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Visualisierung des Bahnhofs Dietikon mit der Limmattalbahn.
Bild: KEYSTONE

Zürich: Ja zur Limmattalbahn – Tram fährt bald bis nach Spreitenbach

22.11.15, 14:58 23.11.15, 09:12


Das Limmattal bekommt eine neue Bahnverbindung. Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich haben den kantonalen Beitrag an den Bau der Limmattalbahn mit 64.5 Prozent deutlich gutgeheissen. Das Gemeinschaftsprojekt der Kantone Zürich und Aargau kostet insgesamt 755 Millionen Franken.

Ein Ja legten 219'738 Stimmberechtigte in die Urne. 121'199 Personen schickten die Vorlage bachab. In der betroffenen Region stiess das Projekt auf Ablehnung. Alle acht Limmattaler Gemeinden lehnten den Kantonsbeitrag ab.

limmattalbahn

So soll der Bahnhof Altstetten einmal aussehen.
bild: limmattahlbahn

Zur Abstimmung stand der Zürcher Beitrag ans Bauvorhaben in Höhe von 510.3 Millionen Franken sowie 136.3 Millionen Franken für Strassenprojekte. Die Stimmbeteiligung betrug 39.7 Prozent.

27 neue Haltestellen

Mit dem Ausgang der Volksabstimmung sind nun die letzten Hürden für das Stadtbahnprojekt beseitigt. Bis 2019 soll nun ein erster Teilabschnitt zwischen Zürich-Farbhof und Schlieren Geissweid fertiggestellt sein. Die restliche Strecke bis Killwangen AG entsteht bis 2022. Entlang der 13 Kilometer langen Strecke sind 27 Haltestellen geplant.

Von Zürich bis nach Spreitenbach mit dem Tram.
bild: limmattahlbahn

Die Bahn verbindet künftig die Gemeinden links der Limmat und bindet diese an die bestehende S-Bahn an. Zugleich wird damit die stark beanspruchte Verkehrsinfrastruktur im aufstrebenden Gebiet entlastet.

Limmattalbahn

Der erste Stück der Limmattalbahn.
bild: limmattalbahn

Bekämpft wurde die Vorlage vornehmlich im Limmattal selbst. Zur Abstimmung kam es, weil die IG «Limmattalbahn - Nein!» aus Dietikon das Referendum ergriffen hatte. Sie bezeichnete das Limmattalbahn-Projekt als masslos und unnötig. Von den Parteien hatte sich einzig die SVP gegen die Vorlage ausgesprochen.

