Schweiz
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EMS-Produktionsstandort in Domat/Ems im Kanton Graubünden. Bild: Jakob Menolfi

Die wundersame Verdoppelung von Magdalena Martullos Stromkosten

Nach einer Umstrukturierung verwandelte sich eine Tochter der EMS Chemie in ein stromintensives Unternehmen. Die Änderung spült der Firma jährlich über eine Million Franken Bundes-Geld in die Kassen.

02.04.17, 04:16 02.04.17, 16:33

Lorenz Honegger / Schweiz am Wochenende

Höhere Stromkosten sind für die meisten Firmen kein Grund zur Freude. Ganz anders beim Unternehmen von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher: Recherchen zeigen, wie eine Tochtergesellschaft der EMS-Gruppe innert zweier Jahre von einem gewöhnlichen zu einem stromintensiven Unternehmen wurde.

Dank des neuen Status konnte die Firma 2015 und 2016 je 1,4 Millionen Franken vom Bund zurückfordern. Hat der Konzern seine Struktur angepasst, um von der Rückerstattung zu profitieren? Die EMS Chemie verneint dies.

Produktion gebündelt

Eine im Dezember 2014 im Handelsregister gemeldete Umstrukturierung innerhalb der EMS-Konzerngruppe zeigt jedoch: Das Unternehmen bündelte seine Schweizer Produktionsaktivitäten in der neu geschaffenen EMS Chemie (Produktion) AG, die bis dahin EMS Metering AG geheissen hatte.

In der Tochterfirma konzentrierte die Gruppe energieintensive Herstellungsprozesse und gliederte Geschäftsbereiche mit tiefen Stromkosten wie den internationalen Verkauf aus. Ein Insider spricht von einer «zielgerichteten, wenn auch legalen Umstrukturierung».

Das Resultat war eine neue Firma mit einem Stromkostenanteil von deutlich über 10 Prozent. Eine relative Verdoppelung innert weniger Jahre: Noch im Jahr 2013 ärgerte sich Martullo öffentlich darüber, dass ihre Firma gemäss neuem Energiegesetz nicht von der Rückerstattung des Ökostrom-Zuschlages profitieren würde. In einem «Blick»-Interview bezifferte die Unternehmenschefin die Elektrizitätskosten der EMS auf «knapp unter fünf Prozent».

Magdalena Martullo-Blocher: Hat sie ihre Firma gezielt umstrukturieren lassen?  Bild: KEYSTONE

Damit lag die Firma unter der kritischen Grenze, um Geld zurückzuerhalten: Nach dem Willen des Parlaments sollten Schweizer Unternehmen den Netzzuschlag erst ab einem Stromkostenanteil von 5 Prozent teilweise, ab 10 Prozent ganz zurückerhalten.

«Die Politik hat nicht verstanden, dass die beabsichtigte Fünf-Prozent-Regelung fast keine Unternehmen befreien wird», kritisierte Martullo. In der Chemie- und Pharmaindustrie erfüllten nur gerade zwei Unternehmen diese Bedingungen. «Von einer Entlastung der Industrie kann deshalb keine Rede sein.»

«Kein Zusammenhang»

Inzwischen hat sich Martullos Problem gelöst. Als neuerdings stromintensive Firma hat ihre EMS Chemie bisher knapp drei Millionen Franken an Bundes-Geldern zugesprochen erhalten.

Auf Anfrage bestreitet ihr Generalsekretär aber, dass die EMS-Gruppe die neue Konzernstruktur eingeführt habe, um damit über die Schwelle von 10 Prozent Stromkostenanteil zu gelangen.

Die Unternehmensgruppe habe in den letzten Jahren in Domat/Ems im Schnitt 40 Millionen Franken in neue Produktionskapazitäten für sogenannte Hochtemperatur-Polymere investiert. Deren Herstellung brauche «anteilsmässig deutlich mehr Strom als andere Produkte». Der Umsatzanteil ausserhalb Europas sei zudem seit 2006 von 32 auf 48 Prozent gestiegen.

Mit der neuen Konzernstruktur sei die Produktionsgesellschaft Schweiz von den internationalen Verkaufsorganisationen getrennt worden. Dies erlaube eine «klarere und einfachere Führung», welche den internationalen Gepflogenheiten entspreche.

