Schweiz

595 Milliarden für 300 Familien: Die Superreichen in der Schweiz sind noch superreicher geworden

27.11.15, 00:00 27.11.15, 07:53

Die Superreichen schwimmen im Geld: Trotz holprigen Aktienbörsen sind die 300 Reichsten der Schweiz in diesem Jahr nochmals um rund 6 Milliarden Franken reicher geworden. Insgesamt häufen sie ein Vermögen von 595 Milliarden Franken auf. Das ist ein Rekord, wie aus der jährlichen Spezialausgabe des Wirtschaftsmagazins Bilanz hervorgeht.

Die Reichsten wurden reicher, obwohl in diesem Jahr die Konjunktur gestottert habe, die Aktienbörsen schwach gewesen und die Rohstoffpreise abgestürzt seien. «Die Rahmenbedingungen für die Reichsten, noch mehr Reichtum aufzuhäufen, waren in diesem Jahr nicht allzu gut», schreibt die «Bilanz».

Die zehn Superreichsten

1. Familie Kamprad (44-45 Milliarden Franken)
2. Jorge Lemann (28-29 Mrd. Fr.)
3. Familien Hoffmann und Oeri (25-26 Mrd. Fr.)
4. Familie Brenninkmeijer (16-17 Mrd. Fr.)
5. Familie Bertarelli (12-13 Mrd. Fr.)​
6. Gérard Wertheimer (11-12 Mrd. Fr.)
7. Hansjörg Wyss (​11-12 Mrd. Fr.)
8. Charlene de Carvalho-Heineken (10-11 Mrd. Fr.)
9. Patrick Drahi (10-11 Mrd. Fr.)
10. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (8-9 Mrd. Fr.)

Quelle: Bilanz

In der Schweiz leben 132 Milliardäre

Der Anstieg der Gesamtvermögen um 6 Milliarden Franken war denn auch deutlich schwächer als im Vorjahr. 2014 hatten die Gesamtvermögen noch um 25 Milliarden Franken zugelegt.

54 Reichste haben an Vermögen gewonnen in diesem Jahr, während 34 im Vergleich zum 2014 an Reichtum eingebüsst haben. Weit mehr als jeder dritte der 300 Reichsten, nämlich deren 132, ist Milliardär.

Das US-Magazin «Forbes», Beobachter globalen Reichtums, zählte im Frühling in 66 Ländern 1826 Milliardäre – 290 mehr als im Vorjahr. Mit anderen Worten: Jeder 14. Milliardär der Welt lebt in der Schweiz.

«Während bei uns die Milliardärsdichte konstant bleibt, nimmt sie in China rasant zu; im Paradies der Arbeiter leben bereits 213 Milliardäre», schreibt das Wirtschaftsmagazin.

Ikea-Besitzer zum 14. Mal ganz oben

1988 veröffentlichte die «Bilanz» ihr erste Rangliste der Reichsten, die damals jedoch nur die «Top 100» umfasste. Sie vereinigten ein Vermögen von 66 Milliarden Franken auf sich. Heute verfügen allein die zwei Reichsten mit geschätzt 72 Milliarden Franken über mehr Vermögen.

Zum 14. Mal an der Spitze steht die Familie Kamprad mit einem Vermögen zwischen 44 und 45 Milliarden Franken. Das sind 2 Milliarden mehr als vor einem Jahr. Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad aber auch seine Söhne wohnen zwar nicht mehr in der Schweiz. Die Söhne, die heute den florierenden Möbelgiganten leiten, besitzen jedoch den Schweizer Pass.

Die Familie von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad führt das Ranking weiterhin an, auch wenn Vater und Söhne mittlerweile nicht mehr in der Schweiz leben.
Bild: Reuters

Der Roche-Clan fällt zurück

Auf Platz zwei hat sich Jorge Lemann vorgeschoben. 2015 wurde der Brasilien-Schweizer um weitere 3 Milliarden Franken reicher. Vor allem dank seiner Beteiligung am weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch (AB) Inbev kommt er auf ein Vermögen von 28 bis 29 Milliarden Franken. AB Inbev will derzeit für über 100 Milliarden Franken den global zweitgrössten Brauer, SAB Miller, übernehmen.

