Schweiz
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Filippo Leutenegger (FDP) tritt wie 2014 gegen Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) an, wohl erneut vergeblich. Bild: KEYSTONE

Der Traum von der bürgerlichen Wende im rotgrünen Wohlfühl-Zürich

Nach 28 Jahren an der Macht wirkt die rotgrüne Mehrheit im Zürcher Stadtrat träge und visionslos. Die Bürgerlichen hoffen trotzdem vergeblich auf eine Wende. Dafür ist ihr Personal zu schwach und das Lebensgefühl der Bevölkerung zu gut.

13.02.18, 10:36 14.02.18, 03:25

Das Wetter ist trüb und kalt. Nur wenige Leute sind am Samstagmorgen auf dem Lindenplatz in Zürich-Altstetten unterwegs. Es sind suboptimale Bedingungen für das bürgerliche «Top5»-Stadtratsbündnis, um die Wählerschaft anzusprechen. Entsprechend lustlos ist die Stimmung, daran können auch die Frauen im Löwenkostüm wenig ändern.

Dabei haben die Top 5 (je zwei Kandidaten von FDP und SVP und einer von der CVP) grosse Ambitionen. Sie wollen bei den Wahlen am 4. März die Dominanz der rotgrünen Parteien in der Stadtregierung beenden, die auf den Tag genau 28 Jahre zuvor begonnen hat. Was schwierig werden dürfte, und das nicht nur wegen der geringen Frequenz auf dem Lindenplatz.

Das Top-5-Wahlmobil in Altstetten. bild: watson/peter Blunschi

Altstetten liegt im Westen von Zürich. Es ist nicht zu verwechseln mit dem trendigen und etwas sterilen Ex-Industriequartier Zürich-West. Altstetten wirkt eher bieder, aber auch hier wurde und wird viel gebaut. Was einer der Gründe ist, warum der bürgerliche Wendetraum scheitern dürfte.

Ende des Booms nicht in Sicht

Denn Zürich boomt seit Jahren. Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt, und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Sogwirkung der «Little Big City» oder «Downtown Switzerland» – zwei ehemalige Werbeslogans von Zürich Tourismus – scheint ungebrochen. Der Trend in die urbanen Zentren mag ein globales Phänomen sein, er vermindert aber auch die Chancen für einen Wandel.

Eine Wechselstimmung ist in Zürich nicht vorhanden, zum Ärger der FDP-nahen NZZ, die fast verzweifelt versucht, die bürgerliche Wende herbeizuschreiben. Ein von der «Weltwoche» rekrutierter Redaktor verglich das rotgrüne Zürich letztes Jahr in einem polemischen Beitrag mit dem schwedischen «Volksheim». Der pensionierte Chefredaktor der «NZZ am Sonntag» echauffierte sich über das links-grün-soziale «juste milieu», das Zürich im Beamtenstil regiere.

Völlig daneben ist die Kritik nicht. Der neunköpfige Stadtrat, in dem Rotgrün zwei Drittel der Sitze hält (4 SP, 1 GP, 1 AL gegen 2 FDP und 1 CVP), ist durch eine träge Verwaltermentalität geprägt. Selten zeigte sich das so deutlich wie beim Eklat von letzter Woche, als SP-Gesundheitsdirektorin Claudia Nielsen nur dreieinhalb Wochen vor der Wahl Knall auf Fall ihren Rücktritt erklärte.

Claudia Nielsen erklärt überraschend ihren Rücktritt. Bild: KEYSTONE

Die Begründung mit aufgetauchten Unregelmässigkeiten bei der Verbuchung von Arzthonoraren im Triemli-Spital wirkt vorgeschoben. Nielsens Probleme waren seit langem bekannt, etwa ihr ruppiger Führungsstil. Ihre konfuse Strategie für die hochdefizitären Stadtspitäler Triemli und Waid stiess in der zuständigen Gemeinderatskommission sogar bei der eigenen Partei auf Ablehnung.

Innovative Ideen gesucht

Der Stadtrat aber blieb passiv und stellte der offensichtlich überforderten Claudia Nielsen erst im letzten Herbst einen «Beistand» zur Seite. Das wirft ein schlechtes Licht auf die Führungsqualitäten von SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch. Mit dem abrupten Rücktritt brüskierte Nielsen auch ihre Partei, die ihren Sitz kampflos preisgibt, weil sie kurzfristig keinen valablen Ersatz finden konnte.

Nach dem Nielsen-Eklat bleiben Fragen offen. Die NZZ wittert bereits Morgenluft. Die Schwäche der SP «erhöht die Chance für eine liberale Politik», heisst es in einem Kommentar vom Samstag. Das dürfte verfrüht sein, doch der Stadtrat ist nicht nur personell in Unterform. Man vermisst innovative Ideen, und das in einer Stadt, die sich als kreative IT-Metropole verkauft.

Wo sollen die Leute wohnen?

Das grösste Problem aber sind die fehlenden Visionen für die Zukunft. Die Bevölkerung hat seit dem Tiefpunkt im rotgrünen «Wendejahr» 1990 mit etwas mehr als 350'000 auf knapp 430'000 Einwohner zugenommen. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Die Bevölkerungsszenarien gehen davon aus, dass Zürich bis 2030 auf 470'000 bis 520'0000 Einwohner anwachsen wird.

Alle wollen in Zürich wohnen: Warteschlange der Interessenten vor der städtischen Siedlung Kronenwiese. Bild: KEYSTONE

Dafür muss Wohnraum geschaffen werden. Angesichts der immer knapperen Baulandreserven geht das nur durch Verdichtung. Ein klares Konzept des Stadtrats aber ist nicht vorhanden. Ein weiteres Problem ist die Infrastruktur. In diesem Bereich hinkt die Planung bei den Schulbauten oder dem öffentlichen Verkehr bereits heute der rasanten Entwicklung hinterher.

Verwalterin des Erfolgs

Wenn Stadtpräsidentin Corine Mauch sich über den Vorwurf ihres FDP-Herausforderers Filippo Leutenegger lustig macht, sie würde «den Erfolg verwalten», hat sie nur bedingt recht. Die Verwaltermentalität im Stadtrat ist ein Hindernis für eine zukunftsgerichtete Politik. Nur fällt das für die wenigsten Einwohner bislang ins Gewicht. Dafür ist die Stadt eben zu erfolgreich.

Zürich ist attraktiv. In internationalen Rankings zur Lebensqualität ist die Limmatstadt weit oben platziert. Die öffentlichen Dienstleistungen funktionieren, und das Freizeitangebot ist für eine Stadt dieser Grösse einmalig. Man fühlt sich wohl im rotgrünen Zürich.

98 Prozent Zufriedenheit

Eingetrübt wird diese Befindlichkeit durch die Wohnkosten, sie bilden die Kehrseite des Erfolgs. Wer nicht mit Glück oder Geschick an eine gemeinnützige Wohnung kommt, zahlt häufig eine exorbitante Miete. Entsprechend gross ist der Gentrifizierungsdruck. Die einst verrufene Langstrasse hat er voll erfasst. Nun gerät Schwamendingen auf den Radar.

