. Ja, ich glaube es selbst nicht, fühle mich nicht unbedingt "reich". Aber ab einem Bruttofamilieneinkommen von > 18'700CHF pro Monat ist das offensichtlich so. Wir könnten uns aber nie und nimmer ein Häuschen in Zürich leisten, no chance. Mir gibt das zu denken, also sind wir doch jetzt schon übervorteilt..
    • Danyboy 09.01.2017 12:03
      Highlight Highlight Sorry, aber mit einem Bruttoeinkommen von über 18700.- monatlich gilt man auch in Zürich garantiert zu Recht als reich! Oder woran soll es da bitte fehlen? Und was sagt eine Familie mit 5500 oder 6000 Bruttoeinkommen wohl zu einer solchen Aussage??
    • Ruffy 09.01.2017 12:29
      Highlight Highlight Was sollen die Blitze, er hat doch absolut recht, trotz des guten Einkommens (ich schätze 2x100%) ist ein Hauskauf nicht möglich. Das sagt doch alles, denn vor 15 Jahren hätte das noch ganz anders ausgesehen.

      Die wirklich Reichen lachen doch über die 18' für die ist das ein Fliegenscheiss...
    • Posersalami 09.01.2017 12:40
      Highlight Highlight Reich ist man mit 18700/Monat sicher nicht! Man ist sehr wohl wohlhabend und kann sich das Kapital für sein Häuschen zusammensparen. Reich ist man aber mMn definitiv nicht, wenn man als Massstab Leute hernimmt mit zwei- oder drei stelligen Millionenvermögen. Oder sind die dann einfach super Reich?
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  • Wilhelm Dingo 09.01.2017 11:42
    Highlight Highlight Super Artikel. Das Süppchen unserer Wirtschaftselite geht auf. Leider merkt es die Mehrheit nicht so richtig.
    • fhdfn 09.01.2017 11:53
      Highlight Highlight Werden wir noch sehen.
    • Posersalami 09.01.2017 13:51
      Highlight Highlight Jetzt machen wir mal eine Musterrechnung: Wenn er während den 20 Jahren seiner Selbstständigkeit jeden Monat 1K auf ein Sparkonto gelegt hätte, hätte er jetzt 240K OHNE Zinsen. Vernünftig angelegt wäre er wohl schon bei 300K. Damit würde er heute locker eine Immobilie für mindestens 1.2 mio bekommen bei seinem Einkommen.