Der Bierkönig vom Zürichsee hat die Familien Hoffmann und Oeri, die langjährige Nummer zwei, auf Rang drei verdrängt. Der Roche-Besitzerclan büsste wegen des leichten Schwächeanfalls der Pharmaaktien 1 Milliarde ein und steht nun mit 25 bis 26 Milliarden Franken zu Buche.

Glencore-Manager als Absteiger

Die Liste der Absteiger führt Ivan Glasenberg an. Der Chefhändler des Baarer Rohstoffkonzerns Glencore hat innerhalb von zwölf Monaten 3,25 Milliarden Franken verloren. Der seit vier Jahren andauernde Kurssturz der Glencore-Aktien hat sein Vermögen von einst 8,2 Milliarden im Jahre 2011 auf noch 2 bis 2,5 Milliarden Franken eingedampft.

Der steile Absturz der Aktien betraf auch andere Glencore-Manager. Gegenüber 2014 wurden die Vermögen des Zinkhändlers Daniel Maté und des Kupferbereich-Chefs Aristotelis Mistakidis um je 1,4 Milliarden Franken eingedampft. Die beiden Ex-Multimilliardäre kommen noch auf 800 bis 900 Millionen Franken.

Sinkende Rohstoffpreise bedrängen Glencore: Das Vermögen von Top-Manager Ivan Glasenberg schrumpfte in vier Jahren auf ein Viertel. Es sind aber immer noch mindestens 2 Milliarden Franken. 
Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

Zu den Hauptverlierern gehört im Weiteren der Wahl-Zuger Viktor Vekselberg: In zwölf Monaten musste der russische Investor eine Einbusse von gegen 3 Milliarden Franken hinnehmen. Mit noch 8 bis 9 Milliarden Franken ist er aus den Top Ten gefallen. Nicht einmal so sehr seine Schweizer Industriebeteiligungen als vielmehr die breit gestreuten Investments in Russland haben ihm wegen der dortigen Wirtschaftskrise und des Rubelzerfalls das Besitztum verhagelt.

Der Rubelzerfall setzt ihm zu: Der russische Industrielle Viktor Vekselberg.
Bild: KEYSTONE

Prominente Neuzugänge

Die Liste der Gut-Betuchten hatte auch in diesem Jahr einige prominente Zugänge. Diesmal sind es zwölf Reichste, die ein Mindestvermögen von 100 Millionen Franken ihr Eigen nennen. Darunter ist beispielsweise der Brasilianer Paulo Coelho, der in Genf lebt. Der Bestsellerautor hat bislang über 200 Millionen Bücher verkauft.

