Schweiz

28-jähriger Rumäne wieder frei: Nervöser Taxigast von Zürich war ungefährlich

08.09.17, 16:34 13.09.17, 12:58

Der Mann, der sich am Mittwoch auf einer Taxifahrt von Mailand nach Zürich auffällig verhalten hatte, ist wieder auf freiem Fuss: Von ihm gehe keine Gefahr aus, er könne mit keiner schweren Straftat in Verbindung gebracht werden, teilte die Zürcher Kantonspolizei am Freitag mit.

Beim Mann, der am Mittwochabend und am Donnerstag einen Grosseinsatz verschiedener Zürcher Polizeien ausgelöst hatte, handelt es sich um einen 28-jährigen Rumänen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Er verfüge in der Schweiz über keinen Wohnsitz.

Der 28-Jährige war am Mittwoch mit einem Taxi aus dem Grossraum Mailand nach Zürich gefahren. Am Zürcher Hauptbahnhof stieg der Rumäne aus und rannte davon – ohne zu bezahlen. Der Taxifahrer meldete sich bei der Polizei, nicht primär wegen des Geldes, sondern weil ihm der Passagier suspekt vorgekommen war. Dieser habe sich ungewöhnlich nervös verhalten, gab er an.

Die noch am Mittwochabend eingeleitete Grossfahndung in und um Zürich blieb zunächst ergebnislos. Schliesslich stiessen Transportpolizisten der SBB am Donnerstag gegen 15.30 Uhr im Hauptbahnhof auf den gesuchten Mann.

Die intensiv geführten Ermittlungen sowie die erfolgte Befragung des Rumänen hätten nun bestätigt, dass von ihm keine Gefahr ausgehe, schreibt die Kantonspolizei Zürich. Die Staatsanwaltschaft habe ihn deshalb aus der Haft entlassen. (aeg/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 09.09.2017 00:53
    Highlight nörgeleien wie immer. wenn nichts passiert:"weshalb hat man nur...?" wenn etwas passiert:"weshalb hat man nicht...?"
    ich finde eseine gute "hauptprobe" bei der man sieht, dass alles funktioniert und zusammenspielt.
    16 5 Melden
  • Spooky 08.09.2017 20:10
    Highlight Haha! Die Grosskinder des Rumänen werden stolz sein können auf ihren Grosspapi. Wenigstens kein 0815 Typ😂
    11 28 Melden
    • Redly 09.09.2017 08:56
      Highlight Integrität kensch?

      Ich würd mich schämen, einen Betrüger in der Familie zu haben.
      4 2 Melden
  • Naughtious Maximus 08.09.2017 20:09
    Highlight Es geht doch bei diesen Aktionen einzig und allein darum die Bevölkerung einzuschüchtern und aufzuzeigen wie die Polizei eingesetzt werden kann um gegen die zivile Bevölkerung vorzugehen.
    Die Hemmschwelle wurde mit dieser Aktion weit nach unten gesetzt indem einer sich einfach 'nervös verhält'. Kann also viele treffen in Zukunft.
    Machtspiele, nichts weiter. Wir sollen lernen, dass wir wie domestizierte Zuchttiere eingepfercht werden können, in dies in extrem kurzer Zeit und mit Waffengewalt.
    30 85 Melden
    • dF 09.09.2017 11:04
      Highlight Da hat jemand wohl zu wenig Aluminium zuhause.🙄
      9 7 Melden
  • URSS 08.09.2017 20:05
    Highlight Statt die Polizei zu bashen sollten wir froh sein das die Behörden schnell und richtig reagierten.
    Und der Aufwand lohnte sich. Er wurde verhaftet.
    Gut zu wissen das die Polizei schnell und effizient reagiert falls jemand gesucht wird der kein Zechpreller ist.
    52 17 Melden
  • Meinungsvielfalt 08.09.2017 18:54
    Highlight liebe Polizei, vor meinem Fenster Lied ein Mann der so sonderbar mit seinem Handy hantierte. Er scheint aus Osteuropa zu kommen, bitte schicken sie doch rasch die 2300 Mann umfassende Antiterroreinheit vorbei.
    29 63 Melden
    • Bronko 09.09.2017 09:38
      Highlight Genau. Wenn ich also z.B. meinen verhassten Nachbarn als suspekt denunziere, darf ich dann mit einem Grosseinsatz rechnen? Fein!!!
      7 1 Melden
  • Saraina 08.09.2017 18:48
    Highlight Ich wäre wahrscheinlich auch nervös, wenn ich von Mailand nach Zürich ein Taxi näme und wüsste, dass ich kein Geld dabei habe...
    60 2 Melden
    • aglio e olio 08.09.2017 19:55
      Highlight Ich wär noch nervöser wenn ich die ganze Kohle dabei hätte.
      Von Mailand nach Zürich. Mit.dem.Taxi!
      43 2 Melden
    • ovatta 09.09.2017 08:16
      Highlight Im Zug ohne Bilett wäre er spätestens in Chiasso rausgeschmissen worden. Und er wollte halt unbedingt nach Zürich.
      Nächstes mal halt mit Autostop! Dann muss man nicht so auf Nadeln sitzen!
      1 0 Melden
  • Ökonometriker 08.09.2017 17:59
    Highlight Wie nervös wäre denn gewöhnlich nervös für einen Zechpreller?

