Schweiz
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Hat es sich bald ausgerollt? Immer mehr Kunden greifen zum Korb statt zum Einkaufswagen.

Tschüss Einkaufswägeli bei Migros und Coop? Das Körbli ist dem Wägeli sein Tod

Der Einkaufswagen wird 80. Er kurbelte als rollende Revolution den Konsum an. Zeig mir deinen Einkaufswagen, und ich sag dir, wer du bist! Das Wägeli galt in der Nachkriegszeit als Statussymbol. Doch seine Tage scheinen gezählt. Zeit für eine Würdigung.

25.06.17, 15:56 25.06.17, 16:16

Alexandra Fitz / Schweiz am Wochenende



Kinder strahlen, wenn sie den Einfränkler mühsam rausgeklaubt haben und fürs Kässeli behalten dürfen. Wenn sie eine Süssigkeit in den Wagen schmuggeln und es bei der Kasse zu spät ist, enttäuscht zu werden. Jugendliche entführen ihn und chauffieren Bier und Chips wagemutig direkt zum Grillfest oder deponieren ihn als Zeichen von (Anti-)Konsum mitten in der Stube. Erwachsene stossen ihn stolz vor sich her (alles Bio, alles gesund, guckt doch!), oder schupfen einen, der sich dominant vor dem Regal positioniert hat mit einem noch dominanteren «Äxgüse» zur Seite.

Unser liebes Einkaufswägeli. Zum engmaschigen Korb aus Stahldraht auf Rollen hat jeder eine Meinung. Oder eine Erinnerung. Wer nicht auf dem Land lebt oder eine Grossfamilie ernährt, stöpselt immer seltener ein Wägeli los. Unser Einkaufsverhalten entwickelt sich weiter, und das färbt auf die Daseinsberechtigung des Einkaufswagens ab. Sind die Tage des Chrom-Wägelis gezählt?

Bild: theverybesttop10.com

Heute gilt beim «Poschte»: schnell, wenig, oft. Das ist das Einkaufsverhalten der Jungen-arbeitenden-städtischen-Singlehaushalt-Generation. «Heute wird spontaner eingekauft», sagt Martin Hotz vom Marktforschungsunternehmen Fuhrer & Hotz, spezialisiert auf Detail- und Grosshandel. Hotz spricht vom unberechenbaren Konsumenten. Dieser würde vagabundieren. Das heisst: keine Treue dem Einkaufsort, keine Treue gegenüber Marken.

Relikt aus der Nachkriegszeit

Ja und eben auch keine Treue dem Wägeli. Wer sich abends in einem Mini-Laden eindeckt, braucht keinen sperrigen Wagen. «Dort sind Einkaufswagen Tabu. In diesen Geschäften hat der Einkaufswagen keine Zukunft», resümiert Hotz. Das Wägeli quasi als Retro-Objekt, als Relikt des Nachkriegsbooms. Neben dem Mini-Einkauf macht auch die verkleinerte Ladenfläche dem Wagen den Garaus.

grafik: aargauer zeitung

Laut Hotz geht der Trend Richtung kleine Läden. Kleine Fläche, Convenience-Angebot, ausgedehnte Öffnungszeiten. Das beweisen Untersuchungen. «Die Schweiz ist sogar overstored, was das Verhältnis der Nachfrage zur Verkaufsfläche betrifft», sagt Hotz. Der Detailhandel ist unter Druck, der Wert des Einkaufs nimmt gemäss Hotz ab. Seit zehn Jahren verändert sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten massiv. Der Schweizer kauft weniger ein.

Auch Wirtschaftspsychologin Anne Hermann von der Fachhochschule Nordwestschweiz sieht das Wägeli unter Druck. «Die Konsumenten neigen dazu, häufiger ein Lebensmittelgeschäft zu besuchen, jeweils aber weniger zu kaufen», erklärt sie. Darauf haben die Lebensmittelketten reagiert. «In den kleineren Geschäften trifft man tatsächlich kaum noch Einkaufswagen: die engen Gänge machen es unmöglich, die eher kleineren Einkaufsmengen unnötig.»

