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Fertig Grün: Jolanda Spiess-Hegglin tritt der Piratenpartei bei

08.01.16, 15:19 08.01.16, 15:39

Von den Grünen zu den Piraten: Jolanda Spiess-Hegglin.
Bild:

Die fraktionslose Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin ist der Piratenpartei Zentralschweiz beigetreten. Auf Ende 2015 hatte sie den Austritt aus der Partei «Alternative-die Grünen» (ALG) erklärt. Bereits Mitte November hatte sie die ALG-Kantonsratsfraktion verlassen.

Spiess-Hegglin sorgt seit über einem Jahr für Schlagzeilen mit einer Polit-Sex-Affäre. Am Morgen nach der Landammannfeier im Dezember 2014 war sie ohne Erinnerungen an den vorigen Abend und mit Unterleibschmerzen ins Spital gegangen. Ihr Kantonsratskollege Markus Hürlimann (SVP) geriet darauf in den Verdacht, sie mit K.-O.-Tropfen gefügig gemacht zu haben.

Hürlimann hatte dies stets in Abrede gestellt. Es habe zwar eine Annäherung gegeben, diese sei jedoch einvernehmlich gewesen. Rechtlich ist die Affäre abgeschlossen.

«Die Konfrontationen mit den Ereignissen um meine Person waren auch für meine Parteikolleginnen und -kollegen belastend und absorbierten viel Energie», schrieb Spiess-Hegglin im November 2015 zur Begründung ihres Fraktionsaustritts.

Sie will nun als Vertreterin der Piratenpartei im Kantonsrat weiter politisieren, wie sie am Freitagnachmittag auf Anfrage sagte. Als Kapitän der Zentralschweizer Piratenpartei sei es ihm eine Freude, sie an Bord begrüssen zu dürfen, twitterte Parteipräsident Florian Mauchle. Die Piraten sind bislang nicht im Zuger Kantonsrat vertreten.

Witze über K.-O.-Tropfen

Mit ein Grund für ihren Austritt bei den Alternativen-die Grünen sei eine Kolumne in einer Publikation gewesen, in der sich die Partei auf ihre Kosten über K.-O.-Tropfen lustig gemacht habe, sagte Spiess-Hegglin. Witze über K.-O.-Tropfen zu machen, sei nicht zu tolerieren, findet sie.

Die Alternativen-die Grünen bedauern laut Communiqué «die Ereignisse, die nun zu ihrem Rücktritt geführt haben». Das vergangene Jahr sei für Spiess-Hegglin und für die Partei eine sehr schwierige Zeit gewesen. Die Partei bedankt sich bei der Politikerin «für die engagierte Arbeit, die sie bis Ende 2014 für die Partei geleistet hat», und hofft, dass «Ungerechtigkeiten aufgedeckt werden». (sda)

