Schweiz

Staatsanwalt fordert 15 Jahre Landesverweis für Imam der An'Nur-Moschee in Winterthur

11.08.17, 10:01 11.08.17, 10:24

Die Behörden haben die An'Nur-Moschee in Winterthur schon lange im Visier. Bild: KEYSTONE

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den äthiopischen Imam erhoben, der in einer Predigt in der Winterthurer An'Nur-Moschee öffentlich zur Tötung von Muslimen aufgerufen hatte. Sie beantragt eine bedingte Strafe.

Die Staatsanwaltschaft verlangt, dass der Mann mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 1,5 Jahren bestraft wird. Er soll zudem für 15 Jahre des Landes verwiesen werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Imam vor, in seiner Predigt vom 21. Oktober 2016 öffentlich zu Verbrechen und Gewalttätigkeiten aufgerufen zu haben.

Gemäss einer Mitteilung der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft vom Freitag hatte der Äthiopier gefordert, dass Muslime, die nicht in der Gemeinschaft beten, verstossen werden. Und sollten sie sich danach weiterhin weigern, sollen sie in ihren Häusern verbrannt und getötet werden.

Der Mann, der seit einer Razzia in der inzwischen geschlossenen Winterthurer An'Nur-Moschee im November 2016 in Untersuchungshaft sitzt, soll sich zudem über Facebook brutale Darstellungen von Tötungen beschafft haben und diese Drittpersonen zur Verfügung gestellt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Äthiopier schliesslich auch noch vor, während vier Wochen als Imam gearbeitet zu haben, ohne über die erforderlichen Bewilligungen zu verfügen und damit gegen die Ausländergesetzgebung verstossen zu haben.

Bei der Razzia waren drei weitere Personen aus dem Umfeld der An'Nur-Moschee verhaftet worden. Zwei der Verfahren sind mit Datum vom 18. Juli 2017 eingestellt worden. Das dritte steht gemäss der Mitteilung kurz vor dem Abschluss. (sda)

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Video: reuters

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spötter 11.08.2017 14:40
    Highlight Ja genau. Pelda sollte eine wichtige Funktion im Sicherheitskarussel beim Bund erhalten! Wetten, er würde nicht lange bleiben, weil zu unbequem.
    6 1 Melden
  • word up 11.08.2017 12:57
    Highlight tschüss, adieu, döt isch d türe...
    11 0 Melden
  • Juan Igg 11.08.2017 10:24
    Highlight Das Schweizer Rechtssystem schützt auch Muslime. Das nennt man ein solides Rechtssystem, das der Islam übrigens auch vorschreibt. Beste Antwort an Radikale.

    Fordere 5 Jahre unbedingt und Landesverweisung auf Lebzeiten.
    13 0 Melden
  • Spötter 11.08.2017 10:10
    Highlight ..dass der Mann mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 1,5 Jahren bestraft wird. Interessant, ich kenne jemanden aus dem Bekanntenkreis der unbedingt verurteilt wurde. Klar, es war halt ein Finanzdelikt, wiegt schwerer als eine Institution, welche uns u.U. das Leben kostet.
    66 32 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2017 11:22
      Highlight Das ist schon lange so in der Justiz westlicher Industrienationen.
      Finanzdelikte werden in der Regel härter bestraft als Vergehen gegen Leib und Leben. Ausser natürlich die Öffentlichkeit schaut via Medien zu. Dann gibt's grosses Brimborium und harte Strafen. Das sind aber nur die wenigsten.
      14 0 Melden
  • Grundi72 11.08.2017 10:09
    Highlight Wieder mal ein grosses Danke an Kurt Pelda und die Weltwoche! Die einzigen die sich getraut hatten hinzuschauen!

    Die andern Medien so: 🙈🙉🙊
    87 11 Melden
    • zombie woof 11.08.2017 11:26
      Highlight Dann solltest du dich auch in der Weltwoche bedanken und nicht hier
      5 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.08.2017 10:01
    Highlight Warum nur 15 Jahre und nicht lebenslänglich? Rechnet man mit Besserung? 😂
    98 17 Melden
    • Olaf! 11.08.2017 10:47
      Highlight Hab ich mir auch gedacht, sowas brauchen wir hier nicht, auch nicht in 15 Jahren.
      16 0 Melden
  • skankhunt42 11.08.2017 09:49
    Highlight Ich fordere 2 Jahre Säkularisierungs-
    und kritisches Denkenseminar und anschliessend Landesverweis auf Lebzeiten
    81 15 Melden

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