Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Markus Hürlimann: «Eine einmalige private Kurzschlusshandlung von zwei erwachsenen Personen.» Bild: KEYSTONE

Zuger Sex-Affäre: Für Markus Hürlimann ist «nichts mehr wie es war»

01.09.15, 09:54 01.09.15, 10:43

Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann hat am Dienstag vor den Medien zur Sexaffäre mit der Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin (AL/Grüne) Stellung genommen. Er wolle damit die Geschichte abschliessen, sagte er.

Die Zuger Staatsanwaltschaft hatte letzte Woche das Verfahren gegen Hürlimann eingestellt. Er habe damit die Gelegenheit, seine Sicht der Dinge frei zu schildern, ohne zu riskieren, sich der Behinderung der Untersuchung schuldig zu machen, sagte Hürlimann. Dabei stütze er sich auf die Akten der Staatsanwaltschaft, die ihm vorlägen.

Video: keystone

Intime Annäherung, aber kein Geschlechtsverkehr

Er habe nie bestritten, dass es zu einer intimen Annäherung gekommen sei – nicht aber zum Geschlechtsverkehr, sagte Hürlimann. Daran halte er fest. Was an der Landammann-Feier vom 20. Dezember 2014 geschehen sei, sei «eine einmalige private Kurzschlusshandlung von zwei erwachsenen Personen» gewesen. Leider könne er die rund 20 Minuten nicht rückgängig machen.

Jolanda Spiess-Hegglin hat Strafanzeige eingereicht. Bild: KEYSTONE

Hürlimann warf in seinen Ausführungen Spiess-Hegglin vor, sie habe den Medien gegenüber immer wieder Dinge gesagt, die gemäss Akten nicht stimmten. Dazu gehöre etwa die Angabe, sie selbst habe nie Strafanzeige eingereicht: Tatsächlich habe sie dies jedoch am 22. Dezember 2014 getan.

«Tiefe Wunden bleiben»

Die Voruntersuchung hatte Hürlimann vom Verdacht auf Schändung seiner Kantonsratskollegin entlastet. Mit der Einstellung des Verfahrens wurden ihm Genugtuung und Entschädigung zugesprochen. Dies unterstreiche zwar seine Unschuld zusätzlich, ändere aber nichts daran, «dass tiefe Wunden bleiben».

Seit er in den Medien als verdächtiger Schänder veröffentlicht worden sei, «ist nichts mehr wie es einmal war», sagte der 41-Jährige. Er habe das SVP-Kantonspräsidium verloren, und auch das Kantonsratsmandat und die Parteimitgliedschaft habe man ihm absprechen wollen.

Hürlimann hatte am 1. April Spiess-Hegglin wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt. Das Verfahren ist hängig. Er halte an der Klage fest, sagte der SVP-Politiker. (whr/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reputationsprofi 01.09.2015 15:05
    Highlight Interessant und aufschlussreich.
    Reputationsmanagement berücksichtigt und angewendet.

    1 Ehrlichkeit, Klarstellung
    Er habe nie bestritten, dass es zu einer intimen Annäherung gekommen sei – nicht aber zum Geschlechtsverkehr, sagte Hürlimann.

    2 Transparenz, Bedauern
    «eine einmalige private Kurzschlusshandlung von zwei erwachsenen Personen» gewesen. Leider könne er die rund 20 Minuten nicht rückgängig machen.

    3 Emotionen, Auswirkungen
    «dass tiefe Wunden bleiben». Seit er in den Medien als verdächtiger Schänder veröffentlicht worden sei, «ist nichts mehr wie es einmal war»

    www.crisyscon.com
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 11:06
    Highlight Was in dieser Nacht passiert ist, werden wir nie erfahren. Eigentlich geht es auch niemanden etwas an.

    Dumm ist einfach, dass dadurch die Karrieren von 2 Menschen zerstört wurden. Es haben beide für den Rest des Lebens den Titel "Unglaubwürdig" auf den Leib geschrieben.

    Eine Einigung auf eine gemeinsame öffentliche Version, wie die Nacht verlaufen sei, bei der beide das Gesicht hätten wahren können, wäre anhand des Alkohols der an diesem Abend geflossen ist, sicher machbar gewesen.

    Manchmal muss man sich mit der Situation abfinden und einen Kompromiss suchen, auch wenn man im Recht ist.
    10 2 Melden
  • Zeit_Genosse 01.09.2015 11:02
    Highlight Schnörkelloser und sachlicher Abschluss der öffentlichen Debatte, so hoffen wir. Der Rest ist privat und sollte es auch bleiben.
    8 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 10:57
    Highlight Ich weiss nicht ob das Foto (Gesichtsausdruck) bei der Dame Standard ist. Das hat aber schon eine Art "Hallo Seemann"-Wirkung.
    8 18 Melden
    • rYtastiscH 01.09.2015 14:39
      Highlight Boa krass, hätte nie gedacht dass gerade ich sowas mal sage, aber sorry das war jetzt sowas von sexistisch...

      Ich mag Ihnen nicht mal erklären warum...
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 15:53
      Highlight Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet. (Wikipedia) Es gibt den gleichen Gesichtsausdruck auch bei Männern. Sehe nicht inwiefern das jetzt sexistisch sein soll. Dort könnte man den Blick vielleicht "Hola chica" nennen. Nur bis jetzt habe ich von Herrn Hürlimann nie so ein Foto gesehen. Es werden vielleicht zu unrecht nur seriöse Fotos gezeigt, oder solche wo er nachdenklich wirkt. Abgesehen davon: Wenn eine/r ausserhalb der Fastnacht mit einer Clowns(Clownsin)maske rumläuft, muss sie/er damit rechnen, dass das jemand thematisiert.
      2 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 10:55
    Highlight Den Linken ist nicht zu trauen. War immer so. Das hätte Herr Hürlimann wissen müssen. Nun ist sein Ruf ramponiert, schade!
    9 23 Melden

Video zeigt prügelnde FCZ- und GC-Fans im Zürcher Kreis 5

In der Nähe des Bahnhofs Hardbrücke kam es am Samstagabend kurz vor 22 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Fangruppen. Auf Videos ist zu sehen, wie Dutzende, zum Teil vermummte Personen mit Baulatten, Flaschen und Fäusten aufeinander losgehen.

Laut einem Sprecher der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich handelte es sich um eine «kleine Auseinandersetzung» zwischen Gruppen des FC Zürich und des Grasshopper Clubs. Diese habe sich relativ schnell wieder aufgelöst. Verletzte …

Artikel lesen