Schweiz
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Auf der Velostrasse müssen Fussgänger und Autofahrer den Zweirädern weichen. Denn das Velo hat Vortritt.  Bild: KEYSTONE

Freie Fahrt für Zweiräder: In Zürich sind vier Velo-Highways geplant

Was in Kopenhagen Alltag ist, soll es auch bald in Zürich geben: Das Stadtparlament hat eine Motion angenommen, die vier Veloschnellrouten durch die Stadt fordert. Zürich ist nicht allein. Auch an anderen Orten in der Schweiz könnten Velofahrer in Zukunft freie Fahrt geniessen. 

19.01.18, 09:18

In Dänemark heissen sie «Cyclesuperstier» und in der Niederlande «Fietssnellweg»: Radschnellwege oder Velobahnen, auf denen Velofahrer möglichst störungsfrei und ungehindert vorankommen. Die Wege sind breit genug, dass gekreuzt oder überholt werden kann und die Velofahrer geniessen Vortritt, sogar vor den Autos.

Das Zürcher Stadtparlament hat am Mittwoch einer Motion zugestimmt, die für Zürich vier solcher Schnellrouten fordert. Neu ist die Idee nicht. Der Gemeinderat hatte bereits im April 2016 bei der Revision des regionalen Richtplans Velostrassen beim Kanton beantragt. Doch passiert ist seither nicht viel.

Auf diesen vier Strecken sollen Veloschnellrouten gebaut werden: 

Fehlende Velo-Strategie

Eingereicht wurde die Motion von SP-Gemeinderat Marco Denoth und Sven Sobernheim von der GLP. Denoth hoff, dass auf Worte bald auch Taten folgen werden. «Das Problem ist Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger. Er inszeniert sich als Velo-Freund und verspricht Verbesserungen für den Veloverkehr. Doch eine wirkliche Velo-Strategie gibt es nicht.»

Filippo Leutenegger hat sich für eine Ablehnung der Motion ausgesprochen. Die Ablehnung wird damit begründet, dass der Bau kompletter Routen nicht sinnvoll sei. Stadtrat Leutenegger schlägt vor, die Routen schrittweise zu realisieren, vor allem dann, wenn ohnehin Strassenarbeiten anstünden.

Dem stimmt Denoth zwar zu, jedoch müsse dabei das Konzept der durchgehenden Veloschnellrouten immer in die Planung miteinbezogen werden. «Wenn die Routen nur schrittweise umgesetzt werden, gehen immer die Knoten vergessen, was zu unbefriedigenden Lösungen führt. Darum müssen wir am Ball bleiben und mindestens in der Planung von Anfang an durchgehende Schnellrouten fordern.»

Wenn es nach Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger geht, sollen die Velostrassen im Rahmen von Grossprojekten wie das Projekt «Rämistrasse» umgesetzt werden.  Bild: nightnurse images GmbH

Pilotprojekt in fünf Städten

In anderen Städten sind die Velostrassen nicht weniger umstritten. 2016 startete das Bundesamt für Strassen (Astra) einen Pilotversuch mit Velostrassen in fünf Schweizer Städten, darunter Basel, St.Gallen und Luzern. In Luzern brach darauf eine gehässige Diskussion um die Velostrassen aus. Viele User beschwerten sich über Velo-Rowdys und die links-grüne Diktatur. Das regionale Onlineportal Zentralplus.ch schrieb, dass man «um den Frieden auf Luzerns Strassen fürchten müsse».

Ob sich die Veloschnellstrassen im Pilotprojekt bewährt haben, kann das Astra noch nicht sagen. «Derzeit wird eine Evaluation durchgeführt», schreibt Guido Bielmann vom Astra auf Anfrage. Erste Erkenntnisse zum Projekt werden gegen Sommer 2018 vorliegen. Dann wird sich zeigen ob die Schnellstrassen bleiben oder gar weitere hinzukommen. 

Und bitte mit dem eigenen Velo, weil «oBikes sind der McDonalds der Velos!!»:

Video: watson/Laurent Aeberli, Emily Engkent

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Charly Otherman, 5.5.2017
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gisler 19.01.2018 16:53
    Highlight Die Zürcher sind zu verwöhnt fürs Velofahren, der Anteil des Veloverkehrs sinkt, lieber im Tram hinter dem Handy sitzen. Wir können uns somit nicht mit Kopenhagen und Amsterdam vergleichen.

