Schweiz

Zürich von oben: In Schweizer Ballungszentren bleibt der Wohnraum weiter knapp, die Mieten hoch und die Tricks der Vermieter immer dreister.  Bild: KEYSTONE

Neue, fiese Mieter-Falle – «das ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten»

Wer ausserterminlich kündigt, muss dem Vermieter mindestens einen zumutbaren Nachmieter vorschlagen. Michael G.* tat genau dies und erlebte eine böse Überraschung. Laut dem Mieterverband ist er kein Einzelfall. Mehrere Verwaltungen wenden momentan eine neue, hinterlistige Masche an. 

30.08.16, 13:05 31.08.16, 18:18

Eigentlich ist alles geritzt: Michael G. findet eine neue Wohnung und kündigt deshalb seine alte in der Stadt Zürich. Weil er am neuen Ort sofort einziehen kann, sucht er per 1. September Nachmieter. 

Er stellt ein Inserat auf Homegate, wo er die 3-Zimmerwohnung für 2210 Franken ausschreibt. 

Zum Besichtigungstermin kommen 15 Interessenten. Von zehn potenziellen Nachmietern schickt er das Bewerbungsformular an die Verwaltung* weiter. «Alle wollten die Wohnung, in der ich drei Jahre lebte, unbedingt haben», sagt Michael G. 

Laut dem Mieterverband sind viele Mieter schlecht informiert und trauen sich nicht, sich zu wehren.  Bild: KEYSTONE

Wenige Tage später meldet sich die Verwaltung telefonisch und lässt ihn wissen, leider sei niemand bereit, die Wohnung zu übernehmen, er müsse im September weiter Miete zahlen.  

Michael G., der sich vorsorglich die Namen der Interessenten aufgeschrieben hat, fragt bei zweien nach, warum sie plötzlich keine Interesse mehr hätten. Von beiden bekommt er dieselbe Antwort: Sie seien von der Verwaltung kontaktiert worden und diese habe ihnen mitgeteilt, dass sie den Zuschlag für die Wohnung bekommen würden, allerdings koste sie wegen «Marktpreisanpassungen» neu 2910 Franken. Das sind satte 600 Franken mehr als zuvor, Renovationen seien keine vorgesehen. Beide lehnten deshalb dankend ab. watson konnte mit einem der Interessenten sprechen. «2910 Franken für diese 3-Zimmerwohnung ist erstens viel zu viel und übersteigt zweitens mein Budget», sagt Fabienne L.* Wortwörtlich bekommt sie von der Verwaltung folgende Message: 

«Wir beziehen uns auf Ihre Bewerbung und fragen Sie, ob Sie immer noch Interesse am Objekt haben? Wir müssen Ihnen allerdings mitteilen, dass wir den Nettomietzins den Marktmietzinsen anpassen müssen. Der Bruttomietzins beträgt neu 2910 Franken. Wir bitten Sie um Rückruf.»

Michael G. erkundigt sich bei der Verwaltung, was das Problem sei, und diese dreht ihm aus einem Fehler einen Strick. Er habe fälschlicherweise einen Mietpreis von 2210 statt 2310 Franken angegeben und müsse deshalb ein neues Inserat schalten und einen weiteren Besichtigungstermin organisieren, lautet die Antwort. Michael G. gesteht, einen Fehler gemacht zu haben und die Wohnung irrtümlicherweise für 2210 Franken ausgeschrieben zu haben. Allerdings habe er das bei der Besichtigung den Interessenten gesagt, alle hätten diskussionslos 2310 Franken gezahlt. Die Verwaltung akzeptiert das nicht und besteht darauf, dass er die Wohnung noch einmal auf Homegate ausschreibt. Dies tut er mit dem Preis von 2910 Franken – niemand meldet sich. 

«Dass die Verwaltung den Preis derart erhöht und den Mieter nicht aus dem Mietvertrag entlassen will, ja von ihm noch verlangt, dass er Nachmieter zu einem höheren Preis finden müsse, ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten.»

Michael Töngi, Generalsekretär des Mieterverbandes

Michael Töngi. bild: zvg

Langsam reisst bei Michael G. der Geduldsfaden. Jetzt schreibt er einen Brief und gibt ihn bei der Verwaltung ab. Inhalt:

«Die Mieterin Fabienne L. sowie der Mieter Dieter K.* sind bereit, die Wohnung für 2310 Franken zu übernehmen. Allerdings ist beiden nach dem Besichtigungstermin von Ihnen telefonisch mitgeteilt worden, dass der Mietzins neu 2910 Franken koste. Ich habe mir dies von den beiden schriftlich bestätigen lassen. Gemäss Art. 264 OR** sehe ich mich deshalb aus der Verantwortung für die September-Miete aufzukommen. Sie können beide Mieter gerne anrufen.»

Die Antwort der Verwaltung steht immer noch aus.

Michael Töngi, Generalsekretär des Mieterverbandes, sagt: «Dass die Verwaltung den Preis derart erhöht und den Mieter nicht aus dem Mietvertrag entlassen will, ja von ihm noch verlangt, dass er Nachmieter zu einem höheren Preis finden müsse, ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten.» Es sei völlig klar, dass Michael G. die Septembermiete nicht bezahlen müsse. Töngi kennt die Masche: «Wie viele Fälle es genau sind, kann ich nicht sagen, wir sind jedoch schon mehrmals mit genau dieser Problematik konfrontiert worden.»