    Wer bezahlt für den übertriebenen Polizeieinsatz und die verlorenen Stunden der Bevölkerung?
    23 28 Melden
    • Saraina 09.09.2017 00:22
      Highlight Was wissen wir denn...? Vielleicht trug der Typ Vollbart und knöchellange Flatterhosen und hat ständig arabische Floskeln gemurmelt.
      9 1 Melden
    • danmaster333 09.09.2017 06:58
      Highlight Ich arbeite für die SBB und muss bei Störungen Notbedienungen an Stellwerken ausführen, damit die Züge trotzdem noch einigermassen vom Fleck kommen. Bekomme ich dafür mehr Lohn? Nein. Bekommt die Polizei bei solchen Einsätzen ein grösseres Gehalt? Wenn dadurch keine Überstunden entstehen wohl kaum.
      10 3 Melden
    • Ökonometriker 09.09.2017 11:11
      Highlight @danmaster333 die Polizei kann sich in der Zeit nicht anderen Aufgaben witmen, es entstehen durchaus Opportunitätskosten.

      Aber noch viel gewichtiger ist die verlorene Zeit zahlreicher Bürger, die wegen der Verzögerungen weniger arbeiten konnten. Die volkswirtschaftlichen Kosten einer solchen Grossblockade sind immens.
      2 1 Melden
    • danmaster333 10.09.2017 09:01
      Highlight Das mag vielleicht stimmen. Ich persönlich ziehe diese Verluste einem vermuteten Terroranschlag vor. Wegen dem wirtschaftlichem Aspekt: Einem Sturm kannst du ja auch keine Rechnung stellen, du kannst höchstens bei der Versicherung Rückforderungen beantragen.
      2 0 Melden
  • Karl33 08.09.2017 17:51
    Highlight Als ob das nicht von Anfang an absehbar gewesen war. Aber hauptsache, unsere Polizei hat die Lage richtig eingeschätzt, wie so oft...
    30 99 Melden
  • bärn 08.09.2017 16:45
    Highlight haha.. "28-jähriger Rumäne wieder frei: Nervöser Taxifahrer von Zürich war ungefährlich" ....oder " 28-jähriger Zürcher wieder frei: Nervöser Taxifahrer aus Rumänien war ungefährlich.... oder so... ;-)
    52 6 Melden
    • Daria Wild 08.09.2017 16:57
      Highlight Ihr habt alle Recht, sorry für den Lapsus, ist korrigiert.
      34 7 Melden
  • Nischi91 08.09.2017 16:40
    Highlight In dem Fall also Taximitfahrer oder Passagier.
    Dachte schon, sie hätten den Taxifahrer wegen Irreführung, Falschaussage oder was auch immer festgenommen.
    31 4 Melden
    • bärn 08.09.2017 17:01
      Highlight ...ja der Taxifahrer aus Rumänien wurde wegen Falschaussage festgenommen. der Zürcher war nicht nervös und 82 ;-)
      29 1 Melden
  • Daenerys Targaryen 08.09.2017 16:38
    Highlight War das nicht der Taxigast welcher es nicht bezahlt hat?
    42 2 Melden
    • rindflaisch 08.09.2017 19:29
      Highlight Dafür wird er natürlich bestraft, jedoch kaum mit einer Freiheitstrafe
      13 0 Melden

Gegen das Bauchgefühl: Die Stapo Zürich muss dir neu sagen, weshalb sie dich kontrolliert

Das Bauchgefühl ist kein ausreichendes Kriterium für eine Personenkontrolle. Für die Zürcher Stadtpolizei gelten seit Anfang November einheitliche Standards und klare Kriterien. Damit sollen Kontrollen aufgrund von äusseren Merkmalen, wie Hautfarbe, sogenanntes Racial Profiling, verhindert werden.

Stadtzürcher Polizisten müssen dem Kontrollierten in Zukunft Gründe für die Personenkontrolle angeben. Eine Quittung, wie dies teilweise gefordert wurde, wird es vorerst nicht geben. Es sei wenig klar, ob ein allfälliger Nutzen den administrativen Mehraufwand rechtfertige, teilte das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich am Montag mit.

Ausserdem würden mit dem Ausstellen von Quittungen die Daten von allen Personen erfasst, und zwar nicht nur von denen, die verzeigt oder verhaftet werden. …

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