Was auch immer die Hauptmotivation hinter der neuen Konzernstruktur war – die EMS Chemie wäre nicht die erste Schweizer Firma, welche den Stromkostenanteil einer Tochterfirma legal in die Höhe treibt, um vom Bund Geld zu erhalten.

Als Gegnerin der Energiestrategie 2050 des Bundes ist es indes nicht im Interesse von Martullo, als Subventionsjägerin dazustehen. Wie die «Schweiz am Wochenende» bereits letzte Woche berichtete, hat sich die EMS Chemie neben der Rückerstattung des Netzzuschlags mehrmals erfolgreich um Bundessubventionen für Projekte im Bereich Energieeffizienz beworben. Gesamtwert: über 305'000 Franken. (aargauerzeitung.ch)

Die Seven Thinking Steps von Magdalena Martullo-Blocher

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Brikne, 20.7.2017
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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jannnsen 03.04.2017 14:27
    Highlight Doppeltes Spiel - mit unserer Zukunft. Einerseits die Schweiz im fossilen Zeitalter halten wollen und andererseits den eigenen Betrieb mit den sonst so verpönten Massnahmen optimieren. Ich hoffe, dass am 21ten Mai die Vernunft über die SVP siegt...
    5 3 Melden
  • danski 03.04.2017 10:16
    Highlight Schon krass! Einerseits wollen die Blockers für unsere erneuerbare Zukunft nichts leisten und andereseits zocken sie den Steuerzahler ziemlich dreist ab. Wie der Vater so die Tochter. Wahrscheinlich haben sie im Sommer die Stromheizungen an um die Subventionen einzustreichen! Voll die Blockade!
    7 3 Melden
  • 7immi 02.04.2017 17:29
    Highlight ich verstehe die problematik nicht. frau martullo optimiert die kosten für ihre firma mit einer legalen möglichkeit wie es jeder andere manager auch tut. das problem ist wohl, dass sie blocher heisst und der svp angehört. bei anderen parteien hätte es dieser fall wohl nicht in die medien geschafft.
    was hier -warum auch immer- nicht erwähnt wird: diese rückzahlungen sind nicht bedingungslos, so muss "Das Unternehmen über eine abgeschlossene Zielvereinbarung zur Steigerung der Energieeffizienz mit dem BFE verfügen" (Artikel 15b bis, EnG ).
    32 26 Melden
    • tomdance 03.04.2017 07:30
      Highlight Genau, 7immi. Die Geschichte wird hier gebracht, weil es in die Kategorie "Wasser predigen und Wein trinken" gehört. Konkret bedeutet das in diesem Falle, dass Martullo-Blocher mit Bundeszuschüssen eine Sanierung des Betriebs finanziert, die sonst selber bezahlt werden müsste. Oder in anderen Worten: wir alle helfen Martullo-Blocher mit unseren Steuern neue, energieeffiziente Anlagen zu haben. Das ist ein Prinzip das die SVP bei den Bauern unterstützt - bei Energiefragen aber bekämpft. Ausser bei den eigenen Firmen natürlich.
      20 8 Melden
    • 7immi 03.04.2017 08:46
      Highlight @tomdance
      die ems chemie investiert jährlich millionen in die forschung bei diversen hochschulen. man muss immer das gesamtbild anschauen, bevor man urteilt. das entsprechende geld floss übrigens nicht in die maschinen, sondern die gesamte prozesskette und entsprechende peripherie. der löwenanteil dabei zahlte auch die ems selbst. bei der rückzahlung des netzzuschlages handelt es sich auch nicht um eine subvention, sondern um eine steuererleichterung. es wird also geld zurückbezahlt.
      7 9 Melden
    • i schwörs 04.04.2017 08:05
      Highlight Ja genau, und wenn Frau Kiener Nellen dasselbe tut, ist der Aufschrei von Rechts riesig. Abgesehen davon, Du erwähnst hier die Forschung: auch dafür kriegt die EMS Chemie Millionen vom Bund.
      6 2 Melden
  • Schlafwandler 02.04.2017 14:39
    Highlight Ehrliche Politik für den Mittelstand...

    35 5 Melden
  • pedrinho 02.04.2017 14:38
    Highlight 56 kommentare habe ich durchgelesen. Na ja .....
    haette ich das sagen in diesen firmen,

    1. variante (utopie), ich bin bereits so reich, dass es fuer meine familie und deren nachkommen fuer die naechsten jahrhunderte reicht, ich mach die betriebe dicht,

    1a. Ihr koennt mich doch mal alle mit eurem neid und blablabla.