Vermieter wollen Zins unbedingt erhöhen

Töngi kennt den Grund: «Bei einer ‹normalen Kündigung› können viele Vermieter bei der heutigen Marktsituation einen höheren Mietzins verlangen.» Bei ausserterminlichen Kündigungen hingegen würden die potenziellen Mieter den aktuellen Preis übernehmen und die Vermieter könnten den Mietzins nicht erhöhen. Deshalb versuchten einige Verwaltungen dies durch Druck auf Mieter wie Michael G. durchzusetzen. 

Dicht besiedeltes Gebiet in Vernier bei Genf. Bild: KEYSTONE

Michael G. ist nervlich am Ende. Umziehen alleine sei schon anstrengend genug, dieses ganze Tamtam bringe ihn an den Anschlag. Er ist kurz vor der Kapitulation: «Im schlimmsten Fall zahle ich die Septembermiete halt», sagt er. Er wolle das Ganze einfach hinter sich bringen. 

«Schlichtungsstelle einschalten»

Töngi mahnt, dies auf keinen Fall zu tun, da die Vermieter genau darauf bauten. Er soll sich unbedingt an die Schlichtungsstelle wenden und auf sein Recht pochen.

Nachmietern, die darüber informiert werden, dass sich der Mietzins massiv erhöhe, rät er, die Anfechtung der Anfangsmiete zu prüfen. 

*Alle Namen sind der Redaktion bekannt. watson nennt den Namen der Verwaltung nicht, weil Michael G. Angst hat, die Verwaltung könnte weiter Probleme machen. 

**OR 264 besagt, es müsse ein zumutbarer Nachmieter vorgeschlagen werden. Der Mieterverband empfiehlt aber, dem Vermieter mehrere Nachmieter zu melden. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, einen Nachmieter zu akzeptieren. Lehnt er jedoch einen zumutbaren und zahlungsfähigen Nachmieter ab, ist der Mieter von seinen vertraglichen Pflichten befreit. Michael G. ist also aus dem Schneider. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • stadtzuercher 31.08.2016 08:19
    Highlight Die bürgerliche Politik ermutigt via HEV Hauseigentümerverband Vermieter zu solchem oft kriminellem Vorgehen. Je rechter die Politik, desto mächtiger die Immobilienbesitzer, desto schlechter die Aussichten der Mieter.
    35 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 31.08.2016 06:00
    Highlight Vielleicht wäre aufs Land ziehen und pendeln doch eine Option. Oder noch besser: Auch noch einen Job suchen anderswo. Solls ja geben. Aber das was in der Stadt Zürich für Wohnungen verlangt wird geht auf keine Kuhhaut.
    19 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 23:14
    Highlight Wo ich wohne wurde vor 5 Jahren vieles renoviert...

    Bei der Renovation wurde der Estrich zu einer Wohnung umgebaut (somit ein Verlust für die Mieter, da weniger Lagerraum verfügbar)..

    Die neue Wohnung: 4.5 Zimmer, nur Dachfenster. Hat um die 2200.- gekostet. Als die neuen Mieter nach einem Jahr in die andere freigewordene, richtige Dachwohnung zogen, haben sie ein Inserat geschaltet: 4.5 Zimmer für 2200... Verwaltung hat das sofort gestoppt - die Wohnung würde neu 2900 kosten! 700!!! mehr...

    Andere, 5.5 Zimmer D-Wohnung mussten sie von knapp 3100 auf 2300 runter... immer noch leer...
    22 0 Melden
  • Pointer 30.08.2016 20:58
    Highlight Solche Verwaltungen sollte man mit einem Berufsverbot bestrafen und falls die Eigentümer dahinter stecken, die Immobilien in eine Wohnbaugenossenschaft überführen.
    80 5 Melden
  • kliby 30.08.2016 19:36
    Highlight Es sind ja nicht nur die Verwaltungen, welche so unverschämt sind. Meistens arbeiten auch noch die passenden Leute dort. Jene die dich bescheissen und dir dabei frech ins Gesicht lachen. Bürgerlich, skruppellos. Was für ein unterirdischer Berufsstand, diese Immobilienbewirtschafter.
    64 14 Melden
  • cille-chille 30.08.2016 19:06
    Highlight Und hier noch meinen Senf:
    2300.-/resp. 2900.- für eine 3 Zimmerwohnung. (OK. ZH ist wohl teurer als Basel). Ich bin Paff.
    Arbeite 70%, mit Studium, betreue ca 40% 2 Kinder als Teilzeitvater (F***, was für ein Wort). Zahle Alimente, kann aber Steuertechnisch nichts abziehen. Also Alleinverdiener. Exkl. KK, Alimente, miete bleiben 1300.- für ALLES!
    Setze ich das in einen Kontext mit dem Beitrag. krieg ich das Tourette-Syndrom.
    Kleiner Ratschlag an alle: Beaobachter abonieren (Kostenlose Rechtsberatung) UND eine Rechtschutzversicherung für ca. 150.-
    Versicherungen&Verkäufer&Verwaltungen: Obacht!
    76 1 Melden
  • Stachanowist 30.08.2016 18:55
    Highlight Seit langem mal wieder ein richtig informativer, sauber recherchierter Artikel von Watson. Merci.
    99 6 Melden
    • Angelo C. 30.08.2016 21:10
      Highlight Wurde auch endlich Zeit, nach den einseitig wirkenden Roth ARENA-Berichten und den "spassig" eingefärbten Clickbeiträgen Kians über die ins Auge zu fassenden Verbote rund um die Muslime.

      Man sollte nun wieder sachlicher berichten...

