Schweiz

«Zu sehr Mitte-links»: UBS-Chef Ermotti legt sich mit dem Bundesrat an

Nach der scharfen Kritik an einem Datenherausgabe-Entscheid legt UBS-Chef Sergio Ermotti sich direkt mit dem Bundesrat an: Er wirft der Regierung vor, sich «eher Mitte-links» und zu wenig bürgerlich positioniert zu haben.

10.07.16, 05:40 10.07.16, 10:41

Sergio Ermotti.
Bild: EPA/KEYSTONE

«Aus meiner Sicht hat der Bundesrat das Resultat der Parlamentswahlen von Oktober noch nicht ganz berücksichtigt», sagte Ermotti in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». «Er scheint weiter eher Mitte-links zu arbeiten, dabei hat sich das Stimmvolk neu bürgerlicher positioniert.» Ermotti hielte es für wichtig, dass der Bundesrat «wieder eine klare gemeinsame Strategie» findet.

Darauf angesprochen, ob es nach dem Wechsel im Finanzministerium von Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) zu Ueli Maurer (SVP) eine Veränderung gegeben habe, sagte er: «Bei einigen Themen ist der Zug abgefahren.» Aus Ermottis Sicht gibt es Vereinbarungen, welche die Schweiz teilweise ohne Transparenz und ohne klaren politischen Prozess eingegangen sein soll.

Widmer-Schlumpf, die nach der Finanzkrise eine neue Bankenregulierung gegen das «Too-big-to-fail»-Problem anstiess, wurde ein angeschlagenes Verhältnis zu den Banken nachgesagt.

«Politisiertes Verfahren»

Die UBS kündigte in dieser Woche an, sich dagegen wehren zu wollen, dass sie Kundendaten an Frankreich ausliefern soll. Aus Sicht von Ermotti handelt es sich um ein «politisiertes Verfahren» auf französischer Seite. «Es ist ja nicht normal, dass eigentlich vertrauliche Details regelmässig in der Zeitung ‹Le Monde› erscheinen», sagte er.

Nach Ermottis Meinung hat die UBS für die Jahre vor 2010 oder sogar vor 2013 «gemäss dem offiziellen Abkommen mit Frankreich gar nichts zu liefern». Die Anfrage betrifft Daten von 2006 bis 2008. «Man kann nur mutmassen, dass Kooperation versprochen wurde und wieder versucht wird zu sagen, dass dies ja nur ein UBS-Problem sei.»

Frankreich stellte sein Amtshilfegesuche nach Darstellung der UBS aufgrund von Daten, die deutsche Behörden bei einer UBS-Hausdurchsuchung sichergestellt haben. Ermotti erwartet deshalb, dass sich auch andere Länder melden könnten. (cma/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fabio74 10.07.2016 18:46
    Highlight Vielleicht sollter der Herr zuerst mal vor der eigenen Türe wischen und seinen Laden ausmisten. Anstatt weiterhin schmutzige Geschäfte zu machen.
    5 3 Melden
  • Herbert Anneler 10.07.2016 18:30
    Highlight Ermotti kommt mir vor ein kleiner Junge, der seine Pampers voll gemacht hat und sich dann bei der Kindergärtnerin beklagt, dass es stinkt!
    20 3 Melden
  • R&B 10.07.2016 18:14
    Highlight Für mich ist es unverständlich, was Banker zur blinden und destruktiven Geldgier antreibt. Die Finanzkrise spüren wir immer noch und trotzdem verhalten sich Banker schon wieder als ob sie die Wirtschaftsgötter wären.
    22 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.07.2016 17:08
    Highlight Zum Glück bin ich bei diesem Saftladen schon seit zwanzig Jahren micht mehr Kunde.
    15 1 Melden
  • pep42 10.07.2016 17:06
    Highlight Ermottis Tage bei der UBS sind gezählt. Bei der Unicredit (vorherigen Arbeitgeber von Ermotti) hat man keine gute Erinnerungen an ihn. Die grösste italienische Bank könnte eine grosse Bankenkrise auslösen, da sie "systemrelevant" ist!
    20 1 Melden
  • aschgyyge 10.07.2016 13:53
    Highlight zur frage, wieso die ubs in formel 1 investiert und nicht ein schweizer vorzeigesportler wie federer als pr benutzt (anspielung auf cs). hat er tatsächlich geantwortet mit: "ich weiss es nicht genau, für das war mein vorgänger zuständig"

    als ich das hörte musste ich schleunigst den raum verlassen.