Die Städte mit der höchsten Lebensqualiltät

Auf das Wohlbefinden der Menschen haben die hohen Mieten aber kaum Auswirkungen. Im Gegenteil, die alle zwei Jahre durchgeführte Bevölkerungsbefragung spricht eine klare Sprache. Laut den neusten Zahlen von 2015 leben 98 Prozent der befragten Zürcherinnen und Zürcher gerne oder sehr gerne in der Stadt. Solche Werte findet man sonst nur in Diktaturen.

Mitttel- und Unterschicht zieht weg

Damit nicht genug: Für 79 Prozent entwickelt sich Zürich in die richtige Richtung. Immerhin 50 Prozent finden, dies könnte dynamischer geschehen, was sich als leise Kritik an der stadträtlichen Verwaltermentalität interpretieren liesse. Der Verlust an Freiräumen, über den sich Jüngere und Linksalternative beklagen, wird hingegen kaum als Manko empfunden.

Was Angela Merkel im letztjährigen Wahlkampf über Deutschland sagte, lässt sich über Zürich erst recht behaupten: Man lebt gut und gerne hier. Aber man muss es sich leisten können und wollen. Der Anteil der Einwohner mit hohem Status (gut ausgebildet und verdienend) hat stetig zugenommen und macht fast 50 Prozent aus. Die Zahl der Menschen mit mittlerem oder tiefem Status hingegen nimmt ab. Sie werden in die Agglomeration verdrängt.

Wo bleibt der Wahlkampf?

Gutsituierte wären an sich empfänglich für bürgerliche oder zumindest liberale Rezepte, da hat die NZZ durchaus recht. Denn Zürich ist nicht nur bei den Mieten eine teure Stadt. Die Steuern gehören zu den höchsten im Kanton. Gleiches gilt für die Krankenkassenprämien, die im NZZ-Politbarometer sogar die Wohnkosten als grösstes Problem abgelöst haben.

Opernübertragung auf dem Sechseläutenplatz: In Zürich lässt es sich gerne und gut leben. Bild: KEYSTONE

Mit einem beherzten Wahlkampf könnten die Bürgerlichen die rotgrüne Selbstzufriedenheit durchaus erschüttern. Doch er ist genauso unterkühlt wie die Temperaturen am Samstag auf dem Lindenplatz in Altstetten. Obwohl FDP, SVP und CVP so geeint wie lange nicht auftreten, vermitteln sie keine Aufbruchstimmung. Auf der Personalseite sieht es noch magerer aus.

Unwählbare SVP, geschrumpfte CVP

Neben «Alphatier» Filippo Leutenegger kandidiert Gemeinderat Michael Baumer, den die FDP der profilierten Nationalrätin Doris Fiala vorgezogen hat. Trotzdem hat er gute Chancen, den zweiten Sitz der Freisinnigen zu verteidigen. Die SVP-Kandidaten Susanne Brunner und Roger Bartholdi hingegen können noch so moderat auftreten, so lange ihre Partei den Blocherismus praktiziert, sind sie für einen erheblichen Teil der urbanen Bevölkerung aus Prinzip unwählbar.

Das interessanteste Profil hat CVP-Kandidat Markus Hungerbühler. Er ist schwul und zieht mit seinem Partner eine Tochter auf, die von einer Leihmutter in den USA geboren wurde. In den schwarzen CVP-Stammlanden wäre er damit eine Art Gottseibeiuns. Im «bunten» Zürich ist sein grösstes Problem die Partei. Der Wähleranteil der CVP ist 2014 unter fünf Prozent gefallen. Das ist für ein Mandat im neunköpfigen Stadtrat ein sehr dünnes Polster.

Es droht der bürgerliche Worst Case

Die linksgrünen Parteien können sich deshalb trotz des Nielsen-Fiaskos zurücklehnen. Als «Ersatz» scheint die «melonengrüne», also innen rote Karin Rykart gesetzt. Auch der linksalternative Polizeivorsteher Richard Wolff hat mehr als intakte Wahlchancen, obwohl er einen dicken «Tolggen» im Reinheft hat. Erst letztes Jahr «bemerkte» er, dass seine Söhne auf dem besetzten Koch-Areal in Albisrieden verkehren und er dieses Dossier besser abgeben sollte.

Die Versuche der Bürgerlichen, diesen Fehltritt auszuschlachten, scheinen fruchtlos zu sein. Am ehesten können sie auf Sitzgewinne im Gemeinderat hoffen. Im Stadtrat hingegen droht ihnen sogar der Worst Case, der Verlust eines weiteren Sitzes. Denn der grünliberale Andreas Hauri hat gemäss Umfragen von NZZ und Tages-Anzeiger reelle Wahlchancen, obwohl er sich als «Einzelmaske» durchschlagen muss.

Schmerzgrenze nicht erreicht

FDP-Kandidat Michael Baumer zeigt sich im Gespräch (zweck-)optimistisch: «Ich denke, dass es für drei oder sogar vier Sitze reichen wird.» Wie das geschehen soll in einer Stadt, in der die Zufriedenheitsquote ein «sowjetisches» Ausmass erreicht und eine satte Mehrheit einen positiven Trend erkennt, bleibt schleierhaft. Es geht den Leuten im rotgrünen Wohlfühl-Zürich zu gut.

«Die Schmerzgrenze ist womöglich noch nicht erreicht», räumt CVP-Mann Markus Hungerbühler ein. Die Top 5 wollen unverdrossen weiterkämpfen und sich bis zum Wahltag jeden Samstag in den Stadtquartieren präsentieren. Und dem Traum von der bürgerlichen Wende hinterher jagen, der nicht wahr werden wird.

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Charly Otherman, 5.5.2017
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89
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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emanzipator 14.02.2018 08:08
    Highlight Gut so! Weil die “Drecks-stadt” die sie vor 28 Jahren übernahmen und was daraus wurde ist mehr als nur Lobenswert!

    Sie haben einfach zu schnell Ordnung geschaffen, darum scheinen die Bürgerlichen ihr versagen schon vergessen zu haben.

