Schweiz
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10 Fragen für den Überblick

Der Bund will das Problem der Antibiotika-Resistenz eindämmen. Doch worum geht es überhaupt?

Antibiotika-resistente Bakterien werden zur tödlichen Gefahr. Immer mehr Infektionen lassen sich nur noch schlecht oder gar nicht mehr therapieren. Nun wollen die Bundesbehörden den Einsatz von Antibiotika regulieren. Im Quiz findest du heraus, wie gut du dich mit dem Thema auskennst.

18.12.14, 14:49 18.12.14, 15:08
1.Fangen wir ganz vorne an: Wann wurde zum ersten Mal einem Menschen ein wirksames Antibiotikum verabreicht?
AP
In den 1920ern
In den 1940ern
In den 1960ern
In den 1970ern
2.Wie kommt es, dass Bakterien gegen ein Antibiotikum resistent werden können?
AP CDC
Das passiert nur dann, wenn mehrere unterschiedliche Bakterien-Typen im Körper zusammenkommen.
Weil manche Bakterien beim menschlichen Körper einen Mechanismus auslösen, wodurch der Körper selber das Antibiotikum abbaut.
Weil sie sich rasch vermehren und ab einer gewissen Anzahl von Bakterien ein Antibiotikum nichts mehr ausrichten kann.
Weil sie sich rasch vermehren und dabei mutierte Varianten entstehen, gegen die das Antibiotikum dann keine Wirkung mehr hat.
3.Zu den ersten multiresistenten Keimen gehörten die MRSA, die sich in den 1980er Jahren weltweit ausbreiteten. Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
KEYSTONE
Heute gibt es in der Schweiz keine MRSA-Infektionen mehr.
In den Spitälern der französischen Schweiz sind bei Routineuntersuchungen rund 30 Prozent der Patienten mit MRSA infiziert, in der Deutschschweiz nur drei Prozent.
Schweizweit zeigt sich bei Routineuntersuchungen eine Infektionsrate von 30 Prozent.
Es liegen keine Daten vor.
4.An die Stelle der damals so gefährlichen MRSA-Resistenz ist nun eine andere Art getreten. Nämlich die ESBL-Resistenz. Was ist das Erschreckende daran?
PHOTOPRESS/SNF/INSTITUT FUER MIKROBIOLOGIE ETH ZUERICH
In der Schweiz sind drei von vier Poulet-Erzeugnissen mit solchen ESBL-Keimen kontaminiert.
Diese Art von Resistenz kann beim Menschen nicht erkannt werden, was sie besonders gefährlich macht.
Diese Resistenz breitet sich zehnmal so schnell wie die MRSA-Resistenz aus.
Diese Art von Resistenz ist so gut wie nicht erforscht.
5.Wie kommt es, dass so viel Hühnerfleisch kontaminiert ist?
KEYSTONE
Schweizer Bauern verabreichen ihren Hühnern viel zu viel Antibiotika.
Die Keime werden beim Abpacken übertragen. Selbst wenn nur ein Huhn kontaminiert war, übertragen sich die Keime auf weitere Fleischstücke.
Neun von zehn Schweizer Masthühnern stammen von Stammeltern eines schottischen Zuchtkonzerns ab. Dort liegt auch der Ursprung der Keime.
90 Prozent des Schweizer Hühnerfleischs ist falsch deklariert, nicht aus der Schweiz stammt und in den anderen Ländern zu viel Antibiotikum verabreicht wird.
6.Und nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Menschen werden die ESBL-Keime immer häufiger entdeckt. Am Unispital Zürich wurden im Jahr 2002 gerade mal 30 entsprechende Proben registriert. Acht Jahre später waren es bereits 161. Wie viel Prozent der Schweizer Bevölkerung trägt heute den resistenten Keim in sich?
KEYSTONE
Weniger als 1 Prozent
Rund 6 Prozent
Rund 12 Prozent
Knapp 20 Prozent
7.Ein Teil des Problems findet seinen Ursprung in der Nutztierhaltung. Denn hier kommt Antibiotikum häufig prophylaktisch zum Einsatz. Wie gross ist die Menge an Antibiotikum, die jährlich in der Schweizer Nutztierhaltung verabreicht wird?
KEYSTONE
20'000 Tonnen
40'000 Tonnen
60'000 Tonnen
80'000 Tonnen
8.Ein weiterer Faktor verstärkt das Problem der Antibiotika-Resistenz. Welcher?
EPA
Die grossen Pharma-Unternehmen forschen nicht an neuen Mitteln, weil dieses Gebiet nicht rentabel genug ist.
Die Forschungen laufen auf Hochtouren, dennoch ist es den Wissenschaftlern seit Jahren nicht mehr gelungen, ein neues Mittel auf den Markt zu bringen.
Jedes Jahr schiessen neue Antibiotika aus dem Boden, die Natur lässt sich jedoch nicht austricksen – und entwickelt ebenso schnell neue Resistenzen.
Es gibt zu viele Gesetze, die die Freigabe neuer Mittel verhindern.
9.In den USA wurde deshalb die Initiative «10 by 20» lanciert. Sprich: Bis zum Jahr 2020 sollen 10 neue Mittel auf den Markt kommen. Stellt sich die Frage, wo man entsprechende neue Stoffe finden kann. Im Moment hofft man unter anderem auf Organismen aus ... ?
KEYSTONE
...dem Elefanten
KEYSTONE
...dem Hund
KEYSTONE
...dem Känguru
KEYSTONE
...dem Affen
10.In der Europäischen Union sterben jährlich wie viele Personen an einer Infektion mit antibiotika-resistenten Keimen?
KEYSTONE
5000
15'000
25'000
35'000
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