Schweiz
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An’Nur-Moschee in Winterthur muss schliessen

Die Winterthurer An’Nur muss voraussichtlich schliessen. Die Vermieter lassen den Vertrag mit dem umstrittenen Gotteshaus auslaufen. 

26.10.16, 22:40 27.10.16, 11:22


Ende Jahr läuft der langjährige Mietvertrag zwischen dem Kulturverein An'Nur und einer kleinen Immobilienfirma aus. Das soll laut dem «Tages Anzeiger» auch das Ende der Moschee sein. Die Vermieterin weigert sich laut Atef Sahnoun vom An’Nur-Verein, den langjährigen Mietvertrag zu erneuern.

«Die reisserische Berichterstattung ist schuld daran, dass unser Mietvertrag nicht verlängert wurde.»

Atef Sahnoun, Kulturverein An'Nur

Warum, ist unklar – die Immobilienfirma will keine Stellung nehmen. So viel lässt sie aber durchschimmern: Es sei nicht vorgesehen gewesen, dass an der Hofackerstrasse 17 eine Moschee betrieben werde.

Noch wird an der Hofackerstrasse 17 in Winterthur gebetet. foto: Keystone

Fest steht für Atef Sahnoun, dass die Medien für die Schliessung verantwortlich sind: «Die reisserische Berichterstattung ist schuld daran, dass unser Mietvertrag nicht verlängert wurde.»

Verein will sich wehren

Ein neues Lokal hat die Moschee noch nicht gefunden. Sie will vorerst juristisch vorgehen und damit versuchen, eine Verlängerung des Mietvertrags zu erreichen. Laut der Zeitung wurden jedoch bereits vor wenigen Tagen die ­Hinweise auf An’Nur an der Eingangstür des Gebäudes entfernt.

Die Moschee im Winterthurer Stadtteil Hegi geriet mehrmals wegen mutmasslicher Radikalisierung von Jugendlichen in die Schlagzeilen. Mehrere Jugendliche waren nach Syrien gereist und hatten sich der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») angeschlossen. Sie alle sollen zuvor in der An'Nur-Moschee (Arabisch für «das Licht») radikalisiert worden sein. (rwy/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Meitlibei 27.10.2016 10:31
    Highlight Das wird doch einfach die Situation/bzw. Ort verschieben aber nichts ändern. Aber grundsätzlich gilt doch einfach Extremisten und Fanatiker sind in jeder Religion gefährlich und einfach sch....e.
    3 2 Melden
  • Rene Tinner 27.10.2016 04:32
    Highlight Al Nour Moschee
    Endlich geht etwas. Warum musste das so lange geduldet werden. Wir sind in einem christlichen Land, und haben unsere Tradition. Warum müssen immer wir nachgeben??
    René
    61 111 Melden
    • Monti_Gh 27.10.2016 06:09
      Highlight Du gehst jeden Sonntag in die Kirche gell…
      57 45 Melden
    • Saraina 27.10.2016 06:28
      Highlight Beweise dafür, dass dort radikalisiert wurde gibt es allerdings immer noch keine, und entsprechend auch keine Anklage und kein Verfahren. Damit möchte ich nichts gegen unsere Tradition der leeren Kirchen gesagt haben.😌
      25 59 Melden
    • Charlie Brown 27.10.2016 06:28
      Highlight Wir sind mal grundsätzlich in einem Land, in welchem verfassungsmässig die Glaubensfreiheit garantiert wird.
      90 16 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 27.10.2016 06:40
      Highlight Husch zurück auf den Blick🚉
      20 15 Melden
    • Energize 27.10.2016 06:45
      Highlight @Charlie Brown: Exakt.
      9 7 Melden
    • RETO1 27.10.2016 07:22
      Highlight @ Charlie
      ja,ja.... und ist der Islam auch für Glaubensfreiheit???
      nein ist er nicht!!!!!!
      28 19 Melden
    • Ollowain 27.10.2016 08:17
      Highlight Die Schweiz ist kein christliches Land, Punkt. Es ist geprägt vom Christentum. Es hat aber sicherlich zu viele Atheisten und Nicht-Christen um als christliches Land zu gelten. Wäre unser Land christlich, könnte man überhaupt nicht mehr von einem säkularen Land sprechen...das wäre schrecklich!
      33 10 Melden
    • Knut Atteslander 27.10.2016 08:17
      Highlight Unternehmt erst mal etwas gegen diese radikalen Lutheraner ;)
      7 17 Melden
    • Fumo 27.10.2016 08:29
      Highlight Ja und genau wie die Religionsfreiheit wird hier auch die freie Marktwirtschaft garantiert.
      Wenn ein Unternehmen ein Vertrag nicht verlängern will, darf es das. Ohne Begründung.
      43 3 Melden
    • Charlie Brown 27.10.2016 10:01
      Highlight @RETO1: Wer ist "der Islam"? Kannst du zwischen einem Rechtstaat und einer Glaubensrichtung differnzieren? Und hast du das Gefühl, dass Frage- und AUsrufezeiche3n in grossen Mengen den Inhalt deiner Aussage verbessern?

