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Aufseherin schmuggelte Drogen ins Gefängnis Affoltern a. A. – 24 Monate Haft auf Bewährung

01.06.15, 16:42 01.06.15, 16:54


Das Gefaengnis Affoltern am Albis, aufgenommen am Sonntag, 14. September 2014 in Zuerich. Im Gefängnis in Affoltern am Albis ZH sollen laut der ''Sonntagszeitung'' vom 14. September 2014 mehrere Betreuer die Gefangenen gegen Bezahlung mit Drogen, Testosteron-Mittel und Handys versorgt haben. Insassen haetten sich selbst illegalen Freigang kaufen koennen, schreibt die Zeitung. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Eine ehemalige Aufseherin des Gefängnisses Affoltern am Albis ZH ist am Montag vom zuständigen Bezirksgericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt worden. Sie hatte Häftlinge mit Drogen und besonderen Lebensmitteln versorgt.

Kokain, Marihuana, aber auch Hamburger und Pizza, einmal gar einige Ampullen Testosteron samt Spritzen – die Frau lieferte, was gewünscht wurde. Sie sei naiv gewesen, sagte die 29-Jährige am Montag vor dem Bezirksgericht Affoltern am Albis, sie bereue ihr Tun zutiefst. Als Gegenleistungen für die Lieferungen erhielt sie kleine Mengen Drogen für den Eigengebrauch.

Die Lieferungen erfolgten zwischen September 2013 und Juli 2014. Das Verschulden der Beschuldigten wiege nicht mehr leicht, sagte das Gericht. Sie habe ein verwerfliches Verhalten an den Tag gelegt und ihre Funktion als Aufseherin längere Zeit missbraucht.

Das Gericht sprach die Schweizerin des mehrfachen Amtsmissbrauchs sowie der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig. Es verurteilte sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss die Frau eine Busse von 1000 Franken zahlen und die Verfahrens- und Gerichtskosten von rund 7500 Franken übernehmen.

Auch Kadermitarbeiter verurteilt

Das illegale Treiben der Aufseherin flog im August 2014 auf. Gleichzeitig wurde bekannt, dass auch ein Kadermitarbeiter sich Unregelmässigkeiten hatte zuschulden kommen lassen: Er zweigte immer wieder Geld aus der Gefängniskasse für sich ab.

Das gleiche Bezirksgericht sprach den ehemaligen Leiter der Gefängniskanzlei im Januar 2015 der mehrfachen Veruntreuung und mehrfachen Urkundenfälschung schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingen Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Auch hier legte es die Probezeit auf zwei Jahre fest. (sda)

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