Schweiz
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Klaus Schwab: «Ein Hamburger am WEF kostet vier Mal mehr als in Zürich»



ZU DER VON WEF GRUENDER KLAUS SCHWAB IN EINEM INTERVIEW MIT DER ZEITUNG „SCHWEIZ AM SONNTAG“ (12. JANUAR 2014) GEAEUSSERTEN KRITIK AN DER GASTFREUNDSCHAFT VON DAVOS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - German Klaus Schwab, founder and president of the World Economic Forum, WEF, gestures during a press conference, in Cologny near Geneva, Switzerland, Wednesday, January 16, 2013. The World Economic Forum today unveiled the programme for its Annual Meeting in Davos, Switzerland, including the key participants, themes and goals. The overarching theme of the Meeting, which will take place from 23 to 27 January, is

Klaus Schwab. Bild: KEYSTONE

WEF-Gründer Klaus Schwab hat die Preise in der Alpenstadt Davos während des jährlichen Zusammentreffens von Politikern und Managern kritisiert. «Wir erwarten, dass das Problem gelöst wird», sagte Schwab in einem Interview.

Davos sei wichtig, sogar wichtiger als je zuvor, sagte der Gründer des World Economic Forums (WEF) am Montag in einem in der «Südostschweiz» publizierten Interview. Gleichzeitig mit dem Bekenntnis zum bisherigen WEF-Standort kritisierte Schwab die hohen Preise.

Er erwarte, dass das Problem gelöst werde. «nicht nur in unserem eigenen Interesse», betonte Schwab. Hohe Preise schadeten auch dem Ruf der Schweiz, dem Tourismus in der Schweiz ganz allgemein.

Der Preise wegen habe es während des WEF noch jedes Jahr Reklamationen gegeben. Schwab nannte ein Beispiel: «Wenn etwa ein Hamburger vier Mal mehr kostet als in Zürich oder zehn Mal mehr als in Mumbai.» Und die Annahme, dass die Leute, die nach Davos kämen, über Mittel verfügten, um das verkraften zu können, sei falsch, sagte Schwab.

Nachfolgerin Doris Leuthard?

Bundespraesidentin Doris Leuthard spricht waehrend einer Debatte im Staenderat, waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 13. September 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Doris Leuthard. Bild: KEYSTONE

Der WEF-Gründer machte überdies deutlich, dass er sich mit 79 Jahren fit genug fühlt, um das Jahrestreffen weiterhin zu organisieren und zu leiten. Zu Spekulation, wonach Bundesrätin Doris Leuthard seine Nachfolgerin werden könnte, wollte er sich nicht äussern.

Er mache jedes Jahr seinen Fitnesstest, sagte Schwab. Er müsse 1000 Meter Höhe in weniger als zwei Stunden und fünfzehn Minuten schaffen - von Zermatt hoch nach Schwarzsee. «Und ich habe den Test auch dieses Jahr wieder bestanden», sagte der WEF-Gründer, der zusammen mit seiner Frau das Davoser Ehrenbürgerrecht besitzt. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Snoopy_International 20.09.2017 01:34
    Highlight Highlight Ich kann Hr. Schwab nur zustimmen. Am letzten WEF waren z.B. über 800 Personen von der amerikanischen Delegation in der Schweiz. Nicht alle Teilnehmer sind vermögend. -
    Nicht nur in Davos, sondern in der ganzen Schweiz sind die Preise exorbitant hoch und die Leistung oft miserabel! - Hinter vorgehaltener Hand wird ein Wechsel vom WEF nach Salzburg in Erwägung gezogen. Wann erwacht das Gewerbe in der Schweiz endlich aus dem egoistischen und gierigen Alptraum - bevor es zu spät ist?
  • Alterssturheit 18.09.2017 16:57
    Highlight Highlight Ich plädiere dafür, dass der CH-Steuerzahler generell die Verpflegungskosten der WEF-Teilnehmer übernimmt. Kann ja nicht sein, dass wir diese guten Gäste abzocken oder am Ende der Veranstalter diese Kosten tragen muss...
  • meine senf 18.09.2017 16:55
    Highlight Highlight Ach, jetzt regelt der geheilligte Markt doch nicht mehr alles bestens?

    Ein paar Tausend Leute werden entlassen = "Das ist halt der Markt".

    An einem Treffen eher nicht all zu armen Leute werden die Hamburgerpreise erhöht = "Da musss man unbedingt was dagegen tun".
  • Stan_the_man 18.09.2017 13:18
    Highlight Highlight Versteh ich das richtig? Klaus Schwab kritisiert die oberste Regel im Kapitalismus?!
    Warum sollte "Angebot und Nachfrage" ausgerechnet für die Ladenbesitzer in Davos nicht gelten?
  • N. Y. P. D. 18.09.2017 11:05
    Highlight Highlight «Ein Hamburger am WEF kostet vier Mal mehr als in Zürich»

    Es ist ja auch ein elitäres Treffen. Die Preise sind also ok.
    Man macht dort oben Geschäfte. Und als Feigenblatt dienen all die Schauspieler, die über Umweltschutz parlieren.

    P. S. Klaus Schwab ist demnach sehr fit,
    1000 Hm in 2 h. Beeindruckend so eine Leistung in diesem Alter. Hut ab.

  • Wilhelm Dingo 18.09.2017 10:41
    Highlight Highlight Das Problem löst sich selbst wenn das WEF dann halt nicht mehr in Davos stattfindet.
    • TanookiStormtrooper 18.09.2017 11:14
      Highlight Highlight Vermutlich eher nicht, dann werden die Preise am neuen Veranstaltungsort auch "angepasst".
      Aber wen kümmert's? Dann sehen die WEF-Teilnehmer mal wie es ist, wenn man über den Tisch gezogen wird.
      Angebot und Nachfrage, willkommen im Kapitalismus!

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