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Die Aargauerin Beatrice und ihr Mann konnten sich ihren Kinderwunsch nur mittels künstlicher Berfruchtung erfüllen. Heute ist Mathé 4 Jahre alt und soll ein Geschwisterchen erhalten. Für maz-Diplomarbeit von Stefanie Garcia-Lainez.

Mutterglück dank künstlicher Befruchtung: Beatrice und ihr Sohn Mathé. Bild: Sandra Ardizzone

«Ohne Kind wäre ich nicht glücklich»

Sechs Jahre lang hoffte Beatrice, Mutter zu werden. Erfolglos. Erst eine künstliche Befruchtung verhalf ihr zum Glück. Eine Geschichte über Rückschläge und gesetzliche Hindernisse.

Stefanie Garcia Lainez

«Ich glaube, ich hätte es mein ganzes Leben lang bereut», sagt Beatrice* und blickt zu ihrem bald vierjährigen Sohn Mathé, der gerade auf das Sofa im Wohnzimmer steigt. «Ich wäre nicht glücklich ohne Kind», sagt die heute 39-Jährige an ihrem Küchentisch und streicht sich durch die kurzen, blonden Haare. «Und ich hätte am liebsten sogar zwölf», sagt ihr Mann.

Dass ihr Traum nicht leicht zu erfüllen ist, davon wussten die beiden noch nichts, als sie sich im März 2005 ineinander verliebten. Sie 27, er kurz vor seinem 28. Geburtstag. Bereits nach wenigen Monaten zogen sie zusammen. Seit diesem Zeitpunkt verhütete das Paar nicht mehr. Ab und zu setzte zwar die Menstruation etwas später ein und Beatrice machte einen Schwangerschaftstest. Doch jedes Mal folgte die Enttäuschung: nicht schwanger.

Am 19. Dezember 2008 heirateten sie. Zwei weitere Jahre probierten sie es. Im Freundeskreis wurde ein Paar nach dem anderen Eltern. «Das war schon frustrierend», erinnert sich Beatrice. Auf die Enttäuschung folgten die Zweifel: «Ich fragte mich, ob es an mir liegt, von meiner Zeit auf dem Bau.»

Sie war knapp 20 Jahre alt gewesen, als sie nach der KV-Lehre als Maurerin anheuerte. «Dort habe ich meinen Körper nicht geschont, mit dem schweren Heben und Tragen, mit dem Staub und Gips.» Sie ergänzt:

«Und dann nach sechs Jahren, mit 33, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass die Uhr tickt.»



Im März 2011 wandte sich das Paar an das Kinderwunschzentrum Baden. Der Befund: Die Chance, dass die beiden auf natürlichem Weg Kinder kriegen können, liegt bei wenigen Prozenten. Damit sind sie nicht alleine.

Jedes sechste Paar leidet unter unerfülltem Kinderwunsch, sagen Ärzte. Und die aktuellsten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen: 6055 Frauen liessen sich 2015 in der Schweiz künstlich befruchten. Zehn Jahre zuvor waren es noch 4403.

Dass die Zahl steigt, liegt zum einen daran, dass die Frauen immer älter sind, wenn sie Kinder kriegen. Doch nur in jedem sechsten Fall liegt es ausschliesslich an der Frau: In knapp 43 Prozent der Fälle ist der Mann der Grund. So auch im Fall von Beatrice und ihrem Mann.

Image

Bild: infogram/stefanie garcia lainez

Er hatte als Baby einen Hodenhochstand: Einer der beiden Hoden wanderte nicht vom Bauchraum hinunter in den Hodensack. Etwa 4 von 100 neugeborenen Jungen sind davon betroffen. Bleibt das unbehandelt, kann dies zu Unfruchtbarkeit führen. Bei Beatrice' Mann kommt hinzu, dass die wenigen in der einen Hode produzierten Samenzellen zu schwach sind, um aus eigener Kraft die Eizelle befruchten zu können.

«Das hat uns gerade noch gefehlt.»

Das war der erste Gedanke, der Beatrice durch den Kopf ging. «Was kommt jetzt auf uns zu? Wollen wir das wirklich? Und wieso passiert das gerade uns?»

Die Aargauerin Beatrice und ihr Mann konnten sich ihren Kinderwunsch nur mittels künstlicher Berfruchtung erfüllen. Heute ist Mathé 4 Jahre alt und soll ein Geschwisterchen erhalten. Für maz-Diplomarbeit von Stefanie Garcia-Lainez.