    2. variante, ich gebe den leuten arbeit, halte mich an die gesetze, nutze alle legalern luecken zu meinem vorteil vermehre mein damit auch das vermoegen meiner share- und stakeholder und lass die neider, besserwisser und wurstlis weiter schwafeln. Goto 1a

    18 34 Melden
    • Richu 02.04.2017 16:36
      Highlight Die verschiedenen Pensionskassen, welche im Besitz von Aktien von EMS sind, erwarten von der Führung dieser Firma, dass sie gute Arbeit leistet, damit auch die Dividende zugunsten der Pensionierten "stimmt"!
      Dass die Emser Werke die Schweizer Produktionsstätten bündelt ist sinnvoll.
      Andere Schweizer Firmen haben dies schon lange vollzogen.
      16 8 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 02.04.2017 17:43
      Highlight Bravo, du beschreibst 'die einzige rationale Handlungsweise' oder auch _nicht_.
      0 6 Melden
    • Charlie Brown 02.04.2017 17:57
      Highlight @pedrinho: fair enough. So lange Frau nicht in Personalunion in Bern eine gegenteilige Politik vertreten würde.

      That's the Point. Sorry you missed it.
      25 8 Melden
    • pedrinho 03.04.2017 14:22
      Highlight Moeglicherweise und ich wuensche ihr das, finden sich mitstreiter und bereitem dem subventionssumpf ein einde. Jedoch solange die moeglichkeiten bestehen, ist sie verpflichtet (siehe Richu) diese zu nutzen.
      0 1 Melden
  • Sapere Aude 02.04.2017 14:08
    Highlight Es ist ja grundsätzlich nichts daran auszusetzen, wenn eine Firma versucht seine Kosten und sein Gewinn zu optimieren. Wenn nun aber die Firmeninhaberin als Nationalrätin ständig Regulierung und Subventionen kritisiert, stinkt dies schon ein wenig. Es zeigt einfach, dass für die Gewinnmaximierung alles unternommen wird. Schlussendlich sind Gesetze und Regulierungen alleine aufgrund der Verantwortungslosigkeit gewisser wirtschaftlicher Entscheidungsträger notwendig. Eine Wirtschaftsordnung die das Gemeinwohl und nicht den Profit im Fokus hätte, würde auch weniger Regeln brauchen.
    55 12 Melden
  • Firefly 02.04.2017 13:20
    Highlight Es gibt immer wieder Leute die jammern, es gäbe zu viele Gesetze und Verbote. Das stimmt, jedoch ist der Staat grundsätzlich liberal und erst wenn einige wenige exessiv und wiederholt an den Grenzen des Legalen und zum Nachteil der Allgemeinheit operieren, sieht sich der Staat und die Gesellschaft gezwungen die Grenzen enger zu ziehen und neue Gesetze zu erlassen. Man sollte sich darum nicht nur fragen, ob etwas legal ist sonder auch, ob es nicht zum Nachteil der Allgemeinheit ist. Oder dami rechnen, dass es bald, wegen dem eigenen Verhalten rigidere Gesetze geben wird.
    38 9 Melden
    • Toerpe Zwerg 02.04.2017 14:06
      Highlight Fehlinterpretation. Hier wurde das Gesetz ja genau für diesen Zweck geschaffen.
      7 6 Melden
    • Firefly 02.04.2017 16:19
      Highlight @Toerpe Zwerg Dann steckt wohl lobbying dahinter.
      8 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.04.2017 13:04
    Highlight Was die ems chemie per se macht wäre normal wenn die blochers nicht in der SVP wasser predigten und wein saufen. Wie die blochers politisieren hab ich gestern bei glarner schon gesagt
    59 16 Melden
  • Grundi72 02.04.2017 12:57
    Highlight Legal und darum ok.