Nicht minder berühmt ist der Stararchitekt Santiago Calatrava, der im bündnerischen Ort Rossa das Bürgerrecht erworben hat, wie «Bilanz» schreibt. Auch Andrea Agnelli, der Spross der berühmtesten Industriellenfamilie Italiens, befindet sich auf der Liste. Der milliardenschwere Fiat-Erbe lebt im Tessin. (trs/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Max Heiri 28.11.2015 02:24
    Highlight Das Urproblem fängt damit an das sich Leute vergleichen wieviel der andere hat. Wenn ich über sowas nicht urteile, dann ist es mir auch egal.
    3 3 Melden
  • Karl33 28.11.2015 00:52
    Highlight wer zwischen dem reicherwerden der superreichen und den kürzungen bei der bildung keinen zusammehang sieht, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
    13 3 Melden
  • blueberry muffin 27.11.2015 19:38
    Highlight Aber der Staat soll an den armen sparen. Alles klar
    11 1 Melden
  • Matthias Studer 27.11.2015 15:02
    Highlight Das Problem ist nicht, dass einige mehr haben als andere. Das wirkliche Problem dabei, ist der wirtschaftliche Schaden. Wäre das Vermögen besser verteilt, würde mehr ausgegeben werden und die Wirtschaft besser voranbringen.
    16 2 Melden
  • BeWi 27.11.2015 11:45
    Highlight da kann ich nur sagen: lieber reich und schön, was haben die Armen davon wenn sie hässlich sind? Carpe Diem und tschüss..
    7 15 Melden
  • BeWi 27.11.2015 11:41
    Highlight ok, super. Und da wir in der CH die Vermögenssteuer kennen, werden von all diesen netten Leuten auch mehr Steuern bezahlt. Ist doch super. Seit alle froh. PS: also zumindest diejenigen, die den CH Pass haben.. scheinen leider nicht all zu viele zu sein :-(
    2 14 Melden
    • Triesen 27.11.2015 17:19
      Highlight Danke für den wertvollen Beitrag
      7 1 Melden
  • DerGrund 27.11.2015 11:31
    Highlight Und bei der Bildung wird eine halbe Milliarde gespart...
    Pervers.
    20 5 Melden
  • dä dingsbums 27.11.2015 09:14
    Highlight Ui Watson! Ein schlimmeres Bild von Gigi Oeri habt ihr nicht gefunden?
    :-D
    18 0 Melden
    • The Punisher 27.11.2015 10:31
      Highlight ja wie der joker aus batman.
      2 0 Melden
  • Hierundjetzt 27.11.2015 09:14
    Highlight Gemäss Gini-Koeffizient (Einkommensverteilung) sind wir im weltweiten Vergleich sehr gut aufgestellt. Durchlässigkeit der Schichten ist ebenfalls sehr gut. Kurz: alles ist mehr oder weniger gerecht bei uns. Von daher: netter Artikel mehr nicht
    16 25 Melden
    • stadtzuercher 27.11.2015 09:34
      Highlight Der weltweite Vergleich sagt nicht, ob es bei uns gerecht ist. Er sagt einfach aus, dass es bei uns gerechter (oder weniger ungerechter ist als anderswo). Denkanstoss: Vielleicht ist es ja weltweit generell recht ungleich verteilt, das Vermögen. Brasilien, China, Türkei... sind das unsere Referenzen?
      32 5 Melden
    • Hierundjetzt 27.11.2015 09:58
      Highlight Lieber Stadtzürcher, doch. Den die Kriterien für die Berechnung sind für jedes Land die gleichen. Sonst könnte man ja keine Vergleiche anstellen....

      Nur in Norwegen oder Luxemburg ist das Vermögen noch "gerechter" verteilt. Bitte bedenken Sie, dass Sie seit 25ig für die 2 Säule sparen, das müssen Sie zwingend zu Ihrem Vermögen zählen.
      7 11 Melden
    • stadtzuercher 27.11.2015 10:33
      Highlight hierundjetzt, lies noch mal meinen post. textverständnis, sag ich bloss.
      11 4 Melden
    • Hierundjetzt 27.11.2015 10:45
      Highlight stadtzürcher: Dein Zitat: "Vielleicht ist es ja weltweit generell recht ungleich verteilt, das Vermögen" ist flüchtig angelesenes Wissen. Du kaschierst dieses, indem Du mir mangelnde Schuldbildung vorwirfst.

