Schweiz
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Trotz Geldsegen: Schweizer würden auch mit einem Grundeinkommen weiterarbeiten.
Bild: KEYSTONE

Umfrage zeigt: Neun von zehn Schweizern würden trotz Grundeinkommen arbeiten

Am 5. Juni werden wir in der Schweiz über ein bedingungsloses Grundeinkommen abstimmen. Und dann geht niemand mehr arbeiten? Doch, ergibt eine Umfrage – nur einer von zehn würde sich zur Ruhe setzen.

27.01.16, 08:12 14.03.16, 10:46


Wofür arbeite ich? Diese Frage dürften sich viele von uns in den kommenden Monaten stellen. Denn bald dürfen wir darüber abstimmen, ob in unserem Land ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt wird. Noch ist der exakte Termin nicht bekannt, doch in diesem Jahr wird es soweit sein.

Derzeit lautet die Antwort einer übergrossen Mehrheit auf die Eingangsfrage offenbar: Jedenfalls nicht nur für das Geld. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Demoscope im Auftrag der Initiatoren der Volksabstimmung, die am Mittwochmorgen veröffentlicht wurde. Insgesamt 1076 Schweizer Bürger befragte Demoscope, 676 von ihnen gingen einer Erwerbsarbeit nach.

«Wenn Sie ein bedingungsloses Grundeinkommen bekämen, würden Sie dann aufhören zu arbeiten?» Nur zwei Prozent der Erwerbstätigen beantwortete diese Frage mit einem klaren «Ja, bestimmt». Weitere acht Prozent könnten sich eine freiwillige Arbeitslosigkeit vorstellen, sie antworteten mit «Ja, eher». 69 Prozent schlossen hingegen kategorisch aus, bei einem gesicherten Auskommen nicht mehr zu arbeiten. Weitere 21 Prozent gaben an, «eher nicht» auf Arbeit verzichten zu wollen.

Das Muster: Ich bin fleissig – die anderen faul

Die Ergebnisse decken sich mit denen ähnlicher Umfragen in den vergangenen Jahren. So ermittelte eine Befragung im Rahmen einer Abschlussarbeit an der ETH Zürich im Jahr 2013 ebenfalls einen Anteil von rund zehn Prozent, die angaben, keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen zu wollen, wenn sie ein bedingungsloses Grundeinkommen erhielten. 

Und noch ein weiterer Befund bisheriger Erhebungen wird durch die aktuelle Umfrage in der Schweiz gestützt: Während nur zehn Prozent dazu tendieren, ihre Arbeit aufzugeben, glaubt ein weitaus höherer Anteil, dass seine Mitmenschen sich durchaus auf die faule Haut legen würden. 31 Prozent glaubten «bestimmt» oder «eher», dass «die Mehrheit der Menschen mit einem bedingungslosen Grundeinkommen aufhören zu arbeiten». Das Muster dahinter lautet also: Ich bin fleissig – die anderen sind faul.

Weitere Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass ein recht grosser Teil der Erwerbstätigen in der Arbeit zumindest kürzer treten würden, sollte ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt werden: 53 Prozent aller Befragten gaben an, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen. Mit 54 Prozent etwa gleich viele würden den finanziellen Freiraum nutzen, um sich weiterzubilden.

Auch den Unternehmergeist scheint ein bedingungsloses Grundeinkommen beflügeln zu können. 22 Prozent der Schweizer würden sich der Umfrage zufolge selbstständig machen. Möglicherweise profitiert sogar die Umwelt: Mit 35 Prozent gab etwas mehr als ein Drittel an, beim Einkauf mehr auf nachhaltige Produkte achten zu wollen.

Umfrage

Willst du ein bedingungsloses Grundeinkommen?

  • Abstimmen

3,176 Votes zu: Willst du ein bedingungsloses Grundeinkommen?

  • 61%Ja! Das will ich.
  • 15%Nein! Das ist eine blöde Idee
  • 24%Die Idee ist zwar gut, aber in der Realität funktioniert das nicht.

(cma/spon)

Das bedingungslose Grundeinkommen

BGE-Initianten im goldenen Tesla: «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»

Das bedingungslose Grundeinkommen ist der erste Schritt einer Reise ins Unbekannte

Das bedingungslose Grundeinkommen hat nichts mit Sozialismus und Schlendrian zu tun – es würde uns von staatlicher Hilfe emanzipieren

Wir müssen jetzt ernsthaft über ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen

Sie wollen ein Grundeinkommen: Die spinnen die Finnen – oder doch nicht? 

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    Alle Leser-Kommentare
  • mad_aleister 29.01.2016 21:12
    Highlight Allen die noch kritisch oder gar unentschlossen gegenüber dem BGE stehen, lege ich das Buch "die Befreiung der Schweiz" von Christian Müller und Daniel Straub nahe.
    Es setzt mit Vor- als auch Nachteilen auseinander. Hier zu haben sie Persönlichkeit aus Kultur, Recht und Wirtschaft befragt.
    5 9 Melden
  • Triumvir 29.01.2016 08:51
    Highlight Ich bin dagegen, denn ich will nicht, dass auch nur ein fauler Mensch sich auf meine Kosten einen schönen Lenz macht und damit rein gar nichts zu einer funktionierenden Gesellschaft beiträgt. Btw. Natürlich wird es immer fauler Drückeberger in einer Gesellschaft geben, aber, bei der Einführung eines BGE hätte der Staat kein Druckmittel mehr, die Faulen zu einem produktiven Beitrag zu "motivieren".
    18 18 Melden
    • Stefan von Siegenthal 29.01.2016 22:24
      Highlight Gut, dass dein Menschenbild lediglich in deiner Vorstellung stattfindet und wir eine Sozialhilfequote von 3.5% haben, während davon der Missbrauch im einstelligen Prozentbereich liegt. Die Schweizer sind alles andere als Faul, sonst ginge es uns nicht so gut. Von wegen Druckmittel: Gibt's nur beschränkt, niemand muss hier jemals hungern, Existenzminimum erhält jeder, selbst wenn er nichts macht außer TV schauen. Und trotzdem macht das kaum ein Bürger. Wenn man dem zB die Steuerhinterzieher (ca. 10 Milliarden Schaden/Jahr) gegenüberstellt, dann wissen wir gegen wen man eher vorgehen sollte.
      19 12 Melden
    • Charlie Brown 30.01.2016 09:29
      Highlight @Stefan: Steuerhinterziehung verursacht den grösseren Schaden als Sozialhilfemissbrauch. Beides ist nicht ok, gegen beides ist konsequent vorzugehen. Der Hebel bei den Steuern ist höher. Soweit, so gut.

