Schweiz

Modem in Knast geschmuggelt – Pädophiler schaut hinter Gittern Porno-Mangas

06.02.17, 12:41

Der bekennende Pädophile Beat Meier, der seit 1993 im Gefängnis sitzt, steht heute Montag vor dem Zürcher Obergericht. Dank einem ins Gefängnis geschmuggelten Modem konnte er in seiner Zelle Kinderpornos konsumieren.

Das Bezirksgericht Dielsdorf hatte ihn deshalb im vergangenen Jahr wegen des Besitzes von harter Pornografie zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt. Dagegen ging Meier in Berufung. Die pornografischen Manga-Comics, die der 70-Jährige im Juli 2012 konsumiert hat, zeigen unter anderem Erwachsene bei sexuellen Handlungen mit Kindern.

Ein Freund von Meier hatte ein Modem und eine SIM-Karte in die Justizvollzugsanstalt Pöschwies geschmuggelt. Meier versteckte das Modem, mit dem er sich ins Internet einwählen konnte, in der PC-Tastatur. Der Gefängnisaufsicht fiel jedoch auf, dass aus seiner Zelle Mobilfunksignale gesendet wurden und fand das Equipment.

Seit 1998 verwahrt

Meier erhitzte Ende der 1980er-Jahre als überzeugter Anhänger von sexuellen Handlungen mit Kindern die Gemüter. Er war auch führendes Mitglied der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Pädophile (SAP). Die Organisation hatte das Ziel, Pädophilie gesellschaftsfähig zu machen.

Anfang der 1990er-Jahre heiratete der Berner eine Frau aus der DDR und missbrauchte ihre zwei Söhne im damaligen Alter von sieben und zehn Jahren massiv sexuell. Im Frühjahr 1993 wurde er in Frankreich verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert. Seither sitzt Meier im Gefängnis. Seit 1998 ist er verwahrt.

(sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Caturix 06.02.2017 17:33
    Highlight Warum kann man in der CH diese Personen nicht einfach kastrieren ? Es ist ja nicht die Todesstrafe so eine Kastration. Chemisch oder chirurgisch sehe da kein Problem und so kann man sie auch wieder frei lassen.
    3 19 Melden
    • reaper54 06.02.2017 20:39
      Highlight Nein die Verwahrung ist da definitiv das richtige Mittel. Solch eine Person gehört bis an ihr Lebensende weggesperrt.
      9 0 Melden
    • Fabio74 07.02.2017 10:10
      Highlight Weil es win Eingriff in die körperliche Unverehrtheit ist und weil eine Kastration das Problem nicht löst. Die Fantasien bleiben da.
      1 0 Melden
  • Duscholux 06.02.2017 14:55
    Highlight "konnte er in seiner Zelle Kinderpornos konsumieren."
    "Pornografische Manga-Comics" sind keine Kinderpornos. Niemand kommt dabei zu Schaden.
    19 13 Melden
    • Alex_Steiner 06.02.2017 19:47
      Highlight Anscheinend nicht so in der Schweiz:
      "..., in Artikel 197 StGB ist eindeutig formuliert, dass auch Darstellungen «nicht tatsächlicher sexueller Handlungen mit Minderjährigen» unter Strafe stehen. Die Idee dahinter ist, dass der Konsum von Kinderpornografie möglicherweise Nachahmungstaten zur Folge haben kann und es somit (ausser beim Strafmass) keine Rolle spielt, ob die Minderjährigen «echt» sind oder «nur» virtuell."
      https://www.skppsc.ch/de/haeufige-fragen/

      Ist ziemlicher blödsinn... gehst du Unterschriften sammeln um das zu ändern? :)
      6 0 Melden
    • Duscholux 07.02.2017 08:19
      Highlight Na dann kann ich froh sein macht der Zoll meine Pakete nicht auf.
      3 3 Melden
    • Alex_Steiner 07.02.2017 09:56
      Highlight Ich kann froh sein das sie "Killerspiele" noch nicht verboten haben. Das könnte einem ja auch auf die Idee bringen Leute zu ermorden.

      Aber das verbot ist wohl relativ einfach zu umgehen. Der Zeichner muss einfach noch eine ID zeichnen auf der steht das der gezeichnete Character 18 Jahre alt ist.
      1 0 Melden
  • Pasch 06.02.2017 14:31
    Highlight "Die Organisation hatte das Ziel, Pädophilie gesellschaftsfähig zu machen."
    WTF???
    Schlüssel wegwerfen, sowas darf niewieder Tageslicht sehen!
    26 10 Melden
    • Madison Pierce 06.02.2017 18:53
      Highlight Da war er leider nicht allein. Es gab in Europa viele Männer, hauptsächlich aus dem linksgrünen Spektrum, welche "freie Liebe" auch für Kinder forderten.

      Wohl das bekannteste Beispiel ist Daniel Cohn-Bendit: https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Cohn-Bendit
      8 3 Melden
    • kleiner_Schurke 06.02.2017 19:35
      Highlight In Japan ist der Konsum von solchen Mangas schlicht Alltag.
      4 2 Melden
    • Rendel 06.02.2017 22:45
      Highlight Das war allerdings ein düsteres Kapitel von manchen linken Männern der 68 er Bewegung, Madison Pierce, grüne gab es damals aber noch nicht. Manche sahen ihre Fehler später ein.
      6 1 Melden

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