    Rotgrün Olé!
    6 4 Melden
  • Platonismo 13.02.2018 22:29
    Highlight Grossartiger Artikel. Also der von Scherrer, in der NZZ, natürlich.
    1 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.02.2018 20:21
    Highlight 98 Prozent Zufriedenheit, liebe SVPlerInnen. Da gibt es richtig viel für Euch zu tun, wenn Ihr das ändern wollt mit Euerer Alles für mich - nichts für die anderen - Mentalität. Angefangen habt ihr ja schon Hand in Hand mit der FDP mit der Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Zürich ist zufrieden ohne Euch. Oder genau deswegen? Denkt mal darüber nach.
    25 9 Melden
  • Idrisi 13.02.2018 18:46
    Highlight Das Leben in der Stadt bedingt ein Minimum an Kooperation und Solidarität. Das ist den rechtsbürgerlichen Parteien fremd. Solange dem so ist werden Städte rot-grün regiert bis die Sonne erlischt.
    24 10 Melden
  • Big ol'joe 13.02.2018 18:30
    Highlight Hahaha die Linke ist wohl die einzige, welche Attraktive Politik für moderne Menschen macht! Schaut nach bieder-Luzern mit bürgerlicher Politik: welcher junge, gut aus gebildete will da Leben? Schaut nach links-Basel: selten so eine attraktive Stadt für urbane Menschen gesehen. Wegen der Linken.
    Zürich war Anfang 90er am Ende. Dann kam die Linke.
    Ein Hohn, wer noch an die Bürgerlichen glaubt. Die einzige Attraktive urbane Politik konnte bisher nur die Linke erreichen, keine assozialen Libertäre...
    24 12 Melden
  • marcog 13.02.2018 18:26
    Highlight Die Probleme in der Stadt sind hohe Mieten und viel Verkehr. Da sehe ich wenig Grund etwas anderes als Rot/Grün zu wählen.
    29 13 Melden
  • Papa Swappa 13.02.2018 16:25
    Highlight laotse meinte sinngemäss, dass die beste regierung die ist, welche man nicht wahrnimmt.
    zürich ist nahe dran 😉
    38 3 Melden
  • Me, my shelf and I 13.02.2018 14:25
    Highlight Ich glaub' ich zieh in die Stadt. Hier im Oberland dirigiert Die SVP, so weit das Auge reicht.
    61 22 Melden
    • meine senf 13.02.2018 17:26
      Highlight Vielleicht ist es ja eben deswegen so. Politische Getthoisierung. Der Röstigraben ist verglichen mit der Schlucht des Stadt-Land-Grabens nur noch eine Rinne.

      Aber, auch wenn man weiss, dass das das Problem verstärkt, fühle ich mich in der Stadt auch wohler.

      Die wahren Helden sind jene, die absichtlich im so ein SVP-Dorf ziehen, damit die dortigen Gegengewichte grösser werden.
      24 7 Melden
    • Me, my shelf and I 14.02.2018 09:46
      Highlight Höhö ich wusst's schon immer: Ich bin ein Held :D
      Leider nur nicht freiwillig hier...
      2 0 Melden
  • Madison Pierce 13.02.2018 14:12
    Highlight Wenn man in der Stadt lebt, kann man mit der aktuellen Regierung wohl schon zufrieden sein. Der Stadtzürcher ohne Auto ärgert sich nicht über die Verkehrspolitik, das tun die Auswärtigen, die mangels Umfahrung durch die Stadt müssen. So gesehen ist die Regierung nicht schlecht für die Zürcher.

    Was mich erstaunt ist die Unterstützung für Wolff. Links und alternativ sein ist eine Sache, aber den Rechtsstaat zu beugen eine andere. Verstehe nicht, dass da nicht ein gemässigter Linker gewählt wird.
    36 46 Melden
    • Fabio74 13.02.2018 14:43
      Highlight Die Unterstellungen Wolff gegenüber sind inakzeptabel.
      Wo hat er den Rechtsstaat gebeugt?
      Unfahrungsstrassrn gibt es. Heissen Nordring und Westring. Sind Autobahnen und somit Kompetenz ASTRA
      47 21 Melden
    • reich&schön 13.02.2018 16:20
      Highlight Fabio, der Nordring ist chronisch überlastet, darum gibt es immer noch viel Ausweichverkehr durch die Stadt.
      Ebenso muss ein grosser Teil des Verkehrs aus Richtung Goldküste mangels Stadt- oder Seetunnel immer noch durch die Stadt.
      19 5 Melden
    • Fabio74 13.02.2018 17:43
      Highlight Und rich? Aur
      Robahnen sind Bundessache. Und Tunnel die die Agglo verbinden soll der Kanton oder der Bund finanzieren
      9 12 Melden
    • meine senf 13.02.2018 17:44
      Highlight Wer mit dem Auto in die Stadt fahren will, ist selber schuld (Behinderte und Schwertransporte ausgenommen). Von dem her absolut verständlich, dass die Stadtbewohner ihr Steuergeld lieber für Gescheiteres ausgeben.

      http://www.fahrplanfelder.ch/fileadmin/fap_pdf_fields/2018/730.pdf
      26 8 Melden
    • Madison Pierce 13.02.2018 22:10
      Highlight @Fabio74:

      Folgende Beispiele fallen mir spontan ein:

      Besetztes Koch-Areal:
      Keine Räumung, erst spät in den Ausstand getreten, obwohl seine Söhne dort verkehrten. Lange keine feuerpolizeilichen Kontrollen, Rechte der Anwohner wurden missachtet, indem nicht auf Lärmklagen reagiert wurde. Wolff wurde vom Statthalter dafür gerügt.

      Bei Randalen an Demos gibt es immer auffällig wenig bis keine Verhaftungen.

      Karton ungeschnürt vor die Türe stellen kostet 270 Stutz, aber wochenlange Ruhestörungen sind kein Problem, wenn man zur richtigen Szene gehört.
      11 11 Melden
    • reich&schön 13.02.2018 22:36
      Highlight Ja, Fabio, Autobahnen sind Bundessache. Aber wenn Zürich wirklich einen gscheiten Autobahnring wollte, müsste man vielleicht mal etwas Druck machen oder beispielsweise über eine Vorfinanzierung im Stile der Durchmesserlinie nachdenken.
      Das Geld wäre allemal besser in einen vollständigen Autobahnring investiert statt in den unsinnigen Rosengartentunnel der bloss viel kostet aber kein einziges Auto aus der Stadt rausbringt.
      2 1 Melden
    • E7#9 14.02.2018 00:48
      Highlight @meine Senf: Ich meide mit dem Auto die Stadt Zürich. Ok, ich meide Zürich generell. Doch hie und da muss ich aus beruflichen Gründen mit dem Auto in die Stadt (Musiker mit Equipment wie Verstärker etc.). Es kostet mich jedes Mal extrem viel Nerven, Zeit und Geld. Einfach zu behaupten, die Autofahrer hätten halt selber Schuld, ist weder sehr hilf- noch besonders geistreich. Vielleicht müssen wir als Band die Preise für Zürich einfach etwas anheben, denn jene Auftritte verursachen betreffend An- und Rückreise nicht nur zusätzliche Spesen sondern schreien geradezu noch nach Schmerzensgeld.
      3 3 Melden
    • Fabio74 14.02.2018 07:37
      Highlight @pierce Es gibt im Rechtsstaat keine Sippenhaft!! Wolffs Söhne sind erwachsen und für ihr Leben selber verantwortlich.
      Auf die Klagen der Anwohner wurde reagiert. Aber halt nicht so wie es einige gern gehabt hätten.
      Der Interessenkonflikt ist undchön aber nicht dramatisch.
      Aus solchen Lappalien einen Strick zu drehen ist billig.
      Das ERZ ist whataboutismus vomFeinsten, weil nicht Wolffs Verantwortung.
      Im Übrigen gehören dann sogenannte Fussballfans auch zur richtigen Szene, weil deren Lärm und deren Zerstörungswut müssen wir jede Woche ertragen
      4 3 Melden
    • meine senf 14.02.2018 09:34
      Highlight @E7#9: Deshalb schrieb ich ja "ausgenommen Behinderte und Schwertransporte" (mit "schwer" meine ich alles, was nicht in eine Einkaufstasche passt). Würden nur diese mit dem Auto in die Stadt fahren, würde das bestehende Strassennetz wohl längstens reichen.