      Ergo hat er entweder überhaupt nicht gespart oder wollte nur trollen. Weil zu den 240K kommt dann ja noch die zweite und dritte Säule, von der er auch Geld beziehen kann. Nach 20 Jahren Arbeit sollte man alleine damit genügend Kapital haben.
  • Martin C. 09.01.2017 11:41
    Highlight Highlight Der schleichende Niedergang des Mittelstandes wird fortgeführt. Für jede Unternehmersteuerreform muss der Mittelstand aufkommen. Die Lohnschere öffnet sich munter weiter. Seltsam, dass das Volk immer wieder auf die Angstmachereitaktik der Befürworter hereinfällt.
  • BeWi 09.01.2017 11:31
    Highlight Highlight Guter Artikel! I agree 100%! Vor allem frage ich mich, warum denn nicht einfach alle Unternehmen gleich viel Steuern zahlen und zwar so, dass es keine Steuerausfälle gibt? Es ist ja wirklich eine Frechheit, dass wir Schweizer Firmen mehr Steuern zahlen als die Ausländischen. Das die Externen einfach alles nehmen was sie kriegen widerspiegelt sich auch in einem Bericht der Expats in der NZZ von diesem Sonntag: in der CH der weitaus höchste Lohn weltweit (im DS 200K USD), dann bemängeln diese Typen aber, dass es keine billige Kinderbetreuung gibt.. M.E. symptomatisch.. alles Blutsauger..
    • fhdfn 09.01.2017 12:04
      Highlight Highlight @BeWI. Das ist halt Kapitalismus, immer mehr profitieren, immer weniger zurückgeben. Die ganzen Grosskonzerne wie Apple, Facebook und co sind das beste Beispiel.
    • BeWi 09.01.2017 12:51
      Highlight Highlight und vor allem muss das ja nicht noch staatlich gefördert werden. Nun bin ich aber auch Kapitalist, das gebe ich ja zu. Aber es braucht reale Chancen für den Einzelnen. Nur so wird das Potential auch gefördert..
    • atomschlaf 09.01.2017 13:09
      Highlight Highlight @fhdfn: Das Problem ist nicht der Kapitalismus. Das Problem sind korrupte Parlamentarier, die sich von den Lobbyisten allerlei Steuerschlupflöcher für Grosskonzerne einflüstern lassen.
  • FrancoL 09.01.2017 11:30
    Highlight Highlight Danke an Herrn Löpfe für diese klare Darstellung der Zusammenhänge und auch dass wieder einmal erwähnt wird dass das Wachstum sehr unterschiedlich verteilt wird.
    In 9 Jahren eine pro Kopf-Zunahme von 3,5% ist wirklich nicht erstklassig und zeigt wo das wahre Problem liegt; in einer immer mehr auseinander driftenden Teilnahme an den Früchten des Wohlstandes.
    • Toerpe Zwerg 09.01.2017 11:57
      Highlight Highlight Inwiefern Sie "das wahre Problem" anhand der 3.5% erkennen können, ist mir schleierhaft.
    • FrancoL 09.01.2017 12:07
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg; Diese mehr als moderate pro Kopf-Zunahme zeigt dass die Wohlstandzunahme sehr unterschiedlich verteilt wird und somit eine Spaltung der Gesellschaft schleichend statt findet. Diese Spaltung führt denn auch zu den teilweise überrissenen Schuldzuweisungen und zu einem Aufstauen des Wutpotentials in den letzten Jahren.
    • Toerpe Zwerg 09.01.2017 12:37
      Highlight Highlight Die pro Kopf Zunahme sagt über die Verteilung der Wohlstandszunahme nichts aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 09.01.2017 11:25
    Highlight Highlight Diese Schizophrenie hat nichts mit der Schweiz, sondern nur etwas mit den Wählern der SVP zu tun, die in ihrer Erregung in einer totalen Anti-Ausländer-Filterblase leben und nicht merken, dass es die Banker, Anwälte, Unternehmer und Bauern aus der SVP sind, die dauernd Ausländer in's Land holen, um satte Gewinne einzustreichen und hinterher darüber lamentieren, dass zu viele Ausländer in der Schweiz seien!
    • walsi 09.01.2017 11:45
      Highlight Highlight 70% haben die SVP nicht gewählt. Meines Wissens ist das immer noch die Mehrheit.
    • FrancoL 09.01.2017 11:57
      Highlight Highlight @Lowend: Banker, Anwälte, Unternehmer und Bauern sind ja nicht gegen die Zuwanderung, sie bewirtschaften gerne das Thema aber überlassen es der Basis auf die Barrikaden gegen die Zuwanderung zu gehen.
      Banker, Anwälte, Unternehmer der SVP und Teile der FDP machen ein sauberes Doppelspiel: Die Basis ihrer Partei ist für den Stimmenfang besorgt und die obere Schicht der Partei lässt sich durch den Rest des Parlamentes die Zuwanderung ohne grosse Hindernisse sichern.
      Ist das nicht herrlich?
    • Lowend 09.01.2017 11:59
      Highlight Highlight Auszug aus dem Argumentatorium der SVP:
      - §1: Die SVP ist nie für die Auswirkungen ihrer verlogenen Politik verantwortlich.
      - §2: Sollte der unmögliche Fall eintreffen, dass die Lügenpolitik der SVP doch eine Auswirkung hat, tritt augenblicklich §1 in Kraft.

      Übrigens walsi, als was bezeichnest du denn eigentlich die bürgerliche Mehrheit in Rat und Regierung? Sind wohl alles total verantwortungslose und sackschwache Politiker, wenn selbst der grösste rechte Block die Schuld immer bei den anderen suchen muss, weil sie selber eine Politik betreiben, welche die Schweiz in den Abgrund führt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • sophiia 09.01.2017 11:14
    Highlight Highlight Ihr wisst offenbar nicht, was Schizophrenie ist...
    • Hierundjetzt 09.01.2017 11:46
      Highlight Highlight Es ist kein medizinischer Fachartikel, von daher passt der allgemeinverständliche Ausdruck durchaus.
    • sophiia 09.01.2017 12:04
      Highlight Highlight Nicht, wenn es ein im Allgemeinverständnis seit Jahren falsch verwendeter Begriff ist, finde ich. Es ist nämlich einfach falsch, dass zwei oder mehrere Persönlichkeiten zu besitzen = Schizophrenie ist. Wenn schon, dann würde man das als dissoziative Persönlichkeitsstörung bezeichnen. Schizophrenie ist keine Persönlichkeitsstörung.
    • ARoq 09.01.2017 12:47
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Da es kein medizinischer Fachartikel ist, könnte der Titel auch sein "Die Schweiz ist erkältet"? Würde genau soviel Sinn ergeben.