Mathé wird bald vier Jahre alt. Bild: Sandra Ardizzone

Noch mehr zu kämpfen mit dem Befund hatte ihr Mann. «Er als Ursache – das ist für Männer immer schlimm», sagt Beatrice. Er wollte auf dem natürlichen Weg weitermachen. «Logisch probierten wir», sagt sie schmunzelnd.

«Aber ich sah es realistisch. Ich war damals schon 33, irgendwann hätte es nun klappen müssen.» Und wenn die künstliche Befruchtung der einzige Weg sei, dann sei es halt so, sagte sie sich. «Das Ganze noch länger hinauszögern, bringt nichts.» Das sah auch ihr Mann so. «Man muss die Situation anerkennen, wie sie ist», sagt er. Also entschieden sie sich zur künstlichen Befruchtung.

Im Freundes- und Familienkreis redete das Paar von Anfang an offen über ihre Situation. Ihre Offenheit brachte mehrere ihrer Bekannten dazu, ihr Schweigen zu brechen: «Es überraschte mich, wie viele davon betroffen sind», sagt Beatrice. «Für uns ist das kein Tabu-Thema. Wir sind Realisten», sagt sie. 

«Und man muss es endlich einmal auf den Tisch bringen: Diese Probleme gibt es, und es gibt sie hier und jetzt. Wer damit ein Problem hat, der hat keine Ahnung.»

Krankenkassen zahlen nicht

Der Arzt empfahl dem Paar als Behandlungsmethode die Spermieninjektion: Eine Spezialvariante der In-vitro-Fertilisation, die dann zur Anwendung kommt, wenn die Spermien zu schwach sind und sie deshalb nicht aus eigenem Antrieb im Reagenzglas mit der Eizelle verschmelzen, sondern mit einer Mikropipette injiziert werden müssen.

Das sind die Methoden zur künstlichen Befruchtung

Kostenpunkt: Zwischen 6000 und 11‘000 Franken, die das Paar selber bezahlen muss. Darin eingeschlossen sind das Entnehmen, Befruchten und wieder Einsetzen der Eizellen, Medikamente sowie die zahlreichen Arzttermine. «Glücklicherweise stehen wir finanziell auf sicheren Beinen und konnten uns die Behandlung leisten», sagt Beatrice. Die Krankenkassen übernehmen nur die Kosten für die Insemination, bei der Samenflüssigkeit direkt in die Gebärmutter gespritzt wird. Aber auch dort ist der Beitrag limitiert auf drei Versuche.

«Sich künstlich befruchten zu lassen ist grundsätzlich nichts Notwendiges, nicht wie eine neue Niere oder ein neues Herz», sagt Beatrice. «Es ist ein Luxus, den man sich gönnt.» Aber einer, der unerfüllt durchaus Folgen haben kann.

«Ohne unseren Kleinen hätte ich echt Mühe.»

Beatrice wischt sich eine Träne aus dem Gesicht. Dass Paare sich diesen Wunsch nicht erfüllen können, weil ihnen das Geld fehlt, findet sie nicht richtig. «Krankenkassen zahlen Schönheits-OPs und Brustvergrösserungen, wenn die Frauen als Grund <psychischer Druck> angeben. Aber ist es denn nicht auch psychischer Druck, wenn man sich so sehr ein Kind wünscht, dass man ohne nicht glücklich wäre?»

Ihr behandelnder Arzt, Mischa Schneider vom Kinderwunschzentrum Baden, bestätigt, dass die psychische Belastung riesig sein kann. «Nicht selten müssen die Frauen zum Psychologen oder Psychiater, um überhaupt über den Druck sprechen zu können», sagt er. Ob die Krankenkassen mehr Kosten übernehmen sollten und ob Kinderkriegen ein Menschenrecht ist, beantwortet er im Video:

Video: stefanie garcia lainez

Zuerst mussten ein paar Kilos purzeln

Bevor Beatrice mit der künstlichen Befruchtung beginnen konnte, sollte es nochmals über eineinhalb Jahre dauern. Zuerst mussten sie und ihr Partner Gewicht verlieren - rund 15 Kilos mussten weg, um die Erfolgschancen zu erhöhen. An einem Morgen im September 2012 war es endlich soweit: Beatrice hatte das gewünschte Gewicht erreicht. Sie griff zum Telefonhörer, rief beim Kinderwunschzentrum an und sagte:

«Ich bin 85 Kilogramm schwer. Ich will jetzt mein Kind!»

