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Der 17-jaehrige Carlos beim Kampfsporttraining in Reinach BL, Screenshot aus der Sendung ''Reporter'' vom Sonntag, 25. August 2013 des Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Die Resozialisierungsmassnahmen des 17-jaehrigen Zuerchers , welcher durch einen Fernseh-Dokumentarfilm unter dem Pseudonym

Der damals 17-jährige Carlos beim Kampfsporttraining in Reinach BL Bild: SRF

Untersuchung zeigt: «Carlos» wurde «diskriminierend und erniedrigend» behandelt

03.07.17, 14:22 03.07.17, 16:55


Keine Matratze, kein Hofgang, nur mit einem Poncho bekleidet: Zwar wurde der als «Carlos» bekannt gewordene 21-Jährige in der Untersuchungshaft in Pfäffikon ZH teilweise «objektiv diskriminierend und erniedrigend» behandelt, nicht aber konventions- und verfassungswidrig. So lautet das Resultat der Administrativuntersuchung. Dennoch gibt es personelle Konsequenzen.

Nationalraetin und Regierungsratskandidatin Jacqueline Fehr spricht an einer Wahl-Medienkonferenz der SP des Kanton Zuerich in Zuerich am Donnerstag, 5. Februar 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP). Bild: KEYSTONE

Nachdem der Anwalt von «Carlos» Vorwürfe erhoben hatte, sein Mandant sei in der Untersuchungshaft in Pfäffikon schlecht behandelt worden, untersuchte der pensionierte Staatsanwalt Ulrich Weder im Auftrag der Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) die Haftbedingungen des 21-jährigen Schweizers.

Nun liegen die Ergebnisse von Weders Berichts vor. Dieser wurde auch der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter in der Schweiz (NKVF) zugestellt. Eine Stellungnahme steht noch aus.

«Nicht konventions- und verfassungswidrig»

Weder kommt zum Schluss, dass «Carlos» vom 6. bis 26. Januar teilweise objektiv diskriminierend und erniedrigend behandelt worden ist, wie er am Montag vor den Medien in Zürich sagte.

Allerdings zeige eine gesamtheitliche Beurteilung, dass diese Behandlung nicht konventions- und verfassungswidrig war: Gemäss Weder wurde nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention und nicht gegen die Schweizer Bundesverfassung verstossen.

Einerseits fehlte den Aufsehern «eine Diskriminierungs- und Erniedrigungsabsicht». Vielmehr hofften sie, dass «Carlos» sein Verhalten ändert und so auch die Haftbedingungen geändert werden können.

Andererseits macht Weder Sicherheitsüberlegungen für die Haftbedingungen verantwortlich, daneben aber auch eine Überforderung im Umgang mit dem «querulierenden, beschimpfenden, drohenden, renitenten, aggressiven und gewalttätigen» Mann.

Keine Unterwäsche und Matratze

Diskriminierend und erniedrigend ist für Weder, dass «Carlos» nicht auf den Hofgang durfte, ab dem 14. Januar keine Matratze mehr hatte und deshalb auf dem Boden schlafen musste, nur mit einem Poncho bekleidet war, keine Unterwäsche trug, immer Fussfesseln anhatte und nie duschen durfte.

Nicht zu beanstanden sind gemäss Weder die Einzelhaft, die Einschränkung des Besuchsrechts und das Verweigern von Lese- und Schreibmaterial. «Carlos» erhielt zudem grundsätzlich das gleiche Essen wie die anderen Gefangenen – bloss, sofern möglich, zwischen Brotscheiben serviert. Denn Geschirr konnte ihm nicht gegeben werden: Er zerstörte es oder verstopfte damit das WC.

Zelle nur zweimal geöffnet

Weder gab ausserdem zu bedenken, dass das Verhalten von «Carlos» eine «derartige Intensität und Hartnäckigkeit aufwies, wie es selbst jahrzehntelang im Haftvollzug tätige Mitarbeiter noch nie erlebt hatten».

Weder sprach von Drohungen mit Gewalt, mehrfachen Todesdrohungen, Spucken aber auch Sachbeschädigungen. So hatte der 21-Jährige, der momentan in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist, beispielsweise WC- und Lüftungsgitter verstopft. Diese Umstände würden die Haftbedingungen zwar nicht rechtfertigen, aber doch erklären.

«Es wurden Fehler gemacht»

Regierungsrätin Jacqueline Fehr, die am 7. Februar von den Vorwürfen erfuhr, sprach im Fall «Carlos» von einer neuen Dimension von Gewalt und Renitenz. Zudem wehrte sie sich gegen das Bild von «Carlos» als Opfer. «Er ist ein Gewalttäter», sagte sie. Das sei mehrfach vor Gericht festgestellt worden.

Gutachter hätten eine schwere dissoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, die in der Ausprägung und in Kombination mit anderen Defiziten es ihm bisher unmöglich machen, sein Aggressionspotenzial unter Kontrolle zu bringen und aus den Fehlern zu lernen.

Fehr gab aber zu, dass auch von Seiten Justiz Fehler gemacht worden sind, verneinte aber strafrechtlich relevante Handlungen. Die am schwersten wiegende Missachtung ist für Fehr die während Tagen fehlende Matratze.

Sie hat deshalb Massnahmen angeordnet, die teilweise bereits umgesetzt worden sind. So brauche es Sicherheitszellen, die nicht verwüstet werden können. Fehr spricht von 1 bis 2 Zellen im ganzen Kanton – für «Extremfälle».

Eine weitere Massnahme ist personeller Natur: Der Leiter des Untersuchungsgefängnisses Pfäffikon wird ersetzt. Die Trennung erfolgte einvernehmlich, wie Fehr betonte. Der Gefängnisleiter, der damals ganz neu im Amt war, will sich neu orientieren. (sda)

Video: reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 04.07.2017 08:35
    Highlight Unseriös einseitig die Darstellung hier. Schlechter Journalismus. Andere Zeitungen haben wenigstens noch berichtet, dass Carlos wieder extrem gewalttätig geworden war und einen Gefängnisaufseher spitalreif geprügelt hat.
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/verbrechen-und-unfaelle/carlos-schlug-schon-wieder-zu/story/12795309
    32 7 Melden
  • Angelo C. 04.07.2017 03:43
    Highlight Unverständlich, diesen alten Käse aufzuwärmen, weil man seit drei Tagen ja weiss, dass Carlos in der JVA Pöschwies soeben einen Aufseher spitalreif geschlagen hat, dies nachdem er schon vor drei Wochen vehement auf einen Mitinsassen losgegangen war.

    Dieser seit Jahren unverbesserliche Schläger und Messerstecher gehört vorerst in die kleine Verwahrung (5 Jahre), wonach auf Grund des Verhaltens entschieden werden sollte, ob man da noch etwas drauflegt, oder ihn einmal mehr mal probeweise auf die Menscheit loslässt, in die vorläufige (bedingte) Freiheit entlässt.
    38 3 Melden
    • Saraina 04.07.2017 09:26
      Highlight Dass er seitdem wieder gewalttätig wurde, ändert nicht die Regeln im Vollzug, und nicht sein Recht auf Gleichbehandlung. Zumal der beklagte Vorfall vor seiner letzte Bestrafung geschah. Seitdem gab es eine Verhandlung, bei der zum Erstenmal das Wort "Verwahrung" gefallen ist, und die beiden von dir erwähnten Vorfälle. Carlos sitzt jetzt in der Psychiatrie und bewegt sich deutlich Richtung Verwahrung.
      9 14 Melden
  • dergraf 03.07.2017 23:32
    Highlight Für Carlos gab es mal eine Therapie, nicht günstig, aber erfolgreich. Gürbner, Leiter der Jugendanwaltschaft, musste sich damit brüsten.
    Die Medien, wie immer, der Blick voran, begann die Hexenjagd, politisch von rechts unterstützt.
    Heute haben wir einen Carlos, der offenbar gemeingefährlich ist und nun noch viel mehr Geld kostet, als wenn man ihn mit seiner Jugendtherapie in Ruhe gelassen hätte.
    Die Hetzer von damals sind jene von heute und sind glücklich, dass sie schon damals wussten, dass sie recht hatten. Und die nicht bessere Presse freut sich, dass sie wegen Carlos Klicks haben.
    Krank!
    19 34 Melden
    • Karl33 04.07.2017 08:48
      Highlight Die Therapie für Carlos war erfolgreich? Aber er schlägt ja in regelmässigen Abständen Menschen krankenhausreif. Was genau meinst du mit erfolgreich?
      30 9 Melden
    • pachnota 04.07.2017 08:50
      Highlight dergraf
      Sie geben also der abgebrochenen Therapie die Schuld, das C ein gefährlicher Gewalttäter ist..?