      Was hat das nun mit dem BGE zu tun? @Triumvir hat nicht gesagt, dass der Missbrauch zunimmt. Nur das falsche Anreize geschaffen werden. Das ist nicht dasselbe.
      5 7 Melden
    • Stefan von Siegenthal 30.01.2016 15:48
      Highlight @Tell du kannst den letzten Satz gerne ignorieren, der diente als Kontrast. Und Anreize für wen? In unserer Gesellschaft ist Faulheit kein Problem, die faulen Menschen sind eine verschwindend kleine Anzahl Menschen. Das ist wie wenn alle Ärzte keinen mehr behandeln würden, wenn statistisch gesehen 0.5% der Rechnungen (die die KK nicht übernehmen), nicht bezahlt werden. Ein BGE bringt der Allgemeinheit massiv viel mehr als es faule unterstützt. Sowas deswegen abzulehnen ist milde paranoid.
      7 3 Melden
    • Charlie Brown 30.01.2016 16:35
      Highlight @Stefan: Ich lehne es nicht deswegen ab, insofern bin ich nicht paranoid.
      3 0 Melden
    • Stefan von Siegenthal 01.02.2016 10:45
      Highlight @Tell Niemand hat gesagt, dass du das so sehen würdest. Du hattest dich in deinem letzten Kommentar selbst auf Triumvir bezogen und nur darauf habe ich geantwortet.
      0 0 Melden
  • Roger Yehuda 27.01.2016 19:56
    Highlight Das ist alles, worüber am 5. Juni abgestimmt wird:

    Art. 110a (neu) bedingungsloses Grundeinkommen

    Der Bund sorgt für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

    Das Grundeinkommen soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen.

    Das Gesetz regelt insbesondere die Finanzierung und die Höhe des Grundeinkommens.
    25 4 Melden
  • Max Heiri 27.01.2016 19:14
    Highlight Ich finde die Idee aus ökonomischer Perspektive durchaus prüfenswert. Allerdings wird so eine Vorlage durch die starke Zuwanderung nach Europa die Schweiz zu einem starken Magneten machen für Flüchtlinge. Ich nehme an, dass es unter anderem an dem Scheitern könnte.
    19 14 Melden
  • happygoalone 27.01.2016 14:19
    Highlight Ich finde seit langem, dass das BGE die Lösung wäre. Fast in allen Bereichen sehe ich nur Vorteile: Wenn eine Mehrheit der Arbeitenden weiterhin berufstätig bleibt, jedoch oft mit kleinerem Pensum, so gibt es doch mehr Vollbeschäftigung im Sinne von weniger Arbeitslosen. Familien könnten sich eine anständige Elternzeit gönnen oder überhaupt Beruf und Familie flexibler unter einen Hut bringen. Da AHV, IV, ALV und Sozialleistungen wegfallen, ist die Sache auch finanzierbar. Hoffentlich gärt da noch etwas in den Köpfen :-))
    28 9 Melden
    • Abnaxos 28.01.2016 09:12
      Highlight Sozialleistungen fallen nicht einfach weg. OK, die AHV kann man mit einem BGE streichen. Aber besonders die IV müsste natürlich bleiben: Es kann sein, dass eine Behinderung zu erhöhten Lebenskosten führt und das BGE dann nicht mehr genug wäre.

      Das BGE ersetzt die Sozialleistungen bis zu seiner Höhe, wenn mehr als das BGE nötig ist, bleiben sie aber erhalten.
      6 0 Melden
  • herschweizer 27.01.2016 13:35
    Highlight Wieso spricht niemand davon dass bge denn Binnenmarkt ankurbeln könnte? Die Krankenkassenprämien sind zum Beispiel 2016 für Familien immens gestiegen und danach schreit kein Hahn.
    18 2 Melden
  • DerDude 27.01.2016 10:53
    Highlight Also viele würden Teilzeit arbeiten. Wieso nicht schon jetzt? Wenn das BGE Eingeführt würde bleibt der Lohn exakt gleich wie jetzt wenn man 100% arbeitet. Nur die Entlöhnung der geleisteten Arbeit sinkt. Ein Beispiel: Eine Lehrerin verdient heute 8000 Franken. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen von 2200 Franken würde sie noch 5800 Franken durch ihre Arbeit verdienen. Ihr Gesamteinkommen als Lehrerin wäre das Gleiche wie vorher, 8000 Franken. Es setzt sich nur neu zusammen. Das ist das Grundprinzip. Also alle die dann Teilzeit arbeiten, würden auch weniger verdienen. Gleich wie jetzt.
    13 4 Melden
    • Henzo 27.01.2016 11:30
      Highlight Das Einkommen würde aber weniger stark sinken. 2200 Fr. sind fix und 5800 Fr. sind 100 % Pensum. Reduziert man nun auf 50 % erhält man noch 5100 Fr. anstatt 4000 Fr.
      14 3 Melden
    • DerDude 27.01.2016 11:53
      Highlight Genau, weil man für die gleiche geleistete Arbeit weniger Entlöhnung vom Arbeitgeber bekommt …
      4 4 Melden
    • Joseph Dredd 27.01.2016 15:14
      Highlight Nicht ganz, DerDude - wenn das BGE wirklich bedingungslos sein soll, stiege das aktuelle Gehalt um den BGE-Betrag z.B. 100% = CHF 6000.- zzgl. BGE (CHF 2200.-) = CHF 8200.- Bezahlte der Arbeitgeber nur die Differenz zum festgelegten Gehalt (CHF 6000.- abzgl. BGE 2200.- = 3800.-), wäre das BGE nicht mehr bedingungslos und nicht Erwerbstätige erhielten kein Geld. Daher auch der Anreiz, das Arbeitspensum zu reduzieren.
      2 7 Melden
  • Joseph Dredd 27.01.2016 10:47
    Highlight Grundsätzlich eine gute Idee, das BGE dürfte einfach nur so hoch/niedrig sein, dass man sich sehr einschränken müsste, um gar keinen Zusatzverdienst mehr zu benötigen. So könnten sich jene, die das wirklich wollen, "zur Ruhe setzen" und meinetwegen Tag und Nacht zocken oder Serien bingewatchen, alle anderen jedoch gehen weiterhin ihrer Arbeit nach - einfach nur noch in dem Umfang, dass sie ihre bisherigen Lebenshaltungskosten decken können, jedoch nicht mehr zwingend 100%.
    13 3 Melden
  • Matthias Studer 27.01.2016 10:45
    Highlight Ich würde die Gelegenheit nutzen um mich beruflich neu zu orientieren. Also nochmals eine Ausbildung für die zweite Hälfte im Arbeitsprozess.
    22 5 Melden
  • Whoosel 27.01.2016 10:38
    Highlight Die Überlegungen dieser Initiative kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