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JasCar 08.01.2016 22:51
    Highlight Liebe Ex-20-minüteler
    Bitte geht doch wieder zurück. Mir fehlen die typischen konstruktiven watson Kommentare. Danke
    14 5 Melden
    • 4giveness 09.01.2016 10:06
      Highlight Themenbezug? oder wollten sie diesen Text schon lange einmal zum Besten geben?
      Für mich gehören sämtliche Beiträge zum Thema Spiess-Hegglin/Hürlimann in Gazetten mit eher seichtem Niveau. Scheinbar fehlt es zur Zeit an Themen mit nationaler Tagesaktualität. Im Grunde hat ich doch schon jeder seine Meinung zu diesem Szenario, inkl. den Protagonisten, gemacht.
      5 2 Melden
    • JasCar 09.01.2016 14:11
      Highlight @ 4giveness
      Genau das ist der Punkt. Ich verspüre so keine Lust mehr, themenbezogen zu kommentieren. Und genau dem trauere ich nach.
      1 0 Melden
  • Palatino 08.01.2016 20:04
    Highlight Piratenpartei? War da nicht mal was mit dem Entern der Captains Lounge?
    10 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 19:58
    Highlight Die Frau wird immer unsympatischer.
    11 8 Melden
  • kliby 08.01.2016 16:54
    Highlight eine partei scheint da primär ein gefäss zu sein, in welchem sich das unendliche ego dieser frau entfalten kann. wie glaubwürdig sind politiker, die ihre parteien wechseln wie andere ihre unterwäsche?
    33 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 17:38
      Highlight Ohne Bezug auf den Artikel: Die eigene Meinung sollte in stetem Wandel sein. Immer wieder bekommst du neue Erkenntnisse, die du hoffentlich auch einfliessen lässt.
      "Und sie bewegt sich doch"
      18 16 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 16:09
    Highlight Ich weiss allen ernstes nicht, wie man eine solche Frau jetzt noch wählen kann. Nicht wegen dem was vorgefallen ist. Ich erlaube mir nicht, eine Meinung darüber zu bilden. Aber wer aufgrund persönlicher Anfeindungen seine Überzeugungen mit Füssen tritt und einfach in die nächstbeste Partei wechselt. Ja der hat vermutlich keine Überzeugungen und schon gar kein Rückgrat. Da geht es doch nur darum, die eigene Person gross zu machen, etwas zu erreichen, egal wie. Da ist sie leider bei weitem nicht die einzige in der Schweiz.
    57 27 Melden
    • EvilBetty 08.01.2016 16:50
      Highlight Wenigstens passt dein Nick...
      31 15 Melden
    • Marbek 08.01.2016 16:54
      Highlight Welche ihrer Überzeugungen tritt sie denn mit Füssen? Welche kann sie bei den Piraten nicht mehr vertreten? Wer sagt dir, dass das für sie einfach die "nächstbeste" Partei ist?

      Ausserdem: jemand, der Anderen wegen so etwas ein fehlendes Rückgrat diagnostiziert, hat selbst noch ein paar Defizite, und seien es nur mangelnder Respekt und Lebenserfahrung.
      29 39 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 17:05
      Highlight Deiner auch Betty :( Naja Marbek, ich will ehrlich mit dir sein, ich beschäftige mich weder mit den Anliegen der Grünen, noch die der Piraten oder irgendwelchen anderen Parteien. Aber wenn die Grünen wie du behauptest dieselben Ansichten haben wie die Piraten, warum denn wechseln? Warum gibt es zwei Parteien, die dasselbe wollen? Und ja dein letzter Satz ist so widersprüchlich, dass es schon wieder lustig wird. Du diagnostizierst mir ja auch mangelnden Respekt und Lebenserfahrung.
      27 19 Melden
    • Abnaxos 08.01.2016 18:11
      Highlight Die Piraten und die Grünen habe in vielen Punkten sehr ähnliche Ansichten, aber eben nicht in allen. Die Piraten sind stärker humanistisch/wissenschaftlich ausgerichtet und legen natürlich auch mehr Gewicht auf das namensgebende Thema, nämlich das Internet und seine gesellschaftlichen Folgen. Es gibt auch deutliche Unterschiede, so haben die Grünen beispielsweise einen relativ starken esoterischen Flügel, der bei den Piraten überhaupt nicht vorhanden ist.

      Die Piraten überschneiden sich mit vielen Parteien, sind aber der Kombination einzigartig und haben auch einige ganz eigene Positionen.
      14 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 15:31
    Highlight Egal ob da K.O.-Tropfen im Spiel waren oder nicht. Finde es trotzdem beschissen, dass man darüber witze macht :-/
    60 22 Melden
    • TanookiStormtrooper 08.01.2016 18:31
      Highlight Sehe ich auch so! Witze über K.O.-Tropfen sind extrem daneben! Von der SVP hätte ich ja nichts anderes erwartet, aber ausgerechnet von den Grünen? Das erstaunt mich doch sehr! In so einer Partei möchte ich ehrlich gesagt auch nicht sein, ob der Witz jetzt auf meine Kosten geht oder nicht.
      16 11 Melden
  • Angelo C. 08.01.2016 15:27
    Highlight Piratenpartei ?! Passt 😆!
    39 18 Melden
  • Anded 08.01.2016 15:27
    Highlight Ist wohl nicht nur im Fussball Transferzeit...
    51 8 Melden

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