    Ich fahre ganzjährig täglich Velo und kenne die drei zu verplanenden Strecken gut. Ich bin nicht sicher, ob hier Millionen versenkt werden müssen. Das Zürcher Planungsklima könnte auch Verschlimmbesserungen hervorbringen.
    4 6 Melden
  • w'ever 19.01.2018 13:13
    Highlight das problem ist, dass die stadt kein wirkliches verkehrskonzept hat. es werden nur schönheits op's durchgeführt.
    man sollte die stadtbewohner mal fragen, welche verbesserungen sie für die auto-, velofahrer und fussgänger als dringend notwendig erachten und diese dann auch endlich mal umsetzen.
    18 2 Melden
  • Davide42 19.01.2018 13:03
    Highlight Ich finde es immer cool das man zürich mit wirklichen grossstädten wie amsterdam oder kopenhagen vergleicht...obwohl das eigentlich gar nicht möglich ist...
    17 12 Melden
  • San Doro 19.01.2018 12:34
    Highlight Wäre schön in stadt St.gallen für ost-west !
    700 ampeln kein vortritt, Stopp, abdrängen durch autos, fussgängerzone... leider nicht grade flüssig
    8 2 Melden
    • kobL 19.01.2018 15:35
      Highlight St. Gallen ist da ganz übel. Als geübter Velofahrer kann man auf die normale Strasse ausweichen und kommt so massiv schneller voran. Es gibt bereits Planungen für eine solche Ost-West Achse und z.B. auch für einen Tunnel unter der Kreuzbleichekreuzung durch für den LV. Aber vorher wird wohl die unnötige Teilspange + Autobahnanschluss gebaut.
      6 3 Melden
  • Posersalami 19.01.2018 11:43
    Highlight «Das Problem ist Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger. Er inszeniert sich als Velo-Freund und verspricht Verbesserungen für den Veloverkehr. Doch eine wirkliche Velo-Strategie gibt es nicht.»

    Das überrascht mich überhaupt nicht, die Strategie Probleme zu verwalten anstatt sie zu lösen kennt man ja aus dem bürgerlichen Lager.

    -------

    Der vernünftige Teil der Regierung soll halt eine Strategie ausarbeiten und dem Volk vorlegen, Problem gelöst. Dann sieht man, ob die Stadtbevölkerung mehr Velo will oder lieber weiterhin im Verkehr erstickt.
    28 24 Melden
    • Helvetia 19.01.2018 13:34
      Highlight Die Stadtbevölkerung hat sich schon mehrfach dafür ausgesprochen. Nur umgesetzt wird es nicht.
      23 2 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 14:02
      Highlight Also ein klarer Fall von Verfassungsbruch!!! Wieso hört man von der SVP zum Thema nichts?
      18 8 Melden
  • IchSageNichts 19.01.2018 11:20
    Highlight Was es braucht ist nur neue Signalisation. Die meisten Routen hier sind 30er Zone mit Rechtsvortritt. Das nervt als Velofahrer und wenn dieser fällt ist man schon viel schneller unterwegs.
    Aber klar die Stadt Zürich ist nur gut im sprayen von Mischzonen-Signeten auf Trotoirs. Jeder gesunde Mensch sieht, dass dies ein Schrott ist: Geschwindigkeit Velo:Auto 1:2 oder 1:3, Fussgänger:Velo 1:5-1:6. Es fehlt wirklich am Konzept...
    Billig ist das nun politisches Kapital daraus geschlagen wird. Leutenegger ist vielleicht kein Velofreund aber vorher war Genner am Werk und es war genau so planlos.
    26 8 Melden
    • dä dingsbums 19.01.2018 14:21
      Highlight So ist es, kein Konzept weit und breit. Niemand will Mischzonen, weder Velofahrer noch Fussgänger.

      Für das Tram über die Hardbrücke hat man Jahrelang geplant und über 100 Millionen aufgewendet. Die Velofahrer hat man irgendwie vergessen.