Wenigsten sie haben noch Freude am Wägeli.

Auch der Online-Handel erschwert das Leben der Einkaufswagen und könnte diese bald verdrängen. Der Shopper bedient sich zunehmend aus dem Netz. Elektronik, Mode, Haushaltsgeräte. Aber bestellen sich Herr und Frau Schweizer wirklich Salat, Milch und Eier direkt in die Küche? 

Wie konnte es nur so weit kommen, war doch die Erfindung des Einkaufswagens eine rollende Revolution. Ausgelöst vom Amerikaner Sylvan Goldman. Er war es, der vor 80 Jahren den Einkaufswagen in Oklahoma City erfand. Eine Wende in der Einkaufswelt. Das sagt auch Hotz und schiebt nach: «Heute wäre das nur ein Lüftchen.» Der Geschäftsmann wollte, dass die Kundschaft in seiner Supermarkt-Kette Humpty Dumpty mehr einkauft. Sein Einfall: Zwei Klappstühle mit Rollen und ein Warenkorb auf der Sitzfläche. Stolz verkündete er: «Es ist neu – es ist sensationell.»

Abteilung Spass mit dem Einkaufswagen.

Die Einführung war ein Flop. Die Männer wollten nicht als Weicheier gelten, die Frauen hatten das Gefühl einen Kinderwagen vor sich her zu schieben, und modisch war das Drahtgestell auch nicht. So engagierte der tüchtige Geschäftsmann Models, die den ganzen Tag Wägeli durch die Läden schoben. Es funktionierte, 1940 meldete er das Patent an.

In den 50er-Jahren rollte die Revolution auch in die Schweiz. Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler sah die Helfer in den USA und führte die ersten 1959 in einer Filiale in Zürich-Höngg ein. Dies war nur eine logische Konsequenz seiner eingeführten Selbstbedienung. Das Einkaufserlebnis war geboren.

Ein Zeichen für WohlstandDas «Migros-Magazin» widmete dem Einkaufswagen vor zwei Jahren eine vierteilige Serie. Dort ist zu lesen, dass Duttweiler 1948 den Selbstbedienungsladen in der Schweiz einführte. Die Kunden konnten die Waren selbst aus dem Regal nehmen und in Drahtkörbe legen. Und bald eben in den Wagen. Die Vorzüge waren damals schon bekannt: Taschenhalter, Regenschirm-Ständer, kein schweres Schleppen mehr und Kindersitz (damit Mami!!! mit beiden Händen einkaufen kann).

Der Einkaufswagen war ein Zeichen für Wohlstand. Der Krieg war vorbei, die Kunden hatten mehr Geld, kauften grössere Mengen an Waren ein. Auch die Grösse der Wagen wuchs. «Je grösser der Wagen, desto mehr wurde eingekauft. Man wollte die Leute verführen», sagt Martin Hotz. Ein leerer Wagen signalisierte seinem Benutzer: He, hier ist noch unendlich Platz, mach mich voll! Zudem wollten die Leute nicht knausrig wirken. Und ja nicht zu viele Eigenmarken einladen. Früher, so Hotz, habe sich der Konsument noch mehr geniert, auf die Etikette geachtet. «Man konnte auch sagen: Zeig mir deinen Einkaufswagen, und ich sag dir, wer du bist.»

Bild: cyclekart-fr.com

Heute sei es uns egal, wenn man in unseren Wagen schaue. Oder eben in den Korb. Ist das eigentlich eine Rückentwicklung? Vom Korb zum Wagen zum Korb?

Dieses Körbli, das drängt den Wagen weg. Und erst diese Zwitter! Ein grösseres Körbchen mit Mini-Plastik-Rollen und diesem langen Bügel. Dabei ist doch davon auszugehen, dass diese Art von Einkauf stressiger und teurer ist. Und es sinnvoll wäre ein- bis zweimal die Woche einen Grosseinkauf (mit Wägeli!) zu machen.

