Schweiz

Eine lesbische Liebe, Kokain-Sucht und Salmiakgeist, 12 Prozent: Der Mordprozess Hochweid

Eine tote Frau, Raubgut, ein amouröses Beziehungsgeflecht, Unmengen von Kokain, Hells Angels, Schuldenberge und eine unerwiderte gleichgeschlechtliche Liebe: Der Fall Kilchberg zeigt, was passiert, wenn das Leben aus dem Ruder läuft. Ein Bericht vom ersten Prozesstag.

11.11.15, 09:01 12.11.15, 06:36

Sie würdigen sich keines Blickes. Weder während der gut siebenstündigen Verhandlung, noch in den Pausen. Paula S. und Nadja S. behandeln sich gegenseitig wie Luft. Dabei waren sie, vor gut zwei Jahren noch, beste Freundinnen. Mehr: Vertrauenspersonen, erste Anlaufstelle, Rettungsplattformen in einem stürmischen, rauen Ozean, der ihr Leben war.

Dann kam die Nacht vom 9. auf den 10. November 2013. Im Altersheim Hochweid, im Zentrum der beschaulichen Zürichseegemeinde Kilchberg, wurde die 88-jährige Frau J. getötet. Ein Waschlappen, mit Salmiakgeist 12 Prozent getränkt, einem ätzend wirkenden Ammoniakwasser, wurde der betagten Frau ans Gesicht gehalten. Frau J., die an einer schweren Lungenerkrankung litt, starb wegen Erstickung. Auf ihrem Arm blieben Hämatome zurück, im Gesicht ätzende Verletzungen. Ihr Zimmer, das sie alleine bewohnte, wurde leergeräumt, Bargeld, eine Uhr, Schmuck und eine Kreditkarte verschwanden.

Für die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich ist der Fall klar. Oder zumindest einigermassen klar: Die Anklage lautet auf Mord, begangen aus Habgier. Eine nachträglich eingereichte Eventualanklage auf Raub und fahrlässige Tötung. Die Täterinnen: Paula S. und Nadja S., erstere eine ungelernte Verkäuferin, letztere Fachfrau Pflege, in ebendiesem Altersheim beschäftigt, in dem Frau J. getötet und ausgeraubt wurde.

In einer der polizeilichen Einvernahmen gestanden beide die Tat. Ja, sagte Paula S., sie sei zusammen mit Nadja S. zum Altersheim gefahren, habe Frau J. den in Salmiakgeist getränkten Lappen an Nase und Mund gehalten und anschliessend das Zimmer auf verwertbare Gegenstände durchsucht. Ja, sagte Nadja S., sie sei zusammen mit Paula S. Zum Altersheim gefahren, habe den in Salmiakgeist getränkten Lappen an Nase und Mund der betagten Frau gehalten, und anschliessend das Zimmer auf verwertbare Gegenstände durchsucht.

Alterszentrum Hochweid in Kilchberg: Hier wurde die 88-Jährige Frau J. getötet.
Bild: KEYSTONE

Jetzt, im Gerichtssaal 1 des Bezirksgerichts Horgen, ist alles anders. Zumindest für Nadja. Die 30-jährige Luzernerin will nichts mehr von ihrem früheren Geständnis wissen. Sie habe gelogen, sei unter Druck gesetzt worden und habe deshalb ein falsches Geständnis abgelegt. Die richtige, wahre Version, aus Sicht von Nadja S. ist, zumindest für die Öffentlichkeit, so neu wie der Strickjackenpullover, den S. trägt und an dessen Kragen noch das Verkaufsetikett hängt. Sie sei bei der Tat nicht dabei gewesen, sagt Nadja S. zu Prozessbeginn am Dienstagmorgen, als der Gerichtsvorsitzende die Beschuldigten zu ihrer Person und zur Sache befragt. Das Ganze sei von ihrem Exfreund, Stefan R., geplant gewesen, der übrigens ohne ihr Wissen ein Verhältnis mit Paula S. pflegte, ihrer besten Freundin. Wer denn genau die Tat ausgeführt habe, wisse sie nicht, will sie vielleicht auch nicht wissen.

Antisozial, narzisstisch, dominant

Nadja S. ist eine eindrückliche Erscheinung. Hoch aufgeschossen, breite Schultern, schwere Timberland-Stiefeletten: Die 30-Jährige markiert Präsenz im schmucklosen Gerichtssaal. Sie spricht direkt und antwortet ausweichend, ihre Stimme begleitet ein Unterton von Angriffigkeit. Die Fragen des Gerichts wiederholt sie immer erst, bevor sie zu einer Antwort ansetzt: «Wieso haben Sie zu diesem und jenen Zeitpunkt dieses und jenes getan?» – «Wieso ich das getan habe? Weil....»