    Wenn es eine erfolgreiche Firma im Universum gäbe die von einem Linken geleitet würde (erfolgreich!) (Links!!!) würde diese Firma genau gleich handeln wie die EMS!
    32 67 Melden
    • rodolofo 02.04.2017 13:09
      Highlight Aber wie wird ein Linker vor der Firmen-Übernahme die "Rechte Hand vom Chef"?
      Schon beim Einstieg in die Karriere scheitert das Ganze.
      33 9 Melden
  • boardhead 02.04.2017 12:11
    Highlight da hat wohl mr. köppel versagt! 🙃
    28 8 Melden
  • Makatitom 02.04.2017 12:10
    Highlight Jaja, die Familie Blocher. Hat nicht ein gewisser Christoph Blocher den Begriff "Sozialschmarotzer" geprägt? Wurden wohl die Energiekosten in China und Luxemburg auch noch hinein gerechnet? Rückerstattungen der Ökostromzulage sollten sowieso nur noch Firmen erhalten, die wenigstens einen Teil der Energie, die sie benötigen, selber produzieren, bspw. per Photovoltaik.
    Das, was die Blochers da machen, nenne ich Staatsschmarotzertum, und praktischerweise zimmern sie sich ihre Gesetze auch noch gleich selber. Weiss eigentlich jemand, wie viel Direktzahlungen Blocher mit seinen Bauernhöfen kassie
    68 25 Melden
    • rodolofo 02.04.2017 13:06
      Highlight Sie sind die Macher "da oben" und schimpfen gleichzeitig als Pseudo-Opposition gegen die "Classe Politique".
      Äusserst raffiniert und durchtrieben!
      Und es funktioniert, wie die Faust aufs Auge geschlagen.
      53 11 Melden
  • ch2mesro 02.04.2017 11:32
    Highlight wenn der verbrauch gleich bleibt, aber unter einem firmenbamen gebündelt wird, ist das per se ok. bedenklich ist hingegen, dass der bund rückerstattungen bezahlt ohne diese an energiesparziele zu koppeln. 🤔
    82 15 Melden
    • 7immi 02.04.2017 12:42
      Highlight das problem ist, dass man bei den compoundieranlagen und reaktoren in der kunststoffindustrie praktisch nicht sparen kann. die elektrische energie wird dazu genutzt, grundpolymere herzustellen und diese zu vernetzen. dies ist sehr energieintensiv. die einzige sparmöglichkeit ist die abwärmenutzung und thermische isolation. diesbezüglich ist die ems chemie aber schon sehr weit.
      30 9 Melden
    • Graustufe Rot 02.04.2017 13:27
      Highlight @7immi. Danke. Mags ja auch satirisch und spitz formuliert. Aber Sachlichkeit tut zwischendurch auch ganz gut.
      11 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.04.2017 11:19
    Highlight Wie der Vater, so die Tochter.
    Überrascht?...
    69 25 Melden
  • Ana Lysis (1) 02.04.2017 10:59
    Highlight Ich versteh das Problem nicht. Es ist eine logische und legale Manager Entscheidung die Martullo getroffen hat. Welcher Unternehmen hätte anders reagiert? Egal ob links oder rechts, jeder gute Manager optimiert die Kosten siener Firma.

    Wenn dann müsste man über die Gesetztgebung diskutieren, aber diese Stromsteuer ist kein einfaches Thema.
    70 18 Melden
    • Sandro Lightwood 02.04.2017 12:41
      Highlight Mit komplexen Gesetzen wie dem Steuergesetz ist das so eine Sache. Man wird immer irgendwo eine Lücke finden, an die niemand gedacht hat. Oder irgend eine Umgehungsmöglichkeit, welche per se nicht verboten ist. Klar ist aber, dass dies nicht so angedacht war. Die Frage ist hier mehr eine ethische denn eine rechtliche: muss man sich einen Sport daraus machen, solche Lücken zu finden und intensiv zu bewirtschaften? Führt dies zu mehr Steuergerechtigkeit oder zu mehr Steuerungerechtigkeit? Ist dies nicht eher das Vorgehen von schwarzen Schafen den von CH-Vorzeigeunternehmen?
      24 9 Melden
  • koks 02.04.2017 10:53
    Highlight Mit Stromerzeugung kennen die Blochers sich aus. Vor 20 Jahren hat Blocher mit Spekulant Ebner zusammen das Kraftwerk der Lonza/Alusuisse im Wallis ins Ausland verschachert, mit hohen privaten Profiten. Bis heute bezahlt die Lonza überhöhte Stromkosten an den heutigen Deutschen Besitzer der Kraftwerke. Der Blocher aber wurde dadurch zu einem gemachten Mann.
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Christoph-Blocher--der-Profi/story/30928937

    Die Blochers wissen eben, wie man die Bürger und den Staat über den Tisch zieht.
    87 14 Melden
    • tomdance 03.04.2017 07:39
      Highlight Vater Blocher hat sich schon früher mit Strom beschäftigt. Beim AKW Kaiseraugst hat C.B. die Entschädigung von Motor-Columbus mitorchestriert. Und C.B. war zu dieser Zeit Verwaltungsrat von Motor-Columbus. Tscheggsches?
      5 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.04.2017 10:40
    Highlight - Miliarden aber die staatskasse ausnehmen!

