Schweiz
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Der Dock A des Flughafens Zuerich und eine Heckflosse einer Swiss International Airlines Maschine, aufgenommen am Donnerstag, 9. Dezember 2004, in Kloten. Gemeinsam haben die Swiss International Airlines und die Unique Flughafen Zuerich AG ein Benutzerkonzept fuer den Flughafen Zuerich erarbeitet. Davon erhoffen sie sich kuerzere Umsteigezeiten und weniger Probleme bei Anschlussfluegen. Auf Beginn des Sommerflugplanes werden ab Dock A in erster Linie die Europafluege der Swiss erfolgen. Die Langstreckenfluege der Swiss werden ausschliesslich am Dock E ankommen oder dort abfliegen.    (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Das altehrwürdige Dock A des Flughafens Zürich wird neu- und massiv ausgebaut. archivBild: KEYSTONE

Flughafen Zürich plant neues Mega-Terminal

Mehr Platz für Passagiere: Das Hauptterminal in Zürich-Kloten wird komplett neu gebaut. Der grösste Flughafen der Schweiz erwartet in Zukunft 50 Millionen Passagiere. 

benjamin weinmann / Aargauer Zeitung



Wer dieser Tage an den Flughafen Zürich fährt, wird zuerst von Kränen begrüsst. Vor den Toren des Aviatikhubs entsteht zurzeit «The Circle», ein Milliardenkomplex, der ab Ende 2019 Platz für Kongresse, Hotels, Beautykliniken und Luxus-Showräume bieten wird. Es ist aktuell die grösste Baustelle der Schweiz.

Doch damit verschwindet der Baulärm vom Flughafen noch lange nicht. Im Gegenteil. Die Flughafen Zürich AG gibt im neusten Personalmagazin erstmals genauere Einblicke in ihre weiteren Baupläne. Und diese haben es in sich. Im Zentrum steht das Terminal 1 (ehemals Terminal A genannt) mit seinem Dock A, wo die Flugzeuge parkiert sind. Laut dem Artikel im Personalmagazin muss das Dock A aufgrund des baulichen Zustandes komplett rück- und neugebaut werden, inklusive des Towers der Flugsicherung Skyguide.

Der Baubeginn ist per 2021 geplant, mit einer Fertigstellung wird 2030 gerechnet. Neu soll das Dock weiter nördlich zu stehen kommen, was Auswirkungen auf die bisherigen Flugstandplätze haben würde.

ZUR MELDUNG DES SIL (SACHPLAN INFRASTRUKTUR LUFTFAHRT), DASS BEIM FLUGHAFEN ZUERICH BEI NEBEL ODER BISE SUEDSTARTS MOEGLICH SEIN SOLLEN, UND VERLAENGERTE PISTEN IN BETRIEB GENOMMEN WERDEN SOLLEN, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 27. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Die verwaiste Piste 28 des Flughafens Zuerich Kloten und der Terminal A, links, am Sonntag, 18. April 2010. Der Vulkan Eyjafjallajoekull in Island spuckt weiter grosse Mengen Asche in die Luft, weshalb der Luftraum ueber Europa aus Sicherheitsgruenden weitgehend gesperrt bleibt. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Das neue Terminal A soll weiter nördlich zu stehen kommen.  Bild: KEYSTONE

Bis 50 Millionen Passagiere erwartet

Zudem entstünde mehr Platz für Geschäftsflächen oder Airline-Lounges im Bereich nach der Sicherheitskontrolle. Auf provisorischen Visualisierungen ist zudem zu sehen, dass das Dock deutlich länger und mit mehr Gates ausgestattet werden soll. Heute sind es 17 Flugzeug- und 10 Bus-Gates. Nebst der alten Bausubstanz ist denn auch das erwartete Passagierwachstum der Hauptgrund für die anstehenden Bauarbeiten.

«Die Prognosen lassen erwarten, dass die Zahl der Passagiere, die heute jährlich am Flughafen Zürich ankommen, abfliegen oder umsteigen, bis in zwanzig bis dreissig Jahren von heute 29 auf 50 Millionen wächst», heisst es im Personalheft der Flughafenbetreiberin, die zu einem Drittel dem Kanton Zürich und zu 5 Prozent der Stadt Zürich gehört. «Im Vergleich zum heutigen Bau können die Passagierkapazitäten deutlich gesteigert werden.» Im Terminal 1, dort wo heute die grosse Abfluganzeigetafel hängt, will die Flughafenbetreiberin vor allem den Check-in-Bereich vergrössern sowie die Kapazitäten bei der Sicherheitskontrolle

«Ohne dass sich auch die Infrastruktur am Flughafenkopf den neuen Gegebenheiten anpasst, ist ein solches Wachstum gar nicht denkbar.»