      Ein paar Lichter im Boden werden es schon richten...
      18 0 Melden
  • efrain 19.01.2018 11:00
    Highlight Endlich! Ich halte das für eine gute und wichtige Idee.
    Man merkt, dass die Stadt Zürich bisher kein wirkliches Veloverkehrskonzept hat. Bzw. sieht das etwa so aus: wenn irgendwo eine Strasse saniert wird, macht man einen Veloweg an die Seite. Egal, ob irgendjemand darauf fahren wird, egal, ob es sicher, praktisch und schnell ist. Das ist OK und verbessert die Situation schon langsam, es hat einfach keinen Masterplan, Strecken von A nach B wirklich schneller, angenehmer und sicherer zu machen, und stellenweise wird auch Quatsch gebaut (z.B. der Veloweg Zweierstrasse, Wiedikon->Seebahnstrasse)
    9 3 Melden
  • Madison Pierce 19.01.2018 10:38
    Highlight Eine gute Idee. Endlich ist bei den Verantwortlichen angekommen, dass eine Entflechtung der Verkehrsträger die einzig vernünftige Lösung ist.

    Wer das Velo täglich braucht, will fahren können, nicht immer Fussgängern ausweichen und alle paar Meter anhalten müssen. Ein Velo ist weder ein schneller Fussgänger noch ein langsames Auto, deshalb braucht es eigene Verkehrswege.

    Aber klar, in unseren alten Städten ist das schwieriger umzusetzen als anderswo.
    18 3 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 12:39
      Highlight @Madison Pierce: Die Strassen wären meistens schon breit genug für einen Velostreifen. Sind halt meistens beidseitig komplett zugeparkt mit Autos..

      Die Städte, die jetzt hier positiv genannt werden, haben massiv die Autofahrer benachteiligt zu Gunsten der Velofahrer. Diesen schmerzhaften Prozess muss Zürich jetzt halt auch machen oder ewig von Autos dominiert werden.
      16 3 Melden
    • Helvetia 19.01.2018 13:38
      Highlight Solange Parkplätze für Stehzeuge wichtiger sind, akzeptiere ich keine «wir haben keinen Platz»-Aussagen. Platz ist da, er wird bloss verschwendet an Fahrzeuge, die 90% ihrer Zeit herumstehen. 30er-Zonen sind oft beidseitig voller Parkplätze, man kann weder Kreuzungen einsehen noch Fussgänger zwischen den hohen SUV und Lieferwagen erkennen und und Autos kommen einem entgegen, selbst wenn das Hindernis auf ihrer Seite war. Oder sie überholen dort in den Gegenverkehr (=mich auf dem Velo) hinein.
      19 2 Melden
    • Madison Pierce 19.01.2018 14:36
      Highlight @Posersalami: Um weiter Strassen abbauen zu können, bräuchte es eine Umfahrung. Ich muss hin und wieder vom Aargau an die Goldküste. Dafür muss ich durch mitten Zürich, am Bürkliplatz und Bellevue vorbei. So auch alle anderen Autos und LKW auf dieser Strecke. Das ist doch unsinnig. Ein Tunnel von Altstetten bis Zollikon wäre ein Segen. Ich denke viele Leute, die das Bellevue verstopfen, wollen gar nicht nach Zürich.

      Der Tunnel könnte auch via Road Pricing finanziert werden, eine gute Lösung darf durchaus etwas kosten.
      0 2 Melden
    • Madison Pierce 19.01.2018 14:39
      Highlight @Helvetia: Das Problem ist, dass es in vielen Quartieren alte Liegenschaften gibt, die keine Tiefgarage haben. Also stehen die Autos auf der Strasse, die von Anwohnern und die von Besuchern. Der Platz ist knapp, häufig gibt es Suchverkehr hin- und her im Quartier.

      Sinnvoll wären Parkhäuser, zumindest für die Besucher. Für einen Parkplatz würde ich auch zehn Minuten zu Fuss gehen, besser als zehn Minuten einen Parkplatz zu suchen. Aber die Politik verhindert leider den Bau neuer Parkhäuser. Dabei könnte man entsprechend viele Parkplätze auf den Strassen entfernen.
      4 2 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 15:38
      Highlight @Madison Pierce: Das würde doch nichts bringen, dann ist halt die neue Umfahrung immer verstopft. Das einzige was etwas bringt, ist den motorisierten Verkehr absolut zu verkleinern. Wer an die Goldküste soll halt den Zug nehmen oder aussen rum fahren, geht ja heute schon.