    seitdem glaube ich wirklich, dass banker einen tiefer angesehnen sozialen status als prostituierte haben.
    20 7 Melden
    • cassio77 10.07.2016 15:46
      Highlight Na klar, die uns ist so mächtig, dass sie den langjährigen werbevertrag zwischen federer und cs canceln kann. Das ist bullshit bingo. Als Ermotti kam, waren die unwichtigsten aufgaben die abschlüsse von grossen spinsoringverträgen. Das sah grübel trotz der miserablen situation anders, deshalb gab's zusätzlich noch adoboli. Ermotti macht seine sache bisher sehr gut.
      4 9 Melden
  • Sapere Aude 10.07.2016 13:07
    Highlight Was heute schon alles unter "Mittel Links" verstanden wird ist schon spannend. Von der SVP ist man sich ja solche sinnfreie Kommentare gewohnt. Dass jetzt die UBS mit gleichen "Verschwörungstheorien" kommen muss um die eigenen Pfründe zu verteidigen und die Gesetze nicht einhalten zu müssen ist nur noch lächerlich. Die Regierung der Schweiz und desses Parlament hat bis anhin bürgerlich politisiert und wird es weiterhin tun, daran ändern die zwei Quotenlinken im Bundesrat gar nichts.
    50 8 Melden
    • Kookaburra 10.07.2016 17:53
      Highlight Bürgerlich bedeutet Heute vor allem liberal und keineswegs mehr konservativ. Und noch eher Neoliberal. Also das Gegenteil von konservativ.

      Die SVP ist nur zum Schein konservativ und veräppelt die konsevativen "Rechten" nur.

      Liberal heisst Wirtschaft, heisst EU und Immigration.

      Bürgerlich bedeutet Heute also (hauptsächlich wegen dem Lobbyismus) Mitte, und wegen der Globalisierung "Mitte-links". Und im Grunde wird die Mitte nur als Vorwand für Geldadel benutzt.

      Nebenbei verhindert die SVP mit ihrem Populismus richtiges "Rechts".

      Die Bedeutungen haben sich gewandelt. Schon spannend.
      4 5 Melden
    • rodolofo 10.07.2016 18:35
      Highlight Die lineare "Links-Rechts-Skala" hat sowieso ausgedient!
      Heute benutzen die Politologen vorzugsweise das zweidimensionale "Spider-Modell".
      In Zukunft werden wir wohl mit dem dreidimensionalen "Amöbenmodell" arbeiten.
      6 1 Melden
  • John Smith (2) 10.07.2016 12:10
    Highlight Ermotti erwartet, dass sich auch andere Länder melden könnten. Das heisst im Klartext: Ermotti weiss, dass die UBS auch in diesen «anderen Ländern» das Gesetz gebrochen hat.
    48 4 Melden
  • Luca Brasi 10.07.2016 11:57
    Highlight Wieso zieht Herr Ermotti nicht einfach mit seiner Bank in ein "rechtes Traumland", wo keine Regeln für Bankiers herrschen?
    49 7 Melden
    • Visa 10.07.2016 14:01
      Highlight Gibt's das überhaupt noch?
      12 1 Melden
    • phreko 10.07.2016 14:16
      Highlight Er will den Foifer und das Weggli. Gütesiegel Swissbanking, aber ohne Regeln!
      21 0 Melden
  • Tierra Y Libertad 10.07.2016 11:31
    Highlight Der Bundesrat ist (leider) nicht "mitte-links" positioniert, er ist einfach vernünftig genug den Banken nicht immer alles zu gewähren.
    50 9 Melden
  • rodolofo 10.07.2016 10:39
    Highlight Ooh, der Ärmste!
    Wie sagte schon meine Grossmutter?
    "Trau keinem Banker!
    Diese geldgierigen Blutsauger wollen aus allem immer mehr Rendite herauspressen und würden sogar ihre eigene Grossmutter verkaufen, wenn sie damit etwas verdienen könnten!"
    Ein Banker arbeitet geschickt mit dem Wunschdenken der Leute und versucht (ähnlich einem Drögeler) Zeit dadurch zu gewinnen, dass er diesem Wunschdenken Dinge erzählt, die dieses gerne hört und darum auch bereitwillig glaubt.
    Ich wünschte mir ja so sehr, dass unser Bundesrat "Mitte-Links" politisiert! Aber leider leider, Herr Ermotti, ist es nicht so.
    40 17 Melden
    • Raembe 10.07.2016 14:11
      Highlight Schön wie Du alle in einen Topf werfen kannst.....
      6 15 Melden
  • Zarzis 10.07.2016 09:42
    Highlight Wenn ich diesen Mann richtig verstehe, heisst für ihn keine Mitte-Linke Politik, wenn man die Banken machen lässt was die wollen, nach dem motto, nach uns die Sinflut!
    Keine Regeln und keine Konzequenzen für die Banken.