Am ersten Tag ihrer nächsten Monatsblutung konnte sie mit der Behandlung beginnen. Für Beatrice bedeutete dies: 17 Tage lang jeden Morgen und jeden Abend Hormone spritzen, ab dem 10. Tag alle zwei Tage beim Arzt vorbei gehen, sich hinlegen, via Ultraschall die Eizellen kontrollieren und wieder zur Arbeit fahren. Nach gut zwei Wochen saugte der Arzt der narkotisierten Beatrice die reifen Eizellen ab. Zwei Tage später setzte er zwei befruchtete Eizellen wieder ein, die sich unterdessen zu Embryonen entwickelt hatten.

Zwei deshalb, um möglichst eine hohe Schwangerschaftsrate zu erzielen mit möglichst niedrigem Risiko auf eine Mehrlingsschwangerschaft. Die restlichen befruchteten Eizellen wurden eingefroren, bevor sie sich zu Embryonen entwickelten. Insgesamt sechs sogenannte Zygoten wurden so konserviert, um sie zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen zu können.

Die Aargauerin Beatrice und ihr Mann konnten sich ihren Kinderwunsch nur mittels künstlicher Berfruchtung erfüllen. Heute ist Mathé 4 Jahre alt und soll ein Geschwisterchen erhalten. Für maz-Diplomarbeit von Stefanie Garcia-Lainez.

Nach einer Auszeit in Kanada wurde Beatrice endlich schwanger. Bild: Sandra Ardizzone

Die Stunden, die Beatrice wegen all der Termine auf der Arbeit fehlte, holte sie nach. «Dieses Hin und Her ist mühsam, es ist anstrengend, es geht an die Nieren», sagt sie.

«Aber egal, wie ermüdend es ist: Es geht um ein Kind. Dieser Gedanke gab mir Kraft.»

Nach dem Einsetzen der Embryonen spürte Beatrice manchmal ein Flattern im Bauch. «Es fühlte sich gut an», sagt sie. Sie sprach sogar mit den Embryonen, ganz so, als würde in ihr schon ein Baby heranwachsen. Und sie stellte sich vor, wie sie ihren Eltern an Weihnachten sagen würde, dass sie schwanger sei. «Ich steigerte mich regelrecht rein.»

Zwei Wochen später kam der Rückschlag: Im November setzte die Monatsblutung ein. Sie erlitt eine sehr frühe Fehlgeburt. «Das war deprimierend, es tat weh im Herzen», sagt Beatrice. Auch ihrem Mann: «Es war einer der schlimmsten Momente», sagt er. Einziger Trost: Beatrice hatte noch sechs eingefrorene Eizellen, sprich drei weitere Versuche.

Doch schon bald folgte die nächste Enttäuschung. Im Januar begann sie wieder mit den Hormonspritzen, um ihren Körper vorzubereiten; Mitte Februar wollte sie sich Embryo Nummer drei und vier einsetzen lassen. Von den beiden aufgetauten Eizellen entwickelte sich aber nur eine zu einem Embryo. Damit der Arzt trotzdem zwei Embryonen transferieren konnte, musste die fünfte Eizelle aufgetaut werden. Somit war eine weitere Chance vertan.

Beatrice war frustriert, gab aber die Hoffnung nicht auf, dass es dieses Mal klappen würde. Als sie jedoch am Fasnachtssonntag um Mitternacht nach dem Umzug nach Hause kam, setzten ihre Tage ein – die Embryonen waren nicht angewachsen. «Das ging mir sehr nahe», sagt sie. Zwar trank sie keinen Tropfen Alkohol. Dennoch machte sie sich grosse Vorwürfe, an der Fasnacht mitgemacht zu haben.

Die Chancen zerrinnen schneller als erwartet

Von den acht ursprünglich befruchteten Eizellen waren noch drei übrig. Für das Einsetzen von Nummer sechs und sieben liess sich Beatrice Zeit, zögerte den Termin hinaus, wartete auf den passenden Moment. Sie wollte nicht riskieren, die Embryonen ein weiteres Mal zu verlieren. Doch im April gab sie sich einen Ruck und begann erneut mit den Hormonspritzen.

«Dann kam der Schock.»

Von den beiden aufgetauten Eizellen entwickelte sich wiederum nur eine zu einem einsetzbaren Embryo – und der Arzt musste die letzte verbliebene Eizelle aus dem Gefrierfach holen. Ganz unerwartet stand Beatrice plötzlich vor ihrem letzten Versuch.