      Nocheinmal: Exakt um Deine Frage statistisch zu erhärten gibt es den obengeannten Koffeizienten, der die Verteilung des verfügbaren Äquivalenzeinkommens misst.
      4 8 Melden
    • BeWi 27.11.2015 11:49
      Highlight @stadtzuercher: DE (4.6) ist übrigens vor der CH (4.2) beim Gigi-Koeffizient, was bedeutet, das in der CH das Vermögen gerechter verteilt ist. Einfach mal so zum nachdenken.
      3 3 Melden
    • Crecas 27.11.2015 12:43
      Highlight @stadtzuercher
      Denkanstoss II: Es gibt viele Arten von Gerechtigkeit. Der Gini Koeffizient misst, wie ungleich die Vermögen/Einkommen verteilt sind und geht damit davon aus, dass am gerechtesten eine Gleichverteilung wäre. Aber ist eine Gleichverteilung gerecht? Ich finde nicht. Leistung, Erfindergeist, das Risiko und die Leidensbereitschaft Unternehmer zu sein, sollen belohnt werden. Viele in der Liste profitieren davon, dass ihre Eltern das waren. Auch das ist legitim. Ob man das Geld selber hat und ausgibt oder für seine Kinder arbeitet, ist jedem selber überlassen.
      5 5 Melden
    • Karl33 28.11.2015 00:53
      Highlight der gini koeffizient sagt nichts über gerechtigkeit aus, sondern bloss was über die verteilung des geldes.
      3 0 Melden
  • Miicha 27.11.2015 08:50
    Highlight Millionäre ok, das ist ja noch das eine. Aber Milliardäre? Das ist doch pervers so viel Geld zu haben.
    31 7 Melden
  • Madison Pierce 27.11.2015 08:47
    Highlight Man sollte angesichts dieser Zahlen nicht dem Neid verfallen. Zufriedenheit kommt nicht von Geld. In der Schweiz hat es auch der Mittelstand sehr gut, da muss es uns nicht interessieren, wie viel Geld andere Leute haben. Solche Vergleiche machen unzufrieden, es wird immer einen Nachbar geben, der ein besseres Auto hat, oder ein Ferienhaus oder eine Mitgliedschaft im Golfclub.
    12 20 Melden
    • stadtzuercher 27.11.2015 09:37
      Highlight Pierce, hast schon mal nachgedacht, wohin deine steigende Miete fliesst (als Rendite zu börsenkotierten Immobilienfirmen), deine steigende Krankenkasse (Pharma, börsenkotierte Firmen), deine Renteneinzahlungen (Banken, börsenkotiert). Und wer sind die Aktionäre der börsenkotierten Firmen? Die Superreichen, die ihr Geld weltweit angelegt haben.
      34 2 Melden
    • Madison Pierce 27.11.2015 10:24
      Highlight Grundsätzlich kann es mir egal sein, wohin meine Miete fliesst. Hauptsache ich habe eine schöne Wohnung und genug Geld für ein gutes Leben. Der Besitzer der Wohnung wird viel mehr Geld haben, der Bankmanager auch. Aber ich kann besser leben als geschätzte 95% auf der Welt. Das zählt für mich.

