Schweiz
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Schweizer Detailhandel verkauft 2017 1'500 Tonnen Fleisch weniger als im Vorjahr

03.03.18, 09:13 03.03.18, 09:27


Die Schweizer Detailhändler haben im vergangenen Jahr weniger Fleisch verkauft. Der Absatz einheimischer und importierter Ware sank um 0,7 Prozent auf 221'468 Tonnen, wie es im vom Bundesamt für Landwirtschaft am Freitag veröffentlichten Marktbericht Fleisch heisst.

Die von den Detailhändlern verkaufte Menge entspricht gut 26 Kilo Fleisch pro Einwohner innerhalb eines Jahres. Das abgesetzte Fleisch und die Fleischprodukte hatten total einen Wert von insgesamt rund 4.64 Milliarden Franken – ebenfalls 0,7 Prozent weniger als 2016.

ARCHIV - ZUR MELDUNG ZUM WERTEVERLUST IM SCHWEIZER FLEISCHMARKT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Employees of butcher Nyffenegger cut meat, Zollbrueck, Emmental Valley, April 4, 2014. The family-owned business butches every week around 30 pigs and 15 cows. The sausages are produced according to a traditional formula. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 
 
Ein Mitarbeiter der Firma Nyffengger in Zollbrueck, Emmental, bearbeitet am 4. April 2014 frisch geschlachtetes Fleisch. Die Metzgerei Nyffenegger fuehrt neben einem Metzgerei-Laden einen hauseigenen Schlachtbetrieb. Jeden Montag werden um die 30 Schweine und 15 Rinder geschlachtet. Das Fleisch wird jeweils am Dienstag und Mittwoch verarbeitet, am Freitag wird Wurst gemacht. Die Wurtswaren werden nach alter Tradition hergestellt, neben der traditionellen Cervelat auch Schwarten- und Dauierwuerste.   (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Besonders Schwein- und Kalbfleisch verzeichnete einen grösseren Rückgang. Bild: KEYSTONE

Nur Poulet und Wurstwaren waren gemessen an den Umsätzen beliebter als im Vorjahreszeitraum, darunter vor allem Schenkel, Nuggets, Spiessli und Wienerli. Grössere Umsatzrückgänge verzeichneten etwa frisches Schweinefleisch (- 1,8 Prozent) und frisches Kalbfleisch (- 2,6). Beides wird zu weit über 90 Prozent in der Schweiz produziert.

Beim Schweinefleisch waren tiefere Preise insbesondere bei beliebten Kurzbratstücken wie Koteletts, Filets, Steaks und Geschnetzeltem massgebend für die tieferen Umsätze, wie das Bundesamt schreibt. Beim Kalbfleisch sorgten tiefere Absatzmengen etwa bei Edelstücken wie Filet für geringere Erlöse. Der Absatzrückgang folgte der tieferen Produktion von Schweizer Kalbfleisch.

Mit einem Durchschnittspreis von 20.95 Franken pro Kilo Fleisch über alle Fleischkategorien bezahlten die Detailhandels-Kunden in der Schweiz gleich viel wie im Jahr 2016. Frischfleisch wurde im Laden durchschnittlich leicht günstiger, während der Preis von verarbeiteten Fleischwaren im Schnitt leicht anstieg. (leo/sda)

Fleisch wird jetzt im Labor gezüchtet

Video: srf

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stubenhocker 03.03.2018 17:51
    Highlight Weniger Rind dafür mehr Huhn? Also der noch viel grössere Tier Holocaust 😈 ?
    Zählt man einzelne verlorene Leben, ist Hühnerfleisch viel brutaler. Es braucht wohl über 100 Hühner Leben um die selbe Menge Fleisch zu gewinnen wie bei einer Kuh.

    Ich liebe Fleisch, habe aber meinen Konsum reduziert. Es klappt gut. Maximal 1-2 Mal pro Woche ein wenig Fleisch, den Rest z.b durch Kichererbsen, Linsen und Bohnen ersetzt, und das selbst Kochen wieder entdeckt.

    Kostet weniger, enthält (hoffentlich) weniger Schadstoffe, und die Pfunde schmelzen auch.

