Schweiz
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Wegen geplantem Raub

«Jahrhundert-Posträuber» muss wieder ins Gefängnis

15.04.14, 23:02

Er gab sich als reumütigen Sünder, heckte aber bereits den nächsten Plan für einen Überfall aus: Domenico Silano, einer der Haupttäter im Zürcher Fraumünster-Postraub vom September 1997, stand heute wieder vor Gericht. Er bewegt sich auf dünnem Eis.

53 Millionen Franken erbeutete Silano damals mit vier Komplizen beim Überfall der Fraumünster-Post. Die Hälfte der Beute wurde bis heute nicht gefunden. Doch diesen Dienstag stand der Italiener wegen etwas anderem vor dem Bezirksgericht Zürich.

Der Coup platzte

Silano im Jahr 2000. Bild: KEYSTONE

Im Mai 2010 hatte Silano zusammen mit einem mehrfach vorbestraften italienischen Profiräuber einen Überfall auf einen UBS-Kurier an der Pelikanstrasse geplant. Offenbar hatte Silano einen Tipp erhalten, dass die Kuriere jeweils am Morgen das Gebäude verliessen, um die Bankomaten aufzufüllen. 150'000 Franken Beute hatten die beiden im Visier. Doch der Coup platzte.

Warum, ist unklar. Der Verteidiger von Silano sagte, sein Klient habe sich freiwillig und rechtzeitig zurückgezogen. Er verlangte deshalb eine Einstellung des Verfahrens. Doch der Staatsanwalt war anderer Meinung: Der Überfall sei nur deshalb nicht verübt worden, weil die Polizei den Raub vereiteln konnte.

Das Bezirksgericht Zürich sah es als erwiesen an, dass Silano nicht aus eigenem Antrieb ausgestiegen sei. Wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen verurteilte es ihn zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten. Sechs Monate davon muss er absitzen. Damit droht dem ehemaligen Posträuber die Ausschaffung, sollte das Urteil rechtskräftig werden. Silanos Verteidiger hat jedoch bereits Berufung gegen das Urteil angekündigt. (dwi/sda)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 29.04.2014 19:17
    Highlight Immer noch in der CH! Was braucht es eigentlich noch, bis Straftäter endlich konsequent abgeschoben werden?
    1 0 Melden

Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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