    Wer würde dann noch als Sachbearbeiter , Pfleger im Altersheim oder im Service arbeiten? Jobs, die die Gesellschaft dringend braucht.

    Bei einem Lohn von 4200Fr. würden 2500Fr. vom BGE bezahlt werden. Das heisst für die täglich Arbeit erhalte ich einen Stundenlohn von 9.50Fr? Ich denke da wären es viel mehr als 2%, die Ihre Arbeit an den Nagel hänken würden...

    13 22 Melden
    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 13:16
      Highlight @whoosel Sachbearbeiter Jobs gehören zu den ersten, die Automatisiert werden. Und wenn du dich etwas mit dem Thema Automatisierung auseinandersetzt, wirst du sehen, dass selbst im Pflegebereich Roboterhilfe groß im Kommen ist für die unappetitlichen Arbeiten. Aber Grundsätzlich ermöglicht das BGE, dass Formen beginnen Arbeiten angemessen zu bezahlen und nicht lediglich die Not (einen Job zu haben) ausnutzen mit einem "niedrigen Stunde Lohn".
      10 2 Melden
    • Whoosel 27.01.2016 16:36
      Highlight @Stefan von Siegenthal

      Einfach ausgedrückt soll ich meiner Freundin raten (welche eben einen solchen Pflegeberuf ausübt) FÜR das BGE zu stimmen, da Ihre Arbeit sowieso bald von einem Roboter ersetzt wird?

      Finde ich eine ziemlich doofe Argumentation pro BGE - sorry.

      Solche Jobs mit eher niedrigen Löhnen wird es immer geben und jemand muss sie ausführen. Und wenn es sich dann dank des BGE vom Aufwand/ Ertrag her nicht mehr lohnt, einen solchen Job anzunehmen, schades das der Gesellschaft enorm.
      5 10 Melden
    • Charlie Brown 27.01.2016 17:30
      Highlight @Stefan von Siegenthal: Wer immer es sich leisten kann, wird sich im Alter nicht den A*** von einem Roboter wischen lassen. Das wäre dann eine weitere Akzentuierung der Zweiklassengesellschaft; die Reichen, die sich Menschen als Pfleger leisten können und die Armen, die in Pflegefabriken von Robotern gepflegt werden? Und die Antwort auf diese Problemstellung heisst BGE? C'mon...

      Ich kann da @Whoosel nur beipflichten, das ist auch aus dieser Sicht extrem schädlich.
      4 5 Melden
    • Señor Ding Dong 27.01.2016 23:59
      Highlight @Whoosel Aber wenn diese Jobs für die Gesellschaft so wichtig sind, warum sind sie dann nicht besser entlöhnt? Das würde Firmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen, ich find's gut.
      8 1 Melden
    • paddyh 30.01.2016 02:16
      Highlight Der Punkt ist, dass genau solche Arbeit auch aufgewertet würde. Wenn niemand den Job noch machen würde, steigen auch die Löhne. Also genau die Leute, die schlecht bezahlte Jobs haben, sollten för das BGE sein. z.b. ein Coiffeur (Einkommen ca 3500) würde mit BGE noch ca. 1300 Franken für 100% verdienen. Niemand würde also für so einrn Lohn arbeiten. Aber jeder muss irgendwann seine Haare schneiden. Folglich würde man halt auch mer dafür zahlen. Der Beruf Coiffeur würde also "aufgewertet".
      0 1 Melden
    • Charlie Brown 30.01.2016 09:38
      Highlight @paddyh: Spannender Ansatz. Was aber auch passieren kann gerade im von ihnen genannten Beispiel:

      a) Couffeur wird mir zu teuer. Dann gehe ich halt nur noch alle 8 statt alle 6 Wochen. Ist ja nicht überlebenswichtig. Nachrage und Verdienst geht zurück. VWL erstes Semester.

      b) Oder es wird die englische workingclass Einheitsfrisur wieder Mode. Kahlrasiert mit der eigenen Maschine. Fast gratis, kein Umsatz mehr.

      c) Die Coiffeure werden in die Schattenwirtschaft abgedrängt. Nebenher, bar auf die Kralle und damit vorbei an allen Steuern, auch an jenen, die das BGE speisen sollten.