Klar, samstags wimmelt es von Familien und Rentnern. Aber lieber einmal in der Woche Geschrei und Überalterung zwischen den Regalen als jeden Abend genervt und müde mit 100 andern schwitzenden Feierabendlern durch enge Geschäfte drängen, um Ungesundes zu kaufen und das in ein versifftes Körbli zu packen. Kaum zu Hause, oder schon aus den Säcken, stopft man den Convenience Food in sich hinein, während man sich über die kleine Auswahl ärgert und einem der beissend-lähmende Geruch von Aufbackbrötchen immer noch zwischen den Nasenhaaren hängt.

Wer täglich nach Lust und mit Heisshunger durch den Laden streift, packt mehr ein als gewollt – vor allem Unnötiges. Wäre man einmal mit Plan und Liste zwischen den Regalen unterwegs, hätte eine Idee, was man die nächsten Tage kochen könnte, käme das auch dem Portemonnaie zugute.

So erfasst uns heute die Wehmut, wenn wir Einkaufswagen mit verdrehten, blockierten und verrosteten Rädern gelangweilt in der Gegend rumstehen sehen. Die Migros gibt an, dass pro Jahr rund 2500 geklaut werden. Sie werden mit Erde und Blumen zum Beet umfunktioniert, mit Polstern zum Kinderwagen oder landen auf dem Grund von See und Fluss. Mit einem Ein- oder Zweifränkler macht man für einen Wagen, der bis zu 300 Franken kosten kann, auch ein feines Geschäft.

Bild: designtheoryinteriors.com

Weltmarktführer ist die deutsche Firma Wanzl. Die Metallfabrik aus Leipheim bei Ulm produziert jährlich rund zwei Millionen Stück, und über 25 Millionen Exemplare sollen gemäss dem Magazin «Brand Eins» insgesamt unterwegs sein. Die Migros hat im ganzen Land 150 000 Wägeli im Umlauf. Herr der Flotte ist ein gewisser Schnellmann, erfährt man in der Migros-Serie. Und: Würde man alle aneinanderreihen, wäre die Kette 150 Kilometer lang. Das ist die Luftlinie zwischen Bern und St. Gallen. Coop teilt mit, über 100 000 Einkaufswagen im Einsatz zu haben (Luftlinie Aarau–St. Gallen).

Wenigstens als Symbol

Ende Mai postete die Migros ein amüsantes Video aus einer Filiale in Lenzburg AG. Man könnte fast meinen, der Detailhändler wolle dem Wägeli auf diese Weise wieder Raum bieten. Ein Mitarbeiter stellt den Fahrzeug-Park vor, insgesamt neun unterschiedliche Modelle. «Mit welchem Einkaufswagen kurvst du am liebsten durch die Migros?», wird gefragt. Und siehe da, die Nutzer fangen eine rege Diskussion an über Trennwände für Joghurts, über die Liebe zum Wagen mit Zwillingssitzen und den Sinn des Rollstuhl-Andockers.

Ein Liebling ist auch der kleinste Wagen im Rennstall. Das Kinder-Einkaufswägeli. Mancherorts werden auch grosse Kunden mit dem Wagen mit Stange und Wimpel gesichtet. Übrigens passt sich die Wagenflotte der Bevölkerung an. Dort, wo viele Familien einkaufen, gibt es grössere Modelle, die bis zu 220 Liter fassen. Der EL212 ist so etwas wie der Van. Für die Stadt gibt es kleinere, wendigere Modelle. Die Draht- oder – mittlerweile des Öfteren – auch Plastikkörbe auf Rollen sind auch Länderspezifisch. Wen wunderts, Ami-Schlitten haben doppelt so viel Fassungsvermögen. In Südeuropa sind die Wagen deutlich kleiner, da es an jeder Ecke einen Supermarkt gibt.