Unbestritten ist die Limmattalbahn im Kanton Aargau. Im Grossen Rat erntete das «Jahrhundertprojekt» Anfang Mai viel Lob. Das Parlament sprach sich denn auch klar für den Kantonsbeitrag von knapp 180 Millionen Franken aus. Der Bund übernimmt 35 Prozent der Baukosten. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Writer Formerly Known as Peter 23.11.2015 11:25
    Highlight Ein staatlicher Beitrag zur weiteren Zersiedelung im Limmattal und zur Unterstützung der Grund-, Immobilieneigentümer und Spekulanten! Bereits heute sind die Auswirkungen spürbar. Da die Eigentümer fest mit dieser "Bahn" gerechnet haben.
    6 0 Melden
  • seventhinkingsteps 22.11.2015 22:03
    Highlight Damit verbunden fände ich eine Vergrösserung der Zone 10 zumindest bis auf Schlieren wenn nicht bis auf Dietikon sinnvoll sobald die Bahn fertig ist.
    8 10 Melden
  • zettie94 22.11.2015 16:52
    Highlight Manchmal muss man die Leute eben zu ihrem Glück zwingen. Ich bin sicher, wenn die Bahn einmal da ist, werden die Leute im Limmattal sie nicht mehr missen wollen. So war es beim Tram Schwamendingen, beim Tram Bern West, usw.
    39 18 Melden
  • Lumpirr01 22.11.2015 16:00
    Highlight Tolle Sache, dass es nun mit der Limmattalbahn vorwärts geht! Die Parole der SVP - Leitung, dieses überrissene Projekt abzulehen, hat zum Glück nicht gezogen! Komisch, dass diese Vorlage bei den Limmattalern selber abgelehnt wurde, welche doch diese Verbindung am ehesten brauchen könnten?? Diese Bahnverbindung sollte sogar später noch weiter über Neuenhof / Wettingen nach Baden / Brugg weitergeführt werden, wo die Strassen heute schon jeden Abend hofflungslos verstopft sind..................
    35 16 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.11.2015 16:09
      Highlight Du wohnt nicht im Limmattal? Dieses Projekt nützt fast niemandem hier und die Menschen wussten schon, warum sie dagegen sind. Es war nicht nur die SVP dagegen. Auch wir, die SP Basis, hat sich dagegen entschieden.
      32 23 Melden
    • Lumpirr01 22.11.2015 16:54
      Highlight @Peter Gasser: Wer wie ich werktags von 07:00 bis 10:00 mit der S3 rsp. S12 von Dietikon nach ZH HB fahren muss, stösst auf einen gestossen vollen Perron und findet nur mit Gück einen Sitzplatz. Da macht es doch Sinn, eine neue Verkehrskapazität mit direkter Verbindung zwischen den verschiedenen Siedlungen und den Arbeitsplätzen zu betreiben! NB: Im Aargauer Teil des Limmattales ist der Widerstand gegen diese Bahn eher klein, obwohl auch wir dafür 178 Millionen beisteuern werden. Sobald diese Bahn in Betrieb ist, wird sie mit grosser Dankbaarkeit und Selbstverständlichkeit benutzt werden!
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    • Oban 22.11.2015 17:42
      Highlight @lumpiir
      Ein Tram macht einfach wenig sinn.
      Den das tolle z.B an Dietikon ist ja, dass ich innert 15-25 min am HB sein kann.
      Dies gilt auch für Schlieren, aber auch für Spreitenbach oder Wettingen. Aber mit einer Strassenbahn benötige ich dann min. dreimal so lang. Schön das ich dann vieleicht einen Sitzplatz habe aber ich benötige einfach ein vielfaches länger.
      Das Geld hätte man besser für Busspuren genutzt, nichts ist dümmer als wegen einer verspätung auf den nächsten Zug warten zu müssen, selbst wenn man in diesem dann 20min stehen muss.
      22 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 22.11.2015 15:55
    Highlight Schon kommisch. Da stimmt man in Wald ZH darüber ab, was die Limmattaler haben sollen und was nicht. Diese Bahn wurde hier nämlich verworfen! Sie ist teuer, führt zu Mietpreiserhöhungen und zu mehr Verkehrsproblemen und wurde an den Nutzenden vorbei geplant! Wer will schon nach Spreitenbach, der nicht auch die S-Bahn nehmen kann?
    23 25 Melden
    • atomschlaf 22.11.2015 16:44
      Highlight So ist das nun mal bei kantonalen Abstimmungen.
      Aber ich finde es trotzdem höchst bedenklich, wie dieses Projekt gegen den Willen der lokalen Bevölkerung durchgestiert wird. Erst recht, wenn man berücksichtigt, dass hier noch nicht einmal überregionale oder nationale Interessen tangiert sind.
      17 16 Melden
    • seventhinkingsteps 22.11.2015 18:52
      Highlight Die Anwohner sind halt nicht die einzigen Interesseneigner in so einer Frage. Es geht auch um die vielen Stadtzürcher und Anwohner am See die im Limmattal arbeiten.
      16 8 Melden
    • Donalf 23.11.2015 10:58
      Highlight Der Entscheid ist ein staatlicher Beitrag zu Zersiedelung. Dazu kommt, dass die Vorlage ein unausgereift und ein nicht alle Probleme beachtender Fallstrick ist. Wenige haben sich über die Folgen selbst ein Bild machen können oder wollen. Schöne Bildchen, falsche Schlagwörter und der "mündige Bürger" sagt willig ja. Ein gefährlicher Weg in der Zukunft. Dabei zahlen alle, profitieren werden aber effektiv nur wenige. Viele Baugespanne stehen in der Hoffnung auf ein und wären bei einem Nein ein Flop geworden.
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