      Auch möglich?
      3 0 Melden
  • 7immi 27.01.2016 10:35
    Highlight schon bei betrachtung des titelbildes kann ich dieses initiativkomitee nicht ernst nehmen.
    von den 1076 befragten waren nur 676 erwerbstätig...das sagt schon vieles über die repräsentativität dieser umfrage aus.
    ganz ehrlich,wenn wir geld erhalten würden,gingen wir wahrscheinlich noch arbeiten.allerdings nur noch zum zeitvertrieb.ausserdem würden gewisse harte berufe nicht mehr ausgeübt werden oder nicht mehr zuverlässig,da das geld ja so oder so kommt. dieses system hatten wir schonmal in europa und wirklich bewährt hat es sich nicht.denn der mensch wählt den weg des geringsten widerstandes.
    12 13 Melden
    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 13:17
      Highlight Dieses System hatten wir noch nie in Europa. Und die Menschen wollen mehr als das Minimum, so waren wir hier schon immer.
      10 1 Melden
    • Dewar 27.01.2016 17:15
      Highlight Wieso sollte das nicht repräsentativ sein? 676/1076 sind ca. 63%. Wenn ich das so überschlage, sollte das etwa die Erwerbstätigkeit der Bevölkerung wiederspiegeln.
      Zur Sache: Heute ist es ja auch schon so, dass man als nicht Arbeitender Arbeitslosengeld, resp. Sozialhilfe/Ergänzungsleistungen erhält. Trotzdem ist kaum jemand freiwillig arbeitslos. Das BGE würde diesbezüglich nicht viel ändern. Das Ganze würde in erster Linie entbürokratisiert und Familien/junge Menschen würden entlastet. Ich glaube, viele überschätzen die Veränderungen, die wir durch das BGE im Alltag tatsächlich wahrnähmen.
      11 1 Melden
    • Charlie Brown 27.01.2016 19:45
      Highlight @Alias: Rechnest du da die pensionierten mit rein? Die wären dann für die Fragestellung nicht mehr ganz die Zielgruppe. Genau so wenig wie die Säuglinge bis Ende Schulzeit...
      3 2 Melden
    • 7immi 27.01.2016 23:37
      Highlight @alias
      ja, aber nicht der stimmberechtigten bevölkerung.
      jein. jetzt bekommt man zwar auch arbeitslosengeld, das ist richtig, jedoch nicht bedingungslos. man muss z.b. bewerbungen vorlegen um seine ansprüche geltend zu machen.
      das ganze ist nicht zu ende gedacht. wer bezahlt das alles? wenn ich dann arbeiten gehe, werden 50% oder mehr als steuern verschwinden.
      das signal gegen aussen ist natürlich auch genial. kommt in die schweiz, hier wird dir geld in den arsch gesteckt... aber ja, das sind nur gedanken. ich denke das initiativkomitee hat das sehr gut durchdacht... hoffe ich...
      3 4 Melden
  • SVRN5774 27.01.2016 10:30
    Highlight Ich würde ganz sicher arbeiten. Zu Hause bleiben und nichts zu machen, macht mich irgendwie depressiv. Aber ich würde sehr wahrscheinlich 3-4 Tage arbeiten.
    12 3 Melden
  • Utopiot 27.01.2016 10:29
    Highlight Man würde die Höhe des Grundeinkommens natürlich nur so hoch setzen, dass es nicht reicht, auschliesslich davon zu leben; das ist auch der Sinn der Sache. Man müsste aber nicht mehr unbedingt 5 Tage die Woche arbeiten, und hätte somit mehr Zeit, sich selbst zu verwirklichen. Auch das ist gut für die Wirtschaft; nennt mal Wohlfahrt...
    17 6 Melden
    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 13:18
      Highlight Nein, das BGE muss zum Leben reichen. Denn sobald Automatisierung und Jobauslagerung überhand nehmen, werden viele Leute nicht mehr arbeiten können, selbst wenn sie wollten.
      8 1 Melden
  • DerDude 27.01.2016 10:28
    Highlight Der Grundsätzliche Gedanke und Ansatz finde ich super. Aber irgendwie will mir die Finanzierung im Kopf nicht aufgehen. Wer soll das alles Bezahlen? Ist es wirklich so einfach wie die Initianten behaupten? …
    8 9 Melden
    • Dewar 27.01.2016 21:07
      Highlight Nein, solche fundamentalen Systemwechsel sind nie einfach. Vor allem würden wohl die Wirtschaftsverbände sperren, aber auch das Parlament. Jedoch ist die Initiative sehr offen formuliert. Am realistischsten wäre vermutlich eine schleichende Einführung.
      Ich gehe aber davon aus, dass die Initiative deutlich abgelehnt wird. Der Zeitpunkt (Frankenstärke, Flüchtlingskrise) ist nicht ideal und die Gegner werden mächtig mobilisieren, falls sich in den nächsten Monaten plötzlich ein knappes Ergebnis abzeichnen sollte. Dennoch finde ich es gut, dass das Thema den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat.
      4 1 Melden
  • koks 27.01.2016 09:53
    Highlight Ich würde unter einem System mit BGE auch noch arbeiten. Ich würde auch in einem totalitären System oder einer Diktatur versuchen, meine Firma weiterzuführen. Nur hoffe ich, dass wir unser liberales System behalten, anstatt eine Pfründenwirtschaft aufoktroyiert zu bekommen.
    7 18 Melden
  • demokrit 27.01.2016 09:44
    Highlight Die entscheidende Frage ist aber in welchem Ausmass.
    3 1 Melden
  • Röthlisberger‰LauenerAG 27.01.2016 09:43
    Highlight Ich bin mir ja nicht ganz sicher, wie viele Befragungen es braucht, damit eine Umfrage Als representativ gilt, aber reichen 1076 bereits aus? Zudem waren davon 400 Personen nicht erwerbstätig; natürlich würden die gerne arbeiten.
    10 3 Melden
    • Charlie Brown 27.01.2016 10:12
      Highlight Da gibts vom BFS eine gut verständliche Publikation dazu: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/publikationen.Document.61921.pdf