    - Über sozialempfänger schimpfen aber beim Staat die Hohle Hand machen für Subventionen, etc.!

    - "Freiheit bewahren" um anderen die Freiheit zu nehmen!

    Wie "inteligend" und kurzsichtig muss man nur sein, um nicht zu merken, dass sie ihre Enkel und sich damit selbst zerstören!?

    Viele liebe Grüsse aus
    USA, Türkei, Russland, Nordkorea

    !!! Wacht endlich auf !!!
    74 28 Melden
  • Graustufe Rot 02.04.2017 10:39
    Highlight Die Politik arbeitet schlecht sonst gäb es diese Schlupflöcher nicht, während Martullo eine höchst erfolgreiche Unternehmerin ist. Da brauchen wir jetzt gar nicht die Ideologiekeule zu schwingen. Warum sagt man nicht: Auslagern von energieintensiver Produktion in Tochtergesellschaften nützt nichts, denn in dem Fall würden wir einfach eine Mischrechnung machen bei den Stromkosten?
    19 9 Melden
    • Makatitom 02.04.2017 14:08
      Highlight Sie hat erfolgreich ein erfolgreiches Unternehmen geerbt.
      13 4 Melden
  • RETO1 02.04.2017 10:34
    Highlight was EMS-Chemie macht ist absolut legal und EMS wäre blöd wenn sie das Geld nicht einstreichen würde
    Andere machen das auch aber geschwafelt wird natürlich nur wenn's um Blocher-Martullo geht.
    Diese Masche kennen wir schon zur Genüge
    25 60 Melden
  • rodolofo 02.04.2017 10:28
    Highlight M.-B.: What are de seven sinking steps?
    You dreamer, yes you! Say it to de watson-people!
    Ich: Aaalsoo...
    First sinking step: double the energy consumption.
    Second sinking step: Vote for the SVP in the next election
    Third sinking step: destroy the srf radio and television network
    Fourth sinking step: Destroy the justice by voting against human rights and international law
    Fifth sinking step: Buy the Blick and other mainstream-media and change them into SVP-propaganda-vehicles
    Sixth sinking step: Integrate in the Russian Empire
    Seventh sinking step: Let Switzerland sink and fly to the Bahamas
    43 17 Melden
    • Graustufe Rot 02.04.2017 15:55
      Highlight selten so gelacht...lustig
      3 3 Melden
  • AlteSchachtel 02.04.2017 10:20
    Highlight das ist einfach ein weiteres Buebetrickli von Frau Martullo um ihre Habgier und Profilierungssucht zu befriedigen.

    Hauptsache Dividenden, egal ob zu Lasten des Staates oder der Arbeitnehmer.

    Früher sagte man solchen Leuten nach, sie gingen für Geld über Leichen. Heute sind sie gewählte Politiker und werden als Retter der Schweiz gefeiert.

