Schweiz

Tunesier schnitt Frau Kehle durch – Freiburger Gericht muss Fall neu beurteilen 

22.11.16, 12:00 22.11.16, 12:18

Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Tunesiers zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren für die brutale Ermordung seiner Ehefrau aufgehoben. Das Kantonsgericht Freiburg muss beim Strafmass nochmals über die Bücher.

Der Mann hatte seine ebenfalls aus Tunesien stammende Ehefrau im April 2010 im Kanton Freiburg grausam getötet. Er stach mit einem Messer 15 Mal auf sie ein, schlug sie mit einer Softairwaffe, mit der er ihr anschliessend Gummischrot ins Gesicht schoss. Zuletzt schnitt er ihr die Kehle durch.

Das Bundesgericht in Lausanne. Bild: KEYSTONE

Das erstinstanzliche Gericht hatte den Mann, der mit der Ermordeten zwei Töchter hat, wegen Mordes, Vergewaltigung und weiterer Delikte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.

Das Kantonsgericht reduzierte die Strafe wegen einer leichten Verminderung der Zurechnungsfähigkeit. Diese hatten zwei psychiatrische Experten attestiert. Der 49-Jährige soll gemäss Gutachten an einer paranoiden und narzisstischen Störung leiden.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Täter legten beim Bundesgericht Beschwerde ein.

Lebenslänglich nicht ausgeschlossen 

Das Bundesgericht hat in seinem am Dienstag publizierten Urteil den Entscheid der Vorinstanz aufgehoben. Es hält fest, dass die verminderte Zurechnungsfähigkeit sich auf die Schwere der Schuld auswirke. Sie habe aber nicht zwingend eine Verringerung der Strafe zur Folge.

Das Kantonsgericht muss deshalb das Strafmass neu beurteilen. Die Lausanner Richter unterstreichen, dass eine lebenslängliche Freiheitsstrafe aufgrund der äusserst schwer wiegenden Schuld des Täters nicht ausgeschlossen sei.

Die Beschwerde des Mannes hat das Bundesgericht bezüglich der Vergewaltigung gutgeheissen. Es hält fest, dass die drei Zeugen nur vom Hörensagen berichten konnten. Es fehlten weitere ausreichende Beweise.

Das könnte dich auch interessieren:

Achtung! Dieses fiese SMS crasht iPhones und Macs 😳

Fall Ansari: Ein schlechtes Date ist kein Übergriff. Und Sex zu wollen kein Verbrechen

Das war knapp! So viel Glück wie diese 14 Menschen wirst du in deinem Leben nicht haben

So wird «Der Bestatter» aussehen, wenn dem SRF das Geld ausgeht

So reagiert Sharon Stone auf die Frage, ob sie je sexuell belästigt wurde

«Klugscheisser» brilliert bis zu dieser Frage, bei der KEINER von 3 Jokern hilft

History Porn Teil XXVI: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Eltern ketteten ihre Kinder an Betten: Polizei befreit 13  Geschwister aus Horror-Haus

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gas_wookie 22.11.2016 20:39
    Highlight Reich wohl noch nicht für eine Ausschaffung.
    Das kommende Urteil wird dann in Straßburg eh wieder gekippt.
    4 4 Melden
  • Radesch #Nein zu NoBillag 22.11.2016 16:30
    Highlight Jaja, das angeschossene Reh wehrt sich noch...
    Viel milder wird die Strafe wohl nicht ausfallen.
    Mein Beileid den Angehörigen der Opfer und viel Kraft.
    7 0 Melden

Das Wallis versinkt im Schnee – Zermatt von der Aussenwelt abgeschnitten

Die Lawinengefahr ist am Montagabend in den Schweizer Alpen erneut gestiegen. Sehr gross ist die Gefahr in Teilen des Kantons Wallis. Davon beeinträchtigt war auch der Bahnverkehr. Der Bahnbetrieb zwischen Visp und Zermatt musste vollständig eingestellt werden. In St.Niklaus mussten Häuser evakuiert werden. Zwischen Visp und Täsch fahren ebenfalls keine Ersatzbusse.

Die höchste Gefahrenstufe besteht in Saas-Fee, dem südlichen Simplongebiet, den unteren Vispertälern und Zermatt, wie das …

Artikel lesen