      Die Grösse der Stichprobe ist erstaunlich klein für ein gutes Ergebnis, viel wichtiger ist aber, dass die Stichprobe "zufällig" gezogen wird und damit die Grundgesamtheit möglichst gut abdeckt. Bei 400 nicht erwerbstätigen von total 1076 müsste das zumindest kritisch hinterfragt werden.
      5 1 Melden
  • BetterTrap 27.01.2016 09:36
    Highlight Das BGE würde dem Staat wie dessen Bevölkerung stark unter die Arme greiffen.Würde zum einen die Unsummen an Verwaltungsausgaben des Bundes etc. reduziert werden,hätte der Bürger eine finanzielle Absicherung. Ich denke hier insbesondere an die Älteren unter uns.. Die dank der derzeitigen Entwicklung oft mit Altersarmut zu kämpfen haben werden.Evtl. sollten sich die Gegner welche das Argument aufbringen, dass niemand mehr Arbeiten würde sich einer Selbstreflektion unterziehen.. Denke die Summe der Arbeitsscheuen würde, wenn ein BGE zustande kommt gering ausfallen. Es braucht ja weiterhin Geld..
    16 7 Melden
  • Wilhelm Dingo 27.01.2016 09:33
    Highlight Wenn ich in Kanada ein Grundeinkommen bekommen würde, dann würde ich sofort nach Kanada auswandern.
    14 7 Melden
    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 10:29
      Highlight Der cleverste Mechanismus wäre das BGE in jedem Land nur an jene zu vergeben, die 5 Jahre dort gelebt haben. Und die Arbeitgeber könnten dann geringere Löhne auszahlen (das BGE kommt ja vom Staat). Das würde Missbrauch verhindern und es würden dann praktisch keine Ausländer mehr die Inländer unterbieten können hinsichtlich Lohn. Beispiel: Wenn eine Stelle 3000 kostet, würde die Firma nur 2000 zahlen müssen + 1000 vom Staat. Ein Neuzuzüger würde die 1000 vom Staat nicht sofort erhalten und wenn die Firma ihn wirklich will, dann müssten sie halt selbst mehr bezahlen als für einen Inländer.
      9 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 27.01.2016 10:44
      Highlight @Stefan von Siegenthal: wie ist denn das mit der Personenfreizügigkeit oder mit Asylsuchenden? Ich würde in Kanada auch 5 Jahre warten bis ich dann Geld bekomme.
      1 1 Melden
    • Charlie Brown 27.01.2016 16:43
      Highlight @Stefan von Siegenthal: "Das BGE kommt ja vom Staat". Wer ist der Staat? Ahhh... Das sind wir alle. Die Privatpersonen, die Firmen, einfach die gesamte Volkswirtschaft. Mich erschreckt immer wieder, mit welch einfachen Rezepten hochkomplexe Probleme scheinbar verkauft werden. Fast so wie bei der Sünnelipartei, da sind die Lösungen auch immer ganz einfach.

      Das Geld fällt nicht vom Himmel. Es kommt von irgendwo her. Es fehlt darum an anderer Stelle. Zum Beispiel steigt die Steuerlast der Unternehmung um den selben Betrag wie die Lohnlast sinkt. Nix gewonnen. Nix gespart.
      4 3 Melden
    • paddyh 30.01.2016 02:30
      Highlight Das stimmt so nicht, primär kommt das BGE von den Arbeitgebern. Denn für jeden Angestellten müsste dieser logischerweise auch das Grundeinkommen einzahlen. Plus den redizierten Lohn. Ein paar faule Eier wird es wohl trotzdem geben, aber die gibt es auch heute schon.
      Bitte stell leute nicht in die sünneli Ecke stellen, die wenigstens versuchen konstruktiv Ideen zu diskutieren.
      0 1 Melden
    • Charlie Brown 30.01.2016 13:10
      Highlight @paddyh: Ich diskutiere gerne konstruktiv. Als Kritiker des BGE wurde ich hier aber schon mehrfach angefeindet (zu dumm es zu verstehen, ab in die Grosskapitalistenecke mit mir etc.)

      Ich kritisiere hier nur, dass höchst komplexe Themen mit einfachsten Lösungen - schon fast gebetsmühleartig wie bei der SVP - gelöst werden sollen. Einer vertieften kritischen Betrachtung halten sie aber m.E. nicht Stand. Konkrete Rückfragen oder Kritik an Argumenten bleiben zudem unbeantwortet.