    Also alles das was die Finanz Krise 2008 und schon die von 1929 auslössten.
    Haben diese Bänker noch nicht verstanden dass ihr Geschäft wie der Verkehr ist.
    Und ohne Regeln, haben einige viel viel Spass aber die meisten werden leiden und besser Funktioniert es garantiert auch nicht!

    Zusätzlich, das Regellose Bankwesen hat noch nie lange Funktioniert!
    66 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.07.2016 09:39
    Highlight Ist so. Dürfte vor allem an den beiden FDP-Bundesräten liegen. Burkhalter ist eher am linken Rand der Partei anzusiedeln und JSA macht einen extrem schwachen Eindruck.
    18 69 Melden
    • cassio77 10.07.2016 10:46
      Highlight Und woher kennst du seine Stärken? Bist du jeweils an den BR-Sitzungen mit dabei?
      43 13 Melden
    • John Smith (2) 10.07.2016 12:07
      Highlight Auch der linke Rand der FDP ist immer noch stramm rechts.
      33 13 Melden
    • Fabio74 10.07.2016 18:48
      Highlight Blödsinn und Faktenfrei dazu. Ermotti möchte gern wie früher Geschäfte tätigen legal oder illegal und dabei seine Taschen füllen.
      Nur die Zeiten sind vorbei. Wer mit Ehrlichkeit nichts verdient, hat am Markt nichts zu suchen
      3 0 Melden
  • ricardo 10.07.2016 09:34
    Highlight Herr Ermotti, niemand verbietet Ihnen, sich einen Arbeitgeber in einem Land wie Polen oder Ungarn zu suchen.
    65 9 Melden
    • cassio77 10.07.2016 10:50
      Highlight Sergio Ermotti ist Schweizer Bürger. Steht ihm das Recht nicht zu, sich zu politischen Inhalten zu äussern? Und wenn sich Ermotti nicht äussern darf, weshalb darfst Du es dann? Das ist in meinen Augen Meinungsfaschismus! (Watson: zensiert bitte nicht, denn Meinungsfreiheit muss grossgeschrieben werden in einer liberalen Gesellschaft).
      26 28 Melden
    • Der Zahnarzt 10.07.2016 12:15
      Highlight @cassio77: Natürlich darf Herr Ermotti wie jeder andere Bürger sich zu politischen Inhalten äussern. Niemand stellt das in Abrede. - Man darf seine Äusserungen aber durchaus im Rahmen seiner Funktion als CEO einer Bank deuten, die vom Staat gerettet wurde, am Libor-Skandal beteiligt war, offenbar in Frankreich Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet hat etc. - Wenn es ihm in Schweiz nicht gefällt, weil die Politik nicht so ist, wie er es gerne hätte, kann er ja eine Initiative lancieren oder auswandern.
      36 3 Melden
    • cassio77 10.07.2016 12:42
      Highlight @ Der Zahnarzt: Sie lancieren bestimmt auch jedes Mal eine Initiative, wenn Ihnen etwas nicht passt, oder noch besser, Sie wandern gleich aus! Substantiell hat Ermotti Recht. Die Franzosen versuchen an Daten zu kommen, die nicht Teil des Vertrages sind. Dies versuchen sie, weil sie gestohlene Daten vom (Geldwäscherei- und) Hehlerland DE kauften. Ermitti hat Recht. Dass die UBS gerettet werden musste, hat zudem nichts mit Ermotti zu tun. Das sind eigenständige Personen, Ermitti eine natürliche, die UBS eine iuristische. Zudem zeitlich weit auseinander.