    62 19 Melden
    • Skip Bo 02.04.2017 12:47
      Highlight Es stimmt, die Dividendengier treibt seltsame Blüten. Da sind z.B. Pensionskassen welche auf Teufel komm raus eine Renditenmaximierung fordern um die marktfernen Umwandlungssätze annähernd zu finanzieren.
      Hat dein PK auch Ems Aktien?
      16 7 Melden
    • AlteSchachtel 02.04.2017 14:14
      Highlight @Skip Bo: das weiss ich nicht. Aber meine PK wurde schon vor Jahren von ein paar geldgierigen Typen fast an die Wand gefahren. Sie wurde privatisiert, Arbeitnehmer und -geber bezahlen die Zeche inkl. Sanierung, währenddem die miesen Zocker ungestört in ihren schönen Landhäusern das Leben geniessen.
      14 2 Melden
  • Evan 02.04.2017 10:15
    Highlight Klar ist so etwas "unverständlich".
    Aber das Problem sehe ich eher im System, welches so etwas zulässt als bei den Personen die von der Möglichkeit Gebrauch macht...
    26 9 Melden
    • Makatitom 02.04.2017 12:15
      Highlight Dummerweise haben diese Personen geholfen, diese Möglichkeiten zu schaffen, oder wie lange ist Papa Blocher bereits in der Politik? Und jetzt hilft die Tochter zu verhindern, dass diese Möglichkeiten abgeschafft werden. Diese Leute nennen das immer noch Demokratie, ich längst Plutokratie
      32 9 Melden
    • Evan 02.04.2017 14:02
      Highlight @Makakitom, interessant. Aber in dieser Form reine Behauptungen. Kannst du einige Quellen nennen?
      5 9 Melden
  • Doeme 02.04.2017 10:13
    Highlight Also ich finde es absolut in Ordnung, wenn Unternehmen umstrukturieren, um an dieses Geld zu kommen. Würde ich auch machen und es zeigt, dass das Gesetz nicht zu 100 % ausgereift ist.
    Wenn man dann aber gleichzeitig die Energiestrategie 2050 bekämpft, finde ich das sehr problematisch.
    35 8 Melden
  • Carl Carlsson 02.04.2017 10:09
    Highlight Gobt es jemand der sich wundert?

    Der Blocher-Clan samt seiner SVP foutiert sich doch ums Volk. Die einzien Interessen sind ihre eigenen.
    Moral und SVP/Blocher sind Begriffe sich gegenseitig ausschliessen.
    37 10 Melden
  • PenPen 02.04.2017 10:08
    Highlight Betriebswirtschaftlich absolut nachvollziehbar.
    28 6 Melden
    • Charlie Brown 02.04.2017 18:02
      Highlight Politisch höchst fragwürdig.
      14 4 Melden
  • Töfflifahrer 02.04.2017 10:01
    Highlight Ach Gott, das nenn ich ganz einfach das Blocher Prinzip.
    Wasser predigen und Wein trinken. Ja es ist legal, daran ist nicht zu rütteln. Aber von jemandem der jeweils die Missbrauchs- und Moral-Keule schnell hervorkommt hätte ich doch etwas Feingefühl erwartet (ja ich weiss, Blocher bzw. Martullo und Feingefühl 😂😂😂).
    Effektiv wissen wir ja alle, dass es prominente SVP Vertreter gibt, denen das (SVP-) Volk nur der Machgewinnung von Nutzen ist.
    42 11 Melden
    • R. Schmid 02.04.2017 18:06
      Highlight Stimmt. Niemand der Wähler merkst leider.
      7 2 Melden
  • Redly 02.04.2017 09:40
    Highlight Nur zur Klarstellung: die Zuschläge wurden von SP, Grüne etc. in die Gesetze gepusht. Die Rückerstattung war Teil dieser Gesetze (was beides nicht besser macht...).
    16 8 Melden
    • Graustufe Rot 02.04.2017 12:50
      Highlight @Redly. Wurde das Gesetz in der letzten Legislatur bis 2015 ausgearbeitet? Dann hätte die Mitte-Links-Mehrheit zusammen mit UVEK- Chefin Leuthard und ihrer CVP ein wasserdichtes Gesetz ausarbeiten können. Wahrscheinlich kann man weder der SVP noch der FDP die (alleinige) Schuld an den Schlupflöchern geben, sie hatten schlicht die nötige Mehrheit nicht. Es wurde wahrsch. einfach schlecht gearbeitet?
      3 9 Melden
  • Majoras Maske 02.04.2017 09:06
    Highlight Kein Wunder kämpfen die so vehement gegen die Energiewende, immerhin gehen sie von sich selber aus und vermuten wohl das noch mehr Firmen durch Umstrukturierungen Geld vom Staat erschleichen...

    Soviel auch zu ihrer USR3-Drohung. Was für eine sympathische Volksvertreterin.
    25 3 Melden
  • Charlie Brown 02.04.2017 08:56
    Highlight Wasser predigen und Wein...