      Ich freue mich schon auf deine Antwort zum Couffeurbeispiel unter einem anderen Kommentar. Das ist dann konstruktiv.
      1 0 Melden
  • Alnothur 27.01.2016 09:29
    Highlight Ich glaube solchen Umfragen nicht, die liegen dauernd daneben. Die allermeisten schätzen sich falsch ein bei solchen Dingen, auch wenn es hier wohl nicht so krass ist wie bei anderen Umfragen. Das ist so wie "wenn es X gäbe, würden Sie es anstelle Y kaufen/nutzen?" und fast alle sagen: "ja natürlich, ist ja besser für wasauchimmer"; dann tut's aber trotzdem fast niemand.
    12 5 Melden
  • G. Schmidt 27.01.2016 09:27
    Highlight Die meisten sind sich wohl nicht bewusst, dass mit der Annahme des Grundeinkommens das gesamte Sozialsystem ausgehobelt wird. Die Umverteilung von Geldern aus unseren Sozialsystemen auf alle anderen, würde letztlich die Schwachen noch einmal schwächen. Menschen, die aufgrund von Behinderungen nicht arbeiten können, werden folglich stärker diskriminiert.
    10 24 Melden
    • G. Schmidt 27.01.2016 10:55
      Highlight Gemäss der Website von der Initiative:
      "In Zahlen: Bei den oben genannten Beträgen ergibt sich ein Volumen von 200 Milliarden Franken im Jahr für das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz.
      1.
      Rund 70 Milliarden Franken davon würden heute bestehende staatliche Transferleistungen (AHV, IV, ALV etc.) ersetzen.
      usw." http://bedingungslos.ch/zum-thema/
      6 1 Melden
  • Skeagle 27.01.2016 09:20
    Highlight Eine Gesellschaft die es schafft sich über das Sein und nicht über das Haben zu definieren ist auf dem Weg zur echten Freiheit, eine Gesellschaft die Einkommen von Arbeit trennt, sorgt auch für richtigen Wandel. Menschen würden nicht mehr über ihre Jobs erpresst werden. Sie hätten endlich in Massen die Chance einem Beruf nachzugehen der von Berufung kommt. Die Menschen würden endlich ihre Fähigkeiten einbringen und nicht Zeit verschwenden um zu Geld zu kommen. Mit dem BGE wäre es nicht Utopia aber ich denke es wäre der erste Schritt zu einer schöneren Zukunft und zu einem humaneren System.
    48 10 Melden
  • Triumvir 27.01.2016 09:15
    Highlight Ein bedingsungsloses Grundeinkommen funktioniert nur in Utopia und ist und bleibt deshalb eine reine Utopie.
    21 42 Melden
    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 09:24
      Highlight Auf deine Phantasie bezogen: Korrekt, so stellst du dir das vor. Bisherige BGEs zeigten das Gegenteil und warten wir mal auf die Ergebnisse aus progressiven Ländern wie Holland und Finnland wo das BGE in Kürze getestet wird.
      11 3 Melden
    • Skeagle 27.01.2016 09:26
      Highlight Was war früher nicht alles eine Utopie... Wenn die Menschen früher auf Leute wie Sie gehört hätten wären wir noch in der Steinzeit.
      30 4 Melden
    • Skeagle 27.01.2016 09:35
      Highlight Was war früher nicht alles eine Utopie gewesen...
      12 3 Melden
    • Charlie Brown 27.01.2016 09:56
      Highlight @Stefan von Siegenthal: "Bisherige BGEs zeigten das Gegenteil" -> Fakten dazu? Wo gibt es ein BGE, welches funktioniert? Mir ist kein konkreter Fall bekannt.
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    • Charlie Brown 27.01.2016 15:13
      Highlight @Christian Grey: Das sage ich ja auch nicht. Nenne sie mir ein umgesetztes BGE weltweit, ich kenne keins. Das heisst nicht, dass es keins gibt, ich kenne einfach keins. Also?

      Für ein funktionierendes braucht es mindestens ein umgesetztes, soweit einig? Und der Herr von Siegenthal spricht in seinem Kommentar grad in der Mehrzahl, also gibt es offensichtlich mehrere (erfolgreiche!) Beispiele. Wo?
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    • Stefan von Siegenthal 28.01.2016 12:48
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    • Charlie Brown 28.01.2016 13:43
      Highlight @Stefan: Besten Dank für den Link. Gemäss diesem ist das beste Beispiel der Alaska Permanent Fund. Eine Dividende, die aus dem Oelgeschäft ausbezahlt wird. Das is a) nicht wirklich ein nachhaltiges Modell und b) mit 878 US-$ (rund 654 €) pro Einwohner im Jahre 2012 fernstens ab von dem was die BGE Initiative verlangt, nämlich eine Einkommenssicherung für ein würdiges Leben. Sorry, das Beispiel für ein funktionierendes BGE lasse ich nicht gelten.
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    • Charlie Brown 28.01.2016 13:46
      Highlight @Stefan von Siegenthal: Und es geht gleich weiter. Bola Famillia in Brasilien: Zwei minuten googeln reichen, um herauszufinden, dass auch das nichts mit BGE sondern eher mit Sozialhilfe zu tun hat, denn... "Bislang wurde nur die Bolsa Familia eingeführt, eine staatliche Leistung für die ärmsten Haushalte im Land. Diese ist allerdings an Bedingungen geknüpft und setzt Bedürftigkeitsprüfungen voraus." Sorry #2, auch das ist kein funktionierendes BGE.
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    • Charlie Brown 28.01.2016 17:26
      Highlight @Grey: Ich bin sehr sensibel auf Halb- und Unwahrheiten. Wenn einfach pauschal behauptet wird, es gäbe mehrere erfolgreich umgesetzte BGEs, dann will ich dafür einen Beweis. Die angeführten Beispiele halten nicht Stand, weil sie nicht annähernd dem entsprechen, worüber wir selbst in der nur vage formulierten Vorlage abstimmen. Ich lasse mich gerne eines besseren Belehren, aber bitte mit Beispielen, die diesen Namen verdienen.