Flughafen-Manager

«Ohne dass sich auch die Infrastruktur am Flughafenkopf den neuen Gegebenheiten anpasst, ist ein solches Wachstum gar nicht denkbar», wird ein Flughafen-Manager im Bericht zitiert. Er vergleicht die Planung mit dem Kauf eines Mantels für ein Kind im Wachstum: «Wir wollen sicherstellen, dass es nicht schon nach kurzer Zeit wieder spannt und zwickt.»

Drohen höhere Gebühren?

Fakt ist, dass es eine logistische Herkulesaufgabe wird, den Passagierfluss und die Baustellentätigkeiten gut aneinander vorbeizubringen – insbesondere während des Ferienansturms. Die Swiss als Hub-Airline dürfte deshalb eng in die Planung miteinbezogen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Baustrukturen am Flughafen aus verschiedenen Epochen stammen. Firmensprecher Philipp Bircher betont, dass sich die Planungen noch in einem frühen Stadium befänden und nicht alle Eckdaten definitiv seien.

epa05411198 Aerial view from the new Bombardier C-Series CS100 airplane of the airline SWISS on the occasion of the aircraft's baptism, over the Zurich Airport, in Kloten, Switzerland, 06 July 2016. Bombardier commissioned the first CS100 airplanes to SWISS on 01 July.  EPA/ALEXANDRA WEY

Der Flughafen Zürich bleibt eine ewige Baustelle. Bild: EPA/KEYSTONE

Entsprechend gibt er für das Terminal 1 und das Dock A keine Budgetgrösse bekannt. Eine Anhaltsgrösse gibt das 2003 eröffnete Dock E, das für über 330 Millionen Franken gebaut wurde. Bereits in Bau befindet sich die Erweiterung und Erneuerung der Gepäcksortieranlage für 470 Millionen Franken. Bis 2023/24 soll sie stehen. Und ab 2020 sollen die Flächen zwischen den Parkhäusern 1 und 2 grundlegend erneuert werden. Ziel ist eine bessere Wegverknüpfung von Bahn, Bus, Parking, Circle und den Terminals. Dazu gehört eine lichtdurchflutete Halle, in der zahlreiche Restaurants Platz finden sollen. Kostenpunkt: 250 Millionen Franken.

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    Alle Leser-Kommentare
  • gondwana 14.02.2018 22:38
    Highlight Highlight bei der Bezeichnung "Megaterminal" muss beachtet werden dass dieser Superlativ aus der CH-Optik verbreitet wird. In unserer Bäbistub.....äh Land ist etwas noch bald einmal mega...
  • Juliet Bravo 14.02.2018 15:33
    Highlight Highlight Das neue Dock A wird wohl leicht nördlich neben das heutige neu gebaut. So kann der Betrieb zumindest an der Südseite des heutigen Dock A weitergeführt werden. Später kann an der Nordseite des neuen A der Betrieb aufgenommen werden während das alte Dock A abgerissen wird.
  • Ökonometriker 14.02.2018 13:15
    Highlight Highlight Wird die Kapazität denn während dem Neubau zunächst abnehmen?
    Klar, der Schritt ist nötig. Aber ich hoffe, dass die Auswirkungen auf den Betrieb so gering wie möglich bleiben.
  • Posersalami 14.02.2018 10:22
    Highlight Highlight Ich wäre bereit eine ordentliche Summe darauf zu wetten, dass das neue Terminal vor dem BER eröffnet wird :D
    • BoJack 14.02.2018 11:52
      Highlight Highlight Das dachte ich mir auch 😂
  • Thadic 14.02.2018 08:53
    Highlight Highlight Wie nachhaltig ist diese Entwicklung? Woher das Erdöl um diese Flugsucht zu füttern. Wer von Elektro-Grossflugzeugen und erneuerbaren Energieträger für Flugzeuge träumt, der sieht die Dimensionen nicht.
    • Posersalami 14.02.2018 10:22
      Highlight Highlight Laut BAZL trägt der Flugverkehr knappe 2% am weltweiten Co2 Ausstoss bei. https://tinyurl.com/ycx6heas

      Natürlich kann und muss auch in diesem Sektor verbessert werden, jedoch ist das bei weitem nicht so dringend wie viele denken. Der grösste Posten bleibt halt die Erzeugung von Elektrischer Energie (42% Anteil am globalen Co2 Ausstoss). https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167957/umfrage/verteilung-der-co-emissionen-weltweit-nach-bereich/
    • mikel 14.02.2018 13:15
      Highlight Highlight Die Rechnung mit 2% ist zu einfach, das weiss auch das BAZL. Fliegen wirkt auf verschiedene Weise negativ auf die Umwelt.