      Zumal 40% des Verkehrs in der Freizeit stattfinden:
      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/mobilitaet-verkehr/erhebungen/mzmv.html

      4 4 Melden
    • Madison Pierce 21.01.2018 19:15
      Highlight "Aussen rum fahren" bedeutet Gubrist und der ist überlastet. Oder Westumfahrung und Fähre, auch schwierig. Oder über den Seedamm => weiter Umweg und auch verstopft.

      "Zug nehmen": Gerne, aber nicht mit 100kg Hardware und Werkzeug...

      Was ich damit sagen will: Man darf nicht die Verkehrsträger gegeneinander ausspielen à la "Autofahrer sind böse". Nicht jeder kann das Velo oder den ÖV nehmen.

      Gegen die Freizeitfahrten würde Road Pricing helfen. Da würde man sich überlegen, ob man wirklich mit dem SUV in die Stadt muss, um ein T-Shirt zu kaufen.
      0 0 Melden
    • Posersalami 21.01.2018 19:51
      Highlight @ Madison: Gegen nötigen Verkehr, wie zB. von Lieferanten, Handwerkern usw, hat keiner was. Und natürlich können die auch nicht den Zug nehmen.

      Road Pricing finde ich nicht gut, weil das nur wieder die Reichen bevorteilt. Das Ziel muss aber sein, dass möglichst niemand mehr mit seinem Auto in die Stadt fährt für zB. shopping.

      Ich jogge regelmässig auf den Käferberg rauf für den Vita Parcours da. Ich staune immer wieder, wie viele Läufer da mit dem Auto hochfahren.. in einem ersten Schritt könnte man mal damit anfangen, diesen absolut unnötigen Verkehr einzudämmen.
      0 0 Melden
  • derhimmlische 19.01.2018 10:36
    Highlight Velofahren in Zürich wäre so praktisch!

    Doch meines erachtens viel zu gefährlich !!!
    12 4 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.01.2018 10:20
    Highlight Ich fahre selber Velo, allerdings bin ich mit Blick auf die Routen skeptisch. Beispiel durch den Kreis 4. Beispiel kreuzung der Hardstrasse, dort ist jetzt ein Lichtsignal, leider kein Kreisel. Ignoriert man dann als Velofahrer das Lichtsignal und rauscht bei Rot über die Kreuzung, weil man hat ja Vortritt?
    2 13 Melden
  • Donald 19.01.2018 10:10
    Highlight Solange es kein vernünfiges Autokonzept mit gibt, welches einfache Zufahrt zu gut gelegenen Parkhäusern ermöglicht, werden diese Strassen kontraproduktiv sein und eher ein grösseres Chaos schaffen.
    10 27 Melden
  • speaker33 19.01.2018 10:08
    Highlight In der Theorie funktioniert es vielleicht, dass das Fahrrad vortritt vor dem Auto hätte.
    In der Praxis sieht es leider nicht so aus. Es gibt immer noch genug Autofahrer, welche die Velofahrer nicht respektieren und ihnen den Vortritt nicht zugestehen.
    25 10 Melden
    • Bits_and_More 19.01.2018 12:34
      Highlight Das Problem liegt bei einzelnen Verkehrsteilnehmer auf BEIDEN Seiten.
      8 7 Melden
    • kobL 19.01.2018 15:39
      Highlight Nur das der Velofahrer immer verliert, auch wenn er nichts falsch gemacht hat.
      12 1 Melden
  • Johonsel 19.01.2018 10:01
    Highlight Seid ihr sicher, dass es sich bei Veloschnellstrassen/-routen und Velostrassen um dasselbe handelt? Bei den im Pilotprojekt des Astras getesteten Velostrassen haben Velos nämlich keinen Vortritt gegenüber Autos.
    Die Idee hinter den Velostrassen ist, dass Strassen auf denen viele Velos verkehren, gegenüber den einmündenden Strassen vortrittsberechtigt sind. Die Vortrittsberechtigung gilt dann aber auch für Autos, die auf der "Velostrasse" verkehren.
    31 1 Melden
    • kobL 19.01.2018 13:02
      Highlight Der einzige Unterschied wäre wohl, dass auf "Veloschnellstrassen" keine Autos fahren dürfen. Daher kann es durchaus dasselbe sein, bzw. reicht die übliche Veloweg Signalisation schon für eine Veloschnellstrasse (weisses Velo auf blauem Grund), da es übrige Verkehrsteilnehmer ausschliesst (auch zu Fuss gehende). Vortrittsrecht ist übrigens immer signalisiert, da ist es egal wie man sich bewegt. Auch wenn gewisse meinen, weil man Auto fährt hätte man mehr Vortritt und Rechte.
      5 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.01.2018 09:58
    Highlight Ich fahre jeden Tag von Wipkingen ins Seefeld mit dem Velo an die Arbeit. Da gibt es viele nicht-ideale Strecken, insbesondere ums Bellevue. Aber ändern kann man das nicht, ohne das man die Stadt abreisst. Was die Grünen und die SP nicht wahrhaben wollen. Die sogenannten Velostädte haben viel Platz, sind in die Ebene gebaut und waren schon vor 300 Jahre Grosstädt mit breiten Boulevards. Zürich ist im Zentrum ein enges Kaff (teilw. Mittelalter und zwischen See, Uetli- und Züriberg eingeklemmt). Da kann man sicher Filipo die Schuld dafür geben.
    86 50 Melden
    • Hoppla! 19.01.2018 10:23
      Highlight Amsterdam empfinde ich persönlich alles andere als "breitboulevardig", Kopenhagen in vielen Bereichen auch nicht.