      Wenn man für teures Geld Tunnel baut, dann werden auch diese wieder vermehrt von Leuten genutzt, die es nicht müssten nach dem Motto "Man kommt ja jetzt besser rein, deshelb nehme ich jetzt nicht mehr den Zug".

      Resultat: Geld verschleudert, mehr Verkehr, gleich viel Stau, keine Verbesserung für Konzertmaterial-Transporte.
      2 0 Melden
    • reich&schön 14.02.2018 13:28
      Highlight "Wenn man für teures Geld Tunnel baut, dann werden auch diese wieder vermehrt von Leuten genutzt, die es nicht müssten nach dem Motto"

      Genau deswegen sollte man das Geld eben in einen Umfahrungs-(See-)tunnel und nicht in den unsinnigen Rosengartentunnel stecken.
      1 0 Melden
    • Madison Pierce 16.02.2018 09:20
      Highlight Natürlich gibt es keine Sippenhaft, aber bei Interessenkonflikten muss man in den Ausstand treten.

      So von wegen Lappalien, der Statthalter sieht das anders: https://www.watson.ch/Schweiz/Z%C3%BCrich/917287654-Das-hat-gesessen--Zuercher-Statthalter-kritisiert-Wolff-wegen-Koch-Areals-massiv

      Die Reaktion auf die Lärmklagen von Anwohnern soll gewesen sein, sie sollen doch umziehen: https://www.nzz.ch/zuerich/hausbesetzung-in-zuerich-knatsch-um-koch-areal-setzt-stadtrat-unter-druck-ld.119069

      Das geht doch wirklich nicht in einem Rechtsstaat. Ich finde das ist keine Lappalie.
      0 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 13.02.2018 13:35
    Highlight Christian Schaub wählen!

    http://www.christianschaub.ch/

    17 42 Melden
  • Statler 13.02.2018 13:24
    Highlight Bei einer 98%igen Zustimmung scheint die aktuelle Regierung nicht nur etwas, sondern einiges richtig zu machen. Warum sollte man die absetzen?
    Noch dazu, wenn die neoliberalen Rezepte der Bürgerlichen wohl die grösste Baustelle (Mietzinsen) kaum verbessern und den Rest im besten Fall verschlimmbessern würden.
    62 13 Melden
  • banda69 13.02.2018 13:21
    Highlight Unwählbare SVP.

    Es ist immer gut, wenn man das Kind beim Namen nennt.
    63 23 Melden
    • Normi 13.02.2018 14:24
      Highlight Also Reiche Steuervermeider können das schon 😜
      25 8 Melden
  • glüngi 13.02.2018 13:11
    Highlight die bürgerlichen können heulen so viel sie wollen. fakt ist. Städte welche eher so geführt werden wie zürich denen geht es besser als bürgerliche städte.
    77 17 Melden
  • Turi 13.02.2018 12:18
    Highlight sind mir einfach zu viele floskeln in diesem text. zuviel ideologische schlagworte. wohlfühlzürich, zukunftsorientiert, interessanteste kandidat ist schwul mit tochter. kommt daher wie wenn man alle partei-programme genomme hätte und daraus versucht journalismus zu machen.

