Schweiz
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Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Huerlimann spricht an der Medienkonferenz zur

Markus Hürlimann: «Eine einmalige private Kurzschlusshandlung von zwei erwachsenen Personen.» Bild: KEYSTONE

Zuger Sex-Affäre: Für Markus Hürlimann ist «nichts mehr wie es war»



Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann hat am Dienstag vor den Medien zur Sexaffäre mit der Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin (AL/Grüne) Stellung genommen. Er wolle damit die Geschichte abschliessen, sagte er.

Die Zuger Staatsanwaltschaft hatte letzte Woche das Verfahren gegen Hürlimann eingestellt. Er habe damit die Gelegenheit, seine Sicht der Dinge frei zu schildern, ohne zu riskieren, sich der Behinderung der Untersuchung schuldig zu machen, sagte Hürlimann. Dabei stütze er sich auf die Akten der Staatsanwaltschaft, die ihm vorlägen.

Video: keystone

Intime Annäherung, aber kein Geschlechtsverkehr

Er habe nie bestritten, dass es zu einer intimen Annäherung gekommen sei – nicht aber zum Geschlechtsverkehr, sagte Hürlimann. Daran halte er fest. Was an der Landammann-Feier vom 20. Dezember 2014 geschehen sei, sei «eine einmalige private Kurzschlusshandlung von zwei erwachsenen Personen» gewesen. Leider könne er die rund 20 Minuten nicht rückgängig machen.

Die Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin am Donnerstag 29. Januar 2015 im Zuger Kantonsrat im Regierungsgebaude von Zug. Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Huerlimann will trotz der Sex-Affaere und den Ermittlungen gegen ihn nicht aus dem Parlament zuruecktreten. Er sei es seinen Waehlern schuldig, jetzt gute Parlamentsarbeit zu leisten, sagte er am Donnerstagmorgen vor der Ratssitzung. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Jolanda Spiess-Hegglin hat Strafanzeige eingereicht. Bild: KEYSTONE

Hürlimann warf in seinen Ausführungen Spiess-Hegglin vor, sie habe den Medien gegenüber immer wieder Dinge gesagt, die gemäss Akten nicht stimmten. Dazu gehöre etwa die Angabe, sie selbst habe nie Strafanzeige eingereicht: Tatsächlich habe sie dies jedoch am 22. Dezember 2014 getan.

«Tiefe Wunden bleiben»

Die Voruntersuchung hatte Hürlimann vom Verdacht auf Schändung seiner Kantonsratskollegin entlastet. Mit der Einstellung des Verfahrens wurden ihm Genugtuung und Entschädigung zugesprochen. Dies unterstreiche zwar seine Unschuld zusätzlich, ändere aber nichts daran, «dass tiefe Wunden bleiben».

Seit er in den Medien als verdächtiger Schänder veröffentlicht worden sei, «ist nichts mehr wie es einmal war», sagte der 41-Jährige. Er habe das SVP-Kantonspräsidium verloren, und auch das Kantonsratsmandat und die Parteimitgliedschaft habe man ihm absprechen wollen.

Hürlimann hatte am 1. April Spiess-Hegglin wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt. Das Verfahren ist hängig. Er halte an der Klage fest, sagte der SVP-Politiker. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • reputationsprofi 01.09.2015 15:05
    Highlight Highlight Interessant und aufschlussreich.
    Reputationsmanagement berücksichtigt und angewendet.

    1 Ehrlichkeit, Klarstellung
    Er habe nie bestritten, dass es zu einer intimen Annäherung gekommen sei – nicht aber zum Geschlechtsverkehr, sagte Hürlimann.

    2 Transparenz, Bedauern
    «eine einmalige private Kurzschlusshandlung von zwei erwachsenen Personen» gewesen. Leider könne er die rund 20 Minuten nicht rückgängig machen.

    3 Emotionen, Auswirkungen
    «dass tiefe Wunden bleiben». Seit er in den Medien als verdächtiger Schänder veröffentlicht worden sei, «ist nichts mehr wie es einmal war»

    www.crisyscon.com
  • Zeit_Genosse 01.09.2015 11:02
    Highlight Highlight Schnörkelloser und sachlicher Abschluss der öffentlichen Debatte, so hoffen wir. Der Rest ist privat und sollte es auch bleiben.

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