Schweiz
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Zürcher Biobauer darf Rinder weiter auf der Weide schlachten



Der Zürcher Biobauer Nils Müller darf seine Rinder weiterhin mit einem gezielten Kopfschuss auf der Weide töten. Das kantonale Veterinäramt hat die Bewilligung verlängert.

HANDOUT - Ein Angus-Rind vor dem Hochsitz fuer die Schlachtung in der Koppel fuer die Weideschlachtung, auf dem Bauernhof

Angus-Rind auf der Weide des Zürcher Bio-Bauers. Bild: FIBL

Laut Kantonstierärztin Regula Vogel hat Müller die Bewilligung erhalten, seine Rinder mittels Kugelschuss auf der Weide zu betäuben und mit sofortiger anschliessender Entblutung den Tod sicherzustellen. Sie bestätigt damit eine Meldung des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes vom Freitag.

Anschliessend müssen die Rinder zur weiteren Verarbeitung sofort in das nahe gelegene Kleinschlachtlokal gebracht werden. Es gelten auch künftig die selben strikten Auflagen wie bei den vorangehenden, auf zehn Rinder beschränkten Bewilligungen, sagte Vogel.

So müssen unter anderem ständig ein Tierarzt und ein Metzger anwesend sein. Zudem gibt es Hygieneauflagen, Sicherheitsvorkehrungen wegen der Waffe sowie klare Vorgaben in Bezug auf Schussdistanz und Zeitspanne bis zum Entblutungsschnitt.

HANDOUT - Fuer die Weideschlachtung bringt Landwirt Nils Mueller die Tiere in ihrer vertrauten Gruppe in eine separate Koppel mit Hochsitz, von wo aus er das zu schlachtende Tier ins Visier nimmt, auf dem Bauernhof

Der Bauer erlegt die Tiere vom Hochsitz aus.
Bild: FIBL

Schuss vom Hochsitz aus

Müller und seine Frau haben auf dem Bauernhof «Zur Chalte Hose» in Forch ZH für das Schlachten eine kleine, separate Koppel eingerichtet. Von einem angrenzenden Hochsitz aus nimmt der Landwirt das ausgewählte Tier aus kurzer Distanz ins Visier. Er hat dafür extra eine Jägerausbildung absolviert.

Das Schlachten auf der Weide erspart den Tieren den Transport, das Eingesperrtsein auf dem Schlachthof sowie den Kontakt zu Menschen und fremden Artgenossen. Dies soll dem Tier Stress ersparen, was nicht zuletzt die Fleischqualität erhöht.

Die Bewilligung wurde bereits im März ausgesprochen. Aus administrativen Gründen ist sie zeitlich begrenzt. Sie könne aber verlängert werden, wenn die Bedingungen eingehalten werden und die Rechtslage unverändert bleibt.

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • arpa 03.06.2016 12:41
    Highlight Highlight DER Artikel lässt den Anschein erwecken als ginge es nur um die bessere Fleischqualität. Viele Bauern lieben ihre Tiere und machen solche Schritte tatsächlich zum Wohl des Tieres.
    Und als Jäger weiss er wie ein Tier ethisch korrekt (soweit möglich) zu erlegen.
    Das ist noch quasi-Natur. Nicht die Massenhaltung und Massenschlachtung.

    Dieser Bauer hat wenigstens glückliche Kühe.
    16 0 Melden

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