      Also denn : lang lebe Felix 😊!
      52 11 Melden
  • Döst 30.08.2016 18:01
    Highlight Hört doch endlich mit diesen fixen Kündigungsterminen (2x pro Jahr) in Zürich auf, dann ist das Problem gelöst.
    Das funktioniert nämlich in grossen Teilen der Schweiz so. Dann gibts keine "ausserordentlichen Kündigungen" und somit auch keine Nachmieterpflicht.
    49 3 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 18:49
      Highlight Nein da ist kein Problem gelöst, allerhöchstens ein neues geschaffen! Denn das hat weniger mit den Kündigungsterminen zu tun als mit den Kündigungsfristen von 3 Monaten. Da man häufig erst kündet wenn die neue Mietsituation steht wird man immer bei Kündigungsfristen von 3 Monaten das Problem des Nachmieters haben, ausser man setze die Kündigungsfrist auf einen Monat runter, was dann aber auch für den Vermieter gültig ist und das möchte wohl kaum ein vernünftiger Mieter eingehen.
      Die Termine in Zürich sind zudem 3 und nicht 2 (ausser bei Gewerbeliegenschaften).
      26 7 Melden
    • Fabio74 30.08.2016 21:18
      Highlight Ich hab hier in Zürich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, kündbar auf jedes Monatsende ausser 31.12.
      25 0 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 21:47
      Highlight @Fabio74; Dein Vertrag ist dann eher ein seltenes Exemplar, denn der Zürcher Mietvertrag sieht grundsätzlich nur die Kündigungstermine 31.3, 30.6 und 30.9 vor.
      Die Suche eines geeigneten Nachmieters ist eher abhängig von der Kündigungsfrist (häufig 3 Monate) und nicht von den möglichen Kündigungsdaten, darum löst sich mit dem Aufheben der Kündigungstermine herzlich wenig, dies war die Entgegnung an Dast S.
      3 2 Melden
    • Max Havelaar 31.08.2016 05:28
      Highlight Ich musste leider immer ins Blaue hinaus kündigen. 99% der Wohnungen auf den Portalen werden logischerweise erst nach der Kündigung des Mieters veröffentlicht. Das heisst, wenn die Kündigungsfrist von 3 Monaten schon läuft. Also fehlt im Prinzip immer ein Monat. Gut, habe es immer ohne Nachmieter geschafft. Und bin nicht gerade wenig umgezogen. Ist nervenaufreibend, aber hat immer geklappt.
      6 0 Melden
  • FrancoL 30.08.2016 17:54
    Highlight Verwaltungen sind nun mal Verwaltungen und ich mag 90% dieser Verwaltungen wegen eben diesen unfairen Verhalten nicht. Doch Verwaltungen sind nur Ausführende, Ausführende für die eigentlichen Eigentümer und ich frage mich: Wie muss ein Eigentümer "gestrickt" sein, dass er diesen Verwaltungen ein Mandat gibt?
    Und da kommt schon meine Sorge; Als Student wurden wir viel von den Verwaltungen gepiesackt (manchmal auch zu recht) und nun haben etliche meiner MitstudentInnen selber vermietbare Wohnungen und nehmen dieselben Verwaltungen ohne viel Skrupel zu haben. So ändert sich die Perspektive.
    45 3 Melden
  • Ken Hurt 30.08.2016 17:26
    Highlight Vielleicht sollte man die gleichen werten Damen und Herren bei dieser Verwaltung einladen, die sich vor kurzem bei der ETH ausgetobt haben..? http://N
    30 3 Melden
  • Señor Ding Dong 30.08.2016 17:18
    Highlight Also hat jemand im Raum Zürich mal eine Hausverwaltung gehabt, die kein kompletter Sauhaufen war?
    76 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 18:44
      Highlight Wenn ich darüber nachdenke, nein. In Fribourg und St. Gallen machte ich hingegen super Erfahrungen.
      14 1 Melden
    • nikitabanana 31.08.2016 09:49
      Highlight @GhettoLeif, ja, das habe ich. Kenne allerdings auch das Gegenteil.
      2 0 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 31.08.2016 15:50
      Highlight @GhettoLeif: Jap, ich habe eine sehr gute Verwaltung, die den Mietzins, aufgrund der Leitzinssenkung, von sich aus gesenkt hat, ohne Aufforderung.
      2 1 Melden
  • Ruffy 30.08.2016 17:00
    Highlight Teil 2
    Die Verwaltung kann den Interessenten immer noch absagen und die Wohnung zum höheren Mietzins inserieren.
    28 2 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 17:34
      Highlight Dann verliert sie unter Umständen alle Monatsmieten bis bis zum Zuschlag für die höhere Miete, dies wollte die Verwaltung vermeiden und ging diesen unfairen Weg. Bei einer Absage an den Folgemieter übernimmt die Verwaltung das Risiko für den Leerstand und muss vermutlich auch gegenüber dem Hauseigentümer diesen Leerstand dann übernehmen, ausser sie würde sich vom Hauseigentümer für den Leerstand Entlastung geben lassen, da ja eine Mehrmiete angepeilt wird.
      21 1 Melden
    • giandalf the grey 30.08.2016 17:39
      Highlight Ja, aber der Vormieter muss nicht bezahlend. Und die Vermieter wissen vermutlich genau, dass für 2900 kein Nachmieter zu finden ist. Deshalb werden sie es vermutlich trotzdem günstiger vermieten. Was Michael G. aber egal sein kann, da er dank dem ersten Teil aus dem Schneider ist
      19 0 Melden
    • giandalf the grey 30.08.2016 17:39
      Highlight Ach dammit, sorry habe nicht genug weit gelesen :)
      1 0 Melden
    • Ruffy 30.08.2016 17:42
      Highlight Spielt keine Rolle, das Vorgehen ist rechtlich nicht haltbar und somit durch die Verwaltung nicht durchsetzbar. Als Mieter muss man sich einfach zur wehr setzen und sich über seine rechtlichen Möglichkeiten informieren.
      26 0 Melden
  • Ruffy 30.08.2016 16:59
    Highlight Teil 1
    Ich bin Immobilienbewirtschafter und die Gesetzeslage ist ganz klar: DerMieter welcher ausserordentlich kündet muss einen Nachmietet bringen, welcher die Wohnung zu GLEICHEN Konditionen übernimmt. Das bedeutet, keine Instandstellungen und der Mietzins den er zurueit bezahlt. Der Mieter hat dies in diesem Fall erbracht (ob das Inserat anderst war spielt keine Rolle, da die Interessenten die Wohnungen für den korrekten MZ mieten würden). Der Mieter ist aus der Haftung zu entlassen und muss den Mietzins nicht mehr bis Ende der Ordentlichen Kündigungsfrist bezahlen.