      Ich kehre das Ganze mal um: Gewusst, dass nur 7% der Menschheit schon mal ein Flugi von Innen gesehen hat? Gewusst dass ein Flug nach New York ungefähr den gleichen Fussabdruck hat wie zwei Jahre tägliches Autofahren? Das Fliegen ist mit Abstand der grösste Umweltsünder! Für die, die sich etwas mehr für die Sache interessieren als nur nach London shoppen zu gehen: https://germanwatch.org/klak/flug04.pdf
  • c_meier 14.02.2018 08:52
    Highlight Highlight einfach bitte nicht die Planer vom Berliner Flughafen anstellen... :)
    ansonsten nicht sooviel neues, fast jeder Flughafen wird rund um die Welt nach etlicher Zeit erneuert. Und wer schon mal im Terminal A war sieht ja selber, dass dieser Bereich ein Update erhalten sollte.
    Das Dock E ist ja bereits auf einem deutlich höheren Stand.
    • Juliet Bravo 14.02.2018 10:57
      Highlight Highlight Auch Dock B/D macht einen sehr grosszügigen und soliden Eindruck.
  • mikel 14.02.2018 08:43
    Highlight Highlight Wirtschaft und Wachstum über alles. Man könnte tatsächlich meinen, dass diese Leute noch nie was von den problematischen Begleiterscheinungen des Vielfliegens gehört haben. Doch leider gibt es hierzulande kaum ernsthafte Opposition, die einzigen Organisierten sind die, über die die Flieger starten und landen. Und die denken auch in erster Linie an sich selbst. Schade für die schöne Welt.
  • happybeast 14.02.2018 08:04
    Highlight Highlight 🕗 2030!!!!! Bis dann loopen wir und fliegen nicht mehr. Jetzt mal echt, der effektive Bau darf nicht länger als ein Jahr dauern. Planung, Einsprüche und sonstige helvetische Eigenheiten abgesehen. Und sust: Merci Flughafen ZRH AG für de super Flughafe. Ich bruch vo Haustür bis zum Gurt aschnalle 40 min. Das isch Lebensqualität.
    • dechloisu 14.02.2018 10:15
      Highlight Highlight Sie wissen offensichtlich nicht welche schritte zwischen Idee und Umsetzung ligen.

      Kein Gebäude wird innerhalb von einem Jahr geplant und gebaut.
    • dä dingsbums 14.02.2018 10:18
      Highlight Highlight Ein Flughafenterminal zu bauen, ist nicht das gleiche wie ein Einfamilienhaus auf die grüne Wiese zu stellen.
      Das geht etwas länger, Komplexität, Flughafenbetrieb, Sicherheit und so weiter...
    • happybeast 14.02.2018 12:57
      Highlight Highlight reine Bauzeit; Planung, Einsprachen etc ausgeschlossen. Spatenstich bis Inbetriebnahme. Ich verstehe, dass aus einem alten Gebäude ein neues zumachen mehr Zeit braucht, als ein Neues auf die "grüne Wiese" zu stellen. Das war ursprünglich die Idee bei der Flughafen AG, welche verworfen werden musste. Also dechloisu; EFFEKTIVE Bauzeit. Und diese erscheint mir mit 9 Jahren einfach extrem lange.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Knallmann 14.02.2018 07:18
    Highlight Highlight Das Pistensystem ist je nach Wetterlage und Anflugregime schon jetzt am Anschlag und der Flughafen erwartet ernsthaft ein Passagierwachsum von 70% innert 12 Jahren? Entweder die haben sich die Zahlen aus den Fingern gesaugt oder Sie sind grössenwahnsinnig. Um das zu bewältigen reicht ein Terminalneubau und die geplanten Schnellabrollwege nicht aus - Schmiedet der Flughafen etwa noch weitere Pläne?
    • Posersalami 14.02.2018 10:24
      Highlight Highlight Man kann die Kapazität sehr einfach steigern, indem man grössere Flugzeuge nimmt ;)