      Der Knackpunkt ist die Ausrichtung des Verkehrskonzepts. Hat der ÖV alle Freiheiten und stets Vortritt, wird der Automobilverkehr nicht oder kaum eingeschränkt und möchte dann auch noch der Fussgänger breite Flaniermeilen; dann wird es für den Veloverkehr natürlich eng.
      17 2 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 11:39
      Highlight Ach und nur weil es nicht möglich ist Amsterdam zu kopieren machen wir nichts?

      Man muss jetzt sofort eine Strategie festlegen die bei jedem Projekt verbindlich einzuhalten ist. Anders wird man das Velo nicht fördern können. Dass das zuweilen auf Kosten der Autofahrer geschehen muss ist logisch und Amsterdam etc haben das auch nicht anders gemacht.
      13 10 Melden
    • Helvetia 19.01.2018 11:47
      Highlight Unsinn, Städte wie Amsterdam waren in den 70er genauso autoverseucht wie Zürich immer noch ist. Und in Amsterdam fährt auchTram und Bus!. Der Platz ist schon da, schau doch nur mal, wieviele Parklplätze es selbst in engen 30er-Zonen mit Einbahnstrassen immer noch hat – oft noch beidseitig! Wenn die nicht wären, hätte es superviel Platz. Und es geht ja zumeist auch nicht um heimelige Fussgängerzonen wie im Niederdorf.
      20 11 Melden
    • Pond 19.01.2018 12:50
      Highlight Du warst noch nie in Amsterdam.
      7 1 Melden
    • Magnum 19.01.2018 14:37
      Highlight Amsterdam hat viel Platz? Das ist mit Verlaub Unsinn. Amsterdam war bis in die 70er Jahre genauso autozentrisch wie Zürich. Es braucht politischen Willen, und ja: Strassenraum muss neu verteilt werden, entsprechend geänderten Bedürfnissen.
      Das Stadtzürcher Stimmvolk hat die Städteinitiative angenommen - und damit dem Stadtrat den Auftrag erteilt, den Modalsplit vom Velo zu verdoppeln. Mit halbherziger Verzögerungstaktik à la Filippo wird das nicht gelingen. Dazu braucht es eine klare Strategie und politischen Willen, keine Lippenbekenntnisse.
      8 1 Melden
    • amIsanta 19.01.2018 17:50
      Highlight Stockholm ist auch eng, hat viele Wasser und Hügel. Und doch ist es viel velofreundlicher.
      2 0 Melden
    • Schaaggi 19.01.2018 21:34
      Highlight Und komischerweise genau an den Orten in Zürich wo mit viel Platz neue breite Achsen gebaut wurden, ist genau beim Velo so richtig Murks gemacht worden. Z. B. Pfingstweidstr oder Oerlikon in Richtung TV-Studio. Da gibts sehr wohl Verantwortliche und keine Ausreden wegen mittelalterlich gewachsenen engen Strassen.