      Alles und jeder ist heilbar, wenn man nur genug Kohle reinsteckt.
      So einfach kann linke Sozialromantik sein?
      27 10 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 10:35
      Highlight Das traurige an dem Fall ist, dass die Verschlimmerung eintrat, weil den Pöbel das Geld reute. Auch ich habe keine 26'000 im Monat, aber auch der normale Strafvollzug ist nicht billig und Carlos kostet heute nicht weniger, Futterneid hat hier def. nichts verloren. V.A. gibt es kaum Hoffnung auf Besserung.. Gespart wird also gar nichts, im Gegenteil. Für Carlos ist der Zug wohl definitiv abgefahren, ihn erwartet ein Leben hinter Gittern. Kurz: das Ende des Sondersettings, das der Pöbel ums Verrecken haben wollte, hat nur geschadet.
      11 10 Melden
    • Slavoj Žižek 04.07.2017 11:27
      Highlight Die Botschaft ist also: Einfach genug Gewalt gegen Menschen anwenden, dann bekommst du eine gratis Wohnung und rund um die Uhr Betreuung?
      11 6 Melden
    • pachnota 04.07.2017 17:35
      Highlight Citation Needed

      Das Opfer, mit lebenslanger geundheitlichen Leiden, wird mit 3600.- abgespiesen?

      WTF..!!!

      siehst du nicht, das diese "Sondersettings" die den Gewalttäter erst noch zu Kampfmaschiene umfunktionieren, schlicht und einfach, eine moralische OBSZÖNITÄT darstellen?
      Ach dann,wenn sie rechtlich i.O. sind?
      4 6 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 17:48
      Highlight o.o: Das ist die Logik des Pöbels. Dabei würde wohl niemand freiwillig mit Carlos tauschen wollen. Auch nicht mit einem Flüchtling, einem Sozialfall oder sonstwem, den die Wutbürger jeweils um die staatlichen Gelder beneiden. Gemeiner, dummer Futterneid halt. Niedrigste Schublade, nach ca. Kindergarten sollte damit Schluss sein. Sollte.
      9 9 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 18:07
      Highlight Karl33. Die Therapie wurde verfrüht abgebrochen, Sie erinnern sich. Bis dahin war Carlos stabiler gewesen als je zuvor. Also kann von erfolgreich gesprochen werden.
      Ob die Therapie ohne den Abbruch zu dauerhaften Erfolgen geführt hätte kann man nicht mit Sicherheit sagen, sowas zeigt sich erst mit der Zeit. Sie war aber immerhin auf gutem Weg. Was man aber mit Sicherheit nicht sagen kann ist, dass die Therapie nutzlos war, denn sie wurde nicht beendet. Pack mal nach 2 Wochen ein Bein aus, das für 6 Wochen eingegipst war und gib dann dem Gips die Schuld, wenn es nicht hält. Wär dumm, oder?
      8 7 Melden
    • Echo der Zeit 04.07.2017 20:20
      Highlight @dergraf - Sie haben Absolut Recht - aber auch Gürbner trägt schuld, er hat Carlos den Medien Präsentiert. Die Kosten Explodierten erst Richtig nach dem Ende des Sondersettings. Mit wärs wohl Billiger geworden.
      9 3 Melden
  • marcog 03.07.2017 23:18
    Highlight Bei einem solchen renitenten Querolanten ist es halt schwer die Menschenrechte zu berücksichtigen. Aber das ist nicht die Schuld vom Rechtsstaat.
    25 9 Melden
  • pachnota 03.07.2017 23:12
    Highlight Hätte die Schweiz ihr eigenes Raumfahrtprogramm, könnte man Carlos auf den Mond schiessen, und versuchen, dort anzusiedeln.
    Wie in eine SF Roman halt,...aber es kommt noch soweit.
    22 6 Melden
  • pachnota 03.07.2017 21:37
    31 14 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 22:11
      Highlight Darum geht es doch nicht. Was hat dieser Uralt-Artikel hier zu suchen? Genausogut kannst Du den Typen zitieren, der kürzlich von Carlos angegriffen wurde. Carlos ist gemeingefährlich. Das bestreitet niemand. Dadurch verliert er aber nicht seine Rechte. Und wenn man ihm seine Rechte zugesteht, mindert das weder seine Schuld noch seine Gefährlichkeit.
      In Sachen Strafrecht haben es einige wirklich noch nicht übers Mittelalter hinaus geschafft..
      38 37 Melden
    • pachnota 03.07.2017 22:33
      Highlight Citation Needed..Uralt Artikel?
      Das Opfer wird aber ein Leben lang an den Folgen der Messerstiche leiden.

      Wie kommst du dazu, diesen brutalen Täter, zu supporten, nur weil er sich beklagt, das mann ihm seine Matzratze nicht ersetzt hat, die er zuvor demoliert hat?

      Gehts noch???
      29 10 Melden
    • silverstar 03.07.2017 22:54
      Highlight Ja, leider werden die Opfer schnell vergessen.

      Alles gute, an den Jungen Mann, der niedergestochen wurde.
      25 3 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 06:45
      Highlight Pachnota, Du checkst nicht, worum es mir geht. Selbst wenn Carlos 50 Matratzen aufschlitzt: er soll so bestraft werden, wie es das Gesetz für seine Tat(en) vorsieht. Das ist nicht Support des Täters, sondern des Justizsystems. Wir können nicht willkürlich strafen, darum hat jeder das Recht, Haftbedingungen einzuklagen. Gut so.
      Das will dem schäumenden Pöbel nicht in die Birne, schon klar, aber anders geht's nicht.

      Das waren noch Zeiten, als Täter an den Pranger gestellt wurden und man Eier und Steine schmeissen durfte, nicht wahr.
      13 21 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 07:03
      Highlight PS: ja, die Opfer gehen zu oft vergessen. Es gibt auch Opfer von z.B. Pädophilen, denen können wir nie gerecht werden. Ist leider so.
      Aber angenommen, der Junge hätte Glück gehabt und nur einen Kratzer abbekommen. Wäre dann Carlos' Tat weniger schlimm? Nein, er hat den Jungen grundlos hinterrücks mit einem Messer angegriffen, DAS ist hochgefährlich, das ist die Tat, die bestraft wird. Dass das Opfer Schäden davonträgt ist tragisch. Aber abgenommen, er wäre mit Glück unverletzt geblieben: hätte man Carlos dann freilassen müssen? Natürlich nicht. Also gilt auch nicht das Gegenteil.
      9 10 Melden
    • pachnota 04.07.2017 09:16
      Highlight Citation Needed
      Wir sind hier in der Schweiz. Glaub mir deinem Schützling geschieht überhaupt nichts böses. Die Strafen sind hierzulande bekanntlich mild und die Gefängnise komfortabel.