Sie konnte es kaum glauben, dass sich ihre Chancen auf ein Kind plötzlich so schnell verringerten. «Von den ursprünglich acht befruchteten Zellen funktionierten schlussendlich nur sechs. Das war frustrierend.»

Arzt Mischa Schneider kann die Enttäuschung von Beatrice verstehen. Seit vergangenem September gilt aber ein neues Fortpflanzungsgesetz, nach dem man mehr befruchtete Eizellen zu Embryonen entwickeln lassen und diese auch einfrieren kann, wie er erklärt.

Damit fällt die frühere, gesetzlich bedingte Ungewissheit weg, ob sich die eingesetzten oder, wie im Fall von Beatrice, die aufgetauten Eizellen auch tatsächlich weiter entwickeln. Im Video erklärt Mischa Schneider, wo die Fortpflanzungsmedizin in der Schweiz im internationalen Vergleich heute steht.

Video: Stefanie garcia Lainez

Beatrice verlor auch die letzten beiden transferierten Embryonen. Das Ehepaar musste von vorne beginnen. «Nach den zahlreichen Arztterminen, den gescheiterten Versuchen und der Enttäuschung, die auf die Hoffnung folgt, nimmt irgendwann der Frust überhand», sagt Beatrice.

«In solchen Momenten fragt man sich schon, ob sich dieser ganze Aufwand überhaupt lohnt. Es belastet emotional. Und auch die Beziehung.»

Manchmal hatte sie Mühe, mit ihrem Mann über ihren Frust zu sprechen. Er spürte, wie stark die gescheiterten Versuche an ihren Kräften zehrten. Deshalb überliess er Beatrice die Entscheidung, weiterzumachen. «Ich konnte nicht von ihr verlangen, das nochmals durchzumachen, wenn sie es nicht wirklich will.»

Doch trotz allem: Beatrice wollte es erneut versuchen. «Ich war erst 35 Jahre alt», sagt sie. «Finanziell mussten wir zwar ab und zu über die Bücher gehen, doch alles in allem ging es uns gut.»

Die Aargauerin Beatrice und ihr Mann konnten sich ihren Kinderwunsch nur mittels künstlicher Berfruchtung erfüllen. Heute ist Mathé 4 Jahre alt und soll ein Geschwisterchen erhalten. Für maz-Diplomarbeit von Stefanie Garcia-Lainez.

«Wir haben mit Mathé ein absolutes Idealkind», sagt Beatrice. Bild: Sandra Ardizzone

Zuerst brauchte das Paar aber eine Auszeit. Im August 2013 reisten sie nach Kanada, um mit dem Camper dreieinhalb Wochen herumzureisen. «Wir mussten einmal wieder für uns schauen, uns wieder finden, zusammen rücken», sagt Beatrice. Weit weg von allem. Einen Monat lang schalteten sie ab, dachten kaum an ihren Kinderwunsch, genossen die gemeinsame Zeit und tankten Kraft.

Im September startete das Paar die nächste Runde. Beatrice spritzte Hormone, liess Eizellen entnehmen und wiederum zwei Embryonen einsetzen. «Ich war diesmal ganz entspannt», sagt Beatrice. Und dann schlug es ein. Das Kinderwunschzentrum bestätigte ihr am Telefon, was sie bereits ahnte: «Ich war schwanger!» Nach sechs Jahren Hoffen, Enttäuschung und Frust. «Es war ein absolut geniales Gefühl», sagt sie: 

Video: Stefanie Garcia Lainez/Foto: Sandra ARdizzone

Überglücklich stellte sie nach dem Anruf die grosse Kerze auf den Tisch, die sie an ihrer Hochzeit als Geschenk erhalten hatten, zündete sie an, stellte ein Paar Kinderschuhe daneben und wartete auf ihren Mann. Als er nach Hause kam und den geschmückten Tisch sah, wusste er sofort, was los war. Sie nahmen sich in die Arme und weinten.

«Wir haben mit Mathé ein absolutes Idealkind», sagt Beatrice über ihren heute bald vierjährigen Sohn, der wie wild auf dem Sofa im Wohnzimmer herumspringt und dabei schallend lacht. «Ich glaube, das macht alles wieder wett, den ganzen Frust und die Kosten.» Knapp 20‘000 Franken haben sie schlussendlich ausgegeben. «Wir hätten mit dem Geld in die Ferien fahren oder ein Auto kaufen können. Aber was willst du? Geld, eine Limousine oder einen riesen Pool?», fragt Beatrice rhetorisch.