    ...sagt‘s und zündet sich ne Kippe an..🤫
    13 0 Melden
  • Snowy 03.03.2018 15:10
    Highlight Good News für Mensch und Umwelt!
    15 3 Melden
  • MilfLover 03.03.2018 13:56
    Highlight Ich esse von Jahr zu Jahr mehr Fleisch. Allerdings kaufe ich es auch vermehrt im Ausland ein wo es 70% günstiger ist.
    10 68 Melden
    • Valon Behrami 03.03.2018 14:35
      Highlight Bravo! Du bist super!
      20 8 Melden
    • öpfeli 03.03.2018 16:37
      Highlight Und das Leben des Tieres um einiges schlechter.
      Aber hey, Geiz ist ja geil!
      Du bist ein ganz schlauer 🦊❤️
      21 4 Melden
    • Burdleferin 03.03.2018 17:40
      Highlight Und auch noch stolz drauf?
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 03.03.2018 13:01
    Highlight Und alles nur, weil ich letztes Jahr keine Zeit zum Grillieren hatte?
    28 6 Melden
  • Tilman Fliegel 03.03.2018 12:48
    Highlight Alle freuen sich, dass der Konsum zurückgegangen sei. Aber vielleicht wurde einfach mehr im Ausland gekauft.
    42 4 Melden
    • mogad 04.03.2018 10:07
      Highlight Befürcht ich auch. Womit weniger Fleischkauf in der CH mehr Tierleid im Ausland bedeutet.
      1 0 Melden
  • Posersalami 03.03.2018 12:00
    Highlight Die Richtung stimmt, aber es geht viel zu langsam. Die Fleischproduktion belastet die Umwelt mehr als der MIV..
    52 23 Melden
    • andrew1 03.03.2018 16:14
      Highlight Gerade ein printscreen machen und einrahmen. Das du mal etwas ansatzweise positives zum miv sagst ist erstaunlich.
      3 1 Melden
  • Johann (1) 03.03.2018 11:49
    Highlight good news!
    29 13 Melden
  • Tiny Rick 03.03.2018 11:42
    Highlight Ich liebe ein gutes Stück Fleisch aber finde es gut das der Konsum zurückgegangen ist. Habe meinen persönlichen Fleischkonsum auch reduziert. Für die Umwelt und Nachhaltigkeit ist dies genau so wichtig wie der Verkehr und die Energiegewinnung.
    47 11 Melden
    • Chääschueche 03.03.2018 13:21
      Highlight @Tiny
      Dann bitte aber kein importiertes Gemüse mehr essen. Das ist nähmlich nicht umweltfreundlich.
      16 23 Melden
  • carmse 03.03.2018 10:36
    Highlight Könntet ihr dies bitte unter Good News posten? ;)
    166 35 Melden
  • Luca Andrea 03.03.2018 10:27
    Highlight Dieser Artikel zeigt, dass der Tod von Lebewesen einfach ein business ist.

    Wollen wir das?
    37 69 Melden
    • giguu 03.03.2018 11:15
      Highlight Auch deine super vegane Hipsterwurst ist pures Business..
      63 32 Melden
    • Ton 03.03.2018 11:32
      Highlight Das ist mir egal; mir geht es aber um die negativen wirtschaftlichen Folgen der Fleischherstellung (Platz-/Ressourcenverschwendung). Deshalb empfinde ich die Schlagzeile auch als good news. :)
      21 25 Melden
    • Chääschueche 03.03.2018 13:23
      Highlight @Ton
      Platzverschwendung?

      Und was glaubst du wie Gemüse/Getreide usw. Herfestellt werden?
      Da braucht es vermutlich genau gleich oder mehr platz für die selbe menge.

      5 22 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Focusengineer 03.03.2018 10:22
    Highlight Schön, dass die Bürger realisieren, wie schlecht Fleischkonsum für die Gesundheit und unsere Umwelt ist.
    157 67 Melden
    • Top 03.03.2018 11:40
      Highlight Welch ein Seich!
      Ein Gutes stück Fleisch ist gesund und sehr gut fürs Gemüht.
      32 60 Melden
    • Chääschueche 03.03.2018 13:20
      Highlight @Focus
      Und Gemüse/Früchte die mit pestiziden vollgestopft sind sind natürlich besser 💁‍♀️

      Auch wenn sie z.B. Das Grundwasser Verschmutzen.

      Kann vom ganzen importierten zeugs ganz zu schweigen ;)



      8 21 Melden
    • Ohniznachtisbett 03.03.2018 13:58
      Highlight Würd mich nicht wundern wenn diese 1500t einfach in DE oder FR gekauft wurden... Weisch am Samstig uf Konstanz go poste
      16 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skater88 03.03.2018 10:20
    Highlight Wundert mich aber nicht. Poulet ist ein "Billigprodukt" und Nuggets ein Abfallprodukt.

    Wohingegen die Preise für Kalb und Schwein eher hoch sind und im Grosshandel gekauft auch nicht gerade Qualitätsware.
    34 5 Melden
    • Bav 03.03.2018 10:37
      Highlight Es ist gut wenn die Leute mehr Schenkel und Nuggets essen, anstatt nur Brust. So kann mehr verwertet werden.
      37 4 Melden
    • Blutgrätscher 03.03.2018 12:11
      Highlight Auch verbraucht ein Kilo Poulet in der Herstellung deutlich weniger Ressourcen als ein Kilo Rind.
      5 4 Melden
    • Ms. Song 03.03.2018 12:54
      Highlight Fleisch ist viel zu günstig. Es handelt sich um ein Körperteil eines Lebewesens. Ich finde es beschämend, dass man hier den Preis noch mehr nach unten drücken will. Hauptsache jeden Tag Fleisch auf dem Tisch. Wer darunter leidet, ist einem egal. Im Ausgang gibt man dann aber gerne 20.- für einen Drink aus.....
      23 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 03.03.2018 10:06
    Highlight Gut so. Das ist gut für die Nachhaltigkeit.
    199 31 Melden

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