      Und investieren kann auch jeder, der Geld gespart hat. Bei uns ist die Durchlässigkeit zwischen den Schichten gross. Klar, andere haben mehr Glück gehabt und viel geerbt, aber es kann bei uns jeder sein Glück suchen und eine Firma gründen.
      10 9 Melden
    • Kronrod 27.11.2015 11:35
      Highlight Listen to Cash
      1 2 Melden
    • Marcel Nandy Füllemann 29.11.2015 02:10
      Highlight @ stadtzürcher: klar ich muss dir Recht geben, aber wir in der Schweiz haben es GUT! Die Alternative als Kindersoldat durch Afrika gejagt, oder unter einem Regime wie IS oder Nordkorea leiden zu müssen, ziehe ich nicht vor. Wir können bereits sehr glücklich sein, hier und nicht dort leben zu dürfen/müssen. Und viel eher empört darüber, dass durch diese Horterei von Geld sich unsere globale Wirtschaft ausbremst, was das Leid überall grösser macht...
      2 0 Melden
  • koks 27.11.2015 08:45
    Highlight weil kapitalgewinne praktisch steuerbefreit sind, häufen sich die gewinne der milliardäre auf ihrem kapital stetig und schnell an. die mittelstandsdeppen dürfen dafür auf jedem franken einkommenssteuern bezahlen, weil jemand muss schliesslich die steuern und gebühren eines staats bezahlen. schuld ist aber natürlich der asylant und ausländer.
    56 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 09:24
      Highlight 2 Milliardären (oder solche die es gerne wären) gefällt dein Kommentar nicht :)
      25 1 Melden
    • Kronrod 27.11.2015 11:37
      Highlight Naja, wenn Kapitalgewinne steuerbar wären, dann müsste man logischerweise auf Verluste abziehen dürfen. Unter dem Strich hätte das bei einem läppischen Wachstum von 1% nicht eingeschenkt.
      3 7 Melden
  • Triesen 27.11.2015 08:43
    Highlight Ich freue much ersatzweise über die statistischen 400'000 Franken, die ich dafür auf meinem fiktiven Bankkonto habe - das habe ich immerhin diesen Leuten zu verdanken..,, 🤔😆
    29 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 08:37
    Highlight Big Pimpin'
    3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 08:13
    Highlight Und zahlen bloss 0.3% Vermögenssteuer oder noch weniger.... und uns rupfen sie mit 20-30% Einkommenssteuer.
    57 5 Melden
    • Gleis3Kasten9 27.11.2015 08:44
      Highlight Gab es nicht vor ein paar Jahren eine Abstimmung, bei der es um mehr Steuergleichheit in der Schweiz ging und bei der sich das Stimmvolch solidarisch mit diesen armen Grossverdienern gezeigt hat? Wurde ja schliesslich auch oftmals hart ererbt, so etwas muss man schliesslich respektieren.
      32 3 Melden
    • Yolo 27.11.2015 09:00
      Highlight So etwas nennt man dann steuerliche Gleichbehandlung. Wir sind vor Gesetz alle gleich, andere sind gleicher...
      22 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 27.11.2015 09:12
      Highlight Das Problem duerfte weniger die Vermoegenssteuer sein, sondern die Pauschalbesteuerung, das Fehlen einer Kapitalgewinnsteuer und die fehkende Belastung der Kapitaleinkommen mit Sozialversicherungsabgaben.
      22 1 Melden
    • Hierundjetzt 27.11.2015 09:16