      Schizophrenie hat ungefähr gleichviel mit multipler Persönlichkeitsstörung zu tun wie eine Erkältung.

    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 09.01.2017 11:11
    Highlight Highlight Mit tiefen Steuern locken wir ausländische Unternehmen ins Land und beklagen uns, wenn der Ausländeranteil steigt.

    ENDLICH !

    In einem Satz bringt es watson auf den Punkt. Und zwar wie die SVP funktioniert. Die SVP will sehr tiefe Unternehmenssteuern, die natürlich ausländische Firmen anzieht und wiederum Einwanderung generiert.
    Und für die Stammtische im Land wettert* die SVP dann gegen die Einwanderung. Genau das ist schizophren. Aber natürlich auch sehr gerissen.

    *zwecks Erhöhung des Stimmenanteils


    • Z&Z 09.01.2017 11:32
      Highlight Highlight Ja, aber was würde jetzt das für mich bedeuten, wenn ich nicht schon wüsste, was ich bei der Abstimmung stimmen werde? Müsste für die USRIII stimmen, wohlwissend, dass ich im Mittelstand dann die Zeche zahlen muss oder soll ich dagegen stimmen, mit unabsehbaren Konsequenzen? Also eine immer teurer werdende Zukunft oder eine unsichere Zukunft? Ist das die Wahl, die ich hätte?
    • N. Y. P. D. 09.01.2017 11:52
      Highlight Highlight Z&Z,
      ich wollte nur aufzeigen, wie die SVP doppelzüngig ist.
      Es ist wirklich schwierig. Für die Unternehmen wäre es ganz klar von Vorteil, weniger Steuern zu zahlen. Aber das darf nicht auf Kosten von unserem Mittelstand geschehen.
      Ich kann nur für mich sprechen, äh schreiben. Ich traue einfach diesen Berechnungen nicht (siehe USR II).
      Im tele züri vor Wochen ein SVP-Soldat:
      "Ja, auch wenn diese 3 Milliarden nicht so genau stimmen, auf lange Frist geht es auf !"
      Nach dieser Aussage war mir definitiv klar was ich stimmen werde.
    • Tilman Fliegel 09.01.2017 12:22
      Highlight Highlight Z&Z die Zukunft ist auf jeden Fall unsicher,egal ob du dafür oder dagegen stimmst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxHeiri 09.01.2017 11:04
    Highlight Highlight Es hat seine Gründe, dass wir mehr als doppelt so viel wie in unseren Nachbarländern verdienen. Wenn man einfach aus Neid etwas verbieten will, ist das doof.
    • Phipsli 09.01.2017 11:42
      Highlight Highlight Wer will was aus Neid verbieten?
    • meine senf 09.01.2017 12:36
      Highlight Highlight Wie heisst es schon in der Fernsehwerbung:
      "Für die einen ist es Neid, für die anderen Gerechtigkeitsempfinden".
    • Triumvir 09.01.2017 12:40
      Highlight Highlight @Heiri: Wir verdienen zwar tatsächlich im Schnitt etwas mehr, aber, wir bezahlen das mit extrem viel höhreren Lebenshaltungskosten. Nach Abzug aller notwendigen Kosten für den Lebensunterhalt bleibt dem Mittelstand nicht mehr viel vom höheren Lohnkuchen übrig. Die grossen Absahner die all die wirklich REICHEN in diesem Land. Und das ist mit Abstand der kleinste Teil der schweizer Bevölkerung. Der gemeine SVP-Wähler wird mit billiger Stimmungsmache gegen Ausländer und Einwanderung bei der Stange gehalten und das grosse Absahnen geht munter weiter...

Plötzlich ist alles anders ...

Manchmal braucht es eine gewaltige Ohrfeige, um die Schönheit des Lebens zu begreifen, respektive wieder zu entdecken.

Am Sonntagabend wurde ich an eine Unfallstelle gerufen. Eine meiner liebsten Freundinnen war auf dem Heimweg, nachdem wir zuvor den Abend bei Wein und Fussball verbracht hatten, und wurde dabei von einem Bus überfahren.  

«Leute werden doch nicht tatsächlich von einem Bus ÜBERfahren ...», legte sich mein Gehirn zurecht, während ich voller Angst unterwegs war. «Das passiert doch nur bei Grey’s Anatomy ...»

Doch. Busse fahren über Menschen. Auch über knapp 50 Kilogramm schwere …

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