In Frankreich und Portugal testet man gerade Einkaufsroboter auf Rädern. Ein Wagen, der mitdenkt, rechnet, redet und vor allem: selbst fährt. Auch die Wagen der Zukunft werden bald smart: Wagen mit integriertem Tablet, sprechendem Einkaufsassistenten, Navigationshilfe. Und auch wenn wir am Ende Eier und Milch online bestellen und uns die Drohne alles heim liefert, bleibt der Einkaufswagen in unserem Kopf. Wenn auch bloss als Symbol. Denn wohin legt man die im Onlineshop ausgewählten Waren? Genau, in den Einkaufswagen. (aargauerzeitung.ch)

Die Einkaufswägeli sind übrigens erstaunlich stabil...

Video: YouTube/Zoomin.TV Deutschland

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zettie94 26.06.2017 01:10
    Highlight Seit es Self-Scannning gibt (z. B. Passabene, nicht die Kassen), packe ich die Einkäufe jeweils direkt in die eigene Tasche/Trolley. Brauche also weder Körbli noch Wägeli.
    3 5 Melden
  • Maya Eldorado 25.06.2017 22:17
    Highlight Ich möchte auch mal so ein Wägeli besitzen und es als fahrbaren Gemüsegarten benutzen.
    So kann ich meinen Garten auch mit in die Ferien nehmen.
    13 0 Melden
  • Fiona Odermatt 25.06.2017 21:49
    Highlight habe denn Artikel nicht gelesen, bin hier um mich über diesen Titel zu echauffieren........ aso nei wääh ;)
    9 3 Melden
    • Helona 25.06.2017 23:25
      Highlight Das mit dem Echauffieren würde ich mir bei den zu Zeit herrschenden Temperaturen nochmals überlegen.😎
      5 0 Melden
  • Nosgar 25.06.2017 21:34
    Highlight Schlicht und einfach Blödsinn. Mehr kann ich zu dem Artikel nicht sagen. Die Wägeli gibt's auch in 50 Jahren noch.
    31 0 Melden
  • mrsmarple1965 25.06.2017 20:33
    Highlight Dann klaue ich ein Wägeli bei Aldi und geh in die Migros zum posten, da steht ha bei Migros und Coop. So. Keiner wird mich vom Poschtiwäggeli trennen und ich habe sicher auch noch ein Dutzend Werbemünzen zum Wägeli mangels Münz holen.
    21 2 Melden
  • Peter Bünzli 25.06.2017 19:51
    Highlight kensch genitiv!?
    6 14 Melden
  • Black hat (minus hat) 25.06.2017 18:43
    Highlight "Das Einkaufsverhalten der Jungen-arbeitenden-städtischen-Singlehaushalt-Generation." Wieso so ein merkwürdiges Konstrukt? "Das Einkaufsverhalten der jungen, arbeitenden, städtischen Singlehaushalt-Generation" hätte doch auch funktioniert.
    41 1 Melden
  • John Smith (2) 25.06.2017 18:17
    Highlight Also wenn ich mich ausnahmsweise mal an einem Samstag in ein Einkaufscenter im nahen Ausland verirre, dann habe ich nicht das Gefühl, dass der Wocheneinkauf am Aussterben wäre.
    79 4 Melden
  • Siebenstein 25.06.2017 17:55
    Highlight Man schaue einmal über den Tellerrand und kaufe ein im Nachbarland, bei feiner Auswahl und guten Preisen nimmt jeder gerne in Kauf das Reisen...😊
    34 108 Melden
    • EvilBetty 25.06.2017 20:59
      Highlight Nope, 8 statt 1 h für den Wocheneinkauf? So gsehn i uus.
      29 2 Melden
    • Siebenstein 25.06.2017 22:18
      Highlight Och nöö, und ich dachte ich erfreue Euch mal mit einem Reim...😂😇
      12 6 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 26.06.2017 09:10
      Highlight @EvilBetty
      Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