      Aber dass da noch mehr in der Pipeline ist glaube ich leider auch. Die träumen ja von Pistenverlängerungen, anderen Abflugskorridoren und Aufweichung vom Nachtflugverbot..
    • Supermonkey 14.02.2018 13:00
      Highlight Highlight Genau... Anstatt 3 airbus 320 die zur gleichen zeit nwch london heathrow fliegen könnte man hier bestimmt etwas an der effizienz arbeiten... Und es hat täglich immer noch ein paar slots frei und sobald sie die General Aviation (leider) vertrieben haben, werden da auch nochmals slots frei...
    • Knut Knallmann 14.02.2018 14:31
      Highlight Highlight Dann müsste sich in den Flotten der Fluggesellschaften, insbesondere der Swiss noch einiges ändern. 21 Millionen zusätzliche Passagiere im Jahr sind sehr viel. Gepaart mit den ganzen systematischen Einschränkungen des Flughafenstriebs (Betriebszeiten, Pistensystem, restriktive Anflugrouten wegen Deutschland und Lärmschutz) würden spätestens bei Schlechtwetter den Flugplan zur Makulatur werden lassen. Wenn sie es trotz allem schaffen sollten: Chapeau!
  • Don Alejandro 14.02.2018 07:04
    Highlight Highlight Die Frage bleibt, ob das Wachstum tatsächlich organisch erfolgt oder nicht vielmehr der idiotischen Hub-Kultur zuzuschreiben ist. Denn eines ist klar: Die Mehrheit der Bevölkerung goutiert diesen Lärm- und Umweltverschmutzungsausbau nicht.
    • grumpy_af 14.02.2018 07:11
      Highlight Highlight Oha. Da ist aber jemand sehr gut informiert. Leider ist es immernoch so, dass Behauptungen alleine nicht reichen. :)
    • majortom79 14.02.2018 07:25
      Highlight Highlight Lärmgeplagte Anwohner gehen mir langsam etwas auf die Nerven. Jeder kann in der Schweiz nocu immer wählen, wo er hinziehen will. Und wenn‘s einem dort nicht passt, dass soll man‘s lassen. Easy as this.
    • Fabio74 14.02.2018 07:27
      Highlight Highlight Wer sagt das?
      Jeder will billig fliegen jederzeit und überall hin
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 14.02.2018 06:39
    Highlight Highlight „Auf provisorischen Visualisierungen ist zudem zu sehen, dass das Dock deutlich länger und mit mehr Gates ausgestattet werden soll.“

    Ja wo sind denn diese Visualisierungen?

    Warum lässt man die wichtigste Frage - wie das provisorisch aussieht - offen? Das ist doch das, was alle interessiert!
    • jjjj 14.02.2018 07:36
      Highlight Highlight weil das zusätzliche Arbeit beinhalten würde? ;-)
    • Jakal 14.02.2018 07:57
      Highlight Highlight Genau, lasst uns bitte diese provisorischen Visualisierungen sehen. Einen neuen Tower gibt es übrigens auch ...
    • Juliet Bravo 15.02.2018 13:24
      Highlight Highlight In einem Aviatik Forum hab ich ein Bild gefunden. Ist aber wirklich noch sehr unkonkret - zeigt aber wenigstens mal ca. die Ausmasse:
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  • Knety 14.02.2018 06:07
    Highlight Highlight Und ich prophezeihe Einsprüche und Klagen von Bünzlis die aus ihren Löchern kriechen werden.
    • Thadic 14.02.2018 08:48
      Highlight Highlight Bünzlige Gründe um dagegen zu sein sehe ich nicht, oder zählst du die Sorge um unsere Umwelt zu dieser Kategorie?
    • Knety 14.02.2018 10:19
      Highlight Highlight Ja
    • Posersalami 14.02.2018 10:31
      Highlight Highlight Dagegen wird doch hauptsächlich die Goldküste sein.

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

Der Nationalrat hat’s versemmelt. Im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes hat er die CO2-Abgabe auf Flugtickets bachab geschickt. 

Wer 9000 Kilometer mit dem Flugzeug zurücklegt, stösst ungefähr 1,8 Tonnen CO2 aus. 9000 Kilometer – so viel fliegen Herr und Frau Schweizer im Durchschnitt pro Jahr. Tendenz steigend. Der Flughafen Zürich vermeldet jeden Sommer neue Rekordzahlen. Leidtragende ist die Umwelt: Der Flugverkehr ist global für fünf Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. In der Schweiz sind es satte 18 Prozent. Und dennoch: Klimapolitik ist im Bereich der Luftfahrt praktisch inexistent.

Es klingt wie …

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