    107 0 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 17:47
      Highlight Sehr schön wenn es die meisten Vermieter so sehen würde wie DU das darlegst. Doch eine falsche Ausschreibung, so irre dies tönen mag, ist eine falsche Ausschreibung und kann bei strenger Beurteilung zu einer Neuausschreibung führen, wenn denn die Verwaltung dies will.
      Ich finde dies auch mehr als doof, aber so liegen nun mal die Dinge.
      10 21 Melden
    • Ruffy 30.08.2016 18:37
      Highlight Grundsätzlich muss man auch immer zwischen Verwaltung und Eigentümer unterscheiden. Die Verwaltungen sind eigentlich nie Eigentümer der Liegenschaften uns setzen grundsätzlich die Vorgaben der Eigentümer um. Als Verwalter bist du grundsätzlich immer das Arschloch, entweder für die eine oder die andere Seite...
      14 0 Melden
    • Ruffy 30.08.2016 18:37
      Highlight Zum Inserat, nein, dies ist nicht relevant! Der Mieter muss die Wohnung auch nicht ausschreiben wenn er dies nicht für nötig hält, ausschlaggebend in dieser Sache ist einzig und alleine ob der Nachmieter die Wohnung zu gleichen Konditionen übernimmt. Wenn der Interessent dies an der Besichtigung bestätigt (denn da hat der Mieter ja den MZ korrigiert) und diesen natürlich auch bezahlen würde, dann ist das absolut ausreichend (sofern bonität usw. i. O. sind mal vorausgesetzt).
      30 0 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 19:10
      Highlight @Ruffy; Es ist richtig der Mieter muss nicht per Insert einen Nachmieter suchen. Doch wenn er ihn per Inserat sucht, so hat das Inserat exakt den Mietrahmen zu beinhalten und dies hat auch mehrere gute Gründe. Einer ist dass man nicht mit "falschen" Versprechungen Interessenten anlockt, beliebt ist da die Geschichte mit dem inkl/exkl. Nebenkosten oder der falschen Ausrichtung der Wohnung.
      Als Bewirtschaftet solltest Du zudem wissen, dass gerade ein faires und ehrliches Inserat von vielen Eigentümerschaften gewünscht wird damit die Liegenschaft nicht in "Verruf" kommt.
      3 11 Melden
    • peeti 30.08.2016 19:49
      Highlight Die Liegenschaft nicht in Verruf kommt? Was für ein Quatsch erzählst Du?
      13 1 Melden
    • Ruffy 30.08.2016 19:54
      Highlight Das ist alle vernünftig, ändert aber nichts am Gesetz und daran, dass diese Tatsache halt rechtlich nicht relevant ist, wenn es um den Nachmieter geht. Der Nachmieter kann nicht abgelehnt werden mit der Begründung das Inserat sei falsch gewesen, wenn der Interessent zu den korrekten Konditionen mieten würde.
      19 0 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 21:12
      Highlight @peeti; Ja es gibt sogar Eigentümer, das mag für Dich fremd klingen, die einen grossen Wert auf den "guten Ruf" Ihrer Liegenschaften legen. Dies kann in Form von fairen Vermietungskonditionen oder zB auch in Form von fairem Behandeln der Mieterschaft im allgemeinen geschehen.
      Langfristig ist es immer von Vorteil wenn eine Liegenschaft nicht "ins Gerede kommt".
      3 10 Melden
    • Ruffy 31.08.2016 08:38
      Highlight FrancoL: Ich bin jeden Tag bei der Arbeit bestrebt sicher zu stellen, dass die Liegenschaft des Eigentümers einen möglichst guten Ruf hat, sich gut präsentiert usw. Ich bin auch der Meinung, dazu gehört es sich an die geltenden Gesetze zu halten. Mit zufriedenen Mietern funktioniert eine Liegenschaft immer besser. Gerade in den beschriebenen Fall gibt es nun viel negatives Gerede über die LG/Eigentümer, welches man sich hätte sparen können (Ja der Name steht hier nicht, aber der Mieter redet garantiert in seinem ganzen Bekanntenkreis darüber).
      5 0 Melden
    • FrancoL 31.08.2016 10:03
      Highlight @Ruffy; Das ist wie ich bereits geschrieben habe SEHR löblich, doch LEIDER bis Du eher in der Minderzahl. Verwaltungen die beide Seiten bedienen gibt es eher wenige.
      Die Liegenschaftenverwaltungen glänzen durch viele negative Punkte, die sauer aufstossen. Diese reichen von der Entgegennahme von Geldern beim Vergeben von Unterhalt- und Renovationsarbeiten (n.b. Arbeiten die vom Eigentümer berappt werden) bis zum bewussten "behindern" der Mieter um Aufwand zu sparen. Ich weiss auch dass mehrheitlich das Bewirtschaftungshonorar sehr tief liegt und der Aufwand darum sehr rigide minimiert wird.
      2 1 Melden
  • Shin Kami 30.08.2016 15:36
    Highlight Also in Zürich einen Nachmieter zu finden erledigt sich praktisch von selbst, aber mit dieser Masche ist das unmöglich. Im Zweifelsfall sollte man einfach nicht zahlen und umziehen. Wenn dann der (ex)Vermieter weiter streiten will, kann er das ja vor Gericht tun.
    51 2 Melden
    • Charlie Brown 30.08.2016 16:46
      Highlight Hast du beim dem Tipp an das Mietzinsdepot gedacht?
      32 3 Melden
    • Lügensperber 30.08.2016 17:23
      Highlight @charli brown soviel ich weiss muss das mietzinsdepot auf einem für den vermieter und mieter blockierten depot sein. das depot lautet auf den namen des mieters. bei streitigkeien entscheidet das gericht. ansonsten kann die auflösung des depots nach einem jahr ( ohne gericht ) veranlasst werden.
      36 0 Melden
    • Charlie Brown 31.08.2016 09:51
      Highlight @Lügensperber: Das ist so weit korrekt. Nur beträgt das Depot oft 3 Mieten. Wenn die dann ein Jahr lang blockiert sind (während für die nächste Wohnung bereits wieder ein Depot hinterlegt werden muss), kann das eng werden. Zudem; wenn der Vermieter gegen den Mieter geklagt oder betrieben hat, fällt auch die automatisch Auflösung nach 1 Jahr dahin.