      7 17 Melden
    • cassio77 10.07.2016 12:44
      Highlight Apropos ricardo: was ist so schlecht an Polen? Sind die Polen Menschen 2. Klasse?
      8 13 Melden
    • Raembe 10.07.2016 14:14
      Highlight Also sry, beim letzten Kommentar interpretierst Du ein wenig viel hinein....
      4 3 Melden
    • phreko 10.07.2016 14:22
      Highlight @Cassio: das ist alles dieselbe Unternehmenskultur. Gleiches Denken. Verantwortlich ist dabei jeder bloss Bruchstückhaft. Das ist öfters das Problem bei Wirtschaftsstrafdelikten...
      Was du sagst, bringt die Verteidigung jeweils auch hervor, mit dem Ziel, dass niemand verantwortlich sein soll. War früher so OK, aber die Zeiten ändern sich zum Glück...
      9 1 Melden
    • cassio77 10.07.2016 15:51
      Highlight Ich sag klar, wer für die ehemals prekäre situation der ubs verantwortlich ist: marcel ospel, der u.a. auch den ww-deal für chb resp. rk einfädelte. Schaut auf die jahreszahlen, damals kannte hier in der schweiz noch keine nase den namen ermotti. Eure pauschalisierungen sind 40er jahre.
      4 3 Melden
    • Fabio74 10.07.2016 18:52
      Highlight @Cassio: Ospel hat den Schwarzen Peter offenbar. Aber dank unserer lauen Gesetze kann man solche Herren nicht vor Gerichte stellen für ihre Drecksgeschäfte.
      Ermotti will das Rad der Zeit zurück drehen in jene Zeiten wo die Banken machen konnten was sie wollten. Zum Glück ists vorbei damit
      2 0 Melden
    • cassio77 11.07.2016 04:54
      Highlight @ Fabio: das Verdienst von Ospel war nicht nur, dass er die UBS (faktisch) in den Bankrott trieb (und nur dank des verfluchten Staates, auch wenn die SNB eine AG ist, gerettet werden konnte), sondern dass er mit den Assets in den USA ein zusätzliches, politisches Risk Exposure aufgebaut hatte, dem wir das Ende des Bsnkgeheimnisses verdanken (nein, sorry, es ist für einmal nicht EWS's Schuld). EWS Schuld ist aber, dass die derzeitige Überregulierung nicht nur Management Ressourcen frisst, sondern teils komplett falsch und unnötig sind, somit keine Verbesserung herbeiführen.
      0 0 Melden
  • Pokus 10.07.2016 08:56
    Highlight Seine Kritik scheint ja angebrscht (es braucht nunmal verlässliche Regeln) - aber was das mit links oder rechts zu tun hat versteh ich nicht ganz.
    38 5 Melden
    • R&B 10.07.2016 18:20
      Highlight @Pokus: ob UBS und cs verlässliche Partner waren als BR Widmer Schlumpf das Bankengeheimnis in eine international akzeptierte Form überführen musste? Wohl kaum...
      4 0 Melden
    • cassio77 11.07.2016 04:59
      Highlight @R&B; Ich weiss von politischen Gesprächen, dass UBS wie CS bereits vor 2000 kein wesentliches Interesse mehr am Bankgeheimnis hatten. Viel wichtiger war ihnen der Zugang zum europ. Markt für ihre Produkte. Und wieso war's Ihnen nicht wichtig? Genau, weils noch viele andere Steueroasen gab (und noch immer gibt).
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