Bezirksgericht Horgen: Hier findet der Prozess gegen die beiden Angeklagten im Tötungsfall Hochweid statt.
Bild: Tages Anzeiger

In ihrem Gesicht, das von Hautunreinheiten und tiefen Furchen überzogen ist, spiegelt sich wider, was sie in den letzten Jahren erlebt hat: Zwei Schwangerschaften, eine davon im Gefängnis, überbordender Kokainkonsum, Alkohol, eine Beziehung mit einem Mann, Stefan R., der sie – so die Angeklagte – zum ursprünglichen Geständnis gedrängt haben soll, weil es sonst Konsequenzen gäbe. Für Nadja, für ihren gemeinsamen Sohn. Stefan R. ist Mitglied der Hells Angels.

«Meine Mutter hatte nicht viel Freude an mir.»

Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt der 30-jährigen Nachtschwester auffällige Persönlichkeitszüge mit antisozialen histrionischen und narzisstischen Merkmalen. Eine eigentliche psychische Störung liegt aber nach Auffassung des Gutachters nicht vor.

Paula S.' Jugend: «Eine strube, actionreiche, komplizierte Zeit»

Paula S. ist in vieler Hinsicht das Gegenteil von Nadja S. Die 26-Jährige ist keine grosse Persönlichkeit. Klein gewachsen, zierlich, volle Wangen. Das äusserlich Auffälligste an ihr sind zwei Piercings an der Lippe und Oberlippe und sogar die sind derart klein, dass sie auf den ersten Blick für Märzentupfen gehalten werden könnten. Ihre Biographie aber verrät, dass hier jemand sitzt, der einiges auf dem Kerbholz hat. Paula S. kommt aus zerrüttetem Elternhaus. Sie wächst bei ihrer Mutter auf, ihr Vater verlässt die Familie, als sie drei Jahre alt ist. In der Schule wird sie als aufmüpfiges, störendes Kind empfunden. «Man erzählt, ich hätte ein übermässig erwachsenes Verhalten an den Tag gelegt», sagt die 26-Jährige in ihrem weichen St. Galler Dialekt. Erinnern kann sie sich nur noch bruchstückhaft. Manchmal legt sie Pausen ein, hält den Kopf schief und zählt mit ihren Fingern die Jahre ab, die vergangen sind. Sie spricht dabei leise zu sich selber.

Ihre Mutter, Betreiberin eines Massagestudios, das – so Paula – keine gewöhnlichen Massagen im Angebot führte, hatte während ihrer Kindheit kaum Zeit für sie. Die Überforderung mit dem Mädchen liess die Mutter zum Holzscheit greifen. «Sie hatte nicht viel Freude an mir», konstatierte Paula S. lapidar. Dann kam die Pubertät und Paula S. wurde hinweggespült von der Wucht des neuen Lebensabschnitts. Zwischen 12 und 13, so die Angeklagte, habe sie mit über 50 Männern sexuelle Erlebnisse gehabt. Später kam sie in ein Heim, wurde schwanger, trieb auf Anraten ihres Beistands in der 12. Woche ab, wurde in ein anderes Heim versetzt, kam dann in eine katholische Pflegefamilie, «mit der es nicht ging», weil Paula S. doch konfessionslos ist.

«Eine strube, actionreiche, komplizierte Zeit» sei es gewesen.

Das ist arg verharmlost: Eine Kindheit, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht, trifft es eher. Ein einziges Mal tritt ein Lächeln auf ihr Gesicht: Als der Gerichtspräsident erwähnt, dass sie später, in der Realschule, doch gute Noten hatte, ein Fünferschnitt. Ob das ein gespickter oder ein verdienter Fünfer war, will der Gerichtspräsident von Paula wissen: «Fünfzig, Fünfzig», sagt Paula S. und lächelt verlegen.

Von Frau zu Frau: Ich liebe dich

«Ich würde alles für dich machen, ich möchte, dass du glücklich bist und einfach mal zurücklehnen und geniessen kannst.»

«Gäll Paula, du liebst mich mehr als Miroslav.»

Während den Ausführungen ihrer Mitangeklagten Nadja S. schüttelt sie immer wieder stumm den Kopf. Paula S. bleibt im Gegensatz zu Nadja S. bei ihrem Geständnis, gibt zu, dass sie in der besagten Nacht vor exakt zwei Jahren im Altersheim gewesen war. Dass sie Frau J. den Lappen auf Mund und Nase gedrückt und ihr somit die Atemwege versperrt habe. Alles zusammen mit Nadja S. Geplant habe sie die Tat aber nicht, das sei das Werk ihrer Freundin gewesen. Sie habe bei der ganzen Sache einfach mitgemacht, weil sie Nadja S. «nicht enttäuschen wollte.» Paula S. bewunderte ihre ältere Freundin, sah zu ihr auf – das Selbstbewusstsein der 30-jährigen Pflegefachfrau imponierte ihr. So wie ihre Freundin, das wusste Paula, würde sie nie werden. Ihr Ding durchziehen, ihre Meinung klar äussern, ungeachtet von Widerständen durchs Leben schreiten: Das war nicht Paula S. Sache. Leider.