      Auch wenn dieser Typ seine Zelle demontiert, und sich danach noch beklagt.
      Und wenn er dafür noch einen Mitleid heischenden Artikel bekommt.
      Dann nervt dies allerdings.

      Das C fair behandelt wird, daran besteht wohl ja kein zweifel.
      Aber wieso verschwendest du Zeit um solche Typen noch zu Supporten?

      Wir sind ja nicht in der Türkei.
      C ist in Sicherheit.
      12 10 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 09:40
      Highlight Pachnota, ja, wir sind in der Schweiz, darum erwarte ich Rechtstaatlichkeit. Die Haftbedingungen soll man überprüfen, das ist der CH-Justiz nur würdig.

      Dass es überhaupt soweit kam im Fall Carlos hat aber gerade damit zu tun, dass er NICHT fair behandelt wurde, da gab ihm das Bundesgericht sogar Recht: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Bundesgericht-gibt-Carlos-recht/story/20630245
      Befass dich mit dem Fall statt dich in Empörung zu ergehen.

      Ich supporte nicht Carlos, sondern antworte Leuten wie Dir, die nichts vom CH-Justizsystem verstehen. Ist aber tatsächlich Zeitverschwendung.
      12 15 Melden
    • pachnota 05.07.2017 12:34
      Highlight Citation Needed
      Noch als Nachtrag.

      Offenbar sind diese "Sondersettings" auch unter Experten umstritten.
      Diese Kampfsport "Settings", wird es wohl im Zukunft nicht mehr geben.

      http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Ein-Kampfsportler-kann-gezielter-zuschlagen--19722682

      Nur desshalb, weil sie ja durchblicken lassen, dass, hätte man das "Sondersetting" weiter laufen lasse, ev. ja alles anders gekommen währe.
      Laut Studien, also eher unwahrscheinlich.
      2 3 Melden
    • Citation Needed 06.07.2017 11:09
      Highlight Pachnota: Das Sondersetting hätte weiterlaufen müssen, weil es auf Abmachungen und Regeln beruhte, die Carlos einhielt. Ich spreche mich dabei nicht für Kampfsport als Resozialisierungsmassnahme aus, sondern dafür, dass der Staat nicht einfach seine eigenen Regeln brechen darf. Mind the difference!
      Der Abbruch hatte ja nichts mit Carlos' Verhalten zu tun (oder mit Sinn/Unsinn von Boxen), sondern mit dem Medienskandal und damit, dass Riesen und Graf ihren Arsch retten wollten.
      Bezüglich Kampfsport sehe ich es wie Killias, aber die Hauptprobleme im Fall Carlos betreffen echt nicht das Boxen!
      1 0 Melden
  • Rubby 03.07.2017 21:27
    Highlight Der arme carlos wurde misshandelt???....ahaaa und seine opfer???....die hat er nicht misshandelt..???...seine zelle hat er nicht demoliert..??? Die aufseher hat er nicht angegriffen???....und bespuckt..???.....ach so ja dann lügen ja alle weil die den lieben carlos in ein schlechtes licht rücken wollen..???....ohje dann wirds aber höchste zeit, dass der carlos aber super schnell und first class in den urlaub geschickt wird...am besten zum ballermann...da darf er sich so richtig austoben...alles klar??);););
    51 24 Melden
    • roger_dodger 03.07.2017 21:41
      Highlight Langsam reicht es endlich! Randaliert auch noch im Knast und kostet dann den Steuerzahler noch Geld weil er Verfahrenskosten verursacht weil er sich ungerecht behandelt fühlt.
      Bitte möglichst schnell ein Sondersetting in einem Knast in Texas organisieren, dann kommt er mal auf die Welt.
      52 15 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 09:29
      Highlight Roger, er wurde ungerecht behandelt. Damals (als der Skandal hochkochte) wurden aus 'sachfremden Gründen' juristisch nicht nachvollziehbare Entscheide gefällt. Zu seinem Nachteil.
      Sogar das Bundesgericht gab Carlos recht. Er hatte die Regeln befolgt, wurde aber trotzdem der öffentlichen Meinung geopfert. Wie sollte gerade er, mit so problematischen Hintergrund, so ein Unrecht wegstecken? Seine Reaktion (Randalieren) war dumm, aber verständlich. Er hat's verbockt, aber viele andere trugen viel dazu bei!
      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Bundesgericht-gibt-Carlos-recht/story/20630245
      8 18 Melden
    • DerTaran 05.07.2017 00:15
      Highlight Es geht hier nicht um Carlos, sonder darum, das der Staat und seine Bediensteten sich an Regeln halten müssen. Und das ist für uns alle wichtig!
      5 0 Melden
  • Citation Needed 03.07.2017 20:08
    Highlight Die Rüge erfolgte zurecht. Wenn mir meine Betreuer sagen, das ist der Deal, halte Dich dran, dann erwarte ich nicht eine Haftverschärfung, sondern das alles so bleibt wie abgemacht, wenn ich mich dran halte. Carlos wurde nicht wegen eigenem Verschulden aus dem Sondersetting rausgeholt. Das geschah wegen dem medialen Druck. Da haben wichtige Leute Schiss um ihre Karriere/Wiederwahl gekriegt und den Jungen willkürlich der öffentlichen Meinung geopfert. Das war nicht sauber, egal wie aussichtsreich/-los der Fall Carlos war/ist.
    18 78 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 20:54
      Highlight PS: das mit dem Deal bezieht sich auf das Sondersetting, VOR der Haft, um die es im Artikel geht. Und dafür erfolgte eine Rüge aus Lausanne.. die Umstände, die zur Inhaftierung führten, dürften nicht wenig dazu beigetragen haben, dass sich Carlos danach wie eine gesengte Sau aufführte. Eh oui, und wenn die Haft nicht regelkonform war, dann darf man das einklagen, wo ist das Problem? Auch hoffnungslose Fälle haben Rechte, hierzulande wenigstens... und das ist gut so.
      18 40 Melden
  • C-Cello 03.07.2017 19:13
    Highlight Wie lange will sich die Justiz von diesem Idio... noch verarschen lassen?
    71 10 Melden
  • Schläfer 03.07.2017 18:03
    Highlight Wir werden wohl noch lange von dem hören. Könnte mir vorstellen das es ihn nach Syrien ziehen wird wenn er raus kommt. Oder dann läuft er hier Amok. Dieser Fall ist echt ein Paradebeispiel dafür, was in Sachen Resozialisierung von seiten des Staates alles falsch laufen kann.
    67 21 Melden
  • Chrigi-B 03.07.2017 17:34
    Highlight Ab auf eine abgeschiedene Alp. Im Wallis und Graubünden hat es genügend Bergbauern, da kommst du zu Fuss nicht in unter 2 - 3 Stunden in die Nähe der Zivilisation. Soll er seine überflüssige Energie doch mit harter Arbeit ablassen. Wann wird eigentlich eine Verwahrung für solche Hohlköpfe in Betracht gezogen? Das der Herr in absehbarer Zukunft erneut auf unseren Strassen unterwegs sein wird, scheint mir keine gute Idee.
    58 14 Melden
    • Pedro Salami 03.07.2017 18:46
      Highlight Du meinst irgend ein Bergbauer würde den nehmen? Die haben wohl genug mit Existenz-Sorgen, die brauchen kaum noch weitere Probleme...
      71 1 Melden
    • Saraina 03.07.2017 19:38
      Highlight Chrigi-B: sei froh, dass es hierzulande etwas dauert, bis Einer verwahrt wird. Übrigens wurde diese Möglichkeit bei der letzten Gerichtsverhandlung erstmals angesprochen - und seither hat Carlos einen Aufseher verletzt. Die Uhr tickt durchaus. Für Massnahmen wie Bergbauer oder Hochseeschiff wird es bei Carlos nicht mehr reichen, zudem ist er jetzt ja volljährig. Der Fall ist Anlass zum Nachdenken darüber, dass es Menschen gibt, die für die Gesellschaft nicht mehr zumutbar sind - und die eigentlich nichts dafür können.
      25 3 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 20:20
      Highlight Agreed, Saraina! Als noch Zeit war, Carlos hinzubekommen, haben einige Leute, die es besser wissen müssten, kalte Füsse gekriegt und ihn per Willkürentscheid aus dem Sondersetting in Haft versetzt. Kosten tut er die Gesellschaft so oder so, aber zumindest bestand im Sondersetting Aussicht auf Besserung. Die ist seither wohl dahin. Und: ihm wurde Unrecht getan, das muss man anerkennen, auch wenn er inzwischen ein hoffnungsloser Fall ist.
      12 26 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 21:52
      Highlight Sorry. Bei allem Glauben an Resozialisierung. Aber einen Gewalttäter zu einem anderen Gewalttäter in den Kickboxunterricht zu schicken war eine hirnrissige Idee.
      35 6 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 23:51
      Highlight Asmodeus, das Sondersetting bestand ja nicht nur aus Kickboxen und der Kickboxunterricht ist auch nicht die Wurzel des Problems. Carlos hatte ja schon bevor er Kampftraining erhielt jemanden niedergestochen. Mir geht es um den Volkszorn (ich zahle nicht weniger Steuern, seit das Sondersetting gekippt wurde, Du etwa?) und die schwache Reaktion der Jugendanwaltschaft/Justizdirektion darauf. Dann lief die Situation richtig aus dem Ruder. In diesem Fall wurde viel Mist gebaut, und eben nicht nur von Carlos.
      10 11 Melden
  • Lowend 03.07.2017 16:59
    Highlight Ein Bericht stellt fest, dass eine Person von einer staatlichen Institution "diskriminiert und erniedrigt" wurde und alles was man hier lesen kann, sind Hasskommentare von einschlägig bekannten Hasspredigern, die das Opfer dieser staatlichen Misshandlungen diskriminieren und erniedrigen.