      Darum kann es sinnvoller sein, die Miete zu bezahlen und danach zu klagen. Wenn du recht bekommst, gibts das Geld zurück und das Depot ist früher verfügbar. Wenn du nicht recht bekommst, kostet es gleich viel aber das Depot war dazwischen blockiert.
      0 0 Melden
  • Fabio74 30.08.2016 15:33
    Highlight Zeigt wie dreist Mieter über den Tisch gezogen werden. Und wie schlecht man da steht wen man sich nicht um alles kümmert.
    Aber nur due achso bösen Linken kämpfen für einen anständigen Mieterschutz.
    Die Partei des Volkes interessieet den kleinen Mieter nicht. Die FDP sowieso nicht
    83 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 17:24
      Highlight Hä? Der Mieterschutz besteht doch? Gesetzeslage ist klar -> Schlichtungsstelle und gegessen ists. Was soll da die Politik weiter ausrichte?
      22 5 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 17:38
      Highlight @ZaaFee; Die Gesetzeslage ist da nicht ganz so einfach gegeben, da der Mieter den falschen Preis ausgeschrieben hat und daraus, so irre dies klingen mag, lässt sich ein Verstoss basteln, den auch die Schlichtungsstelle nicht einfach übergehen kann.
      4 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 17:49
      Highlight FrancoL, nein. Der Mieter hat Nachmieter gebracht, welche die Wohnung zu den gleichen Konditionen übernehmen. Pflicht erfüllt. Das Inserat ist irrelevant, er hätte die Nachmieter ja auch zufällig auf der Strasse treffen können. Relevant ist, das die Personen den Mietvertrag übernehmen und solvent sind. Der Fall ist tatsächlich sehr klar.
      22 1 Melden
    • Fabio74 30.08.2016 17:55
      Highlight Ja aber er ist lausig. Wenn so dreiste Vermieter solch dreckige Spiele apielen dürfen, ohne bestraft zu werden läuft was schief.
      Die rechnen doch damit, dass der grosse Teil nicht reagiert und zahlt. Schon klingelt die Kasse.
      Unter einem scharfen Gesetz versteh mehr als dieses laue Lüftchen
      11 1 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 18:00
      Highlight @ZaaFee; Ich mag mich nicht mit Dir streiten, denn es ist klar; wenn eine Ausschreibung erfolgt so muss diese richtig sein und so sieht es auch eine Schlichtungsinstanz. Bei Deiner Annahme müsste man nachweisen dass der Mieter seinen Nachmieter auf der Strasse rekrutiert hat. Dies macht denn auch Sinn, denn häufig werden Wohnungen zwecks erreichen von höheren Interessentenzahlen bewusst "falsch" ausgeschrieben, und das wiederum soll auch geahndet werden. Wenn auch im vorliegenden Fall dies wohl ein einfacher und nicht schwerwiegender Fahler war, doch die Ausschreibung hat deklaratorischen Wert
      3 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 31.08.2016 07:10
      Highlight Fabio, wenn der Mieter Anzeige erstattet, kommt der Vermieter auch nicht ungeschoren davon. Zumindest sofern ihm vorsätzliche Täuschung nachgewiesen werden kann. Aber so funktioniert unser Rechtssystem, es ist nicht primär darauf ausgelegt die bösen möglicht heftig oder scharf zu bestrafen, sondern eine funktionierendes Miteinander zu erhalten. Gott sei Dank.
      1 1 Melden
  • Iwan THE Zar 30.08.2016 15:01
    Highlight Machen wir ein Crowdfunding für zwei Monatsmieten, dafür schreibt Ihr, wie die Verwaltung heisst, Deal? Hätte sonst die genau gleich Story auf Lager, würde mich auch nicht wundern, wenns dieselbe Verwaltung ist. Alles prima()?
    100 4 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 16:56
      Highlight Wenn der Sachverhalt nachweislich sich so verhält wie im Artikel beschrieben wäre es Ziel führend wenn Watson sich bei der Verwaltung erkundigt und die Antwort inkl. Nennung der Verwaltung den Usern zugänglich macht.
      23 1 Melden
    • Felix Burch 30.08.2016 17:03
      Highlight @Iwan: Schreib mir doch auf felix.burch@watson.ch den Namen der Verwaltung und ich antworte dir. Ich schreibe noch so gerne einen Nachfolgeartikel.
      65 0 Melden
  • Pasch 30.08.2016 14:25
    Highlight Alle Trickser-Verwaltungen sofort an den Pranger stellen und nicht um den heissen Brei reden.
    189 4 Melden
  • pamayer 30.08.2016 14:23
    Highlight Die meisten vermieter liegen voll im trend: geldgierig bis zum umfallen. Gesetze werden locker umgangen. Die meisten mieter kennen ihe rechte zu wenig.
    Aber auch wenn man seine rechte kennt: die mietgesetze sind s e h r eigentümerfreundlich. Wer hat, dem wird gegeben.
    79 13 Melden
    • Madison Pierce 30.08.2016 14:33
      Highlight Eigentümerfreundlich sehe ich nicht. Man wird einen Mieter kaum los, weil das Mietrecht Rücksicht darauf nimmt, dass man nicht so schnell eine neue Wohnung findet. Zum Vergleich: Darlehen kann der Anbieter kündigen, Automiete, sogar den Job, meist auf 3 Monate ohne Grund und ohne "Fristerstreckung".

