Schweiz

Der Bär hatte Bienenkästen in das Haus geschoben.

Frecher Bär vergreift sich an Urner Bienen

19.04.17, 10:56 19.04.17, 12:50

Ein Bär hat sich an einem Bienenhaus in Silenen UR vergriffen. Ein Imker bemerkte dies am Montag. Der Bär hatte Bienenkästen in das Haus geschoben und an den Kästen waren deutliche Kratzspuren sichtbar, wie die Sicherheitsdirektion des Kantons Uri am Mittwoch mitteilte. Im gleichen Gebiet hatte der Wildhüter bereits vor rund drei Wochen eindeutige Bärenspuren angetroffen.

Das Innere des Bienenhauses.

Der Braunbär ist ein Allesfresser. Mehrheitlich frisst er Früchte und pflanzliches Futter. Er frisst aber auch Insekten, Wild und vereinzelt Nutztiere. Bienenvölker sucht er vor allem wegen den eiweisshaltigen Larven auf. Dank ihres ausgezeichneten Geruchssinns können Bären die Bienen von Weitem aufspüren.

Wiederholungstäter

Bleiben Standorte ungeschützt, werden sie meistens mehrfach heimgesucht. Um weitere Schäden am betroffenen Bienenstand zu verhindern, wurde in der Zwischenzeit ein Elektrozaunsystem installiert, das verhindern soll, dass sich der Bär dem Bienenstand wieder nähern kann.

Um weitere Schäden am betroffenen Bienenstand zu verhindern, wurde in der Zwischenzeit ein Elektrozaunsystem installiert.

Der Bär hält sich vermutlich seit Mitte letzten Jahres im Kanton Uri auf und legte umfangreiche Distanzen zurück. Bis anhin verhielt er sich sehr unauffällig und richtete keine Schäden an. Daher sind momentan trotz des einzelnen Schadens auch keine weiteren Massnahmen geplant.

Das Monitoring wird wie bis anhin fortgesetzt. Es wird aufzeigen, ob der Bär im Kanton Uri bleibt oder weiterzieht. Je nach Entwicklung des Aufenthaltsgebietes und allfälliger weiterer Schäden müssen dann weitere Schutzmassnahmen oder allenfalls Vergrämungsaktionen in Betracht gezogen werden. (whr)

Aktuelle Polizeibilder

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • koks 19.04.2017 13:25
    Highlight Ein frecher Bär? Bienenstöcke gehören zur natürlichen Nahrung der Bären.
    8 2 Melden
    • Maett 19.04.2017 20:45
      Highlight @koks: dann soll er gefälligst Wildbienen heimsuchen oder wenigstens Aktien des Bienenhäuschenbesitzers kaufen ;-)
      6 0 Melden
  • pedrinho 19.04.2017 13:22
    Highlight Ich wuerde dem zur ablenkung ein paar picknickkoerbe hinstellen. ;)
    4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 11:49
    Highlight Vergrämungsaktionen....so, so. Ich finde es sowieso unverschämt dass sich Wolf und Bär nicht mal zusammenreissen und endlich wie Normalofüdlibürger im Supermarkt einkaufen gehen können. Hier sind verstärkte Integrationsmassnahmen deutlich angezeigt !!!
    15 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 11:28
    Highlight Ein urner Wetter-Bär! :-)

    Er legt sich doch noch ein Pölsterchen an - anscheinend bleibt es noch für länger ein wenig kühler...
    6 1 Melden

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