    Ich bete dafür, dass diese Hasssäher selber mal am eigenen Leib erfahren müssen, was es heisst vom Staat erniedrigt und diskriminiert zu werden und wetten dass dann ihre politisch motivierten Hasspamphlete anders ausfallen würden!
    27 98 Melden
    • Ire&ZaES 03.07.2017 18:57
      Highlight Was du schreibst glaubst du ja wohl selber nicht?? Das Verhalten dieses Individuums ist unter aller Sau! Sorry aber es hat ihn niemand gezwungen Straftaten zu begehen und sich so zu verhalten.
      Aber ja, armes armes Opfer der Justiz...Der Rest ist ja egal...
      Hier läuft einiges schief!
      60 16 Melden
    • Lowend 03.07.2017 19:33
      Highlight "Hängt ihn höher!" schreit ein wütender Mob, -"Und alle die gegen staatliche Willkür sind gleich mit ihm!" quitscht ein grässlich verstimmtes Cello mit ihnen.
      26 39 Melden
    • poga 03.07.2017 21:21
      Highlight @Ire&ZaES doch der Lowend glaubt das wirklich.

      20 5 Melden
    • pachnota 03.07.2017 21:21
      Highlight https://www.blick.ch/news/jetzt-spricht-das-opfer-von-carlos-ich-traue-ihm-alles-zu-id2422577.html
      14 11 Melden
  • Boston5 03.07.2017 16:49
    Highlight Es gibt doch so ein Schiff für solche hoffnungslose Fälle...
    17 11 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 21:18
      Highlight Nein, gibt es nicht mehr. Das Sondersetting war der letzte Versuch. Aber da zu teuer (so die dumme öffentliche Meinung) blecht man lieber ein Leben lang für weniger aussichtsreiche Vollzugsmassnahmen, was unterm Strich wohl einiges teurer kommt, aber die kochende Volksseele erfordert halt schnell und kurzfristig Kühlung.
      15 16 Melden
  • x4253 03.07.2017 16:33
    Highlight Ob er jemals sozialisiert werden kann bezweifle ich stark. Der braucht Hilfe, und zwar dringend. Nur wird er sich nicht helfen lassen.

    Outsourcing ist ja noch immer top aktuell, ev könnte man ja auch entsprechende Kapazitäten für besonders renitente Häftlinge im Ausland einkaufen.

    Natürlich nur wenn die Häftlinge nach vertretbaren Standards untergebracht werden.
    24 37 Melden
    • Pupsi 03.07.2017 21:00
      Highlight Ich denke nicht, dass "chorny delfin" die richtige wahl ist. Wenn ich den Artikel lese, unterscheidet sich carlos nicht von den psychiatrischen patienten, die ich therapiere. Er scheint psychiatrisch auffällig und gehört meines Erachtens deshalb auch in einen psychiatrische Institution, wie es nun der fall ist.
      14 1 Melden
    • x4253 04.07.2017 00:23
      Highlight Das war auch nicht wirklich ernst gemeint.

      Aber ich stimme dir zu, ein Gefängnis ist wohl ebenfalls nicht der richtige Ort, denn er braucht Hilfe. Und zwar dringend
      5 2 Melden
  • iNo 03.07.2017 16:28
    Highlight Oh der arme Junge... Der kann nach alledem was er abgezogen hat, froh sein, dass er nicht bis zum Ende seines Lebens weggesperrt wird.
    123 24 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 20:27
      Highlight Egal was er getan hat, wenn die Justiz Fehler machte, gehört das aufgeklärt. Und das passiert hier. Dagegen habe ich nichts einzuwenden.
      18 12 Melden
  • MaxM 03.07.2017 16:15
    Highlight Interessant ist, dass es anscheinend nur die wenigsten Leser beunruhigt, dass es im Justizdepartement Menschen gibt, die innerlich bereit sind, die Grenzen zu überschreiten.
    Die Meisten scheinen hier der Meinung zu sein, dass der Betroffene eine solche Behandlung entweder verdient oder mindestens selber provoziert hat.
    Sind Sie jedoch sicher, dass ein Beamter, falls sein Verhalten JETZT nicht verurteilt wird, das nächste Mal ebenso nicht gleich handelt? Evtl. wenn Sie mal persönlich betroffen sind? Naja, "Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte"...
    40 131 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 16:49
      Highlight Lieber Max.
      Wenn sich jemand so daneben benimmt wie Carlos, dann ist es normal, dass man zur einzigen Möglichkeit greift die einem einfällt.

      Carlos wurde nicht gefesselt und verprügelt. Er wurde nicht mit Elektroschocks traktiert oder für mehrere Tage in Dunkelhaft ohne Essen gesetzt.

      Da wurden die FCB-Fans nach Altstetten schlimmer behandelt als dieses weinende Bubi. DAS war der grössere Skandal.
      56 9 Melden
    • sdv520 03.07.2017 16:50
      Highlight welche grenzen wurden denn überschritten? es steht ja, dass alles gesetzes und verfassungskonform war. warum da noch diskrimierend und erniedrigend stehen muss, versteh ich echt nicht. von folter steht jedenfalls nichts. sogar in schweizer gefängnissen sind tv und hofgang privilegien und nicht unabdingbare rechte. bin froh, dass wenigstens in diesem fall nur ein paar unbelehrbare automatisch police brutality schreien...
      36 4 Melden
    • Saraina 03.07.2017 17:30
      Highlight Ich glaube dass jeder Mensch, wenn man ihn genügend unter Druck setzt, bereit ist Grenzen zu überschreiten. Die Angestellten des Justizdepartementes sind kaum dauernd mit Schikanieren beschäftigt, sonst gäbe es mehr Beschwerden. Carlos sprengt offensichtlich den Rahmen eines Gefängnisses, zu seinem eigenen Schaden. Denn längerfristig kann und wird die Gesellschaft sein gewalttätiges Verhalten nicht tragen, und eine positive Entwicklung seinerseits steht leider aus.
      44 2 Melden
    • sambeat 03.07.2017 17:52
      Highlight Nach allem, was der getan hat, hat er es DEFINITIV provoziert.
      Und verdient: Ja, das auch. Und das ist meine persönliche Meinung.
      35 6 Melden
    • Tilman Fliegel 03.07.2017 17:57
      Highlight Nun provoziert hat er das schon, würde ich sagen. Aber trotzdem nicht verdient. Das ist ein feiner Unterschied, finde ich.
      14 22 Melden
    • Saraina 03.07.2017 19:31
      Highlight @Rendel: erlaubt ist es natürlich nicht, sich von jemandem provozieren zu lassen, und dann nicht mehr im Griff zu haben. Aber manchmal machen Menschen in dieser Situation Dinge, die nicht erlaubt sind. Und das hätte Carlos eigentlich wissen können....

