Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das wohl teuerste Facebook-Like-Urteil wird ans Zürcher Obergericht weitergezogen

01.06.17, 10:13 01.06.17, 11:00


Der Anfang Woche vom Bezirksgericht Zürich verurteilte Facebook-User zieht den Entscheid ans Obergericht weiter. Weil er ehrverletzende Äusserungen mit Like-Zeichen versehen hatte, befand ihn das Gericht der mehrfachen üblen Nachrede für schuldig.

Wie der Verteidiger des Verurteilten am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte, gehe man in Berufung. Das Zürcher Obergericht wird sich folglich damit auseinandersetzen müssen, ob sich strafbar macht, wer auf der Online-Plattform Facebook ehrverletzende Inhalte mit einem Klick auf den «Gefällt mir»-Knopf quittiert.

Das Bezirksgericht Zürich hatte den Mann, der den Tierschützer Erwin Kessler verunglimpfte, wegen mehrfacher übler Nachrede zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 100 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt.

Eine Verurteilung hätte sich nach Ansicht des Gerichts nur verhindern lassen, wenn der Täter beweisen kann, dass die Äusserungen der Wahrheit entsprechen, oder dass er ernsthafte Gründe hatte, sie in guten Treuen für wahr zu halten.

Inhalte befürwortet

Der Verurteilte, ein 45-jähriger Mann, bezeichnete den Tierschützer Erwin Kessler und den Verein gegen Tierfabriken Schweiz auf Facebook als «Antisemiten» respektive «anti-semitischen Verein», «Rassisten» und «Faschisten». Zudem markierte er mehrere Facebook-Beiträge Dritter, die solche Inhalte enthielten, mit «gefällt mir» und kommentierte und verlinkte je einen solchen Beitrag.

Mit dem Anklicken des «Gefällt mir»-Buttons habe der Mann die ehrverletzenden Inhalte klar befürwortet und sie sich damit zu eigen gemacht. Auf Facebook seien die Äusserungen weiterverbreitet und so einer Vielzahl von Personen zugänglich gemacht worden. (nfr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Charlie B. 01.06.2017 11:22
    Highlight Facebook? Ernsthaft? Ist das nicht schon lange out?
    0 1 Melden
  • The oder ich 01.06.2017 11:04
    Highlight Klagt der Herr Kessler jetzt auch, wenn man fragt, unter welchem Stein das Bezirksgericht Zürich in den letzten Jahren so gelebt hat?
    1 1 Melden

Wildhüter oder Milizjagd? So zoffen sich die Tierschützerin und der Jäger

Mit der kantonalen Initiative «Wildhüter statt Jäger» will Monika Heierli die Jagd abschaffen. Christian Jaques findet das unsinnig. Im Streitgespräch kreuzen die zwei unterschiedlichen Kontrahenten die Klingen.

Sie ist die Präsidentin der Tierpartei Schweiz, er der oberste Jäger des Kantons Zürich. Sie will nicht, dass Jäger für die Regulierung des Wildbestands im Wald zuständig sind. Er will nicht, dass die Jäger durch Wildhüter ersetzt werden.

Im Streitgespräch werden sich Monika Heierli und Christian Jaques wenig einig. Zuletzt sind es die Zürcher Stimmberechtigten, die bei der Frage «Wildhüter oder Jäger?» am 23. September das letzte Wort haben. 

Herr Jaques, in Ihrer Freizeit jagen Sie. Was …

Artikel lesen