Schweiz
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Protest in Zürich.
Bild: KEYSTONE

Taxifahrer sind sauer auf Uber und protestieren in Schweizer Städten

28.06.16, 16:48

Knapp 400 Taxifahrer haben am Dienstag in verschiedenen Schweizer Städten gegen den Fahrdienstanbieter Uber protestiert. In Autocorsos fuhren sie durch die Strassen von Zürich, Basel und Genf, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Protest auf dem Messeplatz in Basel.
Bild: KEYSTONE

In Basel beteiligten sich an der Aktion gegen Uber rund 80 Taxifahrerinnen und -fahrer, wie ein Unia-Sprecher zur SDA sagte. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage und vereinzelt auch hupend fuhren sie in einem Corso durch Basel. Verkehrsbehinderungen soll es laut dem Sprecher nicht gegeben haben.

Schwarzarbeit

Eine Delegation fuhr zudem vor dem Spiegelhof in der Innenstadt vor, wo der Basler Regierungsrat Baschi Dürr seinen Sitz hat. Dem Justiz- und Sicherheitsdirektor wurde ein Brief überreicht, in welchem er und die Regierung aufgerufen werden, gegen Uber vorzugehen.

Mit dem Brief wurde Dürr ein Dossier übergeben, das belegen soll, dass in Basel systematisch illegaler Personentransport stattfindet, wie dies die Observation von Uber-Fahrerinnen und -Fahrern ergeben habe. Uber müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden für Anstiftung zur systematischen Schwarzarbeit und illegalem berufsmässigem Personentransport.

Untätigkeit der Behörden

In Zürich fuhren am Nachmittag rund 30 Taxis in einem Autocorso durch die Stadt. Anlass für die neuerliche Aktion sei die Untätigkeit der Behörden in Zürich, sagte Christof Zellweger von der Taxiunion Zürich.

Bild: KEYSTONE

Tagtäglich würden die Zürcher Taxis massiv konkurrenziert durch das amerikanische Unternehmen, das sich nicht an die lokalen Gesetze halte. Die Missstände seien den zuständigen Behörden bekannt, aber es werde nichts unternommen, kritisierte Zellweger.

Die Taxibranche hatte im Mai verlangt, Uber müsse in der Schweiz verboten werden, solange sich der Fahrdienstanbieter über Gesetze hinwegsetze. Taxifahrer beklagen seit dem Markteintritt von Uber empfindliche Umsatzeinbussen.

Der Konkurrenzkampf unter den Fahrdiensten beschäftigt inzwischen auch den Bund. Mitte Juni hat der Nationalrat eine Motion angenommen, die verlangt, dass die Regeln für berufsmässige Personentransporte an die neuen Technologien angepasst werden. Damit sollen die Taxifahrer gleich lange Spiesse wie Uber erhalten. Der Bundesrat erklärte sich bereit, den Auftrag entgegenzunehmen. (whr/sda)

Fahrdienst Uber

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Interessierter 30.06.2016 10:30
    Highlight Klar verstehe ich die Taxis. Jedoch wird es Zeit, endlich Konkurrenz zuzulassen. Leider wohne ich noch in einer Stadt ohne Uber. Ich kam auch schon mit dem letzten Zug nach Hause und wartete 1 1/2 Stunden auf einen Taxi. Angeblich ist der Taximarkt gesättigt, sagen die Taxiunternehmer... Da ziehe ich Uber vor. Ich habe in NY einen offiziellen Taxi benutzt. Alt, schmutzig, unfreundlich. Mit Uber hatte musste ich am längsten 7 Minuten warten und es kamen schöne Autos und nette Driver. Da gibt man gerne noch einen Tip! Die Fahrt war ja per Kreditkarte bereits abgerechnet und die Quittung im Mail.
    2 0 Melden
  • sergi 29.06.2016 15:40
    Highlight Die Zürcher Taxis sind leider zu teuer (Der Kanton Zürich bestimmt übrigens die Höchstpreise) und die UberX Fahrten zu günstig um davon zu leben. Leider sind die Zulassungsanforderungen um Taxifahrer zu werden viel zu tief, deshalb gibt es 1. zu viele Taxis und 2. zu viele schlecht ausgebildete Fahrer. Würde Uber keine Dumpingpreise verlangen und von diesen noch 25% Provision (!) von den Fahrern abknöpfen und stattdessen faire Preise anbieten, so würden auch mehr Taxifahrer für Uber fahren. ~S
    1 0 Melden
  • Homes8 29.06.2016 09:14
    Highlight Sind Gesetze nur noch für die Leute, die dumm genug sind, sich daran zu halten?
    2 5 Melden
  • Theor 29.06.2016 08:57
    Highlight Ich kann das alles gar nicht nachvollziehen. In der Region Aargau habe ich vor zwei Monaten einmal die uber-App installiert. Dann hiess es, es sei in der Region kein uber-Taxi verfügbar und ich habe das ganze wieder deinstalliert und abgehackt. Allzu präsent scheint mir der Dienst in der Schweiz gar nicht zu sein?
    2 1 Melden
    • Nubotronic 29.06.2016 13:34
      Highlight Bis jetzt nur in den "Städten" Zürich, Basel und Genf.
      Abdeckung Zürich: siehe erstes Bild in der Diashow.
      1 0 Melden
  • Meet The Mets 29.06.2016 08:34
    Highlight Ich fahre Uber, weil die mich nachts um 1 nicht am HB stehen lassen, weil ich nur 3 km fahren will.
    24 1 Melden
  • Nubotronic 29.06.2016 08:29
    Highlight Liebe Taxifahrer
    Ich bin auch der Meinung das Uber nicht ganz gesetzeskonform handelt und div. Vorteile nutzt (Gesetze, Sozialleistungen, Steuern etc.). Dies ist sicher ein wichtiger Punkt.
    Jedoch wer hat diese Veränderung überhaupt so beschleunigt? Das sind ihr, liebe Taxifahrer. Mit untransparenten Preisen, unflexiblem/unfreundlichen verhalten und wegweisen des Fahrgastes da "die Strecke für euch nicht lohnt" habt ihr euer eigenes Grab gegraben. Bei Uber ist auch nicht alles besser, jedoch ist dort die Kundenorientierung um Meilen weiter.
    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.....
    24 1 Melden
  • zsalizäme 29.06.2016 07:57
    Highlight Solange ich für eine Taxifahrt von ca. 5-6 km über CHF 30.00 bezahle, ist mir jede alternative Willkommen. Liebe Taxifahrer, vielleicht liegt der Grund, dass Uber sich überhaupt hier durchsetzten kann, ja auch einfach bei den völlig überhöhten Preisen.
    20 1 Melden
  • E. Edward Grey 29.06.2016 07:43
    Highlight Bei Uber ist nicht alles Gold was glänzt. Aber a) ein Bewertungssystem für die Fahrer zu haben und b) zu wissen man fährt die optimale Route, das ist definitiv Gold.
    28 1 Melden
  • Gaspadin 28.06.2016 17:57
    Highlight Liebe Uber,

    Wie heisst es doch so schön:
    "Viel Feind, viel Ehr."
    Mach weiter so!

    Gruss,
    Ein libertärer Geist
    37 9 Melden

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