      @Fumo: Klar. Dagegen sagt wahrscheinlich niemand etwas (zumindest ich nicht).
      6 1 Melden
    • Saraina 01.11.2016 07:42
      Highlight Danke, Yallix. Nun sind aber Zeitungsartikel keine Beweise. Und dass es Aussenstehenden unmöglich sei, zu erfahren was in den Moscheen gepredigt wird, ist Blödsinn. Moscheen stehen jedem offen. Es braucht also nur einen arabisch, türkisch oder albanisch sprechenden Beobachter, der die Predigt aufzeichnet. Für so schlau halte ich die Strafverfolger hierzuland. Von der Kanzel schimpfen ist noch nicht radikalisieren, und es scheint, dass das effektive radikalisieren immer noch über das (weitaus unkontrollierbare) Internet läuft. Moscheen lassen sich leicht überwachen.
      1 4 Melden
    • Saraina 01.11.2016 21:23
      Highlight In der Schweiz gilt der Grundsatz, dass der Staat Beweise liefern muss, bevor jemand schuldig gesprochen werden kann. Das ist durchaus vernünftig. Aussagen von Journalisten, die mit ihren Reportagen Aufsehen erregen müssen, um über die Runden zu kommen, gelten nicht als Beweis. Tatsache ist zudem, dass sich eine Moschee leichter überwachen lässt als das Internet oder private Treffen. Und Tatsache ist auch, dass man ohne weiteres in eine Moschee zum Freitagsgebet gehen kann. Das sind keine geschlossenen Vereine. Wenn die Moschee also keine Klage am Hals hat, dann, weil es keine Beweise gibt.
      0 0 Melden
    • Saraina 01.11.2016 21:27
      Highlight Nachtrag: keine Beweise für strafbare Handlungen. Dass der Imam in etlichen Moscheen jeweils von der Kanzel wettert wie ein Walliser Dorfpriester in den 50er Jahren, und dass er dabei ein Gesicht macht wie Erdogan, wenn er Verstopfung hat, ist allerdings Tatsache. Das ist aber nicht strafbar. Und Tatsache ist auch, dass Verbindungen zum IS und Vorbereitungen zu Terroranschlägen nicht in Moscheen geknüpft wurden, und dass etliche Attentäter Kleinkriminelle waren, die gar nie eine Moschee besuchten.
      0 0 Melden
    • Saraina 01.11.2016 21:56
      Highlight Nützt es denn, und ist es in dieser vernetzten Zeit überhaupt noch möglich, Meinungen zu verbieten? Wäre es nicht sinnvoller, das Strafrecht konsequent zur Anwendung zu bringen, und einzufordern, dass Predigten grundsätzlich in die Landessprache übersetzt werden müssen, und dass Imame mit den hiesigen Gebräuchen vertraut sein müssen und die demokratische Gesellschaftsordnung grundsätzlich respektieren? Das wäre m.E. vernünftig und durchsetzbar.
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    • Saraina 01.11.2016 22:01
      Highlight Yallix, was strafbar ist, steht im Strafgesetzbuch. Meinungen sind hierzulande nicht strafbar. Ich nehme an, Sie haben volles Verständnis für Erdogans Säuberungsaktion und ihre Vorläufer in diversen totalitären Regimes?
      Und nochmals, solange das Internet nicht zensiert wird, kann jeder Bubi hier harte Pornografie oder eben IS-Propagenda konsumieren. Dagegen ist der böse Imam in Winterthur ein Witz.
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    • Saraina 02.11.2016 09:23
      Highlight Nein, aber die Zeitung... "Das graue Gebäude mit den markanten gelb-grauen Streifen beim Bahnhof Hegi steht seit Monaten unter Beobachtung der Polizei. Davon zeugen Observationsaufnahmen in einem Strafverfahren gegen einen jungen Islamisten, der nach Syrien reisen wollte. Sie zeigen Abschiedsszenen vor der Moschee. Auch in einer weiteren Untersuchung der Bundesanwaltschaft wegen IS-Unterstützung – jener gegen den angeblichen «Islamisten-Leitwolf» S. V. – tauchten solche versteckt aufgenommen Bilder auf." Na also, ist doch einfacher, als alle Besucher einzeln zu überwachen.
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    • Saraina 02.11.2016 20:08
      Highlight Gut, mach ich gern. Hilft der auch gegen Kopfschmerzen und Nackenverspannung?
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Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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