      Im Übrigen wurde er ja nicht geschlagen. Das Gefängnispersonal hat nur versäumt, jedes Mal wenn er TV, Geschirr und Matratze zerstört hat, neue nachzuschieben. Und das mit den Fussfesseln verstehe ich gut. Das Personal hat nämlich das Recht, sein eigenes Leib und Leben zu schützen. In der Psychi wird es Carlo nicht besser gehen.
      22 1 Melden
    • Saraina 03.07.2017 19:53
      Highlight Man könnte auch fragen: auf wieviele Matratzen hat ein Häftling ein Anrecht? Eine pro Woche? Täglich eine? Mehrere am Tag, falls es ihm gelingt, mehrere zu vernichten?

      Es wurde ihm nicht die Matratze das Geschirr oder der TV verweigert, sie würden nur nicht ersetzt, als er diese Dinge zerstörte.
      23 1 Melden
    • Saraina 03.07.2017 20:27
      Highlight Wie beurteilst du denn die Hochsicherheitstrakte der forensischen Psychiatrie, Rendel? Kennst du den in Rheinau? Ist dort der Mensch menschenwürdig untergebracht? Was ist mit der Zwangsmedikation, die auf Menschen wie Carlos wartet?

      Die Frage von Yallux stellt sich durchaus, und sie wird im Sinne des Schutzes der Mehrheit beantwortet.
      11 1 Melden
    • Saraina 03.07.2017 22:15
      Highlight Dass die Behandlung durch das Personal gegen die Vorschriften war, und dass Carlos Recht auf gleiche Behandlung wie die anderen Gefangenen hatte, ist ja die Aussage des Artikels und das Ergebnis der Untersuchung.

      Mir geht es auch darum, dass Carlos nicht der Einzige ist, der bei völliger Überforderung die Fassung verlieren kann - nur ist es bei ihm abnormal schnell und heftig der Fall.
      7 3 Melden
  • Asmodeus 03.07.2017 16:11
    Highlight Dieser Carlos ist leider definitiv nicht der intelligenteste Junge unter dem Himmel.

    Als er in den Zeitungen war und sein Sondersetting verlor, wurde er von allen Seiten extrem beobachtet. Und was macht er? Randaliert, verziert die Wände mit Essen (und anderen Dingen), setzt das Zimmer unter Wasser und erweist allen anderen, bei denen ein Sondersetting auch etwas nützt, einen Bärendienst.

    Der Bub erleidet keine Folter sondern nur die Folgen seines viel zu grossen Temperaments und seiner Unfähigkeit seine Taten vorher zu durchdenken.

    Wäre er doch einfach nur ruhig und intelligent geblieben.
    118 12 Melden
    • Saraina 03.07.2017 17:34
      Highlight Du gehst davon aus, dass Menschen durchwegs erstmal ruhig und intelligent sind, und dann auf Abwege geraten. Leider ist das nicht so. Es gibt Menschen, welche die Option ruhig und intelligent nicht haben, oder nur schwer dazu finden. Das ist auch nicht wirklich eine Willensfrage, weil kaum jemand sich willentlich für die Option "völlig verpfuschtes Leben aber stark" entscheiden würde. Wie es aussieht, erlebt sich Carlos verzerrterweise als Opfer, und nicht als der Täter, der er ist.
      20 2 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 20:36
      Highlight Asmodeus, warum verlor er sein Sondersetting? Er kooperierte, hielt sich an die Abmachungen. Er wurde wegen justizinternen Weicheiern da rausgeholt, weil die Öffentlichkeit Druck machte. Dass er nach sowas erst mal ziemlich durchrastet wär sogar bei weniger problematischen Fällen als ihm wenig überraschend.
      5 9 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 21:55
      Highlight @Citation
      Er verlor das Sondersetting weil der Anwalt der es ihm verschafft hat ein Selbstdarsteller war der zu naiv war die Reaktionen hervorzusehen.

      Aber danach lag es an ihm sich wie die Axt im Walde aufzuführen. Und wenn er dermassen geistige Probleme hat, dass er dermassen austickt, dann war ihn noch mehr in Kampfsport auszubilden eine gemeingefährliche Idee.


      Ich bin absolut für Resozialisierung aber ich glaube nicht, dass sie bei ihm etwas bringt und ganz ehrlich, der Kampfsportclub in dem er war, hat selber genug Dreck am Stecken, dass es doppelt dämlich war ihn dorthin zu schicken.
      10 4 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 06:30
      Highlight Ungefähr. Gürbers Selbstdarstellung zog einen Shitstorm nach sich und Verantwortliche im Justizwesen knickten ein und brachen das Sondersetting ab. Wenn ich bei der Kindererziehung Regeln aufstelle und die Kinder bestrafe, obschon sie die Regeln befolgten (weil die Nachbarn plötzlich dreinreden), dann braucht es seitens der Kids schon enorme Reife und Besonnenheit, nicht aufzubegehren? Klar machen sie so alles nur schlimmer, aber ohne klare Regeln und Verlässlichkeit funktioniert Erziehung nicht, Resozialisierung genausowenig. Carlos' Reaktion war falsch, aber zu erwarten.
      3 2 Melden
    • Asmodeus 04.07.2017 09:35
      Highlight Aber jetzt ernsthaft. Wenn er so direkt austickt, wie gross war die Chance, dass die Massnahmen jemals greifen würden?
      Oder sollte man ihn ein Leben lang betreuen?
      Immer im Hinterkopf wissend, dass er eine Provokation entfernt von einem Totschlag lebt?
      3 2 Melden
    • Saraina 04.07.2017 11:06
      Highlight Asmodeus: man wird ihn so oder so sein Leben lang betreuen, wenn's nicht anders geht halt in der Hochsicherheitspsychiatrie. Das ist nicht günstig. Da lohnt es sich schon, bei Jugendlichen alle Hebel in Bewegung zu bringen um zu versuchen, ihn noch auf eine vertretbare Bahn zu bringen. Tatsächlich hat er im Sondersetting Fortschritte gemacht, der Shitstorm dürfte dann ein- für allemal dazu geführt haben, dass er die Welt nur noch als feindselig wahr nimmt.
      Klar ist er das Problem. Nur, er hat eine Diagnose, die Shitstormer finden sich gesund... Aber hilfreich waren sie nicht.
      5 1 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 18:22
      Highlight Asmodeus: also mal versuchsweise wen ungerecht behandeln und wenn er austickt, dann ist er ein hoffnungsloser Fall? Nettes Diagnosewerkzeug, das Du da aus der Ferne und im Nachhinein anwendest. Darf ich raten, Du hast eher wenig mit problematischen Entwicklungen im Jugendalter zu tun, nicht wahr? Carlos ist kein Normalfall, bei weitem nicht. Grundsätzlich brauchen Jugendliche oft mehrere Anläufe, also auch er. Überlass doch die Urteile den Fachleuten, denn ich denke nicht, dass Du hier nur annähernd qualifiziert bist.
      2 1 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 18:25
      Highlight Saraina: wiedermal dickes Kompliment für Deine Klugheit und Vernunft.
      2 0 Melden
    • Asmodeus 04.07.2017 21:40
      Highlight @Citation
      Ich habe mehr als genug Erfahrung im Bereich Psychologie.
      Ich bin nicht per se gegen ein Sondersetting. Aber dieses Sondersetting war einfach nicht durchdacht.