    weshalb nicht mal selbst denken und was originales schreiben?
    35 17 Melden
  • w'ever 13.02.2018 12:13
    Highlight für mich hat sich unter der rotgrünen regierung nicht wirklich viel verbessert. der private verkehr (velo und auto) ist nicht besser geworden und der wohnungsmarkt ist seit jahren nicht wirklich gut, um nur ein paar zu nennen.
    mir fehlt es auch bei der stadtplanung an visionen, aber ich befürchte, dass es mit der jetztigen, wie auch mit einer bürgerlichen regierung nicht wirklich besser werden wird.
    ewige "pfläschterli"politik halt.
    27 35 Melden
    • Posersalami 14.02.2018 07:49
      Highlight Was haben sie denn für „Visionen“ für den Städtebau in Zürich?
      2 1 Melden
    • w'ever 14.02.2018 10:51
      Highlight verschenke nichts, was du auch verkaufen kannst
      1 0 Melden
  • Magnum 13.02.2018 12:07
    Highlight Regieren heisst nun einmal Verwalten. Und dabei ist die Leitlinie nicht das politisch Wünschenswerte, sondern das Mehrheitsfähige, das auch gegen Widerstände von zu Einsprachen Berechtigten (Anwohner, Verbände) machbar ist. Die wahren Probleme der Bürgerlichen in der Stadt Zürich? Erstens der Leistungsausweis der aktuellen Stadtregierung und zweitens die wiederholte Bevormundung der Stadt durch die bürgerliche Kantonsregierung.
    52 13 Melden
  • Platon 13.02.2018 12:04
    Highlight Dieses geplärre um die bürgerliche Wende zeugt exemplarisch von der bürgerlichen Arroganz. Rot-Grün startet nie in einen Wahlkampf mit der Behauptung, es müsse eine soziale Wende eigeleitet werden, auch wenn dies an vielen Orten nötig wäre.
    62 15 Melden
  • Dominik Treier (1) 13.02.2018 11:36
    Highlight Wenn es den Leuten denn so gut geht, und das kann ja aufgrund 28 Jahren linker Politik kaum ein Verdienst der Bürgerlichen gewesen sein, warum sollte man dann den Bürgerlichen eine Chance geben, welche es wohl für einige besser machen werden, für die Meisten (also die ohne Geld) doch nur schlechter. Die Linke sollte sich nur nicht auf ihren alteingefahrenen Strukturen ausruhen und in Konservativismus verfallen... Neue Ideen und Konzepte müssen her, denn wer zu spät kommt, den bestraft ja bekanntlich das Leben...
    63 7 Melden
  • Snake Plissken 13.02.2018 11:33
    Highlight Der Filippo könnte einem leid tun. Erst links (Mitbegründer der WoZ), dann spektakulär als Blocherist in die FDP und jetzt im Stadtrat vom linksgrünen Gesocks umzingelt. Fakt ist aber, dass sein Lifestyle eher zum linksgrünen tendiert: Patchworkfamilie, wohnt quasi in einer Kommune, dann immer mit Vespa und E-Bike unterwegs. In dem Fall also links leben und rechts reden. Von daher eher der KMU-Freisinnige und nicht vom alten FDP-Finanzfilz. Die Finanzler sind ja heute eher international und ohne CH-Pass und dürfen nicht abstimmen, was ihnen aber egal zu sein scheint.
    33 12 Melden
    • Magnum 13.02.2018 13:25
      Highlight Wer vom Volk gewählte Exekutivmitglieder als (Zitat) linksgrünes Gesocks beschimpft, hat wenig Anstand. Wer Filippo Leutenegger für einen Linksfreisinnigen hält, hat wenig begriffen. Aber weder Anstand noch Einsicht in einen Sachverhalt sind bekanntlich Vorbedingungen, um eine Meinung laut zu verkünden... in der Stadt Zürich ist diese Meinung zum Glück weit davon entfernt, mehrheitsfähig zu sein.
      34 10 Melden
    • Papa Swappa 13.02.2018 16:38
      Highlight filippo war schon im leutschenbach nicht beliebt, heutzutage ist er unter seinen 'untergebenen' jedoch geradezu verhasst - darüber täuscht sein dauerwahlkampf leider etwas hinweg.
      ich hätte nichts gegen bürgerliche, die was taugen und genug courage besitzen, sich nicht mit svplern auf einem plakat zu zeigen, aber so bleibt neben rot/grün wohl nur noch hauri wählbar.
      14 3 Melden
    • Fabio74 13.02.2018 17:45
      Highlight Wwr eine gewählte Regierung als Gesocks diffamiert, hat den Boden des Anstands und der Demokratie verlassen.
      Das Volk hat die 9 Mitglieder demokratisch gewählt. Also beleidigst du sämtliche Wähler mut deinen Sprüchen gleich mit
      15 6 Melden
    • Snake Plissken 13.02.2018 18:34
      Highlight Haaalloooo: Das mit dem "Gesocks" war ironisch gemeint, wie in Deutschland, wo man gern mal von den "roten Socken" spricht und die SPD meint. Warum so empfindlich?? Irgendwie merkt man, das Giacobbo/Müller fehlen. Oder ein Ableger von der Heute Show für die CH ...
      10 2 Melden
    • Fabio74 14.02.2018 07:40
      Highlight Weil es schlichtweg Beleidigungen sind. Auch rote Socken sind Beleidugingen aus der rechten Ecke.
      1 0 Melden
    • Snake Plissken 14.02.2018 10:34
      Highlight @Fabio74: Sind Politiker gefährdete Tierarten? Ich glaube, die haben mehr Humor als die, die meinen, sie beschützen zu müssen. Einerseits finde ich es sehr verdienstvoll, wenn sich jemand die Bürde eines Amtes auferlegt, aber bekanntlich kommt ja die Würde mit der Bürde, und zwar wird man in ZH (Stadt und Kanton) gar nicht schlecht entlöhnt, und bei Schiffbruch (Captain Nielsen) gibt es ein Schmerzensgeld von CHF 800'000 plus. Da darf man sich auch mal ein bisschen beschimpfen lassen.
      1 0 Melden
  • Shin Kami 13.02.2018 11:30
    Highlight Soso Rechte werfen anderen fehlende Visionen und Ideen vor. Die haben doch selbst noch nie etwas gescheites vorgeschlagen. Ihre "Lösungen" sind meist nur billiger Wählerfang und funktionieren ohnehin nicht. Die Regierung in Zürich hat definitiv ihre Fehler aber lieber ziehe ich weg als irgendwelche Rechte am Ruder zu sehen.
    57 11 Melden
  • Posersalami 13.02.2018 11:20
    Highlight "Dafür muss Wohnraum geschaffen werden."

    In Zürich wird es da keinen grossen Wurf geben. Eine mMn ausgewogene Strategie gibt es hier nachzulesen:

    https://www.stadt-zuerich.ch/hbd/de/index/staedtebau_u_planung/planung/richtplanung0/richtplanung.html

    Der Plan wird gerade erst verabschiedet. Bis man davon etwas merkt kann man gut und gerne 10 Jahre warten. Für den ÖV gibts auch eine klare Vision, wieso Watson da etwas anderes behauptet würde ich gerne wissen. Stichwort Ring S-Bahn und Limmattalbahn Plus. Dauert halt alles.
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    • Peter 13.02.2018 11:28
      Highlight Richtpläne sind schön und gut, aber auf die Umsetzung kommt es an. Alle sind bekanntlich für Verdichtung, ausser sie findet vor der eigenen Nase statt. Hier erkenne ich kein überzeugendes Konzept. Und beim öV geht es um die mangelhafte Erschliessung neuer Wohnsiedlungen in der Stadt. Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung. Schon heute klagen laut NZZ-Politbarometer 40 Prozent der Stadtzürcher darüber, dass sie keinen Sitzplatz in Tram und Bus finden. Luxusprobleme? Vielleicht.
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    • FrancoL 13.02.2018 11:36
      Highlight @Peter; ich habe seit 30 Jahren ein Planungsbüro, arbeite mitunter viel in der Stadt Zürich und kann Posersalami nur beipflichten.

      Ergänzend: Es würde Watson einmal gut anstehen zB zu recherchieren wieso alles so lange geht, wieso eine UNMENGE Rekurse anfallen bei der kleinsten Zonenänderung.

      Visionen sind an die "MITTAETERSCHAFT" der Privaten angewiesen und die ist in Zürich spärlich. Zürich ist zwar rot/grün regiert aber die Wirtschaft ist klar bürgerlich gefärbt und blockt schnell mal ab bei Visionen. Dann vergessen Sie auch nicht den Gemeinderat der auch noch als Bremsklotz waltet.
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    • Posersalami 13.02.2018 11:50
      Highlight Dann soll ihrer Meinung nach der Stadtrat Baueingaben durchwinken, wenn nur Dicht genug geplant wird? Hallo?

      Der ÖV wird doch schon ausgebaut ohne Ende! Ich will gar nicht wissen, wie viel Geld da in den letzten 10 Jahren investiert wurde. Das dauert halt alles immer ewig lange. Was wäre denn eine Lösung ihrer Meinung nach?

      Das wird alles noch viel besser wenn Links-Grün endlich ihre Mehrheit hat und die Rechten Projekte nicht mehr verhindern können.
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    • jjjj 13.02.2018 12:29
      Highlight vielleicht würde man einen Platz im Tram finden, wenn man nicht immer Stur um 8h30 mit der Arbeit anfangen und dann um 17h00 aus dem Büro laufen würde...

      na?
      34 6 Melden
    • Statler 13.02.2018 13:18
      Highlight Also, in meinem Tram hat's immer Platz ;) (Ausser, wenn mal wieder drei Schulklassen gleichzeitig in den Zoo fahren)
      19 2 Melden
    • Posersalami 13.02.2018 13:24
      Highlight Bezüglich Verkehr kann es eigentlich nur in eine Richtung gehen: weiterer Abbau für den MIV damit Spuren und Platz am Strassenrand für Velos, Trams und Busse frei wird. Aber dann heult immer die Wirtschaft, die Bürgerlichen und der Kanton.