      Highlight Dann sagen Sie doch ihrem Chef, Sie möchten am 25. jeweils Vermögen und keinen Lohn. So wegen Äpfel und Birnen vergleichen und so.... 😴
      4 16 Melden
  • Wilhelm Dingo 27.11.2015 08:11
    Highlight Der Vermögenszuwachs ist moderat. Das Problem ist die Tatsache der extremen Ungleichverteilung der Vermögen, global. Das kann nur international angegangen werden, die Schweiz muss sich da einsetzen.
    30 8 Melden
  • dä dingsbums 27.11.2015 07:42
    Highlight Das andere (reiche) Leute reicher werden, hat mit meinen Finanzen wenig zu tun. Mir persönlich ist es egal wenn einer noch mehr Milliarden hat als vorher. Ich bin da nicht neidisch auch wenn ich auf dem Velo und nicht im Rolls zur Arbeit fahre.
    Wenn man diesen Leuten aber weiterhin Steuergeschenke macht und dafür bei der Bildung spart, bin ich nicht einverstanden. Eine Steuerreduktion für Unternehmen und Reiche führt nicht zu mehr Arbeitsplätzen für den Mittelstand, wohl aber zu einer höheren Rendite.
    Die Mehrheit in der Schweizer wählt leider Parteien die genau diese Positionen vertreten.
    77 5 Melden
    • koks 27.11.2015 08:47
      Highlight dingsbums, schon mal überlegt, wohin 20% deiner pensionskassengelder jedes jahr gehen? ev zu den aktionären der versicherungen und banken? zu denen vor allem diese superreichen zählen, mit ihren angelegten vermögen? das hat also mit deinen finanzen wenig zu tun? naivität?
      10 7 Melden
    • Hierundjetzt 27.11.2015 09:10
      Highlight Exakt. DAS stört. Nicht ob jemand x Millionen hat. Gönn ich ihm, ist halt sein persönlicher Lebensentwurf. Aber Bitte keine Steuergeschenke USt II usw
      23 1 Melden
    • dä dingsbums 27.11.2015 09:24
      Highlight @Koks: Ja, es hat wenig mit meinen Finanzen zu tun. Ich bin Teil des Marktes und wenn ich bei IKEA einen Stuhl mit einem lustigen Namen kaufe, wird halt der Besitzer von IKEA reicher. Ich hab kein Problem damit.
      Ich hab auch kein Problem damit das 100% meiner Miete an jemanden gehen, der mehr hat als ich. Die Wohnung ist vergleichsweise günstig, das zählt. Wenn ich Geld ausgebe, wird jemand unweigerlich reicher. So what?
      Wenn man Vermögende und Unternehmen tiefer besteuert und dafür die Bildung meiner Kinder darunter leidet, dann läuft etwas falsch.
      17 2 Melden
    • Karl33 28.11.2015 00:55
      Highlight dingsbums, wer zwischen den reicher werdenden superreichen und den sparrunden bei der bildung keinen zusammenhang sieht, dem ist nicht mehr zu helfen. ich würde sogar sagen, der kahlschlag verdient.
      2 0 Melden
    • dä dingsbums 28.11.2015 10:56
      Highlight Karl33, der Zusammenhang zwischen Steuergeschenken und Sparrunden ist klar, steht auch so in meinen Kommentaren. Vielleicht hast Du das nicht so genau gelesen?
      2 1 Melden
  • Monti_Gh 27.11.2015 07:32
    Highlight Juhu es lebe der Kapitalismus, es lebe der Neoliberalismus, es lebe die Schere zwischen arm und reich.
    Irgendwelche Brösmeli der Reichen bleiben uns sicher übrig.
    47 9 Melden
  • Ricco Speutz 27.11.2015 07:20
    Highlight Ok, seien wir an dem Punkt mal ehrlich zu uns selber.
    Wundert uns das? Sind wir wirklich überrascht das deren Vermögen etwas grösser wurde?.... Nein.