      Und dass man an Orten wie der Langstrassenunterführung beue Mischtzonen erstellt, was für Alle eine Verschlechterung ist, da kann der Filippo wohl was dafür.
      1 0 Melden
    • lynx 20.01.2018 10:50
      Highlight Der Platz wäre schon da, das Problem ist die Verteilung auf die verschiedenen Verkehrsmittel. Eine typische Hauptstrasse in Zürich hat in der Mitte mal 5-6 Meter für Tram und Bus reserviert. An gewissen Orten ist das unbestritten, an anderen wäre Mischverkehr mit dem Autoverkehr aber schon möglich, was massig Platz fürs Velo gäbe.
      In Kopenhagen hat man ausserdem halt auch den Mut, eine Strasse mal zur Einbahn umzuwandeln, um Platz fürs Velo zu gewinnen.
      0 0 Melden
  • Hoppla! 19.01.2018 09:35
    Highlight Wie immer: völlig halbherzig. Möchte man velofreundlich sein, sollte man sich mal im Ausland umschauen. Zum Beispiel in den Niederlanden (Utrecht, Amsterdam) oder Dänemark (Kopenhagen). Da steckt ein Konzept und eine Strategie dahinter.
    85 12 Melden
    • Evan 19.01.2018 09:41
      Highlight Klar, aber ehrlich gesagt bin ich froh um den Anfang der nun gemacht werden soll.
      22 5 Melden
    • JaneSoda 19.01.2018 09:46
      Highlight Ich gehe mit dir einig - Zürich steckt noch in Kinderschuhen was velofreundich ist.
      Als Velo- und ÖV-Benutzerin ch begrüsse aber trotzdem sämtliche Massnahmen hinsichtlich einer Verbesserung für VelofahrerInnen.
      23 7 Melden
    • Knut Knallmann 19.01.2018 10:17
      Highlight Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin für den Ausbau des Langsamverkehrs, aber Zürich ist halt auch nicht die einfachste Stadt für derartige Konzepte. Die Stadt ist extrem kleinräumig, stellenweise verwinkelt, die Strassen schmal und mit Trams vollgestopft. Zudem fehlt an diversen wichtigen Knoten selbst beim bestem Willen der Platz für spezielle Velospuren. Städte, wie die genannten mit verhältnismässig viel Platz haben es da wesentlich einfacher.
      7 6 Melden
    • Hierundjetzt 19.01.2018 11:31
      Highlight Sämtlich Beispiele haben keine Bergketten um die Stadt.

      Sämtliche Beispiele sind Städte die ebenerdig.

      Sämtliche Beispiele sind Städte die im Mittelalter in die Breite gebaut wurden

      Nur so.
      10 17 Melden
    • Helvetia 19.01.2018 13:45
      Highlight E-Bike, kännsch? Bald jedes 3. neu verkaufte Velo in der Schweiz hat elektrischen Support! Topographie wird ständig als Ausrede missbraucht, damit man ja keine Infrastruktur bauen muss. In Dänemark sind die Winter oft viel schneereicher, in den Niederlanden kämpfen sie sehr häufig mit starkem Gegenwind, sie fahren dennoch das ganze Jahr Velo. Warum? Die schnellste und günstigste Art der Fortbewegung von A nach B un die Infrastruktur ist so sicher, dass selbst kleine Kinder alleine zur Schule radeln können.
      12 1 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 14:05
      Highlight @ Hierundjetzt: Ist es denn unmöglich, mit einem Velo über einen 250m hohen Hügel zu radeln?

      Die Kleinräumigkeit Zürichs verlangt doch eigentlich, den Platz optimal zu nutzen, oder? Ein dicker SUV oder BMW mit 1 Person drinnen empfinde ich nicht als effizient, zumal der Schlitten an 22 von 24h im Weg herum steht.
      9 2 Melden
    • Hoppla! 19.01.2018 17:04
      Highlight @ Knut Kallmanm

      Da es in Zürich nicht endlos Platz hat (in Amsterdam übrigens auch nicht) müsste man sich entscheiden welcher Verlehrsmix gewünscht wird. Eine Strategie und darauf aufbauend ein Verkehrskonzept. Klar, natürlich gibt es auch "Verlierer", wie immer. Will man alle Bedürfnisse erfüllen, bauen wir am besten eine neue Stadt irgendwo in der mongolischen Steppe.