      Zürich darf ja gemäss Kanton zum Lärmschutz die 30ger Zonen nicht machen wegen Lärmschutz. Aber das ist natürlich auch die Schuld von Links grün..
      23 9 Melden
    • Peter 13.02.2018 13:31
      Highlight @Posersalami Es braucht klare Vorstellungen, wo und wie die Stadt verdichten will, auch in Zusammenarbeit mit Privaten und Genossenschaften. Das wird die Verhinderer nicht stoppen, und auch die Gerichte sind häufig ein Hindernis. Siehe der Fall Ringling in Höngg oder das Verbot der Dachstockausbauten. Trotzdem geschieht hier für meinen Geschmack zu wenig. Und beim öV kann man sich fragen, ob am richtigen Ort investiert wird. Das gilt etwa für die neue 8er-Linie über die Hardbrücke, obwohl die neben unserer Redaktion hält.
      6 19 Melden
    • TheGoon 13.02.2018 13:37
      Highlight die NZZ ist auch nicht mehr das, was sie einmal war.
      21 4 Melden
    • Posersalami 13.02.2018 13:38
      Highlight @Peter: Es gibt diese Vorstellungen selbst verständlich! Nur kann und soll man das nicht gebäude- oder parzellenscharf planen. Würde auch keinen Sinn machen das zu versuchen.

      Es gibt natürlich auch eine Vision für den ÖV:
      https://www.stadt-zuerich.ch/vbz/de/index/die_vbz/die_unternehmensentwicklung/zuerilinie_2030.html
      So soll zB. das Tramnetz um 45% erweitert werden! Was wollen sie denn noch alles? Eine U-Bahn mit Haltestellen alle 250m?

      Leider verhindern die Bürgerlichen wichtige Projekte wie zB. den HB Tunnel für den Veloverkehr. So ists natürlich schwer etwas wirklich zu verbessern.
      18 6 Melden
    • jjjj 13.02.2018 14:10
      Highlight 8er Tram ist super und auch sinnvoll!
      15 2 Melden
    • Peter 13.02.2018 15:13
      Highlight Klar braucht alles seine Zeit. Aber macht es wirklich keinen Sinn, "gebäudescharf" zu planen? Hier als Denkanstoss ein zwei Jahre alter, aber nach wie vor sehr aktueller Essay aus dem Tagi:

      https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Das-Zuercher-Wohnparadox/story/25655334
      2 12 Melden
    • Posersalami 13.02.2018 15:27
      Highlight @ Peter: Nein, es macht keinen Sinn dass die Stadt parzellenscharf irgendwelche Vorgaben bezüglich der Dichte macht. Wenn sie wissen wollen warum, setzten sie sich für 1-2 Semester in einen Kurs zum Thema Raum- und Stadtplanung.

      Mit den "Mikroverdichtungen", welche ihr Essay als Allheilmittel preist, aber andere Städte auch schon so ihre Erfahrung gemacht. Das funktioniert eben auch nicht "einfach so".

      Wenn man günstigen Wohnraum will muss die Stadt investieren, da führt kein Weg daran vorbei. Privat ist immer teurer.
      25 2 Melden
    • FrancoL 13.02.2018 18:43
      Highlight Lieber Peter; Die Mähr der Mikroverdichtung ist nun mal eine. Zürich hat eine Vielzahl an einzelnen Eigentümern, will ich also Aufstocken, oder eine Lücke schliessen oder einen Hof bebauen dann stehe ich am Privateigentum an und das ist das Hauptproblem. Eine tägliche Arbeit in unseren Büro: Verdichtung planen, angrenzende Eigentümer anfragen und dann meistens die Verdichtung wieder weg legen, denn die Vorzeichen bei den Nachbarn die häufig (aus vielen Gründen) nicht davon profitieren sind negativ. Darum setzt man häufiger auf Abbruch mit der dann einfacher zu realisierenden Verdichtung.
      9 1 Melden
    • Peter 14.02.2018 09:01
      Highlight @FrancoL Das kann ich nachvollziehen. In meiner Nachbarschaft werden übrigens derzeit ältere Genossenschaftsbauten abgerissen und durch modernere und "dichtere" ersetzt. Wie auch immer, Zürich muss darauf achten, dass weiterhin genügend bezahlbarer Wohnraum entsteht, damit sich nicht nur Besserverdiendende das Wohnen in der Stadt leisten können.
      3 0 Melden
    • Posersalami 14.02.2018 09:29
      Highlight @ Peter: Und wie soll das gelingen? Was soll "die Stadt" ganz konkret ihrer Meinung nach tun?

      Ein Neubau kostet nunmal mehr als ein seit 30 Jahren abgeschriebener Altbau. Dafür bietet der Neubau Vorteile wie zB. eine sehr viel bessere Energiebilanz und zeitgemässe Ausstattung.

      Die Debatte ist mMn völlig verdreht. Sie sollten sich viel lieber dafür engagieren, dass die Leute den Lohn bekommen, um eine Wohnung in der Stadt bezahlen zu können. DA liegt der Hund begraben und nicht bei "der Stadt", die auf genügen günstigen Wohnraum "achten" soll.
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    • Peter 14.02.2018 12:37
      Highlight Nehmen wir an, die Löhne steigen tatsächlich. Dann werden noch mehr Leute nach Zürich ziehen und die Mieten weiter nach oben drücken. Und schon sind wir mitten in der schönsten Eskalationsspirale. Wollen wir das wirklich? Selbst die Juso setzen bei den Wohnkosten an, etwa mit ihrem Vorschlag, den städtischen Boden zu "kollektivieren"?
      0 0 Melden
    • FrancoL 14.02.2018 12:45
      Highlight @Peter; Die Frage ist doch eher: Wie kann man Private dazu bringen moderate Mietpreise zu gestalten. Das ginge eventuell über Uebernutzungsboni, die dann Landpreis pro Wohnung senken und somit die Anlagekosten die letztendlich die Mieten stützen tiefer zu gestalten. Doch dies ist äusserst kompliziert, da nicht alle Eigentümer da teilnehmen können und somit 2 Klassen an Eigentümerschaften entstehen.
      0 0 Melden
    • Posersalami 14.02.2018 12:54
      Highlight Die Leute sollen ja auch in die Stadt ziehen! Es ist das nachhaltigste und ökologischste Modell, das wir haben (bezüglich Flächenkonsum, Kosten, Verkehr, Effizienz, usw.)

      Es gäbe da noch sehr viel zu tun, bevor es soweit sein kann. Anfangen müsste man wohl mit der Eingemeindung aller an die Städte anstossenden Gemeinden. Andernfalls kann man es gleich vergessen weil man niemals eine vernünftige Planung hinbekommt.