      Wie soll ich ein Gegenbeispiel bringen, wenn es weltweit kein einziges BGE gibt, dass umgesetzt wurde? Zudem muss bitte der Beweisen, welcher behauptet. Nicht umgekehrt.
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  • sanmiguel 27.01.2016 09:04
    Highlight Ich sage schon lange: Die Schweiz ist vermutlich das einzige Land der Welt, wo das BGE funktionieren würde. Die meisten von uns würden einfach weiterarbeiten wie gewohnt. Wir haben ja auch 6 Wochen Ferien für alle abgelehnt. In anderen Ländern undenkbar. Das BGE wäre grossartig und würde die Menschen dazu bringen, dass zu tun was sie wirklich wollen und lieben. Daraus würden ganz neue Dienst- und Wirtschaftsleistungen entstehen wovon wiederum alle profitieren. Ausserdem könnte man beim Verwaltungsapparat massiv sparen. Tolle Idee!
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    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 09:15
      Highlight Die Schweiz wird ziemlich sicher nicht das erste Land sein, das das BGE einführen wird. Wir sind zu konservativ und hatten selbst die AHV bei der ersten Abstimmung haushoch abgelehnt. Aber kommen wird es, weil es eine Notwendigkeit sein wird sobald Automation und Stellenauslagerung die Arbeitslosenrate erhöhen wird. Im Moment geht's uns noch sehr gut, daher gibt's keine große Motivation hier was zu ändern.
      27 5 Melden
  • Einer Wie Alle 27.01.2016 08:49
    Highlight Ich finde es in Ordnung, wenn jemand nicht arbeiten will, sich aber dann selbst versorgt. Alles andere würde ich als asozial empfinden. Wenn jemand nicht arbeiten kann, ist das eine andere Geschichte.
    26 4 Melden
  • Tepesch 27.01.2016 08:43
    Highlight Ich würde auch weiter arbeiten, unabhängig von der Höhe des Betrags. Natürlich nur die Arbeit welche mir Spass macht.
    Nur Ferien, Zocken und Schlafen wären kein Leben für mich.
    43 2 Melden
  • Max Heiri 27.01.2016 08:41
    Highlight Weiss jemand wer das Grundeinkommen in Anspruch nehmen kann? Ich denke da an Leute, die frisch in die Schweiz ziehen.
    11 26 Melden
    • Einer Wie Alle 27.01.2016 08:56
      Highlight Art. 110a (neu) bedingungsloses Grundeinkommen
      1.Der Bund sorgt für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.
      2.Das Grundeinkommen soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen.
      3.Das Gesetz regelt insbesondere die Finanzierung und die Höhe des Grundeinkommens.

      Bevölkerung heisst meiner Meinung nach Bewohner. Also alle Bewohner der Schweiz.
      11 9 Melden
    • Donald 27.01.2016 09:10
      Highlight Aktuell kann man aber ohne Arbeitsvertrag nicht so einfach Bewohner der Schweiz werden :)
      12 5 Melden
    • fuegy 27.01.2016 09:45
      Highlight Was wird als Menschenwürdig erachtet? Ist das nicht eine etwas vage Formulierung? Meine Vorstellung eines Menschenwürdigen Lebens sieht anders aus als die Vorstellung anderer, wie soll das dann geregelt werden? Bestimmt der Staat einen Betrag, welcher ausgezahlt wird? Was wenn ich mit diesem Betrag kein Menschenwürdiges Leben führen kann, nach meiner Definiton von Menschenwürde?
      Das BGE ist eine gute Idee, ich halte allerdings die Menschen für nicht bereit dafür. Langfristig betrachtet kann es funktionieren aber die ersten 10, 20 Jahre wird Chaos, Unsicherheit und Instabilität herrschen.
      3 3 Melden
    • paddyh 30.01.2016 02:36
      Highlight Die Initiative ist bewusst noch vage formuliert, da auch eine Diskussion entstehen soll. Aber es werden Zahlen gehandelt, wie z.b. 5 Jahre in der Schweiz gewohnt zu haben. Es gibt noch viel feintuning, aber gerade für gefährdete Berufe (es gab kürzlich einen Artikel dazu) ist das bge ein Muss.
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  • Pipapo 27.01.2016 08:40
    Highlight Habt ihr die Migranten auch gefragt?
    9 22 Melden
    • Skeagle 27.01.2016 09:27
      Highlight Es steht doch, dass man Schweizer befragte...
      5 2 Melden
  • Nosgar 27.01.2016 08:40
    Highlight Aufgrund der Umfrage darauf zu schliessen, dass die Leute nicht einfach des Geldes wegen arbeiten ist doch Unsinn. Vielmehr reicht das unbedingte Grundeinkommen nicht, um anständig über die Runden zu kommen. Es geht auch hier schlussendlich ums Geld.
    19 4 Melden
  • pd90 27.01.2016 08:39
    Highlight Dann wär ich wohl einer der 2%, da ich dann für das Studium ein Jahr weniger bräuchte. Kommt natürlich immernoch darauf an, wie hoch der Betrag wäre ;-)
    17 2 Melden
  • sebi25 27.01.2016 08:39
    Highlight Die Reichsten haben weitaus genug Geld um die Ärmsten mit zu finanzieren.
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    • Whoosel 27.01.2016 10:23
      Highlight Vielleicht hätten sie das. Du hättest vermutlich auch genug Geld um einige Familien in armen Ländern mitfinanzieren zu können, da wir hier auch zu den Reichsten gehören.

      Und wie viele dieser Familien unterstützt du?

      Eine solche Aussage erwarte ich eigentlich nur von Grundschülern.