      Nicht diese Form des Kampfsports und besonders nicht an diesem Trainingsort.
      Dazu kommend, dass auch die Firma die hinter der Betreuung stand, eher an der eigenen Bereicherung war.

      Das Ergebnis ist nun ein gestörter Mann der wohl sein Leben lang eine ernsthafte Bedrohung für die Aussenwelt sein wird. Zumindest in der Schweiz wo er immer im Fokus der Medien stehen wird.
      1 3 Melden
    • Saraina 05.07.2017 08:50
      Highlight Asmodeos, ehrlich, so än Quatsch! Carlos kann nicht lesen oder schreiben. Nicht wegen dem Sondersetting, sondern weil er schon nicht beschulbar war. Er war gestört von Kindheit an. Google mal "dissoziale Persönlichkeitsstörung". Und weil er nicht fähig! ist, auf Bestrafung zu reagieren, wurde ihm mit Belohnung als Konsequenz für richtiges Verhalten die Möglichkeit geboten, sich zu entwickeln. Das hat gut geklappt, und er hat seinen Lehrer geschätzt, ihm gehorcht und Fortschritte gemacht.
      Kampfsportler wäre immerhin ein möglicher Beruf für ihn gewesen, wenn er sich in den Griff gekriegt hätte.
      3 1 Melden
    • Asmodeus 05.07.2017 12:43
      Highlight @Saraina
      Aber wir sind uns doch einig, dass es eine blöde Idee war ihn in eine Kampfsportschule zu schicken die alles andere als Lupenrein ist?

      Shemsi Beqiri ist kein unbeschriebenes Blatt und das ganze Umfeld ebenfalls nicht.
      Da wurde ein Junge mit dissozialer Störung zu einem Kriminellen in ein bandenähnliches Umfeld geschubst.

      Moll. Gute Idee.

      0 3 Melden
    • Saraina 06.07.2017 00:35
      Highlight Nein, wir sind uns nicht einig.
      2 1 Melden
    • Citation Needed 06.07.2017 10:25
      Highlight Asmodeus: Dass man Beqiris Schule wählte wird im Nachhinein kritisiert, vor Abbruch des Settings aber schien genau diese Schule den schwierigen Mix aus Bandenromantik, die aber doch rechts- und sozialkonform ist, zu bringen.
      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Ein-junger-Mann-namens-Carlos/story/14728617
      Kampfsport hin oder her, mir geht/ging es weniger um Details des Sondersettings als um die Jugendstaatsanwaltschaft, die unter dem öffentlichen Druck eine krasse Fehlentscheidung traf, zum Leidwesen aller. Billiger ist es nicht, das Vertrauen ist weg, die Aussicht auf Besserung auch.
      2 0 Melden
    • Citation Needed 06.07.2017 10:40
      Highlight PS: geht aus vorigem Kommentar hervor, aber nochmal deutlich: auch ich bin nicht der Meinung, dass das Setting (mit Beqiri) so falsch war. Es war risky und unkonventionell, aber nichts konventionelles griff, so musste man neue Wege versuchenGerade weil das Jugendstrafgesetz Delinquenten die Möglichkeit sich noch zu ändern attestieren und alles versuchen muss, ihnen einen Weg aus der Straffälligkeit zu weisen.

      Folgender Artikel zeigt m.E. sehr gut, dass die Fehler im Fall C nicht in den Settings zu suchen sind:
      https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/zickzack-kurs-im-fall-carlos-1.18191313
      1 0 Melden
    • Asmodeus 06.07.2017 11:27
      Highlight @Citation
      Man kann die einzelnen Punkte aber nicht voneinander los lösen.

      Dass man ihn nur aufgrund von öffentlichem Druck nicht hätte raus nehmen dürfen ist ein Fakt.
      Die Hetze durch Blick und co. ebenfalls.

      Hier wurde das Sondersetting nicht durch Carlos sabotiert, sondern durch die Behörden.

      Aber das Grundproblem bleibt. Ein geistig gestörter Mann der nun noch gefährlicher ist als er es vor dem Sondersetting war.
      0 2 Melden
    • Citation Needed 10.07.2017 17:49
      Highlight Ich plädiere ja dafür, dass man den Fall nicht einseitig oder isoliert betrachtet. Und gesamthaft gesehen war er im Moment, als der Skandal hochkochte, besser dran als je zuvor/je danach. Keiner kann sagen, wie es gekommen WÄRE, WENN... das ist müssig. Aber man kann nicht einfach alles auf Carlos' Gefährlichkeit oder fehlende Intelligenz schieben (den mit der Intelligenz brachtest Du irgendwo... andere attestieren ihm zwar wenig Schulbildung aber sehr viel Cleverness). Viele andere haben mitgetan, Carlos die Suppe einzubrocken, die er jetzt alleine auslöffelt.
      2 0 Melden
  • dding (@ sahra) 03.07.2017 16:07
    Highlight Vieleicht sollte er zur Strafe und als Gruppentherapie, den neuen Bachelor machen müssen?
    85 9 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 16:50
      Highlight Woahwoahwoahwoah!

      Es gibt Grenzen was man einem Menschen zumuten darf.
      68 8 Melden
  • gege 03.07.2017 16:02
    Highlight Mein Kind hatte auch schon Fernsehverbot. Wusste nicht, dass das bereits unter Folter läuft. Melde mein Töchterchen sofort beim Psychologen an, hoffe es ist noch nicht zu spät.
    126 18 Melden
  • Thinktank 03.07.2017 15:59
    Highlight Carlos ist ja seit seiner Jugend in der Betreuungslandschaft der SP und Konsorten. Sie haben ihn mit 10 Betreuern verhätschelt und zur Killermaschine ausgebildet. Soll die Fehr ihn doch nach Hause nehmen.
    82 74 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 16:50
      Highlight Oh. Der Tank "denkt" mal wieder.
      59 28 Melden
    • rauchzeichen 03.07.2017 17:13
      Highlight differenzieren ist nicht so deins? er hat soziale hilfe nötig, da er sonst austickt. und wer sorgt sich um diese? richtig, die sp. dabei bilden sie keine killermaschinen aus (ist eher ein svp ressort, wenn wir schon undifferenziert sind), sondern versuchen menschen in die gesellschaft zu integrieren. wie mir scheint ist dies in diesem fall besonders schwer. über aufwand dazu und die darauffolgenden kosten lässt sich streiten, meiner meinung nach aber nicht, dass man wenigstens versucht, jedem zu helfen, der sich nicht im griff hat.
      36 30 Melden
    • Chrigi-B 03.07.2017 17:36
      Highlight Das mit dem Thaiboxen scheint mir nicht unbedingt die beste Idee gewesen zusein.