Dass da noch mehr war als ein freundschaftliches Verhältnis wurde Paula S. dann klar, als Nadja ihre Verlobung mit Stefan S. bekannt gab. «Überrumpelt» sei sie da gewesen, sagt Paula, die zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung mit Miroslav S. war, dem Bruder von Stefan. Wenig später schickte sie Nadja eine SMS: «Ich würde alles für dich machen, ich möchte, dass du glücklich bist und einfach mal zurücklehnen und geniessen kannst.» Nadja antwortete ihr: «Gäll Paula, du liebst mich mehr als Miroslav.» Und dann: «Du bist die erste Frau, mit der ich es mir vorstellen könnte.»

«Ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut», sagt Paula S.

Aber ihre Liebe wurde trotz dieser Andeutung nicht erwidert. Im Gegenteil. Von Zeitpunkt des Liebesgeständnisses zog sich Nadja von ihr zurück, wurde zurückhaltender, abweisend.

«Das huere verfluechte Koks»

Für Mord sieht das Strafgesetzbuch eine Haftstrafe von mindestens zehn Jahren vor. Entscheidend dabei ist, dass die Tötung mit einem besonders verwerflichen Zweck oder Beweggrund ausgeführt wird oder dass die Art und Weise besonders skrupellos ist. Die Tötung eines Menschen, um sich zu bereichern, gilt als besonders verwerflich. Die Staatsanwaltschaft sieht das im Fall Kilchberg als erwiesen an.

Paula S. bestreitet die Geschehnisse der Tatnacht nicht. Dass sie mit Vorsatz handelte, das verneint die 26-Jährige aber. Sie stellt sich vielmehr dar als Opfer der Umstände. Die Umstände, das sind die Drogen, das «huere verfluechte Koks». 6, 7, 8 Linien hätten sie an diesem Abend gezogen. Immer wieder präparierte eine der beiden Freundinnen das weisse Pulver. In der Wohnung der Angeklagten, im Auto, später, nach der Tat, in einer Bar, wo sie «fäschten» gingen, Shots tranken und Billard spielten, obwohl Paula S. gemäss eigener Aussage nichts anderes tun wollte, als sofort nach Hause zu gehen. Aber der Drang nach Koks, nach dem Stürzen, dem Vergessen, war zu gross. Paula S. war, wie Nadja S. auch, eine regelmässige Kokain-Konsumentin.

Das Koks, «das Weisse», wie Nadja S. es nennt, prägte das Leben der beiden Frauen in den letzten Monaten vor der Tat. Am Schluss habe sie es täglich zu sich genommen, sagt Nadja S. Der ausufernde Konsum riss Löcher in die Kassen von Nadja S. und Paula S.

Nadja S. hatte Schulden. Wegen den Drogen, wegen dem Kleinen, wegen ihren Eltern, die sie immer wieder mal unterstützen musste, wegen dem Hund, der das normale, günstige Hundefutter nicht vertrug. Paula S. war meist im Minus, oder knapp darüber. Eine Entschädigung von 40'000 Franken, die sie von der Opferhilfe nach einem sexuellen Übergriff durch einen ehemaligen Arbeitgeber erhielt, hielt sie finanziell über Wasser.

Bei der Abgrenzung zwischen Mord und fahrlässiger Tötung ist der Vorsatz entscheidend. Fehlt er, so kommt eine fahrlässige Tötung in Frage. Die Plädoyers der Verteidiger werden in der nächsten Wochen erfolgen, aber es ist zu erwarten, dass Paula S. Anwalt auf fahrlässige Tötung plädiert. In der Schilderung der Tatnacht sagt die 26-Jährige, dass sie darauf vertraut habe, dass Nadja S. als ausgebildete Pflegerin schon weiss, was sie tut. «Ich dachte, dass Frau J. nur betäubt war. Ich dachte nicht, dass es gefährlich ist». Als die beiden aus der Wohnung traten, hoffte Paula S. nichts sehnlicher, als dass die alte Frau wieder aufwachen würde.

Alles wie früher – nur anders

Nadja S. hört sich die Ausführungen ihrer ehemaligen besten Freundin scheinbar ungerührt an. Zwischendurch macht sie sich Notizen, streckt die langen, in Leggins gehüllten Beine an die Tischwand vor ihr. Auch, als Paula bei der Schilderung der Tatnacht angelangt ist und immer wieder in Tränen ausbricht und von lauten Heulkrämpfen geplagt wird, bleibt Nadja S. reglos.