      10 8 Melden
    • paddyh 30.01.2016 02:39
      Highlight @Whoosel Grundsätzlich hat er ja recht. Und im Gegensatz zu den "armen Familien" haben wir hier etwas mitzureden.
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  • Likos 27.01.2016 08:37
    Highlight Mit dem Grundeinkommen müssen sich die Arbeitgeber wieder mehr Mühe geben. Arbeiten würde ich sicher, aber die Kündigungsschwelle meinerseits ist dann wohl deutlich gesunken wenn der Job doof ist :).
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  • Quamo 27.01.2016 08:31
    Highlight 1 von 10 sind ja "nur" 450'000 Erwerbstätige die nicht mehr Arbeiten ?!?!
    10 14 Melden
    • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 09:11
      Highlight Wenn die Automatisierung und Jobauslagerung so weiter geht, werden massiv mehr als 10% nicht mehr arbeiten, selbst wenn sie wollten. Das BGE bietet hier eine Möglichkeit den Sozialstaat mit massiv weniger Verwaltungskosten und Betreuungskosten zu führen.
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  • Stefan von Siegenthal 27.01.2016 08:31
    Highlight Interessant wäre die Zusatzfrage, ob sie für ein Grundeinkommen stimmen würden, an jene die sagten, sie würden nicht mehr arbeiten. Mir fällt auf, dass einige BGE Gegner sagen, dass sie ja sicher nicht mehr arbeiten würden, wenn genügend Geld reinkäme. Und sie weiten diese Haltung auf alle Menschen aus und entsprechend meinen einige, dass das Grundeinkommen nicht funktionieren könne.
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  • Scaros_2 27.01.2016 08:28
    Highlight Mal im Ernst was soll ich den sonst tun? Auf der faulen Haut rumliegen und das 50 Jahre lang? Selbst wenn ich morgen Euromillion gewinnen sollte und kA 150 Millionen bekomme würde ich denoch arbeiten gehen. Den glauben man könne dann das leben genissen und tun was man will ist Blödsinn. Es wird einem Langweillig, man verliert den Bezug zu den Problemen von Freunden usw. Geld ist nicht alles, zwischenmenschlicher Kontakt ist wichtig und man will sich selbst nicht abgrenzen also geht man Arbeiten, evtl. für symbolisch 1 Fr. aber es ist wichtig. Geld erleichter das Leben nur, es ersetzt es nicht.
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    • MarGo 27.01.2016 09:01
      Highlight also mit 150 mio... das wär dann ein anderes Szenario... :) ich würde Reisen bis ich alles gesehen hätte... :) vielleicht einen Blog dazu schreiben, damit ich nicht ganz verblöde :D Aber arbeiten, 6:00 Uhr Wecker, 18:00 Uhr erst wieder daheim... ne, das würd ich mir dann nicht mehr geben... Anders natürlich beim BGE, da gehts ohne Arbeit ja kaum, es nimmt einem nur die Geldsorgen...
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    • Scaros_2 27.01.2016 09:23
      Highlight Ja reisen bis zum Umfallen aber vergessen die Pensionskasse zu zahlen und im Alter merken *oh da war ja was* und auf kosten des Staates leben ;-) Hast du je im Leben 3 Monate unbezahlten Urlaub gemacht? Das ist echt ne lange Zeit und selbst in der Zeit beim Reisen dachte ich oft das ein alltäglicher Rhytmus besser wäre als in den Tag leben. Wenn man es nicht kennt ist das schwer vorzustellen aber es ist so. Klar wenn ich viel Geld hätte würde ich evtl. auch erst einmal bischen Ferien machen, mir überlegen das Haus selbst zu entwerfen und soclhe Hobbys haben aber im Endeffekt, arbeiten
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    • MarGo 27.01.2016 09:40
      Highlight da magst du recht haben... ich hatte noch nie 3 monate unbezahlten Urlaub... ich weiss aber, dass nichts tun, schnell langweilig wird... daher... Gnadenhof - Selbstversorgung... genug zu tun und frei :)
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    • smoe 27.01.2016 09:55
      Highlight @Scaros_2
      Ich gebe dir grundsätzlich recht. Aber wenn du innert lediglich 3 Monaten Reisen bereits oft einen alltäglichen Rhythmus vermisst, bist du wohl einfach nicht die Person für Langzeit Reisen. ;)

      Allerdings muss man sich wirklich eine Form der Beschäftigung, also "Arbeit" suchen, um nicht langsam den Verstand zu verlieren. Das kann aber durchaus auch ein Blog sein, oder Häckeln etc.
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  • scherom 27.01.2016 08:26
    Highlight ja, 2% gut aber von welcher summe sprechen wir? 1000.- im Monat? 2000.- im Monat?

    Ich benötige für Miete, Krankenkasse, Versicherung etc. etwas weniger als 2000.- im Monat
    8.1 Millionen einwohner * 2000.- = 162 Milliarden
    Sozialausgaben der Schweiz im Jahr 2013 171 Milliarden

    Noch ein paar Regelungen damit das Geld nicht abwandert und ich bin für das Grundeinkommen.
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    • @Chuenz99 27.01.2016 08:47
      Highlight Ich denke, dass du die Minderjährigen nicht miteinrechnen musst
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    • MarGo 27.01.2016 09:10
      Highlight von www.bedingungslos.ch
      Der Initiativ-Text beschränkt sich auf den Wortlaut «menschwürdiges Dasein». Wir schlagen ein Grundeinkommen von 2’500 Franken pro Monat vor. Wie hoch der Betrag wirklich sein wird – also wie viel Geld man benötigt, um in unserer Gesellschaft in Würde leben zu können – ist demokratisch abzustimmen. Kinder sollen auch ein Grundeinkommen erhalten, allerdings einen tieferen Betrag, zum Beispiel einen Viertel, also 625 Franken.
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  • Charlie Brown 27.01.2016 08:24
    Highlight Auf der Basis von welcher (bedingungslosen) Einkommenshöhe wurde die Studie durchgeführt? Ich gehe mal davon aus, dass es potentiell eine Korrelation zwischen CHF und % der nicht mehr Arbeitenden gibt.
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    • Charlie Brown 27.01.2016 10:06
      Highlight Ich spreche nun nur für mich... Es gibt eine theoretische Schwelle, bei welcher meine Antwort von "Ich arbeite weiter" zu "Ich höre auf zu arbeiten" kippt. Die ist aber so hoch, wie ein BGE nie und nimmer sein wird. Was die anderen machen würden kann ich nicht beurteilen und masse mir auch kein Urteil dazu an. Meine Vorbehalte gegenüber dem BGE rühren auch nicht daher.
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Ende Jahr startet die Unterschriftensammlung für eine Finanzsteuer, die heutige Steuern ersetzen soll. Idee der Initianten ist eine Mikrosteuer, die auf sämtlichen bargeldlosen Zahlungen erhoben werden soll.

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Jetzt gibt es eine Idee, wie die Bundesaufgaben und dereinst auch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren wären. Der Bundeskanzlei liegt der Entwurf für die Volksinitiative «Mikrosteuer auf dem …

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