      Das Problem ist doch, dass so viele Leute in der Stadt wohnen wollen. Wenn Angebot und Nachfrage so ungleich verteilt sind, kann es nicht gut gehen. "Motivationsschreiben" für eine Wohnung und solcher Quatsch kommt den Vermietern in Sinn, wenn man nicht mehr Kunde, sondern Bittsteller ist.
      44 11 Melden
    • Der Zahnarzt 30.08.2016 14:45
      Highlight @Madison Pierce: Die Menschen haben gar keine andere Wahl, also irgendwo zu sein, zu schlafen etc. Da zu sein ist ein Menschenrecht und man sollte sich die Frage stellen, ob man das Recht auf Wohnen überhaupt dem Markt überlassen sollte, ob es überhaupt möglich sein sollte, Boden zu besitzen (Gebäude im Baurecht ja, aber Grund und Boden?)


      57 17 Melden
    • Firefly 30.08.2016 14:51
      Highlight @Madison Pierce Das Problem ist nicht, dass viele Menschen in der Stadt wohnen wollen, das wäre ökonomisch und ökologisch sogar sinnvoll, das Problem ist, dass es in der Stadt nicht genügend bezahlbare Wohnungen gibt, dafür viel zu viele leerstehende Büros.
      62 1 Melden
    • Madison Pierce 30.08.2016 14:56
      Highlight Zahnarzt: Aber es wollen halt sehr viele Leute unbedingt in der Stadt wohlen, wo es begrenzten Platz hat. Ich wohne auf dem Land und hatte mit dem Vermieter nie solche Probleme. Natürlich muss ich die Miete pünktlich bezahlen und mich an die Hausordnung halten, aber grundsätzlich fühle ich mich als Kunde. Der Vermieter will nicht, dass ich gehe, denn dann wäre die Wohnung ein paar Monate leer. So sollte es sein in einem Markt.

      Sobald ich eine Eigentumswohnung finde werde ich sie kaufen, dann habe ich auch keine Probleme falls die Verwaltung in Zukunft wechseln sollte.
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    • Madison Pierce 30.08.2016 14:58
      Highlight Firefly: Wieso gibt es dann so viele leerstehende Büros? Ist es zu kompliziert, die in eine Wohnzone umzudeklarieren?

      Es kann ja kaum sein, dass die Eigentümer lieber leerstehende Büros haben als sich mit Wohnungen eine goldene Nase zu verdienen.
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    • Firefly 30.08.2016 15:04
      Highlight @Madison Pierce weiss nicht, wohl zu teuer noch Küche und Bad einzubauen oderso.
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    • SJ_California 30.08.2016 15:30
      Highlight Viele leerstehende Büros liegen in Gewerbezonen, oft ist der Wohnanteil beschränkt z.B. auf einen Fünftel. Es wäre also an der Stadt / am Kanton, ausserordentliche Umzonungen rasch möglich zu machen. Dann wär's evtl etwas interessanter, Büros in Wohnungen umzuwandeln.
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    • x4253 30.08.2016 15:38
      Highlight Büros zu Wohnungen umzunutzen ist meist zu teuer. Steht das Gebäude nicht in einer Wohnzone, wird eine Umnutzung praktisch unmöglich.
      Daneben begründen die Vermieter/Besitzer/Verwaltungen den hohen Leerstand auch damit, dass eine grosse Fläche notwendig ist, um im Falle eines Grosskunden auch entsprechend Vermieten zu können.
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  • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 14:03
    Highlight Hab ich schon erwähnt, dass ein Verwandter von mir, der Immobilien besitzt, mehrfach von Hauseigentümern angeschrieben wurde? Er solle seine Mietpreise nach Oben anpassen, sonst würde er die Preise ruinieren!
    Hat meinen Verwandten nicht interessiert. Er ist nicht mal Mitglied in einem dieser Vereine. Diese Post flog immer direkt ins Altpapier.
    Er vermietet weiter bevorzugt an junge Leute und gern an WGs. Ist zwar nicht in der Stadt, aber Agglo ist auch nicht schlecht. Er nennt sie seine "alternativen Mieter" und sagt, sie seien unkomplizierter und meist freundlicher :-)
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    • pamayer 30.08.2016 14:23
      Highlight Toll. Wo? Adresse?
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    • kleiner_Schurke 30.08.2016 14:43
      Highlight Mein Onkel vermietet seine Wohnungen alle ohne Nebenkosten. Er wohnt im gleichen Haus also bezahlt er Heizung und allgemeinen Strom und Wasser selber. Ist halt so Tradition bei ihm. Dafür haben 8 Studenten ein günstiges Zimmer.
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    • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 15:21
      Highlight pamayer - ist nichts frei im Moment. Aber ich frag ihn mal *g*