«Oder willst du ein gesundes, herziges Kind, das dich jeden Tag happy macht? Wir haben uns für ein Kind entschieden. Und das war absolut richtig so.»

Das bestätigt auch ihr Mann: «Jeden Abend, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und meine Familie sehe, weiss ich: Das ist das Beste, was wir je gemacht haben.» 

* Name der Redaktion bekannt

MAZ-Diplomarbeit

AZ-Stagiaire Stefanie Garcia Lainez absolvierte die Journalistenausbildung am Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern. Dieser Artikel ist ihre Abschlussarbeit.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zwätschgechopf 03.02.2018 14:41
    Highlight Highlight was für eine traurige einstellung, sein glück von einem andern menschen abhängig zu machen :( viel spass beim loslassen in ca. 25 jahren. armes kind.
  • Iko5566 03.02.2018 14:09
    Highlight Highlight Wir haben das Selbe durchgemacht. Es ist eine enorme psychische Belastung für Frau und Mann. Bei uns hatte die Tortur glücklicherweise nach 11/2 Jahren eine Ende und wir bekommen in zwei Wochen unsere beiden Jungs. Bin mir nicht sicher, ob unsere Beziehung es so lange ausgehalten hätte wie jene von Beatrice. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft. Und Danke für den Artikel. Hoffe, das hilft das Tabu etwas zu brechen.
  • Bluesofa 03.02.2018 13:19
    Highlight Highlight Obwohl ich den Wunsch nach einem eigenen Kind sehr gut nachvollziehen kann, würde ich mich und meinen Mann nie dieser Tortur aussetzen, sondern lieber von Anfang an ein Kind adoptieren, das niemanden sonst auf dieser Welt hat.
    • Lami23 05.02.2018 12:25
      Highlight Highlight Adoptieren ist inzwischen auch nicht mehr so einfach und es hat viel weniger Kinder als Adoptiveltern.
  • Enzasa 03.02.2018 13:16
    Highlight Highlight Beim Bereich Schwangerschaft wird uns immer wieder aufgezeigt, dass die Natur stärker ist.
    Wieviele Paare bekommen nach 10 oder 15 Jahren vergeblichen Versuchen’s plötzlich doch Kinder. Bei machen funktioniert es sofort, bei anderen gar nicht und es gibt oft keine medizinische Erklärung.
    Grundsätzlich finde ich, wer Kinder ehrlich liebt, der kann auch ein fremdes Kind lieben.
    Man muss nicht auf alles einen Rechtsanspruch haben, was medizinisch möglich ist. Es ist auch nicht richtig alles zu machen, was medizinisch machbar ist.
  • w'ever 03.02.2018 12:25
    Highlight Highlight Einen kinderwunsch zu haben ist das eine, aber evtl. sollten gewisse personen/paare halt einfach keine kinder bekommen.
  • öpfeli 03.02.2018 11:13
    Highlight Highlight Die Geschichte berührt mich. Ich kenne selbst Frauen die sich künstlich befruchten liessen, wie auch Frauen mit Fehlgeburten.
    Ich habe grossen Respekt vor diesen Paaren und wie sie das teils meistern.
    Die Natur hat in diesem Thema das sagen, das kann schwierig sein und ungerecht.
    Dann macht es mich auch sauer, wenn ich sehe wie manche Eltern mit ihren Kindern umgehen oder was sie ihnen antun.
  • maljian 03.02.2018 10:29
    Highlight Highlight Ich wusste recht früh (21) das ich Kinder haben möchte.
    Als mein Mann und ich (30) anfingen zu probieren und auch davor, habe ich mir teilweise Stress gemacht und mich immer wieder gefragt, was ist, wenn es nicht klappt. Meine Gedanken und der Wunsch nach einem Kind führten mich soweit, dass ich dann auch mit einer Adoption zufrieden gewesen wäre.

    Natürlich weiss ich nicht, ob ich dann wirklich so entschieden hätte. Zum Glück war jede Sorge umsonst und es schlug gleich beim ersten Versuch ein.

    Nun müssen wir nur noch bis Juni warten 😍

    Ich freue mich für Beatrice, dass es dann noch klappte.
    • öpfeli 03.02.2018 11:52
      Highlight Highlight Bei uns wirds auch ein Juni Baby, auch beim ersten Versuch. Es war eine Erleichterung, ich hatte grossen Respekt vor negativen Tests.