    Ach, lassen wir es. Nicht anders als erwartet.
    209 37 Melden
    • Skip Bo 02.04.2017 11:29
      Highlight Niemand ist vor Doppelmoral gefeit. Weder der Gewerkschafter der schlechte Löhne zahlt noch die steueroptimierende Steuerschlupflochbekämpferin. Jetzt Martullo halt auch.
      Warum sollte die Ems Chemie legale Optimierungen nicht machen? Es soll sogar Grünwähler geben welche Flugzeuge (höchster CO2 Ausstoss pro Personenkilometer) als Transportmittel benutzten...
      9 21 Melden
  • Stachanowist 02.04.2017 08:40
    Highlight Was bedeuten ungewöhnlich hohe Stromkosten? Genau: Da ist eine professionelle Hanfplantage ans Netz gegangen ;)
    212 16 Melden
    • Hierundjetzt 02.04.2017 10:43
      Highlight 🚬😎😂
      13 4 Melden
  • Dragonlord 02.04.2017 08:39
    Highlight Gebts doch denen, die es nötig haben und nicht denen, die massive Gewinne einfahren und hohe Dividenden auszahlen. Dies sollte ein zusätzliches Kriterium für jegliche Arten von Subventionen sein.
    164 16 Melden
    • Redly 02.04.2017 09:38
      Highlight Das erreicht man nur, wenn endlich diese unsäglichen Subventionen umfassend angestellt werden.
      3 9 Melden
  • atomschlaf 02.04.2017 08:35
    Highlight Das Problem heisst nicht Ems, Martullo oder Blocher sondern schlicht und einfach Staatsinterventionismus!

    Statt das alle den Strom zu möglichst günstigen Konditionen bekommen, werden Bevölkerung und vielen Unternehmen Zuschläge aufgebrummt, während einzelne Unternehmen davon befreit werden.
    Wer solchen dirigistischen Schwachsinn legiferiert, muss sich nicht wundern, wenn dies auch ausgenutzt wird.

    Muss der Sache mal nachgehen, vielleicht können sich ein paar Hundert oder Tausend Privatkonsumenten auch zu einer derartigen kostensparenden "stromintensiven" Unternehmung zusammenschliessen...
    190 26 Melden
    • Jöggu 79 02.04.2017 09:10
      Highlight Doch, das Problem heisst Martullo oder Blocher und ihr Gefolge. Die bürgerliche Mehrheit bringt solche Gesetze durch von denen sie die grössten Nutzniesser sind. Politik von Reichen für Reiche
      26 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.04.2017 09:56
      Highlight So schauts aus. Ein Unternehmerchef muss die Kosten so tief und den Ertrag so hoch wie möglich halten. Wenn Grossfirmen also Schlupflöcher finden so ist das primär ein Problem der Politik und nicht der Firmen. Denn die verhalten sich ja nur wie man es von ihnen erwarten darf und muss.
      13 7 Melden
    • philosophund 02.04.2017 10:07
      Highlight Bin mal ausnahmsweise deiner Meinung lieber atommy ;)
      9 4 Melden
    • El Burro 02.04.2017 10:09
      Highlight Sei froh gibt es im Enrrgiemarkt noch den Interventionismus. Sonst würde der Normalbürger und KMU noch viel mehr Netznutzungsgebühren zahlen um den Energiepreis im liberalisierten Grosskundenmarkt noch mehr drücken zu können. Warum das die Industrie aber subventioniert werden soll ist mir auch ein Rätsel. Jeder sollte interesiert sein seinen Verbrauch aufs mindeste zu bringen, auch ohne Subvention.
      13 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 02.04.2017 10:11
      Highlight Auf den Punkt gebracht. Mässi.
      5 5 Melden
    • koks 02.04.2017 10:58
      Highlight @Atomschlaf, die neoliberale 'Privatisierung' des Strommarktes durch unsere bürgerliche Politik war von Anfang an nur für Grosskunden geplant gewesen. Die profitieren heute von billigem Strom, wir Bürger die an fixe Anbieter gebunden sind, subventionieren die Stromerzeugung.