      kleiner Schurke: Find ich super !!
      26 1 Melden
    • FrancoL 30.08.2016 17:05
      Highlight Finde ich alles super, doch eigentlich sollten die anderen an den Pranger, es sollte langsam aber sicher eine SCHWARZE Liste geben, damit ein bisschen Bewegung in die teilweise hinterhältige Landschaft der Vermieter kommt.

      Zudem wäre es auch Ziel führend wenn zB Verwaltungen die Wohnungen aus Pensionskassen-Fonds vermieten auf solche unfaire Vermietungspraxis untersucht werden und diese Mandate hinterfragt werden.
      23 1 Melden
    • Felix Burch 30.08.2016 17:32
      Highlight @Rhabarber: Kann man deinen Verwandten interviewen? Wenn ja, bitte Kontakt an felix.burch@watson.ch Danke.
      23 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 18:38
      Highlight Ich frag ihn, Felix. Wir wollten uns sowieso die nächsten Wochen mal wieder treffen. Falls er einverstanden ist, meld ich mich bei euch.
      6 0 Melden
    • Felix Burch 30.08.2016 19:35
      Highlight Super. Danke.
      4 0 Melden
    • kleiner_Schurke 30.08.2016 19:43
      Highlight FrancoL: Zum ersten mal bin ich mal einer Meinung mit dir! Ein göttliches Wunder?
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  • judge 30.08.2016 14:02
    Highlight Hatte das gleiche Problem, wollten Fr. 300.- rauf: 1. Als ich erfahren habe, dass der Mietzins hinter meinem Rücken steigen soll: Mit Einschreiben erklärt, dass ein Nachmieter nur unter denselben Konditionen gesucht werden muss, weshalb ich mich als per sofort aus dem Mietverhältnis entlassen betrachte. 2. Kosten für Homegate-Inserat mit Mängeln bei der Abgabe verrechnet. 3. Mit Strafanzeige gedroht, falls die Verwaltung den Nachmietern ein Formular Anfangsmietzins mit falschen Angaben übergeben würden. 4. Depot innert 5 Arbeitstagen rausverlangt. Hat alles geklappt! Man muss isch nur wehren!
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    • Fabio74 30.08.2016 15:28
      Highlight Stimmt. Aber die wenigsten wissen wie uns noch weniger tun es.
      Es wäre eine Kampagne des Mieterverbands angebracht
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  • Der Zahnarzt 30.08.2016 13:59
    Highlight Interessant auch in diesem Zusammenhang auch www.immo-vote.ch. Man ziehe sich dort z. B. mal die Bewertung der Livit AG rein.
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    • pamayer 30.08.2016 14:24
      Highlight Die ist einschlägig bekannt.
      44 1 Melden
    • Charlie B. 30.08.2016 15:07
      Highlight Auf keinen Fall Livit! Die wollten uns beim Auszug den Service für die Spülmaschine in Rechnung stellen. Laut Mieterverband unzulässig. Beim Kühlschrank mussten wir dann tatsächlich zwei Ablagefächli erneuern lassen. Alter der Ablagefächli: mehr als 10 Jahre!!
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    • meine senf 30.08.2016 15:30
      Highlight Mit Livit hatte ich auch eine Erfahrung: Bin ausgezogen unmittelbar vor Totalrenovation. "Total" meint, dass in der Küche alles bis auf den nackten Beton rausgespitzt wird. Entsprechend verzichtete ich natürlich auf eine gründliche Reinigung, landet ja eh alles im Container.
      Hat die aber nicht interessiert und sie wollten einen vierstelligen Betrag für die Küchenreinigung.
      Erst nach einer ziemlich langen Diskussion verzichteten sie darauf.
      Ich vermute mal, dass Handwerker und Reingiungsinstitute den Vermietern hintenrum ein paar Prozent "Kick-Back" zurückzahlen, wenn sie Aufträge bekommen ...
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    • Fabio74 30.08.2016 15:30
      Highlight Sind alle grossen nur profitgeile Maschinen. Wincada ebenso. Alles versuchen abzuwälzen.
      Privera wollte mir den Waschmaschinenservice plus Dichtungen die 10 Jahre alt waren verrechnen
      24 0 Melden
    • Ruffy 30.08.2016 17:06
      Highlight @Charlie B.: Die Ablagefächli vom KS waren wohl pro Stück unter CHF 150.- daher handelt es sich um aufgestauten kleinen Unterhalt für welchen du aufkommen musst.