      Das Problem ist komplex und es wird keine einfache Lösung geben. Wahrscheinlich klappt sogar in Zürich nicht, was in Basel funktionieren würde und umgekehrt.
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  • JJ17 13.02.2018 11:17
    Highlight Das Freizeitangebot ist für eine Stadt dieser Grösse wirklich einmalig. Da kann man Fussball in einem Leichtathletikstadion und Eishockey in einer Mehrzweckhalle schauen, das kann längst nicht jede Stadt bieten ;)
    Grüsse von einem ZSC-Fan
    56 28 Melden
    • jjjj 13.02.2018 12:29
      Highlight mimimi? ;-)
      11 13 Melden
    • Posersalami 13.02.2018 13:26
      Highlight Der ZSC bekommt doch sein Stadion? Der FCZ und GC sind selbst Schuld dass es mit dem Stadion nichts wird. Müssten hald man zushauen dass ihr Ruf besser wird. Mit dem aktuellen Personal und gewissen „Fangruppen“ wird das aber nichts werden.
      21 6 Melden
    • meine senf 13.02.2018 13:35
      Highlight Vergleich mit Basel ist interessant. Beim Sport beschränkt sich auf das, was man kann. Aber das dann dafür richtig. Dafür gibt es aber in der ganzen Stadt nur ein einziges winziges Hallenbad.

      Und die Schlangen bei den Wohnungsbesichtigungen sind vergleichsweise etwas weniger lang. Aber dafür verliert man nicht nur die städtische politische Zugehörigkeit, wenn man sich die Stadt nicht mehr leisten kann, sondern auch gleich die (halb-)kantonale Zugehörigkeit.

      Und das Umland kann nicht in die Stadt reinreden. Aber dafür schafft man es nicht, 200 Meter Tramstrecke auf der Kantonsgrenze zu bauen.
      10 0 Melden
    • JJ17 13.02.2018 14:29
      Highlight @jjjj: Nein garnicht, da ich nicht direkt aus dem Kt. Zürich komme gehe ich halt öfters an die Auswärtsspiele, macht meistens sowieso mehr Spass :)

      @Posersalami: Naja ich sehe es bei mir "vor der Haustüre" in Aarau, bis das Stadion dann wirklich steht haben wir wohl schon die nächste Eiszeit überstanden.
      8 2 Melden
  • Ökonometriker 13.02.2018 11:15
    Highlight Die Bürgerliche in Zürich hat ja auch keine Visionen. Die Linken bauen zumindest ein wenig den Service Public aus, das bringt dem Wähler etwas. Aber was tun die bürgerlichen? Sie zeigen nicht wie anderswo aggressiv verschwenderische Tendenzen auf und versprechen
    Effizienz. Sie hinterfragen auch nicht den Baulandstop, der zusammen mit der Zuwanderung die Preise explodieren lässt und v.a. den bereits Wohlhabenden nützt.
    Wem bringt die bürgerliche Politik in Zürich etwas? Wer ist die Zielgruppe?
    Die Stadt als ganzes verliert so. Denn die Linken haben keinerlei Konkurrenzdruck.
    39 21 Melden
  • Zwingli 13.02.2018 11:14
    Highlight Die Bürgerlichen, you dreamer you!
    72 13 Melden
  • piedone lo sbirro 13.02.2018 11:08
    Highlight zürich ist kultiviert, gebildet und weltoffen - also nichts für ewiggestrige politiker.

    was bürgerliche politik bedeutet erlebe ich hautnah in luzern.
    mit tiefen steuern wollten sie neue firmen nach luzern locken, doch gekommen ist niemand. die roten zahlen kann jetzt der mittelstand ausbügeln. denn jetzt wird bei der bildung, der sicherheit und der kultur gespart - bzw. bei den kk-prämienverbilligungen.

    ich rate dringend davon ab.
    296 85 Melden
    • Pafeld 13.02.2018 11:41
      Highlight Luzern ist das Paradebeispiel dafür, wie sehr man mit Steuersenkungen und anderen klassischen bürgerlichen Binsenweisheiten finanzpolitisch auf die Schnauze fallen kann. Die Zeiten sind vorbei, als man als Finanzpolitiker einfach nur Steuersenkungen durchdrücken musste und einem der Erfolg automatisch Recht gab. Anstatt Unternehmerfloskeln wäre breites, makroökonomisches Verständnis wieder dringend gefordert. Aber gerade NZZ oder LZ betreiben lieber Hofberichtserstattung für die bürgerlich-liberalen Parteien anstelle deren Fehlleistungen konsequent aufzuzeigen.
      64 4 Melden
    • Karl33 13.02.2018 11:43
      Highlight @piedone, zug, als gegenbeispiel, oder luzern, sind auch "kultiviert, gebildet, weltoffen".
      7 25 Melden
    • TheMan 13.02.2018 12:14
      Highlight Das bei der Bildung gespart wird ist eine Linke Lüge. Das wurde zu oft schon Bewiesen. Und da Ja Linke gerne Geld ausgeben, das Sie nicht besitzen. Ist Ja auch Bekannt. Irgendwen muss mla gespart werden. Wir haben eine Asylwesen, was ein Fass ohne Boden ist, die AHV geht zu gründe dank der Zuwanderung. Die Bildungsausgaben steigt auch jedes Jahr. Nur in einem wird Jährlich gespart. In der Sicherheit, unterbesetzung der Polizei usw. Die Linken rufen lieber ACAB.
      15 106 Melden
    • Pafeld 13.02.2018 13:21
      Highlight Und was ruft TheMan? Der Versuch Köppels letzte Hassreden in 600 Zeichen zusammenzufassen? So einen undifferenzierten und inhaltlich komplett verqueren Blödsinn findet man wirklich nicht alle Tage.
      58 8 Melden
    • FrancoL 13.02.2018 13:28
      Highlight @theman: nach deinem unfundierten bashing gegen linkd kommt da auch etwas zum thema zürich? Oder war das alles?
      46 8 Melden
    • Magnum 13.02.2018 13:30
      Highlight @TheMan Ach so, dass im Aargau (und nicht nur dort) gerade die Bildung kaputt gespart wird und die Lehrerschaft auf die Strasse geht, ist also eine "linke Lüge"? Du machst es Dir entschieden zu einfach. Von der Landwirtschaft über die Exportförderung bis zur Landesverteidigung geben auch Rechte gerne Geld aus, das sie nicht haben. Aktuell etwa auch ein Herr in den USA. Aber klar: Links ist böse.
      50 4 Melden
    • Posersalami 13.02.2018 13:42
      Highlight @TheMan: Ach ja, ist das so? 1 Woche weniger Schule aus Spargründen ist nicht sparen, sondern?