      Privatisierungen spülen gigantische Mengen von Geld in ganz wenige Portemonnaies. Und Blocher hat gleich den nächsten Schachzug vorbereitet. Staatliche Subentionen für die privatisierte Strombranche.
      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/blocher-lanciert-rettungsplan-fuer-schweizer-stromkonzerne/story/21512039
      21 3 Melden
  • Skater88 02.04.2017 07:54
    Highlight Geld vom Staat wegen höheren Stromkosten? Also wird der höhere Stromverbrauch auch noch belohnt? Wieso das?
    160 11 Melden
    • dä dingsbums 02.04.2017 08:34
      Highlight Weil man Unternehmen, die hier produzieren und die Arbeitsplätze nicht ins Ausland auslagern, unterstützen will.
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    • atomschlaf 02.04.2017 08:36
      Highlight Wieso das? Gutes Lobbying!
      Leider ist die Lobby der Privatkonsumenten in der Schweiz ausgesprochen schwach und zudem stark öko-infiltriert, sprich, die finden das auch noch gut, wenn wir Konsumenten zu viel für den Strom bezahlen!
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    • Kronrod 02.04.2017 08:49
      Highlight Die EMS Chemie erhält hier nicht Geld vom Staat, sondern erhält den Netzzuschlag zurückerstattet. Die Idee dahinter ist wohl, die betroffenen Firmen nicht zu stark gegenüber dem Ausland zu benachteiligen. Viele der aufgelisteten Firmen sind übrigens Bergbahnen. Nehme an, die Idee dahinter ist der Schutz von Arbeitsplätzen. Siehe auch:
      http://www.bfe.admin.ch/themen/00612/06124/index.html
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    • atomschlaf 02.04.2017 09:09
      Highlight @Kronrod: Aber Bevölkerung und übrige Unternehmen darf man getrost benachteiligen?
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    • Posersalami 02.04.2017 10:48
      Highlight Da beisst sich doch der Hund in den Schwanz. Unternehmen werden ja auch im europäischen Ausland auf diese Art und Weise subventioniert, natürlich mit dem gleichen Argument. Es geht also zumindest teilweise um eine Umverteilung von unten nach oben.
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  • walsi 02.04.2017 07:40
    Highlight Jetzt stellt sich die Frag, wer ist schuld? Diejenigen welche die Gesetze machen oder die, die Clever genug sind diese zur ihren Gunsten auszunutzen? Es ist schwer jemanden eine Vorwurf zu machen der sich ans Gesetz hält. Das ist das gleiche Problem wie bei den Steuerschlupflöchern.
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    • Chili5000 02.04.2017 08:50
      Highlight Ihr Vater wird an dem Gesetzt gewerkelt haben...
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    • mrmikech 02.04.2017 08:56
      Highlight Beide haben schuld, weil es gibt auch noch so etwas wie Moral. Firmen wie Amazon, Apple oder Starbucks zahlen weltweit fast kein Steuer, mittels komplexe aber legale Steuerkonstruktionen. Legal richtig, moralisch falsch.

      Diese Umstrukturierung geht noch ein Schritt weiter, kann man fast als legalen Diebstahl sehen.

      Klar sollen die Gesetze angepasst werden damit Firmen fair Steuer zahlen, aber wann die Blocherfamilie das Land und das Volk (SVP soll halt Volkspartei sein) wirklich so liebt sollen sie kein Steuergeld von das Volk klauen. Zwar legal, aber moralisch falsch.
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    • Gelöschter Benutzer 02.04.2017 10:00
      Highlight Moral ist keine Masseinheit für Firmen, höchstens für deren Inhaber. Wären die Gesetze ausreichend so müsste man nicht ebendiese Moral bemühen. Kritik ist meiner Meinung nach an der Politik zu üben und nicht an den Firmen, welche nur ihren Job erledigen (Kosten tief, Erträge hoch)
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    • rodolofo 02.04.2017 10:30
      Highlight Aber walsi! Diejenigen, die die Gesetze machen, sind doch die Selben, welche diese Gesetze nachher für sich nutzbar machen...
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    • chrimark 02.04.2017 11:03
      Highlight Das Problem ist, dass diejenigen die das Gesetz anwenden es gemacht haben.
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    • walsi 02.04.2017 12:05
      Highlight Wer definiert was moralisch richtig ist. Der Bundesrat, der Papst oder Frau Meier aus dem 2. Stock. Mit der Moral zur argumentieren ist eine Bankroterklärung an den Rechtsstaat.
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  • Toerpe Zwerg 02.04.2017 06:45
    Highlight Ein prächtiges Beispiel für groteske Fehlanreize einer kurzsichtigen Förderungs und Regulierungswut.
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  • Gelöschter Benutzer 02.04.2017 05:38
    Highlight Die Schweizerischen Volks-Profiteure (SVP) zeigen einmal mehr ihr wshres Gesicht.

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