      Last but not least: Solange der dicke Schlitten als ultimatives Statussymbol taugt, geht ohne Kulturwandel aber eh nicht viel.
      6 1 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 18:04
      Highlight @Hoppla!: Da haben sie einen Nerv getroffen. Das Auto als Satussymbol ist der Urspung allen Übels, womit sich Berkehrsplaner herumschlagen. Niemand wird zur Nutzung eines Autos genötigt, die Leute wollen Autofahren.
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.01.2018 18:53
      Highlight Es ist auch in Zürich ein Konzept dahinter. Das findet man nach kurzem googeln und heisst "Masterplan Velo". Ausserdem: Sind die mal die Hügel in Zürich aufgefallen? Das sind nicht dieselben Voraussetzungen wie in Dänemark oder den Niederlanden.
      1 3 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 20:30
      Highlight @ ZH27: Ja, ich bin da nicht nur hochgefahren sonder jogge regelmässig auf diese Hügel, genau wie viele andere Zürcher.

      Aber Gott sei Dank besteht Zürich nicht nur aus Hügel.

      Das Konzept wird aber nur mangelhaft umgesetzt. Zur Erinnerung, bis 2025 wollte man den Fahrradverkehr verdoppeln.

      Es ist halt schon absurd, wenn man mal die Pendeldistanzen mit der dafür benötigten Zeit in Relation setzt:
      https://skm-cvm.ch/cmsfiles/130124_stadtevergleich_mobilitat.pdf
      Eigentlich mit dem Fahrrad locker machbar die 30km am Tag, wenn man dafür 100min Zeit hat. Das sind nicht mal 20km/h..
      3 0 Melden
  • Olmabrotwurst 19.01.2018 09:32
    Highlight Ha, geil!^^ voll durch Züri mit dem Hirsch!
    10 10 Melden
  • w'ever 19.01.2018 09:26
    Highlight und die langstrasse im K4 ist weiterhin nicht in beide richtungen befahrbar. zumindest nicht legal.
    67 7 Melden
    • Hierundjetzt 19.01.2018 11:29
      Highlight Vielleicht weil dort eine Einbahnstrasse ist🤔

      Protipp: vor dem Gonzo (nach der Unterführung) rechts abbiegen. Voll läss. Voll möglich. Voll easy.
      12 5 Melden
    • w'ever 19.01.2018 11:56
      Highlight das mit der einbahnstrasse könnte man zumindest mal für velofahrer aufheben, oder?
      und @hierundjetzt
      fährst du zbsp von zürich nach luzern über aarau? ich glaube nicht. ist evt auch voll läss und möglich und easy, aber ein umweg.
      10 3 Melden
    • Hierundjetzt 19.01.2018 12:31
      Highlight Ach sooo Du willst als Velofahrer die Busspur des 32ger benutzen.

      Also einem 30 tonnen Gefährt mit 100 Menschen drin in der Einbahnstrasse entgegenfahren 🤦🏼‍♂️

      Weil...?

      Wir haben einen Gewinner des diesjährigen Darwinpreises 💅🏼
      9 8 Melden
    • Helvetia 19.01.2018 13:46
      Highlight Autos sollten Umwege fahren müssen, nicht Velos. Die setzen ja auch keine körperliche Energie ein und sind auch nicht den Elementen ausgesetzt.
      10 2 Melden
    • Posersalami 19.01.2018 14:08
      Highlight Also bitte, der hier beschriebene Umweg beträgt ganze 200m, das ist mit dem Velo absolut kein Problem.

      Die Langstrasse sollte mMn eher für private Autos gesperrt werden. Die aller meisten fahren da nur durch, aus welchen Gründen auch immer. Für Anwohner kann man gerne eine Ausnahme machen.
      5 1 Melden
    • Hierundjetzt 19.01.2018 16:10
      Highlight Helvetia: soso 100 Personen sollen länger Busfahren, damit DU rascher zum Nachtessen zu Hause bist (also ca. 1 Minute schneller bist)?

      Können wir hier bitte seriös diskutieren 😑
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    • atomschlaf 19.01.2018 18:23
      Highlight "zumindest nicht legal"
      Als ob das irgend einen Stadtzürcher Velöler kratzen würde... LOL
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  • Evan 19.01.2018 09:24
    Highlight Eine kleine Umfrage fände ich zu dem Artikel interessant.
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