    Familien die über solche finanziellen Mittel verfügen, legen das Geld in verschiedenen Dingen an, sie werden nicht überall gewinnen doch über das ganze gesehen, ist es halt so, dass wenn man irgendwo Geld investiert (nicht in den Bruders Traum einer Imbissbude) da eine Rendite bzw. ein Zins dazu kommt.

    Dazu kommt, die werden ihr Geld nicht in der Matratze haben, also wird die Bank ein Zins bezahlen. Als regt euch nicht künstlich auf...
    17 42 Melden
    • saukaibli 27.11.2015 07:28
      Highlight Die Bank zahlt doch keinen Zins, das Geld wird in Aktien "angelegt", resp. es wird an der Börse gespielt. Die Reichen nennen das natürlich "Investitionen", wir würden es gamblen nennen. Wie lange wird heute eine Aktie nochmal im Durchschnitt gehalten? Ich glaube das sind so 22s, tolles Investment.
      35 3 Melden
    • Monti_Gh 27.11.2015 07:33
      Highlight Das heutige System begünstigt das Kapital, nicht die Arbeit. Viel Kapital, viel Vermögen. Viel Arbeit, wenig Geld.
      39 2 Melden
    • Ricco Speutz 27.11.2015 08:32
      Highlight Willkommen im Kapitalismus :) Wer das nicht will, muss kommunistischer Staat aufsuchen, oder Diktaturen
      *Sarkasmus aus*
      11 16 Melden
  • MaskedGaijin 27.11.2015 06:50
    Highlight mir kommen gleich die tränen. von 8,5 milliarden auf 2-2,5 milliarden. save glencore! 😵
    51 3 Melden
    • xlt 27.11.2015 10:13
      Highlight Das zeigt auch wie theoretisch diese Vermögen doch sind. Verarmen wird er nicht, aber seine Milliarden in Bares umwandeln kann er auch nicht.
      Pervers ist es allemal.
      5 1 Melden
  • Yolo 27.11.2015 06:17
    Highlight und ich bin froh, wenn es vielleicht einmal wieder eine Lohnerhöhung gibt...
    57 2 Melden
    • koks 27.11.2015 08:48
      Highlight aber vorher müssen die dividenden der aktionäre bezahlt werden, schliesslich gehört denen die firma...
      19 0 Melden
    • DerWeise 27.11.2015 09:50
      Highlight ....und den Chef überzeugen, dass es sich längerfristig eher rentiert dir mehr Geld zu geben, als mit billigen EU-Fachkräften Geld zu sparen
      1 1 Melden
  • Kronrod 27.11.2015 05:39
    Highlight Die Schlagzeile ist zwar nett für alle, die ihre Vorurteile von Schere und so bestätigt haben wollen, doch 1% ist kein berauschender Vermögenszuwachs. Das schafft jeder andere auch, der einigermassen vernünftig wirtschaftet.
    20 51 Melden
    • _kokolorix 27.11.2015 07:08
      Highlight das kann man nur sagen wenn man die vermögenszuwächse der ganzen schweiz kennen würde und diese sich in ähnlicher grösse bewegen würden.
      ich denke aber, dass die grosse mehrheit verloren hat.
      allein die beschlossenen sparübungen von bund und kantonen sind wahrscheinlich in dieser grössenordnung.
      generell gehen die gewinne der reichen vor allem wegen steuererleichterungen immer weiter in die höhe. da könnte man schon sagen, dass diese leute uns schlicht und einfach beklauen!
      51 7 Melden
    • Kronrod 27.11.2015 07:26
      Highlight Wer sich über angeblich zu tiefe Steuern ärgert, sollte sich zuerst über Steuerschlupflöcher und Konstrukte wie die Pauschalsteuern aufregen. Das Problem liegt nicht bei den Steuersätzen -- die sind nämlich im historischen Vergleich hoch.
      6 5 Melden
    • koks 27.11.2015 08:50
      Highlight kronrod, für den mittelstand ja. aber nicht für die globalen firmen, die wirtschaft im allgemeinen und die superreichen. das was du schlupflöcher nennst sind normale instrumente im steuerwettbewerb, wird dir jeder svpler oder fdpler erklären. wir können ja dann bei der bildung die fehlenden steuermittel einsparen.
      20 0 Melden
    • _kokolorix 27.11.2015 14:54
      Highlight @Kronrod
      Die Steuersätze sind nicht hoch, sondern seit ca 20 Jahren am Sinken.
      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d4/Kleines_ek.jpg
      Die Steuern werden laufend von den Einkommen zum Konsum verschoben (MwSt, Gebühren und Sozialversicherungen). Das hat zur Folge, dass das obere Einkommenssegment immer weniger zum Gemeinwesen beiträgt. Da die untersten Einkommen kaum Steuern zahlen können (Working Poor) bleibt der Löwenanteil beim Mittelstand hängen.
      Ausgerechnet die wählen aber verbissen SVP.
      7 0 Melden
  • Hackphresse 27.11.2015 05:26
    Highlight Boah
    Die Müssen ja eeeeeecht haasaart gearbeitet haben. Ach du meine güte😱!
    Vieeel fleissiger als alle anderen halt.😉
    😂😂😂
    61 9 Melden
  • DerWeise 27.11.2015 00:12
    Highlight Na dann sparen wir doch gleich mal bei der Bildung der gemeinen Bevölkerung.

    Dieses Land ist nicht mehr ernst zu nehmen.
    100 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 08:57
      Highlight Tja, das haben wir halt nun vom SVP wählen. Wen wunderts?
      27 5 Melden
    • DerWeise 27.11.2015 09:49
      Highlight SVP sind knapp 30% ;)

      FDP, CVP nicht vergessen...
      8 1 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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