Schweiz

Image von Produkten: Deutschland überholt die Schweiz erstmals

14.07.16, 10:52 14.07.16, 11:27

Schweizer Produkte und Dienstleistungen belegen erstmals nicht mehr den Spitzenplatz, sondern sind ganz knapp hinter Deutschland auf den zweiten Platz zurückgefallen. Das zeigt die Studie «Swissness Worldwide 2016» der Universität St. Gallen, der htp St. Gallen Managementberatung AG und der Zürcher Werbeagentur Jung von Matt/Limmat, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Für die Studie wurden in 15 Ländern insgesamt 7914 Personen befragt.

Dennoch ist trotz Bankskandalen und Masseneinwanderungsinitiative das Image der Schweiz im Ausland weiterhin intakt. Konsumenten sind noch immer bereit, für Schweizer Produkte tiefer in die Tasche zu greifen.

Roger Federer bester Markenbotschafter

So akzeptieren sie bei Luxusuhren einen Schweiz-Aufschlag von über 100 Prozent, bei Käse und Kosmetikartikel zahlen sie die Hälfte mehr und selbst bei Skiferien lassen sich 7 Prozent höhere Preise begründen. 

Die grössten Fans der Marke Schweiz kommen gemäss der Studie aus China, Brasilien, Indien und Russland. Als besten Markenbotschafter haben die Befragten Roger Federer genannt. Aber auch in der Schweiz ist Swissness nach wie vor sehr gefragt. So achten 43 Prozent der Bevölkerung auf die Schweizer Herkunft bei Produkten. Für Guetzli mit Kreuz werden im Inland beispielsweise 6 Prozent mehr bezahlt als ohne. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 14.07.2016 13:14
    Highlight Nicht immer aber oft: Schweizer Produkt=grosses Tamtam um nicht viel zu einem überhöhten Preis, leider.
    7 0 Melden

«Asyl-Algorithmus»: Ein Programm soll Flüchtlinge vor der Arbeitslosigkeit bewahren

Forscher der ETH-Zürich entwickelten einen Algorithmus, der die Arbeitslosigkeit bei Asylsuchenden drastisch senken soll. Neu sollen Flüchtlinge nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern anhand von Faktoren wie Alter, Herkunft und Sprache auf die Kantone verteilt werden.

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Kritisiert …

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