      Ez ganz böse: Carlos würde perfekt in das Muster eines IS Loseres passen, hat es einfach nicht auf die Reihe gekriegt.
      24 6 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 20:43
      Highlight Der Justizbeamte, der im Fall Carlos massgeblich Müll baute war ein SVPler. Ist noch im Amt, soweit ich weiss. Der Grüne (Graf) wurde abgewählt, (der parteilose) Gürber macht glaubich ne Auszeit... So oder so:
      Die meisten Richter in der CH sind FDP, dann CVP, dann SVP. Dann erst SP.
      7 8 Melden
    • Chrigi-B 05.07.2017 11:42
      Highlight Wie lange willst du diesen Müll nach verbreiten? "Die meisten Richter in der CH sind FDP, dann CVP, dann SVP. Dann erst SP." Wie wir unlängst wissen ist die Parteizugehörigkeit bei Richtern nicht repräsentativ für ihre politische Ausrichtung. Es hat weniger SP Richter, da man dort am Meisten abgeben muss. Es hat mehr "Bürgerliche" Richter, da sie dort weniger bezahlen müssen.
      1 2 Melden
    • Citation Needed 06.07.2017 11:20
      Highlight Chrigi-B: den "Müll" habe ich eigentlich bisher eher selten verbreitet, ehrlich gesagt. Nicht meine bevorzugte Platte.
      Wenn aber die ewige Kuscheljustiz-Keule kommt, dann muss man schon festhalten, dass es sich dabei um eine Mär handelt, arg übertrieben von einer Volksseele, die am liebsten eine Art drakonische Scharia hätte und Täter gern ohne Prozess an die Wand stellen, schleifen und vierteilen würde. Sippenhaftung sowieso. Viele fänden auch Lynchmobs cool, denn da kann man selbst Hand anlegen, was ungemein befreiend wäre.
      Dagegen ist schon Kerker bei Wasser und Brot Kuscheljustiz.
      0 0 Melden
  • Phrosch 03.07.2017 15:59
    Highlight Bei dem Typen handelt es sich um einen "querulierenden, beschimpfenden, drohenden, renitenten, agressiven und gewaltätigen" Mann und der will sich beschweren, weil sogar die Fachleute im Gefängnus überfordert sind? Und der Anwalt macht bei diesem narzisstischen Trauerspiel noch mit? Da fehlen einem die Worte!!
    93 15 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 16:51
      Highlight Der Anwalt verdient sein Geld damit. Der Rest interessiert ihn nicht.
      49 15 Melden
    • Pisti 03.07.2017 18:19
      Highlight Naja der Anwalt ist wohl ein Spezi von der Fehr. Der schaut jetzt das Ihre Untertanen blöd dastehen. Eigentlich ein Skandal dass Sie, Ihren Mitarbeitern so in den Rücken fällt.
      Sie scheint wie SS, Ihr Departement überhaupt nicht im Griff zu haben. Sollte zurücktreten, die Frau Fehr.
      8 24 Melden
  • Hayek1902 03.07.2017 15:58
    Highlight wer hatte noch mals die geniale Idee, dem noch Kickboxen beizubringen? Ich schlage sonst noch den Schützenverein vor, die Ausbildung zum Panzerfahrer oder Kampfjetpilot.
    97 13 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 16:51
      Highlight Dann kann man ihn in die Fremdenlegion abschieben. Da hat er was zu tun.
      45 8 Melden
    • rauchzeichen 03.07.2017 17:23
      Highlight 1ein reifen mit zu viel luft braucht ein ventil um sie rauszulassen. aus persöhnlicher erfahrung kann ich den therapeutischen wert von kampfsport (wenn er richtig unterrichtet wird) nur empfehlen. auch ich hatte mehr agressives potential als meine mitschüler, gewiss nicht im ausmasse carlos, aber auffällig mehr. dann begann ich in einem dojo mit judo, fighting, schwertkunst und selbstverteidigung. als ich 7 jahre später den mitlerwile grünen gurt an den nagel hängte, traute mir niemand mehr zu, ein hohlköpfiger pausenschlägeri gewesen zu sein. carlos, die ausnahme die die regel bestätigt.
      31 8 Melden
  • Der Rückbauer 03.07.2017 15:53
    Highlight ...und schon wieder grüsst das Wohlstandsproblem....solange das Geld sprudelt.....ärgerlich bis an Bach abe....und Frau Fehr, welcher ich, was ich nachträglich bereue, meine Stimme gegeben habe, macht die Sache gar nicht besser. Das Dossier gehört ihr entzogen. Mario Fehr soll sich darum kümmern. Hier wäre doch ein bisschen Trump nicht schlecht, oder?
    56 32 Melden
  • mogad 03.07.2017 15:41
    Highlight Der junge Mann wurde/ist psychisch schwer beschädigt. Ein gesunder Mensch ist nicht so! Doch fest steht: die Gesellschaft muss vor ihm geschützt werden - er gehört verwahrt, und die Betreuer müssen vor ihm geschützt werden. Mitleid mit ihm? Nein! Aber ich verspüre Betroffenheit gegenüber diesem "verpfuschten" Leben.
    111 20 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 20:44
      Highlight Kluger Kommentar, Wölfli!
      4 0 Melden
    • Citation Needed 04.07.2017 09:02
      Highlight ..und Rendel!

      Vernunft/klarer Kopf scheint bei dem Thema Luxus zu sein, ihr seid mit einigen wenigen andern die Ausnahme hier drin.
      2 3 Melden
  • Mia_san_mia 03.07.2017 15:39
    Highlight Unglaublich... Folter sagt er?? Ich frage mich was Leute, die wirklich gefoltert wurden, dazu sagen 🙈 Vor allem war sein Verhalten dort wirklich total daneben. Ein Freund von mir war auch ein paar Wochen am gleichen Ort und hat erzählt, dass es unglaublich war, was der Nacht für Nacht für einen Riesenlärm gemacht hat und damit die anderen Mitinsassen genervt hat...
    133 13 Melden
  • N. Y. P. 03.07.2017 15:36
    Highlight Das ist jetzt halt ein Knastsetting. Man kann nicht immer auf unsere Kosten ein Boxsetting bekommen.

    So, dann gehen wir wieder zur Tagesordnung über..

    Thema besprochen und erledigt.
    99 14 Melden
  • dding (@ sahra) 03.07.2017 15:26
    Highlight Ohje..Vieleicht sollten wir ihm desshalb nun Millionen Entschädigung bezahlen?
    69 22 Melden
  • Caturix 03.07.2017 15:24
    Highlight Der Mann hat eine psychische Störung. Der gehört Therapiert . Und wenn man ihn einfach wegsperrt und ernidrigt wird es sowieso immer schlimmer.
    Er sitzt ja nicht wegen Mord aber wird schlimmer behandelt als ein Mörder oder Kinderschänder.
    35 96 Melden
  • Ugliman44 03.07.2017 15:17
    Highlight Frau Fehr wird dem Armen nun ein Zimmer in einem ***** Stern Hotel zuweisen
    47 52 Melden
  • Asmodeus 03.07.2017 15:04
    Highlight "Ausserdem habe er zeitweise ohne Matratze auf dem Boden schlafen und während 24 Stunden Fussfesseln tragen müssen, obwohl er isoliert war. Fernsehen hätte es auch nicht gegeben. «Carlos» selbst sprach vor Gericht von Folter."


    War das bevor oder nachdem er seine Wohnzelle komplett demoliert und unter Wasser gesetzt hatte?
    Hierbei ging z.B. auch die Matratze kaputt und da kann ich verstehen, wenn man ihn erst einmal fixiert und nicht unbedingt Eile damit hat eine neue Matratze aufzutreiben,
    216 14 Melden
    • Madison Pierce 03.07.2017 15:26
      Highlight Laut anderen Medienberichten war es danach.

      Nur Brot hat er auch nicht bekommen um ihn zu quälen, sondern weil er mit dem Essen jeweils seine Zelle verunstaltet, das Geschirr zerschlagen und mit den Scherben das WC verstopft hat.