      Nicht oft, aber ab und zu, kamen Sätze "oh ich gratuliere, aber gäll, geniesst es und schätzt es, es ist nicht selbstverständlich".
      Oder wegen starker Übelkeit "sie es positiv, immerhin hast du das, was sich viele wünschen".
      Solche Sätze geben mir das Gefühl ich sei undankbar und geben mir teils ein schlechtes Gewissen. Aber irgendwie versteh ichs auch wenn man sieht bei wie vielen es nicht klappt.
    • maljian 03.02.2018 11:59
      Highlight Highlight Oh, also solches Sätze muss man einer Schwangeren auch nicht unbedingt an dem Kopf werfen.

      Du musst dich deswegen auf jeden Fall nicht schlecht fühlen. Wie gesagt, ich finde die Reaktionen deiner Bekannten etwas komisch.

      Ich hoffe bei dir läuft alles gut. Geniesst noch die Zeit zu zweit.

      Ich freue mich schon sehr auf den Juni 😍
    • öpfeli 03.02.2018 12:06
      Highlight Highlight Ich war auch verwundert, die kennen mich ja 🤷 vielleicht nicht so gemeint oder zu wenig differenziert vor dem Ausprechen. Nun denn. Ich freue mich dennoch auf Juni und über den kleinen Knopf in mir.

      Danke, dir alles Gute ❤
    Weitere Antworten anzeigen
  • Musikliebhaberin 03.02.2018 10:26
    Highlight Highlight wirklich eine schöne Geschichte aber wieso adoptieren nicht mehr vor allem in so einer Situation?
    • lily.mcbean 03.02.2018 11:33
      Highlight Highlight Viele Leute sind der Überzeugung das sie kein anderes Wesen lieben können das nicht von ihnen direkt abstammt. Bizarr aber für meinen Onkel zb war die Adoptiosfrage ein rotes Tuch.
    • öpfeli 03.02.2018 12:02
      Highlight Highlight Gewisse Frauen haben den Wunsch eine Schwangerschaft zu erleben.
      Oder den Wunsch ist gross nach einem Kind aus dem eigenen Fleisch und Blut.
      Eine Adoption braucht teils auch mind. so viel Energie. Eine andere Art Energie, aber auch nicht zu unterschätzen.
    • Enzasa 03.02.2018 13:20
      Highlight Highlight Muss ich alles erlebt haben, nur weil es für andere möglich ist.

      Es muss ein eigenes Kind sein, das ist doch schon eine idealisierte und falsche Vorstellung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 03.02.2018 09:47
    Highlight Highlight Obwohl ich null nachvollziehen kann wie es sein muss umbedingt ein Kind haben zu wollen kenne ich aus meinem eigenen Familienkreis die Konsequenzen. Das Krankenkassen in solchen Fällen nicht zahlen ist unter aller Sau! Solche Fälle sind weit schwerwiegender als der Wunsch nach grösseren Brüsten, SO dummes Zeugt dürfte man nicht unterstützen also bitte! Wenn eine Frau wegen zu kleinen Brüsten angibt das sie unter psychischen Druck leidet sollte man sie in eine Klinik bringen und ihr nicht 2 Gummiballön einpflanzen auf Kosten der Krankenkassen! Der Amtsschimmel lässt grüssen.
    • Enzasa 03.02.2018 13:07
      Highlight Highlight Ich glaube die wenigsten Frauen erhalten solche OPs auf Krankenschein und wenn ja, sollte man die Aussage der Ärzte akzeptieren.
      Nach einer Amputation wegen Krebs, wird z.B. ein Gummiballon eingepflanzt.

      Eine Schönheitsoperation können sich aufgrund des niedrigen Preis viele Menschen leisten
    • who cares? 03.02.2018 13:52
      Highlight Highlight Ich finde es in Ordnung, dass die Krankenkasse nicht zahlt. Es gibt kein Recht auf ein Kind. Ausserdem, wer keine 10'000 Franken auf der hohen Kante hat, wird auch Probleme haben für ein Kind zu sorgen.
    • lily.mcbean 03.02.2018 14:58
      Highlight Highlight Absolut, Kinder haben ist sicher kein Grundrecht. Was ich aber erlebt habe sind dann Frauen die depressiv werden und über Jahre auf Psychater und Antidepressiva zurückgreifen müssen um wieder in die Spur zu kommen. Das kostet den Krankenkassen auch eine Stange Geld.
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