Schweiz

Wie Polizei und Schaulustige in Zürich mit einem Tsunami einen Diamant-Ohrring retteten

14.09.17, 14:48 14.09.17, 15:12

Diese Meldung der Stadtpolizei Zürich vom Donnerstag ist so schön, dass wir sie im Originaltext wiedergeben:

«Kurz nach Mitternacht wurde die Stadtpolizei Zürich in die Froschaugasse gerufen. Die Polizisten liessen sich erklären, dass einer Frau nach dem Verlassen eines Restaurants ein wertvoller Diamant-Ohrring durch ein kleines Loch eines Dolendeckels in die Abwasserkanalisation gefallen war.

Die Wasserschutzpolizisten öffneten den Schachtdeckel und ein Polizist stieg hinunter. Auf den Knien kauernd konnte er fünf Meter in die Abwasserröhre hinein sehen. Trotz seiner guten Stirnlampe konnte er das Schmuckstück jedoch nirgends sehen.

Darum öffneten die Polizisten in 20 Meter Entfernung den nächsten Dolendeckel und stiegen abermals hinunter. Aber auch dort war das wertvolle Erbstück nicht zu sehen. Inzwischen hatten sich diverse Schaulustige eingefunden. Plötzlich kam dann die zündende Idee, wie man allenfalls doch noch erfolgreich sein könnte.

Mit Hilfe der Zuschauer und Unterstützung des Restaurantpersonals wurden Eimer mit Wasser herbeigeschafft und in den oberen Schacht geleert, während der «Taucher» immer noch in der Kanalisation war und hoffte, dass der Ohrring so den Weg zu ihm finde. Leider führte auch das nicht zum Erfolg.

Sie hatten das Schmuckstück schon fast aufgegeben, versuchten es aber noch ein letztes Mal mit der Brechstange und leerten gemeinsam gleichzeitig mehrere Eimer Wasser in den Schacht. Dies führte zu einem künstlich erzeugten «Kanalisationstsunami», war aber sehr erfolgreich. Nebst vielen nicht-erwähnt-werden-wollenden Sachen die da geschwommen kamen, entdeckte der in der Kanalisation kniende Polizist plötzlich den gesuchten Ohrring im Licht seiner Stirnlampe und es gelang ihm auch diesen zu ergreifen, bevor er wohl für immer weggespült worden wäre.

Als er mit dem wertvollen Gut wieder aus der Kanalisation stieg, wurde er von den Anwesenden, die alle mitgefiebert hatten, mit Applaus empfangen. Das wertvolle Stück konnte der überglücklichen Besitzerin zurückgegeben werden.»

(whr)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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16
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 15.09.2017 00:15
    Highlight Mein Glaube an die Menschheit ist zurück 👏👍🏻😀😇😍
    0 0 Melden
  • Baba 14.09.2017 20:10
    Highlight Grossartig 👍
    26 0 Melden
  • Pergjo 14.09.2017 19:50
    Highlight Wohl doch manchmal dein Freumd und Helfer :)
    27 1 Melden
  • Dragonlord 14.09.2017 19:26
    Highlight Ich hoffe, die reiche Dame hat diesen Polizeieinsatz auch berappen müssen.
    22 15 Melden
    • PaLve! 15.09.2017 00:06
      Highlight ...
      0 0 Melden
    • SemperFi 15.09.2017 04:37
      Highlight Des Neidschweizers grösstes Problem...
      1 0 Melden
    • andrew1 15.09.2017 08:19
      Highlight Polizei ist service public. Auch ein inhaftierter muss den Gefängnisaufenthalt nicht berappen. Obwohl es 500 fr am tag kostet. Oder das gerichtsverfahren oder die ermittlingen. Nur hatten kürzlich einige gewiefte kantone die idee absperrarbeiten der polizei nach unfällen dem fehlbahren autofahrer in rechnung zu stellen. Klar die autofahrer können wieder bezahlen, schwerkriminelle nicht.
      1 0 Melden
    • Dragonlord 15.09.2017 14:40
      Highlight Wie ich mittlerweile in Erfahrung bringen konnte, hat sie die 120.- Umtriebsentschädigung gerne bezahlt.
      Das deckt wahrscheinlich eh die Versicherung Ihrer Platin-Kreditkarte...
      0 0 Melden
    • Dragonlord 15.09.2017 14:43
      Highlight @andrew1: Verursacherprinzip nennt sich das. Ist ja sowieso in den meisten Fällen versichert. Wenn nicht: Vorsichtiger Fahren hilft Wunder!
      0 0 Melden
  • URSS 14.09.2017 18:50
    Highlight Wie ? Was? Was ist? Ein Tsunami spülte einen Stadtpolizisten mit Diamantohrring durch die Kanalisation?
    Ach so, News von der Insel der Glückseligkeit in einem die Insel umgebenden Meer von wirklichen Problemen...
    Ps
    Ist nicht böse gemeint.
    7 7 Melden
    • Stromer5 14.09.2017 23:00
      Highlight Weisst du, ab und zu darf man auch einfach ein bisschen mitschmunzeln...😑
      0 0 Melden
  • Roman Ronner 14.09.2017 16:16
    Highlight In Luzern wäre die Polizei nicht ausgerückt ;)
    116 1 Melden
    • Namenloses Elend 14.09.2017 17:57
      Highlight Es sei denn man könnte die Aktion mit einer Verkehrskontrolle verbinden. 🤔😂😂
      40 3 Melden
    • Androider 15.09.2017 07:50
      Highlight @Namenloses Elend true story! made my day x'D
      1 0 Melden
  • unknown_user 14.09.2017 16:11
    Highlight Das sollte definitiv in die Good News Sektion aufegnommen werden!
    Tolli Aktion ;)
    79 1 Melden
  • Charlie B. 14.09.2017 15:37
    Highlight Wow! Unsere wahren Helden ;-)
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