      "Obwohl die Herbstferien am Sonntag zu Ende gegangen sind, ist am Montag an den Gymnasien, Mittel- und Berufsschulen des Kantons Luzern der Betrieb nicht aufgenommen worden. Grund dafür ist, dass das Schuljahr aus finanziellen Gründen eine Woche weniger lang dauert."
      https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/sparmassnahmen-schicken-luzerner-kantonsschulen-in-die-zwangsferien-130649180

      Nennt sich übrigens "Diktat der leeren Kassen" und ist klassische neoliberale Politik.
      47 5 Melden
    • Jupiter Jones 13.02.2018 14:21
      Highlight Die Stadt Luzern hat ebenfalls eine rot-grüne Regierung. Nur der Kantonsrat ist bürgerlich dominiert – wie auch in Zürich.
      11 22 Melden
    • hävi der spinat 13.02.2018 16:48
      Highlight Piedone

      Ja ich verstehe sie und weiss was sie meinen.
      Nur ist es so, dass ich ihnen nur einen Spiegel vorhalte.

      Sie erlebe also bloss ihre eigene Inkompetenz durch die Augen von jemandem neutralen.
      Das sie ihre Wut über sich selbst, zuerst auf mich übertragen ist ein normaler Schutzmechanismus.
      Versuchen sie diesen zu überwinden.
      Um zur Besserung zu gelangen.
      4 40 Melden
    • Pisti 13.02.2018 18:37
      Highlight Piedone wie wärs mal mit Fakten. Die Stadt Luzern nimmt heute wieder gleich viel Geld ein wie vor der Steuersenkung.
      Aber einfach mal wild Kantone und Städte durcheinander mischeln macht natürlich Sinn.
      1 20 Melden
    • Fabio74 14.02.2018 07:42
      Highlight @pisti ja es macht Sinn. Der Kanton Luzern wurde finanziell von den Rechten an die Wand gefshren. Schulferien-Veelängerung. Not-Budgets, Streichung diverser Hilfsgelder
      6 0 Melden
    • piedone lo sbirro 14.02.2018 08:54
      Highlight hävi

      da sie sachlich und inhaltlich stets überfordert sind auf meine kommentare zu antworten, freut es mich außerordentlich, dass meine täglichen kommentare ihnen wenigstens dazu dienen, ihren angestauten frust abzubauen.

      arbeiten sie an ihren deutsch kenntnissen.
      4 1 Melden
    • Pafeld 14.02.2018 09:07
      Highlight Mag sein, dass die Stadt heute wieder mehr einnimmt. Der Kanton als ganzes dagegen legt drauf. Selbst nach der dritten Kahlschlagsrunde.

      Die Reform ist gescheitert. Der Effekt der Senkung ist längst verpufft, andere Kantone haben nachgezogen. Die Unternehmer im Kanton lachen sich ins Fäustchen, dafür geradestehen dürfen jetzt diejenigen, welche auf staatliche Dienstleistungen angewiesen sind. Und unsere bürgerliche Regierung erhält in der Hofzeitung noch immer einmal im Monat die Gelegenheit zu beteuern, dass sich die Reform auszahlen wird. Obwohl sie nicht mal einig sind, wann das sein soll.
      3 0 Melden
    • Pisti 14.02.2018 09:43
      Highlight Der Kanton schon, die Stadt aber nicht.
      0 3 Melden
  • Posersalami 13.02.2018 10:59
    Highlight "Eingetrübt wird diese Befindlichkeit durch die Wohnkosten, sie bilden die Kehrseite des Erfolgs."
    Im bürgerlich dominierten Speckgürtel um die Stadt sind die Wohnkosten weit mehr gestiegen als in der links-grün-versifften Hölle Zürich. Sie sind nur von einem tieferen Niveau aus gestartet und darum noch nicht ganz so hoch wie in der Stadt.

    Mit welchem Rezept wollen die bürgerlichen die Mieten in der Stadt senken oder zumindest einfrieren? Mehr private Investitionen werden das exakte Gegenteil davon bewirken.

    Zürich geht es hervorragend, es gibt keinen Grund für einen Wechsel.

    204 56 Melden
    • FrancoL 13.02.2018 11:44
      Highlight Schön dargestellt: Man sollte einmal die Zunahmen der Mietpreise und die Zunahme der Verkaufspreise um Zürich auflisten, das wäre mehr als nur eine Recherche wert liebes Watson-Team.

      Rund um Zürich werden die weniger betuchten Einwohner der Kleinstädte in die Pampa verjagt, weil es eben nicht annähernd genügend sozialen Wohnraum gibt. Da sind alles samt bürgerliche Gemeinden und Städte.

      Soll man das in Zürich auch realisieren?

      Wohl kaum!
      38 6 Melden
    • Maracuja 13.02.2018 12:14
      Highlight Mit einer bürgerlichen Wende würde die Mieten noch mehr steigen, denn diese Parteien sind gegen sozialen Wohnungsbau. Zürich ist trotz unverschämter Mieten im freien Wohnungsmarkt noch einigermassen gut dran dank Baugenossenschaften und städtischen Liegenschaften. Wer bürgerlich wählt, verstärkt die Vertreibung von Kleinverdienern massiv.
      47 5 Melden
  • Cloudpanther 13.02.2018 10:47
    Highlight Jetzt bläst auch noch Watson im das gleiche Horn. Können wir mal mit dem „Verwaltungsvorwurf“ aufhören? Es wird immer nur kritisiert, was die SP macht, das Wahlprogramm, der Top 5 wird nie amgesprochen. Sie sind gegen günstigen Wohnraum & für mehr Parkplätze. Evtl. klappt die rechtskonservative Wende auch daher nicht, weil ihre Forderungen total an den Bedürfnissen der Stadt vorbeischiessen.
    186 50 Melden
    • dan2016 13.02.2018 11:38
      Highlight da liegt - sowohl bürgerlich als auch links - eine Grundfrage. Mit bürgerlicher Verkehrspolitik wird zwar die Lebensqualität zurückgehen. Damit kann aber auch wieder günstiger Wohnraum bereitgestellt werden.
      5 28 Melden
    • Ichsagstrotzdem 13.02.2018 12:34
      Highlight Den Stadtzürcher geht es sehr gut und sie leben sehr gerne in Zürich. Was bitteschön soll daran geändert werden? Das Verbesserungspotential (fehlender günstiger Wohlraum), ist ausserdem alles andere als das Kompetenzgebiet der Bürgerlichen.
      40 3 Melden

«Man hält uns nicht mehr für Spinner»: Mitgliederboom bei Tierrechtlern

Im Juni lanciert der Thinktank «Sentience Politics» eine Volksinitiative, die die Massentierhaltung in der Schweiz abschaffen will. Der Verein und ähnliche Tierrechtsorganisationen verzeichnen einen stetigen Anstieg von Sympathisanten.

In der Schweiz soll es bald keine Pouletflügeli zu Billigpreisen mehr geben. Dafür will die Denkfabrik «Sentience Politics» sorgen. Sie wird ihre Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz» Anfang Juni lancieren, wie Co-Präsidentin Meret Schneider gegenüber watson bekanntgibt. 

Sentience Politics versteht sich als Teil der antispeziesistischen Bewegung. Antispeziesisten verurteilen die Überlegenheit der Menschen gegenüber der Tierwelt. 

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