Viel haben sich die beiden nicht mehr zu sagen. Nadja S. findet es «schade», dass Paula S. sie mit ihren Aussagen belastet. Paula S. ist «enttäuscht, dass sie alles auf mich abwälzen will.»

Am Ende des ersten Prozesstages begegnen sich die beiden im Foyer wieder, Paula S. wartet, von einer Polizistin begleitet, darauf, dass sie auf die Toilette darf. Nadja S., ebenfalls von einer Polizistin geführt, läuft an ihr vorbei, den Blick nach vorne, auf die Toilettentür fixiert, Paula dreht sich ab und starrt angestrengt an die weiss gestrichene Wand des Aufenthaltsraum. Nadja S., die Dominante, geht als erste auf die Toilette.

Jetzt ist das Verhältnis zwischen ihnen wie früher, als sie sich kennengelernt haben, bei einer Geburtstagsparty am Katzensee im Jahr 2012 und Paula Nadja «sehr unsympathisch» fand. Nur, dass in der Zwischenzeit eine tote Frau, Lügen, Intrigen, Beziehungsprobleme, Schulden und unzählige Linien Kokain hinzugekommen sind.

Die Fakten

Nadja S. ist neben Mord und Raub auch wegen gewerbsmässigen Diebstahls angeklagt. Die 30-Jährige soll im  Alterszentrum Hochweid und «Im Bergli», in dem sie zuvor angestellt war, in insgesamt sieben Fällen Wertgegenstände von Altersheimbewohnern gestohlen haben. Nadja S. bestreitet dies mittlerweile ebenfalls. Paula S. Ist zusätzlich wegen mehrfachem Fahren in nicht fahrfähigem Zustand angeklagt, weil sie in der Tatnacht unter Kokaineinfluss Auto gefahren sein soll. Zudem sieht sie sich mit einer Privatklage von Nadja S. konfrontiert, da sie ihr angeblich 1000 Franken gestohlen hat. Paula S. bestreitet nicht, dass sie 500 Franken entwendet hat, macht aber geltend, dass Nadja S. ihr die entsprechende Summe geschuldet hat.

Beide Angeklagten sind wegen früheren Delikten vorbestraft.

Die Schilderungen basieren auf den gerichtlichen Aussagen der beiden Angeklagten. Die Namen der Beteiligten wurden geändert.

Der Prozess wird heute Mittwoch mit Zeugeneinvernahmen fortgesetzt. Die Urteilseröffnung ist auf den 27. November angesetzt.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Bericht vom Prozessauftakt

Korrektur: Die Plädoyers sind nicht für diese, sondern für nächste Woche geplant.
Video: watson.ch

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dig 11.11.2015 15:56
    Highlight Die Art der Berichterstattung gefällt mir sehr gut. Sinnvolle Hintergrundinformationen, weder be- noch entschuldigend. So wünsche ich mir eine gute online-Zeitung. Besser kann man emotional aufgeladene Inhalte kaum verantwortungsvoll und dennoch interessant vermitteln.
    18 0 Melden
  • sobre 11.11.2015 13:33
    Highlight Verstehe nicht was Watson mit diesem Artikel bezwecken will.

    Ist diese Tat entschuldbar, weil die Protagonisten eine schwieriege Kindheit gehabt hatten?
    1 14 Melden
    • Kikan 11.11.2015 16:06
      Highlight Watson will dir Informationen über den Fall liefern
      11 1 Melden
  • Wiesopferd 11.11.2015 10:08
    Highlight Sehr schön geschrieben.
    25 0 Melden
  • Nichtswisser 11.11.2015 09:43
    Highlight Wow. Was für ein Prozess. Das ist schon fast reif für einen Bestseller.
    20 1 Melden

Die Empörung über öffentliches Schlachten zeigt: Wir sind feige Säue

Die Kontroverse um eine geplante Metzgete in Sissach BL treibt immer seltsamere Blüten. Dass hinter den Mauern der Schlachthöfe im Akkord geschlachtet wird, scheint dabei zweitrangig zu sein.

Man könnte den Eindruck gewinnen, im Norden der Schweiz bahne sich etwas Ungeheuerliches an. In den sozialen Medien tobt ein Shitstorm. Eine Bewohnerin ruft die Justiz an, um das Geplante in letzter Sekunde zu verhindern. Und ein Pfarrer will sich selbst auspeitschen, um gegen die «entwürdigende Veranstaltung» zu protestieren. Anlass ist nicht etwa ein satanistisches Kultritual. Nein: In der Baselbieter Gemeinde Sissach sollen am Samstag zwei Schweine geschlachtet werden.

Ihnen blüht damit …

Artikel lesen