      peace :)
      5 1 Melden
    • Fabio74 26.06.2017 11:18
      Highlight Gibt besseres zu tun als in Konstanz etc Schlange zu stehen
      3 1 Melden
    • Siebenstein 26.06.2017 14:53
      Highlight @Fabio 74:Schlange stehen ist nur etwas für Menschen mit schlechtem Zeitmanagement...
      3 0 Melden
  • Matthias Studer 25.06.2017 17:39
    Highlight Solange es Familien mit Kindern gibt, solange wird es Wägeli geben.
    119 2 Melden
  • Pingupongo 25.06.2017 16:49
    Highlight Den Zusammenhang zwischen täglich einkaufen und Convenience food seh ich nicht. Wir (2 Personen Haushalt) gehen jeden Abend über die Strasse zum Coop, kaufen ein für den Znacht, worauf wir gerade Lust haben oder suchen ein feines neues Rezept raus, kochen frisch und essen dann. Convenience food kaufen wir praktisch nie. Resten nehm ich am nächsten Tag zum Zmittag mit. Weggeschmissen wird so auch fast nichts.
    116 16 Melden
    • Scaros_2 25.06.2017 17:17
      Highlight Du sagst also dein essverhalten ist rein spontan? Wie viel food waste hast du?
      13 63 Melden
    • welefant 25.06.2017 17:51
      Highlight Toll🤙🏼
      18 12 Melden
    • Rendel 25.06.2017 19:30
      Highlight Super für sie können sie zu Fuss nur über die Strasse zum Einkaufen, da wohnen sie einkaufstechnisch sehr privilegiert. Ist dann auch nicht wirklich ein Zeitaufwand.
      16 1 Melden
    • Pingupongo 25.06.2017 23:08
      Highlight Auch wenn ich nicht nur über die strasse müsste versteh ich nicht warum täglich einkaufen für den autor gleichbedeutend mit ungesunde fertigprodukte in sich reinstopfen ist. Wir kaufen einfach täglich frische produkte und brauchen sie gleich. @scaros: wie schon geschrieben schmeissen wir praktisch nie etwas weg. Wir kaufen das, was wir gerade brauchen.
      9 0 Melden
  • 11lautin 25.06.2017 16:48
    Highlight Sommerloch-Thema 🤡
    116 11 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 25.06.2017 19:06
      Highlight Dachte ich mir auch. Wayne interessierts?
      12 7 Melden
  • Rendel 25.06.2017 16:46
    Highlight Wenn sie Personal zusätzlich einstellen, das den Leuten die mit Körbli überfordert sind, gratis hilft und das Körbli trägt, ist das o.k. .

    Sonst ist das nur eine kundenunfreundliche Pseudobegründung, um noch mehr Produkte in den Laden stopfen zu können und den Umsatz zu steigern.
    51 21 Melden
  • atomschlaf 25.06.2017 16:41
    Highlight Was für ein reisserischer Titel. Logisch, dass es in Kleinfilialen für den kleinen Einkauf kaum Einkaufswagen braucht, aber in grösseren Läden mit Parkplatz werden diese auch in Zukunft unerlässlich sein.
    158 2 Melden
    • Rendel 25.06.2017 17:16
      Highlight Ich kenne einige die sind in der Kleinfiliale auf das Wägeli angewiesen.
      29 0 Melden
    • atomschlaf 25.06.2017 18:15
      Highlight @Rendel: Drum schrieb ich "kaum" und nicht "keine" ;-)
      18 0 Melden
    • Gohts? 25.06.2017 19:43
      Highlight Kistenweise Gsöff. Was nun? Schleppen?

      Bestimmt nicht. Und ja, das gibts auch in Kleinfilialen, wo ich jeweils Wocheneinkäufe tätige. Aber niemals ohne Poschtiwägeli. Vergesst den mal schnell wieder.

      Wie stellen das eigentlich ÖV-Nutzer an? Mit dem Wägeli in den Bus/Zug?
      11 1 Melden
    • smoe 25.06.2017 23:07
      Highlight @Gohts?