      Die Verrechnung des Service würde ich immer anfechten, damit kommen Vermieter vor der Schlichtungsstelle nie durch und werden da im Normalfall nicht lange disskutieren.
      7 2 Melden
  • guby 30.08.2016 13:49
    Highlight Zusammen mit einem Freund suchten wir eine Wohnung um eine WG zu gründen. Dabei stiessen wir auf ein Inserat einer älteren Frau, die ihre Wohnung ausserterminlich verlassen wollte. Wir haben uns dann direkt mit ihr zusammen auf der Verwaltung gemeldet, inklusive schriftlicher Bestätigung unterschrieben von allen dreien (Zum Glück!). Einige Tage später fanden wir die Wohnung dann nochmals, aufgeschaltet von der Verwaltung, mit einem höheren Mietpreis. Danach haben wir sofort reagiert und, da die Differenz nicht sehr gross war, uns bereit gezeigt auch mehr zu bezahlen. (1/2)
    19 0 Melden
  • guby 30.08.2016 13:49
    Highlight So konnten wir die Wohnung dann schliesslich bekommen. Ohne diesen Zettel auf den wir alle bestätigt haben, dass wir die Wohung "zu den selben Konditionen" übernehmen würden hätte die Frau gnadenlos wie im Artikel beschrieben übers Ohr gehauen werden können. Nach dieser Geschichte habe ich mir versprochen, nie mehr irgendwelchen Verwaltungen zu vertrauen und jegliche Kommunikation schriftlich zu führen. (2/2)
    38 0 Melden
  • dave_Schweiz 30.08.2016 13:43
    Highlight Wenn die Verwaltung so versucht zu tricksen, dann halt die Wohnung behalten und an einen der Interessenten untervermieten.
    Soweit ich weiss, muss die Verwaltung das akzeptieren, solange man durch die Untermiete keine finanziellen Vorteil erziehlt.
    Die Verwaltung kann sich das mit dem höheren Mietzins für eine Weile ans Bein schmieren.
    73 3 Melden
  • ZH27 30.08.2016 13:28
    Highlight Weshalb darf man den Namen solcher Verwaltungen in Newsartikeln eigentlich nicht nennen? Gibt das rechtliche Probleme? ich sehe irgendwie nicht ein, warum man solche Firmen schützen sollte. Eigentlich sollte man gleich den Namen der Firma und die Hauptinhaber publizieren. Wäre doch super im Sinne der Transparenz. Und ich will auch gar nicht wissen, wieviele Leute sich gar nicht beschweren (gerade wenn sie die Gesetze nicht so gut kennen).
    179 4 Melden
    • Maragia 30.08.2016 13:35
      Highlight Guter Punkt. In diesem Falle verstehe ich es aber um den Mieter zu schützen (mit dem Mietpreis und der Verwaltung wäre es wohl einfach rauszufinden um wen es sich handelt...)
      Eine ziemliche Schweinerei!
      46 1 Melden
    • Guipri 30.08.2016 13:39
      Highlight Prinzipiell hast du recht, aber Michael G. wollte das nicht. Lese den Absatz mit *
      49 0 Melden
    • Der Zahnarzt 30.08.2016 13:50
      Highlight Bei den Hauptinhabern etc. sollte man auch gleich noch die Parteizugehörigkeit publizieren.
      50 14 Melden
    • Felix Burch 30.08.2016 17:34
      Highlight Wir wollen den Mieter schützen.
      16 0 Melden
    • 7immi 30.08.2016 18:06
      Highlight @zahnarzt
      und was bittesehr, soll die parteizugehörigkeit aussagen?
      3 2 Melden
    • Der Zahnarzt 30.08.2016 18:44
      Highlight @7immi: Aus Neugier. Und, ich vermute,dass

      - Gustav Gierig, SVP

      und

      - Urs Unmensch, FDP

      dort immer wieder auftauchen würden.
      12 4 Melden
    • peeti 30.08.2016 19:58
      Highlight Man muss nur schauen, wer den HEV leitet.
      5 1 Melden
    • 7immi 30.08.2016 21:09
      Highlight also lässt sich aufgrund von parteizugehörigkeit die kriminalität ableiten? spannende idee. so quasi er ist schwarz also ist er kriminell?
      in meiner vergangenheit hatte ich immer mal wieder mit abzocker zu tun, einen zusammenhang mit der parteizugehörigkeit erkannte ich nie (und auch nie mit der hautfarbe)... ich kann nicht verstehen, was man hier unterscheiden soll. wenns ums geld geht ticken viele leute anders als man denken würde.
      6 3 Melden
    • Der Zahnarzt 31.08.2016 08:25
      Highlight @7immi: a) Die Hautfarbe kann man sich nicht aussuchen, die Partei schon. Darum, finde ich, hinkt Ihr Vergleich. b) Die Partei sucht man sich nach der Ideologie aus. Wer glaubt, Profitmaximierung sei ein Menschenrecht wird gewiss eher zur SVP und FDP gehen als zur PDA oder SP. c) Niemand versucht aus der Parteizugehörigkeit auf Kriminalität zu schliessen sondern eher auf die Einstellung zu hemmungsloser egoistischer Gier.
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    • 7immi 31.08.2016 10:08
      Highlight ok, ich sehe, du hast dir dein weltbild schon geschaffen. ich befürchte, du wirst einmal böse erwachen, denn bei allen politischen richtungen gibt es kriminelle, auch bei der ach so perfekten linken seite des parlaments. bei uns im dorf gibt es auch ein entsprechendes beispiel... gier ist menschlich und nicht politisch.
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Vermisst jemand seine Katze? Sie fährt gerade S-Bahn!

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