Schweiz
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Panne bei Stimmenauszählung – Rot-Grün verliert Mehrheit in Winterthur wieder



Bei den Wahlen des Grossen Gemeinderats in Winterthur ist bei der Auszählung ein grober Fehler passiert. Dieser wurde laut Staatskanzlei nun korrigiert, und das neue Ergebnis wurde vom Zentralwahlbüro neu erwahrt.

Die Konsequenz der peinlichen Panne: Rot-Grün verliert die Mehrheit in Winterthur. Gegenüber den am Sonntag veröffentlichten Resultaten gewinnt die BDP einen Sitz, während die Grünen einen Sitz verlieren.

In der Medienmitteilung aus Winterthur heisst es: 

Im Nachgang zu den Wahlen des Grossen Gemeinderats stellte die Stadtkanzlei fest, dass die unveränderten Listen im Wahlkreis Wülflingen nicht im System zur elektronischen Erfassung der Wahlen und Abstimmungen (Wabsti) erfasst waren. Die Anzahl der unveränderten Listen war im Rahmen der Hochrechnung bereits ermittelt worden, wurde aber nicht ins System übertragen.

Die Stadtkanzlei hat anhand des Stimmmaterials diese Zahlen nochmals überprüft und nachträglich erfasst. Die Berechnungen zur Eruierung der Proporzverteilung (nach Pukelsheim) wurden im System noch einmal aufbereitet. Das neue Ergebnis wurde durch das gestern Abend kurzfristig einberufene Zentralwahlbüro neu erwahrt und ist damit gültig.Wesentliche Verschiebungen betreffen die Grünen und die Bürgerlich-Demokratische Partei BDP: Die Grünen verlieren gegenüber den am Sonntag veröffentlichten Resultaten einen ihrer Sitze, die BDP erhält einen Sitz und kann damit den bisherigen Sitz halten. Innerhalb der Listen gab es keine Veränderungen in der Reihenfolge der Kandidierenden, da nur unveränderte Listen und damit alle Personen auf der Liste gleich betroffen waren. Die vorkumulierten Personen erhielten zwar zusätzliche Stimmen, was auf das Endergebnis aber keinen Einfluss hatte.

Die Stadtkanzlei bedauert den Fehler und prüft derzeit geeignete Massnahmen, um die Qualitätskontrolle bei künftigen Urnengängen zu verbessern.

Bei den Linken war die Freude gross, als nach vier Jahren bürgerlicher Mehrheit die Stadtregierung wieder nach links gerutscht ist. Die Stimmberechtigten haben SVP-Stadtrat Josef Lisibach überraschend abgewählt. Sein Sitz ging an SP-Kandidatin Christa Meier.

Einen Linksrutsch gab es auch bei den Wahlen für das Stadtparlament, den 60-köpfigen Grossen Gemeinderat. Und auch dort auf Kosten der SVP. Die SP konnte drei Sitze dazugewinnen und stellt neu 18 Vertreter. Die SVP büsste drei Sitze ein und hat neu nur noch 10 Parlamentsmitglieder.

Neben der SP gewannen auch die FDP dazu. Die FDP holte sich einen zusätzlichen Sitz und ist neu mit acht Gemeinderäten vertreten. Nun dürfte die Ernüchterung bei den Linken gross sein. Das Parlament ist wieder in bürgerlicher Hand. (nfr/aeg/sda)

Ab wann können wir online abstimmen?

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Heieiei 08.03.2018 16:24
    Highlight Highlight Steckt vielleicht auch Blocher dahinter und die Stimmen wurden eigentlich richtig ausgezählt. ;)
  • Ridcully 08.03.2018 13:57
    Highlight Highlight Das ist gar nicht wahr!
    Da Alle, ausser der SVP, Linke sind, haben die Linken immer noch die Mehrheit.
  • blobb 08.03.2018 13:18
    Highlight Highlight Man macht einen Fehler, korrigiert ihn und lernt daraus. Der ganze Vorgang ist transparent und wird zeitnah kommuniziert. Wo ist das Problem?
    • dä dingsbums 08.03.2018 15:30
      Highlight Highlight Kein Problem, es wird einfach informiert.
    • blobb 08.03.2018 17:11
      Highlight Highlight Ich beziehe mich mehr auf die Kommentare als auf den Artikel selbst.
  • Howard271 08.03.2018 12:55
    Highlight Highlight Stimmt das wirklich mit dem Verlust der linken Mehrheit? SP, AL, Grüne und glp haben doch weiterhin eine Mehrheit im Parlament? Auf anderen Portalen liest man ebenfalls von „keinen wesentlichen Verschiebungen“.
    • blobb 08.03.2018 13:55
      Highlight Highlight Die glp würd ich schon eher als bürgerlich bezeichnen.
    • Howard271 08.03.2018 14:41
      Highlight Highlight Ja ok, kommt vielleicht auf den Ort an. Aber die EVP wäre dann ja auch nicht echt links, oder?
    • Asmodeus 08.03.2018 15:03
      Highlight Highlight Die EVP würde ich als religiöse Partei eh nie als links einstufen
    Weitere Antworten anzeigen
  • ströfzgi 08.03.2018 12:27
    Highlight Highlight LOL das waren sicher die Russen.
  • MilfLover 08.03.2018 11:46
    Highlight Highlight Winti ist eingach für nix zu gebrauchen.
    • danbla 08.03.2018 13:18
      Highlight Highlight Du solltest nicht von dir auf Winti schliessen.
  • manuel0263 08.03.2018 11:41
    Highlight Highlight Bei jeder Gelegenheit betont man in der Schweiz die ach so exakte Arbeitsweise, die Pünktlichkeit der Züge etc. etc. .
    Dann darf sowas aber einfach nicht passieren. Erinnert peinlich an manche Bananenrepubliken...
    • danbla 08.03.2018 13:19
      Highlight Highlight Der Unterschied zur Bananenrepublik ist, dass dort so ein Vorfall unter den Teppich gekehrt wird.
    • Saraina 08.03.2018 17:40
      Highlight Highlight Bananenrepublik ist, wenn schon vorher klar ist, wer gewählt wird, und die "falschen" Stimmzettel verschwinden.
  • Roterriese 08.03.2018 11:35
    Highlight Highlight Gut so :)
    • Fabio74 08.03.2018 16:40
      Highlight Highlight Wenns für deine kleine Welt reicht,
    • Roterriese 08.03.2018 20:55
      Highlight Highlight Scheinbar reicht es für 154 Leute sich zu empören :)

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