      Als ich noch ÖV-Nutzer in der Schweiz war, habe ich die sperrigen, schwereren Produkte (Kartoffeln, Reis, Wein, Bier, Toilettenpapier etc.) etwa ein Mal pro Monat online bestellt. Frischwaren dann jeweils auf dem Nachhauseweg nach der Arbeit.
      3 0 Melden
  • henkos 25.06.2017 16:33
    Highlight Bei Migros und Coop sind die Preise zu hoch. Dank der Gier unserer Detaillisten kann sich ohnehin niemand mehr leisten, sich dort einen Einkaufswagen zu füllen.
    49 138 Melden
    • Charlie Brown 25.06.2017 19:38
      Highlight @henkos: Worauf müsstest du verzichten, um bei Migros einkaufen zu können?
      17 1 Melden
    • Lami23 25.06.2017 20:29
      Highlight Also ich als Durchschnittverdiener kann mir sogar den Bioladen leisten.
      20 3 Melden
    • Charlie Brown 26.06.2017 06:40
      Highlight @Lami23: Wenn der Durchschnittslohn nur für dich reichen muss. Wenn er für eine ganze Familie reichen muss, kann das in der Tat anders aussehen. Genau darum würde es mich interessieren, etwas mehr von den Umständen von henkos zu erfahren.
      5 0 Melden
    • Fabio74 26.06.2017 11:19
      Highlight Ohje schon wieder das Gejammer
      1 0 Melden
    • Lami23 26.06.2017 12:18
      Highlight @Charlie Braun: Meine Eltern verdienten weniger als ich, trotzdem waren drei Kinder und Bioladen möglich. Alles eine Frage der Prioritätensetzung. Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass das nicht für alle möglich ist.
      Für viele wäre es aber fianzierbar, sie wollen einfach ihr Geld lieber sparen oder anders ausgeben als für die Nachhaltigkeit.
      3 0 Melden
    • Charlie Brown 26.06.2017 18:20
      Highlight @Lami: Ich mag nicht pauschal richten, ich interessiere mich für die Situation von henkos um seine Aussage besser zu verstehen.

      Der Medianlohn liegt bei etwa 6.5k brutto. Nach Sozialversicherung, Steuern, Miete, Kleider und KK für 5 Köpfe bleibt nicht mehr die Welt übrig. Umso löblicher, wer da auf Fairness und Nachhaltigkeit setzt beim Konsum.
      0 0 Melden
  • Phrosch 25.06.2017 16:10
    Highlight Long live the shopping trolley! Warum soll ich meine Einkäufe tragen, wenn ich sie fahren kann? Was soll meine Mutter tun, die am Stock geht? Und meine Tochter mit Kleinkind? Ich hoffe sehr, dass es das Wägli trotz täglich einkaufenden Hipstern noch lange gibt.
    130 11 Melden
    • Mutzli 25.06.2017 16:51
      Highlight Die Freude am Wägeli sei dir gegönnt, war auch ein Höhepunkt des gemeinsamen Einkaufens als Knirps. Doch meiner Meinung nach greift der Artikel zu kurz und driftet allzu sehr in Richtung "ach immer diese Hipster/Jungen/Stadtbewohner, wenn die doch nur planen könnten und Disziplin hätten!" Ich selbst bin ein bekennender oft und wenig Einkäufer, jedoch aus den einfachenen Gründen, dass ich a.) ziemlich auf preisreduzierte Ware angewiesen b.) da ich nur zu Fuss, mit Velo oder ÖV unterwegs sein kann, ist nix mit Tonnen einkaufen c.) kleiner Kühlschrank, kleine Küche=kleiner Einkauf
      54 5 Melden
    • Tilman Fliegel 25.06.2017 19:41
      Highlight Ein Veloanhänger ist gut für Grosseinkäufe, wenn es die Umstände erlauben.
      2 2 Melden

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