      Ich halte die Massnahmen für nachvollziehbar und nicht übertrieben:
      - Matratze zerstört => keine Matratze mehr
      - Geschirr zerstört => kein Geschirr mehr
      - Mithäftlinge und Wärter angegriffen => kein Hofgang mehr

      Er hat nur die Quittung für sein Verhalten bekommen. Was wäre denn die Alternative? Jeden Tag eine neue Zellenausstattung, die dann wieder zerstört wird?
      156 9 Melden
    • Elpolloloco 03.07.2017 17:20
      Highlight Danke, MP, so sehe ich das auch. Ich bin absolut dagegen, dass Aufseher ihre Frustration an Gefangenen auslassen (das ist ohne Diskussion ein Straftatbestand), aber einen Insassen die Konsequenzen seines (ungebührlichen) Handelns innerhalb gewisser Grenzen spüren zu lassen gehört m.E. zu deren Auftrag. Und ich würde mir wünschen, dass sich der Papa von C auch an den Kosten, die sein Sprössling so verursacht, nach wirtschaftlichen Möglichkeiten beteiligt.
      25 4 Melden
  • Ruffy 03.07.2017 15:03
    Highlight Der arme Junge <3 Mann sollte ihm eine Entschädigung zahlen.

    *Achtung, dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten*
    126 15 Melden
    • ostpol76 03.07.2017 15:22
      Highlight Ich hatte auch tränen in den Augen als ich diesen Artikel las :-)
      51 7 Melden
  • nakasara 03.07.2017 14:58
    Highlight hmmmm klingt jetzt schon nicht gerade...rosig...aber hey, er sitzt ja auch nicht wegen nichts? leute halb tot schlagen und dann noch essenswünsche und tv?? ein bisschen nachdenken tut dem sicher gut, allerdings hätten sie wenigstens eine isomatte geben können, das sollte nun wirklich jedem zustehen. aber wasset und brot reicht doch? der braucht ja im knast kein powerfood und isostar zum überleben. ist ja kein hotelbesuch mit service. aber vielleichteine karrotte dazu, aber die könnte er vielleicht sonst als waffe einsetzen 😂 die fesseln braucht es aber schon bei einem so guten kickboxer
    79 13 Melden
    • MacB 03.07.2017 15:27
      Highlight er hat seine Zelle demoliert und deshalb kein Mobiliar mehr.
      56 3 Melden
  • MacB 03.07.2017 14:48
    Highlight soll er mal seinen Opfern erzählen.
    121 12 Melden
  • Rubby 03.07.2017 14:47
    Highlight Was für eine unerhörte frechheit..!!...dieser kerl macht auf mittleid??....das ist eine frechheit sondergleichen..!!...dieser typ kann menschen anpöbeln und verprügeln und wird noch geschützt???....wo sind wir hier eigentlich..??...dieser prügelknabe gehört hinter gitter..!!!...und zwar für immer..!!...denn solche typen ändern sich niemals...da hilft gar nichts schon gar keine therapie...der hockt uns steuerzahler buchstäblich auf der tasche..!!!...
    77 36 Melden
    • LukasderErste 03.07.2017 15:43
      Highlight Klar wird der geschützt, nennt sich menschenwürde, die hat man und verliert sie nie. Aber ja, finde jetzt auch, dass in dieser situation auch einmal von der norm abgewichen werden kann. Solange die begandlungen keine folter-ausmasse erreichen, was sie ja nicht taten.
      30 9 Melden
    • Saraina 03.07.2017 16:13
      Highlight Längerfristig dürfte sich eine Verwahrung und Medikation abzeichnen. Ein trauriges Schicksal.
      28 3 Melden
    • rauchzeichen 03.07.2017 17:43
      Highlight ja seraina, die zukunft seh ich für ihn auch

      fast noch trauriger stimmen mich kommentare wie obigster. ja, die kampfsporttherapie ging in diesem einen fall nach hinten los, ist aber ein geniales werkzeug, um zu lernen seine aggressionen zu kontollieren.

      "solche typen ändern sich niemals, da hilft gar nichts, schon gar keine therapie"

      wooopi, liest du den müll den du schreibst auch? erstmal schliesst du von einem menschen auf andere (funktioniert nicht, gell), wirfst ihnen vor, sich nicht zu ändern und verteufelst die einzige art, mit der geholfen werden kann. logik ist nicht so deins hä..
      9 2 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 21:39
      Highlight Rauchzeichen: ich glaube nicht dass die Kampfsporttherapie nach hinten losging. Sie wurde mit dem gesamten Sondersetting zur Unzeit abgebrochen. Niemand weiss, ob es hätte funktionieren können. Dass aber der unvermittelte Abbruch ebendieses Massnahmenpakets nur schadete, ist unbestreitbar. Davor war er mehr oder weniger stabil unterwegs, seither baut er einen Scheiss am Andern. Traurig, dass dieser Fall öffentlich wurde. Ohne den Druck hätte man ihn evtl. auf Kurs bringen können.
      6 2 Melden
  • hueberstoebler 03.07.2017 14:41
    Highlight also nach all der schei***, die carlos angestellt hat, fühlt er sich erniedrigt und gefoltert, weil er nicht fernsehen durfte?
    100 15 Melden
    • das Otzelot 03.07.2017 15:30
      Highlight Dabei wäre das TV-Programm von heute doch eigentlich die grösste Folter.
      Lasst Ihn doch 3 Monate nur Frauentausch, Bachelor usw. schauen. Bin sicher sein verhalten würde sich schlagartig bessern. Wobei schlagartig bei dem Typen einen schalen Beigeschmack hat.
      44 3 Melden
    • Asmodeus 03.07.2017 16:54
      Highlight Otzelot... Du bist ein sadistischer Mensch.

      Es gibt Bestrafungen die gehen einfach zu weit.
      20 5 Melden
  • Rihanna is Evil 03.07.2017 14:40
    Highlight "Folter"?
    Wenn er keine Straftat verübt hätte, wäre er nie dort gelandet. In diesem Horrorhaus ohne TV.

    Warum ist er noch da & wir verschwenden unsere Steuergelder für Ihn? Im Ausland ist doch alles schöner, bestimmt auch die Haftanstalten.
    62 29 Melden
    • Maracuja 03.07.2017 15:35
      Highlight Er ist noch hier, weil er genauso Schweizerbürger ist wie sein Vater.
      45 8 Melden
    • Kii 03.07.2017 16:24
      Highlight Muss erschreckend sein, dass Gewalttäter auch Schweizer sein können.
      29 20 Melden
    • Scott 03.07.2017 16:33
      Highlight Die richtige Bezeichnung lautet auch hier "Doppelbürger".
      26 18 Melden
    • Kii 03.07.2017 16:40
      Highlight Seine Mutter ist aus Brasilien, sein Vater ist Schweizer seit Geburt ( nichts mit "papierlischwiizer" wie ihr so schön sagt)!
      31 7 Melden
    • rauchzeichen 03.07.2017 17:43
      Highlight schlussendlich sind wir alles menschen.
      9 3 Melden
  • Chääschueche 03.07.2017 14:38
    Highlight Wie viele Millionen wird uns dieser Typ eigentlich kosten? 10? 20?

    79 17 Melden
    • Citation Needed 03.07.2017 21:44
      Highlight Wahrscheinlich mehr als wenn man das Sondersetting hätte laufen lassen. Die ganze Kacke ging ja erst richtig los, als die Leute rumjammerten , der koste zuviel, mimimi. Keine Ahnung, wie dieser Fall enden wird, aber billiger wurde er durch die Beendigung des Sondersettings bestimmt nicht.
      5 2 Melden
  • Cake 03.07.2017 14:36
    Highlight ach, der arme....
    60 10 Melden
  • Fuy Gawkes 03.07.2017 14:32
    Highlight Die Prügel die er austeilte, waren sicherlich weniger erniedrigend...

    Sorry aber in ihm seh ich alles, ausser ein Opfer.
    100 13 Melden

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